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JtS 185.
JuLöa, Dienstag, den 14. August 1900.
27. Jahrgang
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KuldaerMZertung U
ll< » hl JhdM. *’ mit Zluterhaltungs -Anlage „Mustrirte Sonntags-Zeitung!'
Wegen des Feiertags Maria Himmel- fahrt wird die nächste Nummer «nseres Blattes erst am Donnerstag ansgegeben.
Deutsches Keich.
Berlin, den 13. August.
* Eine Krkranknng der Kaiserin Friedrich wird der .Berliner Volkszeitung' aus London gemeldet. Obgleich man die Angelegenheit sehr geheim hält, so verlautet doch, daß im Kreise der königlichen Familie große Besorgniß über das Befinden der Kaiserin Friedrich herrscht, sowohl Kaiser Wilhelm als die Königin von England sollen tief bekümmert sein über die andauernde und ernste Krankheit der Kaiserin.
* Zur Ileform des KrankenverstHernngs- gesetzes will die .Berliner Aerztekorrespondenz' von zuverlässtger Seite erfahren haben, daß es nicht in der Absicht der Reichsregierung liege, dem Reichstage die Gesetzesnovelle schon in der nächsten Session vorzulegen.
* Im Reichs - Verstcherungsamte hat man mit den Vorbereitungen für die Zusammenstellung der Nachweisung der Itechnrmgs- «rgevviffe der Merussgeuoffe« schäfte« auf das Jahr 1899 begonnen. Gegen Ende des laufenden Jahres wird die Nachweisung dem Bundesrathe und Reichstage zur Kenntnisnahme zugehen. Wie aus den Berichten einzelner Berufsgenossenschaften zu schließen ist, wird auch noch für 1899 gegenüber den vorhergegangenen Jahren eine Steigerung der Unfallzahl festgestellt werden müssen, jedoch nimmt man an, daß die Steigerung nicht mehr so groß wie in den Vorjahren sein wird.
* Ein Khi«a IreiwiMger ist bereits auf der Fahrt nach Ostasien in Folge der Seekrankheit gestorben. Es ist dies ein gewiffer Fehla aus Mögelin, Kreis Westhavelland, welcher mit dem ersten Truppentransport nach China ging. Die Eltern sind jetzt von der Militärbehörde benachrichtigt worden, daß ihr Sohn auf dem Atlantischen Ozean verstorben und seine Leiche nach seemännischer Art bestattet worden sei, d. h. ins Meer gesenkt wurde.
* Oroßlüvars, 13. Aug. Der Kaiser traf heute früh mittels Sonderzuges in Loburg ein, welches durch Fahnen und Ehrenpforten geschmückt war. Der Kaiser legte den etwa zwei Meilen langen Weg zum Truppen-Uebungsplatz Altengrabow im zweispännigen Wagen zurück, während das Gefolge Automobilwagen benutzte. Um 1/a8 Uhr stieg der Kaiser, welcher Husarenuniform trug, zu Pferde. Ein zahlreiches Publikum begrüßte den Kaiser lebhaft. Hierauf begannen die Gefechtsübungen, an welchen Theil nahmen die 8 Garde-Kavallerie-Regimenter, das Kürasster- regiment Kaiser Nikolaus I. von Rußland ^Brandenburgisches) Nr. 6, das Husaren-Regiment von Zielen (Brandenburgisches) Nr. 3, sowie Feldartillerie. Den Schluß machte ein Vorbeimarsch im Trabe. Der Kaiser begab sich sodann an der Spitze der Standarten-Eskadron in das große Barackenlager.
Dir Tochter des Khrmms.
Roman von O. Elster.
33 ------ (Nachdruck verboten.)
17. Kapitel.
„Was ist Ihnen, lieber Freund?" fragte erstaunt Manuela, als sie aufathmend von dem leidenschaftlichen Tanze zurückkehrte und in das ernste Gesicht Karls blickte.
„Hat Ihnen mein Tanz nicht gefallen?" fuhr sie mit kokettem Lächeln fort.
