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27. Jahrgang
Iulöa, Samstag, dm 2. Juni 1900.
M 126
alle Zeitm!
+ Die GötHeSSude, anfänglich in ihrem
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zu lesen war:
Das war
Wege« des hl. Pfingstfestes wird die «ächste Nummer unseres Blattes erst am
Dienstag ausgegeben.
Ein anderer Stammtisch bestand aus Künstlern, Baumeistern, dem Redakteur der Zeitung, der eigentlich Setzer war, aber im Stadtklatsch wie im Wirthshause eine Größe ersten Ranges war. Ein dritter Tisch sür gelegentliche Besucher blieb reseroirt.
Die gelegentlichen Besucher stellten sich denn Auch sehr oft ein und rekrutirten sich merkwür- bigenveise aus den „honettesten" Leuten der Stadt. Spät am Abend kamen sie allerdings erst, als ob sie sich scheuten, gesehen zu werden. Aber sie Ismen doch und ließen sich den guten Wein des Herrn Friedrich Wilhelm Nettemayer vortrefflich Nunden und ergötzten sich an den Scherzen der beiden Stammgesellschaften. Denn langweilig ging ts im Eulennest nicht zu, wenn die Fröhlichkeit
auch niemals in lauten wüsten Lärm ausartete. Eine stille, gemüthliche Lustigkeit herrschte jeder Zeit im Eulennest; wenn auch kein Wort gesprochen wurde und es im Eulenneste so still war, baß man die Fliege an den Butzenscheiben summen hörte, so ruhte doch über der ganzen Gesellschaft ber Abglanz der guten Laune und spiegelte sich auf den vergnügt schmunzelnden Gesichtern der alten Burschen wieder. Freilich mußte man erst einige Zeit im Eulenneste verkehrt haben, ehe aran diese stille gemüthliche wortkarge Fröhlichkeit begriff, und man mußte erst einigemale die Scherz- Und Spottreden der alten Burschen haben über sich Eulennest, ergehen lassen, ehe man als wirklicher Stammgast | C" _
blick still und blickte lächelnd zu dem verkleinerten Abblld der goldenen Eule, die über der HauS- thür Wache hielt, empor. In den Krallen hielt die Eule ein sich in wunderbaren Windungen schlängelndes Band, auf dem hier über der Weinstube ebenso wie über der Hausthür der alte Vers
„Ach Gott wie geht daS immer zu. Daß die mich Haffen, denen ich nichts thu'. Die unS nichts gönnen und nichts geben, Müffen dennoch leiden, daß wir leben."
diese Thatfachen vorhielten und namentlich die Frage aufwarfen: wie kamt ihr denn dazu, ein solches Hallo aufzuschlagen, als bei den bayerischen Landtagswahlen sozialdemokratische Wahlmänner ihre Stimmen in zwei Wahlkreisen für Centrumskandidaten abgaben? — wo noch dazu ganz klar der Nachweis geführt war, daß die Herren Liberalen sich die größte Mühe gegeben hatten, die Unterstützung der Sozialdemokraten zu erhalten, sie aber nicht bekommen hatten, während es damals dem Centrum gar nicht eingefallen war, so feurig um die sozial- , ö „ „.., , . „
demokratischen Wahlmännerstimmen zu werben, Entstehungsorte München als „Hemzebund" aus- sondern nahm, was es nun eben bekommen gethan, werden vermuthlich bald abgewirthschaftet
Auch die Stammgäste steckten die Köpfe zusammen. Konrad bemerkte zu seinem Vergnügen, daß man ihn nicht wieder erkannte.
Die Thür öffnete sich abermals und die Gestalt eines kleinen, dürren Männchens mit langen, grauen Locken, einem kurz gehaltenen Knebelbart ä la Rembrandt und einer karfunkelrothen Habichtsnase trat ein. DaS Männchen trug einen schäbigen dunkelbraunen Sammetrock und Helle Beinkleider, I die viel zu weit waren, so daß sie auf den großen Füßen des Mannes in tausend Falten zusammenfielen. Ein buntes Hemd mit breitem Kragen, ein rothes Halstuch und ein breiter Gürtel vervollständigten den etwas phantastischen Anzug des
neuen Gastes.
