Einzelbild herunterladen
 

M 226.

Jutöcr, Dienstag, den 2. Oktober 1900.

Die Wirren in China.

den

hat

des

27. Jahrgang.

Bestellungen auf die ,Fuldaer Zeitung^ für das 4. Quartal Werden zum Preise von 1,50 Mark (ohne Bestellgeld) von allen Postanstalten und Landbrieftragern noch fortwährend ent- gegengenommev.

+ Die IS-stenernng der Künsitiche« SStzkoffe bildet den Inhalt einer Resolution, die der Reichstag am Schluffe seiner letzten Tagung an genommen hat. und demgemäß nun auch den Inhalt eines Gesetzentwurfes, der im Reichsamte des Innern ousgearbeitet worden ist. Dieser Entwurf ist den Handelskammern zur Begutachtung zugegangen und wird jedenfalls in der nächsten Tagung des Reichstages zur Be- rathung gelangen. Nach Mittheilungen, die in diesen Tagen in der Generalversammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie gemacht worden sind, soll es sich um eine Verbrauchssteuer handeln, die 80 Mk. ür das Kilogramm beträgt. DaS ist der sechs« | >is achtfache Werth im Großhandelspreise, also eine beträchtlich hohe Besteuerung, von der man die gewünschte Wirkung wohl erwarten kann. Ju dem Gesetzentwürfe ist auch die Bestimmung enthalten, daß der Vertrieb des Saccharins auf die Apotheken beschränkt werde.

X Der i»1sr«a1io«ale Sozialisten Kon­greß in Paris hat ein ziemlich rasches Ende gefunden. Derselbe ist am letzten Sonntag ge­schloffen worden, ohne daß besonders bemerkens- werthe Beschlüsse gefaßt worden wären. Auch die Betheiligung war nicht etwa bedeutend. Davon

Sache abgefünden, so gut, wie es eben ging. Jetzt hat die internationale Sozialistenversammlung mit starker Mehrheit, nämlich mit 29 gegen 9 Natio­nalitätenstimmen, den Antrag Ksutsky angenommen, den Eintritt von „Genossen" in bürgerliche Mini­sterien also für zulässig erklärt. Für den General­streik haben ganz allein Franzosen und Italiener gestimmt. Der Gedanke eines General­streiks ist also mit überwältigender Mehrheit ab­gelehnt worden. Einstimmige Annahme haben da­gegen die Entschließungen gegen die Welt Politik und Kolonialpolitik und gegen den Mili-

gewiß sehr viel Schönes!" —

Und weiter träumte der Professor bei Mädchens wundervollem Spiel.

tarismus gefunden. Diese Dinge gehören zu den unentbehrlichen Apparaten der „Genossen", haben aber, wie Jedermann sattsam bekannt ist, nicht die geringste thatsächliche Bedeutung. Daß nicht einmal alle Sozialdemokraten mit dieser un­bedingten Ablehnung des Militarismus einver­standen sind, ist ja auch bekannt genug. Der nächste internationale Sozialtstenkongreß soll im IJahre 1903 in Amsterdam abgehalten werden.

* DerDeitmtgsvsrkimfaufdenStraßen nach 9 Uhr Abends soll nicht verboten sein. In einer Ministerlalversügung vom Freitag an sämmtliche Regierungspräsidenten ist bestimmt worden, daß die Ortspolizeibehörden ermächtigt werden, das Feilbieten von Zeitungen und anderem Lesestoff auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen und anderen öffentlichen Orten (Bahn­höfen 2c.) während der Zeit, wo die Verkaufs­stellen geschloffen sein müflen, an Werktagen inso­weit zuzulaffen, als es bisher schon während dieser Zett üblich war. Hinsichtlich des Verkaufs auf Bahnhöfen an Sonn- und Festtagen behält es bei den bisherigen Bestimmungen sein Bewenden.

Der Krieg in Südafrika.

Vom Kriegsschauplätze liegen folgende Depeschen aus Pretoria vor:

Die Buren griffen am Donnerstag eine briti- sche Patrouille in per Nähe von Heidelberg an; ein britischer Offizier und ein Gemeiner wurden gefangen genommen, ein Gemeiner wmde getödtet, vier andere wurden verwundet. — In Komati- poort fand eine furchtbare Explosion statt, während englische Soldaten Munition, welche von

Sein schöner Traum war in Nichts zerstoben und er hatte doch alles so greifbar nahe vor sich gesehen.

