Einzelbild herunterladen
 

erscheint täglich, m. Ausnahme der Sonn- und Feiev- tefle. Kiertetjährl.

8n«8or«u ahne BiU^trw^n nnd Brste^emm Fulda und anS-

FuldaerMZrltung

lefttetet Dir rfw spalt. Garmond« teile ober bereu RmunlSPstz.Re, Hamen bte Petit- leite 25 Pfg.; bet Wiederholungen wird entsprechend. Rabatt gewährt,

ptrantaorllt»: FS, btt XetxttHea 3«l Saarn, für Inkerat» X v-rzell«, tu Fulda.

mit Anler-alümgs-Mäkage „Issustrirte Somcklgs-Zritung!' !

M 225

JuLöa, Montag, den 1. Oktober 1900.

27. Jahrgang.,

Kiterarlsches.

Aüvner's Heographisch-statistlsche Pavelle«. Aus­gabe 19C0. Herausgegeb« von Hof-Rath Prof. Fr. v. Jurafchek. Verlag von Heinrich Keller in Frankfurt a. M. Preis der elegant gebun­denen Buch-AuSgabe M. 1.20, der Wandtafel-Aus­gabe 60 Pfg.

Der neue Jahrgang dieser vortrefflichen Tabellen ist bis zur Gegenwart fortgeführl und enthält für den täg­lichen Handgebrauch die wichtigsten statistischen Angaben über alle Länder der Erde in übersichtlicher Form. Eine willkommene Ergänzung find in diesem Jahrgang wiederum in besonderer Zusammenstellung mitgethertten statistischen Daten der Großstädte Berlin, Hamburg, München, Leipzig, BreSlau, Dresden, Köln, Frankfurt a. M., Magdeburg, Hannover, Düsseldorf, Königsberg i. Pr., Nürnberg, Ehemnitz, Stuttgart, Bremen, Men, Budapest, Parts, Rom, Amsterdam und Kopenhagen. Für die Angaben über die Eisenbahnlängen find die Mittheilungen deS Archiv» für Eisenbahnwesen in diesem Jahrgang mit verwerthet. In dem neuen Jahrgang find auch bereits die Beränderungen berücksichtigt, die der Kolonialbefitz des deutschen Reiches, sowie der Ber­einigten Staat« von Amerika in neuester Zett erfahre« hat. Ganz ne« ist eine Tabelle der Weltproduklio» von Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, MaiS und deS Welt­handels mit Getreide und Mehl, ferner eine Tabelle der LebenSmittelpreis« in Deutschland, England und Amerika in den jüngste« Jahren eingefügt. Wir könne« daher daS Büchtet» nur wiederholt allen Behörden, Be­amten und Geschäftsleuten auf daS angelegentlichste empfehlen.

Deutsches Deich.

Berlin, den 29. September.

X Der Aerketzr der Arveiter mit hot KewerSei«spektoreir, auf dessen stetige Zu­nahme bereits der badische Gewerbeinspektor in seinem diesjährigen Berichte hinwies, hat, wie die soeben erschienenen Berichte der preußi- schen Gewerbeaufsichtsbeamte» für das Jahr 1899 mittheilen, auch in Preußen erfreu­licher Weise eine Steigerung erfahren, wenn auch in einzelnen Bezirken ein Fortschritt nicht zu verzeichnen ist. Ausführlich spricht sich hier- über der Fabrikinspektor zu M.-Gladbach au«. Nach ihm hat sich die Zahl der Arbeiter, die den Fabrikinspektor aufsuchten, gegen früher verdreifacht. Sie vorgetragenen Anliegen be­trafen Streittgkeiten über Lohn, Kündigungsfrist und Zrugniß bei der Entlassung, die Verfiche- rungsgesetze und in vielen Fällen die Abstellung von Mißständen in den Fabriken. Der größte Theil der Beschwerden war berechtigt und wurde auf die Abstellung der Mängel hingewirkt. Di« Thellnahme deS Inspektors an den Be- rathungen der Arbeitervereine und die Abhaltung von Borträgen in den BereinSversammlungen trugen zu dieser günstigen Entwickelung viel bei. Beispielsweise wurde« zur Aufklärung der be­treffenden Kreise in einer größeren Anzahl von Vereinen Vorträge über di« Entwickelung, Organssatton und Erfolg der Gewerbeinspektion unter Anlehnung an di« besonderen VerhSÜnisse

