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FuldaerMZeitung

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JE 140.

JuL^a, Donnerstag, den 21. Juni 1900/

T Fürsorge-Erziehung

Anstand.

*

Loudon, 20. Juni. Im Unterhause er-

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ständen, der Staatssekretär für Indien, Lord Hamilton, der genannten Regierung stehe in Eng­land zu Anleihezwecken ein bisher unberührter Fonds von 9 Millionen Pfund zur Verfügung. Ein Theil desselben solle im nächsten Monat zur Verwendung gelangen. — Dem Reuterschen Bureau wird aus Prahsu vom 19. Juni ge­meldet : EineAbtheilungder westafrikanischen Grenztruppe unter Führung des Hauptmann» Wilson wurde auf dem Marsche von Bekwai nach Kwiffa am 16. Juni bei Effenkwanta an­gegriffen. Der Feind wurde völlig geschlagen, aber Hauptmann Wilson und 10 Mann wurden getödtet, 27 Mann verwundet.

eine strafbare Handlung begangen hat, und wenn die Fürsorge-Erziehung außerdem nothwendig ist wegen Unzulänglichkeit der erziehlichen Einwirkung der Eltern oder sonstigen Erzieher oder der Schule. „Die Fürsorge-Erziehung erfolgt unter öffentlicher Aufsicht und auf öffentliche Kosten in

reizter Stimmung zurück. Seit er in dem Eulen- thurme wohnte, hatte er nichts als Verdruß uni» Aerger gehabt. Jetzt kamen noch die dunklen An­deutungen des Justizrathes über die geschäftliche Lage von Grottler und Co. hinzu. Er wünschte wahrhaft sehnlichst, daß das Prüfungsjahr ver­gangen wäre.

„Was kann man in diesem alten Siechenhause auch anderes erleben, als Sorge, Kummer und Plage", so philosophirte der Hauptmann a. D. und Schlachtenmaler, stopfte sich eine neue Pfeife und ging, stark paffend mit großen Schritten in dem Atelier auf und ab. Zum Arbeiten war ihm die Lust vergangen. Zudem polterte und rumorte | Friedrich Bokelmann in dem kleinen dunklen Neben­raume umher, als wenn Klopf- und Poltergeister darin beschäftigt wären.

„Was zum Henker treiben Sie denn da?" rief Konrad, indem er die kleine Thüre aufstieß, die das Atelier mit dem düsteren Nebenraume verband.

„Entschuldigen Herr Hauptmann", entgegnete Friedrich Bokelmann in tadelloser militärisch­strammer Haltung, „der Herr Hauptmann hatten mir doch befohlen, die alten Koffer, welche früher in dem Atelier standen, bei Seite zu räumen."

„Muß denn das mit solchem entsetzlichen Ge­polter geschehen?"

„Es ist mir ein großer Koffer hier herunter­gefallen, Herr Hauptmann. Das Schloß ist leider dabei aufgesprungen, sodaß die Gegenstände heraus­gestürzt sind. Soll ich sie wieder einpacken? Werth scheinen sie nicht zu haben, allerhand Scharteken, wie sie alte Damen zu sammeln pflegen." (F. f.

X Die Lentenoth auf dem Laude greift immer weiter nach Osten hin um sich. Jetzt liest man die beweglichsten Klagen über Mangel an Arbettern aus Russisch-Polen; noch niemals vor­her soll dort der Abzug ländlicher Arbeiter so tsrk gewesen sein wie in diesem Jahre. Im Gouvernement Siedlec sind die Grundbesitzer auf ein eigenartiges Mittel verfallen, ihre Arbeiter an die Scholle zu feffeln: jeder Arbeiter, der 20 Jahre lang auf einem Gute arbeitet, soll aus dem Versicherungswege 300 Rubel ausgezahlt be­kommen. Der Gedanke an sich ist gar nicht schlecht. Es fragt sich nur, ob das Mittel helfen wird; in Russisch-Polen sind die Löhne doch eben noch recht niedrig. Eine halbamtliche Notiz hat in diesen Tagen neue Forderungen in Aussicht gestellt für die Bekämpfung des PolenthumS in den preußischen Ostprovinzen. Es wird darin gesagt, daß „selbst in den überwiegend deutschen Kreisen Meseritz, Bomst, Birnbaum und Schrimm das Polenthum planmäßig vorschreite dank seiner vor­züglichen Organisation. . . ." Es sei daher „unabweisbare Pflicht des preußischen Staates, seine volle persönliche und finanzielle Kraft in den Dienst der Erhaltung und Kräftigung desDeutsch- thums zu stellen". Anders kann man solche Aus- laffungen kaum auffassen als in dem Sinne der Ankündigung neuer Forderungen nach der Art des Hundert-, nunmehr Zweihundertmillion-Fonds. Geholfen hat aber weder der Hundert-, noch auch der Zweihundertmillionen - Fonds; vermuthlich