„Gewiß—Seanorita — ich bewundere Sie..."
Manuela maß ihn mit stolz-verwundertem Blick. Wo war seine Leidenschaft, seine Liebe geblieben ? Wo seine blitzenden Augen und glühenden Wangen? Ein trüber Hauch lag schattengleich über seinem ganzen Wesen und die höflichen Worte kamen nur zögernd über seine Lippen.
Sie wandte sich ab und lachte und plauderte mit einigen spanischen Osstzieren, die ihr begeisterte Huldigungen zu Füßen legten. Was kümmerte sie schließlich der wortkarge melancholische Deutsche? Als sie noch die unbedeutende Bäuerin gewesen, war sie stolz auf seine Liebe und Verehrung. Jetzt lag ihr jedoch die große, vornehme Welt zu Füßen. Das machte sie stolz und hochmüthig und ohne sich nach Karl umzublicken, schritt sie mit den spanischen Offizieren lachend und kokettirend davon.
Karl alhmete tief auf, wie aus einem schweren Traume erwachend. Die plötzliche Erscheinung Gesinens hatte das Edle und Gute in seiner Seele wieder erweckt. Er wollte Gefine Wiedersehen und eilte suchend durch den Saal und
Arrslaird.
* Aaris, 13. Aug. Dem französischen Marineministerium ist die Meldung zugegangen, daß das Torpedoschiff „La Framäe" auf der Höhe von Kap St. Vincent infolge eines Zusammenstoßes mit dem Panzerschlachtschiff „Brennus" gesunken ist. Ferner liegt folgende Nachricht vor: DaS Unglück geschah, bevor die Schiffe auf der Höhe von Trafalgar ankamen. Der „Brennus" führte die Flagge des Geschwsderchefs Fournier. Die „Framöe" sank sofort und nur ein kleiner Theil ihrer vier Offiziere und 58 Mann zählenden Besatzung konnte gerettet werden. Es heißt, an dem Zusammenstoß trage das Torpedoschiff die Schuld, das auf Kommando „Zwanzig Grad nach links" eine Wendung um zwanzig Grad nach rechts ausgeführt habe. Nach weiteren Meldungen wurden 14 Matrosen des gesunkenen Torp-do- bootes „La Framve" gerettet; 48 Personen sind demnach ums Leben gekommen.
* Mom, 13. Aug. Die Untersuchung gegen Bresci und Genossen macht erfreuliche Fortschritte. Der ,Tribuna' zufolge sind nicht nur bei Bresci, sondern auch bei anderen Anarchisten, unter ihnen bei Lanner, wichtige Schriftstücke beschlagnahmt worden, die volles Licht über das Komplott verbreiten. Während einerseits versichert wird, der Präsident der Anwaltskammer sei beauftragt, den Verlhei- diger Brescis zu ernennen, verlautet andererseits, Bresci habe den Advokaten Rosadi in Florenz zu seinem Vertheidiger gewählt. Für die Untersuchung hinsichtlich des Komplotts wird noch das Ergebniß der polizeilichen Nachforschungen in den anarchistischen Orten abgewartet. Nach der Meldung eines Blattes hat der Untersuchungsrichter den sozialistischen Abgeordneten Rondani, der sich einige Zeit in Patterson ausgehalten hat, verhört. — König Viktor Emanuel hat, um das Gedächt- niß König Humberts zu ehren, 100,000 Lire sür die Armen Roms und 50,000 Lire für die Armen Turins gestiftet.
* Madrid, 13. August. Die königliche Familie wird an Bord der„Giralda" mehrere spanische Städte an der Nordküste Spaniens besuchen. In Ferrol wird eine Anzahl ausländischer Schiffe sie begrüßen.
* Konstarttiuopek, 13. Aug. Der englische Botschafter lenkte die Aufmerksamkeit der Pforte auf die Lage in Armenien. In dem Dorfe Spaghang fei es zu Exzessen gekommen. Die Pforte erwiderte: Nach einer amtlichen Meldung seien in dem betreffenden Bezirk 16 Räuber ge- tödtet worden, sollten jedoch Ausschreitungen verübt worden sein, so würden die Schuldigen bestraft werden.
