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M 179.
JuLöa, Dienstag, den 7. August 1900.
27. Jahrgang.
Der Krieg in Südafrika
kommen
Air Tochter des Khrmms
"27
„Za, ja, ich weiß — geht nur und möge der Himmel Eurem Werk günstig sein."
Sie reichte Manso die Hand, die dieser herzlich schüttelte. Dann nickte er nochmals seiner Mutter zu und eilte hinaus. Auf dem Hofe empfing ihn der Zuruf seiner Leute, an deren Spitze bereits Don Julian Sanchez seiner harrte. Auf der Schwelle der Kirche stand die ehrwürdige Gestalt des neunzigjährigen Abtes; segnend streckte er die Hände aus, die wilde Schaar beugte noch einmal demüthig das Haupt, dann stürmte sie davon. Das Hofthor fiel in's Schloß. Der alte Pater hing die Kette vor und ging dann in den Palast zurück; er war als einziger Wächter des Schlaffes.'zurückgeblieben, denn die Guerrilleros verfolgten die Taktik, ihre Schlupfwinkel nicht durch fortwährenden Aufenthalt Bewaffneter verdächtig und kenntlich zu machen.
Nur wenige, unverdächtige Personen weilten in diesen Hauptquartieren, die übrigen lebten in den einsamen Walddörfern und Schluchten und versammelten sich in dem Hauptquartier auf ein bestimmtes Zeichen in den Expeditionen.
So kam es, daß Manuela mit ihren Eltern And einigen Mägden allein in dem alten Bischafssitz San Franzisko weilte.
Mehrere Tage verstrichen in völliger Stille und Einsamkeit. Eine dunkle, stürmische Nacht brach herein. Um die alten Klostermauern pfiff und sauste der Sturm und rauschend stürzte der
haftet worden. Die in der Wohnung Ballettes beschlagnahmten Briefschaften legen dar, daß derselbe mehrere Attentate mit Saison und anderen Anarchisten geplant habe. ____________r_______w
* Aonr, 6. August. Der heutigen Sitzung I tretet der Staatsb-hö'rden eine feierliches, der Deputi rten kämm er wobnten sämmtliche Messe lesen.
Minister bei. Die Sitze des Präsidiums und ---- ' ‘
des Ministeriums sowie die Tribünen waren mit Trauerschmuck versehen. Präsident Villa
feierte unter großem Beifall des Hauses in längerer Rede das Gedächtniß König Humberts. Ministerpräsident Sarocco schloß sich in bewegten Worten den Ausführungen Villas an. Präsident Villa verlas dann eine Anzahl Beileidstelegramme, die von auswärtigen parlamentarischen Körperschaften eingelaufen sivd. Hierauf wurden von
seits wird Saison, der sonst recht röMg auf alle | kommt am Donnerstag früh 61/» Uhr hier an. an ihn gerichteten Fragen antwortet und anar- ' chiftische Ideen entwickelt, stets stumm und verstockt, sobald die Rede auf seine Freunde und wahrscheinlichen Helfershelfer kommt. — Der Schah bleibt auf Einladung der französischen Regierung bis zum nächsten Samstag in Paris. Nach Pariser Blättern soll der Attentäter Sal-
ordnung „erneut zur allgemeinen Kenntniß", wonach den Unteroffizieren und Mannschaften die Betheiligung an Geldsammlungen und Versammlungen, die Bethätigung revolutionärer oder sozialdemokratischer Bestrebungen, das Halten derartiger Schriften rc. dienstlich verboten ist. „ * Ueber den Militärdienst der Wölks- schttlketzrer hat der Kultusminister entschieden, daß auch solche Volksschullehrer, die in der zweiten Prüfung für bestanden erklärt worden sind, fortgesetzt nur widerruflich beschäftigt werden, bis sie der aktiven Dienstpflicht genügt haben, oder für die Friedenszeit vom Militärdienste endgiltig befreit sind.
