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(Meral»: Die ein# palt. Garmond-^

mit Ilnkerhaküings -Aeikage „Zssusirirte Sonntags-Zeitung

M 172.

Jutöa, Montag, dm 30. Juli 1900.

G Weltpolitik.

die Tochter des Khmms.

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rasch wachsenden Industrie. So sehen wir denn auch je größer die wirthschaftliche Expanfions- kraft eine- Landes ist, dieses umso mehr in die allgemeine Weltpolitik hineingezogen, der sich 8an8 kein industrieller Staat entziehen kann.

Deutschland ist man nothgedrungen, keines­wegs (einzelne Schreier ausgenommen) mit Hurrah. stimmung dieser Entwickelung gefolgt, und der Antheil, den das amtliche Deutschland dann freiwillig genommen, ist eher ein bescheidener UEn im Verhältniß zu dem Range, den Deutschland hinsichtlich seiner Handels- und in. dustnellen Interessen in Ostasien einnimmt.

So stellt sich die Sache dar, wenn man sie ohne Voreingenommenheit betrachtet. Wir sind, wir wiederholen es, absolut keine Schwärmer für eme Politik des Ueberalldabeiseins, aber wir sind ehrlich genug, einzugestehen, daß sich einer all­gemeinen Entwickelung, die mit der Noth- wendigkett eines Naturgesetzes erfolgt, eine "le Deutschland, die vorab auch eine mdustnelle Großmacht ist, nicht entziehen kann. Das persönliche Eintreten des Kaisers für diese Weltpolitik beweist noch nicht, daß sie nur ein Produkt persönlicher Ansichten sei; diese mögen beschleunigend mttgewirkt haben, entscheidend waren I ste aber nicht, denn das entscheidende Moment liegt in der Entwickelung der Dinge an sich, nicht m der größeren oder geringeren Sympathie, mit welcher der Einzelne, und stände er auch noch so hoch, sie begrüßt. Wir unsererseits mögen immer­hin zu denjenigen gehören, die in diesem Falle die geringere Sympathie vertreten, aber vor der deutlichen Sprache der Thatsachen muß diese , verstummen, und alles Warnen und Klagen ist da wir doch schon mit beiden Füßen in der Weltpolitik mitten drinstehen.

Es schien uns an der Zeit, dies einmal klar heraus zu sagen, denn die nicht wegzuleugnenden Gefahren der Weltpolitik können dadurch, daß man sich ar stellt, als könne man diese überhaupt noch rückgängig machen, nur vergrößert werden Nur wenn man den Dingen fest und offen ins Auge sieht, kann man die Klippen, die dem Schiff der Weltpolitik drohen, rechtzeitig erkennen und vermelden. Statt sich in überflüssige Jeremiaden zu ergehen, sollte man also allseitig in Deutsch­land praktische Politik treiben, die Ziele unserer Ueberseepolitik klar ins Auge fassen und sich, insbesondere finanziell- und handelspolitisch, bei Zelten darauf einrichten. Folgen wir weder den überspannten „alldeutschen" Stürmern und Drängern, die thatsächlich Deutschland in alle mögllchen Abenteuer stürzen möchten, noch den kleinlichen und rückständigen Angstmeiern, die sich vergebllch mühen, das Rad der Zeit rückwärts zu drehen; der goldene Mittelweg ist auch hier

’ sowie Ersparnisse rauben, Weib und Kind schänden : und tobten und das Volk zur Wuth entflammen.

Spater schloffen sich diesen „Rebellen", wie die f v^osen die Vertheidiger von Spaniens Freiheit nannten auch die städtische Jugend und die Stu­dentenschaft an. Geheime Agenten schürten die über das ganze Land sich ausbreitende Verschwö­rung und reiche Großgrundbesitzer waren die Haupt­förderer derselben. In den altadeligen Schlöffern hatte die Verschwörung ihren Sitz, aber auch in der einsamen Gebirgshütte des Landmanns und in den versteckt liegenden Mühlen der Berge. 'Kühne Thaten vollführten diese Kämpfer für Spaniens Freiheit. Von den französischen Soldaten wurden sie am meisten von allen Feinden gehaßt und ge­fürchtet, denn Gnade und Barmherzigkeit wohnten nicht in ihren Herzen. Fielen sie in die Hände der Franzosen, dann vergalten diese Gleiches mit Gleichem und erschossen jeden Gefangenen.

