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JK 137,
Iuröa, Montag, den 18. Juni 1900,
27. Jahrgang.
Flottenvorlage
Derrtsches Keich.
16
Mia verbeugte sich leicht. Dann reichte sie
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an-
Zunächst darf nicht von den Mitgliedern des deutschen Parlamentes verlangt werden, daß sie sieben von den zwölf Monaten des Jahres ihrer Heimath, ihrem Berufe, ihrer Familie entzogen werden. Im Laufe dieser letzten achtzehn Monate sollten die Mitglieder des Reichstages allein bei 209 Plenarsitzungen zugegen sein, ganz abgesehen von den Arbeiten der Kommissionen! Und dazu kommt dann noch die planlose Bearbeitung der gesetzgeberischen Stoffe durch die Regierung: während der letzten Sitzungen dieser Tagung des Reichstages mußte ein Redner nach dem andern I seinem Bedauern darüber Ausdruck geben, daß er an dem und dem Gesetze zwar sehr viel zu tadeln habe, daß er aber seine Bedenken unter-
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Das Frühstück verlief ziemlich einsilbig. Konrad hatte darauf bestanden, daß Mia an demselben theilnahm, und sie hatte ihm die Bitte nicht abzuschlagen vermocht. Sie bereute es aber im Verlaufe des Mahles sehr. Die Frau Kommerzien- rath war von einer beleidigenden Zurückhaltung und Schweigsamkeit, und Olga richtete ihre Worte nur an Konrad, ohne die Anwesenheit Mias zu beachten. Es gab dieser einen Stich ins Herz, wenn sie die Bemühungen Olgas sah, Konrad zu gefallen. In ihrem Herzen regte es sich wie Eifersucht, obgleich sie sich eine Thörin schalt. Was ging es schließlich sie an, wenn Konrad Uhle und die redselige Olga Grottler sich liebten und heiratheten. Aber sie bedauerte doch den armen
I mrtzumachen. Reden und Handeln waren bei den Herren dieser Partei stets zwei verschiedene Dinge. Andererseits will die Regierung nach einem in der letzten Sitzung des preußischen
| Staatsministeriums gefaßten Beschlüsse auf keinen Fall das schlesische Hochwaffergesetz mit dem vom Herrenhause beschloffenen Zusatzparagraphen an- nehmen, wonach die Arbeiten an den linken Zu- flüffen der Oder zurückgestellt werden sollen, bis die Verbesserung der Vorfluth an der untern Oder in Angriff genommen ist. Es könnte also das ungeheuerliche Ereigniß eintreten, daß der preußische Landtag geschloffen wird, ohne daß diese wichtigsten beiden Vorlagen überhaupt verabschiedet würden — dank der Mehrheit des Herrenhauses!
+ Die Schlußabstimmung über die I drücke, um die wichtige Sache nicht etwa in die - - । Gefahr des Scheiterns zu bringen.
So ist es nicht etwa nur bei nebensächlichen Vorlagen geschehen, sondern sogar auch bei dem Reichsseuchengesetze; und gerade diese Vorlage hätte ohne allen Zweifel weit eher berathungs- fertig an den Reichstag gelangen können. Wahrscheinlich wird nun nicht allzu lange Zeit vergehen, bis eine Novelle zu dem Seuchengesetze nothwendig sein wird, und dann entsteht neue Arbeit für den Reichstag, die vermieden worden sein würde, wenn eine gründliche Durcharbeitung von Anfang an möglich gewesen wäre, und so
Nach einer Stunde empfahlen fich die Damen. Man hatte sich köstlich unterhalten. Auf der Treppe noch erklang das silberhelle Lachen Olgas, als Konrad die Damen bis zu ihrem Wagen begleitete.
