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mit JlnterHalttmgs-Meikage „Muflrirte Sonntags-Zeitung!' ”**
JuLöcr, Samstag, den 14. April 1900.
27. Jahrgang.
K.
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Wegen des hl. Ofterfestes wird die nächste Nummer unseres Blattes erst am Dienstag ausgegeben.
Christen dagegen nicht Hinweisen könnten auf unseres Herrn Auferstehung, welche die Wahrheit seiner Lehren und die siegreiche Macht der göttlichen Autorität und damit auch die unüberwindliche Festigkeit des christlichen Glaubens, der von Christus eingesetzten Kirche und uns allen, die auch nur einigermaßen guten Willens sind, verbürgt! Ja, wir müßten verzagen ohne diese Bürgschaft und den Feinden das Feld, die Welt ohne Schwertstreich überlassen, wenn wir nicht wüßten, daß Christus mit uns ist, der auferstanden ist von den Tobten und uns verheißen hat: Ich bleibe bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt!
So können wir heute Gott nicht genug danken, daß er durch das glorreiche Wunder der Auferstehung Jesu Christi den Glauben an sein Wort und Werk für alle Zeiten bekräftigt und auf eine unerschütterliche Grundlage gestellt hat. Diese wunderbare Krönung des Erlösungswerkes gibt uns auch in allen Bedrängnissen unserer Tage die trostreiche Gewißheit, daß wir durch Gotteskraft siegen werden über die Nachstellungen des Feindes, daß die Pforten der Hölle die Kirche nicht überwältigen werden. Und mögen die Wogen ihres Grimmes noch so wild um uns branden, mögen sie weite Länder über- fluthen und verwüsten, wir bleiben unerschüttert in dem Vertrauen, daß der Sieg doch unser bleiben muß, und daß auch dereinst die Maffen der Bethörten, wenn sie einsehen, daß sie betrogen sind, zurückkehren werden zur göttlichen Wahrheit und göttlichen Liebe und freudig mit uns einstimmen werden in den Jubelruf:
Alleluja, Christ ist erstanden!
Erholung von angestrengter Arbeit zu thun, allein in Röschens Herzen stieg nach und nach eine Ahnung auf, daß da wohl ein anderer Grund maßgebend sein müßte. Aber welcher? Jedenfalls galt es, auf der Hut zu fein. —
Es war ein selten schöner Herbsttag, als die beiden Freunde in dem gastlichen Forsch rufe an« langten. Die Sonne schien so goldig warm vom klarblauen Himmel hernieder, als wollte sie sich den Menschen noch einmal in ihrer ganzen Pracht entfalten, ehe sie ihre Herrschaft abtrat.
Winter zeigte sich als ein Mann von feinsten Manieren, der das Herz der Försterin sofort dadurch zu gewinnen wußte, daß er, von Frau Therese angefangen, das Haus, das Essen, die Gegend, kurz alles, worauf die gutmüthige Frau so stolz war, mit wahrhaft begeisternden Worten pries.
Der elegante, sehr gut aussehende Mann versicherte, noch niemals in seinem Leben ein so schmackhaft zubereitetes Esten gekostet zu haben, einem Grafen könnte es nicht bester schmecken als ihm. Das traulich blinkende Haus, den reizenden Garten, den Wald, und was sich seinen Blicken bot, fand Winter geradezu unvergleichlich schön.
Mit sichtlichem Wohlbehagen hörte Therese diese Lobpreisungen an; alles was nur in Küche und Keller immer aufzutreiben war, wurde herbeigeschleppt und den Gästen zur Verfügung gestellt. Winter hatte sehr bald herausgefunden, wie ihn sein Lob bei der Hausfrau in Gunst setzte, und er bemühte sich fortwährend, etwas neues zu entdecken. Sein Enthusiasmus kannte gar keine Grenzen. Der schlaue Menschenkenner kalkulirte nicht schlecht. Wenn er die Alte für sich gewann,
□ Zum hl. Osterfeste.
Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstanden! Das ist die frohe Botschaft, di« Jahr um Jahr der Glocken Ruf, der in den Tagen der Trauer geschwiegen, hinausträgt von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt, vom Fels zum Meer. Der ganze christliche Erdkreis vereinigt sich in heiliger Freude, den Sieg des Gottesmenschen über Hölle und Tod zu feiern. Und wahrlich, wohl berechtigt ist dieser Jubel: denn hätte Christus nicht den Tod überwunden, wäre trotz seiner Verheißung, daß er auferstehen werde am dritten Tage, "sein Leib für immer eine Beute des Grabes geworden, so wäre sein Wort ein leerer Schall, der Glaube an ihn als den Messias ein eitler Wahn. Ader da er glorreich aus dem Grabe auferstand, machte er allen Zweifel, wenigstens bei denen, die guten Willens sind, für immer verstummen; und nicht nur die Botschaft seiner Jünger, sondern auch die vollwerthigsten geschichtlichen Zeugnisse liegen dafür vor, daß er aus dem Grade auferstand. Ja, er ist wahrhaft Emmanuel und Messias, wahrhaft der eingeborene Sohn des allmächtigen Gottes, wahrhaft der Erlöser der Welt und Herr über Leben und Tod!
Was wäre die Welt ohne diesen Glauben? Was wäre aus der entarteten Menschheit geworden, wenn nicht Christus, der Sieger über Hölle und Tod, die frohe Botschaft seines Heiles siegreich durch alle Länder hätte erklmgen lasten! Wohl wäre das Weltreich des sittlich verkommenen römischen Volkes auch dann eine Beute der jungen Völker des Nordens geworden, aber was wäre dann aus den von ihnen unterworfenen Ländern und auS ihnen selbst geworden, wenn kein Christenthum sie aus ihrer Barbarei erhoben, und das bessere geistige Erbe einer alten Kultur über die furchtbaren Zeiten der Völkerwanderung hinübergerettet, und wenn das Christenthum nicht Pathe gestanden hätte bei der Geburt einer neuen staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung!
Und was sollte heute aus der Menschheit werden, wenn Christi Wort nicht fest stünde für alle Zeiten, wenn die menschliche Gesellschaft sich vollständig nach den Lehren jener falschen Propheten umwandeln wollte, die heute alle Leidenschaften gegen die bestehende Ordnung aufstacheln, um morgen alle Freiheit unter eine eiserne, von ihnen ausgeübte Staatsgewalt beugen zu können, oder auch den Lehren jener, die alle sittlichen Schranken wegreißen möchten und dem Stärkeren Beifall klatschen, wenn er schonungslos den Schwächeren ausbeutet oder zu Boden schlägt! Was sollte werden, wenn wir
der freifinnigeu ,Voff. Ztg.' muß man diese Forderung als selbstverständlich bezeichnen. „Eine große Gemeinde — so schreibt das genannte Blatt — kann ihre Pflicht der Repräsentation nicht vergeffen. Sie erfüllt sie freudig bei Kongreffen und anderen Anläffen ... Sie wird sie doppelt freudig bei dem Empfange eines Monarchen üben, der ein Herzensbedürfniß befriedigt, wenn er dem deutschen Kaiserhause und damit dem deutschen Volke eine Aufmerksamkeit erweist." Leider aber wollen sich in der Stadtverordnetenversammlung nicht nur deren 22 sozialdemokratische Mitglieder der Bewilligung der vom Magistrat geforderten Summe widersetzen; auch ein radikal freisinniges Blatt ereifert sich gegen diese Bewilligung. Daß diese abgelehnt werden wird, ist dennoch schwerlich anzunehmen. Man kann nicht recht glauben, daß unter den Berliner Stadtverordneten sich eine Mehrheit finden könnte, die in dieser widerwärtigen Weise in politischen Radikalismus sich verrannt hat. Immerhin verdient der Fall allgemeine Beachtung. — Kaiser Wilhelm hat übrigens die städtischen Behörden wiffen laffen, daß ihm und seinem Gast ein offizieller Empfang in großem Stil keineswegs erwünscht wäre, da der Besuch des befreundeten Monarchen keinen offiziellen und politischen Charakter trage, sondern lediglich einem Familienfeste in der kaiserlichen Familie gelte. Die Theilnahme, welche die Bürgerschaft an diesem frohen Feste nehme, werde aber sicherlich ohne ceremoniellen Anstrich bei der Fahrt des Kaisers Franz Joseph vom Bahnhof zum Schloß sowie bei anderen Gelegenheiten während seines Aufenthaltes zum Ausdruck kommen. In Folge dieser Mittheilung des Kaisers an die städtischen Be- Hörden beschränkte sich der Magistrat darauf, die verhältnißmäßig geringe Summe von 50,000 M. für die Ausschmückung des Weges rom Anhalter Bahnhof bis zum Schlöffe auszuwerfen.