des Bezirkes gehalten, wodurch daS Interesse der Zuhörerschaft in besonderem Maße geweckt wurde. Bei dem stärkeren Verkehr mit den Arbeitern zeigte sich, daß viele Mißstände, die in den Fabriken herrschten, aber bei den Revisionen durch die Aufsichtsbehörden nicht be­merkt werden konnten, z. B. Benutzung derselben Aborte durch Arbeiter beiderlei Geschlechts, Un­regelmäßigkeiten bei der Lohnzahlung, unzulässige Bestrafungen und dergleichen, erst durch Mtt- theilung der Arbeiter zur Kenntniß des Gewerbe- inspektorS gelangten und beseittgt werden konnten. Aehnlich sprechen sich andere Beamte aus. Aus alledem ergibt sich, daß, wenn trotz der Ver­mehrung der Stellen, an denen die Arbeiter ihre Rechte wahrnehmen und Rath und Unterstützung in den verschiedensten Angelegenheiten finden können, wie die Gewerbegerichte, VolkSbureauS, die Arbeüer sich in erhöhtem Maße an den Fabrikinspektor wenden, dies als ein Beweis für da- wachsende Vertrauen angesehen werden muß, daS die Gewerbeaufficht auch in den Arbeiterkreisen findet.

* In der deutsche« Armee wurden seit dem 15. August dS. Js. pensionirt: 2 Ge­neralleutnant-, 6 Generalmajore, 7 Oberste, 4 Oberstleutnant-, 14 Majore, 21 Hauptleute, 10 Oberleutnant-, 9 Leutnants. I« Summa 73 Offiziere, Kosten per Jahr ca. 260,000 Mk. Ohne Pension find auSgeschiedeu: 23 Leutnants (22 preußische und ei« württemdergi- scher). Somit beträgt der Gesammtabgang an

Genossenschaften für Bieh- verwerthung.

Ein Gebiet des ländlichen Genossenschafts­wesens, welches der neuesten Zeit angehört, stel­len die landwirthschaftlichen Viehverkaufs- Genossenschaften oder Genossenschaften für Viehoerwerthung, wie sie auch genannt wer­den, dar. Dieser Zweig des Genossenschaftswesens wird für die Zukunft eine um so größere Bedeu­tung gewinnen, als bei dem andauernden Tief­stände der Getreidepreise die deutsche Landwirth- fchaft in erhöhtem Maße sich der Viehzucht zu­gewendet hat.

Die Fleischproduktion der deutschenLandwirth- schaft ist in der Zeit von 1883—1899 bedeutend gestiegen. Nach einer Denkschrift des deutschen Landwirthschaftsrathes wurde nämlich das Schlacht­gewicht deS deutschen Rindvieh-Bestandes um 903,384 Tonnen — 1000 Kilogr. — oder um 32 pCt. erhöht, das des Schweine-Bestandes um 340,992 Tonnen oder um 67 pCt., während das Schlachtgewicht des Schaf-Bestandes um 48 pCt. zurückging. Gleichwohl hat das gesammte Schlacht­gewicht des Viehstandes seit 1883 um 30 pEt. zugenommen, während die Bevölkerung gleichzeitig nur um 21 pCt. gewachsen ist. Die deutsche Landwirthschaft hat damit gezeigt, daß sie in wachsendem Maße im Stande ist, ihre Vieh­zucht in einer Weise zu entwickeln, welche mit der Steigerung der Bevölkerung min­destens Schritt hält und auch den wachsen­den Konsum pro Kopf der Bevölkerung in Zukunft befriedigen kann.