X Nom, 20. Juni. Der neue italieni­sche Ministerpräsident heißt Saracco. Herr Saracco war bisher Präsident des Senates und gehört ungefähr zu derselben politischen Rich­tung wie Herr Pellovx, der bisherige Minister­präsident. Aber die Zusammensetzung seines Mi­nisteriums wird aller Voraussicht nach etwas anders ausfallen müffen. Denn wenn Herr Sa­racco mit der Opposition, oder doch wenigstens mit einem Theile derselben in Frieden leben will, so muß er dieser Zugeständnisse machen und Ver­treter in sein Ministerium aufnehmen, oder aller­mindestens nach italienischem Brauche als Unter­staatssekretäre berufen. Der alte Crispi war schleunigst von Neapel nach Rom geeilt; äugen- scheinlich hat der alte Kampfhahn das politische Krähen noch gar nicht verlernt und ist sehr be- reit, von neuem eine große Rolle zu spielen. Aber auch diesmal hat ihn also sein Ehrgeiz betrogen und er muß nach wie vor als einfacher Ab­geordneter auf der politischen Schaubühne sich bewegen.

* Sofia, 20. Juni. Um die scharfen, um­stürzlerischen Uebergriffe der Presse zu unterdrücken, ist auf Vorschlag des Minister-

»««ntiewtii»: JS» Mr Redaktion 3eV.Be**, fiw 3nlnate 3. Verse litt tu Fulda.

Deutsches Keich.

Berlin, den 20. Juni.

rungsanstalt untergebracht wird." Dieselben Be­stimmungen sollen auf die Mutter Anwendung finden. Die Ausgestaltung dieser Bestimmungen ist der Gesetzgebung der einzelnen Bundesstaaten überlassen.

Nach dem neuen preußischen Gesetze kann „ein Minderjähriger, der daS 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, der Fürsorge-Erziehung über­wiesen werden, um die Verwahrlosung des Minder- jährigen zu verhüten, wenn der Minderjährige

Zwangserziehung hieß es im Anfänge und nach der Vorlage der preußischen Regierung. Auf den Antrag des Centrumsabgeordneten Schmitz-Düffeldorf ist das Gesetz, das vom .... , „ , .... ...

preußischen Landtage angenommen worden ist einer geeigneten Familie oder in einer Erziehungs­und die Billigung der preußischen Staats- oder Besserungsanstalt." regicrung gefunden hat, umgetauft worden und Nach dem neuen preußischen Gesetze hat die führt jetzt den hübscheren Namen Gesetz über die Kosten zunächst der Kommunalverband zu tragen; .Fürsorge-Erziehung Minderjähriger. aber dieser erhält als Zuschuß drei Viertheile der

Im preußischen Landtage ist das Gesetz Kosten aus der Staatskasse vergütet. Diese letztere -verabschiedet. Im bayerischen Landtage ist ein Bestimmung fehlt in dem bayerischen Gesetzent- entsprechender Entwurf eingebracht. Die übrigen würfe. Uebrigens hat die Gemeinde nach dem Bundesstaaten werden folgen müffen mit preußischen Gesetze die Berechtigung, die Kosten Gesetzen in demselben Sinne, denn diese Art von dem Zöglinge selbst oder von dem einzu- der Landesgesetzgebung beruht auf dem Bürger- fordern, der zu seiner Unterhaltung verpflichtet ist. lichen Gesetzbuchs. Natürlich wird dieses Recht in den allermeisten

