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mit Zlnierhaktungs -Beilage „Zssustrirte Sonntags-Zeitung"
JVa 171.
JuLöa, Samstag den 28. Juli 1900.
27. Jahrgang.
verantwortlich: Für die Ketatfion Jof. Sann, für Jnferaie J. Parzelle» in Fulda.
Drink und Verlag der Fuldaer Actiendruckeret pelersgah'e tl«. 2 (Sarmonies.
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D^Zweites WLatt
Papst seinen dritten
es sich nur um
einmal um ein
Römische Briefe.
Gestern machte der Jubiläums besuch in
! von Persien. Am Dienstag der tieraufgegangenen Woche war der Schah in Petersburg angekommen. Nach einem Besuche von sechs Tagen hat er sich am letzten Montag vom russischen Kaiserpaare wieder verabschiedet, um die Reise nach Paris anzutreten. Der [ Schah fuhr mit der Eisenbahn von Petersburg über Warschau und Deutschland. Später wird er auch, wie bekannt, einen förmlichen Besuch am Berliner Kaiserhofe machen.
Das fleißigste aller deutschen Parlamente, der bayerische Landtag, hat nun auch seine Pforten geschlossen. Von vielen Seiten hat man dieser Parlamentstagung deswegen ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet, weil zum ersten Mal wieder nach längerer Zeit das Centrum an sich eine Mehrheit in der bayerischen Kammer hatte. Das Centrum aber kann mit Befriedigung auf die abgelaufene Kammertagung zurückblicken; und es hat seinen zahlreichen Gegnern nicht die Freude gemacht, durch die Herrschaft im Parlamente zu Uebereilungen sich hinreißen zu lassen. Es hat kluge Politik gemacht, und seine Wähler werden vollauf mit ihm zufrieden sein.
Ein hervorragender Parlamentarier der Centrumspartei ist durch eine hohe Auszeichnung geehrt worden: Graf von Ballestrem, der Präsident des deutschen Reichstags, hat den Charakter als Wirklicher Geheimer Rath mit dem Titel Excellenz erhalten. Das ist dieselbe Auszeichnung, die auch seinem Vorgänger zu Theil wurde, dem konservativen Abg. Dr- v. Levetzew, nachdem dieser längere Zeit Präsident des deutschen Reichstages gewesen war. Immerhin ist diese Auszeichnung nicht ohne Bedeutung. Vielleicht hat die ,Post' recht, wenn sie daraus schließt, Kanalgegnerschaft werde von „oben" nicht mehr übel genommen. Graf Ballestrem hatte im vorigen Jahre im preußischen Abgeordnetenhause eine Rede gehalten, die nicht mit Unrecht als die schärfste aller kanalgegnerischen Reden bezeichnet wurde. Auf der andern Seite ist die Leitung der Reichstagsgeschäfte durch ihn so hervorragend, daß das Unterbleiben der Auszeichnung wie eine absichtliche Kränkung ausgesehen hätte.
In Oesterreich ist wieder einmal ein Offizier das Opfer einer katholischen Ueber-
Steinhuber. Der Segen wurde vom Titularerz- bischof de Neckere ertheilt. — Eine gestern im Stadttheil Trastevere abgehaltene Prozession verlief ohne die geringste Störung. Ein bekannter römischer Kaufmann folgte barfuß, eine schwere Kerze tragend.
Fast alle Blätter beschweren sich über die
In Betreff des in Rom in den Tagen vom 5.-7. September stattfindenden in ter» nationalenKongresses katholischerStu- denten wurden neuerdings nachfolgende Bestimmungen getroffen:
Alle Referate, die auf dem Kongreß zur Mittheilung gelangen sollen, müssen bis zum 20. August eingereicht sein und zwar in detail- lirtem Auszug, wenn ein Referent vorhanden ist, welcher persönlich vorträgt; vollständig dagegen, falls dies nicht der Fall ist. Die Zeit bis zum 5. September dient der Uedersetzung der Referate in die Kongreßsprachen als Vorbereitung für die Sektionsberathungen. Für die Anmeldungen gilt Folgendes: Anmeldungen zum Kongreß allein (ohne Betheiligung am Pilgerzuge) werden bis zum 5. September angenommen; die Anmeldungen zum Pilgerzuge dagegen schließen am 1. August. Offiziellen Vertretern von Korporationen, die sich erst nach dem 1. August melden können, wird das Kongreß-Komitee die Reise mit den Gruppen und die betreffenden Vergünstigungen auch dann noch erwirken.
Die Adresse für alle Anfragen ist: Stud. phys. de Rossi, Rom, Via Lucrezia Caro 51.
