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mit Hlnterhattungs-Meilage „Issustnrke Sonnlags-Zeitung"
peterogaffe Ui. 8 (Larwome).
M 106.
Iu0öa, Mittwoch, den 9. Mai 1900.
27. Jahrgang.
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(Nachdruck verboten.)
Daß eine neue kleine Tschechenp rrtei sich aufgethan hat, die eiuer ernstlichen Verständigung mit den Deutschen das Wort redet, ist bekannt. Dann aber, und das ist schon wichtiger und bedeutungsvoller, wollen die Polen durchaus nichts mehr wissen von erneuter Obstruktion im Reichs- rathe. Eme Versammlung von polnischen Mitgliedern des Reichsrathes und galizischen Landtages zu Lemberg hat mit sehr 'starker Mehrheit den bestimmten Beschluß gefaßt, von den Tschechen
Diesmal handelt es sich um zwei Hauptpunkte: erstens und immer wieder um den alten unseligen Sprachenstreit; zweitens um die sogenannte Jnvestitionsvorlage, bei der es sich um die Aufnahme einer größeren Anleihe zur Ausführung wirthschaftlicher Maßnahmen handelt. Aeußerlich haben diese beiden Sachen natürlich nichts mit einander zu thun, und die wirthschaft- liche Hebung des Landes wird von den slavischen Parteien genau ebenso anerkannt wie von den deutschen. Aber gerade durch die gegenwärtige politische Lage wird dennoch ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Hauptangelpunkten der begonnenen Tagung des österreichischen Reichsrathes geschafft u. Wenn nämlich die österreichische
sich zu trennen, wenn diese von neuem ihre Obstruktion beginnen sollten. Am wichtigsten aber ist die Thatsache, daß die mährischen Tschechen ebenfalls beginnen, von den böhmischen Tschechen und ihren tollen Schreiern nach dem Schlage der Abgeordneten Kramarz, Herold und Pacak abzurücken. Der tschechische Führer Dr. Zaczek hat im mährischen Landtage ganz entschieden für die aufrichtige Betreibung einer Versöhnung oder doch wenigstens eine vorläufige Verständigung mit den Deutschen gesprochen: alle Theile leiden gleichmäßig unter dem Sprachenstreite; die Sprachenfrage müffr unbedingt geregelt werden, wenn wieder Ruhe und Ordnung in Oesterreich einkehren solle, die Vertreter beider Nationalitäten müssen Frieden mit einander schließen, aufrichtig und ohne alle eigennützigen Nebenabsichten.
Ncben vielen bedenklichen gibt es also auch günstige Zeichen. Diese richtig zu deuten und geschickt und schnell danach zu handeln, ist nunmehr die Aufgabe des Ministeriums Koerber.
schickt. Trauer hatte lange in der armseligen Hütte geherrscht, bis die Kunde von Josephs Genesung zugleich mit der von seiner Verwundung ankam; dann hatte die Mutter gehofft von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Monat zu Monat. Endlich, nun war er da, der liebe Junge.
„Gott sei Dank, mein Sohn, daß Du wieder da bist! Aber warum kommst Du so spät?"
Er erzählte alles.
* Der d-rrtfche Arreln vom Hk. Lande hat beschloffen, seine diesjährige General-Versammlung im Herbste in Aachen abzuhalten. Die Wahl dieses Ortes ist gewiß überaus passend. Gibt doch gerade Karl der Große, dessen Grab die Mauern des altehrwürdigen Aachener Münsters umschließen, wie kein Anderer Zeugniß dafür, was einst Deutschland im heiligen Lande vermochte. Vor ungefähr 1100 Jahren ließ Patriarch Georg von Jerusalem durch zwei Mönche die Schlüffel vom heiligen Grabe, von Jerusalem und vom Berge Sion nebst einer Fahne Karl dem Großen überreichen und unterstellte dadurch symbolisch die Stadt und die heiligen Stätten von Jerusalem dem Schutze und der Oberhoheit des großen Kaisers. Im folgenden Jahre 801 sandte der Kalif Harun al Raschid seine Gesandten mit Ehrengeschenken zu Karl und bewilligte ihm die Schutzherrlichkeit über das heilige Grab. Aber noch mehr! Mit Recht erinnert das ,Echo der Gegenwart' daran, daß Aachen die Wiege des „Palästina-Vereins" ist, der bekanntlich am 30. Juni 1895 mit dem „Verein vom heil. Grabe" zu einem Verein für das heilige Land unter dem Namen des „Deutschen Vereins vom heiligen Lande" verschmolzen wurde. Die Gründung dieses Vereins ist das hohe Verdienst eines Aacheners, des früheren Präsidenten des Palästina- Vereins, d-s Herrn Landrathes Janssen.
