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27. Jahrgang.

Iuköa, Samstag, bett 28. April 1900.

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und die der Volksmund weiter leben läßt auf Bald darauf klangen die Gläser zusammen, dem Grunde deS Sees dort?» I um den Tisch saßen vier glückliche Menschen, und

ortgesetzt werden.

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£ Die allerneueste Flottenvorlage

ist von den sieben CentrumSmitgliedern der Bud- getkommisfion des Reichstages in diese durch den Äbg. Müller-Fulda eingebracht worden. Abg Müller fragte, wie berichtet, bei der Regierung an, ob sich nicht das Flottengesetz von 1898 und die neue Vorlage in ein einziges Gesetz zusammen- fassen laflen, und Staatssekretär Tirpitz hat diese Frage nicht verneint. Nun ist das Centrum selbst mit einem entsprechenden Gesetzentwürfe auf den Plan getreten.

Dieser Entwurf besteht aus sieben Paragraphen, wovon der erste den Schiffs stand festsetzt. Danach soll bestehen:

Die Schlachtflotte aus zwei Flottenflagg­schiffen, vier Geschwadern zu je acht Linienschiffen, acht großen und 24 kleinen Kreuzern als Auf- klärungsschiffen.

Die Auslandsflotte aus drei großen und zehn kleinen Kreuzern._______

" Mehrere Jahre sind vergangen, fest die junge Herrin dort eingezogen ist.

Wieder ist es Ostern, im Garten jenseits der Sees tummeln sich zwei braunlockige Knaben, Malljar hält das Kleinste auf dem Arm, die beiden andern suchen emsig in jedem Busch nach den versteckten Ostereiern, und jubelnd kommen sie jedes Mal hinzugestürzt, wenn sie ein buntes, bemaltes Ei des berühmten Osterhasen gefunden haben und das Kleine klatscht ebensalls vergnügt in die dicken Händchen. Das ist ein Jubeln und Jauchzen, welches im Walde ein ftohes Echo weckt! ,

Aus dem Hause, über die Brücke kommt jefet eilig eine ältere Frau gelaufen, es ist Tante Aurelia, die feit dem Tode ihres ManneS ber Rüschen lebt und eine treue Hüterin ihrer kleinen Neffen ist, die sie nie aus den Augen l^<Die beiden Kinder warfen jetzt einen Blick auf die Straße hinüber, dann eilte der Jüngere, em drolliger Bursche, Ostereier und alles andere ver- geffend, so schnell es die kleinen Beinchen ge­statteten, über die mit einem hohen «feinen ®e» länder versehene Brücke und ruft tm höchsten Diskant: „Mama, Mama, komm schnell herunter — der Troßpapa kommt!" während der ältere Knabe schon jauchzend am Arme des Försters hängt und mit diesem in den Tarten tritt.

Röschen, die blühende HauSftau, kommt strahlend herbei und reicht dem Angekommenen die Hand.

Der Förster ist noch ebenso stramm, rote vor Jahren, die Gestalt ist noch ungebeugt, nur in

Die Materialreserve auS4Linienschiffen, 3 großen und 4 kleinen Kreuzern.

Auf diesen Sollbestand kommen die am ersten April 1900 vorhandenen und bewilligten Schiffe in Anrechnung.

Der zweite Paragraph handelt von den Er- atzbauten: ausgenommen bei Schiffsverlusten ollen ersetzt werden Linienschiffe nach 25, Kreuzer nach 20 Jahren.

Der dritte Paragraph regelt die Indienst- haltungen der Schlachtflotte, Paragraph 4 den Personal bestand.

Die beiden folgenden Paragraphen 5 und 6 lestimmen die Handhabung der Finanzen. Sie auten wörtlich wie folgt: ,

§ 5. Bereitstellung der Mittel. Dre Bereitstellung der erforderlichen Mittel unterliegt >er jährlichen Festsetzung durch den Reichshaus- oltsetat.