Bisher mußte in Preußen und muß noch jetzt Fällen nur auf dem Papier stehen; denn „wo in den meisten deutschen Bundesstaaten eine nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren" I strafbare Handlung vorliegen, damit der Staat Sehr wichtig ist die gute Bestimmung, daß die in die Erziehung Minderjähriger eingreifen Zöglinge nicht in Ar beit s- oder Land arme n- ikonnte oder kann. Ist aber ein jugendlicher Häusern untergebracht werden dürfen. Leider ist Mensch schon bis zum Vergehen oder Verbrechen nicht genügend auf die Konfession Rücksicht ge­herabgesunken, dann ist in den meisten Fällen nommen : nur „nach Möglichkeit" soll der Zögling nicht mehr viel Hoffnung auf ihn zu setzen; alle in einer Anstalt seines Bekenntnisses untergebracht nachträglichen Erziehungskünste erretten ihn schwer- werden. An erster Stelle sind wieder einmal hier lich noch vom sittlichen Verderben. Und doch die religiösen Orden zur Erziehung dieser 4hat hier und thut hier schleunige Hilfe bitter Minderjährigen geeignet. Leider aber ist auch noth, denn leider wiffen wir alle nur zu gut, diesmal wieder wenig Aussicht, daß man ihre Be- daß die Verhältnißzahl der Jugendlichen unter deutung richtig würdige, den bestraften Menschen von einem Jahre zum anderen zunimmt. Die Verwahrlosung der Jugend macht reißende Fortschritte und deswegen muß mit Freuden jede Maßregel begrüßt werden, die dazu beitragen kann, unsere Heran­wachsende Jugend zur rechten Zeit dem sittlichen Verderbnisse zu entreißen; auch dann, wenn man vielleicht nicht mit der einen oder anderen Einzelbestimmung eines Gesetzes zufrieden ist, das in diesem Sinne erlassen wird.

Freiheitsstrafen wirken nicht beffernd auf unsere Jugend ein; das weiß man jetzt hinläng­lich. Wenn man bessern will, so muß man vor­her eingreifen, bevor die Verurtheilung zu einer Freiheitsstrafe in Frage kommt; und in diesem Sinne bestimmt § 1666 des Bürgerlichen Gesetz- duches: „Wird das geistige oder leibliche Wohl des Kindes dadurch gefährdet, daß der Vater das Recht der Sorge für die Person des Kindes miß­braucht, das Kind vernachlässigt oder sich eines ehrlosen oder unsittlichen Verhaltens schuldig macht, so hat das Vormundschaftsgericht die zur Abwendung der Gefahr erforderlichen Maßregeln zu treffen. Das Vormundschaftsgericht kann ms- besondere anordnen, daß das Kind zum Zwecke der Erziehung in einer geeigneten Familie, oder in einer Erziehungsanstalt, oder in einer Besse-

schwarze Mappe, während Konrad die Zins­scheine und Bankbillets in die Brusttasche seines Rockes steckte.

Der Justizrath lehnte sich behaglich in den Divan zurück, faltete die Hände, drehte die Daumen umeinander, machte sein lächelndes Ge­sicht und fragte:

«Sagen Sie einmal Verehrtester, wollen Sie denn die Bedingung des Testamentes gar nicht erfüllen?"

„Welche Bedingung?"

„Nun, die sich auf Ihre Heirath bezieht."

„Dummes Zeug! Ich denke nicht daran, mich zu verheirathen."

«Na, na."

«Wiffen Sie was, Herr Justizrath, diese ganze Testamentsgeschichte ist mir nachgerade un- erträglich geworden. Ich packe meine Koffer und gehe wieder auf und davon."

«Sie vergessen die erste Bedingung, daß Sie ein Jahr in dem Eulenthurme zu wohnen haben, sollen Sie des Erbes nicht verlustig gehen."

„Nun, so warte ich, bis das Jahr vorüber ist und gehe dann wieder in die Welt."

„Und überlassen mir die Sorge für Ihr Ver­mögen? Mein verehrter Freund, in diesem Falle würde ich Ihnen doch den Rath geben, die Ver­waltung des Vermögens in andere und jüngere Hände zu legen. Ich kann jeden Tag sterben."

„Ah bah."

„Und dann noch eins. Ich wünschte, daß das Vermögen bei einem anderen Bankhause deponirt wäre — vielleicht bei der Reichsbank."

„Ist Grottler und Co. nicht sicher?"