In einer der einsamsten und düstersten Ge­birgsschluchten lag eine kleine Mühle, durch Felsen und Buschwerk derartig versteckt, daß man erst in der Nahe ihrer ansichtig wurde. Vor dem Häus- chen befand sich ein kleiner Hofraum und ein Gärtchen, in dem Hühner und Enten sich umher­trieben. Feurige südliche Blumen blühen in dem Garten und senden ihre Düfte zu dem tiefblauen Hrmmel empor. Ein von dem steilen, vielfach zer- iüfteten Felsen hinter dem Hause hernieder­brausender Vach treibt das Mühlrad, dessen Rauschen weit durch das einsame Thal klingt.

Pedro, der alte Müller, ist in der Mühle be- chäftigt; seine Tochter Manuela sitzt mit der Mutter vor dem Hause bei einer Arbeit.

Ihr schwarzes, reiches Haar fällt in sanften | j

, , , ®er ^"tsche Handelstag veranstaltet bei feinen Mitgliedern gegenwärtig eine Umfrage über die Errichtung einer Ausknuflssteire r s. auswärtige« Kauder in Deutfch- lont» Als Zweck einer solchen Stelle wird ge­dacht, den Gewerbetreibenden Auskunft zu geben darüber, was sie zur Anbahnung, Erhaltung und Erweiterung der geschäftlichen Beziehungen mit dem Auslande wiffen müssen.

* Im nächsten preußischen Etat ist wieder eine i Vermehrung der KewsröeInspeKtoren zu erwarten, weil das Thätigkeitsgebiet dieser Be­amten durch die Ausdehnung der Arbeiterschutzbe- timmungen auf die Werkstätten mit Motoren- betrieb erweitert worden ist, und eine Wieder-

>< Die landwirthschaftlichen Kreise seien auf die im Flugblatte Nr. 2 des Kaiserlichen Ge- flmdheltsamts vom August v. I. empfohlene Neiuiguug der Ietder vou D'ssauzenüvek- reste« »ach der Krute als wichtiges Schutz­mittel gegen Pflanzenschädiger besonders hinge- wiesen. Der Minister für Landwirthschaft, Do­mänen und Forsten hat den Landwirthschasts- kammern anheimgestellt, das Erforderliche zur Verbreitung dieses Flugblattes zu thun, und sich zugleich bereit erklärt, von dem fraglichen Flug­blatt auf Wunsch ;eine Anzahl Abdrücke zur Ver­fügung zu stellen.

, * Aachen, 28. Juli. Die Geschäftsflaue in der hiesigen Tuchindustrie droht immer mehr zu einer Kalamität auszuarten. Die Fabriken find durchweg so mangelhaft beschäftigt, daß einige Industrielle sich ernstlich mit dem Ge­danken tragen, den Betrieb auf einige Wochen ganj einzustellen, oder aber nur halbe

Se arbeiten zu lassen. Nach einer sachver­ständigen Schätzung sind über 1000 Webstühle eingezogen und die Zahl der Arbeitslosen noch weit größer. In einzelnen Fabriken stehen allein über 100 Stühle still. In der nächsten Zrit ist auch keine Besserung zu erwarten; eine solche steht erst mit Abgang der Herbst- und Winter- waare und den eingehenden Ordres für den Sommer — etwa im September — in Aussicht. — Die meisten Entlassungen kamen unter den Webern vor. aber auch alle anderen Textilarbeiter, besonders die Spinner, welche im Allgemeinen immer gut beschäftigt waren, wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Man erinnert sich eines solch ausgedehnten Brachliegens der Tuchindustrie seit einer langen Reihe von Jahren nicht mehr. Durch den Wechsrlstand der Wolle gingen für verschiedene hiesige Fabrikanten im Terminhandel enorme Summen verloren. Daß dieser beklagens- werthe Zustand nicht ohne Einwirkung auf den ganzen Geschäftsverkehr am Platze ist, braucht wohl kaum hinzugefügt zu werden, und eS wäre wohl zu wünschen, daß die Lage der Textil­industrie, der wichtigsten am Platze,.baldigst belebt würde.

,~.J^Hber blutigen, grausamen Leidenschaft des Sudlanders wird dieser Guerilla-Krieg geführt heroorgerufen durch die brutalen Thaten franzö­sischer Marodeure, welche den friedlichen Land­mann seine Hütte über dem Haupte anzünden,

Deutsches Deich.