§ 6. Beschaffung der Mittel. So weit die Summe der fortdauernden und ein­maligen Ausgaben der Marineverroaltung in einem Etatsjahre den Betrag von 117,525,494 Mark übersteigt und die eigenen Einnahmen, welche dem Reiche auf Grund der am 1. April 1900 gelten­den Gesetze zufließen, zur Deckung des Mehr- redarfts nicht ausreichen, wird der Mehrbedarf gedeckt:

1) durch Erhöhung der Stempelabgaben auf Werthpapiere und Lotterieloose, sowie durch Ein- ührung einer Stempelabgabe auf Kuxe, Schiffs- 'onossamente und Seefahrkarten —

2) durch Einführung einer Abgabe auf Schaum­weine, sowie durch Erhöhung der Zollsätze aus ausländische Schaumweine, Liköre, Cigarren und Cigarretten —

3) so weit die unter 1 und 2 bezeichneten Abgaben und Zölle nicht genügen, durch Ein­führung einer ergänzenden, den Maffenverbrauch nicht belastenden Reichssteuer, deren Höhe für die einzelne Finanzperiode nach Bedarf festgesetzt wird.

Eine Schlußbestimmung enthält Para­graph 7: dieses Gesetz tritt gleichzeittq mit den in ß 6 erwähnten, noch in dieser Gesetzgebungs- periode zu erlaffenden Steuer- und Zollgesetzen in Kratt. — Das Gesetz über die deutsche Flotte vom 10. April 1898 wird aufgehoben.

Nach einer später« Erklärung des Schatzsekre­tärs würden aus der Schaumwein-Steuer etwa 5—6 Millionen, aus der Saccharin-Steuer etwa eine kalbe Million herauskommen.

Tie Centrums-Redner Müller-Fulda und Gröber betonten übereinstimmend dieNothwen- ligkeit einer Ergänzungs-Steuer.

Am Dienstag, 1. Mai, wird die Berathung

Seine Augen hingen in banger Frage an dem Gesichte Röschens.

Mit glücklichem Lächeln sagte sie: „Zu ein­sam, — hier, — und mit — Dir vereint? Was sollte ich mir Befferes wünschen, wo sollte ich größeres, schöneres Glück finden? Ich könnte die Welt wohl aus und ab wandern, und würde doch vergebens suchen."

Dann wanderten sie Arm in Arm dem Forst- Hause zu.

Der alte Förster ist außer sich, seine Freude kennt keine Grenz-n mehr, als Röschen an seinem Halse hängt und weint und lacht in einem Athem.

„Das ist mir gelungen, Gott sei Dank!" ruft er überlaut.

Frau Therese steht mit strahlendem Gesicht daneben, über ihre runden Wangen rinnen Freuden- thränen. _ „

„Na Alte, geh', rühr' Dich," stößt der Förster seine Frau an. „Besorge einen tüchtigen Ber- lobungsschmauß, schaff' herbei, wa» nur aufzu­treiben ist im Hause, — heute ist Festtag, — Ostern, das schönste Osterfest, das ich je erleb! habe! Nachher, wenn Du Deine Sache gut gemacht hast, bekommst Du einen Kuß von

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Wenn man aus dem Gange der Berathungen in der Budget-Kommission des Reichstages über >ie Flottenvorlage einen Schluß ziehen kann, so st es dieser:

Die Vorlage der Regierung mit ihren vielen Ausland - Schiffen hat keine Aussicht auf Annahme. Ebenso will die Mehrheit der Budget-Kommission die Dienstzeit für die Kreuzer um 5 Jahre verlängern und dadurch Ersparun­gen erzielen. Staatssekretär Tirpitz hat erklärt, daß die verbündeten Regierungen auf den Bau der Auslands-Kreuzer nicht verzichten wollen, daß te wohl aber vorläufig sich auch mit der Ableh­nung dieser Ausland-Kriegsflotte abfinden und ein wenig damit sich gedulden würden.

