IdaerM-Zeitung
M 79.
Iuröa, Donnerstag, den 5. April 1900.
27. Jahrgang.
jwnttoortli«: $it die N-daktiou Ios. Sa»«, für Inserat« 3. parzeller in Fulda.
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Erscheint täglich, n,. Ausnahme der Sonn-und Feier- tage. Bierteljährl. zefugaprei» ohne Bringerlohn und Bestellgeld in «ulda und auS- «ärts1M.5OPf.
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Ausland.
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Cannes.
„Da schaut her, wie der jetzt schön bitten kann/ spottete die Magd, „wohl haben wir den besten Rahm im Keller und Ihr sollt haben, was Ihr braucht, — aber eines müßt Ihr mir dafür versprechen."
„Nun und was denn?"
sein. Die machen wir aus Messingblech. Diese Dinger müssen fort." Die ganze Arbeit war also vergebens. Tausende von Mark sind verpulvert! Die Neustlber-Fensterblenden liegen jetzt auf dem Boden der Schlosser Werkstatt der kaiserlichen Werst. Eine weitere Ursache der hohen Kosten sind die fortgesetzten Versuche mit neuen Konstruktionen, deren Kosten auf die Neubauten ge- schlagei, werden. Der Küstenpanzer „Aegir" ist das Versuchsschiff gewesen zur E-produng von elektrischen Maschinerien sür die verschiedensten Zwecke an Boid. Unter anderem hat er auch einen elektrischenSteuerapparat erhalten, bet®egen= stand vieler Versuche gewesen ist. Gelegenilich «ner Besichtigung desselben durch mehrere höhere Beamte äußerte sich einer derselben: „Uid wenn's nicht gehen wird, meine Herren, so ist es doch em äußerst interessanter Versuch gewesen." Dieser .interessanter Versuch" hat zum mindesten seine 100,000 gekostet. ' '
h Die erste Aandrverkskarumer imIteiche hat die Stadt Köln aufzuweisen gehabt: am ersten möglichen Tage, nämlich am 2. April, hat die neue Kölner Handwerkskammer auch schon ihre erste Sitzung abgehalten. Bei dieser Gelegenheit hat der Centrumsabgeordnete Tischlermeister Euler von neuem darauf hingewiesen, was dem Handwerke noch alles fehlt: vor allem der Befähigungsnachweis!
• Drüssek, 4. April. Bei der heute Abend um 5l/s Uhr erfolgten Ankunft des Prinzen von Wales auf dem hiesigen Nordbahnhofe wurde auf ihn ein Schuß abgegeben, welcher ihn j-.voch nicht verletzte. Der Attentäter wurde verhaftet. Die Untersuchung ist eingeleitet. — sttach einem späteren Telegramm ist der Alten tätet ein löjähriger Bursche Namens Miffedeux aus der Vorstadt Saint Gillos. Er feuerte den Schuß auf den Wagen des Prinzen ab, als derselbe sich in Bewegung setzte. Der Attentäter wurde von dem Vorsteher verhaftet. Er erklärte, daß er den Prinz lösten wollte. Der Prinz von Wales versicherte, daß er nicht verwundet sei. Ein Student trug eine leichte Verletzung davon.
* Saris, 4. April. In der Deputirten- kammer wurde gestern der Antrag, die Eröffnung der Weltausstellung zu vertagen, ab- 'gelehnt. Gelegentlich einer weiteren Kredit- forderung seitens der Regierung für die Weltausstellung begründete der Deputirte Chapuis
Der Krieg in Südafrika.
Vom Kriegsschauplätze liegen heute nur wenige Meldungen vor. Wir verzeichnen folgende:
+ London, 4. April. Die Nachrichten auS Bloemfontein lauten ungünstig für die Engländer. Einzelne Buren-Abtheilungen haben sich nach dem Süden von Bloemfontein herumgearbeitet und die Verbindungsbahn mit dem Süden überschritten. Die Wafferleikung in Bloemfontein ist thatsächlich zerstört.
• London, 4. April. Zwei kleine Abthei- lungen gefangener Buren sind von Greenpoint entflohen. Sie wurden verfolgt und in einem Eisenbahnzuge aufgespürt. Es gelang ihnen jedoch, wieder zu entkommen. — Ein Telegramm be§ ,Standard' aus Bloemfontein berichtet, die 9. Division und die Kavallerie des Generals French suchte die Buren zu umzingeln, zogen sich aber nach einer starken Stellung zurück. Als der General Colville sah, daß der Feind über Creuzot- Geschütze verfügte, beschloß Lord Roberts ihn nicht anzugreifen.
® 4. April. Der Fürst von
Bulgarien wird sich sofort nach seinem Eintreffen dahier mit der Großfürstin Helene von Rußland vermählen.