„Julia," wiederholte Anita, da das junge Mädchen gar nicht auf die Anrede der Mutter zu hören schien, „sing uns doch einmal das Lied vom „ersten Kuß", ich höre es so gern."

„Ach Mama", — Julias Stimme klang fast zornig — „laß mich doch mit dem albernen Lied zufrieden, ich mag es nicht.

„Siehst Du, davon verstehst Du einfach gar nichts", lächelte Hedwig, die bei dm lebhaften Worten der Schwester aus ihrem kleinen Halb­schlummer aufgeschreckt war.

„Du redest wie der Blinde von der Farbe", mischte sich Anita ein. Du bist ein Kind, was weißt Du von einem Kuß."

den beiden Schwestern mußte unbedingt zu Hedwigs Nachtheil ausfallen.

Eines Abends hatte der Profeffor mit Julia ein neues Duett eingeübt. Julia sang darauf einige Schumann'sche Lieder, und zuletzt noch Meyer-Hellmunds „Zauberlied". Alfred stand hinter ihrem Stuhl und wendete die Noten um. Anita, die in den letzten Jahren sehr an Körper­fülle zugenommen hatte, zu ihrem unbeschreiblichen Aerger, da sie immer noch eitel und hochmüthig war, saß, die Hände im Schooß gefaltet, in bequemer Stellung auf dem Divan. Das üppige kugelrunde Gesicht strahlte förmlich, sie war stolz auf ihr kluges, reizendes Kind, und nickte Julia lebhaft zu. Hans Reinhold war ausgegangen, und! Hedwig saß, wie immer, mit ihrer Handarbeit an dem runden, in der Mitte des Zimmers stehenden Tisch. Hier und da fielen ihr, trotz der lauten Unterhaltung der Andern, die Augen für kurze Zeit zu. die fleißigen Hände sanken herab.

Der Profeffor ärgerte sich über die Theil- nahmlosigkeit seiner Braut, wenn sein Blick flüchtig auf ihr ruhte; dann grub er die weißen Zähne in die Unterlippe, während seine Hand krampfhaft die Stuhllehne umfaßte.

Wiederum erschien, wie schon so oft, vor seinen Augen ein ihn beunruhigendes Bild, wie es später werden würde, — und heute zum ersten Mal — bereute er den Schritt, zu dem ihn sein Freund Leo Eilenberg halb gegen seinen Willen verleitet hatte. Wäre es nicht beffer, er sorderte sein Wort zurück? — Denn, — jetzt fühlte er es deütlich, — Hedwig, — sie war die Rechte nicht, — sie konnte ihm nie das fein, was er von seiner zu­künftigen Frau erwartete und erhoffte.

zeugen die Stimmziffern bei den gefaßten Be­schlüssen. Der Antrag des deutschen Sozialdemo­kraten Kautsky, die Theilnahme von „Genossen" an Ministerien bürgerlicher Regierungen für zu­lässig zu erklären, ist noch von allen Anträgen und Entschließungen das Interessanteste von der ganzen Versammlung. Veranlaßt wurde der Antrag be­kanntlich durch die Frage, ob der Eintritt des Sozialdemokraten Millerand in das französische Ministerium zu billigen sei oder nicht. Der fran­zösische Sozialistenkongreß im Vorjahre hatte sich nach einigen heftigen Auseinandersetzungen durch einige Entschließungen unbestimmter Art mit der

geliefert würde, könnte der erste Band vollständig vorgelegt werden.

* In den westlichen Provinzen cirkulirt eine Petition an den Reichstag um Einführung der körperliche« Züchrig««g Sei KsWe-is- vergehe«. Dieselbe bringt folgenden Gesetzent­wurf in Vorschlag: „Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden rc. verordnen im Namen des Reiches nach erfolgter Zustimmung des Bundesrathes und des Reichstags, wie folgt: Art. I: Das Reichsstrafge­setzbuch erhält die veränderte Fassung, welche sich aus nachstehenden Bestimmungen ergibt: § 26 a. Die Strafe der körperlichen Züchtigung ist int Gefängniß oder Zuchthause zu vollziehen. Sie be­steht in der Verabfolgung von bis zu je 25 Hieben mit einer Lederpeitsche und kann sowohl selbständig, als auch neben der Haft-, Gefängniß- oder Zucht­hausstrafe verhängt werden. § 26b Die Strafe der körperlichen Züchtigung ist nur dann zu ver­hängen, wenn die sittliche Rohheit des Thäters in besonders auffallender und verletzender Weise her­vortritt. II. Den §§ 167, 168, 173, 174, 175, 176,177, lsy^lZl, 182, 183, 223, 223 a, 224, 225, 226, 227, 2Ä5> 236, 303, 304, 305, 315, I 360, 13 ist folgendes Alinea hinzuzufügen: Auch kann auf einfache und auf wiederholte körperliche Züchtigung entweder allein oder in Verbindung mit anderen Strafen erkannt werden."