* Kosta, 13. Aug. Die ,Agence bulgare' erklärt auf das Entschiedenste, daß das im Auslande verbreitete G er ücht, es wäre ein Komplott gegen das Leben des Königs von Rumänien entdeckt und es wären Verhaftungen von Bulgaren vsrgekommen, vollständig unbegründet ist.
* Washington, 13. August. Nach amtlichen Angaben hat der Krieg mit Spanien im Ganzen 415 Mill. Dollar gekostet. Nun ist's aber noch gar sehr fraglich, ob der Krieg wirklich zum Abschluß gekommen. Wenn dies
der Fall, so kommen indeffen zu der vorbezeichneten Summe noch die Pensionen für die verwundeten Soldaten, sodaß man ohne Uebertreibung schon heute behaupten kann, daß die Gesemmtkosten sich auf Eintausend Millionen Dollars oder vier Milliarden Mark belaufen werden.
Der Krieg in Südafrika.
Die Engländer haben in Südafrika wieder einen Mißerfolg zu verzeichnen. Die.Times' berichtet aus Zeerust vom 7. ds. Mts.: Der General Carrington zog sich, nachdem es ihm nicht gelungen war, Elandsriver zu entsetzen, mit einem Verluste von 15 Tobten und Vermißten und 6 Verwundeten, in der Richtung auf Mafeking zurück.
Ein Telegramm des Feldmarschalls Lord Roberts vom 11. ds. Mts. besagt: Lord Kitchener habe die Verbindung mit Lord Methuen hergestellt. Der Feind in der Front der Truppen Lord Kitchener's und Lord Methuen's befinde sich auf der Flucht, er habe am 11. ds. Mts. die Bahnlinie bn Wolverdienstation zu überschreiten versucht, wo er von dem General Smith-Dorrien angegriffen worden sei. Am 9. August habe Lord Methuen ein Nachhutgefecht bei Buffelshoek gehabt und daselbst sechs Wagen und zwei Ambulanzen erbeutet.
Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Ermelo vom 12. ds. Mts.: Der General Sir Redvers Buller sei an dem genannten Tage in Ermelo eingetroffen. Die Buren hätten sich zurückgezogen.
Die Wirren in China.
Nunmehr hat auch der Kaiser von Japan in einem Telegramm an den Kaiser Wilhelm seine Bereitwilligkeit ausgesprochen, die japanischen Truppen dem Oberbefehlshaber Grafen Waldersee zu unterstellen.
Die französische Regierung hat, wie die «Köln. Ztg.' berichtet, bisher ihre Zustimmung zu der Ernennung des Grafen Waldersee noch nicht ertheilt. Die ,Nationalztg.' bestätigt.
die Nebenräume. Aber nirgends war sie zu finden. Schon wollte Karl das Fest verlassen, als er die dunkle Gestalt Gesinens am Arm eines rothfräckiqen, britischen Offiziers erblickte, der sie in höflichster Weise aus dem Saale führte.
Karl erkannte Leutnant Jamens Howard und lachte plötzlich bitter auf. Wie thöricht war er, noch an dieses Mädchen zu glauben, das mit dem englischen Oifizier dieses Fest besuchte. Wie thöricht war er, sich von den alten Erinnerungen gefangen nehmen zu lassen. Versunken war die Welt seiner Jugend, sie sollte auch vergessen sein.
An dem reichen Buffet stand Manuela mit spanischen und britischen Offizieren. Die Champagnerpfropfen knallten, die Augen blitzten, die Lippen lachten — „Eovioa Manuela!" — und rauschend schmetterte die Musik darein. Da war Leben, Lust und Leidenschaft! Karl ergriff ein Glas und drängte sich zu Manuela. „Darf ich tbeilnehmen an dem Jubelfest Ihnen zu Ehren, Manuela?"