• Die militärische Strafrechtspflege in Manischem bildet den Gegenstand eines neuen Gesetzentwurfes, der beim Reichstage eingegangen ist.
h Die Kanalvorlage ist noch nicht so weit
er ein- für allemal zu Hause bliebe, statt in Berlin Reden zu halten". Herr Richard Nathanson wäre wohl seinerseits besser „zu Hause geblieben", statt ein solches gehässiges Feuilleton gegen einen Mann zu schreiben, der sich wie der Abgeordnete Richard Müller-Fulda wegen seiner hervorragenden Tüchtigkeit in seiner parlamentarischen Thätigkeit bei allen Parteien ein wohlverdientes Ansehen erworben hat.
Der österreichische Reichsrath hat seine Sitzungen von neuem begonnen; und nun erwartet man in dieser neu begonnenen Tagung die Entscheidung, die während der voraufgegangenen Sitzungsperiode ausgeblieben war.
Annahme fand auch ein von anderer Seite beantragter Zoll für Schwefeläther.
Mittwoch wird die Kommission den Nachtragsetat erledigen und dann zur Flottenvor- lage znrückkehren mit der Besprechung der Besteuerung der Kompensationsgeschäfte der Banken.
Verlegenheit, wie er ihn wieder ins Leben zurückrufen sollte; zuletzt gelang es ihm mit einem Schluck Rum aus seiner Korkflasche. Dann roar: er den Tornister auf den Wagen und schnell ging's heimwärts, nachd.m er die Zügel ergriffen.
Bald tauchten die Lichter des Dorfes vor ihnen und zur Seite auf; in den Zwischenpausen, wenn der Schmerz den Bauern zu sich kommen ließ, meinte er:
„Es ist gut, daß Du heim bist, Sepp; Du trittst gleich Deine alte Stelle wieder an; ich hab' einen tüchtigen Mann nöthig, wie's liebe Brod. Sepp, vergiß auch nicht, in der Still' meinen Stutzen aus dem Wagen ins Haus zu schaffen."
Sepp war erstaunt; wozu brauchte er den Stutzen? — Doch gleichviel. Da lag der Rosenhof. Er lenkte hinein.
Auf dem Hofe und im Hause wards lebendig.
„Herr Du meines Lebens, der Sepp!" schrie die Bäuerin, die Lampe hoch haltend; auch der Toni, der elfjährige, einzige Bub des Bauern, rief erfreut :
„Sepp!"
„Ja, Bäuerin, ich bin's! Helft, der Bauer jat den Arni gebrochen, als ihm die Gäule wild geworden sind; schafft's Lager zurecht!"
„Gott und die Heiligen!" wehklagte die Frau, jalf aber doch besonnen, ihren Mann vom Wagen jerabnehmen und auf's Sopha legen. Sepp warf neugierige Blicke umher nach der Einen, die ihm alles galt, aber sie war nicht da. Unterdessen war das Lager fertig, und man konnte nun den Bauer zu Bette bringen.
„Weißt Du was, Bäuerin?" meinte Joseph dann, „laß den Chirurg, den Pfuscher, nicht an
Deines Mannes Arm; laß schnell ein Pferd i ihn das Mutterauge behütet in der Jugend, mit satteln, ich reit' zur Stadt und hol' einen ver- Schmerz hatte ihn das Mutterherz zum Heere ge- nünftigen Doktor?" schickt. Trauer hatte lange in der artnfeliaen Lütte
Die alte Frau aber hatte schon geschäftig den Tisch gedeckt und meinte nun:
„Gelt, Sepp, Du hast doch wohl Hunger?"
„Ja, Mutter, rechtschaffen."
Und er langte tüchtig zu von der kalten Kost.