Die verbündeten Regierungen gehen bereitwillig auf die vom Centrum ver­langte Art der Kostendeckung ein. Nur ragt es sich noch, was aus der vom Centrum vorgeschlagenen Ergänzungssteuer wird, die verlangt wird für Jahre, in denen die übrigen Deckungsmittel etwa nicht ausreichen würden. Damit ist man einer Verständigung über die Flottenfrage um einen Schritt näher gerückt; aber noch lange nicht ist damit die Gewißheit der An­nahme der Vorlage nach dem Vorschläge des Centrums gegeben.

Das Centrum ist bisher vollkommen einig in der Behandlung der Flottenfrage ge­wesen. Sämmtliche Centrumsmitglieder der Budgetkommission haben den Centrumsantrag unterschrieben, auch der Abg. Roer en. Das Centrum hat gleichzeitig allen Gegnern und Spöttern bewiesen, daß eö vollkommen auf der Höhe der Situation steht. Vivat se- quens I '

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G Die Flottenvorlage in der Bndgetkommijsion des Reichstages.

in.

Die Debatte am heutigen Freitag wurde durch eine Erklärung des Staatssekretärs Tir­pitz eröffnet, der feststellte, daß er im Namen der verbündeten Regierungen noch nicht Stellung zu dem vom Centrum beantragten neuen Gesetz­entwürfe nehmen könne. Im Bundesrathe fei man aber in dessen letzter Sitzung am Don­nerstag einstimmig der Ansicht gewesen, daß ein Verzicht auf den Bau der Auslandskreuzer bis 1916 ganz ausgeschlossen sei. Dagegen liege die Möglichkeit einer Erwägung vor, daß die Entscheidung über den Bau so lange hinaus­geschoben werde, bis die Regierung den Bau der kleinen Kreuzer sür nöchig halte.

Im Namen der Konservativen und National- liberalen erklärten die Abgg. Graf Stolberg und Bassermann, daß ihre Fraktionen noch keine Stellung zu dem Centrumsantrage genommen hätten; die Abgg. Bassermann (ntl.), Frese lsteis. Vg.) und Gras Arnim stimmen darüber überein, daß sie ungern auf die Auslandssch-ffe verzichten würden.

Nach kurzer Debatte schritt die Kommission 4U einer vorläufigen Abstimmung über den ersten Paragraphen der Regierungs- Vorlage; dieser Paragraph wurde gegen die acht Stimmen der Konservativen, Freikonservativen, Nationalliberalen und des Abg. Frese von der treff. Vereinigung aösekeHnt.

A«genomme« wurden dagegen gegen acht Stimmen die ersten fünf Paragraphen Äes Centrumsantrages.

Eine ausführliche Auseinandersetzung ent- wickelte sich sodann bei der Berathung über die Beschaffung der Mittel (8 6des Centrums- /antrageS).

Schatzsekretär Freiherr v. Thielmann war heute gesprächiger, als am Mittwoch. Er theilte folgende- mit:

1) Die Steuer auf Werthpapiere, Lotterie­loose, Konoffamente und Schifffahrtkarten (nicht auf Kuxe) ist so weit vorbereitet, daß sie zu­gleich mit der Flottenvorlage in Kraft treten kann. Sie Steuer wird jährlich etwa 40 Millionen ergeben.

2) Schaumweinsteuer, Saccharinsteuer, erhöhte Zölle auf Champagner bieten noch bedeutende technische Schwierigkeiten. Eine Vorlage darüber könnte frühestens bis zum Herbst fertig hergestellt werden. Die Genehmigung der verbündeten Re­gierungen stehen aber fest.

3) Die vorgeschlagenen Zollerhühungen für ausländische Li'queure, Import-Cigarren und Cigaretten würden kaum nennenswerthe Beträge ergeben. . „, t

4) lieber die Ergänzungs-Steuer kann sich der Schatzsekretär heute noch nicht mit Bestimmtheit aussprechen. _____________________

mir!"

„Und von mir," fiel der überglückliche Bräu­tigam ein, „denn Sie werden doch so eine Art Schwiegermutter. Haben mir ja mein Bräutchen gar zärtlich behütet wie ein eigenes Kind."

