Erscheint täglich, ar. Ausnahme der
gtutoa, Samstag, den 9. Juni 1900.
JK 131.
Fulda und au8» »ärtslM.SOPf.
“SÄSS“' mit Ztnlerhattungs-Meikage „Mßrirte Sonntags-Zeitung!' pttoregaffe Hf. 2 (Barmonie).
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27. Jahrgang.
G Die Flottenvorlage im Reichstage.
Dritter Tag.
Das eigentliche Flottengesetz ist am Donners- tag in zweiter Berathung erledigt und unverändert nach den Vorschlägen der Budgetkom- Mission angenommen worden. Heute kamen die Gesetze an die Reihe, die für die geeignete Deckung der Kosten sorgen sollen: die Nowellen zum Stempelgesetze und zum Zoll- tarifgesetze.
Beide Novellen sind wahrhaftig in der Budgetkommission anssührlich und eingehend genug berathen worden, und die Verbündeten Regierungen haben auskömmlich lange Zeit gehabt dazu, über zweifelhafte Punkte sich Klarheit und Gewißheit zu verschaffen durch Beschaffung des ersorderlichen Materials. Aber erstaunlicherweise erklärte auch heute der Herr Schatzsekretär Freiherr v. Thielmann, daß er über die Wirkung des von der Budgetkommission beantragten Kuxstempels noch immer keine bestimmte Auskunft geben könnte. Dagegen fühlte sich der preußische Handelsminister Brefeld Veranlaßt, Herrn Eugen Richter und einige von diesem bei der ernstenSoche sehr übel angebrachte faule Witze zu unterstützen, indem er dem Reichstage rieth, die von der Kommission vorgeschlagenen Stempel für die Kuxe, also für die Antheil- scheine gewerkschaftlich betriebener Bergwerke, nach einem von dem Abg. Richter eingebrachten Anträge einfach wieder zu streichen. In der Budgetkommission hat man von Herrn Minister Brefeld niemals ein Sterbenswörtchen vernommen ; danach war es mindestens unzeitgemäß, NUN noch nachträglich im Bunde mit Herrn Eugen Richter und den Sozialdemokraten dem Zustandekommen der Flottenvorlage allerhand Schwierigkeiten in den Weg zu legen. Der Abg. Müller-Fulda las der Regierung gebührend den T,xt, worauf die Anträge der Kommission in namentlicher Abstimmung mit 180 gegen 103 Stimmen angenommen wurden. Mit der Opposition stimmte auch der Abg. Prinz Alexander zu Hohenlohe, der Sohn des Reichskanzlers!
Herr Richter erschien noch mit einigen anderen Abänderungsanträgen auf der Bildfläche. Aber auch diese theilten das Geschick ihres Vorgängers, ein Umstand, der den Antragsteller augenscheinlich wieilerholt in den Zustand des sogenannten Galgenhumors versetzte. Es sollte ein Witz sein, als er sagte, der Abg. Müller-Fulda paffe gut zum Finanzminister; Herr Richter schien gar kein Gefühl dafür zu Haden, daß er damit eine volle und ganze Wahrheit aussprach.
Neues Leben kam in das Haus, als Abg. Dr. Heim vom Centrum seinen Antrag ein« brachte, den Umsatz von Aktien, industriellen und ausländischen Obligationen höher zu besteuern, als die Kommission vorschlägt, nämlich mit 4/10 statt 3/10 vom Tausend. Lang und weitschweifig sprachen gegen den Antrag die Ab-
Am Gulenthurme.
Roman von O. Elster.
10 ------ (Nachdruck verboten.)
Der Regierungsrath hörte diskret lächelnd, als wollte er bemerkbar machen, daß ihm die Mittheilungen des Oberbürgermeisters nichts Neues seien, diesem zu und aß und trank dabei fortwährend; die Rönnebergs wagten in solch vornehmer Gesellschaft nicht zu sprechen. Frau v. Fritzen lachte und schäkerte mit dem Rittmeister; Frau Grottler litt an Migräne und lehnte erschöpft in dem Sesfel, und der Kommerzienrath starrte vor sich hin, als sei er in tiefsinnige Börsenkombinationen vertieft.
