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mit ZliüerHaltungs-Weitage „ZMssrirte Sonntags-Zeitung:«
27. Jahrgang.
IuLöcc, Mittwoch, den 29. August 1900.
197.
Deutsches Deich
Ausland
Dir Tochter des Wimms
45
Metalle in der Einfuhr 35,8 v. H., in der Ausfuhr 22,5 v. H. Haupteinfuhrwaacen: Schafwolle, Weizen, Rindshäute, Mais, Leinsaat, Quebrachoholz, Kleie, Häute und Felle zur Pelzwerkbereitung, Roßhäute, Fleischextrakt, Haupt- ausfuhrwaaren: Eisenwaaren, Kriegsgewehre, Baumwollzewebe, dichte, gefärbte, Eisendraht, Wolltuchwaaren, Maschinen, Wollgarn, Geschoße, Strumpfwaaren, Tafelreis, Edelmetallwaaren,
Gesine zu. ä
Gesine näherte sich dem Wagen. „Kannst Du uns hier in der Nähe einen Platz, ein Gasthaus oder ein Gehöft zeigen, wo wir diese Nacht bleiben? Mein Name ist Gräfin Walsrode. Ich führe eine Sanitätskolonne, die aus freiwilligen Beiträgen errichtet ist, nach dem Kriegsschauplatz. Dieser Herr hier ist unser Arzt, Doktor Brunner.«
Ein Gedanke durchzuckte Gesinens Seele mit freudigem Schreck. Sie blickte mit tiefer Bewegung in das mild-ernste Antlitz der Gräfin, um deren weiße Stirn sich das silbergraue Haar schmiegte und in deren blauen Augen Menschenliebe und Mitleid leuchteten. Das war da« Helden- thum, welches Gesine heimlich ersehnte. -M-
Mark zugenommen, während letztere wegen der seit 1899 eingeführten japanischen Zollerhöhungen um 2,1 Millionen Mark gefallen ist. Haupteiufuhr- waaren sind Kupfer, Reis, Seidenzeug, Kampher,
Fischspeck, Strohbänder, HauptauSfuhrwaarcn: Wolltuchwaaren, Zucker, gekämmte Wolle, Branntwein, grobe Elsenwaaren, Bunt-, Gold- und Silberpapier, Tbeerfarbstoffe, Drahtstifte, Baum- wollwaaren, Maschinen, Dampfschiffe, Wollengarn, mehrfach gezwirntes.
Im Spezialhandel mit Argentinien bat 1899 betragen die Einfuhr 194,5 Millionen M. (ohne Edelmetalle) 194,4 Millionen Mk.), die Ausfuhr 52,3 Millionen Mk. (mit und ohne Edelmetall ). Zunahme gegen 1898 ohne Edel
opferwilligen Frau empor.
„Frau Gräfin — könnte ich mit Ihnen gehen? stieß sie hastig hervor.
„Sind Sie frei? — Können'Sie-Ihre.Eltern, Ihre Heimath verlaßen?"
Gesine erhob sich und ging hinaus, um mit sich allein zu sein. Eine Hochfluth von Gedanken und Plänen erfüllte ihre Seele und ibr Herz, ohne daß sie zu voller Klarheit gelangen konnten. Sie hätte mit hinausziehen mögen in den Kampf, an der Seite der Manner stehen in Kumpf und Gefahr, Mühe und Noth mit ihnen t heilend, den Sieg erringen oder sterben, und sterbend den Tod des Geliebten an Den Feinden des Vaterlandes und ihres eigenen Glückes rächend.
Sie dachte an die Kämpfe in Spanien. An den Aufstand des spanischen Volkes, an den blutigen Freiheitskrieg, an die Grausamkeiten, die im Namen der Freiheit dort verübt waren, und mit einem Male stand die dämonische Gestalt Manuelas wieder vor ihren Augen, mit der blutigen Hand, den Rachedurst in den blitzenden Augen, das hohnvolle Lachen auf den rochen Lippen — und sie schauderte leicht zusammen. Nein, nein, für ein solches Heldenthum war sie nicht geschaffen! Ihr Heldenthum war anderer Art — es war das Heldenthum des echten, wahren WcibeS!
Roman von O. Elster.
------- (Nachdruck verboten.)
Schrei der Kibitze.