„Halloh, Ruland!" rief man ihm von dem Stammtische der Künstler und Architekten entgegen, wo steckt Ihr so lange? ES ist schon 10 Uhr vorüber.«
„Weiß ich,« versetzte der neue Gast mit ernster Würde, ließ sich an den Tisch nieder, drehte sich eine Cigarrette, stürzte ein Glas Wein hinab, das
müht oder gar auch nur bekümmert habe. Diese Lügen haben gar zu kurze Beine.
Ganz lächerlich aber ist die BehauptMg eines süddeuWhen Blattes, aus den Vorgänge» in dem genannten Wahlkreise könnte man ersehen, daß die Sozialdemokraten sich schon so stark „gemausert" Hütten, daß sie sich „den Nationalliberalen verwandt fühlten und diesen deswegen ihre Stimmen zuwandten«. Diese Anschauung von der Sozialdemokratie ist gar zu — kindlich. Die Nationalliberalen aber werden dabei wieder ein
mal an den alten Spruch gedacht haben, daß Gott sie behüten möge vor ihren Freunden.
Die Wahl in Offenburg-Kehl und ihre Geschichte muß man sich jedenfÄls merken. Sie ist es werth, in frischer Erinnerung zu bleiben für
Eulennestes und starrte wortlos in den trüben Dunstkreis der unruhigen, flackernden Gasflamme.
„Was zum Henker sehlt Ihnen denn heute, Ruland?" sragte der Stadtphyfikus. „Sie machen ja ein Gesicht wie ein verschnupfter Kater."
„Ja, meine Herren", entgegnete Herr Ruland, „ich habe Ihnen eine wichtige Mittheilung zu machen. Heute Abend ist der neue Hausbesitzer des Eulenthurmes eingetroffen."
Markobrunner.
Aufmerksam beobachtete ihn Herr Nettemayer.
denn man darf sich auch manches bitteren, unge- i rechten Wortes erinnern, das vergeffen zu machen bisher nicht versucht wurde.
Ja, der Geist des Kampfes ist sogar | von Jahr zu Jahr mehr aufs Neue belebt j und gestärkt worde». Der Evangelische Bund | hat es von seinem ersten Auftreten an bis zu den Tagen von Nürnberg und bis aus den heutigen Tag nicht an sich fehlen laffen, um die protestantische Mehrheit gegen die katholische Minderheit tm Reiche aufzuhetzen. Und gewiß nicht ohne Erfolg. Mehr und mehr ist sein Einfluß in den offiziellen Kreisen der protestantischen Kirchenregierungen gewachsen, aber auch die staatlichen Regierungen beugten sich ihm wiederholt, wie ja das Schicksal des so oft schon vom Reichstag I angenommenen, aber vom Bundesrathe als „Kräutchen Rühr mich nicht an" behandelten Antrag auf Aufhebung des Ausnahmegesetzes gegen die deutschen Katholiken erweist, das treue Diener der Kirche vom Boden des Vaterlandes | verbannt, weil sie der Gesellschaft Jesu und ver-1 wandten Orden angehörten.
Zugleich regt sich mächtig der ungläubige ; Geist und richtet seine Angriffe vornehmlich gegen die katholische Kirche, weil er in ihr seinen mächtigsten Gegner erkennt. Der Sturm, den wir soeben erst erlebt haben, und der gekennzeichnet ist durch das Wort eines modernen Geistesheroen „gegen die Moral von Bibel und Katechismus", hat die Sachlage grell beleuchtet und die zwei großen Heerlager auch | dem blödes!« n Auge deutlich erkennbar gemacht: Hier die Massen derer, die als Diener Mammons und Astartes eine Religion der Zügellosigkeit und der Emanzipation des Fleisches, von den Fesseln einer festen sittlichen Ordnung pflegen und predigen, dort hartbedrängt das Fähnlein jener Streiter, die sich um Christi Banner schaaren und wider den unheiligen Geist den heiligen Geist Gottes anrufen.