So kam es, daß Konrad und Olga sich ziemlich allein überlaffen waren. Konrad bereute dies durchaus nicht, denn Olga unterhielt in ihrer schelmischen Weise ganz allerliebst. Sie gab sich alle Mühe, sich ihrem Vetter von ihrer besten Seite zu zeigen.
Als er sich gegen Abend verabschiedete, reichte sie ihm beide Hände, sah ihn zärtlich lächelnd an und sprach leise: „Nicht wahr, lieber Vetter, Du besuchst uns recht, recht oft. Betrachte unser Haus wie Dein Vaterhaus. Du stehst ja sonst so einsam da. — Wie ist es denn, bist Du Reiter?"
„O gewiß, wenn auch vielleicht nicht so kunstgerecht wie Erich."
„Das ist charmant. Dann mußt Du mit mir ausreiten. Du kannst Papas Pferd nehmen; er 'reitet nicht mehr und es ist so langweilig, stets
geordneten Büsing von den Nationalliberalen und Bankbirektor von Siemens von der freisinnigen Vereinigung. Ihnen schloffen die in Börsenfragen neuerdings stets einigen Abgeordneten Eugen Richter und Obergenoffe Singer sich an; aber auch Schatzsekretär Freiherr v. Thielmann sprach gegen den Antrag, weil er befürchtet, daß die Annahme desselben eher zu ju einer Verminderung als zu einer Vermehrung der Reichseinnahmen führen werde. Die Mehrheit des Centrums stimmte für den Antrag Heim. Da aber von der Rechten, namentlich von den Freikonservativen, viele Stimmen „Nein" lauteten, wurde der Antrag abgelehnt.
Mittlerweile war es 7 Uhr geworden, so daß die weitere Berathung auf Samstag vertagt werden mußte. Vorher hatte man gehofft, heute die Deckungsfrage in zweiter Lesung beendigen zu können.
Genera! Andre,
der neue französische Kriegsminister.
r & te r- h-
Zum Nachfolger des zurückgetretenen französischen Kriegsministers Gallifet ist General Andr« berufen, dessen Porträt wir unseren Lesern vorstehend bringen, da in dem französischen Kabinet die Besetzung des Kriegsministeriums aus den verschiedensten Gründen stets von großer Bedeutung ist. General Andro ist 1838 geboren, also 62 Jahre alt und stammt aus Burgund. Als Zögling der Polytechnischen Schule wurde er 1859 Unterleutnant der Artillerie und stieg von Grad zu Grad, bis er 1893 zum Brigadegeneral und zugleich zum Kommandanten der Polytechnischen Schule ernannt wurde, in welcher Eigenschaft er sich sehr beliebt machte. 1999 zum Dioisionsgeneral ernannt, übernahm er das Kommando der eben aus Orleans nach Paris versetzten 10. Infanteriedivision. Er gilt für sehr energisch und praktisch; von hoher Gestalt und elastischem Gange, macht er den Eindruck eines rüstigen Osiziers, der den Strapazen, auch des Parlamentarismus, beffer gewachsen ist, als fein Vorgänger.
von dem Reitknechte gefolgt, spaziren zu reiten Nicht wahr, Vetter, Du begleitest mich recht oft?"
„Wenn ich Dir damit einen Dienst erweisen kann, sehr gern."
Dankbar drückte sie seine Hände und schien sie nicht loslaffen z« wollen. Er führte ihre Hand zärtlich feine Lippen, wobei sie lächelte und leicht erröthete. Plötzlich riß er sich los und stürmte die Treppe hinunter.