Deutsches Keich.

Berlin, den 1. Oktober.

offenen Augen. Er fah draußen die weißen Flocken wirbeln, wie sie in tollem Reigen zur winterlichen Erde niedeifielen, — Julia hatte schon oft davon gesprochen, daß es ihr ein un­beschreibliches Vergnügen bereite, dem wilden Tanzen und Jagen der niederwallenden Schnee­flocken zuzuschauen, und daß sie sich dann doppelt behaglich im warmen gemüthlichen Zimmer fühle. — „O ja," schloß sie nach derartigen Gesprächen regelmäßig, — „ich liebe den Winter, er

„Julia!" unterbrach Anitas Stimme Gedankengang des Profeffors, der sich wiederum über die Stirn fuhr.--

st. Kaiser Krvaugsü vo« Ktzma hat an den deutschen Kaiser ein neues Schreiben gerichtet. In diesem Schreiben spricht der chinesische Kaiser von „immerwährendem Frieden" und dergleichen schöben Dingen — schade, daß es nur der vollkommen bedeutungslose Kaiser Kwangsü ist, von dem das Schreiben auSzeht. Deswegen kann es auch nur geringen Eindruck machen, wenn der Kaiser demüthig schreibt: „Die plötzliche Erhebung in China hatte die Ermordung Ihres Gesandten zur Folge. Meine Unter- thanen haben schändlich gehandelt und die freundlichen Beziehungen abgebrochen, worüber ich tief betrübt bin usw." Die Kaiserin-Witwe, Prinz Tuan und Genossen haben von dieser „Betrübniß" sicherlich niemals etwas gespürt, und so lange die Mächte nicht Ernst in China zeigten, spürte man auch keinen Hauch oo» dem Kaiser Kwangsü, der bekanntlich nur eine Draht­puppe ist in den Händen seiner Umgebung. Deswegen ist dieses neueste Sckreiben des chinesischen Schaltenkaisers auch nicht als eine ernsthafte Friedenskundgebung der Chinesen auf- zufaffen, sondern lediglich als ein neuer Beweis dafür, daß man den Chinesen nur mit voller Entschiedenheit und mit kräftiger Energie bei« kommen und ihnen die erforderliche Einsicht dafür beibringen kann, was Noth thut, um den chinesischen Feldzug zu beenden.

* Die Görresgesekkschetfl hat am Donners­tag in München eine sehr stark besuchte Vor- standsfitzung abgehalten. Zunächst wurde be­schlossen, in Zukunft allen Mitgltedern des Ge- —sammtvorstaudeZL das vervielfÄtigte-Protokoll der Vorstandssitzung zu Übersenden. Dann erstattete der Generalsekretär kurzen Finanzbericht. Eine längere Besprechung veranlaßte die Bestimmung ster Jubiläumsfeier (Gründung der Gesell­schaft 25. Januar 1876, 100. Geburtstag Josephs v. Görres). Daß die Feier in Cob lenz dem Geburtsort Görres statlfinden müsse, darüber war allgemeines Einverständniß, über die Zeit gingen die Meinungen auseinander. Beschlossen wurde endlich, jedenfalls die Generalversammlung mit der Jubiläumsfeier zu verbinden und die Bestimmung der Zeit (Ostern, Pfingsten oder ein späterer Termin) in Verbindung mit dem Verwaltnnpsaus schuß dem noch zu bildenden Coblenzer Lokalkomite zu überlassen. Professor ©lauert berichtet über das historische Jahrbuch. Prof. Schütz über das Philosophische Jahrbuch und Msgr. Ehses über daS römische Institut. Das Staatslexikon zweiter Auflage schreitet rasch vorwärts, sechs Hefte sind erschtenen; selbst wenn das Jubiläum der Gesellschaft am 25. Januar

„Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Ob sich das Herz zum Herzen findet — Der Wahn ist kurz, die Reu' ist lang!"