* Mailand, 6. Aug. Der Königsmörder Bresci (so ist die richtige Schreibweise des Namens), der bisher nur eine hochmüthige Haltung zur Schau trug, ist jetzt sehr jähzornig. Die Wärter mußten ihm gestern auf zehn Stunden die Zwangsjacke anlegen. Beim letzten Verhör war er kleinlaut und schüchtern. Er gab zu, daß es sich um ein Komplott handle, war aber zu weiteren Geständnissen nicht zu bewegen. Den Anarchisten Lanner behauptet er nicht zu kennen, obwohl die
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Die Leiche wird vom Bahnhofe direkt nach dem Pantheon übergeführt. — Nach einem Ueberein- kommen der Königlichen Familie mit dem Kardinal-Vikar wird sich der Pfarrer des Kirchspiels, in welchem sich der Quirinal befindet, mit den übrigen Priestern und Mönchen zur Ankunft der Leiche des Königs Humbert nach dem Bahnhof begeben und sie nach dem Pantheon begleiten. Dort wird der Sarg vom Erzbischof von Genua, der eine besondere Einladung des Königs erhalten hat, umgeben von dem Kapitel des Pantheon, empfangen werden. Derselbe Erzbischof wird am Freitag im Pantheon in Anwesenheit der Fürst- lichkeiten, des diplomatischen Korps und der Ver-
Polizei bereits im Besitze von Briefen ist, welche den Zusammenhang zwischen beiden konstatiren. Bresci bat, aus seinen Ketten befreit zu werden; man möge ihm Erleichterungen gewähren, dann werde er weniger zurückhaltend sein. — Der G e- meinderath von Monza gedenkt die Turnhalle, wo der König starb, der Wittwe zu schenken, die dort eine Sühnekapelle oder ein Kloster errichtet. Der Ministerrath beschloß gegen seine ursprüngliche Absicht, Bresci nicht vom Senat, sondern von den Assisen in Mailand ab- urtheilen zu lassen; die höchste Strafe, welche nach dem Strafgesetzbuch Italiens den Königsmörder treffen kann, ist lebenslängliches Zuchthaus, verschärft durch Einzelhaft während der ersten sieben Jähre.
.* Bukarest, 6. Aug. Zn der Nacht zum Sonntag wurde der Professor am hiesigen Lyceum Michaileano durch einen Revolverschuß getödtet. Der Mörder, ein 18jähriger Bulgare Namens Stojan Dimitroff, wurde verhaftet und gestand ein, das Verbrechen aus politischen Gründen begangen zu haben. Er sei vor einigen Tagen aus Uesküb eingetroffen, um Michaileano zu ermorden, der aus Mace- donien stammt und ein Blatt herausgab, welches die bulgarische irridentistische Bewegung bekämpft.
* Khicago, 6. Aug. Gestern stießen hier Anarchisten mit Polizeibeamten zusammen. Die Letzteren gingen scharf vor. 25 Personen wurden arg zugerichtet, 5 verhaftet, darunter die Wittwe des s. Zt. in Chicago Hingerichteten Anarchisten Parson.
son in Wirklichkeit Charles Hoby heißen und aus Ajaccio gebürtig sein. — Am Sonntag ist ein Anarchist Namens Ballette in Abbeville ver-
Roman von O. Elster.
------ (Nachdruck verboten.)
gemein geworden sein? — Ah, da kommt der Vater zurück! Jetzt werden wir endlich Nachricht erhalten."
Sie eilte hinaus, dem Vater entgegen, mit dem sie nach kurzer Zeit wieder in das Zimmer trat. Pedro war erschöpft und vom Regen durchnäßt.
„Gib mir erst einmal ein Glas Wein, Manuela, ehe ich erzähle," keuchte er athemlos.
Manuela brachte das Verlangte. Auf einen Zug leerte er das Glas, dann sank er aufath- mend in einen der Sessel.
Spöttisch lachte er auf. „Ich habe die Franzosen in die Irre geführt — sie werden sich so leicht nicht aus unseren Wäldern herausfinden. Und dann habe ich ihnen die Engländer auf den Nacken gehetzt."
„Die Engländer?"
„Ja, ein fliegendes Korps derselben ist in unsere Gebirge eingedrungen — habt Ihr das Schießen gehört? Das "waren die englischen Patrouillen, die auf die Franzosen stießen.'
„Aber wie bist Du den Franzosen entkommen?"