In den letzten Jahrzehnten hat nun der Vieh­handel eine gegen früher völlig veränderte Form angenommen. Zwischen den Viehzüchtern und Fleischverbrauchern sind jetzt eine Anzahl Zwischen­personen getreten, welche nicht nur den Land- wirthen vielfach einen -genügendem-Einfluß auf die Preisbestimmung des zu verkaufenden Viehes nehmen, sondern auch beim Verkauf desselben große Gewinne für sich beanspruchen. Der Klein­händler kauft jetzt, so führen die „monatlichen Nachrichten aus dem internationalen Bureau zur Regulirung der Getreidepreise" aus, das Vieh im einzelnen auf. Der Großhändler nimmt es dem Kleinhändler ab und verladet es nach den großen Viehhöfen und Märkten. Hier tritt der Viehkom­missionär ein, da der Metzger beim Ankauf von Vieh 2—4 Wochen Kredit beansprucht. Da ferner der Viehhändler nicht in der Lage ist, die Kredit­würdigkeit der einzelnen Metzger zu prüfen, ist der Verkauf für den Großhändler nur durch den Kommissionär möglich, der dem Metzger das Vieh auf Kredit gibt, weil er deffen Zahlungsfähigkeit genau kennt. Dazu kommt namentlich in den Großstädten, daß das Vieh vom Viehkommissionär an den Großschlächter geht, der es schlachtet, um es dann weiter an den Ladenschlächter oder Wurst­händler zu geben, von wo es in den Konsum kommt.

Auf diesem weiten Weg, den das Vieh vom Züchter bis zum Metzger zudurchlaufenhat, muß dem Viehhandel bei Großvieh etwa 30—50 Mk. bezahlt werden, die beim direkten Verkauf zum großen Theil wenigstens dem Viehzüchter zu Gute kommen. Ein weiterer Nachtheil erwächst dem Landwirthe dadurch, daß ihm vielfach jeder Ein­fluß auf den Markt sowie die Uebersicht über das jederzeitige Verhältniß des Angebots zur Nach­frage fehlt. Die Folge davon ist, daß die Vieh, zücht nach einer Richtung hin hier und da über Gebühr ausgedehnt wird und andererseüs das Vieh oft zur Unzeit zur Ablieferung gelangt und auf überfülltem Markt dann eine weniger vor- theilhafte Verwerthung findet. Hierunter leiden namentlich die kleineren Landwirthe. Bei der ge­ringen Stückzahl von Vieh, welches der einzelne von ihnen zum Verkauf stellen kann, sind sie kaum in der Lage, die großen Märkte selbständig zu beschicken oder aus den Marktberichten sich eine sichere Uebersicht über die Marktlage zu bilden, und bleiben deshalb dem Belieben der kleinen Händler preisgegeben. Diesen Uebelständen, unter denen dieVerwerthung derErzeugniffe der heimischen Viehzucht zu leiden hat, suchen nun neuerdings die Landwirthe entgegenzutreten durch Organi« sation de- BiehhandelS in friedlichem Einvernehmen mit den Metzger» und soliden Händler«, »meine Regulirung des Angebots auf Grund besserer Kenntnisse der Marktverhältnisse und ein« thunliche Anpassung der Preise an die Produktionskosten zu erreichen. Zu diesem Zwecke wurde Mitte August 1899 di« „Genossenschaft für Vieh- verwerthung in Deutschland" (Berlin, Köthenerstraße 39) i«S Leben gerufen. Die Ge­nossenschaft hat an de« großen Mmcktplätzen in