Und wir verzagen nicht in diesem Kampfe. Wohl wissen wir, daß wir treu und standhaft auf der Wacht stehen müffen, daß wir keine Verfolgung, nicht Gewalt, noch Spott und Hohn scheuen dürfen, aber wir wissen auch, daß der Sieg dort sein muß, wo der erhabene Geist des allmächtigen Gottes lebt und wirkt, in der Kirche Jesu Christi!
Rücken kehrte.
So war das Eulennest beschaffen, das bei allen honetten Leuten und hauptsächlich bei allen Hausfrauen, die darauf hielten, daß ihre Gatten pünktlich um 10 Uhr zu Bett gingen, in üblem Leumund stand. Konrad kannte das Eulennest von alter Zeit; er war begierig, zu erfahren, wer von den alten Stammgästen abberufen war zur ewigen Ruhe und welche neuen Gäste hinzugekommen waren.
Vorder kleinen Treppe stand er einen Augen-
Deutsches Keich.
Berlin, den 1. Juni.
haben. Schon jetzt zeigt sich, was eigentlich des Pudels Kern ist: Haß gegen das Christen- thum. Die angebliche Freundschaft für die Kunst war nur das dürftige Deckmäntelchen. Daß es so ist, hat die letzte Versammlung des Berliner Göthebundes im Zirkus Renz in Berlin erwiesen; dort hat man unmittelbar und noch dazu in leidenschaftlicher Form zum Kampfe gegen das Christenthum aufgefordert, und auch in liberalen Kreisen schüttelt man bereits bedenklich die Köpfe. Diese Bedenken kommen sehr scharf zum Ausdruck in einer Entschließung, die mit großer Mehrheit von der protestantischen Kreissynode Berlin II angenommen worden ist. Dieselbe lautet: „Die ! Kreissynode spricht ihr Bedauern und ihre Entrüstung aus über die Vorkommnisse in der Versammlung des Göthebundes im Zirkus Renz, in welcher verschiedene christenthumS- feindliche Redner wiederholt in schärfster Form zum Kampfe wider die christliche Kirche, die christliche Sittlichkeit und wider die Geistlichkeit beider christlichen Konfessionen aufrufen konnten, ohne daß in der Versammlung Widerspruch dagegen erhoben wurde." Auch die meisten der anwesenden liberalen Mitglieder der Kreissynode haben für diese Entschließung gestimmt.
* Das Ka«deksproviforr«m mit England soll nach dem Reichstagsbeschluffe zweiter Lesung nur bis zum 30. Juli 1901 verlängert werden, während die Regierungsvorlage keine Fristbestimmung enthielt. An sich hat bifr vom Reichstage vorgenommene Aenderung ja nicht viel zu bedeuten, da eine abermalige Verlängerung eintreten wird, wenn über ein Jahr der neue Vertrag mit England noch nicht zu Stande gekommen ist und weiter verhandelt werden soll. Anscheinend offiziös wird jedoch verschiedenen Blättern geschrieben, die Regierung werde sich bei der dritten Lesung mühen, den Reichstag zur Zurücknahme seines Beschlusses, mindestens aber zur Ausdehnung der Frist bis 1903 zu veranlassen. Für eine solche Regelung der Frage sprächen zwei praktische Erwägungen. So lange nämlich
auch im badischen Landtage deswegen gemeinsam gegen das Centrum ausmarschirt! Und es fehlte ja auch gar nicht mehr viel daran, daß die Na- tionallibrralen im Reichstage trotz aller voraufgegangenen Betheuerungen im entgegengesetzten Sinne die Obstruktion der Sozialdemokraten und Demokraten in aller Form mitmachten. Der Anfang dazu war ja bereits vollzogen!
Es konnte nicht fehlen, daß die Centrumsblätter in Baden den Nationalliberalen alle
die Spottreden der alten Gäste mit ruhigem, grinsenden Gleichmuth, erwiderte man mit gleicher Münze, dann wurde man sehr bald Mitglied der einen oder der anderen Tafelrunde. Zeigte man sich verletzt durch die allerdings oft nicht sehr zarten Neckereien, dann war man kein Gast für i m 71 her eine
das Eulennest, dann wurde man mit verächtlicher W^fu^e dieser sf s s -
Im Kulenthurme.