„Ich werde mich hüten, das zu sagen. Aber

+ Ai- preußische Pegierrmg «ud die Konservativen. Herr von Miquel läßt den Konservativen gut zureden. In den vom Berliner Finanzministerium aus beeinflußten ,Berl. Polit. Nachrichten' findet sich ein Rück­blick auf die soeben abgeschlossene Tagung des Landtages, in dem diesem letzteren zunächst das Lob ertheilt wird, daß „die Staatsregierung mit den gesetzgeberischen Ergebnissen der eben abgeschlossenen Landtagssession durchaus zu- frieden sein kann". Alle ihre Vorlagen feien von beiden Häusern des Landtages in einer ihr annehmbaren Fassung angenommen worden. Solche kleine Liebenswürdigkeiten hör: man gern, auch der Reichstag hätte solche Lob­sprüche verdient, und zwar in noch erheblich höherem Maße, aber ihm wird kein Lob aus offiziöser Feder zu theil. Nach der verbindlichen Eintheilung kommt dann aber erst die Hauptsache: es wird den Konservativen zugeredet, ihren Groll wegen der Beamtenmaßregelungen und wegen anderer Dinge zu vergessen und wieder gut Freund mit der Regierung zu sein. In diesem Sinne liest man in den,Berl. Pol. Nachrichten': „. . . die gesetzgeberischen Früchte der laufenden Session sind überall unter Mit­wirkung der konservativen Parteien beider Häuser des Landtages und mit ihrer vollen Zustimmung gewonnen worden. Wenn die Staatsregierung so die Absicht bethätigt hat, mit diesen Parteien in wirklich staatserhaltendem Sinne zusammen zu arbeiten, so sollcn die Konservativen ... die Ueberzeugung gewonnen haben, daß sich auch

Im Hulenthurme.

Roman von O. Elster.

------- (Nachdruck verboten.)

es ist doch immer nur eine Privatbank, die sich in sehr viel Unternehmungen eingelassen hat."

„Das kann doch keinen Einfluß auf die De­pots haben?"

„Hm, hm! — Eigentlich nicht, aber — in­dessen, ich will nichts gesagt haben. Wissen Sie, Verehrtester, was mir die einfachste Lösung der ganzen Angelegenheit scheint? — Sie heirathen."

„Und wen denn, wenn ich fragen darf? Etwa Fräulein Olga Grottler?"

„Weshalb nicht? Fräulein Grottler ist eine sehr angenehme junge Dame."

„Das kommt auf den Geschmack an. Ich heirathe sie nicht, trotz des Testamentes der Groß­tante und all ihrem Gelbe."

„Ei — ei! So — so!"

Ueber das Antlitz des Justizrathes ging ein Zucken und Wetterleuchten, welches das Gesicht zu einer wahrhaft scheußlichen Maske verzerrte.

„So überlegen Sie sich den Vorschlag, ob wir )as Depot nicht der Reichsbank anvertrauen sollen."

„Ach, lassen Sie mich in Ruhe. Machen Sie mit dem Gelde, was Sie für gut finden. Haben Sie mit dem Kommerzienrath etwa schon über die Zurückziehung des Depots gesprochen?"

„Nein. Er befindet sich jetzt mit seiner Familie in Norderney."

„Nun, so lassen Sie die Angelegenheit wenigstens o lange ruhen, bis der Kommerzienrath wieder zurück ist."

„Sehr wohl, Verehrtester. Aber Sie tragen die Verantwortung, wenn — indessen, ich will nichts gesagt habere Ich habe die Ehre, mich ganz ergebenst zu empfehlen."

Der Justizrath ließ Konrad in nervös ge-1

„Na, na", meinte der Notar, „es hat ja «eiter nichts auf sich. Ich komme in einer ge­schäftlichen Angelegenheit zu Ihnen, Verehrtester."

„Was gibts? Bitte, nehmen sie Platz."

Konrad warf einen Haufen Zeichnungen von dem kleinen Divan in die Ecke des Ateliers und lud den Justizrath mit einer Handbewegung ein, fich zu setzen.

„Sie find ein ganz unzuverläsfiger Mensch", hob der Justizrath an. „Ich habe Sie doch schon dreimal bitten lassen, mich in meinem Bureau -u besuchen. Aber wer nicht kam, war Konrad Ühle."