Was war nun mit ihm vorgegangen? Der Champagner mußte seine Sinne erhitzt haben, daß er sich von der kleinen schwarzäugigen Hexe so ganz und gor umstricken lassen konnte. Ats jetzt die kühle Abendluft feine heißen Wangen umspielte, kam er wieder einigermaßen zur Besinnung. Noch rollte das Blut in seinen Adern auf und ab, aber nach und nach gewann der kühle Verstand wieder die Herrschaft über die erregten Sinne und ärgerlich sprach der Hauptmann a. D. und Schlachtenmaler zu sich selber: „Konrad Uhle, Du hast Dich betragen, wie ein unreifer Primaner."
Beschämt schlich er sich in seine Wohnung. Aus dem Eulenneste drang fröhlicher Lärm; deutlich erkannte er die krähende Stimme Anton Rulands. „Auch da hast Du Dich schön blamirt", flüsterte Konrad und tappte int Dunkeln die Treppe hinauf in sein Zimmer.
Heute Abend erwarteten ihn die Stammgäste des Eulennestes vergeblich.
* * *
Seltsame Träume raubten Konrad die Nachtruhe. In buntem Reigen umgaukelte ihn eine Schaar Schmetterlinge, die menschliche Gesichter besaßen und eine ganz verzwickte Aehnlichkeit mit
Deutsches Reich.
Berlin, den 8. Juni.
h Der preuhische Landtag wird bis Fronleichnam nicht mit seinen Arbeiten fertig werden können. Die langen Arbeitspausen des Abgeordnetenhauses vor Ostern und vor Pfingsten müssen nunmehr ausgeglichen werden durch ängeres Tagen in den Sommer hinein; aber bis etwa zum 20. Juni darf man auch den Schluß der Tagung des Landtages erwarten.
* Der Ständige Ausschuß des De«t- scherr Laudwirthschaftsrathes tritt am 15. und 16. ds. Mts. in Dresden zusammen, um über folgende Gegenstände zu berathen: 1. Errichtung von Landwirthschaftskammern in den deutschen Bundesstaaten und Errichtung einer Central-Landwirthschaftskammer für das Deutsche Reich. 2. Die Höhe der land wirth- schaftlichen Zölle nach Ablauf der jetzigen Handelsverträge. 3. Ergebniffe der Erhebungen über die Rentabilität typischer Landwirth- fchaftsbetriebe. 4. Die wirthschaftliche und soziale Bedeutung der deutschenLandwirth- schaft nach den Berufs- und Betriebs-Zählungen von 1882 und 1895.
+ Krheörmge« Über de« Akkohokism«» soll das Berliner Statistische Bureau auf Anweisung des Kultusministers anstellen, und zwar diesmal über den besonderen und außerordentlich wichtigen Punkt, wie die Abkömmlinge von gewohnheitsmäßigen Trinkern durch diese Leidenschaft ihrer Väter in Mitleidenschaft gezogen werden, sowohl in gesundheitlicher als auch in sittlicher Beziehung. Daß auch die Abkömmlinge von Trinkern durch den Alkoholismus dieser letzteren in bedauerliche Mitleidenschaft gezogen werden, ist ja längst bekannt; aber bisher fehlten noch einigermaßen bestimmte Angaben darüber. Solche Angaben zu sammeln ist nun die Aufgabe des statistischen Bureaus, die allerdings nichts weniger als leicht, aber desto verdienstlicher ist.
® Ai- lex A-ivz- ist, wie schon telegraphisch gemeldet, am • Donnerstag vom Bundesrathe in dessen letzter Sitzung angenommen worden. Damit sind die Akten über diesen zehn Jahre lang umstrittenen Gesetzentwurf einstweilen geschloffen — vermuthlich nicht für alle Zeiten.
* Das Maaretthsttskeuergesetz wurde heute in der Herrenhaus-Kommission berathen. Minister v. Miquel wandte sich insbesondere gegen die vom Abgeordnetenhause beschlosiene Bestimmung, daß die Besteuerung bereits bei einem Jahresumsatz von 300 000 Mk. beginnen soll. Von Mitgliedern des Herrenhauses wurde der Vorschlag gemacht, ein Kompromiß abzuschließen und die Besteuerung bei einem Jahresumsätze von 400 000 Mk. eintreten zu lassen. Miquel wird mit sich handeln lassen!
