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mit Ilnterhattungs-Ankg- „Issnflrirte Sonntags-Zeitung

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Julöa, Dienstag, den 15. Mai 1900.

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(Nachdruck verboten.)

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27. Jahrgmg.

Kerl sei«, der Hirsch! Na, wart Bursch, biS heut Abend! Der Mond steht auch nit allzu hoch!"

Er stellte den Stutzen wieder in den Schrank und schloß ihn sorgfältig ab. Dann stieg er die halbe Treppe wieder hinab ins Wohnzimmer hinunter.

Das Mittagessen war eben aufgetragen; Frau Elisabeth sprach das Tischgebet, wie's seit hundert Jahren im Rosenhofe Sitte gewesen.

Man nahm lautlos das Mahl ein; der Bauer gab einige Befehle an die Knechte, dann wünschte er „gesegnete Mahlzeit" und ging in die Kammer, um einen langen Schlaf zu thuu. Gegen Nach­mittag hieß er die Rappen anschirren und be­merkte gegen Frau Elisabeth, er müsse in die Stadt. Im Wagenkasten aber steckte schon Jagd­tasche, Stutzen und Pulver nebst Blei.

Nicht vergeblich hatte Pfilzer, der Oberjäger, voll Haffes Tage lang den Rosenhof umlauert. Als er auS dem Gebüsche heraus den Wagen vorfahren sah, murmelte er:

„Aha, alter Fuchs, uns bist doch nit schlau genug!" Er rannte eiligst zurück ins Gehölz und war verschwunden.

* ♦

Es war gleich nach Mittag, als Loni, eine Kötze auf dem Rücken, Schwengau verließ, um auf die Alm zu gehe«. Ihr Weg führte daber am Ropp'schen Häuschen vorüber. Schon von Weitem sah sie Sepp auf dem Steine vor der Thüre sitzen, als warte er auf Jemand. Als er nahende Trüte hörte, sprang er auf; die Freude röthete sein Gesicht, als er unerwartet Lonr vor sich sah:

Kamen bie$eHk »eil« 85 Pf.; W

Der WosenHof.

Eine Erzählung aus den Bergen von Carl Cass au

»glich, tat btt

0 Zur lex Heinze.

Jetzt können eS nun auch die gegnerischen Blätter nicht mehr chre« Lesern auszurede« suchen, daß die sogenannte lex Heinze durchaus nicht als eine hoffnungslose Sache aufgegeben und das Zentrum im Stillen entschlossen sei, gegen eine stillschweigende Beiseiteschiebung des angefeindeten Gesetzentwurfes keine» Widerspruch zu erhebe«. Der Präsident deS Reichstages, Graf Balle- strem, hat im Begi»ne der öffentlichen Reichs« tagssitzung am letzten SamStag »«zweifelhaft fest- gestellt, daß die dritte Lesung der sogenannten lex Heinze alsbald nach der zweiten Berathung der Unfallverficherungsgesetze fortgesetzt werden wird. Daß der GeschäftSplan so sei, wußte man in unterrichteten Kreisen bereits; auch hat ja die Centrumspreffe immer und immer wieder darauf hingewiesen, daß das Lent rum gar nicht ent­fernt daran denkt, so ohne weiteres aus das Gesetz zu verzichten, tntr weil dasselbe den Herren Singer und Eugen Richter und ihren Mannen nicht gefällt und diese beliebten, im Reichstage nach den berühmten Muster« der Radaumacher Schönerer, Jro und Wolff im österreichische« Abgwrdnetenhause einen fürchterlichen Lärm en- zufange« und rüdesteundrückftchtSlosesteObstruktton zu treiben, damit nur ja nicht ein Gesetz verab­schiedet werde, 6<6 endlich einmal ernsthaft der herrschenden Unsittlichkeit zu Leibe gehen soll.

Wenn die verbündeten Regierungen sich den Anschein geben, als wollte» sie sich non diesem Radau der Sozialdemokraten und Frei­sinnigen in- Bockshorn jagen lasse«, so ist da­durch doch noch lange nicht bewiese«, daß das Ceutrum und die Konservativen ebenfalls vor dem Ansturm der Obstrnklion ohne weiteres die Segel streichen wollen.