Roman von O. Elster.
------- (Nachdruck verboten.)
Alle lachten.
, Bleiben Sie uns doch mit solch' alten Scharteken vom Leibe", hieß es. „Das würden ja schon die Spatzen von den Dächern pfeifen, wenn sie nicht bereits zu Nest gegangen wären."
„Freilich, aber der neue Hausbesitzer befindet sich bereits im Eulenthurme und hat die Herrschaft über sein Erbe angetreten.«
„Na, das müßte ich doch zuerst wissen", meinte der Justizrath Quensel.
„Sie werden es noch früh genug erfahren, Herr Justizrath. Meine Tochter aber hat den neuen Hausbesitzer schon gesehen. Er trug eine weiße russische Reisemütze." .
Alle Blicke wandten sich wie auf Kommando nach dem fremden Gaste, der sich,. jetzt „2n.J?, , kommener Seelenruhe erhob, seine weiße Mütze lüftete und lächelnd an den Stammtisch tretend sprach:
„Guten Abend, meine Herren! Ja, ich bin der' Attentäter auf Ihre beschauliche Ruhe im Eulenneste, Konrad Uhle, zu dienen."
Ein Dutzend Hände streckten sich ihm entgegen.
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Im Innern fand Konrad Alles unverändert, | die ohnedies nicht ganz durchsichtige Lust des | gleich gekannt vor.
W Pfingst-Gedanken.
(Nachdruck verboten.)
Vom blauen Himmel strahlt die leuchtende Zuni-Sonne auf das hohe Geburtsfest der Kirche hernieder. Freudig schlagen unsere Herzen und vereinigen sich in Liebe zu unserer heiligen Mutter und im Danke für ihren mächtigen Schirmherrn und Erleuchter den hl. Geist. Er hat sie mit Weisheit und Stärke gerüstet, daß Ränke und Gewalt der Feinde nichts gegen sie vermochten; er wird ihr auch ferner zur Seite stehen, daß sie nicht nur die Bedrängnisse, die ihr selbst bereitet werden, siegreich überwinde, sondern auch als Retterin der weltlichen Macht und der menschlichen Gesellschaft aus der Roth der Zeiten sich erweise. Go ttes Wege sind wunderbar: die i r d i s ch e Gewalt, der das Schwert zum Schutze des Kreuzes verliehen ward, bedarf des Kreuzes als Schutz wider die Feinde aller gesellschaftlichen und staatlichen Ordnung. Man verbannte in praßen Ländern das Kreuz aus der Schule, aus dem öffentlichen Leben und wähnte, die Macht des Staates durch die Befteiung vom „Joche der Kirche" zu vermehren und zu sichern, man erklärte der Kirche jenen Krieg, den jetzt auch viele der damaligen Eiferer nur noch ironisch einen „Kulturkampf" nennen. Aber weit empfindlicher, als er die Kirche zu schädigen vermochte, hat dadurch der Staat sich selbst geschadet. Die Urheber des Kampfes mußten dies ffchließlich selber einsehen und die abschüssige Bahn verlassen, die sie betreten, den Weg zum Abgrunde, den plötzlich erschreckend klar die Frech- heil der gewaltigen erstarkten Mächte des Umsturzes beleuchtete. Es mußte eine neue Zeit eröffnet werden, eine Aufgabe, die freilich nur theil- weise gelöst wurde, so daß es beim „Präliminarfrieden mit Demarkationslinien" blieb, wie ihn Graf Ballestrem auf dem Katholikentage in Trier treffend kennzeichnete
Warum konnte dem deutschen Volke nicht der volle Frieden bescheert werden? Wo fehlte es da, an dem Können oder an dem Wollen? Oder an Beiden? Jedenfalls ist der Geist des „Kulturkampfes" noch nicht tobt, darüber dürfen wir nnS nicht täuschen. Alles Klagen verbissener Gegner, Katholisch sei Trumpf und das Centrum regierende Partei, erweist sich als leeres Gerede, wenn wir fragen: Was ist denn in all bett Jahren, seitdem immer und immer wieder an die Opfer» Willigkeit, an den Patriotismus, an die treue Mitarbeit der deutschen Katholiken appellirt wurde, geschehen, um mit den Trümmern des Kulturkampfes aufzuräumen und bett Katholiken zu zeigen, baß sie nicht mehr als „Reichsfeinde" und Staatsbürger zweiter Klasse betrachtet werden? Wenn man schöne Worte für Thaten nehmen will, gut! Doch auch das noch mit Einschränkung,
© Nationalliberale und Sozialdemokraten.