Las Mahl war beendet. Lange noch saßen Mutter und Sohn beisammen und gaben ihrer [ Besorgniß gegenseitig Ausdruck, daß Martin Straffer, der Rosenbnuer, nie seine Einwilligung zu einer Verbindung zwischen Sepp und Loni geben würde.
„Er hat einen Holzkopf, ich kenne ihn!" sagte die alte erfahrene Frau in großer Erregung. „Ich hätte Dir auch abgerathen. Dein Herz gegen Loni zu wahren, hättest Du mich um Rath gefragt. Als es aber geschehen war, daß ihr Euch gefunden,, da wär's grausam gewesen, Euch zu trennen."
..Sollte ihn denn nichts erweichen können?"
„Man muß es abwarten, Sepp; morgen ist auch ein Tag. Gute Nacht, mein Junge; Dein Lager in Deiner Kammer ist längst bereit! Schlafe wohl!"
„Schlafe wohl, Mutter; hoffen wirs das Beste." Aber der Schlaf floh ihn.
© Die Flottenvorlage in der Budgettommission des Reichstages.
VII.
Am heutigen Dienstag trat die Budget-Kommission des Reichstages in die Berathung des Antrages Basser mann ein, Zollerhöhungen aus ausländische Liköre, Biere und Schaumweine einzuführen.
„Das thue, Sepp!" rief der Verwundete, und Gott lohn's Dir!"
Das Pferd war bald da, und Sepp galoppirle schon durch die Dunkelheit dahin, ehe man sich recht besonnen hatte.
Noch vor Mitternacht langte er gleich mit der Kutsche des Dvktors wieder an. Still nahm er seinen Tornister und schlich davon, an der langen Rosenhecke des Gartens hin, von welcher seit Alters her der Hof den Namen trug; mußte er doch so schnell als möglich sein Mütterchen umarmen.
Aber die Eine, die er so treu liebte, hatte heute Abend wieder im Taglöhnerhäuschen bei der alten Frau geseffen und von ihrem Sepp geplaudert.
Während Sepp den Doktor herbeiholte, war sie zu Hause aitgekommen, und so traf es sich, daß die beiden Liebenden sich^noch nicht gesehen hatten.
Frau Anna Ropp saß noch beim Spinnrads, als Sepp leise die niedrige Thüre öffnete.
„Erschrick nicht, Mutterle, grüß Gott, ich bin's, Dein Joseph!"
„Alle Heiligen!" rief die alte Frau und stürzte hrem jüngsten und einzigen Buben um den Hals. Alle ihre Kinder hatte sie schon erwachsen eins | nach dem andern auf den Friedhof dort am Hügel l : ragen müssen, und der Herr Pfarrer hatte jedesmal zu sieben verschiedenen Zeiten hinter einander eine trostvolle Rede gehalten, bis sie den Sepp, I den jüngsten, am Leben erhielt. Mit Angst hatte I
Der WosenHof.
Sine Erzählung aus den Bergen von Carl Cassau.
„He, holla!" rief Joseph.
Jetzt kam der Insasse des Gefährts zu sich. Mühsam richtete er sich auf.
„Wo bin ich?" fragte eine liefe Stimme mit allen Zeichen der Erschöpfung.
„Du lieber Himmel", schrie Sepp, „das ist ja I Martin Straffer, der Rosenbauer!"
I „Und Du?" — Sein Ange suchte vergeblich die Dunkelheit zu durchdringen.
„Rathe einmal, Bauer!" neckte Joseph.
I „Die Stimm' ist mir bekannt, ich weiß aber Mt nit, wem ich mein Leben dank I"
ft "^,nn^ den Sepp nit mehr, Bauer, Joseph L „Du bist's, Sepp?" fragte der Bauer er- »aunt, „Dir dank ich's Leben! - Ich mache es Ichon noch gut."
„Laß gut fein, Bauer! Bist Du schwer verwundet ?"
! „Der linke Arm scheint gebrochen! War kaum °us der Stadt 'naus, so gingen mir plötzlich die “toppen durch; ich weiß nicht, was dem Vieh in den Sinn gekommen ist!"
„Warum fuhrst Du auch so spät, Bauer?"
