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KmdaerMZeitung
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Jt» 177.
Juköa, Samstag, den 4. August 1900.
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(Nachdruck verboten.)
Paris, 1. Aug.
Le mStropo lita in.
Die Franzosen eine Nation mourante?
schlecht, aber ich liebte ihn. Er kam wieder und
ihn, mich Heimkommen zu taffen. Er antwortete
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Woche«-Rundschau.
- (»achdruck bcrtetoQ
und verehrt von allen, die unS kannten. Dann kam ein WUnn, der mir gestand, daß er mich liebe. Herr Richter, ich sage dies nicht, um Ihre Sympathie zu erwecken. Man hat mich schon oft vor die Gerichte geschleppt, aber niemals sprach ich von meinem früheren Leben."
Sie hustete wieder und fing eine Blutwelle mit dem Taschentuche auf, das sie an ihre Lippen preßte.
„Ich rede jetzt davon, weil ich weiß, dirß dieses daS letzte Gericht ist, vor das ich hier auf Erden gebracht werden kann .... Ich war 17 Jahre alt, als ich den erwähnten Mann kennen lernte. Mein Verehrer sagte wir, er fei
wieder, und als mein Vater ihm das Haus verbot, entfloh ich mit ihm und wurde fein Weib . . . Mein Vater sagte sich von mir los. Ich war stets fein Stolz gewesen und halte ihn innig geliebt, aber er verwies mir für immer das Haus — das Elternhaus, die H irnath meiner Jugend und meines Glückes. Wie sehnte ich mich nach
Einwohner, England 103 Millionen, Frankreich 55 Millionen. Diese Zahlen werden natürlich in der Wirklichkeit nicht eingehalten, aber sie geben hierdurch aber doch ein anschauliches Bild, wie Frankreich an natürlicher Volkskraft gegenüber seinen Nachbarn zurücksteht. Und daS ist für die Franzosen selbst ein gewaltiger Schmerz: eine nation mourante, eine sterbende
Welche Schwierigkeiten der Bahnbau hatte, davon macht man sich kaum einen Begriff. Nicht nur Telegraphen- und Telephonnetze, Kanäle in allen Dimensionen, Röhren für Gas, Waffer, Luft rc. rc. versperrten ost die Wege und mußten | mit Kunst und List umgangen, isolirt oder verlegt werden; auch Ueberreste von alten Kellern, tausendjährige Grundmauern der alten, längst verschwundenen Stadt und andere Hindernisse aller Art hemmten auf Schritt und Tritt die Arbeit. In der Rue St. Antoine stieß man z. B. auf den Grundstein der Bastille. Leider ist bei den Franzosen der Sinn für die Geschichte nicht so rege wie bei uns, sonst müßte man über die Funde, welche bei solchen Gelegenheiten gemacht werden, in der Oeffentlichkeit viel mehr hören.
bin wegen Ruhestörungen verhaftet und gewillt, dasür meine Strafe hinzunehmen. Ich habe die Auszehrung und bin dem Tode nahe, Herr Rich, ter, und weiß, daß kein Urtheil auf mich großen Einfluß ausüben kann."
Die Frage der Volksoermehrung ist dieser Tage wieder einmal von dem Statistiker BarZme im .Figaro' aufgerollt worden. Derselbe hat die Bevölkerungfziffer von 1801 und 1900 zu Grunde gelegt und ausgerechnet: daß bei gleichem Wachs
nahe dem rechten Seine-Ufer mitten durch Paris nach der Porte Maillot im Westen. Die Station Place de l'Etoile ist unter den 8 Stationen für den Fremden einstweilen die wichtigste, weil hier eine Zweigstrecke nach dem Trocadero bezw. der Ausstellung abgeht.
würde. Möchte es dem neuen König Viktor Emanuel III. gelingen, in diesem Sinne eine Besserung der Zustände seines Landes herbeizuführen. Leicht würde eS ihm, falls er überhaupt den Willen dazu hat, freilich nicht gemacht werden; dafür sorgen schon die Freimaurer.
