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Fuldaer

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27. Jahrgang.

Iutöa, Donnerstag, den 26. Juli 1900.

J2169.

Nir Tochter des Khrmms

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Und die rampfeSmuthigen, ledernden Blicke

Erscheint »glich, m-Ausnahme der Soml- unb Fei«- tage.Vierteljthrl.

Dann erschien ein Aufruf des Kapitän von Helmholtz an die Fischer, welche ihre Boote zur Heberfahrt der Truppen herleihen wollten, und fast Niemand schloß sich aus. In den Nach­mittagsstunden schon sammelte sich eine zahl­reiche Flotte von Fischerbooten, Schaluppen, Kuttern und Kähnen in dem Hafen von Helgo- land, die sich dem Kapitän von Helmholtz zur Verfügung stellten.

Luch Berendt Prigge hatte seinen Segelkutter bereit gestellt. In ihm wollte Kapitän von Helmholtz fahren und mit ihm Hans Heinrich Allerkamp und Gesine.

Gegen Abend lichteten die Boote die Segel. Man mußte die Nacht zur Fahrt benrchen, um den an der Mündung der Elbe und Weser

für solche Beamten, zu deren Hauptaufgaben es gehört, den LebenSverhältniffen der Arbeiter em aufmerksames Auge zu widmen und im Bedarfs­fälle für ihr Wohl in die Schranken zu treten.

Aber nicht alle siebzehn sächsische Fabrik­inspektoren stehen auf diesem Standpunkte öder Lässigkeit. Mehrere von ihnen befürworten eine größere Ruhezeit für die Frauen, die in den Fabriken arbeiten, dadurch zu erreichen, daß man ihnen die Mittagspause verlängert und ihnen einen früher« Arbeitsschluß gewährt, den letzter« vor allen Dingen am letzten Tage in der Woche, am Samstag.

Am eingehendsten und am verständigsten wird die Frage von dem Gewerbe-Inspektor in Plauen behandelt. In diesem Berichte wird der Sache auf den Grund gegangen und auch die sehr bedeutsame Frage beantwortet, woher es denn kommt, daß in vielen Arbeiterfamilien der Lohn des Mannes nicht zum nothwendigen Lebensunterhalte ausreicht, obwohl die Familie nur wenige Köpfe zählt. Das kommt davon her, daß viele Arbeiterfrauen nicht ihre Wirth- schäft zu führen verstehen. In steigendem Maße wenden sich die jungen Mädchen — und zwar überall gleichmäßig in allen Theilen des Reiches! — von der häuslichen Arbeit, von der Beschäftigung als häusliche Dienstboten ab und der Fabrikarbeit zu, und die unausbleibliche Folge davon ist die, daß sie dann der Führung der eigenen Häuslichkeit vollkommene- Hn° verständniß entgegenbringen. Deswegen be­fürwortet der Gewerbeinspektor nicht allein die Einführung längerer Arbeitspausen sür die Frauen, die in den Fabriken arbeiten; er tritt außerdem ein für die Einrichtung von Fort­bildungsschulen sür Mädchen, die diese bis zum 16. Lebensjahre zu besuchen haben würden, um Unterricht in Gegenständen des Haushaltes zu erhalten, auch im Kochen, wenn das zu ermöglichen sein sollte.

Diese Vorschläge find der Beachtung äußerst werth und fallen hoffentlich nicht auf unfrucht­baren Boden. Nur wenn man in solcher zwei­fachen Weise bessernd eingreift, kann man mit der Zeit wirklich ein wenig bett schweren Hebel» ständen abhelfen, die die Fabrikarbeit der Frauen im Gefolge hat. Ein zieldewußter Sozialreformer sollte aber niemals für die fernere Zukunft den höheren Gesichtspunkt aus dem Auge verlieren, daß es am allerbesten sein würde, wenn die Frau aus der Fabrik wieder entfernt und gänzlich wieder ihrer Familie und häuslichen Arbeiten zugeführt werden könnte.

Stadt, namentlich in der Nähe des kleinen Hafens, lagerte das schwarze Korps, erschöpft und ermattet von den anstrengenden Märschen und Gefechten der letzten Wochen, aber ftohen, ungebrochenen Muthes der Zukunft entgegensetzend.