Bor allen Dmgen muß «an sich immer wieder vergegenwäriigen, daß es sich um eine von de« verbündeten Regierungen selbst einge­brachte und befürwortete Vorlage handelt; und auch einer der am heißesten angefochtenen Para­graphen, der „Schaufensterparagraph", entspricht ganz und gar dem Sinne der ursprünglichen Regierungsvorlage. Graf zu Lerchenfeld, der bayerische Gesandte in Berlin, hat ja ausdrücklich im Reichstage festgrstellt, daß es so ist und daß die bayerische Regierung gerade aus diesen Para­graphen großen Werth legt und sich alle Mühe gegeben hat, daß dieser Paragraph auch so, wie er ist, im Bundesrathe gutgeheißen wurde. Und als Prinz Alexander zu Hohenlohe, der Sohn des Reichskanzlers, gegen diesen Paragraphen sprach, erfuhr er vom Regierungstische her sofort ganz entschiedene Korrektur.

Es ist ein lächerlicher Unsinn, zu behaupten, durch den Schaufensterparagraphen werde die Kunst unter die Botmäßigkeit der unteren Polizri- «rgane gestellt; und e» ist durchaus kein Beweis für diese Behauptung, daß wirklich schon Beschlag­nahmen von Schaufensterbildern durch Schutz­männer stattgesunden haben, die hinterher als un­

gerechtfertigt sich erwiesen. Denn mit der Maß­regel de» Schutzmannes ist die Sache doch nicht abgethan; und bedarf eine solche Maßregel einer Korrektur, so wird dieselbe auf eine Beschwerde lin sicherlich nicht auf sich warten lasten. Wer aber nicht glauben will, daß ein solcher Para­graph nöthig sei, der mache sich einmal einen Spaziergang durch einige der belebtesten Straßen von Berlin oder anderer Großstädte und sehe sich die dort ausgestellten „MutoSkope" an: er wird unter diesen Schaustellungen Sachen gemeinster Art finden, und er wird, wenn er ein wenig an der Stelle verweilt, um Beobachtungen über die Art der Beschauer solcher Gemeinheiten anzustellen, >ie traurige Erfahrung machen, daß diese Besucher ,um überwiegenden Theile dem unreifen Jugendalter beiderlei Geschlechtes angehören. Wenn mau eine Handhabe gewinnt, um solche Niederträchtigkeiten au« der Welt zu schaffen, so ist der dadurch gestiftete Nutzen unendlich viel größer, al« die Unbequemlichkeit für einen Laden- nhaber, wenn wirklich einmal ein untergeordneter Polizeibeamter ihm unbegründete Schwierigkeiten macht wegen der Wiedergabe eine« wirklichen Kunsterzeugniffe« mit einigen unbekleideten oder mangelhaft gekleideten Gestalten.

Der Kaiser selbst ist eS gewesen, der vor zehn Jahre» zum Stampfe für Religion, Sitte uxb Ordnung aufgerufen hat. Heute wird von den Gegnern des Gesetzentwurfes, de» ma» mit dem Beinamen deS Hei»ze-SesttzeS belegt hat, die Meldung in Umlauf gesetzt, der Kaifer habe diesen Gesetzentwurf ei» thörichtes Mach­werk genannt. Gerade, weil der Monarch vor zehn Jahren seine Anschauungen über diese Di»gr so klar und unzweideutig zu erkennen gegeben hat, sieht «an dieser Meldung ohne wetteres chre Unwahrhett an, ganz abgesehen davon, daß der Gesetzentwurf ja gar nicht aus dem BundeS- rach« hervorgekmmmes sein würde, wenn er nicht vorher die Billig»«, der maßgebenden Personen gefunbe« hätte.

Mit solchen Praktiken wird man also wohl keine« einzigen Mann auS der Mehrheit der Freunde des Gesetzentwurfes zu der Minderheit der Gegner dessrlden herüberziehen. Die Freunde deS Gesetzentwurfes mögen aber nun zeigen, daß sie dieselbe Entschiedenheit beweisen können für ihre gute Sache, wie die Singer und Richter und chre Gefolgschaft für chre schlechten Grund­sätze: Mann für Munn müffen sie im Reichs- tage erscheinen und dafür Sorge tragen, daß die Obstruktton, der Gchutzgeist der Unstttlichkeit, zer­schelle an der festen und unüberwindlichen Heersäule der Kämpfer für Religion, Sitte und Ordnung!