Als er in die Wohnung zurückkehrte, war Mia verschwunden. Er hätte gern mit ihr geplaudert. Ihm war so eigenthümlich in Herz und Kopf. Es war ihm, als habe er eine betäubende, giftige Luft eingeathmet, von deren Nachwirkung er sich
mit scharfem Auge die grenzenlose Oberflächlichkeit dieses Mädchens, das seine thatsächliche Unwissenheit und Herzenskälte durch raffinirten äußeren Schliff zu verbergen suchte. Sie bedauerte Konrad, wenn er sich durch diese koketten Künste blenden lassen sollte. Und fast schien es so, als ob Konrad geblendet würde. Denn gegen Ende des Frühstücks ward er lebhafter, er "lachte oft laut auf über die scherzhaften Bemerkungen Olgas, schien sich köstlich über ihre makanten Schilderungen der kleinstädtischen Gesellschaft zu amüsiren und stieß mit ihr auf eine fröhliche, glückliche Zukunft an. I
Wie sollte aber auch dieses Mädchen die Männerwelt nicht blenden und bezaubern? Mia hatte noch niemals solche flammende Augen gesehen, die den zärtlichen Aufschlag so verstanden, wie die Augen Olgas. Das dunkle Haar ringelte sich in üppigen Lockenwellen um das Haupt; die rothen Lippen lachten, daß Mia stets an das Lied denken mußte:
Roman von O. Elster.
------- (Nachdruck verboten.)
+ Die AttgesteM-rr der Slaalsöahtte« werden durch die ministerielle .Berliner Kor- respondenz" von neuem davor gewarnt, Anschluß beisoztaldemokratischenOrganisationen « Ju$en' wird dabei angeknüpft an einen Aufruf, den der „Verband der Eisenbahner Deutschlands" vor Kurzem in dem Berliner sozialdemokratischen Centralorgane .Vorwärts" erlassen hatte, worin die Angestellten der Staatseisenbahnen aufgefordert werden, zur Verbesserung ihrer Lage sich zu organistren und dem genannten Verbände beizutreten. „Die Staatseisenbahn-Verwaltung — so heißt es in der angeführten Darlegung — ist allen diesen Bestrebungen stets mit der bestimmten Erklärung entgegengetreten, daß die Betheiligung an derartigen ordnungsfetndlichen Bestrebungen und Vereinen mit der Beschäftigung im Dienste der Staatsbahn unverträglich sei, und daß daher der Beitritt zu solchen Verbänden, sowie die agitatorische Förderung ihrer Zwecke unnachsichtlich die | Kündigung des Dienstverhältnisses zur Folge haben würde." — Amtliche Kundgebungen dieser Art sind in neuerer Zeit mehrfach aufeinander gefolgt, so daß man aus den Gedanken kommen könnte, die Verwaltung der preußischen Staatsbahnen habe ganz bestimmte Gründe zu diesen wiederholten Warnungen. Diese letzteren an sich sind ohne Zweifel nur zu billigen. Besser ist es, die Angestellten der Staatsbahnen nicht im Geringsten im Unklaren zu lassen darüber, daß sie mit der Sozialdemokratie durchaus keine Verbindung haben dürfen. Und daß das nicht der Fall sein darf, darüber herrscht sicherlich nur eine Meinung, ausgenommen bei den Herren „Genossen" selbst.
X Das Avgeordnetetthans hat sich in seiner Sitzung am Samstag nur mit Petitionen
von nicht allgemeinem Interesse beschäftigt. Die Sitzung war recht schwach besucht, ein ungünstiges Vorzeichen für den nächsten Montag, wo die Obstruktion der Linken gegen die Waarenhaus- Steuer nur durch ein beschlußfähiges Haus erfolgreich bekämpft werden kann. Zu längeren Er- örterungen gaben mehrere Petitionen von Eisen- bahnunterbeamten Anlaß, für die die Kommission fast durchweg Uebergang zur Tagesordnung vorschlug. Namentlich die Petitionen der Lokomotivführer und Lokomotivheizer fanden warme Fürsprecher im Hause, besonders die Abgg. Dasbach und Dr. Kirsch vom Centrum und den antisemitischen Abg. Werner. Die Mehrheit des Hauses schloß sich indessen den Vorschlägen der Kommission an, so daß die Petitionen zurückgewiesen wurden. Die nächste Sitzung wurde auf Montag 11 Uhr angesetzt. Die Tagesordnung derselben weist zwei Punkte auf: Waarenhaus- Steuer und schlesische Hochwasser-Vorlage.