Die Nationalliberalen hatten eine mächtige Freude, daß die Sozialdemokraten im badischen Reichstagswahlkreise Offenburg - Kehl bei der Stichwahl für ihren Kandidaten stimmen wollten; denn nach dem Stimmenverhältnisse bei der Hauptwahl durften die Nationalliberalen darauf hoffen, daß durch diese Hilfe der Centrumsbewerber aus dem Felde geschlagen werden würde, und so empfingen sie denn mit heller Freude die neuen Bundesgenossen. Die Bruderschaft, die Nationalliberale und Sozialdemokraten in den sogenannten Goethebünden miteinander geschlossen hatten, um gemeinsam gegen das Christenthum zu kämpfen, hatte beide einander näher gebracht, waren sie doch des Eulennestes betrachtet wurde. Ertrug man
sollte?
Das schlug natürlich ein bei den Nationalliberalen und bei ihren Blättern. Und weil sie sich nicht anders helfen konnten, fingen sie entweder an, kräftig zu schimpfen, oder aber sie suchten die Sache so darzustellen, als wäre es ihnen ganz gleichgiltig gewesen, ob sie die Unterstützung der Herren Genossen in Offenburg- Kehl bekamen oder nicht. Diese Flunkerei ist aber einem Theile der nationalliberalen Presse selbst zu stark, und die ,Berliner Neuesten Nachrichten', die sonst der nationalliberalen Partei alle nur möglichen Gefälligkeiten erweisen und Lobpreisungen zollen, lesen ihr diesmal wegen der Vorgänge im Wahlkreise Offenburg-Kehl gehörig den Text. „Wir sind nicht der Meinung, daß sich die National- liberalen die Hilfe der Sozialdemokraten hätten verbitten sollen ... Aber die größte Zurückhaltung hätte zum mindesten geübt werden müffen. i Schon die Erinnerung an die Ausbrüche sittlicher Entrüstung, mit denen das Centrum bei den früheren Wahlen wegen seiner Bundesgenoffenschaft (Von einer solchen kann bekanntlich gar nicht einmal die Rede sein! Die Red.) mit der Sozialdemokratie regelmäßig überschüttet worden war, hätte dazu rathen sollen . . . Aber man hat nicht nur schweigend ignorirt, was man früher als einen moralischen Grundsatz aufgestellt hattesondern man hat die neuen Bundesgenossen in Hellem Jubel mit offenen Armen empfangen, und jetzt, nach der gemeinsamen Niederlage, unternimmt man es gar noch, das Zusammengehen nicht nur aus faktischen Erwägungen, sondern aus sachlichen Berührungspunkten zu rechtfertigen ..."
Das ist die Wahrheit, und es ist anzuerkennen, daß die Erkenntniß derselben auch dort auf- dämmert; wo man für den Nationalliberalismus große Freundschaft hegt. Desto mehr foUten nun auch die Übrigen nationalliberalen Blätter sich bewogen fühlen, der Wahrheit die Ehre zu geben und mit der Flunkerei aufzuhören, daß Niemand von ihrer Partei um die sozialdemokratische Unterstützung im Wahlkreise Offenbnrg-Kehl sich be- SWSSSSSSSSSMMMMMSSWWSSSWSSSS^M die alten Tische und Stühle und die alten Stamm- gäste, die alle nur noch etwas älter geworden waren. Mehrere neue Stammgäste waren hinzugekommen. Konrad setzte sich unerkannt in einen düstern Winkel und bestellte eine Flasche
mit ZLnierhattungs Wetkage „Issustrirte SonntagsIeitungi •"tÄÄS”4’"’