Das Beste bei dem Metropolitain ist jedenfalls, daß man einen billigen Fahrpreis an gesetzt hat. Derselbe ist, wie auch bei den Omnibuffen, einheitlich; gleichgiitig für welche Strecke, ob kurz oder lang, in 1. Klaffe 25 Cts., in 2. Klaffe 15 Cts. D.-r Betrieb dauert von Morgens 5 Uhr bis Nachts 1 Uhr; natürlich ist der Bettieb elektrisch und ist Dunst und Kohlenstaub dadurch ausgeschlossen. Bis 9 Uhr Morgens werden für den ganzen Tag giftige Rückfahrkarten für Arbeiter zum Preise von 20 Cts. ausgegeben. Gerade diese letztere Maßnahme gibt der Bahn eine soziale Bedeutung von nicht zu unterschätzendem Werthe, ja manche Leute, die nicht gerade zu den Sanguinikern gehören, erhoffen davon einen ganz neuen Aufschwung der Nation, deren natürliche Vermehrung mit unter dem wünschenswerthen Maße steht.
durchziehen und im Ganzen 65 Kilometer Länge CSfsdfx Die jetzt zuerst eröffnete Strecke ist bei weitem die wichtigst-, auch wohl die theuerste, denn sie kostet bei ca. 14 Kilometer Länge schon
Endlich, endlich — hat Paris auch ein der Großstadt würdiges Beförderungsmittel: am
-"LL-nÄL,- '!» hat, auf
- - J und zwar bet einem
। mäßigen Preise. Eigentlich bin ich in großer Versuchung, dem verehrten Leser erst einige Klagelieder zu finaen über die Unverläßlichkeit der Pariser Verkehrsmittel, um die hohe Bedeutung der neuen Bahn ins rechte Licht zu stellen. Doch ich fürchte, daß das ein ganzes Kapitel für sich werden würde, wenn nicht gar mehrere über den „Zickzackkurs der Omnibusse", über die „Schwierigkeit eines eroberten Platzes", über den entsetzlichen „Zeitverlust", selbst wenn man glücklich einen Platz erobert hat; ferner über die „Droschken und ihre Kutscher«, über die„Coulang der amtlichen Taxen" und „Listen und Rniffe, a...o.
nwtmt manchmal, aber nicht immer, gegen Geld thum wie im verfloffenen Jahrhundert im Jahre
und gute Worte eme leere Droschke einzufangen". 2000 haben werden. Deutschland 121 Millionen
D'ese Ueberfchrlften mögen einstweilen genügen. Einwohner, England 103 Millionen, Frankreich
Wir find jetzt bei dem „Mätropolitain“ und ----
wollen uns dessen freuen.
Volle 50 Jahre find es her, daß znm ersten Male der Plan austanchte, durch eine unterirdische Bahn dem oberirdischen Verkehrsbedürs- niß in P-:riS unter die Arme zu greifen. Aber erft 1895 kam die Angelegenheit ihrer Aus-. «.»«*. u»«™ mvunmiü, eme uervenoe
tübrung nahe, indem die Regierung das Unter- Nation zu sein, gar keine Aussicht mehr zu haben, nehmen unterstützte. Nach weiteren drei Jahren ich will nicht sagen auf den Revanchekrieg, son- „ ,T"an definitiv angenommen und die dem nicht einmal daraus, unter den führenden 8ur. Aussteuer die Kleinigkeit Völkern den bisherigen Platz zu behaupten. Ich non. 165-Mlllwnen nut. Seit 1898 wird nun habe einmal Gelegenheit aebabt. einer Verlamm.
„strengen" Richters gewonnen, und jeder Advokat in Arkansas beugte sich vor seinen Entscheidungen. Seine Anordnungen wurden niemals von den höheren Gerichten umgestoßen. J.r | einem Urtheile fte^ er sich nie von feinen Empfindungen beein- ffuffen, sondern er stand stets auf dem Boden des Gesetzes, das er zu seinem Studium machte, und Niemand widersprach ihm.
Eines Tages wurde ihm ein Weib oorgeführt, das eines Vergehens schuldig war.
„Der Alte scheint heute hinfälliger zu fein, denn je", meinte ein Advokat, als der Richter feinen Platz einnahm, „ich kann nicht begreifen, wie fo ein alter Mann die Mühsalen eines Richters noch lange ertragen kann."
„Ich bin heute unwohl", sagte der Richter zu den Advokaten gewendet, „und ersuche Sie deshalb, alle Fälle, die Sie haben, so schnell und gut wie möglich zu erledigen."
Jeder sah, daß der greife Richter ungewöhnlich schwach war und Keiner dachte daran, die Verhandlungen unnöthig zu verlängern, denn alle Advokaten hatten ihn achten gelernt.
»Ist das die Frau?" fragte der Richter, „wer vertheidigt sie?"