„Jeder ist willkommen, der Lust und frohe Laune mitbringt!"
Sie stieß mit ihm an und ihr dunkles Auge brannte in dem seinen. Er stürzte sich hinein in den Hellen Jubel und war bald der Wildesten einer.
Doch welch' ein dumpfer Ton dröhnte in den Festjubel hinein? Die Glocken läuteten Mitternacht ein, durch die Straßen eilten die Trommler und ihr rasender Wirbel machte die Musik des Festes, den Jubel des Volkes verstummen. Adjutanten sprengten hierhin und dorthin — Offiziere eilten sporenklirrend durch die Gaffen, aus den Plätzen sammelten sich die Bataillone, die ganze
Stadt, soeben noch ein Freudenmeer, starrte von Waffen und hallte wieder von Waffengeklirr, Hufgestampf, Trompetenschmettern, Trommelwirbel und dem Raffeln der Geschütze auf dem holprigen Pflaster.
„Allarm!"
Das kriegerische Zauberwort hatte diese Verwandlung herbeigeführt und scheu blickten die schönen Tänzerinnen auf die davoneilenden Offiziere, auf die vorüberziehenden Bataillone, bie. klirrenden Schwadronen und die raffelnden Batterien.
Das Fest war zu Ende. Der blutige Ernst des Krieges begann von Neuem.
Auch Karls Regiment mußte Madrid in aller Eile verlaffen ; er fand keine Zeit, sich von Manuela zu „perabschieden. Gesine sah er nicht wieder.
Im Eilmarsch ging es nach der Festung San Sebastian, besten Belagerungstruppen durch ein französtsches Korps bedroht waren.
San Sebastian war eine der stärksten Festungen, welche sich noch in französtschen Händen befanden. Acht große Bollwerke und zwei starke Außenwerke vertheidigien den Platz, besten festes Schloß eine achtunggebietende Citadelle bildete. Rach einigen Tagen erreichte Karls Regiment die Belagerungsarmee, die sich gerade zum Sturm rüstete, nachdem einige Breschen in die Festungswälle gelegt waren. Die Kompagnien des Regiments wurden vertheilt. Karls Kompagnie kam als Bedeckung zu einer der vordersten Batterien, die in voller Thätigkeit war und ein furchtbares Feuer gegen die bereits in Trümmer liegende Bastion richtete.
Es war ein furchtbar schönes Schauspiel und Karl, der einer großen Belagerung noch nicht beigewohnt hatte, erbebte bis in's tiefste Herz hinein
daß sich der Oberbefehl des Grafen Waldersee zunächst bezieht auf den einzigen Kriegsschauplatz, auf welchem Truppen verschiedener Mächte operi« ren, das ist die Provinz Tschili. Ob später auch anderwärts ein derartiger Oberbefehl noth- wendig wird, bleibt abzuwarten.
Graf Waldersee wird in den nächsten Tagen wieder in Berlin eintreffen. Am Montag hat er sich vom Offizierkorps in Hannover verabschiedet. Er erklärte, er trete seine hohe und schwierige Aufgabe mit frischem Muthe an, getragen vom Vertrauen des Kaisers und seiner hohen Verbündeten. „Ich baue auf mein Soldatenglück und hoffe mit Gottes Hilfe das Werk zum Heile des Vaterlandes durchzuführen." In einer zweiten Ansprache sagte er: „Ich weiß, daß, wenn aus den jetzigen Wirren neue Verwickelungen entstehen sollten, das zehnte Armeekorps unter der Führung seines hervorragenden kommandirenden Generals Glänzendes leisten wird."