Bei dem am vorigen Sonntage stattgehabten Emstfang der römischen Vereine unterhielt der hl. Vater sich in besonders freundlicher Weise mit dem Vorsitzenden des hiesigen Universttäts- zirkels und sprach wiederholt feine Freude über den beoorstehenden Srudentenkongreß aus, welchem er seinen vollen Schutz und Hilfe zusagte. — Ein Brief Leos XIII. an den Kardinalvikar ordnet Gottesdienst und Gebete für den Frieden in China an.
Am Donnerstag ist das aus 2 Bataillonen und etwas Artillerie bestehende Expeditionskorps von Neapel aus abgefahren. Der König hatte ich eigens dazu nach Neapel begeben. Es herrschte nicht nur großer Enthusiasmus, sondern auf echt neapolitanische Weise, eine Art patrio- isches Delirium. Dte jungen Rekruten wurden wie siegreich keimkehrende Triumphatoren geeiert und ihre etwaigen zukünftigen Heldenthaten ebenfalls.
Die Angelegenheit derUebernahme des Protektorats seitens Deutschlands über seine eigenen Missionare in China hat die Ver- anlaffung zu heftigen Zeitungsangriffen gegen die deutsche Politik gegeben. Uebrigens müssen auch die ftanzosenfreundlichsten Blätter zugeben, daß das alte traditionelle Protektorat Frankreichs unter der gegenwärtigen Regierung der Republik gleich Null ist, denn das moderne Frankreich verfolgt eher die Kirche, anstatt sie zu schützen.
□ Rom, 22. Juli 1900.
Mit dem gestrigen Tage ist die Hauptstadt Italiens in die „tobte Saison" etngetreten, denn der königliche Hof hat Rom verlassen und ist nach dem staubfreien, kühleren Monza übergesiedelt. Alles, was irgendwie kann, flieht
Kam der Arzt für freiwillig gelüstete Hilfe Honorar mlmgm?
Bon Arthur Brückmann.
------ (Nachdruck verboten.)
Das menschliche Leben bringt es mit sich, daß der Kreis unserer Geschäfte, — sei es, daß wir um unserer Vortheile willen, sei es, daß wir in Nothlage uns entfernten, — in der einen oder anderen Hinsicht, manchmal auch vollständig verlassen liegt. Die Rechtsordnung fand hier erst allmählich und in schwerem Ringen das .Hilfsmittel der Stellvertretung, das uns j estattet, durch Beauftragung eines Fremden mseren Willen wenigstens mittelbar auch da durchzusetzen, wo unser körperliches Ich nicht weilen kann. Wie aber, wenn uns die Buntheit und Mannigfaltigkeit des Lebens nicht einmal Zeit und Möglichkeit gewährt, einen Stellvertreter zu bestellen? Wie auch, wenn Ereignisse uns betreffen, von denen wir nichts wissen noch ahnen, die aber eine Wahrnahme der durch sie eschaffenen Sachlage für uns dringend erfordere ch machen? — Hier haben schon die römischen Juristen in einer in vielen Beziehungen für alle Seiten mustergiltigen Weise die maßgebenden Prinzipien entwickelt, die sich zu dem Institut er „Geschäftsführung ohne Auftrag" verdichteten. Diese liegt dann vor, wenn sich Jemand, ohne
letzt: m Hellem Zorne" hät"er "sein ' Am? als'Oberbefehlshaber des serbischen Heeres niedergelegt. Dem jungen König aber wird es schwer, ein neues Ministerium zu bilden. Vielleicht ist der Tag nicht mehr fern, an dem die Frage am politischen Horizonte auftaucht: wer bekommt nun das Königreich Serbien ?
Deutsches Keich.
Berlin, den 27. Juli.