„Ich habe keinen Vertheidiger, Euer Ehren", erwiderte das Weib. „Und ich glaube auch keinen nöthig zu haben, denn ich bin hier, meine Schuld zu gestehen .... Kein Mensch kann mich ver- theidigen", fuhr die Angeklagte fort und schaute den Richter mit eigenthümlichen Blicken an. „Ich
13. M müttWtüttolltllig 1900.
Bon unserem^Spezialkorrespondenten.
mir: „Ich kenne Dich nicht!" Mein Mann starb — ja er fluchte Gott und starb!. . . Heimath- los und elend zog ich mit meinem Kinde in die Welt. Mein Knabe kam im Elend um ... . Abermals schrieb ich meinem Vater, aber er erwiderte mir: „Ich kenne jene nicht, die meine Gebote mißachten!" Von da an sank ich von Stufe zu Stufe — und jetzt bin ich hier."
Mehrere Advokaten eilten auf sie zu. Eine rothe Fluth quoll von ihren Lippen. Sie lehnte ihr lebloses Haupt gegen den Stuhl zurück.
Der alte Friedensrichter saß starr und unbeweglich auf seinem Sessel.
„Großer Gott!" rief ein Advokat. „Er ist tobt!"
Die Angeklagte war seine Tochter.
X Fulda, 4. August.
„Sommerliche Stille" ist ja längst ein überwundener Begriff, aber so reich an Unwettern in der Politik wie in der Natur, wie der diesjährige Sommer, war denn doch wohl noch keiner seiner Vorgänger' Und zumal die letzten Tage brachten Sensation über Sensation. Voran steht natürlich, abgesehen von dem traurigen Ereignisse in Italien, der chinesische Krieg. Wie lange schwebte man in Ungewißheit über das Schicksal der Gesandten in Peking? Zuerst blieben alle Nachrichten aus, dann heißt es auf einmal: Sämmtliche Ausländer sind nieder- gemetzelt. Die chinesischen Würdenträger bestreiten es, behaupten es aber dann aus einmal selbst, um sich alsbald aufs neue zu widerrufen und abermals zu
’ s bie_@efanbten sind wohlbehalten und im, ~>v munu „r> uns am meinen vou nennt Ejungen aber das sind übrigens unsere eigenen hypernati
Als Abschreckungsmittel, als Mittel, den Chinesen einen heilsamen Schrecken einzujagen, war vielleicht auch nur jene Stelle in der letzten Rede des deutschen Kaisers in Bremerhaven gedacht, worm er die deutschen Truppen aufforderte, Pardon nicht zu geben, Gefangene nicht zu machen. Die Deutschen müßten sich wie einst die Hunnen — die auch be, den Chinesen in gefürchtetem Ansehen stehen - einen Namen machen, daß nach 1000 Jahren kein Chinese es wage, einen Deutschen auch nur scheel an- zusehen. Das Bemühen konservativer und einzelner natwnalliberaler Organe, dieser Rede einen anderen harmlosen Sinn zu geben, als habe der Kaiser nur d'-e deutschen Soldaten vor den grausamen' keinen
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27. Jahrgang.
I sächsische Ministerium nach längerem Zögern endlich den Bescheid gegeben, es wolle in Wechselburg einen katholischen Gottesdienst nicht nur für die Schloßbewohner gestatten — aber nicht in der Schloß- ^ki rch e! Das ist sicherlich höchst weise und — tolerant! | Sachsen-Koburg-Gotha hat durch den plötz- lichen Tod des Herzogs Alfred, bekanntlich eines Sohnes der englischen Königin, den Fürsten verloren, der vor 7 Jahren die Erbschaft des kinderlosen Herzogs Ernst, seines Oheims, angetreten hatte und nun wieder einen bis vor kurzem in England erzogenen Prinzen, seinen Neffen Karl Eduard von Albany das Erbe hinterläßt. Der letztere ist erst 16 Jahre “lt- „Bis zu seiner Großjährigkeit führt der Gemahl der ältesten Tochter des verstorbenen Herzogs, der I Erbprinz zu Hohenlohe-Langenberg die Regentschaft.