»Margen srüh geht es auf Kähnen und

schwülen Augusttage ein bewegtes Bild kriegerischen Lebens. Auf den Gassen und den Plätzen der

kreuzenden dänischen Kriegsschiffen zu entgehen. Ei« srifcher Ostwind fiel in die breite«, oft ge­flickten braunen Segel der Boote, die rauschend die schwellende« Wogen durchfurchten, gleich starken, kühnen Möoen, die weder Sturm noch Wogendrang fürchten. Und bann donnerten bie Geschütze auf bem Admiralsschiff bet englischen Flotte. ES warb lebhaft in ben Rasen der stolze« Kriegsschiffe; bie Matrosen enterten auf, Kommanboworte, schrille Pfiffe ertönten, bie. ,----a.. , „ . .

weißen, glänzende« Segel der Kriegsschiffe Schiffe« nach Helgoland", hteß es, »unb bann tauschten nieder und stolz wie eine Schaar nach Englanb — in bte Freiheit, in den Kamps großer, gewaltiger Riesenschwäne, folgte bie für Deutschlands Ehre!" ____

Flotte der Spur der küßten Möven, zurnf T* " /

Das kleine, sonst so stille oldenburgische Städt­chen Elsfleth, an der Mündung des Hunteflüß­chens, in dem sich hier schon zum offenen Meer erweiternden Weserstrom, bot heute, an dem

der Cenfiten; auf das platte Land", wohin auch oie Landgemeinden mit städtischem ober industriellem Charakter gerechnet werden, entfielen dagegen nur 89,869. Diese Cenfiten nebst ihren unselbständigen Angehörigen umfaßten allgemein 4 01 pCt. der Beoökerung, und zwar in den Städten allein 7,01 >Ct. und auf dem Lande 1,81 pCt. Berücksichtigt man danach, daß die Haushaltungen mit mehr als 3000 Mk. Einkommen einen im Berhältniß zur

Roman von O. Elster.

------- (Nachdruck verboten.)

eine stattliche Flotte kleiner Fahrzeuge auf bem breiten Weserstrom. Man wartete nur noch das Eintreffen ber Helgoländer Boote ab, um sich einzuschiffen.

Das Gepäck, bie Pferbe, die Wagen unb bte Bagage des Korps mußte zurückgelassen werben. Gewinnsüchtige Händler schlichen sich Mischen den Soldaten umher, um ihnen ihre überflüssigen Sachen, ihre Beutestücke und Pferde sür einen Spottpreis abzukaufen. Rührende Szenen spielten sich ab, wenn ein Reiter von seinem treuen Pferde Abschied nahm, unb mancher Husar jagte bem braven Schlachtgefährten lieber eine Kugel durch ben Kopf, als daß er ihn in bie Hände bet Händler fallen lieft.

Unweit des Hafens lag die Scharfschützen- kvmpagnie des Kapitäns von Helmholtz. Man hatte mehrere Feuer angezündet unb behaglich ruhten bie Jäger auf ihren Mänteln, die Arme unter bas Haupt gelegt, bie kurze Pfeife im Munbe.

Nur ein Jäger stand am Ufer des Stromer unb schaute nachdenklich, träumerisch und sehn­süchtig den breiten, glitzernden Fluß hinaus. Nur wenige Stunden entfernt lag feine Heimath; wenn er in das kleine Boot bort unten am Weibenbusch sprang unb mit ben beiben Stubern kräftig in baS Wasser griff, bann konnte er um Mitternacht i« ber Heimath fern, bann konnte er bem Vater bie schwielige Ärbeitshanb brücken unb fein Mütterlein umarmen, besser! thränen- überfkömtes Antlitz er nicht zu vergessen ver­mochte, bas ihm selbst in bet blutigen Schlacht unb auf ben Gewaltmärschen vorgeschwebt hatte. Unb noch ein anberes, jüngere-, schöneres, Ant-

ber schwarzen Krieger richteten sich nach Norben, hinaus auf ben sich immer mehr verbreiternden Strom, hinaus auf bie wogenbe schäumende See, die sie begeistert begrüßten, wie einst die zehn­tausend Griechen des Feldherrn Xenophon, die aus dem persischen Krieg zurückkehrend das Meer mit jauchzendem Zuruf willkommen hießen.

Der Herzog Friedrich Wilhelm verhandelte mit ben olbenburgischen Behörden wegen Lieferung von Nahrungsmitteln undSchiffen zurUeberführung des Korps nach Helgoland. Der oldenburgische Kammerrath Hanfe«, b-r seitens ber olbenburgischen Regierung bie Verhandlungen führte, wollte den Herzog überreden, feine Person auf dem ersten Schiff in Sicherheit zu bringen. Erstaunt blickte ihn ber Herzog an.