* das ^okettlßttm scheint Herr v. Miquel einen neuen Feldzug zu planen. In einem Artikel der.Schweinburg'schen Korrespondenz" heißt es u. A.: „Die volle persönliche und finanzielle Kraft des Staates und seiner Organe muß und wird in den Dienst des wirksamen Schutzes und der Erhaltung des Deutschthums in den östlichen Provinzen gestellt werden."" Aber auch das deutsche Volk im Ganzen müsse die Politik Preußens zur Wahrung des Deutschthums in seinen Ottmarken mit allen Kräften unterstützen „Das preußische Staatsministerium soll sich mit diesen Fragen in letzter Zeit ganz besonders befaßt haben."" — Der.Hannov. Kour.' scheint über Miquel's Pläne schon etwas erfahren zu haben. In einem Artikel über „Festigung des nationalen Gedankens" kommt er zu dem Schluffe, es müsse auf eine besondere polnische Bodengesetzgebung Bedacht genommen werden, damit nicht der deutsche Bauer in den Ostmarken ganz verschwinde. Soll etwa den Polen die Fähigkeit abgefprochen werden, Grundbesitz zu erwerben oder zu besitzen? — Nach einer Berliner Meldung der.Hamb. Nachr." sollen reichliche Mittel flüssig gemacht werden, dem Deutschthum der Provinz Posen zu Hilfe zu kom-1 men. Da wird wohl eine dritte Auflage des Hundertmillionen-Fonds geplant sein!
X Die pariser Wettairs steKrmg wird nach halbamtlicher Ankündigung vom Staatssekretär Grafen Posadowsky und voraussichtlich auch „von anderen betheiligten Ministern" besucht werden „mit Rücksicht auf die Bedeutung der Ausstellung für die internationalen wirlh- schaftlichen Beziehungen". Damit müssen sich die Franzosen begnügen an Stelle des ersehnten und nicht erlangten Kaiserbesuches.
h, Kleargynmafinm «ud Iurisprir-errz. Die .Deutsche Juristenzeitung" hat eine interessante Umfrage veranstaltet bei hervorragenden deutschen Juristen darüber, ob das Studium der Rechte den Abiturienten der Realgymnasien eröffnet werden soll. Die überwiegende Mehrzahl der befragten Herren hat geantwortet, daß unter den obwaltenden Verhältnissen Abiturienten von Realgymnasien zum Studium der Rechte nicht zugelassen werden sollten und daß die humanistische Bildung nicht beeinträchtigt werden dürfe. I
gibt zu allerhand wunderlichen und verkehrten Betrachtungen in der Presse Anlaß. Zunächst ist daß von den Fraktionsmitgliedern des Centrv.ms im ganzen 16 mit Nein ge- stimmt haben, 64 mit Ja. Von jenen 16 stammen 11 aus Bayern, 4 aus Schlesien und 1 aus der Rheinprovinz. Außerdem stimmten drei von den hannöverschen Hospitanten des Centrums mit Jcetn. Daß von den Konservativen zwei gegen die Vorlage stimmten, ist bekannt' elf von > •. , .. «,—,—-----, —•-
ihnen fehlten bei der Abstimmung. Die meisten roett.er n“$ so häufig angewandten Dichter- Stimmen für das Gesetz haben nach dem Centrum £ | UCVet^Öfen, $^at" ba&
dre Nationalliberalen geliefert, nämlich 47; sehr I 'te' l5^uqend, Böses muß gebären!
auffällig sind die starken Lücken bei der frei- -Verbündeten Regierungen können sehr sinnigen Volkspartei. Die freisinnige Volkspartei « eum bie Geschäftslage des Reichstages zählt im ganzen 27 Mitglieder und einen Hos- dre Zukunft erquicklicher zu machen und viele vitanten im Reichstage. Von diesen fehlten bei hervorragend geeignete Kräfte zur Mit-
der Abstimmung zehn Mitglieder und auch der beranzuziehen: erstens durch pünktlichere
Hospitant, ein Prozentsatz an Fehlenden, wie er und sorgfältigere Vorbereitung der gesetzgeberischen so hoch bei keiner andern Partei ist. Es wird Vermeidung aller unnöthigen Ueber-
manchem der Herren so gegangen sein wie Herrn siurzunginder Gesetzgebung und Gewährung Be ckh-Koburg, der seinen Wählern eigentlich I ftner Giitschadlgung an die Mitglieder des Reichs- Annahme der Flottenverstärkung unter gewissen 'eJ eS *n ber S°tm von Tagegeldern oder Voraussetzungen zugesagt hatte und dann auf tn tt9enb etner anderen Form!