Berlin, den 28. Juli.

-f- Unter den Vorlagen, die dem Ileichstage voraussichtlich in seiner nächsten Tagung zugehen l?llen, dürfte der neue Zolltarif das Haupt­interesse erregen. Wie die .Norddeutsche All- gcmeine Zeitung' mittheilt, werden die Arbeiten

Roman von O. Elster. ------- (Nachdruck verboten.) II. Theil.

Ausland.

* Amsterdam, 28. Juli. Das.Handels­blad' theilt heute mit, daß die gestern von ihm gebrachte Meldung von der bevorstehenden V er-

27. Jahrgang.

I bolung dieser Erweiterung bei der Neuregelung der hauslndustriellen Verhältnisse bevorsteht Eine Aenderung der preußischen Fabrikinspektorats- Orgamsation wird dagegen nicht geplant. Die Berichte der preußischen Gewerbe-Inspektoren für das Jahr 1899 sind noch immer nicht erschienen, während die Jahresberichte ihrer süddeutschen und mitteldeutschen Kollegen bereit» seit Monaten oor= legen. Die Verspätung ist zum Theil auf die Unterlassung des Aufsichtspersonals zurückzuführen. Man hat zwar die den Inspektoren s. Zt. über­tragene Dampfkessel-Revision diesen wieder ab- müssen, weil ihnen für ihre eigentliche Aufsichtsthatigkelt fast gar keine Zeit mehr übrig blieb, aber auch diese Entlastung ist bei der Ueber- bürdung der Beamten mit Schreibwerk rc. noch Nicht ausreichend. w

... Radikale Blätter kommen noch immer auf »tue Flage zurück, ob angesichts unseres Ein­greifens m China der deutsche Reichstag nicht

> emzuberufen wäre. Der Vorhalt, es könne sich bet einer etwaigen Einberufung des Reichstages doch nur um die Bewilligung der nothwendigen Mittel handeln, deren Höhe sei aber noch in letner Weise, auch nicht schätzungsweise zu über­sehen, gilt ihnen wenig, denn sie haben es mehr darauf abgesehen, daß im Reichstage Reden zum Fenster hmausgehalten werden über das Hjnein- ? treiben Deutschlands in die Weltpolitik, ja sie! scheinen eine förmliche Beschlußfassung des Reichstages über die Frage, ob wir Weltpolitik treiben sollen oder nicht, verlangen zu wollen.

Ob nun der Reichstag vielleicht demnächst doch emberufen wird, um eine runde Summe sur die Unternehmungen in Ostasien zu be­willigen, lassen wir dahingestellt; es könnte der Regierung selbst dies vielleicht als wünschens- wenh erscheinen, wenn die Kosten eine gewisse Höhe überschreiten, die sie selbst verantworten zu können glaubt. Unbequemlichkeiten durch den Reichstag braucht die Regierung in keinem Falle zu befürchten, denn der Reichstag wird ganz gewiß, anstatt der Regierung aka- demlsche Vor lesungen Über die Gefahren der Weltpolitik zu halten, im gegenwärtigen Augen- dlicke seine Aufgabe darin erblicken, unserer aus- wartigen Politik vor dem Auslande einen moralischen Rückhalt zu geben. Es wäre nicht nur unpatriolisch, sondern auch im höchsten Grade unklug, in einer so schwierigen Lage wie der gegenwärtigen - schwierig besonders für Dentichland — unserem Auswärtigen Amte noch Schwierigkeiten zu bereiten und seine Autorität vor dem Auslande dadurch zu untergraben, daß man den Anschein erweckt, als hätten unsere hinter sich Staatsmänner das deutsche Volk nicht K-Aber auch abgesehen von diesen naheliegenden Erwägungen haben Warnungen vor einer „Welt­politik" d. h. vor einer Politik, welche die nun