„Als die Nacht anbrach, entschlüpfte ich in das Gebüsch . . . fünf Stunden habe ich sie in den Wäldern umhergeführt ... ich sollte ihnen den kürzesten Weg nach San Sebastian weisen, jetzt mögen sie ihn sich selbst suchen."
„Und wenn sie hierher kommen und Dich finden, werden sie Dich erschießen," jammerte die alte Josefa.
,,EH' sie hierher kommen, sind unsere Guerrilleros da! Und dann sei der Himmel ihnen gnädig — kein Mann entkommt!"
Regen nieder. Wiederum sitzt die alte Josepha auf ihrem gewohnten Platz vor dem Kamin, während Manuela am Fenster steht und in die stürmische Regennacht hinausblickt.
„Ist der Vater noch nicht zurück, Kind?" fragt die Alte mit zitternder Stimme.
„Nein, Mutter", entgegnete Manuela, ohne 'ich umzuwenden.
„Was siehst Du so aufmerksam in die Nacht hinaus, Kind?"
„Du weißt, Mutter, daß verdächtige Gestalten ich heute Morgen im Walde gezeigt haben, französische Soldaten, deshalb sandte ich den Vater ort, um Kundschaft einzuziehen."
„Ach, wann wird der Frieden wieder einkehren in unser unglückliches Spanien!"
„Wenn der korsische Eroberer gestürzt ist", prach Manuela mit drohender Stimme. „Ach, wenn doch die geknechteten Völker Europas sich mit uns verbinden wollten. Aber sie beugen alle den Nacken unter das Joch Bonapartes."
„Du thust den Völkern Europas unrecht, mein Kind ..."
„Unrecht ? ! — Sieh Dir das französische Heer an, welches unser Vaterland vernichtet. Kämpfen nicht Angehörige aller Nationen in dem franzö- ischen Heere? Italiener — Deutsche — ja, auch diese! War es nicht ein deutsches Regiment, welches vor einigen Wochen das Kloster besetzte und durchsuchte? Ich hasse die Deutschen. . . Doch, was war das?"
Sie stieß das Fenster weit auf und beugte ich hinaus. In der Ferne fielen einige Schüsse.
„Man schießt in dem Walde! Sollten unsere Brüder zurückkehren und mit den Franzosen Hand-1
Deutsches Keich.
Berlin, den 6. August.
* Die Arbeiten am neue« Aeichstags- präfidiakgevättde in der Sommerstraße schreiten außerordentlich langsam vorwärts. Bereits seit Monaten war man mit dem Bau bis zum ersten Stock gediehen, und kann man seitdem kein nennenswerthes Fortschreiten konstatiren. Es hat den Anschein, als wenn sich der Bauleitung Schwierigkeiten oder Hindernisse entgegenstellen, welche einen schnelleren Fortschritt verhindern, fa daß es nicht mehr möglich wäre, den Bau noch in diesem Jahre unter Dach zu bringen. Es wäre wünschenswerth, wenn man sich bemühte, chei de« Arbeiten ein etwas flotteres Tempo an? zunchmen ; nach dem jetzigen Stande zu uriheilen, ist gar nicht daran zu denken, daß das Gebäude M dem vorgesehenen Termin fertig gestellt wird, ds ist das um so bedauerlicher, weil dadurch der Wille des Reichstags, seinem ersten Vertreter eine würdige Repräsentationsstätte zu schaffen, nach ^sehr lange unausgeführt bleiben wird-
* Welch' Schattenseiten die so-
genannte I«wikiei> pflege öer A^rleyfffn-er hat, beweist ein neuer Vorfall. Das .Gemeindeblatt der Haupt- und Residenzstadt Berlin' bringt in seiner letzten Ausgabe nachfolgende „vermischte" Miltheilung:
„Eine hiesige Einwohnerin ist wegen gefährlicher ■ Körperverletzung ihres von der Waisenverwaltung übergebenen Pfleglings in zwei Fällen mit 20 Mk. Geld- Arafe — eventuell 4 Tage Gefängniß — bestraft worben."