* Ein ernstes Mort, das heute gegenüber der Forderung schrankenloser Freiheit der Lit- teratur und angesichts der Schimpfereien über „klerikalen Zelotismus" usw. doppelt Beachtung verdient, wird aus dem Jahresbericht des stiftungsgemäß evangelischen Gymnasiums zu Dortmund mitgetheilt: „Mehr noch als Kneipereien schaden unsittliche Bücher, die die Phantasie der Jugend auf Jahre hinaus verderben und zu unsittlichen Handlungen reizen. Besonders ist es der grobsinnliche Naturalismus der französischen und jungdeutscyen Litteratur, der von Auge und Herz der Jugend gänzlich ferngehalten werden muß; gewöhnt sie ich an solche Nahrung, dann wird der Geist eder ernsten Arbeit entfremdet, jeder sittlichen Zucht entwöhnt und jeder Schamlosigkeit vertraut." —
Deutsches Deich.
Berlin, dm 12. Apnl.
• KaiserzusammerrkSufte. Wie jedes Jahr um dieselbe Zeit, so beginnen auch diesmal wieder die Nachrichten von einer Zusammenkunft zwischen Kaiser und Zar. Angeblich soll eine solche Begegnung geplant sein in Danzig bei Gelegenheit der gleichzeitig auf der Schichauwerft startfindenden sogen. Taufe des russischen Kreuzers „Nowik" und des deutschen Kreuzers „0“. Das kann wahr sein, kann aber auch nicht wahr fein, lieber Rerfen des Zaren werden bekanntlich niemals längere Zeit voraus amtliche Nachrichten der Oeffentlichkeit übergeben. Noch viel zweifelhafter klingen die namentlich von Wien aus verbreiteten Vermuthungen, daß der Besuch des Kaisers Franz Joseph in Berlin hauptsächlich der Besprechung der Orient-Politik gelte. Die Fragen dieser Politik und ihre Besprechung pflegt doch Deutschland stets den anderen beiden Kaiserstaaten, Rußland und Oesterreich, zu überlaffen; und noch Niemand hat etwas vernommen davon, daß die Absicht bestehe, von dieser alten und sicherlich sehr guten Ueberlieferung abzuweichen.
X Iür de» Kmpfemg des Kaisers Franz KosepH von Hefterreich hat der Berliner Magistrat zur Ausschmückung der Stadt Berlin von der Stadtverordnetenversammlung die Bewilligung einer Summe von 50,000 Mk verlangt. Mit
XI.
Frau Therese hatte alle Hände voll zu thun, um ihre selten benutzte Logirstube für die zu erwartenden Gäste herzurichlen, zu backen, zu braten und zu kochen.
Dem jungen Mädchen war es gar nicht angenehm, daß der Vormund, der ihr noch ebenso unsympathisch war, wie in früheren Jahren, sich Her und zwar wie es in seinem Briefe aus- irücklich hieß, auf längere Zeit, einquartiren wollte. Was gar sein Freund, dessen Rosi sich wohl erinnerte, dabei zu thun hatte, blieb ihr unerfindlich. Böhler schrieb zwar, es wäre ihnen hauptsächlich um Ruhe, gute, frische Luft und um
trachtet. Die Kleine sang und sprang und tanzte durch das Haus, war zu allen freundlich und hatte für jeden ein Lächeln. Von meiner Liebe ahnte sie nichts, und ich — wagte auch nicht, ihr davon zu sprechen, — dann entschwand sie mir aus den Augen und ich wußte bis heute nicht, wo ich dar Mädchen suchen sollte. Jetzt freilich weiß ich, warum mir niemand Auskunft über deffen Verbleib geben konnte. Du scheinst das Geheimniß des Aufenthaltsortes gut bewahrt zu haben, ich konnte trotz aller Nachforschungen nichts darüber erfahren. Als ich den Gegenstand meiner Neigung nicht mehr täglich sah, schlummerte meine Leidenschaft nach und nach ein, um heute, durch den Anblick des Bildes aufs neue mit aller Gewalt hervorgerufen zu werden. Die Photographie nehme ich mit mir, Arthur, Du mußt sie mir schenken."