°l °°r honbenen deutschen Interessen in Jberfee,f$en Landern nachdrücklich zu wahren sich

b^e keinen praktischen Zweck mehr, "~ir selbst sind uns bewußt, niemals Freunde einer allzuweiten Ausdehnung unseres Überseeischen j -Jnteressentteises gewesen zu sein und insbesondere wor einer Politik der Abenteuer stets gewarnt zu haben. Daß unser Auswärtiges Amt Aben- teuerpolitik treibe, wirb aber niemand im ®rnft behaupten können; daß es aber Welt- Politik treibt, ist lediglich eine Folge der all­gemeinen wirthschafts- und verkehrspolitischen Entwickelung, die man im Hinblick auf das da­mit verbundene größere Risiko bedauern mag, die man aber mit den schönsten Leitartikeln, Reichs­tagsreden und Resolutionen nicht zu ändern ver-

Im letzten Grunde sind die technischen I°"schttttedaran schuld, welche die Überraschende ^^hrSentwlckelung unserer Zeit zur Folge hatten; diese rückte mit der Abkürzung und Veroiel- sattigung der Verbindungen die entferntesten Amikte des Erdballs immer näher an uns und . "nrte dafür unseren Handel, den Absatz unfern

11. Kapitel.

Europa lag vernichtet, im fchweigenden dumpfen Groll unter der Eiienfaust des korsischen Jmperato^. Nur ganz int Geheimen rüsteten ... Söffet zu dem Freiheitskampfe und bereiteten sich auf den Tag vor, welcher auf ^^düngter Wühlstatt das Schicksal Europas N^«-n sollte. Europa glich einem Vulkan, Z I °o.n seiner feurigen Thätigkeit und

^rociIen e,n seines, unterirdisches Brausen nernehmen läßt, von dem die Erd- j Oberfläche erzittert. Aber wie selbst über dem ru&enbett Vulkan eine Rauchwolke lagert, in der bte blutrothen Flammen drohend emporzüngeln so gab es auch in Europa ein Land, in dem feer Krieg fortwüthete und das Volk sich der eisernen, blutigen Faust eines Napoleon nicht kj^Em w°llte. Das war die Pyrenäenhalbinstl, die Penmsula, im fernen Süd das schöne Spanien l Seit Jahren schon durchtobte der ste glückliche Halbinsel. Portugal war !nÄ »^bneral Junot auf Befehl Bonapartes SIS ÄE x5troamcn besetzt, Spanien burch ben fdjanbhdjen Verrath von Bayonne £nb b,e Ernennung von Napoleons älterem

Joseph ru seinem Könige in Aufruhr S?' ble portugiesische und spanische Königs- <Ser rroot= ^trieben und die Pyrenäische Halbinsel wäre em Raub des korsischen Er- >

an dieser Vorlage gegenwärtig eifrig gefördert. Jn unterrichteten Kreisen wird angenommen, daß der ans der Bearbeitung des vorliegenden Ma. tenals heroorgehende Entwurf, der nicht bloS das Tarifschema, sondern auch die Zollsätze ent- halten wirb, noch im laufenden Jahre dem Bun- desrathe wird vorgelegt werden können, daß der Reichstag den Entwurf schon in Iben ersten

lnube nä$f*en Jahres wirb zu- gestellt erhalten können. Ferner wird sich der Entwurf betreffend die privaten Versiche- rungs-Unternehmungen unter den ersten dem Reichstage zugehenden Vorlagen befinden. An dem zweiten Versicherungsgesetz, der No­velle zur Kranken-Versicherung, wird gegenwärtig von den zuständigen Reichs-Verwal- tungsstellen eifrig gearbeitet. Die dafür nötigen Vorarbeiten dürsten sich noch rechtzeitig beendigen süssen, um die für die nächste Reichstags-Session m Aussicht gestellte Vorlage auch einbringen zu Snnen Ob die in Arbeit befindliche Umgestal- tung ber Militär-PensionSgefetzgebung em schon für bte nächste Tagung positives Er- «ebntß zeitigen wird, bleibt abzuwarten. Dagegen darf -s als ziemlich wahrscheinlich angesehen verden, daß das Reichs-Justizamt mit dem Ur- jeber und mit dem Verlagsrechts-Ent­wurf vor die gesetzgebenden Faktoren des Reichs­tages treten kann. Das Reichsschatzamt dürfte abgesehen von dem Zolltarifgesetz-Entwurf, an bEts in erster Linie betheiligt ist, und dem ReichShauShaltsetat von 1901 auch nock mit dem oder jenem Gesetz-Entwurf bei den dem Reichstag gi machenden Vorlagen vertreten fein. Als ziemlich über barf wohl angesehen werden, daß der Reichstag mit einem Schaumwein-Steu-r-