Die jüngsten Nachrichten aus Peking — vom italienischen Gesandten sind Nachrichten vom 5. August, vom französischen Gesandten vom 7. August eingetroffen — lassen das Bestreben der chinesischen Machthaber erkennen, die Gesandten nach Tientsin abzuschieben. Die französische Regierung aber hat im Gegensatz zum Zaren der chinesischen Regierung mitgetheilt, daß sie ihrem Gesandten die Erlaubniß, Peking zu verlassen, nicht früher ertheilen könne, bis die Reiseroute sicher sei. Sie hat die chinesischen Machthaber aufgefordert, doch zuförderst ihren Soldaten zu befehlen, vor den internationalen Truppen in Peking zu v e r s ch w i n d e n. Die Kaiserin-Wittwe hat die Absicht ausgesprochen, vor dem Eintreffen der europäischen Truppen Peking zu verlaffen. Daß sie die fremden Gesandten mit Lebensrnitteln versorgt, wird von Neuern bestätigt. Es verlautet auch, daß der Einfluß Yunglus, der bestrebt ist, die Fremden zu retten, in Peking zunimmt.
Neue Unglücksbotschaften von den Missionen in China werden der.Germania' von befreundeter Seite mitgetheilt. Es meldet der P. Prokurator der chinesischen Mission aus Amiens, daß wiederum 6 JesuitenpatreS ermordet wurden, nämlich die P. P. Finck, Gaudiffart, Neveux, Gesard, Gisfiger und Kieffer. Die Meldung des P. Prokurator ist vom 9. August. Nach einer von gut informirter Seite angestellten Berechnung werden die Missionare am 1. oder 2. August getödtet worden sein. — Das sind jetzt (im Ganzen) schon 10 Missionare, welche die französischen Jesuiten (Provinz Champagne) verloren haben. Im Ganzen hat jene Provinz 50 Missionare in Pctscheli.
* Loudon, 13. Aug. Das Reutersche Bureau meldet vom 6. d. Mts. aus Tientsin: Zwei glaubwürdige Kouriere, die Peking am 1. August verlaffen haben, berichten, die Kaiserin- Witwe habe die Gesandtschaften mit Lebensmitteln für einige Tage »ersehen, Li-ping-heng jedoch habe nach seiner Ankunft zwei Batterien auf der Stadtmauer in der Nähe der Gesandtschaften auffahren lassen und die Gesandtschaften zwei Tage lang unter heftiges Geschütz- unh Gewehrfeuer genommen. Ein Missionar, der
unter dem gewaltigen Eindruck des grausig-erhabenen Schauspiels.
Die Garnison von San Sebastian vertheidigte sich tapfer und erwiderte lebhaft das Feuer der Engländer. Kleine Gewehrkugeln pfiffen in großer Anzahl über die Batterie hinweg; eine Granate krepirte in der Batterie und zerriß drei Kanoniere. Nachmittags kam Lord Wellington mit seinem Stabe, um von einer nahen Anhöhe die Festung zu rekognosziren. Regungslos hielt er auf feinem Pferde, bie Augen in ernstem Blick auf die unglückliche, betn Verderben geweihte Stadt gerichtet. Die Offiziere spähten durch Fernrohre nach der Stadt. Adjutanten kamen und gingen, Wellington diktirte im Sattel die letzten Befehle für den Sturm auf die Festung, welcher in der kommenden Nacht stattfinden sollte.
Wie ein Lauffeuer ging die Nachricht durch die Armee, daß in der Nacht gestürmt werden sollte. Gelang der Sturm/ sollte die unglückliche Stadt der Plünderung preisgegeben werden, so hieß es, und in den Augen der wilden Burschen, welche in den Regimentern Englands und Schottlands dienten, blitzte es grausam auf.
Die Truppen, welche zum Sturm bestimmt waren, sammelten sich in den Trancheen und Laufgräben. Auch Karls Kompagnie unter dem Hauptmann von Helmholtz rückte wieder in unmittelbare Nahe der Batterie vor. Das fortwährende Donnern der Geschütze, das krachende Einschlagen der Granaten, das Prasseln des zusammenstürzen- den Mauerwerkes wirkte elektrisirend auf die Nerven der Krieger, welche dem Befehle zum Sturm entgegenharrten. Lautlos, in feierlicher Stille standen sie da, Niemand wagte laut zu sprechen, aller