„Gewiß, sehr gern," entgegnete Böhler, der aufmerksam, ohne ihn zu unterbrechen, dem Bericht des Freundes zugehört hatte.
„Jetzt aber," fuhr Winter fort, „schreibe bald und laß mir sogleich Nachricht zukommen, ob und wann das Mädchen zurückkehrt. Im Uebriaen bleibt es bei unserer Abmachung."
Mit diesen Worten griff Winter nach seinem Hut, um sich zu verabschieden. Der Andere geleitete den Freund bis zur Thüre und wandte sich dann seelenoergnügt wieder der angebrochenen Sektflasche zu. Nachdem er dieselbe geleert, begann er an Rosi zu schreiben und bat sie, in seine sehnsuchtsvoll nach ihr ausgebreiteten Arme zu eilen, zu lange hätte er ihr liebes Gesicht schon entbehren müssen.
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Sie lautete kurz und bündig genug. Ob Böhler
Das Kl'ückskinb.
Erzählung von Irene von Hellmuth.
$0 ------ Nachdruck verboten.
<v r fragst etwas viel auf einmal. Ich wohnte >>ahre lang, bis ihre Mutter starb, im gegenüber- "'genden Hause, konnte das reizende Ding also sehen, und da wir gute Nachbarschaft hielten, t r § mit ihr sprechen, wenn sich auch die Unterhaltung nur um gleichgiltige, nebensächliche dp?^-^ehte. Ich freute mich an dem Anblick
&en' blühenden Kindes, das ich schon als «K^5bfetanle- nach md mch fich faltende Schönheit habe ich lange genug be«
* Ostern.
(Nachdruck verboten.)
Seil uns, zur Wahrheit ward sein Wort, er Herr ist auferstanden!
Nun preist in allen Landen
Den Sieg in jubelndem Mord!
Durch alle Welt in Sonnenklarheit
Aufflammt'S: Hier ist der Born der Wahrheitl
steuerung bedingen." Außerdem würde nach - derselben Darlegung „eine Reichserbschaftssteuer 1 auch in die Finanz- und Steuerverhältniffe der
Bundesstaaten vielfach und in sehr verschiedenem Maße störend eingreifen“. Als Beispiel dafür wird angeführt, daß bereits in Elsaß-Lothringen und in einigen Bundesstaaten eine Steuer für sämmtliche Erbschaften besteht. Kurz und gut, nach diesen Darlegungen scheint die Reichserbschaftssteuer keine Aussicht auf Verwirklichung zu haben. Anderseits aber versichert der Ofstziosus, daß „die Deckungsfrage für eine Verständigung mit denjenigen Parteien des Reichstages, welche der Flottenverstärkung zuzustimmen bereit sind, vorbereitet sein wird, wenn die Verhandlungen über die Flottenfrage demnächst wieder beginnen werden“. Reichsschatz- felretär Freiherr v. Thielmann weilt zu seiner Erholung im Süden. Man hat also, da dennoch nach der parlamentarischen Osterpause alles zur weiteren Berathung fertig sein soll, wohl anzunehmen, daß die nothwendigen Deckungsvorschläge unter der Leitung einer anderen Kraft ausgearbeitet werden. Diese andere Kraft könnte wohl schwerlich weit ab vom preußischen Finanzministerium wohnen. Herr v. Miquel wird am allerbesten darüber Auskunft geben können.