Größeres Aufsehen erregt die unerwartet in Italien eingetretene Nothwendigkeit eines Thronwechsels. Einem verabscheuungswürdigen, anar- chistisch en Verbrechen ist König Humbert
habe einmal Gelegenheit gehabt, einer Versammlung von gebildeten Franzosen zu sagen, daß ich sie keineswegs füc eine sterbende Nation halte, seitdem ich sie und ihr schönes Land kennen gelernt hätte. Ich selbst war überrascht über die maßlose Freude, welche diese Worte hervoniefen, und waren von einem Kompliment doch noch
bar, daß der Kaiser wirklich gemeint haben soll, die läge des Christenthums, wozu denn auck die Aus-1 «.«. , . -- -—
®«Mben JoKten wie die Hunnen Hausen und auch söhnung mit dem Papstthum notwendig gehören bald tlefer unter dern Straßenpflaster, Wehrlose schonungslos niederhauen. Denn gleichzeitig^"—^- a - > nab- h«n ffiptno.iif»» mitt.« s».* ai..:«
ermoljnt er sie ja auch, ihrem Namen als Christen Ehre zu machen! Wir können, wie gesagt, seine
I scharfen Worte nur als eine an die chinesische Adresse gerichtete Drohung ansehen, die allerdings besser U".l"blieben wäre, weil die Chinesen, zumal angesichts der Kommentare der deutschen Presse, sie ja
doch schwerlich ernst nehmen können, und weil sie auch leider der deutschfeindlichen Presse des Auslandes er- wünschten Anlaß geben, gegen Deutschland zu Hetzen. Es ist wohl sicher der allgemeine Eindruck in Deutschland, daß es mit dem Pardon jetzt genug und übergenug ist. Halten wir uns doch an die Goldwährung des Schweigens und — Handelns! Letzteres gilt freilich auch von den anderen Mächten, en™™™ Eifersüchteleien noch nicht so weit ge-. «.wpnuui Ivuroiges «ejoroerungstmttel • am Sil ÄS .“iT» 0 6 e H 26. 3uli -mrd- „le metropolitata”,
P-Iin« — die absolut notSmenMg ™'_ £“ ble ll..lergmndbahn, eröffnet, wenigstens in nehmen soll. einer Strecke von ca. 14 Kilometern. Das andere
Die den Mund bei uns am meisten voll nehmen, hoffentlich bald nach — wann, das weiß MetBen* 6nrtn«rftn"hrtfi»;“ «Tr"""" I """ ßud übrigens unsere eigenen yypernaiio- freilich bei französischen Verhältniffen niemand
Sina berniSä ' qSLL®eJantn f°Ae-n "®°ECr"' bic M nebenbei auch als kon- zu sagen. Auch die jetzt dem Verkehr übergebene S "1efJt-?ncn.? "$8oJer" in ^er fanatischen llnduld- Strecke kommt ja 3 Monate zu spät nach den -PNLSSSWi
d1e"neu?Äe8it- kisch°!Zeh^ dem di-I-Zsttllung ^öffntt^st?'Vs^hat'nich!
SB “SV deut chen und japanischen Ge- fessio ns schule bestellen2llfS & ,»ÄliKerie ^en ?'»' Warum? Als Hauptgrund wirb
r? 94 a?" ftnb' auf Mehrheit des Magistrats beschlossen. Die katholische angegeben, daß die Ausstellungsarbeiten alle Ar-!
Taae zuvo? S wenige und konservative Minderheit hat dagegen den Rekurs b«tSkräste in Anspruch genommen hätten, so daß
kanis^n «^»^bdU^.Depesche des am er i- an die Krersregierung ergriffen, und auch das Erz- die Bahn zu kurz kam.
War fi?ettoa®bo(fibä ÄESfia®/rklartworden! bischöfliche Ordinariat hat Protest ein- Gottlob aber, daß sie endlich da ist - ein- spruche ungelöst und so viele Behauptungen der konfessionelle Borertbum im - braßen verschwinden und zum anderen, j
chinesischen Großmandarinen vollkommen nnglaubwür- Triumphe. Auf die Eingabe des apostolischen Vikariats $ l?t®n i^tzt ein
hfl, daß man Wert davon entfernt sein muß, nun auf hat in der Wechselburger Anaeftaenhe das verlaß ist
einmal den Versicherungen dieser Herrn unbegrenztes ' u legenyeir oas | mäkin-n
Vertrauen entgegenzubringen und deswegen gar den Vormarsch auf Peking, wie Li-Hung-Tschang es bereits mit Dreistigkeit verlangte, einzustellen. Im Gegenthcil fordert ja auch der deutsche Geschäftsträger schnellen Entsatz, und die Lage der Gesandtschaften, falls sie heute noch stehen (vielleicht handelt es sich nur um einen Theil derselben), ist jedenfalls eine so kritische, daß nur schleunigste Hilfe sie retten kann. Dann müffen auch die Bedenken wegen der ungünstigen Jahreszeit — es herrscht noch bis Ende August die Regenzeit in China — schweigen. Von der Drohung, die Gesandten in Peking würden als Geiseln betrachtet und hätten den Tod zu gewär- ttgen, falls Peking angegriffen werde, können sich die Machte nicht einschüchtern lassen, das hieße vor der barbarischen Diplomatie der Chinesen kapituliren Uebrigens wäre es unseres Erachtens an der Zeit nunmehr auch die chinesischen Gesandten, die sich
eur°Wen usw. Hauptstädten befinden, rot een en m Äonia tiumberi
«..."LchLd'E d.?°dwhL’S 81äs. *■•».»e w« wirken.