„Glauben Sie, daß ich meine Leute verlassen werbe?" fugte er vorwurfsvoll. „Das ist nicht meine Manier. Ich bleibe, bis ber letzte Mann sich eingeschifft hat. Sollte es meinen Feinden aber gelingen, bis Elsfleth zu kommen, so wirb es einen harten Kampf kosten unb lebenbig werbe ich nicht in ihre Hände fallen."

Der oldenburgische Kammerrath verbeugte sich schweigend. Er wußte nichts zu erwidern, aber das umstehende Volk brach in donnernde Hurrah- ruse aus.

Don nah und fern war die Bevölkerung des Landes herbeigeeilt, die Landleute aus ber Marsch, bie armen Torfbauern aus bem Moor unb bie Schiffer unb Fischer aus ben Dörfern an ber Norbseeküste. Alle wetteiferten mitein- anber, bie erschöpften Soldaten zu pflegen; die Fischer stellte« chre Boote zur Verfügung und bereits am Abend beS erste« Tages schaukette sich

stall. Karmsnd- iei(e oder der«, RaumISPfa.,««- ttamee die Petit­zeile AiPfg.; bei Wiederholungen nnrd entsprechend. Rabatt gewährt.

Frauenarbeit in den Fabriken. ’

Die Fabrikarbeit ber Frauen wirb bedingt 1 durch die Thatsache, daß die Löhne der Männer für die Ernährung der Familie unzureichend sind — diese unleugbare Wahrheit wird von neuem festgestellt in dem Jahresberichte der sächsischen Gewerbe-Inspektoren. Die Frauen find zum Miterwerb gezwungen; und wenn ihnen durch ein gesetzliches Verbot bie Arbeit in ben Fabriken unmöglich gemacht würbe, so müßten fie anbern Verbienst suchen.

Es kommt sehr viel batauf an, was für Ver­bienst bas sein würbe. Die sächsischen Fabrik­inspektoren meinen, als Ausweg würbe in ben meisten Fällen die Hausindustrie benützt wer­be«; unb damit haben sie auch wohl unbedingt recht, daß die Hausindustrie mit ihren viel schlech­teren Löhne« zu «och angestrengterer und längerer Arbeit zwingen würde, noch dazu in weniger ge­eigneten Räumlichkeiten, als die Arbeit in der Fabrik — daß also die Arbeit in der Fabrik der industriellen Hausarbeit noch vorzuziehen sei. Aberdas ist doch nicht richtig, daß es überall in Deutschland so sein würde, wie in Sachsen, daß nämlich als Frauenarbeit außer derjenigen in den Fabriken fast nur die Hausindustrie sich einstellen würde. In sehr vielen Gegenden, namentlich aber in größeren Städten, wo doch die Fabrikarbeit ber Frauen am stärksten vertreten ist, finbet sich reichliche Gelegenheit für häus­liche Arbeiten verheiratheter Frauen in an« beten Familien, auch Arbeit, bie nach Stunden bezahlt wirb, unb solche Arbeit ist ben Ehefrauen von Fabrikarbeitern unbebingt mehr anzurathen, als bie Arbeit in ben Fabriken.

Welche schlimme Folgen bie Fabrikarbeit für bie Frauen hat, baoon entwirft ber letzte Jahresbericht ber sächsische« Gewerbeinspektoren selbst ein düsteres Bild. Die Sterblichkeit unter ben Säuglingen wirb burch bie Fa- brilarbeit ber Frauen ungemein gesteigert, also nicht nur bie eigene Gesundheit schwer geschädigt, sondern auch das kommende Geschlecht aufs schädlichste beeinflußt. Unb auch das kann ber Bericht nicht verschweigen, baß ber Haushalt unb bie Pflege unb Erziehung ber Kinber unter ber ausgebehnten Fabrikarbeit ber Frauen schwer zu leiben haben.