Berlin, Dresden, Köln, Dortmund rc. unter Zu­hilfenahme der besten Viehkommissionäre Geschäfts­stellen errichtet, welche das Vieh direkt verwerthen. Sie will durch die Betheiligung am Handel und die Beobachtung der Preisbewegung an den Haupt­marktplätzen die Viehzufuhren regeln und Mangel und Ueberfluß möglichst auszugleichen suchen. In jedem Kreis ist ein Vertrauensmann ernannt, der die Genossenschaft über die verkäuflichen Vieh­bestände unterrichtet und Sammelladungen zur direkten Verwerthung bei der Genossenschaft ver­mittelt. Um den Mager- und Zuchtviehhandel zu regeln, soll ein Magerviehhof in Berlin erbaut und dort eine Nachweisstelle errichtet werden. Die Entwickelung der Genossenschaft ist trotz des kurzen Bestehens erfreulich; sie zählt gegenwärtig bereits 946 Genossen, darunter 45 Genoffen, schäften mit ca. 3000 Mitgliedern, mit über 1100 Geschäftsantheilen ä 50 Mk. In der ersten Hälfte

Der Krieg in Südafrika neigt sich, wenn auch angsam, seinem Ende zu, er hat zur Gefangen­nahme einer größeren Anzahl von Buren geführt, die in Südafrika selbst zu interniren den Briten u gewagt erschien. Deshalb transportirte man sieselben nach den entfernten, unter britischer Herrschaft stehenden Inseln St. Helena im Atlan­tischen und Ceylon im Indischen Ozean. Von )em Gefangenenlager auf Ceylon bringen wir unseren Lesern in beistehender Zeichnung zwei Ab­bildungen nach photographischen Aufnahmen. Im

dieses Jahres werden durch sie auf den verschie­denen Viehmärkten verkauft: 5276 Rinder, 404 Kälber, 6045 Schafe und 6365 Schweine, im ganzen also 18,090 Thiere. Der Geschäftsverkehr erreichte am Schluffs des ersten Halbjahres die Höhe von fast 91/« Millionen Mk.

Nachdem so der Anfang in der Organisation des Viehhandels und des Viehmarktes auf ge­nossenschaftlichem Boden gemacht ist, ist zu wün­schen, daß die Landwirthe sich eine solche Art des genossenschaftlichen Viehverkaufs zu Nutze machen. Vor allem werden die Bauernvereine und land- wirthschaftlichen Vereine, die Darlehnskaffen und Absatzgenosfenschaften in ihren Zeitschriften, durch Vorträge auf ibren Versammlungen rc. die Land­wirthe auf diesen wichtigen neuen Zweig des landwirthschaftlichen Genossenschaftswesens auf­merksam machen müssen, damit derselbe nun auch überall Verbreitung findet.

oberen Theil der Zeichnung wird die Ankunft von Burengefangenen per Schiff im Hafen von Colombo vor Augen geführt, woselbst die Buren den an dem großen Wellenbrecher haltenden Zug besteigen müssen, der sie ins Innere der Insel, in das Lager von Diyatalawa führt. Das letztere, in der Ebene aufgeschlagen, und aus zahlreichen leichten und luftig gehaltenen Feldbaracken be­stehend, wird im unteren Theile unseres Bildes dargestellt.

Dir gefangenen Kuren auf Ceylon.

. $ PKWÄm«- ■ ■ ÖBÜÜ । WsWW

Offizieren in den letzten sechs Wochen 96. Von den Penstonirten treffen auf Preußen: 4 Ge­neralmajore, 5 Oberste, 2 Oberstleutnants, 10 Majore, 12 Hauptleute, 9 Oberleutnants, 7 Leut- nants, (Summa 49); auf Bayern: 1 General­major, 1 Oberst, 2 Oberstleutnants, 3 Majore, 5 Hauptleute, (Summa 12): auf Sachsen: 1 Generalmajor, 1 Oberst. 1 Major, 3 Haupt« leute, 1 Oberleutnant, 1 Leutnant (Summa 8); auf Württemberg: 2 Generalleurnants, 1 Hauvtmann, 1 Leutnant (Summa 4). Im 3. Quartal 1900 verließen im Ganzen 177 Offi­ziere den Dienst. Davon wurden 136 pensionirt, der Rest aber ohne Pension verabschiedet oder ausgeschieden.