Der Förster lachte. Das ganze gutmüthige Gesicht des Alten strahlte sörmlich.

fachen schienen bisher mit einander in unlösbarem Widersvruche zu stehen. Da ist nun in einem hannoverschen Blatte eine Meldung aufgetaucht, die eine Lösung der Widerspräche zu erhalten scheint. Danach soll die Absicht bestehen, die Kanal­vorlage noch vor Pfingsten im Landtage einzu- bringen, in erster Lesung zu erledigen und att eine Kommission zu verweisen, diese ihre Arbeit beginnen zu lasten und dann den Landtag bis zum Spätherbste zu vertagen. Auf diese Weise würde die Regierung das bekundet haben, was in den halbamtlichen Auslastungen als ihr „ernster Wille" angekündigt wurde; und auf der andern Seite würde dennoch eine Tagung des Landtages über Pfingsten hinaus vermieden werden. Bei dem Wiederbeginne der Berathungen könnte dann einfach da fortgefahren werden, wo man vor Pfingsten aufgehört hat. Zunächst ist diese Meldung des hannoversche» Blattes mit großem Zweifel von anderen Blättern aufgenommen worden. Aber es ist gar nicht unmöglich, daß dadurch doch die kommenden Ereignisse richtig angedeutet worden sind. Es ist in diesem Sinne bemerkenswerth, daß auch die konservative ,Kreuz-Ztg/ diesen Weg zur Behandlung der Kanalfrage als „einen unter den vorliegenden Verhältnissen gangbaren Weg" bezeichnet. Und dieser Weg würde mit neuen Gesetzentwürfen von hervorragender Be­deutung nicht zum ersten mal betteten werden; denn im Reichstage ist es mit der sogenannten Zuchthausvorlage bekanntlich ebenso gemacht worden. Wenn die Regierung sich durch die üblen Erfahrungen, die sie dabei mit der Zucht­hausvorlage gemacht hat, nicht von der Wieder­holung dieses Experimentes abschrecken lassen will, so ist das ihre eigene Sache.

+ 3«m Ikeischveschaugefetze treten die konservativen Abgeordneten Freiherr von Manteuffel und Graf von Mirbach nach allen den vielen voraufgrgangenen Kundgebungen mit einer neuen Erklärung hervor, die deswegen bemerkenswerth ist, well darin versichert wird, daß auch die unterzeichneten beiden Abgeord­neten, die bekanntlich auf eine Verständigung mit der Reichsregierung hinarbeiten, an den Be- fchlüffen der Kommission „nichts Wesentliches geändert sehen wollen". Nach ihrer Ansicht und Absicht „soll lediglich von dem unbedingten Ver­bote des Pökelfleisches abgesehen werden, um das Zustandekommen des Gesetzes zu ermöglichen, da nach den Ansichten der verbündeten Re­gierungen aus sanitären Rücksichten em genügen- der Grund zu einem Verbote nicht herzuleiten ist. Es besteht also — so heißt es weller in dieser allerneuesten Erklärung — eine Metnungs- verschiedenheit nur hinsichtlich eines überaus winzigen Bruchtheiles der gesammten Fleischeinfuhr." Diese letztere Anschauung wird von der.Deutschen Tageszeüung', dem leitenden Blatte des Bundes der Landwirthe, lebhaft an­gefochten. Sie meint: „Dem muß mit aller Entschiedenheit entgegengetreten werden. Wenn auch zur Zeit die Einfuhr von Pökelfleisch nur unbedeutend ist, so liegt es auf der Hand, daß sie sofort mll der Gesetzwerdung der Kompromiß­vorschläge einen sehr großen Umfang annehmen werde ... Bor den Folgen der Untersuchung brauchten die Amerikaner keine Angst zu haben.

Das Mückskind.

Erzählung von Irene von Hellmuth. 4! ------ Nachdruck verboten.

(Schluß.)