Der Bericht ber sächsischen Gewerbebeamten zeigt sich außerorbentlich besorgt um bie Er­haltung ber Probuktion; unb mehrere ber Herren versteigen sich in ihren Aufzeichnungen im Interesse biefer Produktion und ihrer ungeschmä­lerten Erhaltung zu der geradezu ungeheuerlichen Behauptung, daß weitere einschneidende Schutz­bestimmungen für die arbeitenden Frauen ihren Zweck verfehlen unb bas Hebel nur ver- größern würben. Wenn Arbeiter gegenüber sol­chen Gewerbe-Inspektoren ein gewisses Mißtrauen nicht überwinden können, wirb jeber denkende und vorurtheilssreie Mensch nur mit ihnen fühlen können; denn es ist doch ein ganz verfehlter Standpunkt, gleich von vornherein die Büchse ins Kom zu werfen und zu sagen: gebt euch weiter keine Mühe mit ber Sache; es hilft ja doch nichts, unb alles Nachbenken barflber ist umsonst. Namentlich ist bas ein böser Grundsatz

Geammtheii nur geringen Bruchtheil des Volkes n sich begreifen, obgleich fie bei ber städtischen wie bei der ländlichen Bevölkerung nicht nur die wohlhabenden Klassen, sonder« auch einen großen Theil der Schicht umfassen, die man als besseren Mittelstand zu bezeichnen pflegt, so erscheint dieses Ergebnlß nicht besonders günstig. Immerhin ist eine gewisse Aufwärtsbewegung feit ber Einführung zes neuen Einkommensteuergesetzes unverkennbar, n ber sich wohl ber industrielle Aufschwung des letzten Jahrhunderts wiederspiegeln durfte. Es letrug nämlich die Zahl der Cenfiten überhaupt ohne ihre Angehörigen 1892 316 889, im Jahre 1894 321296, im Jahre 1896 345 328 und im Jahre 1899 390957 ober in Prozenten ber Be­völkerung 1,06, bezw. 1,06, bezw. 1,06, bezw. 1,19 Prozent. Nach de« Gefammtziffern ist im Verhält«iß zur Steigerung ber Bevölkerung erst feit bem Jahre 1896 eine erhebliche Steigerung ber „wohlhabenberen" Cenfiten eingetreten. Auch auf bem Lande zeigt sich diese verhältnißmäßige Vermehrung erst seit 1896, was aber um so bemerkens werter ist, als seit 1895 mehrere große Landgemeinden nebst ihren Cenfiten in die Gruppe der Städte überführt worven sind. Was bie ab­soluten Zahlen anbetrifft, so hat schon von 1892 in ben städtischen Bezirken eine stetige Steigerung der Zahl von wohlhabenden Cenfiten stattgefunden. Auf dem Lande dagegen war die Zahl derselben noch im Jahre 1895 in Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, Posen, Schlefien, Sachsen, Schleswig-Holstein unb Heffen Naffau geringer als im Jahre 1892; Ostpreußen unb Hessen- Nassau haben sich rm Jahre 1893, Westpreußen, Posen unb Schlesien im Jahre 1898, Schleswig- Holstein erst im Jahre 1899 über ben Ansangs- stand erhoben, währenb Pommern unb Sachsen auf bem Lanbe noch jetzt nieberige Ziffern aufweife« als im Jahre 1892. Hier bürste bie Nothlage ber Lanbwirthschaft wohl mit Schuld fei« an bem Stillstanb ber Einkommensbewegung.

* Heber die grfotgtofalteit der Her- mauistrrwgspokiltk in ben östlichen Grenzpro­vinzen trotz den beiden Hundertmilltonen-Fonds klagt die Host'. Sie führt als Beispiel ein pol­nisches Dorf an, in dem vor zwei Generationen etwa 1200 Deutsche angefiedelt worden find, die aus dem Grund und Boden eine lukrative Acker- wirthschast machten. Nach zwei Generationen waren durch Verheirathungen mit Polen viele Deutsche in Polen verwandelt. Früher gab es in dem Dorfe 1150 Deutsche und 350 Polen, heute sind es, ohne daß ein starker Bruchtheil des deutschen Elementes auswanderte, 800 Deutsche und 800 Polen.

□ Heber bie Dienstzeit der Hfiterav ferttgnngsstslks« für die Annahme von Stück­gütern finden zur Zeit Erhebungen bei den Staatseisenbahnen statt. Der Minister hat die

Direktionen sufgefordert, sich binnen vier Wochen darüber zu äußern, auf welchen Stationen unb eit wann ber Schluß ber Dienststunden auf 6 Hhr -stgesetzt worben ist unb welche Erfahrungen mit dieser Einrichtung gemacht worben finb. Gleich­zeitig soll auch angegeben werben, in welchem Imfange auf ben betreffenben Stationen bie An­uhr burch bahnamtlich bestellte Rollfuhrunter- nehmet im Verhältniß zu bem Gesammtoersanb iatlfindet und bis zu welcher Stunde die Fuhr­werke der letzteren auf ben Abfertigungsstellew n ber Regel eintreffen. Den Anlaß zu diese« Erhebungen dürften bie wiederholten Klagen über bie Langsamkeit ber Güterabfertigung geboten habe«.