. „Ich halt' viel Geschäfte; zu Nacht ist auch r"tondschein!" Dabei wurde der starke Mann aber-- FoU bewußtlos und fiel hintenüber.
t,. Joseph, der während des Gespräches das Ge- plrr wieder in Ordnung gebracht hatte, war in
Demgegenüber will ich nur feststellen, daß ich in der letzten Sitzung ausdrücklich hervorgehoben habe: ein Abgeordneter einer anderen Partei habe im Plenum des Reichstages gelegentlich der Debatte über Eisenbahntarife diese Bemerkung über den „BerkehrSlaumel" gemacht, die ich hier nur als Meinungsäußerung eins Dritten anführte. । .. ; - . r, „ - . , -------
Ebenso habe ich mich betreffend den Luxus auf den Schiffen gediehen tu ihrer Entwickelung, daß schon jetzt der lediglich aus diejenige Erklärung bezogen, welche Zeitpunkt bestimmt werden könnte, an dem die 0naehr5mVnr„« "h„7.”I Vorlage an den preußischen Landtag gelangen Sitzung am 28. März d k gemacht worden ist. !D‘rb : blese in der ,Fuld. Ztg/ bereits mehrfach
Ich darf wohl erwarten, daß diejenigen, welche hervorgehobene Thatsache wird nunmehr in be« toAe aus dem Zusammenhang gerissene Worte als an- stimmter Form auch halbamtlich bestätigt. „Die in penbtÜfhi°»werth-n, I mehreren Blättern enthaltenen Angaben — so andernfalls würde ich^den ^H-rrn Präsidenten bitten' Ttättl(id) in den ,Berl. Polit. Nach-
die hier stattfindenden Verhandlungen künftig stenogra- richten — über den Zeitpunkt, zu welchem an- phiren zu lassen, damit keinerlei Mißstände entstehen geblich die Kanalvorlage im Landtage eingebracht tönn!”:" werden soll, entbehren der thatsächlichen Unter«
Diese Ausführungen des Abg. Müller-Fulda läge, da die Beschlußfassung hierüber der sanden keinen Widerspruch. Die falsche Natur der Sache nach noch aussteht." Der Mitthrtlung über angebliche Behauptungen des Provinzialausschuß der Provinz Polen tritt erst Abg. Müller-Fulda erschien zuerst in der »Frei- au diesem Mittwoch zusammen, um sich über die finnigen Zeitung^ des Abg. Richter und wirthschaftliche Bedeutung der im Zusammenhänge gwg von dort in fast die gefammte liberale mit dem Rhein-Elbe-Kanal für Posen in Aussicht
Presse Über, die daran in ihrer Weise ge- genommenen Verbesserung der dortigen Waffer-
dässige Kommentare knüpfte. Im »Berliner straßen und über die Leistungen der Interessenten
Tageblatt' hat ein Herr Richard Nathanson zu den Kosten zu äußern.
auf Grund des falschen Kommissionsberichtes in X Das N-ich»fe«che«gesetz ist am heutigen n der,greif. Zig.' sogar ein vier Spalten langes Dienstag von der zuständigen Kommission des Feuilleton darauf verwendet, um den Abg. Reichstages zu Ende berathen worden. Eme Müller-Fulda vor der gefammten Juden schäft lange Auseinandersetzung knüpfte sih an die lächerlich zu machen und ihm den guten Rath Frage von der Kostendeckung. Die Vertreter der zu geben, „daß es überhaupt befftr wäre, wenn verbündeten Regierungen erhoben sehr lebhafte
Staatssekretär Freiherr v. Thielmann er- <
klärte, daß die Regierung beabsichtigt, im näch- v-rsteht, geschickt mit der Insten Herbste ein Schaumweinsteuer-Gesetz dot^u« f1?. antl,J?e auf
legen. Früher sei das unmöglich wegen der ver- „ Ä• ®UJ öie W5 wickelten Einrichtungen, welche dabei in Betracht _'eKen Sprachengeister einwuken: wenn diese kommen. I Geister gar zu wild werden sollten, so können ft»