+ Zum Morde i« Kemitz. Durch eine Veröffentlichung in einem Danztger Blatte ist eine ganz neue Lesart in die Besprechungen des Konitzer Mordes hineingekommen. Die Veröffentlichung soll von einem Strafanstalts-Geistlichen stammen, der leider nicht genannt ist, und dieser wiederum soll seineKenntniß von einem
Strafgefangenen haben, der, ein getaufter Jude, tn einer strenggläubigen jüdischen Familie erzogen worden ist. Danach müßte der ermordete Ter- taner Winter das Opfer eines geheime« üdischen Rachegerichtes geworden sein, das hn in einen Hinterhalt lockte und dort umbrachte zur Strafe dafür, daß er mehrere Judenmädchen entehrte. In der Zuschrift des Danziger Blattes wird darauf hingewiesen, daß das Strafgericht wahrscheinlich aus den fremden Juden zusammengesetzt gewesen sei, die sich zur Zeit des Mordes n Könitz aufhielten. Etwas in dieser Zuschrift ümmt mit den bekannten Thatsachen jedenfalls iberein, nämlich die Anwesenheit fremder Juden in Könitz zur Zeit des Mordes und daS chleunige und spurlose Verschwinden iniget derselben. Um so mehr ist zu bedauern, >aß der Verfasser der Zuschrift sich nicht nennt. In Verbindung damit ist sehr bemerkenswerth, daß in einer ganzen Reihe von Blättern die untersuchenden Behörden der Lässigkeit >ei ihrem Thun beschuldigt werden. Das geschieht nicht nur in antisemitischen Blättern, sondern in solchen Zeitungen, die sich stets aller gefliffentlich antisemitischen Hetzerei fern gehalten haben; und nach ebenfalls vollkommen mit einander übereinstimmenden Zeitungsmeldungen herrscht auch in der Bevölkerung von Könitz die Annahme vor, daß die Behörden ihre Schuldigkeit nicht thaten oder gar in dem voll erforderlichen Umfange nicht thun wollten. Dem gegenüber ist es nur sehr zu bedauern, daß die angekündigre Interpellation über die Haltung der Behörden zu dem Morde im preußischen Herrenhause nicht zur Besprechung gekommen ist. Es ist nach und nach zur Noth- wendigkeit geworden, daß die Regierung zuverlässigen und genauen Bescheid darüber gibt, was geschehen ist und noch geschieht zur Aufklärung des grauenvollen Mordes; und es würde ohne Zweifel am besten fein, wenn der preußische Minister deS Innern selbst eine der Sitzungen desAbgeordnetenhauses in diesen Tagen benutzen wollte. Es muß ihm daran gelegen sein, den gegen die Kriminal-Polizei erhobenen schweren Vorwurf der Lässigkeit zurückzuweisen und klar zu stellen, daß die Behörden nur deswegen schuldige Untersuchungen gegen Juden unterließen, weil sie von der Annahme ausgingen, daß es einen sogen. Ritualmord nicht gebe. Denn es sei nochmals wiederholt: daraus, daß es einen Ritualmord nicht gibt, folgt noch lange nicht, daß nicht ein Jude oder mehrere Jaden die scheußliche That begangen haben können.
A«s dem Reichstage.
•HP 206. Sitzung vom 8. Juni 1900, 1 Uhr.
Die Deklaration zu dem internationalen Abkommen über Maßnahmen gegen die Pest wird ohne Debatte in dritter Lesung genehmigt.
Es folgt die zweite Lesung der Novelle zum Stempelgesetze. „
Bei Nr. 1: Aktienstempel empfiehlt der natl. Abg. Aassermau« eine etwas andere Fassung, und zwar zur zweifellosen Feststellung, daß auch die nicht voll eingezahlten Namensaktien ebenso wie die JnterimSscheine nach dem EinzahlungSbe- trage, nicht nach dem Nennwerthe besteuert werden sollen.