Befehl seines allgewaltigen Parteiführers Eugen ---- --------------
Richter doch nicht dafür stimmen durfte, obwohl diese Voraussetzungen erfüllt waren. Herr Eugen Richter selber konnte an der Abstimmung nicht therlnehmen, sondern blieb ihr wegen Krankheit fern.
I Gartenhäuschen — das heißt, wenn Sie mir es gestatten."
„Ihr Besuch wird mich sehr freuen", entgegnete Mia förmlich, „doch nicht Ihrer Mittheilungen über das Testament des seligen Fräuleins wegen, das mich ja nicht im mindesten berührt."
„Nun, wer weiß. Tante Konradine hatte Sie doch sehr ins Herz geschloffen. Vielleicht hat Sie Ihnen auch etwas vermacht."
»Ich hoffe nicht. Kleine Andenken hat Fräu- lem Uhle mir schon zu ihren Lebzeiten geschenkt, die genügen mir."
„Sie sind in der That sehr genügsam", entgegnete Olga spitz. „Aber da kommt ja der Diener, um dre Teller zu holen. Also darf ich Sie einmal besuchen?"
+ Italienische Landarbeiter waren, wie bereits mehrfach berichtet, in italienischen Zeitungen davor gewarnt worden, Arbeit in Deutschland zu suchen; und zwar standen italienische Minister selbst hinter diesen Warnungen. In einer dieser Warnungen ist wörtlich zu lesen: „Es möge darauf hingewiesen werden, daß der Hauptgrund für die Aus- j Wanderung der Arbeiter (nämlich vom Lande nach der Stadt in Deutschland. Red.) in der elenden Lage zu suchen ist, die chnen durch die Gleichgiltigkeit und Gewinnsucht der Eigenthümer bereitet wird . . ." Die verranntesten sozialdemokratischen Organe könnten die Wahrheit nicht schlimmer entstellen, als dies hier geschieht; und nunmehr, da man den Wortlaut dieser sogenannten Warnungen kennt, weiß man erst genau, wie nothwendig es war, daß Staatssekretär Graf Bülow nach einer Mittheilung im Reichstage Vorstellungen bei der italienischen Regierung erhob und um die Richtigstellung dieser unwahren Verdächtigungen ersuchte.
nur in der reinen Atmosphäre befreien konnte, die Mia Ruland zu umschweben schien.
„Fräulein Ruland laffen sich für heute ent- | schuldigen", meldete Friedrich.
„Es ist gut."
„Haben der Herr Hauptmann sonst noch Befehle ?"
„Nein, Sie können gehen."
„Zu Befehl, Herr Hauptmann."
Mißmuthig warf sich Konrad in einen Sessel, zündete sich eine Cigarette an und blickte mit finsteren Augen in die dichten Dampfwolken, als könnte er in ihnen die Zukunft lesen.
Aber die Dampfwolken ballten sich zusammen und lösten sich wieder, um sich von Neuem wieder zu ballen — eine Antwort auf die Frage, die in dem mißmuthigen Herzen Konrads sich regte, gaben sie nicht.
Inzwischen half Olga der alten Wirthschafterin und Mia in der Küche bei der Zubereitung eines leichten Frühstücks und im Eßzimmer beim Tischdecken. Das heißt, helfen konnte man dieses Herumstehen, dieses Lachen und Plaudern, dieses Teller in die Hand nehmen und wieder fortstellen eigentlich nicht nennen. Das schöne, elegante Mädchen war überall und nirgends.