Ts dürfte roch in aller Erinnerung sein, Melcher Entrüstungssturm im Berliner Stadtrath losbrach, als die Schwester Karola vom St. Josephswaisenhause zu Potsdum einen ungezogenen Buben mit einem Stöckchen gezüchtigt hatte. Die fortschrittlichen Weißbier - Stadtväter und ihre sozialistischen „Stiefbrüder" geriethen darob schier außer Rand und Band, und es Härte nicht viel gefehlt, so hätten sie neben der Herausnahme der Berliner Waisenkinder aus jener Anstalt noch verlangt, daß die Letztere ob ihres „Frevels" dem Erdboden gleich gemacht werde! Und jetzt müssen dieselben Stadtväter von ihrer eigenen Waisenverwaltung vernehmen, daß die brave Pflegemutter, die Jene be- stellt hat, sich einer gefährlichen 'Körperverletzung schuldig macht, und sogar in
Fällen! ! Ein glücklicher Zufall mag das arme, ihrer Pflege anvertraute Geschöpf vor weiteren Mißhandlungen bewahrt haben, — oder konnte die Waisenverwaltung das Kind der ,„muster giltigen Pflegemutter" nicht abnehmen, nachdem ein Fall ruchbar geworden war? Au die nähere Erläuterung des Falles durch den Magistrat darf man wohl gespannt sein. Ausfallen muß bei dieser Angelegenheit außerdem noch das milde Urtheil des Gerichtshofes. Die „gefährliche" (qualifizirte) Körperverletzung soll doch eigentlich nach § 223a des St.-Ge.-B. geahndet werden, und zwar mit „Gefängniß- strafe nicht unter zwei Monaten!" Sollten der Angeklagten (nach § 2281c) mildernde Umstände zugebilligt worden sein?
* Das Ariegsminiflermrr» bringt in der heutigen Nummer des .Reichsanzeigers' die Ver-
Vom Kriegsschauplätze in Südafrika kommen nur spärliche Nachrichten und zwar alle von englischer Seite, welche die Zensur von Lord Roberts passtrt haben. Auf der Burenseite ist die Nachrichtenquelle gänzlich versiegt. Wie vom .Reuterschen Bureau' gemeldet wird, wurde bei Honingspruit südlich von Kroonstad ein Eisenbahnzug, auf dessen Maschine die amerikanische Flagge gehißt war, da der amerikanische Generalkonsul Oberst Stowe im Zuge reifte, von einer fliegenden Patrouille der
mehreren Deputirten Anträge zur Ehrung des Gedächtnisses Königs Humberts eingebracht, so ein Antrag, daß der Sitzungssaal der Kammer sechs Monate Trauerschmuck tragen soll, ferner Anträge auf Ueberreichung von Adressen an den König und die Königin-Wittwr, auf Errichtung eines Denkmals für König Humbert. Turati gab im Namen der Sozialisten eine Erklärung ab, in welcher die Ermordung des Königs verurtheilt wird, weil jeder Mensch Recht auf sein Leben habe und der politische Mord unnütz sei. (Lärm.) Im Namen der Republikaner gab Pantano eine ähnliche Erklärung ab und sagte, seine Partei schließe sich dem Schmerze des Landes aufrichtig an. (Rufe: I „Krokodile.) Pantano ruft: „Wir spekuliren
^NStauo. tiid)t, wie Sie, auf das Verbrechen!" Es
Wruflel, 6. Aug. Der König von entstand großer anhaltender Lärm, Pantano Belg len ist einige Tage vermißt worden. Der wurde am Weitersprechen gehindert, weil er trotz König, der auf seiner Yacht „Alberta" in der formeller Aufforderung des Präsidenten seine Nordsee kreuzte, sollte am Samstag Abend in Worte nicht zurücknehmen wollte. Nachdem der Ostende eintreffen, kam aber nicht, und es fehlen Lärm sich gelegt hatte, erklärte Ministerpräsident ,eit drei Tagen Nachrichten von ihm. Sonntag Sarocco, daß er sich den eingebrachten Anträgen früh trafen die Minister in Ostende ein, und der anschließe, worauf die Anträge vom ganzen Hause König hätte einem Ministerratbe präsidiren sollen, wit Ausnahme der Sozialisten, angenommen in dem Über die Entsendung einer belgischen Frei- werden. (Lebhafter, lang anhaltender Beifall.) willigenkorps nach China berathen werden sollte. Präsident Villa ersuchte die Deputirten, am Am Abend um 5 Uhr traf die Yacht mit dem Leichenbegängniß des Königs Humbert theil- König ein. Dir Yacht hatte vor dem Sturm in zunehmen, und theilte mit, daß König Viktor den letzten Tagen Schutz suchen muffen. Emanuel am Sonnabend in einer gemeinsamen
* Daris, 6. August. Bis jetzt hat die Sitzung beider Häuser des Parlamentes im Untersuchung gegen Salfon, der ein Attentat I Sitzungssaals des Senates den Eid auf bie Ser« gegen den Schah verüben wollte, noch keine faffung leisten werde. Die Sitzung wurde hierauf Handhaben dafür geliefert, ob es sich um einen unter begeisterten Rufen: „Es lebe der König" von mehreren Personen und von anarchistischen geschloffen.