Da» letzte Gericht.
Erzählung aus dem Leben.
Niemand konnte sich erinnern, den alten Friedensrichter Gripson lachen gesehen zu haben. Er war vor vielen Jahren, ehe die „Nordländer" in dem Staate za öominiren anfingen, nach Arkansas gekommen, und Jahr um Jahr behielt er durch den Willen der Wähler sein Amt. Die Advokaten, die in seinem Gerichte praklizirten, scherzten niemals mit ihm, da sie bald ein sahen, daß der Greis nicht aus seinem Ernste zu bringen war.
Jeden Morgen, gleichviel wie schlecht das Wetter auch sein mochte, nahm der alte Herr seinen Platz hinter den Schranken ein, die er mit eigenen Händen angefertigt hatte, und jeden Abend schloß er zur bestimmten Zeit seine Bücher und ging nach Hause. Niemand hatte jemals ein Privatgespräch mit ihm, da er mit Keinem reden wollte. Niemand kam in seine Wohnung, einer kleinen Hütte vor der Stadt, da er sich nie den Anschein gab, als ob ihm ein Besuch, selbst feiner Nachbarn, willkommen wäre.
Sein Amt hatte er nicht durch persönlichen Einfluß erhalten, denn niemals noch hatte er einen Wähler um eine Stimme gebeten. Zum ersten Mal wurde er nominirt und erwählt, weil er in einem Falle, in dem er als Schiedsrichter ausgerufen wurde, bedeutende juristische Fähigkeiten entwickelte. Er hatte bald den Ruf eines
Pardon gebenden Chinesen gewarnt, war natürlich I wie Caserio, Luccheni und Bressi erzeugen Da hilft I ntnh un »■ . . . .
Ein hohler, krampfhafter Husten erschütterte ihre Gestalt und wie vor Kalte schaudernd zog sie ihren alten, schwarzen Shawl enger um sich. Das Gesicht des Richters behielt seinen gewöhn- ihm, wie lechzte ich danach, mein Haupt an seine Udjen Ausdruck bei, nur seine Augenlider senkten Brust zu legen und seine Verzeihung zu erbitten . . . sich und er erhob sich auch nicht, als die Frau Mein Gatte ergab sich dem Trünke und mißhan« zu sprechen fortfuhr: „Wie gesagt, kein Mensch beite mich. Ich schrieb meinem Vater und bat kann mich veriheidigen. Ich bin bereits zu tief.......
in den Abgrund der Sünde versunken. Vor Jahren war ich ein Kind, auf das meine in Kentucky wohnenden Eltern ihre größte Hoffnung setzten. Ich wuchs heran und ward bewundert
u- ------- w yvjuucn.
Der Mordbube, der ihn erschoß, Angelo Bress-I wurde dazu erklärtermaßen durch keinen.anderen Beweggrund angetrieben, als durch den revolutionären Haß gegen alle Monarchien. Man spricht bereits von einer internationalen Verschwörung, der noch s"°hrere andere Fürsten zum Opfer fallen sollen. Möglich, daß es so ist. Jedenfalls hilft aber gegen alle solche Verbrechen nichts anderes als polizeiliche Wachsamkeit, und gerade daran scheint es in Monza gefehlt zu haben. Mit Ausnahmegesetzen läßt i „„ m - y- - —
sich da gar nichts machen, das sieht man gerade jetzt I er dahn gebaut. Sie soll in einer Ring, in Italien, das scharfe Gesetze gegen die Anarchisten *tme und mehreren Querlinien die ganze Stadt besitzt, die aber, wie der Augenschein lehrt, nichts ge- "-----
Holsen haben. Der wirthschaftlich und morosss^ leuchte und von Sr.Seginn an revomtonäre Boden Jungitaliens muß eben fort und fort solche Pflänzchen
für 0. p-rz-iier in Sul6a. ntif MnleHaÜungs -Anlage „AüuAnrle Sannlags-Aeilung"