„Soll ich den befleckten Namen, den ich doch einmal tragen muß, und dem Hunderte von armen, betrogenen Menschen ihren Fluch nachsenden, sol ich diesen Namen mit dem reinen, fleckenlosen, den Sie mit Stolz zu tragen berechtigt sind, ver­binden? Nimmermehr! Das fluchwürdige Ver­brechen, das jener Mann begangen, wird ewig trennend zwischen uns und unserem Glücke stehen, ich muß entsagen, und kostet es mein Leben." —

Malljar lächelte. „So glaubst Du thörichtes Kind, daß ich mir um solchen Grund, der hin­fällig wird, sobald ich mit meinem überflüssigen Mammon die Schuld jenes Unseligen gesühnt habe, mein Glück noch einmal entreißen lassen werde? Wenn Du mich liebst, dann bist Du »ein, — mein auf ewig, — ich laste Dich nicht »ehr, Du bist rein von jeder Schuld, niemand l>atf es wagen, meine holde Blume anzutasten. Aber etwas anderes ist es, das mir noch au dem Herzen liegt. Wirst Du es aushalten, im­mer hier zu leben? Oder wird es Dir zu lang­wellig, zu einsam werden in dem stillen Schlöß­chen ? Denn ich möchte hier in dem stillen Winkel nur uns selbst und unserem Glücke leben. Sag beliebte, wird es Dir nicht gehen, wie jener Un- «lücklichen, der es auch hier zu einsam wurde.

Deutsches R*ich.

Berlin, den 27. Aprrl.

X I«r Kauakvorkage. Die preußische Staatsregierung hält mit aller Entschiedenheit a n der Kanalvorlage fest und wird sie im Land­tage einbringen, sobald die Verhandlungen mit den Interessenten beendet sein werden; die preußische Regierung wird auch nicht zugeben, daß einzelne Th eile von der Gesammtvorlage abgelöst und gesondert als Gesetzentwürfe behandelt werden — so ist wiederholt halbamtlich versichert worden. Die Verhandlungen mit den Interessenten nähern sich ihrem Ende; sie werden nach übereinstimmen­den Meldungen im Laufe der nächsten Wochen so gut wie fertig sein, so daß danach die Kanalvor­lage noch vor Pfingsten im Landtage einge­bracht werden könnte. Aber der Landtag will auf teilten Fall über Pfingsten hinaus zusammen bleiben. - Diese verschiedenen That-

Prost Schwiegermutter, sollst leben!" rief ber glückliche Bräutigam in fröhlichster Laune.

Es war ein herrliches Verlobungsfest und Dr. Malljar erzählte immerfort.

Nur in einem Punkte wollte Malljar nicht mit ber Sprache heraus, nämlich, als ihn Rös­chen darüber interpellirte, ob er es denn wirklich gewesen, der der großmüthige Wohlthäter ihres Bruders Waldemar geworben.

Nach längerem Sträuben gestonb er enblich, baß er gleich bei Bewilligung des ersten Kredits von 5000 Mark batan gezweifelt habe, daß ihm Röschen die volle Schuldsumme ihres BruberS genannt. Er habe daher seinen Bankier beauf­tragt, die Verhältnisse Waldemars genau zu er­forschen und besten Schulden zu begleichen. Sie Ausführung dieses Auftrages nahm selbstverständ­lich ’ längere Zeit in Anspruch und konnte erst während der Abwesenheit Malljars, nachdem sich Röschen mit Winter verheirathet, bewerkstelligt werden. Malljar war glücklich darüber, das gute Werk gethan zu haben.

Böhler war inzwischen auch gestorben, fern schlechtes Gewissen bereitete ihm unsägliche Sei­hen. Bei der Flucht Winters lebte er in ent­setzlicher Angst, daß ihn als Mitwisser die ge­rechte Strafe ereilen würde. Erst bei ber Nach­richt von Winters Tob beruhigte er sich einiger­maßen, fanb aber keinen Frieden mehr, Mnteite fort, und bald führte ihn der Tob vor einen höheren Richter.

Das Seeschlößchen ist her Schauplatz höchsten irdischen Glückes geworden.

mit Nnterhattungs-Weikage „Mustrirte Sonntags-Ieitung"