, „Ich habe es vergesse». Bitte um Ver- -eihung."

„Da mich nun gerade noch andere Geschäfte mußte einen Wechsel protestiren — in den Voßwinkel führten, so komme ich selbst zu Ihnen."

„Sehr liebenswürdig."

„Und bringe Ihnen die Zinsenabrechnung ZkhreS Vermögens für das letzte Vierteljahr. Sie I Üben preußische Konsols zu vier Prozent, deutsche I Veichsanleihe —"

„Um Gotteswillen, hören Sie auf. Mir ge« **“9t es, wenn ich das Geld bekomme."

„Schön. Hier ist es. Rund dreitausend »tark. Darf ich um Quittung bitten? — — Danke sehr."

Der Justizrath schob die Quittung in seine \

x Maj-r v. Neitzenfiein, ein Offizier * Saris, 20. Juni. PräsidentLoubet vom Poßen deutschen Generalstabe, hatte bekannt- empfing heute die Mitglieder des Bureaus deS l,dLrIau69e”ommen' um gegen den aus- Internationalen Kongresses für landwirth« drückttchen Befehl des Kaisers auf der Seite der schriftlichen Unterricht. Er beglückwünschte Buren gegen die Engländer zu fechten. Die sie zu dem Erfolge der Arbeiten des Kongresses Handlungswelse des Majors hatte jedenfalls die und verlieh seiner Genugthuung darüber Aus- Sympathie der überwiegenden Mehrheit des druck, so hervorragende Vertreter der fremden deutschen Volkes. Aber jetzt ist der Major nach Rattonen um fich versammelt zu sehen, deren seiner Rückkehr vor em Kriegsgericht gestellt und Verkehr zur Erhaltung des Weltfriedens beitragen zu 6 Monaten Festungshaft verurtheilt worden, werde.

welche Strafe er in Glatz zu verbüßen hat. So ” / ' v„. .... ...

wenigstens wird der Londoner ,Times' aus Ber- klärte auf eine Anfrage, welche finanziellen Hilfs- lm gemeldet. Die Meldung wird wohl auch quellen der indischen Regierung zur Be- nchtig sein: denn man hat wohl anzunehmen, kämpfung der Hungersnoth zu Gebote daß sie absichtlich einem großen englischen Blatte ‘ ---- ‘ "

zugeleitet wurde, um in England allgemein be­kannt zu werden. Das Zuwiderhandeln gegen ein kaiserliches Verbot muß bestraft werden; darüber kann ein Zweifel nicht bestehen. Nun aber sollte Herr v. Reitzenstein auch bald wieder begnadigt werden. Er hat eher Recht darauf, als zum Beispiel ein Duellmörder.

■■■■■■seeit j:

27. Jahrgang.

politischen Standpunkte aus mit der I würden auch weitere solche Kredite wenig und ,^d^«E^ung gedelhluh zusammenarbeiten läßt, nichts helfen in dem von dem Osfiziosus ^ange- und daß demzufolge sie der Staatsregierung ihr deuteten Sinne. "8 ' 06

volles Vertrauen zuwenden können und sollen.

mit Zlnterhaltungs-Meitage „Ilkufirirle Sonnlags-Ieistmg"

voues nerirauen zuwenoen rönnen und sollen." * Aus den 69 benttfie* «r,

Kx b-ha-d«. L L « L

Kr' iS, ? lösche Merd, auf dem er reiten vereinnahmt: 41,602,935 M., 4,578,585 M.

»hu m neuerer Zeit weniger als 1899. Der Güterverkehr brachte ä k % wollen wir sehen, ob auch 94,500,040 M., 8,723,742 M. mehr als im Vor- hn«r 1 ^benswürdiger kann jahre. Die Mindereinnahmen aus dem Per-

Zu eben kaum gehalten sein. sonenverkehr im Mai sind darauf zurückzuführen,

• Aas neue Ikottengesetz wird in der daß das Pfingstfest im Jahre 1898 in den Monat Mittwochsnummer des .Reichsanzeigers' veröffent- Mai, im Jahre 1900 in den Monat Juni fiel, licht. Dasselbe ist am 14. Juni vom Kaiser voll- ----------

zogen: „gegeben Castell-Saalburg bei Homburg v. d. Höhe."