* Neue 40 MiMon-u Mark Schatzscheme sollen, wie die ,Franks. Ztg/ erfährt, zu pari be­geben werden unter Vergütung von ^/s pCt. an das Uebernahmekonsortium. Das Blatt erfährt auch, daß die bereits nach Amerika begebenen 80 Mill. Mark Reichsschatzscheine nicht, wie die ,Weserztg/ berichtet hatte, zu t98, sondern zu 100 pCt. be­geben worden sind unter V»pCt. Provision an das Konsortium.

Vermischtes»

[] Gl« ^reisausschreiöen für künstlerisch« Photographien veranstaltet die Fabrik photographischer Papiere Ed. Liesegang in Düsseldorf. Speziell ver­langt werden künstlerisch wirkende Abdrücke auf dem von derselben Firma in den Handel gebrachten Pan- Papier, einem sogenannten Schnelldruckpapier, welches Effekte gibt, wie fie bisher nur bei Verwendung von Kohledruck oder des neuerdings populär gewordenen Gummidruckes erreichbar waren. Das Preisausschreiben setzt für die besten Photographieabdrücke folgende Geld­preise aus: Erster Preis 300 Mk., zweiter Preis 200 Mark, zwei dritte Preise von je 100 Mk.- zwei vierte Preise von je 50 Mk. und 8 fünfte Preise von je 25 Mark — insgesammt 14 Preise im Gesammtwerth von 1000 Mk. Schlußtermin der Einsendungen ist der 31. Oktober. An diestr Preisbewerbung können sich sowohl Fach- als auch Amateurphotographen betheiligen.

□ Sine wirkliche Schatzkammer thut fich den Müttern und Kinderfreundinnen auf, welche einen Ein­blick gewonnen haben in das in seiner Art einzig da­stehende, nutzbringende illustrirte Monatsblatt „Kinder- garderobe", Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. Alles, was die Mütter interesstrt und ihnen Nutzen bringt, ist darin vertreten. Kindergarderobe aller möglichen Arten, zu deren Selbstanfertigung vor­zügliche Schnitte auf dem jeder Nummer beiliegenden mustergiltigen Schnittbogen anspornen; Kinderspiel­zeuge zum Selbstanfertigen aus Resten deS Haushalts; ganze Spielvorlagen, die das Kind in angenehmer und unterhallender Weise beschäftigen; reizende illustrirte Märchen lehrreichen Inhalts und Rätsel, sowie humor­volle Zeichnungen mit humoristischen Versen. Kurzum alles, was das Auge der Mütter und Kinder erfreut, findet fich vereinigt in dem etwa 200000 Abonnenten zählenden Gebrauchsblatt „Kindergarderobe". Be­achtenswerth find die ärztlichen Winke für Mütter, von einem praktischen Arzt, ferner die häuslichen Winke, von einer erprobten Pädagogin. Zn allen Modezeich­nungen werden außerdem Extraschnitte nach angegebenem Körpermaaß zu dem minimalen Selbstkostenpreis von 35 Pfg. pro Stück geliefert. Abonnements zu nur 60 Pfg. pro Quartal bei allen Buchhandlungen und Post- anstalten.

* Amtliche Warnung vor falschen pariser Webattlen. Der Handelsminister erließ eine Verfügung an die Regierungsprästdenten, die besagt: Anläßlich der Pariser Weltausstellung ist von Privatunternehmern in Berlin unter Anwerbung von Agenten in der Provinz ein internationales Ausstellungs-Unternehmen veran- ialtet, das den ausgesprochenen Zweck verfolgt, den „Ausstellern" gegen Zahlung der tarifmäßigen Gebühren „Pariser Medaillen und Diplome" aus dem Jahre 1900 zu verschaffen. Die auszustellenden Diplome usw. würden geeignet fein, bei dem Publikum den An­schein zu erwecken, als ob die Prämiirung von der Vertretung der Weltausstellung erfolgt sei. Die Polizei­behörden sollen angewiesen werden, in allen geeigneten Bällen eine Erhebung der öffentlichen Klage bei der taatsanwaltschast zu befürworten.