□ Krankenkasse« «nd Ilnfassverstche- rttttg. In der scharfen, größtentheils übertriebenen Kritik, welche die sozialdemokratische Presse an dem neuen Unfallversicherungsgesetz geübt hat, wurde es u. a. auch als Ungerechtigkeit bezeichnet, daß die Krankenkassen für alle Unfälle, die innerhalb 13 Wochen zur Heilung gebracht werden, allein die Kosten tragen müßten. Bekanntlich tritt ja die von der Berufsgenoffenschaft zu gewährende Unsallentschädi- gung erst nach 13 Wochen ein, und vorher nach dem neuen Gesetz nur dann, wenn das Heilverfahren schon beendigt ist, die Krankenkasse also keine Unterstützung mehr gewährt, aber noch eine voraussichtlich über die 13. Woche hinaus dauernde Erwerbsunfähigkeit zurückbleibt. Allerdings ist die Berufsgenossenschaft berechtigt, aber nicht gezwungen, in allen Fällen einzutreten, sobald die Krankenkasse ihre Leistungen einstellt, die Erwerbsunfähigkeit aber noch nicht behoben ist. Jedenfalls bleibt es also dabei, daß einen Theil der Kosten, die ein Unfall verursacht, endgiltig die Krankenkassen zu tragen haben, zu deren Kosten die Arbeiter zwei Drittel beizusteuern haben. Einerseits hat das eine gewisse Berechtigung; denn ein großer Theil der Unfälle wird zweifellos durch die Schuld oder wenigstens durch die Mitschuld der Arbeiter verursacht, und so wird durch die vorläufige Belastung der Krankenkassen die Mitverantwortung der Arbeiter zum Ausdruck gebracht. Andererseits darf allerdings die Belastung der Krankenkassen nicht zu weitgehend fein. Daher ist auch das Centrum anläßlich der 1896er Novelle zum Unfallversicherungsgesetz dafür eingetreten, daß die Kosten, welche die Krankenkassen von der 5.—13. Woche aufwenden, diesen von der betreffenden Berufsgenoffenschast zu erstatten seien; damals wurde diese Forderung in der Kommisfionsberathung auch durchaesetzt. Sie bildete jedoch einen der Hauptpunkte, weshalb die Regierung die damaligen Kommissions- beschlüfle für unannehmbar erklärte, vor allem, weil sie daraus eine allzu große Belastung der Verwaltung befürchtete. Das Centrum hat daher bei der kürzlich vollendeten Reform der Unfallversicherung im Interesse der Arbeiter diese Forderung nicht erhoben, um nicht das ganze neue Gesetz zu gefährden und einstweilen wenigstens andere wichtige Verbesserungen zu erreichen. — Uebrigens ist es doch etwas übertrieben, wenn hier und da sozialdemokratische Blätter schreiben, die Rr&ntentaffen müßten in den meisten Fällen zu Gunsten der Unternehmer die Kosten tragen. Allerdings werden die meisten Unfälle innerhalb 13 Wochen vollständig geheilt und verursachen also nur den Krankenkassen Kosten. Anders jedoch stellt sich das Verhältniß, wenn man die Höhe der Unfallkosten in Betracht zieht; diese erwachsen vor allem aus den großen Unfällen, die den Tod ober eine dauernde Invalidität zur Folge haben. Hierfür aber tritt nach 13 Wochen, nach dem neuen Gesetz eoent. schon früher, die Berufsgenossenschaft der Arbeitgeber allein ein. So Silben bie Kosten, welche von ben Arbeitern durch die Krankenkassen getragen werden, blos etwa 11 pCt. der Gesammtkosten der Unfall- verfickerung, während von den Arbeitgebern 89 pCt. aufgebracht werden.
Mängel, welche sich bei der Einschiffung der nach China bestimmten Truppen herausgestellt haben. Sie fügen hinzu, daß es sich nur um einige Hunderte gehandelt habe und fragen, wie es werden solle, wenn es sich Armeekorps handeln würde.
. . ber Peterskirche. Unter den 20 ihn begleitenden Kardinalen befand sich wiederum unser hochw. Landsmann Kardinal
die glühende, römische Atmosphäre und mit jedem Tage bevölkern sich mehr und mehr die um Rom gelegenen Sommerfrischen. Auch Papst Leo XIII. wird in den nächsten Tagen sein kleines Sommer- Hänschen im alten Thurm Leo's IV. an der leont- nischen Stadtmauer beziehen, welches auf einer Anhöye im vatikanischen Garten liegt. Der alte tausendjährige Thurm selbst ist s. Z. durch den päpstlichen Hof-Baurath Grafen Vespignani restaurirt und bildet jetzt einen kreisrunden Salon, dessen Inneres mit kostbaren Malereien dekorativer Art von unserem Landsmanne, dem päpstl. Gal- leriedirektor, Pros. Seitz geschmückt worden. In einer der 3—4 Meter liefen Fensternischen steht der Schreibtisch des Papstes, in einer anderen das Ruhebett und ein bequemer Lehnstuhl, auf welchem der hl. Vater sein Nachmittagsschläfchen zu halten pflegt. Seine Heiligkeit begibt sich in der Regel gegen 10 Uhr Vormittags zu Wagen dorthin un kehrt erst mit Eintritt der Dämmerung in den Vatikan zurück. Zwei Nobelgardisten, einige Kämmerer, sein Geheimschreiber Angeli, sowie der erprobte Kammerdiener Pio Centra und das Küchenpersonal bilden die einzige Begleitung und Umgebung des Papstes. Selten kommt ein Kardina oder ein Prälat in diese ländliche Einsamkeit Leo's XIII., nur der Staatssekretär oder ein besonderer Vertrauter wird öfter in diese Sommerfrische berufen.