die Abänderung des ReichsstempelgesetzeS nach den Beschlüssen der »wette» Lesung einen ährliche» Mehrertrag von rund 46 Mill. Mk. abwerfe»; die Mehreinnahmen aus den Zöllen, ür Branntwein, Schaumwein ufw. werden auf 4’/a Mill. Mk. veranschlagt. Man sieht, daß ein Ueberschuß an Steuern und Zöllen nach diesen Beschlüssen nicht vorhanden sein würde, so daß etwa noch wettere Abstriche daran, wie sie in der ersten Lesung an einigen Stellen vorgenommen wurden, sich nicht empfehle». Zu erwähnen ist noch ein von freikonservativer Sette gestellter Antrag, den Steuersatz für inländische Aktie» \t nach dem Kurse abzustufen, zu dem dieselben msgegebe« werde«, und ferner einen _ weitern Interschied zu machen zwischen ausländischen Aktien, die in einem europäischen Staate veraus­gabt wurden, und solchen, die in einem außer­europäische« Lande zur Ausgabe gelangen.

* Noch ein Nachtragsetat zum Post­etat wird der ,Kreuzztg/ zufolge dem Reichs­tage „demnächst" zugehen. Er fordert 2 Mill. Mark zur Erweiterung von Kabelleitungen. Der Kabeldienst zwischen Deutschland und England genüge nicht mehr den Verkehrsansprüchen, zu­mal auch der österreichisch-nngarische Kabelverkehr mtt England über Deutschland geleitet wird.

* Zum Ileischveschaugesetz erläßt der Reichstags- und Landtagsabgeordnete Pfarrer Kerstenberger folgende Erklärung: Am 26. März dieses Jahres hatten sich in Frankfurt am Main Vertreter des deutschen FleischerverbandeS und der verschiedenen landwirthschastlichen Ber­einigungen zusammengefunden und 6 Resolutionen abgefaßt, die sammt Begründung an den Reichs­tag und BundeSrath gesandt werden sollten. Nachdem unter den Unterschriften dieser Reso- luttonen auch mein Name steht, sehe ich «ich ver­anlaßt, Folgendes zu erkläre«: Ich habe weder den Verhandlungen in Frankfurt beigewohnt, «och ist mir schriftlich oder mündlich die geringste Mtthetlung gemacht worden, daß ich in die Kommission zur Abfaffung der Resoluttonen ge- wähtt sei. Wenn man trotzdem meinen Name» darunter setzte, so kann das nur geschehen sein in der Annahme, daß ich mit den Bestrebungen der genannten Verbände in Allem einverstanden sei. DaS ist auch im Allgemeinen der Fall, aber so sehr ich wünsche, daß daS Fleischbeschaugesetz in der Form, in der es in der zweite» Lesung im Plenum deS Reichstags angenommen wurde, zu Stande käme, so wenig bin ich mit der zweiten Resolution einverstanden, die da lautet: „2. Sollte sich das Gesetz in dieser Form nicht erreichen lasten, so ist ebenso energisch darauf hinzuwirken, daß das Gesetz zu Falle gebracht werde."

♦ Zum IwangserjieHmrgssesetz spricht die .Nordd. Allg. Ztg/ in einem offiziösen Artikel die Hoffnung auS, „daß das Abgeordneten­haus bei der Plenarberathung die Hand dazu bietet, durch Annahme des von dem Herrenhause beschlossenen und von der Regierung zugestandene» StaatSbeitrageS von zwei Dritteln der Gesammt- kosten das Zustandekommen des wichtigen Ge­setzes noch in der laufenden Tagung zu er­möglichen".

Der Bauer hörte mit Graue» den Fluch des Zigeuners; der Thäter war entsiohen. Auf die Vorstellungen aber von Frau Elisabeth sagte Martin Straffer:

„Ich brauch' schon selbst mein Recht; ver- W’8? Wozu erst nach Schulz' und Richter sen­ken; selbst der Mann, das ist das Richtige!"

Sie seufzte nun und ließ ihn gewähren. Was ?at denn aber heute lo«? — War der Mann, oer da fetzt zwischen den Föhren die Alm herab- ILe9' ^icht der Ramsauer, der Viehknecht? — ’WiS! Der brachte gewiß auch eine Hiobspost.

//$«, toa« ist pasfirt, Ramsauer?"

Bauer!" ®ennet'n Brom liegt oben todtkrank, „Auch das noch! Was fang ich an?"

■v "schick doch Deine Loni, '« ist ein geschicktes m der Sennwirthschaft!"