Ruhe und Frieden! Aber dort im fernen Westen erglühten die Wolken und der Himmel war blntigroth. Wie lohende Flammen schlug es am Himmel empor; wie ein Gluthenmeer wallte und brodelte es dorr am Horizont und einzelne glühende Strahlenbünde! schossen bis zum Zenith empor. Gleich dem Widerschein einer gewaltigen Feuersbrunst glühte und lohte der Himmels
Auf dem tiefen Sandwege, der durch die Haide nach der Fähre von Nienhagen führte, kam ein fremdartiger Wagenzug daher. Große Wagen mit weißen Planlaken überspannt; dunkelblaue, seltsam geformte Kastenwagen, auf denen allerhand Geräth lag: Tragbahren, Zeltstangen, zusammenlegbare Betten und Kisten und Kasten.
Dunkel und einfach uniformirte Männer begleiteten die Wagen zu Roß und zu Fuß und in dem Planwagen saßen einige Frauen in einfachen grauen Gewändern, eine weiße Haube auf dem
Ernst sinnend blickte sie in die Ferne. Ihr war dir schönste Hoffnung vernichtet worden, aber sie verzagte nicht, ihr Herz war stark geworden inmitten des Kckegsgetümmels, und sie wußte jetzt, > ”77—; - —
daß es nicht anders sein konnte, daß das Schicksal schlick,tgeschertelten Haar. Sie glichen; Nonnen des Einzelnen sich dem Schicksal des Vaterlandes und doch lag ein anderer Ausdruck nihren1 «e- beugen mußte, daß der Frieden eines Volkes ' sichtern. Ihre Augen glanzten in mildem dichte,
Telegrophenkabel.
Im Spezialhandel mit Chile hat 1899 betragen die Einfuhr 93,4 Millionen Mark (ohne Edelmetalle 89 Millionen Mark), die Ausfuhr 28,1 Millionen Mark (mit und ohne Edelmetalle.) Einfuhrzuvahme gegen 1898 12,5 v. H., Ausfuhrzunahme 38,4 v. H. Haupteinfuhrwaaren: Chilesalpeter, Sohlleder, Kupfer, Jod, Hauptaus- fuhrwaaren: Baumwoll-, Wollwaaren, grobe Eisenwaaren, Telegraphenkabel, Zucker.
Im Spezialhandel mit Paraguay hat 1899 betragen die Einfuhr 327,000 Mark, die Ausfuhr 255,000 Mark. Beide find gegen 1898 /x o.
(mit 390,000 Mark Einfuhr und 281,000 Mark fonte angeblich für Ende des Monats September Enthüllung der Denkmäler in der Sieges- ------------,........lobet filt mite de« Monte o-I-bet beWoffe« | »“.TR
unb's.nbbbiute«; mMegangeit, wdbtenb bte tUinbSbJute, RaurtAul unb»°l»obohn«n Hanpl- Ruhe«.-,. »».Hit ,» Ausfuhr um 26 Millionen Mark gestiegen ist. ausfuhrwaaren: Elsen-, Baumwoll-, Wollwaaren, Danach müßte man also die Emberufung des An der von der' chinesischen Handelsstatistik festge- Dampfschiffe von Eisen, Edelmetallwaaren und Reichstages erst am üblichen Zeitpunkte zu er-
rt Deutschlands Außenhandel im Jahre 1899.
DaS Kaiserliche statistische Amt hat von dem den Jahreshandel von 1899 darstellenden Band (Band 128 der Statistik des Deutschen Reichs, Verlag von Puttkammer und Mühlbrecht, Berlin) „Der Verkehr mit den einzelnen Ländern in den Jahren 1899, 1898 und 1897" außer den früher erschienenen acht Heften jüngst die Hefte XV (Britisch-Ostindien, China, Japan), XVII (Argentinien, Chile, Paraguay, Uruguay) und XVIII (Brasilien, Peru) herausgegeben. Dem Tabellenwerk dieser Hefte geht wieder eine kurze Besprechung deS deutschen Außenhandels mit diesen Ländern im letzten Jahrzehnt voraus.
Im Spezialhandel mit Britisch-Ostindien hat 1899 betragen die Einfuhr 230,5 Millionen Mark und die Ausfuhr 65,3 Mlll.