Wochen-Rundschau.
(Nachdruck verboten^
X Fulda, 28. Juli.
Die chinesischen Gesandten geben sich alle erdenkliche Mühe, die Lage zu verwirren. Die Chinesen sind vollkommen im klaren darüber, daß sie den einigen Mächten nicht den geringsten Widerstand auf die Dauer entgegensetzen können. Sie können nur Glück haben gegen die uneinigen Mächte, und sie scheuen keine Mittel, um solche Uneinigkeit unter den Mächten zu erzeugen. Dazu gehört vor allen Dingen die Behauptung, die fremden Gesandten und die Europäer überhaupt feien in Peking gar nicht ermordet worden. Die Vertreter Chinas versichern vielmehr mit allem Ernste, alle Europäer, ausgenommen der deutsche Gesandte Freiherr von Ketteler, seien am Leben und in Sicherheit. Der Hof habe wieder das Uebergewicht über die Boxer in Peking erhalten, Freiherr von Ketteler sei nur das Opfer eines augenblicklichen Volksfanatismus geworden und so weiter und so weiter. Man muß es den bezopften Herren lassen, daß sie ihre Sache ganz geschickt anfangen: sie haben es dahin gebracht, daß die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ihren Darstellungen Glauben schenkt, ober sie wenigstens nicht ohne weiteres von der Hand weist. In Berlin, Paris und London hält man die ganze Geschichte für nichts Anderes als eine neue Auflage des Schwindels von 1860. Auch damals war eine Anzahl von Europäern in Peking gefangen und von jedem Verkehr mit der Außenwelt abgeschnitten. Auch damals be- theuerte die chinesische Regierung unausgesetzt, sie seien am Leben und in Sicherheit. Als dann aber später bie siegreichen englischen und französischen Truppen in Peking einzogen, fand man, daß die Hälfte der Europäer umgebracht worden war. Nun ist es freilich amtlich noch nicht erwiesen, daß diesmal alle Europäer in Peking massakrirt worden sind. Aber die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die Schilderungen ber Wahrheit entsprechen; und auf feinen Fall darf man den Versicherungen der Leute trauen, die sich chinesische Diplomaten nennen. Es würde die allergrößte Thorheit sein, das zu thun, und würde sich ohne Zweifel schwer rächen. In Deutschland und England ist man nunmehr endlich dazu gekommen, die Waffenausfuhr nach China zu verhindern; das hätte allgemein schon früher geschehen sollen.
Die erste internationale Frage ist die, welche Nation den Oberbefehlshaber stellen soll für die Truppen der Vereinigten Mächte in China. Nach einer Pariser Meldung soll am meisten Aussicht auf Verwirklichung der Vorschlag haben, ein englischer Oberbefehlshaber solle für die Flotte eingesetzt werden, Kaiser Wilhelm aber solle den Befehlshaber für die Landtruppen bestimmen. Die Unterhandlungen darüber sind augenscheinlich noch nicht abgeschlossen. Rußland hat sich inzwischen zu einem energischen Schritte entschlossen: alle russischen Truppen in Asien haben die Mobilmachungs-Ordre erhalten. Zunächst hat die Entwickelung der Dinge in China dadurch eine andere Wendung erhalten, daß Tientsin nunmehr vollkommen in den Händen der Truppen der Vereinigten Mächte ist. Leider scheinen einige Bestandtheile dieser Letzteren nach der Eroberung der Chinesenstadt verschiedene Ausschreitungen begangen zu haben; namentlich die englischen Soldaten scheinen so etwas tote eine regelrechte Plünderung ins Werk gesetzt zu haben. Genaue Nachrichten darüber liegen noch nicht vor.