Bald hüpfte sie ins Eßzimmer, bald stand sie neben dem Herde, bald klapperte sie mit Gläsern und Tellern in der Speisekammer. Eine queck-, ........™ x,ann reia)te m
,befec^e sie. Mit ihrem weib- Friedrich die Teller und begab sich in die Küche lichen Instinkt witterte sie die Gefahr, welche ihrer 1 - ° m me Küche.
Liebe zu Konrad durch den Umgang desselben mit Mina Ruland drohte. Sie merkte das Gefallen welches ihr Vetter an der schlanken, blonden Malerin gefunden und sann darüber nach, wie sie die „rothe Schlange" — so nannte sie Mia insgeheim — unschädlich machen könnte. Endlich glaubte sie ein Mittel gefunden zu haben.
Als die beiden Mädchen in der Speisekammer beschäftigt waren, fragte Olga plötzlich: „Wissen Sie, Fräulein Mia, welches sonderbare Testament die selige Tante gemacht hat?"
„Wie sollte ich? Fräulein Uhle hat mich nicht in das Vertrauen gezogen."
Me । ymwiyticii. ziuci ue veoaueiie vvcy oen armen 68 ” iUr ^*5?' 2^ besuche Konrad, wenn sie daran dachte, daß er eine Frau Ue tn ^eftn Tagen einmal m Ihrem idyllischen | wie Olga Grottler erhalten würde. Sie erkannte
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Konrad wartete in den nächsten Tagen vergeblich, daß Mia in dem Atelier erscheinen sollte. Endlich schickte er Friedrich mit einem schönen Gruße nach dem Gartenhause, ob Fräulein Mia nicht zum Malen kommen wollte. Die junge Künstlerin ließ sich entschuldigen, häusliche Pflichten hielten sie zurück.
Mißmuthig warf Konrad Pinsel und Palette — er hatte sein Bild „Cowboys auf der Fährte eines Pferdediebes" begonnen — bei Seite.
„Womit war denn Fräulein Ruland beschäftigt?" fragte er.
„Mit nichts, Herr Hauptmann. Das Fräulein hatte Besuch."
„Besuch?"
«Ja, Fräulein Grottler war da." (F. f.)
„Sie lachte so glücklich, st« lachte so toll Und mit so weißen Zähnen, Und wenn ich an dies Lachen denk', Dann wein' ich plötzlich Thränen . . .*
Das Mädchen war wirklich eine überaus muthige Erscheinung.
Berlin, den 16. Juni.
+ Ans dem preußischen Landtage.
Das Herrenhaus hat am heutigen Samstag
Nicht weniger als 60 Mitglieder des Reicks- b‘e ^beräumte Sitzung nicht abgehalten, da nach tages fehlten bei der Abstimmung überdie etneJ Kundgebungdes Präsidenten „Berathungs- Flottenvorlage ohne Entschuldigung, 10 waren augenblicklich dem Herrenhause nicht entschuldigt, 14 beurlaubt und 5 krank. Im ETÄ? ®‘e "ad)fte Sitzung ist auf Montag Ganzen fehlten also von den 397 Mitgliedern des Nachmittags 3 Uhr angesetzt, dr vorher das A b- Reichstages nicht weniger als 89 geordnetenhaus abstimmen muß überdie
Reichstage anzunehmen, auch noch ferner brinae» Verabschiedung des Gesetzes überhaupt zu hinter- Um 5Ä’STfcÄ
wesentlich auch um die Eintheilung der Arbeiten des Reichstages.
, *'*N-rNi,,16. Juni. Der Kaiser besichtigte heute 4 früh auf der Bahrenwalder Haide bei Hannover das Königs-Ulanen-Reaiment und reiste Mittags 12'/- Uhr von Hannover nach Lübeck, wo die feierliche Eröffnung des Elbe-Trave-Kanals staitfand. Der Aufenthalt des Kaisers in Lübeck dauerte nur 1'/» Stunden. Am Dienstag wird der Kaiser mit der Yacht „Hohenzollern" in Wilhelmshaven Eintreffen und von da mittels Sonderzuges nach Oldenburg weiter fahren, um an der Beisetzung der Leiche des Großherzogs theilzunehmen. — Der,Kreuz- zeitung' zufolge hat der Kaiser am 11. Juni nach dem
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