h Zur Karrakfrage hatte die oberosfiziöse »Nordd. Allg Ztg/ in ihrer Donnerstagsnummer geschrieben, die Regierung habe den unabänderlich festen Willen, die Kanalfrage „so bald als möglich zu einem befriedigenden Ende zu führen". Nun bringt die ,Natl. Ztg/ aus dem Kreise der Interessenten des Großschiffahrtsweges Berlin-Stettin die Mittheilung, daß die Regierung diese Interessenten darum ersucht hat, ihre zunächst nur bis zum Ende dieses Jahres eingegangene Verpflichtung zur kostenfreien Her- gäbe von Grund und Boden „auf unbestimmte Zeit“ zu verlängern. Jenes „sobald wie möglich“ der,Nordd. Allgem. Ztg/ muß doch also ein noch sehr unbestimmter Bericht sein.
X Zum Ikeischveschangesetze bemerken die ,Berl. Pol. Nachr/, die Regierung sei bereit, nicht nur in Bezug auf die Freiheit der Hausschlachtungen, sondern auch in Bezug auf das Verbot der Einfuhr von Würsten und Büchsen- fleisch und die nur bedingungsweise Zulassung von Pökelfleisch der Mehrheit des Reichstages weitgehende Konzessionen zu machen. Man werde aber um so mehr verlangen können, daß die Mehrheit neben den für sie maßgebenden Gesichtspunkten auch die anderen bei dem Fleischbeschaugesetz in Betracht kommenden Rücksichten voll würdige und zwar umsomehr, als sie selbst durch die Beseitigung des Verbots der Hausschlachtungen und der obligatorischen Tri- chinensckau anerkannt habe, daß neben den hygienischen auch wirthschastliche Gesichtspunkte berücksichtigt werden müssen. Der Vorstand des Bundes der Landwirthe, der bisher unbedingt an den Beschlüssen zweiter Lesung festhalten zu wollen erklärte, ist nach der.Deutschen Taqesztg/ bereit, in der Fristbestimmung für das Einfuhrverbot fremden Fleisches nachzugeben; aber ohne das Einfuhrverbot für Pökelfleisch sei der Rest des Gesetzes werthlos. Ob er sich nicht doch noch zur bedingungsweisen Zulassung von Pökel-
Hier ist die Wahrheit, hier die Macht! Nicht finster'n Tod's Gewalten, Nicht Fels noch Wächter halten Den Herrn der Welt in Grabes Nacht! Drum seiner Allmacht ohne Zagen Laßt uns vertrau'n in allen Tagen!
Und dräut auch Satan noch so roUb, Will euch sein Hohn verwirren: Laßt nimmer euch beirren, Schaut auf des Heilands strahlend Bild! Denn uns'rer Hoffnung lichter Stern -«Inbt allezeit der Sieg deS Herrn!
+ Aeine Iteichservfchaftsfteuer — das »st der kurze Sinn einer sehr umständlichen Darlegung in den ,Berl. Pol. Nach/, dem Sprachrohredespreußischen Finanzministeriums. Dieses letztere selbst will von dem Vorschläge durchaus nichts wissen: „Die Einführung einer Reichserbschaftssteuer — so belehrt uns der O'stziosus — würde eine sehr tief einschneidende A-nderung des in sich geschlossenen, wohl durchdachten preußischen Systems der direkten Be- auch zornig mit dem Fuße stampfte und in seinem Zimmer aufgeregt hin und her rannte, ob er auch in den zärtlichsten Ausdrücken einen zweiten Brief schrieb, das Resultat war doch das Gleiche: Rosi kam nicht.
Wie verhaltener Spott und Muthwillen klang es aus ihren Zeilen; der Herr Vormund solle nur sehen, sich ohne sie durchzuhelfen, es fiele ihr gar nicht ein, das liebe Forsthaus zu verlassen; erst habe man sie dort haben wollen und jetzt solle sie wieder zurück, das passe ihr nicht, — damit basta. —
Was war zu thun?
Freund Winter, dessen Leidenschaft einmal erregt, nun täglich zu wachsen schien, hatte einen guten Einfall.
„Will die Kleine nicht zu uns, so müssen wir eben zu ihr," sagte er eines Tages, und die Freunde kündigten sich für eilten längeren Besuch im Forsthause an.