Würde eines römischen Prälaten. Für feine Ge-1 deswegen, daß es ihnen so geht. Aber ganz lehrsamkett zeugen seine Werke und da« große neuerdings taucht die Behauptung auf, daß die- Kirchenlexikon von Wetzer und Welte, deffen Haupt- selben Fabrikfirmen fich wieder dadurch schadlos Mitarbeiter er ist. Wegen seiner auch int „Kultur- zu halten suchen, daß fie den kleineren kauf- kampfe" bewiesenen Charakterstärke und kirchlichen männischen Betrieben ihre Waaren entsprechend Treue steht er namentlich auch bei der älteren vertheuern, und ein solches Verfahren müßte ge- Generation der katholischen Akademiker in hohem brandmarkt werden als ein Widerspruch gegen Ansehen. Leider hat Herr Prälat Professor Dr. alle guten und anständigen Geschäftsgrundsätze. Kaulen in letzter Zeit seine Lehrthätigkeit au« Wenn die Fabrikfirmen nicht einmal im Stande Gesundheitsrücksichten erheblich einschränken müssen, sind, einigen Waarenhäusern die Spitze zu bieten, Hoffentlich wird ihn aber die Vorsehung al« dann sollten fich alle kleineren Betriebe nach ihren Leuchte der katholischen Wissenschaften noch lange Geschäftszweigen fich zusammenschließen und einen erhalten ’ festen Abwehrring bilden gegen die Machenschaf-
h Dem vom 24. bis 27. August hier statt- ten, bie man zu ihrem Schaan unternimmt, gehabten Kongreß der KathoNschen kank-1 Der Staat allemkannb-n Mittelstand mcht männischen Mereinignnge« Dentschkands retten. Dieser Mittelstand selbst in Freiburg ließ der heil. Vater durch den Et Hand anlegen an das Werk der eigenen Nuntius in München seinen Segen übermitteln. Rettung.
Auch Kaiser Wilhelm und der Großherzog * Tat
»on Baden sandten auf die Huldigungs-Tele- y°ü 10 ro, nimmt auf Einladung des Kaisers am Dongramme des Kongresses Danktelegramme. nerstag an der Nagelung der Fahnen und Standarten
X Air GinöernfMtg des Aeichstages theil. Heute Vormittag wohnte der Staatssekretär der
Berlin, den 28. August.
* Am 3. September d. I. begeht Herr Prälat Professor Dr. Kaulen sein goldenes Ariesser- jnvilänm. Seit 37 Jahren ist Herr Kaulen an der Universität zu Bonn thätig. In den Jahren 1871 bi« 1880 waren Herr Kaulen sowie Herr Floß und der jetzige Herr Erzbischof Dr. Simar die einzigen Docenten der römisch-katholischen Theologie an der Bonner Hochschule. 1880 wurde Herr Kaulen außerordentlicher und 1882 o.deutlicher Professor. 1892 verlieh ihm der Papst die höher steht, als der Frieden eines einzelnen Menschenherzens. .
Sie ging in die Haide hinaus, die sich endlos nach Norden und Osten ausbreitete. Die Sonne neigte fich ihrem Untergänge zu; ein goldiger Schimmer lag schimmernd und leuchtend über der Ebene; Bienen summten um die Blumen und Blüthen; grüngoldig blitzende Käfer krochen eilfertig durch die Gräser und das Moos. Schwalben schossen wie leichtbeschwingte Pfeile durch die Luft und von fern her ertönte der I klagende Rus der Rohrdommel und der Helle
Mark. Die Zunahme gegen ,1898 beträgt in der Einfuhr 4,4 o. H, in der Ausfuhr 14,4 WdVÄÄÄ WAL Ä | iMWWjW», „ -,,-J ober firmte beb Monte DM. I
Tesarn Mohn, Rindshäute, Kautschuk, Indigo, Im Spezialhandel mit Uruguay hat 1899 Dache sein. Im Gegensätze zu diesen Meldungen Hohenlohe wird, wie die ,Berl. Pol. Nachrck melden, Stublrobr- dauvtsächlicke Ausfuhr: wollene, un- betragen die Einfuhr 13,1 Millionen Mark gegen verschiedener Blätter war schon in einem Mün- gegen Ende der Woche hier erwartet. — Am Dienstag
bedruckte Tuch- und Zeugwaaren, chemische Fa- 10,3 Millionen Mark im Vo> fahre, die Ausfuhr | chener Blatte, das offiziöse Beziehungen in Berlin stattete Graf Bülow dem russischen B otschaf ter
brikate, feine Eisenwaaren, baumwollene Strumpf- 10,4 Millionen Mark gegen 8,4 Millionen Mark unterhält, berichtet worden, an maßgebender anf p^biti o n § t o r p 8, desftn Transport
roaaren im Vorfahre. Zunahme der Einfuhr 27,2 v. H.. Stelle werde an eine frühere Berufung des China Anfang September erfolgt, ist im Döberitzer
Im'Svcrialbandel mit China, das zur Zeit der Ausfuhr 23.8 v. H. Hiupteinfuhr-Artikel: Reichstages nicht gedacht. Jetzt schreibt in dem- Lager eine kriegsstarke Kompagnie Jäger formirt worden,
im £b®ö b.»°g-n di- N-ifch-M-''. Rmd-h-te Wöll. und «m»°, ,,lb« Sinne di- offeilf« ,N°rdd-ul,ch- W™.