So tönte es durch seinen Sinn. Er empfand die Wahrheit dieser Worte. Der Professor erschrak vor seinen eigenen Gedanken. Wohin verirrten sich diese! Konnte, durfte er, wenn er ein Ehren­mann war, wieder zurücktreten, — diese Verlobung auflösen? — Nimmermehr! Das ging nicht an. —

„Du hast mit Deinem Zauberlied Dich in mein Herz gesungen!" vollendete Julia eben.

Der Professor fuhr mit der Hand unwillkürlich über seine Stirn, als könne er so die quälenden Gedanken vertreiben. Es hatte ihm plötzlich einen Stich gegeben, als die Schlußworte des mit wundervoller Stimme und tiefgefühlter Innigkeit vorgetragenen Liedes an sein Ohr drangen. In seinem Herzen erhob sich eine mächtige, warnende Stimme, ihm wurde so eigen, so beklommen zu Muthe, sein Alhem flog, er vermochte kaum, Herr seiner Bewegung zu werden.

In seinem Innern tobte ein schwerer Kampf. Er war sich selbst ein Räthsel geworden. Er grübelte und sann, wann dieser Zustand be­gonnen. Was war nur mit ihm geschehen? Wohin war sein Gleichmuth, der stets über sein ganzes Wesen und Thun ausgebreitet schien, — wohin war seine Ruhe gekommen? Er versuchte sich der Gedanken und Fragen, auf die er selbst keine Antwort fand, zu entschlagen und wandte seine Augen wieder Julia zu, deren Finger präludirend über die Tasten glitten. Nach und nach entstand daraus eine weiche, süße Melodie, so anmuthig, so verlockend, es klang wie leises j Glockengeläut in stiller Winkemacht! Das alles j

Orginal-Romau von Irene v. Hellmuth.

20 ------ (Nachdruck verboten.)

Er zankte auch jetzt nicht mehr mit ihr, wenn sie bei seinen Besuchen im elterlichen Hause nicht anwesend war. Die Stunden verflogen ihm förm­lich im angenehmen Geplauder mit Julia. Hed­wig kam meistens erst nach Hause, wenn die Kin­der zur Ruhe gebracht waren, dann setzte sie sich still mit einer Handarbeit nieder, während die An­dern mufizirten oder sich sonst lebhaft unter­hielten.

„Lege doch diese ewige, unvermeidliche Häkelei endlich beiseite, ich begreife gar nicht, wie man immer häkeln kann," sagte ihr Verlobter öfters ungeduldig.

Doch Hedwig wehrte ihm ruhig: „Laß nur, Alfred, diese Arbeiten find alle dazu bestimmt, Unser zukünftiges Heim zu schmücken. Du wirst später Deine Freude daran haben."

Der Professor seufzte.

, Er wußte selbst nicht, woher es kam, aber — Hm graute plötzlich vor diesem „zukünftigen Heim", vor der gähnenden Langeweile, die ihn dort erwarten würde; seine Frau würde ewig häkelnd bei ihm sitzen, oder, wie es jetzt zuweilen vorkam, am Tische nach des Tages Arbeit und Mühe ein wenig einnicken.

Hedwig verstand es nicht, wie Julia, die Stunden angenehm abzukürzen. Wie anmuthig sich Julia zu bewegen wußte! Alles an ihr war Grazie und Liebreiz, und ein Vergleich zwischen

Die Schwindeleien der Chinesen Über­steigen an Keckheit alles, was bisher darin ge­leistet worden ist, und das will sicherlich viel sagen. Jetzt müssen nämlich auch sogenannte kaiserliche Verordnungen dazu herhalten, das all­gemeine Lügensystem zu vervollständigen.