E Bauer schlug sich vor den Kopf.

in die Küch', Ramsauer, erquick Dich, Jr dann hurtig zurück! Die Loni send' ich schon

Nachmittag. Loni, Loni!«

b-- m Je hörte mit großer Befriedigung die Worte ’ *-™§- Auf Wochen, vielleicht auf Monde, sie dann fort vom Hause, wo alle» sie an ' unb den sie doch für immer ver-

E"^"Ete. Der Alte aber fuhr fort: tloi* । bereit und geh' nach dem Offen «eich ntuf auf die Alm. Kennst ja Weg und

G A«ß«P-ß, 14. Mai. Das Expos» Soluchowskys war betreffs der auswärttgen politischen Lage und deS Berhältniffe» zu Ruß- and gleichlautend mit der Thronrede. Betreffs des TranSvaalkrieges drückte GolnchowSk, die Zuversicht auS, daß derselbe keine gefährlichen Rückwirkungen auf die Beziehungen der Groß- mächle untereinander haben werde, da eine Ver­mittelungs-Aktion weder stattfinden noch Aussicht auf Erfblg habe« werde, weil England sich ab­lehnend verhütt. DaS Expoiä findet seitens der gesummten Presse ungetheilten Beifall, dagegen wird jedoch bedauert, daß die innerpolitische 6u tuation nicht «tt. der friedliche» auswärtigen polittschen Lage gleiche» Schritt hält.

4- Saris, 14. Mai. Schon habe» w»r nach den Hauptwahlen a« Sonntag, 6. Mai die Sachlage ganz richttg dadurch gekennzeichnet, daß wir den Nationalisten, dem „Neu-Boulangis- mus", einen unerwartet starke« Erfolg zuschrieben. Die Blätter der Regierung suchten diese offen­kundige Thatsache zu verschleiern; aber die Stichwahlen, die an diesem letzten Sonntag stattfanden, habe» diese Thatsache von neuem in Helles Licht gerückt. In Paris wurden bet den Stichwahlen 19 Nationalisten und nur 14 Mitglieder der anderen Parteien gewählt, auch der bisherige Vorsitzende des Pariser Gemeide- ratheS, Herr Lucipia, unterlag diesmal einem Nationalisten, Herrn Dauffet, Sekretär der französischen Patriotenliga. Nach dem Ergebnisse dieser Stichwahlen besteht nunmehr der Gemeinde- rath von Paris au8 61 nationalistisch gefärbten Mitgliedern gegenüber 29 Sozialisten und Re­gierungsrepublikanern. Allerdings sind die Wahlen auch nur in der Hauptstadt PanS s»

„Grüß Gott, liebe Lom, wo kommst Du her?«

„Von Haus komm ich; die Sennerin Brom ist krank geworden; da hat der Vater mich geschickt."

„Bleibst Du lang dort?"

„Einige Wochen gewiß."

„Komm herein!"

„Ich darf nit, Sepp, der Vater hats ver­boten."

„Er siehts nit, Loni."

„Aber fein Fluch träf mich, erführ er's."

„Ungerechte Flüche hört Gott mt, Som!" schallte plötzlich die Stimme der Muttgx Anna dazwischen. „Komm ruhig herein, meine Tochter; fett dem Tage, wo sie meinen Valenttn todt vom Walde heimdrachten, hab ich solchen Kummer nit gehabt, wie 'jetzt Über meinen Sepp, und daß Dein Vater ihn hat vom Rosenhofe getrieben."

„Ach, ich bedau'r 's am meisten, Mutter Anna", schluchzte Loni, „mir ist ja zum Sterben zu Sinn!« Dabei brach sie in ein heftiges Seinen auS, daß Mutter Anna nur genug hatte- den heftigen Ausbruch der Gefühle des Mädchens zu stillen. t ,

„Ja", begann Lom dann wieder, „nun soll ich Dich auch nit mehr heimlich sehen und sprechen, hat mir der Vater bei seinem Fluch geboten. Was fangen wir nun an?"

„Sei gehorsam, Loni", meinte darauf der gut- müthige Bursche, wir denken desto mehr anein» ander; vergessen werden wir unS in alle Ewig­keit nit!"

„Nein", entgegnete sie.

„Nun will ich Dir »och ein Stückl Wegs die Kötze tragen und Dich begleiten; 's ist das letzte

De«1sches Reich.