Einfuhr 29,0 Millionen Mark (ohne Edelmetalle Hauptausfuhr-Artikel: Zucker, Baumwollwaaren, I Zettung': schiffung in Bremerhaven. — Dem ,Lokal-An-
21 3 Millionen Mark) und die Ausfuhr 50,6 Elsendraht und anoere Eisenwaaren. „Die Zeitungen lassen nicht ab, auf die alsbaldige zeiget' zu Folge soll der Plan bestehen, ein Pantheon
Millionen Mark (mit und ohne Edelmetalle! Die Im Spezialhandel mit Brasilien hat 1899 Berufung des Reichstages hinzudrängen, und,war rufen in Berlin zu erbauen, in welchem nach ihrem Tode m hAÄ «nrinhr i.m l0 5 Snnen betragen die Einfuhr 91 Millionen Mark gegen danach solche Blätter am lautesten, die im Juli dieselbe Deutschlands große Männer betgesetzt werden Anfuhr lst gegen das Vorjahr UNilO 5 Millionen oenagen Vie ^iniuur Nus fuhr Maßregel bekämpften. In Bezug auf das Bedürfniß sollen. Als Platz für diese künftige Ruhmes- und
Mark, gegen 1897 um 28,5 Millionen Mark, ^4-6 Mmronen Mart im 41orlayre, Vie Esuyr der Versammlung des Reichstages liegen die Dinge Ruhestätte sei die Umgebung des königlichen
hauptsächlich wegen deS Ausfalls von Gold (1897 ; 46,5 Millionen Mark gegen 45,2 JJiatt imgtzgxnw artig nicht anders, als damals. Auch jetzt ist Schlosses gedacht. Die Kreise, denen der Gedanke
oq k i «q« .17« 1RQQ-77 Millionen Markt I jähre. Haupteinfuhrwaaren: Kaffee, Roytabak, kein Grund vorhanden, die parlamentarische entstammt und die ihn auszuführen hoffen, veranschlagen
..'so LLnh di- Rindshäute, Kautschuk und Kakaobohnen. Haupt- Ruhepause vorzeitig zu unterbrechen.- die Sofien für das tato,^uf jbaS JJÄJJ!
erbaut werden soll, auf 20 Millionen, welche durch eine Lotterie aufgebracht werden sollen. — v. Usedom, vc» „»» ....... „ , . . Kapitän zur See, Kommandant des großen Kreuzers
stellten erstaunlichen Runabme des Aukenbandels chemische Erzeugnisse. warten haben, in der Mitte des Monats No- .Hertha" ist unter Enthebung von letzterer Stellung
scheint Deutschlands ^unmittelbarer Handel mit JmSpezialhandel mitPeru nember oder noch später Nur ist es sehr die ^Aerbefe^
China wenig betheiligt zu fein. Haupteinfuhr- tragen die Einfuhr 4,1 Millionen Mark gegen Frage, ob darüber jetzt überhauptschonin den bc£ Marinestation der Ostsee ist zum Kommandanten
waaren stnd Bettfedern Tbee Borsten,Galläpfel, 4 Millionen Mark im Vorjahre, bte Ausfuhr Kreisen der Regierung bestimmte Beschlüffe ge- der „Hertha" ernannt worden. - Das Krieg«.
SSer SoSMillionen Mark gegen 6,8 Millionen Mark W sind. Die leitenden Männer der Regierung Ministerium theilt über die Fahrt der Truppen.