Erst vor wenigen Tagen verkündete der Draht, Prinz Tuan sei zum Vorsitzenden des kaiserlichen Rathes ernannt worden; die Mandarine Tung- Fuh-Siang und Li-Ping-Keng aber hätten ganz besondere Auszeichnungen erhalten. Das klang genau wie eine brutale Herausforderung der Mächte, und sehr richtig bezeichnet das eine halbamtliche Berliner Kundgebung als „eine Sage, die auch denjenigen Mächten unduldbar er­scheinen müsse, die der Ansicht waren, daß man durch das Mittel weitgehender Nachgiebigkeit und Schonung am leichtesten und schnellsten zur Lösung der chinesischen Frage gelangen werde". Denn die drei genannten Männer sind gerade diejenigen, die sich am allerschärfsten heroorgethan haben durch leidenschaftlichen Haß gegen die Christen und Fremden, und die von Rechtswegen vor allen Anderen als Rädelsführer und Anstifter der Metzeleien bestraft werden müßten.

Jene Meldung wurde uns durch den Draht zu einer Zeit übermittelt, in der die Mächte wieder einmal nichts weniger als einig zu sein schienen in der Beurtheilung und Behandlung der Chinafrage. Was Rußland eigentlich wolle, war vollkommen unklar; und die Amerikaner thaten ihr Mögliches, oder eigentlich Unmögliches, in verkehrten Kundgebungen zu Gunsten der chinesischen Meuchelmörder. Da schwoll den Chinesen sofort der Kamm, und es erfolgte jene Herausforderung der Mächte. Inzwischen aber hat sich die Lage der Dinge geändert; und gleich­zeitig bringt der Draht Nachrichten aus China, die jenen voraufgegangenen Meldungen von der Ehrung der fremdenfeindlichen Oberhäupter schnurstracks widersprechen.

Nach einer Ankündigung des Pariser ,Matin', der der französischen Regierung sehr nahe steht, erscheint jetzt „nach eifrigem Meinungsaustausche zwischen den Kabinetten von Berlin, Peters­burg und Paris selbst die kleinste Mei­

nungsverschiedenheit als beseitigt". Ruß­land wolle seinen Gesandten und seine Truppen in Peking belassen; Deutschland wolle davon absehen, die Bestrafung der schuldigen Rädelsführer als eine Vorbedingung für den Beginn von Friedens­verhandlungen überhaupt zu machen, vorausgesetzt, daß diese Bestrafung auch nachher als Haupt­frage angesehen werde, und auf dieser Grundlage fei die vollkommene Uebereinftimmung zwischen war wie geschaffen zum Träumen und der sinnende Mann hinter Julias Stuhl träumte mit

den Buren im Stiche gelassen war, vernichteten; 20 Go rdon-Hochländer wurden getödtet.

Daß es mit der Sage der Engländer auch in Zukunft nicht glänzend beschaffen sein wird, geht aus einer Nachricht der ,Morn. Post' hervor:

Barend Vor st er, eines der schlimmsten Mitglieder der alten Volksraads-Partei, hat im Distrikte Zoutpansberg eine Republik hergestellt. Botho sei mit 2000 Buren abmar- schirt, um sich Vorster in Pietersburg anzuschließe«.

Ausland.

® London, 1. Ott. Sord Roberts ist, wie jetzt amtlich bestätigt wird, an Stelle des Feldmarschalls Wolseley zum Oberbefehls­haberderenglischen Armee ernannt worden.

* Kopenhagen, 1. Oft. Der Reichstag ist heute zusammengetreten. Die bisherigen Präsi­denten wurden wiedergewählt. Das Sandsthing wählte indessen zum ersten Vizeprästdenten den ehemaligen Justizminister Nellemann, zum zweiten Vizepräsidenten den Generalauditeur Steffensen, früherer erster Vizepräsident.

* Sidvey, 1. Oft. Das ,Reutersche Bureau' berichtet aus Wellington, beide Häuser des Par­laments nahmen den Antrag des Premierministers an, in welchem die Annektirung der Cook- Inseln (Südsee) durch Neu-Seeland für rath- sam erklärt ist. Ein englisches Kriegsschiff ist abgegangen, um die Annexion vorzunehmen.

FuldaerMZeitung

Shäietiow.

te *12.*"* mit ZLnleryattungs -Anlage „AllustrirLe Sonntags-Zeitung!'

Pdmw* 0» »

«eschetni täglich, ».luewbrntbct

4ey. etettdiopn.

lefertb i Sie ehw

•eile ober deren! Raum 15 Pf g" Re­klamen die Petit- Kile 25 Pfg.; bei Wiederholungen wird entsprechend, Rabatt gewährt.