Geheimverbänden verabredeten und geförderten * 3tom, 6. Aug. Der König Viktor Anschlag handelt. Die Zeugenaussagen, daß der Emanuel und die Königin Elena werden am Verbrecher kurz vor Verübung seiner unseligen Mittwoch Vormittag in Rom eintreffen. Die That mit einem gutgekleideten Herrn im Gespräche Ankunft der Königin Margherita mit den Prinzen gesrhen wurde, der ihn aufzumuntern schien, hat und Prinzessinnen erfolgt am Mittwoch Abend, man noch nicht aufzufl»d?" vermocht und ander- Der Zug mit der Leiche des Königs Humbert
Buren zum Entgleisen gebracht und in Brand gesteckt. Dabei wurden 4 Personen getödtet und 3 verletzt. Oberst Lord Algernon Lennox und 40 Mann wurden gefangen genommen, aber auf Ersuchen des amerikanischen Generalkonsuls wieder freigelaffen.
Zu dem Vorfall hat Lord Roberts am Samstag folgendes Telegramm gesandt: Die Buren, welche den Bahnzug südlich von Kroonstad zum Entgleisen brachten, setzten Oberst Lord Lennox wieder in Freiheit, nahmen aber zwei Offiziere gefangen. Die Buren wurden durch berittene Infanterie verfolgt. Drei Buren wurden getödtet und mehrere verwundet. General Olivier, der mit ungefähr 1500 Mann sich in die Bethlehemberge flüchtete, wies die Aufforderung Prinsloos, sich mit seiner ganzen Streitmacht zu ergeben, zurück und sprach die Absicht aus, den Krieg fortzusetzen. Er nahm eine Stellung zwischen Harrismith und Newmarket ein. Er wird von General Rundle verfolgt. 17 Ge-
„Entsetzlich," stöhnte die Alte, während Manuela ausrief: „Möge es allen Feinden Spaniens so ergehen!"
Ein dumpfes Pochen au dem Hofthor ließ sich in diesem Augenblicke vernehmen.
„Was ist das? — Sollten die Franzosen —?" „Unmöglich — es werden unsere Freunde fein. Ich gehe, ihnen zu öffnen."
Der Alte eilte davon. Josefa murmelte ein Gebet und ließ den Rosenkranz durch die zitternden Hände gleiten. Manuela legte den Arm um re. „Komm, Mutter, ich werde Dich zur Ruhe »ringen," sprach sie sanft, die alte Frau empor richtend.
„Soll ich Dich allein kaffen, wo vielleicht der Feind an die Thür pocht?"
„Ich fürchte mich nicht, Mutter . . . ömme nur."
Willenlos ließ sich die Alte fortsühren.
Eine Weile herrschte tiefe Stille. Dann ertönten auf der Treppe draußen schwere, polternde Tritte, der alte Peter öffnete die Thür des Zimmers und führte einen jungen, braun- chweigischen Offizier herein, der sich auf den Arm eines Soldaten stützte. Aus einer Stirnwunde des jungen Offiziers rann das Blut, die Uniform war hier und da zerriffen und beschmutzt, ebenso wie die des Soldaten. Beide zeigten Spuren großer Erschöpfung.
„Treter ein," sagte Pedro, hier seid Ihr sicher vor der Verfolgung."
Der junge Offizier sah sich erstaunt in dem alterthümlichen Prachtgemach um.
„Wo sind wir?"
„Im Kloster San Franzisko . . ."