Berlin, den 14. Mai.

X Die Dkoltenvorkage wird heute (Diens­tag) in der Budgetkommisston des Reichstages in zweiter Lesung in Angriff genommen. Die neuen, auS der Mitte der Kommission gestellien Anträge find in diesem Blatte bereits besprochen worden. Nach Berechnungen, die inzwischen im ReichSschatzamte angestellt worden sind, würde Steg. Sorg gut fürs Lieh; binnen wenig Tagen komm ich und seh nach, wie's geht. Wegen Doktor und Apolhek schick den Ramsauer, er ist flink und treu."

Sie nickte.

„Sollst zufrieden sein, Vater!"

Damit verschwand sie im Hause. Der Bauer aber ging die halbe Treppe in sein „Rechenstüb'l", wie er's nannte, hinauf, wo er sich aufhielt, wenn er allein sein wollte, seine Bücher führte, schrieb und rechnete. Nachdem er die Thüre sorgsam ver- schloffen, ging der Rosenbauer vor einen blank- potirten Schrank, schloß ihn mittelst eines Schlüssels, den er in der Brusttasche trug, auf und zog dann aus einer Ecke einen nagelneuen prächtigen Stutzen hervor. , c

„'S ist ei« prächtig Gewehr, und wie weich der Knall ist! Hm, Pfilzer, Grünrock, jetzt sollst wohl lauschen! 's letzte Mal, da warS schlimm. Aber böser warS doch dazumal, als sie mir au der Ferse waren und ich mit den Rappen der gewagten Zug den Berg hinunter machte. Puh Sie wurden wild und gingen durch. Wär der Sepp nicht gewesen—! Ach, der Sepp! Wär er ein Bauer und meines Gleichen, weiß Gott, er ist brav, er sollts Mäd'l haben; aber so1 Und er kommt auch »tt und fragt nochmals an! Ist viel zu stolz. Na, meinetwegen! — Heut Abend mach ich« besonders schlau. Der Grüne lauert, das ist gewiß. Jetzt fahr ich bis Füffen. da stell ich die Rappen, die Blitzthiere, mit dem Wagelch«! ins Gehölz. Dann geh ich von da über« Kegel. Als ich gestern fpftrte, - haha, ohne Büchs', wenn sie mich etwa witterten — da hat ich gleich seinen Wechsel! Muß ein kapitaler

A«» dem Reichstage.

ty 198. Sitzung vom 14. Mai 1900.

Sröffnun,: l1/« Ubr.

Am «un»eSr»th«tische: ®taf Posadowsk». ■ Die Btrathung des Unfall»erficherun,Sgesetzes M Land- und Korstwtrttzschaft wir» fortgesetzt bet § 10»

Die Berathung nahm heute ein flotlereS Tempo an. Das Haus war schwach besucht.

Nachdem in »er »origen Woche da« «ew erbe- Unfallgesetz un» das sogenannte Mantelaesetz erledigt worden find, wurde heute auch daS Unfall- versicherungsgosetz für die Land- undForft- wirthschaft zu Ende berathen und daS« an un- all, e fetz »» blec angenommen, so »aß begründete Ausficht »orhande» ifi, bis Donnerstag die »och resttrendeu Unfallgesetze für da« Seewesen und für die Sefa »gene» zu erledi,e», «»rauf dann aus die Ausarbeitung der lex Heinze Gegangen werden kvnnte.

«et der heuti,e» «erathnng «ar eine gewisse Er­müdung unverkennbar. Es ist ja auch keine leichte Anfgabe, zehn Sitzungen hindurch über weitfichtrge technische Details »er Ünsa«»erficherung »»berathen.

« getan,te schließlich zur lanbwtrthschaftliche« Unfall»erficheru», eine Resolution zur Annahme, nach welcher in eine «rwä,ung »«rüber em,etrel« werden soll, inwieweit die land- und forstwlrthschast- lichen Arbeiter »er reich«,rsetzlichen Krankmverficheru», zu unterstellen find. , , _

6i» »ntra, der Sozialdemokraten auf bgldi,e »«- le,u», eine- «ra»kr»»erfichrru»gr,efetze« für die la»d- uu» forstwtrthschaflliche» «rdeiter un» W «eßnde wurde ab,eleh»t. ,

M»r,eu 1 Uhr: Unfall»erficheruu,»Osch. Mach- tragSetat.