Gesehentwurf besaßt werben wird, ber bei ben lebten Steuer-Berathungen des Reichstages m Aussicht gestellt wurde. Jedenfalls ist schon us diesen Aufzahlungen, die keineswegs ein voll- anbigeS J3ilb der Vorlagen geben, zu ersehen, boß der Reichstag auch in ferner nächsten Tagung ein reichliches Arbeits-Material zu erledigen haben wird. 8

t Wellenlinien auf die entblößte Schulter herab, von der das weiße Hemd bis zur Achsel niedergefallen ist. Träumerisch blicken die großen, dunklen Augen unter den langen, schwarzen Wimpern hervor und schweifen durch das stille, einsame Thal, über dem der Sommertag heißbrütend ruht. Nichts regt sich in dem nahen Walde; kein Lüstchen, kein Blättchen ~ nur hoch oben am wolkenlosen, blauen Himmel schwebt auf regungslosen Fittigen ein Geier und späht nieder in die Tiefe ber Waldschlucht.

Des schönen Mädchens Hände sinken nieder.

„Wo nur Manso bleibt?" fragt sie. „Wenn er nur nicht den herumflreisenden Soldaten in die Hände gefallen ist!"

„Manso ist klug und vorsichtig", entgegnete die Alte. „Er kennt alle Schleichwege des Ge­birges. Heute früh ist er mit dem Maulthier zur Stadt geritten, vor Mittag kann er nicht zurück

Wieder eine Pause, in ber man nur das leichte । Geräusch der langen Häkelnadeln der beiden Frauen hört.

„Ich wollte, Manso wäre erst wieder zurück" seufzte Manuela.

„Weshalb? Bist Du auf einmal so furcht­sam ?"

»Ich fürchte mich nicht", entgegnete das Mäd­chen stolz. „Aber für Euch fürchte ich, Mutter. Denn als ich vorhin im Walde war, sah ich fran­zösische Soldaten in ber Ferne."

„Sie werden unsere Mühle nicht finden. Wenn sie aber kommen, bann könnte auch Dein Bruder nichts nützen. Wir müssen sie verpflegen, — bann ziehen sie weiter."

oberers geworden, wenn sich nicht England, damals der letzte Hort ber europäischen Freiheit, des unglücklichen Landes angenommen unb unter dem General Sir Arthur Wellington eine Armee in Portugal gelandet hätte. Durch den Sieg von Talavera gelang es auch dem englischen Feldherrn, Portugal von den Franzosen zu be­freien, aber weiter in Spanien einzudringen oer- mochte Wellington nicht, ehe er nicht Verstärkungen aus England erhielt.

Diese Verstärkungen erwartete das englisch- 6cer in ber befestigten Stellung von Torres Bedras an ber Grenze Portugals. Drei hintereinander liegende befestigte Reihen bildete diese Stellung, welche sich vom Toja-Fluß bis zur See erstreckte. 30,000 Mann mit 247 Kanonen ®er.cl,ntSte Wellington in dieser großartigen Ver- theldlgungsstellung, denen der Marschall Massen« I mit drei Armeekorps unter den Generälen Regnier, Ney und Juuot gegenüberstand.

Die Armee Wellingtons bestand aus britischen Regimentern, einen Theil der deutsch-englischen Legion und einem portugiesischen Korps.

Aber in den Schluchten und Thälern des Ge­birges sammelten sich die Bewohner der Wälder die Förster und Waldarbeiter, die Landleute und Bauern, Greise unb Männer, Jünglinge und Knaben und führen auf eigene Faust einen Ver­nichtungskrieg gegen die französischen Fremdlinge und Unterdrücker.

. ft sucht die Marineoerwal-

Wer tarbeiter. Man könnte daraus aus die Absicht, dort eme Kriegswerft zu bauen, Mußen Dies ist aber nach der,Post' unrichtig. Es handelt sich nur um die Einrichtung einer Reparatur-Werkstätte für Kriegsschiffe, Ar- bllerie- und Gemematerial. Die Errichtung einer Werft-Anlage soll der Privat-Jndustrie überlassen

Erscheint »glich, m. Ausnahme der Sonn- und Feier­tage. BierteljShrl. §e,ug,,rri, »hneBringrrlohn und Bestellgeld in Fulda und aus­wärts 1R.5V Pf.

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