Die Abgg. Graf Arnim (freikons.) und Müller- Fulda (Ctr.) stimmen dem Anträge zu, worauf dieser
den Herren und Damen besaßen, die Konrad bei Onkel Grottler getroffen hatte. Da schwebte der Vetter Rittmeister als prächtiges „Ordensband" auf brennend rothgestreisten Schwingen herbei, zärtlich mit einem prächtigem „Pfauenauge" kokettirend, welches das Antlitz der Baronin von Fritzen trug. Professor Rönneberg zeigte sich in dem einfachen Gewände einer grauen Motte, Julchen Mittenzweig als bescheidener Kohlweißling. Der Bürgermeister kam als prächtiger japanischer Falter, während der Geheime Regierungsrath sich in dem feierlichen Schwarz eines großen „Schwalbenschwanzes" präsentirte. Oberstleutnant Rackonitz hatte sich in einem bunten ausländischen Falter verwandelt, den Konrad oft in den südamerikanischen Wäldern gesehen hatte, während Onkel und Tante Grottler als dunkle, melancholische Nachtfalter erschienen, lieber allen aber flatterte im silbernen, zauberhaften Lichte eine zarte bläulich-grünliche Libelle, die gar an« muthig auf Konrad herablächelte und in der der Träumende sofort Olga Grottler wieder erkannte.
Das gaukelte und schwirrte und summte und brummte um den unglücklichen Träumer, daß dieser zu keinem rechten erq'ckenden Schlaf kommen konnte. Bald setzte sich der Onkel Kommerzienrath mit feinen rauhen Beinen auf die Brust des Schlafenden und sog ihm mit langem gierigen Rüffel das Herzblut aus. Bald umfunte ihn zornig Vetter Erich, das rothe „Ordensband", ihn mit herausfordernden Blicken betrachtend. Bald wollte ihn das wunderschöne „Pfauenauge" zu einer Thorheit verleiten, bafd setzten sich der japanische Falter und Oberbürgermeister und 6er südamerikanische Schmetterling und Oberstleut
nant vor ihn auf das Deckbett, indem sie endlose Vorträge hielten und dabei würdevoll mit den bunten Flügeln winltrn und nickten. Dann befand er sich wieder auf fruchtloser Jagd nach der lieblichen, blau-grünen Libelle. Sie gaukelte unablässig vor ihm her, vergeblich suchte er sie zu Haschen; streckte er die Hand nach ihr aus, entschwand sie, wie durch die Luftbewegung fort- getrieben.
Endlich gegen Morgen verschwanden die Spukgestalten feiner Träume. Ec versank in einen liefen Schlummer, aus dem er erquickt erwachte. Ec lachte über die Traumbäder der Nacht, jetzt, wo die Morgensonne so hell und klar durch die spiegelblanken Scheiben strahlte. Rasch kleidete er sich an und trat auf die Veranda, die nach Art der alten Holzhäuser, auf der Hofseite an den Fenstern der ersten Etage vorüberlief. Von dieser Veranda aus konnte man den ganzen Hof und ein großer Theil des Gartens Überblicken.
Konrad bemerkte, daß der große Garten arg verwildert trat. Auf den wenigen Blumenbeeten wucherte zwischen den Rosen und anderen Blumen das Untraut. Die Rosen halten lange, unechte Schößlinge getrieben und die Nelken und die Stiefmütterchen sahen verweht und vertrocknet aus. Das Gebüsch war dicht und verworren, die Obstbäume waren zu sehr ins Holz gegangen, als daß sie hätten viel Früchte tragen können, die Kastanien, Wallnußbäume und einige Linden hatten sich seit dem letzten Hiersein Konrads noch mehr ausgebreitet und beschatteten vollkommen die großen Rasenplätze, auf denen das Gras in diesem Sommer noch nicht geschnitten war.