* Soldaten als KrntearSeiter. Der Kriegsminister hat bem Vorstands derLand- wirthfchaflskammer für bie Provinz Schl-sie« auf einen Antrag geantwortet, daß bie Beurlaubung von Mannschaften während ber atiioen Dienstzeit ju Erntearbeiten schon jetzt, wie früher, in nicht unerheblichem Umfange erfolgt. Sie ist, fo heißt es im Bescheide des Ministers, Sache der Kommandobehörden. Wo solche Beurlaubungen nicht in einem ber Lanbwirthschaft erwünschten noch ausgebehnteren Maße stattfinden, liegt der Grund in den Anforderungen der kriegsmäßige« Ausbilburg der Truppen, die — wie wohl all­seitig »«gegeben wird — unbedingt voranstehen muß. ' Die zweijährige Dienstzeit spricht hierbei entscheidend mit. — Alljährlich wird an die Generalkommandos usw. verfügt, baß bie In­teressen ber am meisten beteiligten bürgerlichen Berufskreise, namentlich bie Ernteverhältnisse, in ben einzelnen Korpsbezirken bei der Wahl des Zeitpunktes für die Hebungen des Beurlaubten­standes mit den landwirthschaftlichen Arbeiten zu­sammen falle«, ist es daher wegen ber zahlreiche« sonst hierbei rnitsprechenben Urnstänbe nicht mög­lich gewesen, fie anderweitig anzusetzen.

h. Potsdam, 25. Juli. Zu bem morgen stattfinbenben Ausmarsch ber ersten unb zweiten Eskabron bes ostasiatischen Reiter-Regi­ments haben ber Oberbürgermeister unb ber Stadtverorbneten-Vorsteher von Potsdam einen Aufruf an die Bürgerschaft erlassen, in bem zur Ausschmückung ber Häuser unb zu zahlreichem Geleite zum Bahnhofe aufgeforbert wird. Der Ausmarsch bürste Abenbs zwischen 7 unb 8 Hhr erfolgen. Die erst am 3. August aus Potsbam ausrückenbe b ritte Eskadron wird bie scheiden­den Kameraden zum Bahnhofe begleiten. Diens­tag Vormittag besichtigte Prinz Friedrich Leopold als General-Inspekteur der 4. Kavallerie-In­spektion auf dem Bornstedter Felde die ostasia- tischen Reiter. — Der Eisenbahn-Transport bes in Spanbau zusammengestellten Felblazareths für die China-Truppen hat begonnen und ist bis morgen Abend beendet. Das Sanitäts­und Mannschasts-Perfonal rückt morgen Nach- mittag 5 Hhr ab. Die Verladung findet in Bremerhaven auf dem Transportdampfer Batavia 1 statt. — Die in Spandau zu formirende Pro­viant-Kolonne mit den Feldbäckereien tritt die Fahrt erst Anfang August an.

Deutsches Deich.

Berlin, den 25. Juli.

X Areatzische Einkommeuflatistik für bie Fahre 1892 Bis 1899. Nach der Statistik der größeren Einkommen in Preußen auf Grund des Einkommensteuer gssetzes für das Jahr 1899 stellt sich die Zahl der Cenfiten (physischen Per­sonen) mit mehr als 3000 Mark Einkommen au 390,957. Von diesen entfielen 301,088 auf die Städte, 204,717 allein aus die Stadtkreise, also auf letztere mehr als die Hälfte ber Gesammtzahl

Schutz unb Trutz gegen die Feinde. Allzunah konnten die Kriegsschiffe nicht an die flache Küste herankommen, sie mußten auf hoher See bleiben, wo fie bie auf den Booten eingeschifften Truppen erwarteten.

Das Mondlicht wars sein schimmerndes Silberlicht auf bie raufchenben Wogen, bie aus weiter Ferne schäumend heranzogen und weiter rollten dem Strande zu, ben fie überflutheten, ! um brausend und gurgelnd wieder zurück­zuströmen.

Schweigend saß Gefine im Bug des Kutters und blickte sehnsüchtigen Auges der Küste ent­gegen, bie im fernen Rebeldunst austauchte unb mit der ber silberne Monbenschein sie gleichsam wie burch eine schimmernbe, lichtüberfluthete Brücke verband.

10. Kapitel.

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