zeugung geworden: Marchese Vacoli. Dieser hatte mit vollem Rechte einen andern Offizier deswegen getadelt, weil der Letztere ehrenrührige Aeuße- rnngen gegen ein Erzherzog, also gegen ein Mitglied des kaiserlichen Hauses gethau hatte. Der getadelte Offizier beschimpfte darauf den Marchese Tacoli durch gröblichste Beleidigungen, und der Marchese übergab die Sache zwei anderen Offizieren zur weitern Behandlung, ohne ein Wort von einem Duell zu sagen Die beiden Kameraden setzten aber einen Zweikampf unter scharfen Bedingungen fest, worauf Marchese Tacoli seinen Auftrag zurückzog. Die Folge davon war, daß auf Veranlassung des Regimentskommandeurs eine Untersuchung wegen „Feigheit" gegen ben Marchese eingeleitet wurde, die damit ausging, daß derselbe seiner Charge für verlustig erklärt wurde! Es wird allerhöchste Zeit, daß mit dieser Unsitte aufgeräumt und den Staatsgesetzen auch unter den Offizieren Geltung verschafft werde — ganz abgesehen davon, daß ja kein Katholik, der etwas hält auf seine Kirche und ihre Gebote, Offizier sein kann, wenn solche Unsitten im Heere aufrecht erhalten bleiben. Und das geschieht in dem „katholischen Oesterreich!" Das österreichische Abgeordnetenhaus wird nicht aufgelöst — das scheint das Ergebniß einer Unterredung zu sein, die Ministerpräsident von Koerber in Ischl mit dem Kaiser Franz Joseph hatte. Wahrscheinlich soll im Herbste, wenn der Reichsrath wieder beisammen sein wird, von neuem an die beiden streitenden Parteien der Anruf ergehen zur Verständigung — an die Deutschen und an die Tschechen. Die Ausdauer der Regierung ist anzuer- "Wer noch immer nicht glauben wollte dak man I !ennen- ®8 'st nur die große Frage, ob diese Aases nicht nur mit chinesischen „Rebellen" 'sondern mit a“$ ~en gewünschten Erfolg haben wird. Andern Staate China selbst zu thun'hat der kann gebtt$. £>err üon Koerber beabsichtigen, bereits in sich nun vom Gegentheil überzeugen durch den früheren bert. näc^ten Tagen mit einzelnen Parteiführern in Briefw echsel zwischen den Kaifern von vertrauliche Unterhandlungen zu treten.
China und von Japan. Die Veröffentlichuna ist I m bedeutungsvoller Regierungswechsel ist in von Japan ausgegangen und wirft ein Helles Lickt ^ufm an,en im Werke: dort soll ein konservativer auf die wahre Gesinnung der Chinesen • im Derbste Zusammenschluß stattfinden und ein neues Kabinet des vorigen Jahres hat die Regierung von China »ntrer $errn Garf) gebildet werden, der der „jung- einen besonderen Gesandten an den Hof des iavaniscken t°uservatlven" Richtung angehört und eine dreibund- Kaisers geschickt, und dieser Gesandte hat einen Brief freundliche Politik treibt. Zuletzt waren.die Altkon- des Kaisers von China überbracht, worin dieser den KL, am Ruder, die wesentlich Werth auf den Abschluß eines geheimen Vertrages vorschlägt mit dem AÄ -o» , Rußland legen. Die Besserung des Ver- Endziele, jeden europäischen oder amerikanischen Ein- %Iln!Üe? Rußland und Oesterreich scheint fluß gemeinsam abzuthun und alle Fremden in China Äa ent beigetragen zu haben zur gegenseitigen und in Japan gleichzeitig niederzumetzeln. China und ber bctben konservativen Richtungen in
2^b^ sollen dann das ganze Ostasien von Birma .
bis Sibirien unter sich theilen! Die Javaner wissen r. t lunge König Alexander von Serbien besser, daß solche Sachen nicht mehr in ber Macktder unversehens mit Frau Draga Maschin gelben Rasse stehen, auch toeun tiefe ?icb $u einer ae= Ä ^hn Jahre älteren Wittwe aus dem
schlosienen Gesammtheit zusammeuthut Und so hat wr’ a ‘ ^atcer 3RtIan steht dadurch alle feine der Kaiser von Japan das freundliche Anerbieten Pl?ne -u6etr „ben §oufen geworfen und ist einfach höflichst aber entschieden dankend^abgelchnt! r
a atI ^t seine Nordlandsreise ganz
erheblich nut Rücksicht auf die chinesischen Verwicke- lungen abgekürzt und ist schon am 25. Juli wieder tn Deutschland eingetroffen. Ihn trieb der Wunsch d'e für Ostasien besttmmten Truppen persönlich zu verabschieden Reichskanzler Fürst Hohenlohe w-llt fick mehreren Tagen wieder in Berlin. Nach ferner Rückkehr ist Staatssekretär Gras Posa- dowsky abgereist, um ben längst angekündigten Be- such tn Pans zu machen. Bei dieser Gelegenheit hat Stvatssettetar dem Präsidenten der Republik einen einstulidlgen Besuch gemacht und hat an einer Flotten- schau,m Kriegshafen von Cherbourg an Bord des Postdampfers „Tourraine" theilgenommen. In Paris .st m diesen Tagen auch ein fürstlicher Gast zim Besichtigung der Ausstellung eingetroffen: Der Schah