Die Abaa. Frese ffreif Ver t und Rickter ^urch bie W« Speise der wirthschastlichen Re- (sreis. Volkrp?) Drachen für Vertagung der Zoll- 'nen besänftigt werden. Es würde also in erhöhung bis zum Einbringen dieser Vorlage. Alle ,!e,? m ®inP-e, taktischer Fehler der Regierung anderen Redner aber äußerten sich für die sosor- L^?^'^'Lwei!e sich dazu verleiten tige Einführung des erhöhten Zolles, und fo ! ?? die Anleihevorlgg? vollkommen
wurde auch beschlossen: die beantragteZollerhöhuna ^'bSlgen zu lassen, ehe die Sprachenfrage von für Schaumweine von 80 auf 120 Mark wurde tn,ektn'1^“ genommen würde, mit großer Mehrheit angenommen, ebenso eine nachher würde dasjenige Element aus der von dem nationalliberalen Abg. Dr. Paasche parlamen.anschen ^.erathung beseitigt fein, an beantragte Resolution: „Den Herrn Reichs- alle Parteien und Nationalitäten gleich- kanzler zu ersuchen, dem Reichstage einen Gesetz, Adresse haben; und damit würde nach-
entwarf vorzulegen, der eine Besteuerung der im noch das vorhanden fein, was trennt,
Jnlande hergestellten Schaumweine einführt und ^ baß aller VorauSsicht nach alsdann dir sprachgleichzeitig einen Deklarations-Zwang für die mit T "°uem m alter ungezügelter
künstlichem Zusätze von Kohlensäure hergestellten ^tldhett auf einander p.atzen würden.
Schaumweine schafft." , Die Tschechen im böhmischen Landtage haben.
Ebenso fand mit starker Mehrheit Annahme ®ie m,Qn weiß, aufs neue mit der Obstruktion im die Zollerhöhung für Liköre von 180 auf 240 österreichischen Reichsrathe gedroht; die sogenannte und für alle übrigen Branntweine in Fässern von Verständigungs-Konferenz hat nur eine scheinbare 125 auf 160 Mk., in Flaschen usw. von 180 auf Besserung der Sage gebracht, die an Gewähr für 240 Mk. Nach den Mittheilungen eines Regie- ?inc bessere Zukunft so gut wie nichts an sich hat. rungsvertreters wird diese Zollerhöhung etwa 2 Danach allein zu urtheilen, müßte also die Regie- Mill. Mk. jährlich einbringen. rung doppelten Grund haben, die Sprachenfrage
Die Zollerhöhung für Bier und Meih von no$ wehr als bisher zu fürchten; denn wenn auch 4 auf 6 Mk. wurde nach ausführlicher Debatte a“s der neu begonnenen Sprachenverhandlung gar mit 13 gegen 9 Stimmen angenommen. Die nichts an wirklichen Vereinbarungen zwischen den Debatte drehte sich namentlich darum, ob auch das einander bekämpfenden Völkerstämmen zu erzielen Pilsener Bier mit dem höheren Zolle belegt werden fein sollte, bann würde vermuihlich eine Krise über solle. Eine Unfreundlichkeit gegen Oesterreich ist Oesterreich hereinbrechen, die alle voraufgegangenen darin nach einer Erklärung des Schatzsekretärs Wirren an Gefährlichkeit und Unterwühlung der Frhrn. von Thielmann nicht zu erblicken, Mailichen Grundlagen, noch erheblich übertreffen denn Bier stehl außerhalb des Zollverlrages Der roürbe- Indessen ist dabei noch ein Umstand nicht Zoll wird etwa l1/» Mill. Mk. bringen iu übersehen, der der Regierung und den Freunden
~ ' ' ' ' ’ ' einer Verständigung zugute kommt: in den Reihen
der Tschechen selbst und bei denen, die bisher gemeinsame Sache mit ihnen machten, beginnt es ganz allmählich zu tagen. Man bekommt auch dort den Zank allgemach satt.
Deutsches Keich.
Berlin, den 8. Mai.
, * Ads. Müße? Inkda hat in der heutigen Sitzung der Budgetkommis sion folgende Erklärung abgegeben:
„In Zeitungsberichten über die letzte Kommisstons- fitzung, welche von einem Mitgliede dieser Kommission verfaßt werden, findet sich die Behauptung, ich hätte hier geäußert:
„Der Berkehrsdusel muß aufhören, der Verkehr muß eingeschränkt werden" und ferner „auf den Schiffen wird den ganzen Tag Champagner getrunken und ein unerhörter Luxus getrieben".