SÄnuÄ SeVorjahre. Zunahme W S spärlich in Berlin verbeten, daß man an
nadeln, Kriegsgewehre und anderer Kriegsbedarf, Ausfuhr 12,9 o. H. Haupteinfuhrwaaren. | das Vorhandensein solcher Beschlüffe kaum glauben $oIj er(,aute/ bisher unter britischer Flagge gefahrene Posamentier- und Knopfmacherwaaren, eiserne Guano, Cocain, Silbererze, Boroxkalk, R'ndshäute । ^ann. Dampsschiff „Antonius" von 18,48 Registertons Brutto-
^amvssckiffe wollene Tuchwaaren ' und Drogen. Hauptausfuhrwaaren: Baumwoll-, 4- Mehrere Waarenhänser bemühen sich, Raumgehalt hat durch den Uebergang in das ausschlteß-
hat 1899 be- Moll-, Eis-nroaaren Flaschenbier Edelmetall- di- LLaussL auch^uf die Fabrikfirmen
tragen die Einfuhr 16,5 und die Ausfuhr 40,9 roaaren, Leder, Maschinen, Kleider und Wasche, abzuwalzen, von denen sie Waarenbeziehen. (In Führung der deutschen Flagge erlangt. Dem Millionen Mark Erstere bat um 6 2 Millionen Wollengarn und Theerfarben. unserer letzten SamstagSnummer haben rott das-1 Hchiffe, für welches die Gigenthümerin Bremen als
* 9 P I ---—— ■■1..!»;. s^be Manöver in Bezug auf die Angestelltender Heimathshafen angegeben hat, ist von dem Kaiserlichnr
firma Tietz, die in mehreren Städten Waaren- bazare aufgemacht hat. Zwei v. H. Waaren- ftonto und zwei v. H. Koffaskonto sollen fortan.
die Lieferanten des Hauses Tietz einbüßen bei * Krüssel, 28. Aug. Bet den gestern be« Lieserunaen an dieses letztere; und merkwürdiger gonnenen großen Manöoern kam es der Weise wird neuerdings in der Presst berichtet, Faicienneszuememfurchtbaren Zusammen- die Lieferfirmen hätten ihre Einwilliguna zu stoß zwischen etnem Gutde- und einem diesem Abzüge gegeben. Wenn die Fabrikfirmen Lanzenretter-Regiment. Beide Regimenter eirizelner Geschäftszweige so schwach sind und so trafen in voller Karrtäte aufetnan0er. wenig Zusammenbalt unter einander haben, daß Eine große Menge Reiter und Pfeide walzten fie nicht einmal solchen Geroaltthaten die Spitze sich alrbald in einem unentwirrbaren Knäuel am bieten können, dann kann man fie nicht bebauen Boden. Die Anzahl der Verwundeten ist noch
ihre Lippen ^chwe^e^^ich^äch^^d „Nicht weit von hier liegt das Gasthaus zum auf ihrer Stirn dröhnte ein erhabener Ernst. weißen Roß, Frau Gräfin, entgegnete sie mit
Ein Reiter sprengte auf Gesinen zu. leichtbewegter Stimme. „Wenn Sie wollen, fuh-e
„Geht dieser Weg zur Fähre von Nienhagen, ich Sie hin."
Mädchen«" fronte er Die Gräfin blickte aufmerksam tn das leicht
\crr" entaeanete Gesine. erröthende Antlitz Gesinens. Dann stieg sie vom
"Wie weit ist's noch bis bis zur nächsten Stadt ?“ Wagen und reichte dem Mädchen die Hand. „Mehrere Stunden, Herr. Sie werden die „Wie heißen ^Sie. fragte sie.
Stadt vor Mitternacht nicht erreichen können." „Gesine ..." Rr-iN-»
Da« ist fatal" «Führen Sie uns zum we'ßen Roß. Bleiben
Er lenkte fein Pferd zu dem ersten Wagen > Sie an meiner* S eite, ich möchte mit ihnen ein zurück, in dem eine ältere Dame, ebenfalls in der I wenig plaiibern. . , .
einfachen grauen Tracht der übrigen Frauen faß. Der Wagenzug setzte stch wieder in Bewegung.
Wir werden für diese Nacht in Nienhagen Die Gräfin erzählte Gesinen, daß sie aus eigenen bl-ib-n wüsten Krau Gräfin" faate er. Mitteln die Samtatskolonne ausgerüstet. „Mem
Weshalb,'Herr Doktor?" fragte die Dame Gatte ist bei Jena gefallen," fuhr sie
Eück ältester Sohn ruht aus dem Felde der Ehre bei
5 Jenes Mädchen sagt mir, daß wir die Stadt Leipzig, mein jüngster Sohn ist zu der Blücher'scheu nicht" vor Mitternacht erreichen können." Armee abgereist, kaum daß er von der schwereli
„Somm einmal her, M-dchen-, rief bie Smne |
beit und Leben für da» Vaterland dahin, sollen wir Frauen nichts für das Vaterland thun? Sollen wir daheim sitzen und weinen und klagen ? Mein Gut liegt in Pommern — ich konnte ruhig daheim bleiben, unberührt von den Kriegsereig- n'ssen, aber ich vermochte es nicht, wo es des Vaterlandes Ehre und Freiheit gilt."
Ihre großen blauen Augen blitzten und bewundernd schaute Gesine zu der heldenmüthigen,