* Soft«, 4. April. In einer Proklamation des Fürsten, durch welche der Ministerrath mit der Regentschaft betraut wird, heißt es, der Fürst begebe sich in das Ausland. Der Zeitung ,Rarodni
Minister beabsichtige, Ende April oder Anfang Mai eine Anleihe aufzunehmen. Die Regierung werde an die politischen Fragen erst nach Ostern herantreten.
mit 257 gegen 52 Stimmen abgelehnt und die Kreditforderung für die Ausstellung bewilligt.
ti Som, 4. April, lieber die gegenwärtige innerpolitische Lage äußerte sich ein Minister recht zuversichtlich. Die Regierung werde, nachdem die Obstruktion niedergeworfen sei, die Nothverotdnungen fallen lasten und versuchen eine Beruhigung der Gemüther anzubahneiy damit die dringenden wirthschaftspolitischen Gesetzentwürfe rasch erledigt werden könne».
* Madrid, 4. April. Ministerpräsident Silvela erklärte in einer Unterredung, die Re-
Drulsches Keich.
Berlin, den 4. April.
mit ihm thaten — er ging ihnen auS dem Wege, so viel er konnte und hatte auch mich so weit gebracht, daß ich keiner über den Weg traute, und heute, na —, so was dacht ich nimmer zu erleben! — Wie er dann nach Hause kommt, ist er seele"vergnügt und was nie mehr geschah, feit — nun ja — seit dem Tage, da seine Braut, die er vergötterte, ihn verlassen hat, —: ich höre ihn ein Liedchen vor sich hin summen. Wie ich vorhin meinen Augen nicht traute, so glaubte ich jetzt an eine Täuschung meiner Ohren, aber c,. ... . - - ,, , ei war doch so, er sang leise und mit lächelndem
„Ihr durst niemals mehr über die Weiber Gesicht."
losziehen, wie neulich, und kein einziges Mal f Ich thue natürlich, als hätte ich weder etwas
gesehen noch gehört, plötzlich wendet er sich a» mich: „Lebrecht", sagt er zu mir, „was wir doch für einfältige Thoren sind, daß wir »egen einer Einzigen, die sich an mir versündigte, alle Weiber für schlecht und falsch halten; ich sage Dir, es gibt auch noch beffere in der Welt, und wir haben kein Recht, alle zu verurtheilen."
„Ja," sag' ich darauf, „dasselbe hat mir neulich schon das Fräulein da oben gesagt, aber ich wollts nicht glauben."
„Welches Fräulein?" fährt er auf und wird ganz roth im Gesichte.
Und haarklein muß ich ihm unfern ganzen Streit von damals erzählen, aber nicht einmal, nein, drei-, viermal, und er lächelt immer fs eigen. — Na ja, ich mache mir da so meine Gedanken, — aber wenn der Himmel ein Wunder zuließe und unser lieber Herr wieder froh würde, auf den Knien wollte ich dafür danken." —
Kathi hatte mit begreiflichem Staunen der Erzählung Lebrechts zugehört. Also deshalb war die Prinzeß heute Morgen so lange ausgeblieben, nun, sie war froh, daß sie auf diese Weise dasinter kam.
Die Magd eilte davon und kam gleich darauf mit einer großen Taste dicken RahmS zurück. Sie händigte sie dem Diener ein, der unter lebhaften Dankesworten eben davon gehen wollte, als er plötzlich stehen blieb und verwundert den Weg entlang schaute.
„Es ist richtig, er ist es! Seht doch Jungfer, )a kommt er, laßt mich einen Augenblick ins Haus treten, ich will nicht, daß er mich sieht."
„Wer denn?" fragte Kathi, neugierig der Richtung seiner Blicke folgend.
Lebrecht, - sagt sie, - Du mußt mir helfet; sie auch nochfo ^ fr unS^unb’ schön vielleicht wenn Du ins Fotsthaus läufst und' 1 J$ön
gibst ein gutes Wort aus, dann bekommst Du, was wir brauchen. — So bin ich denn heraufgelaufen, — 's ist nur wegen unseres Herrn, — und ich möchte also anfragen, ob Ihr mir nicht ein Töpfchen Rahm geben könnt?"
* Som, 4. April. Im nächsten päpstliche» Konfistorium nach Ostern wird nach einer Meldung des ,W. T B.' der Papst de» Präfekten der vatikanischen Gebäude, Monsignor Della Volpe, die Monsignori Tripepi und Gennari sowie den päpstlichen Nuntius in Wien Mon- stgnor Taliani zu Kardinälen ernennen. (Wir regiftriren diese Meldung zunächst mit der gebotenen Reserve. D. Red.)
* Im Lehrerbesoldungsgesetz wird den Lehrkräften, die vor ihrem Eintritt in den öffentlichen Volksschuldienst an Privatschulen thätig gewesen sind, diese Zeit bei Bemessung ber Aktersznkagen voll in Anrechnung gebracht, wenn in den betreffenden Privatschulen nach dem Lehrplan einer öffentlichen Volksschule unterrichtet wird. Bei der Durchführung dieser Be- timmung haben sich, wie in einer offiziösen Darlegung erklärt wird, nicht geringe Schwierigkeiten herausgestellt, da sehr viele Privatschulen über die Aufgaben des Volksschulunterrichts hinausgehende Ziele verfolgen. In diesem Falle sind nur Ausnahmen gemacht worden, wo im konfessionellen Interesse in der Diaspora zum Ersatz konfessioneller Volksschulen Prwat- chulen mit dem Lehrplan der öffentliche» Elementarschulen eingerichtet worden sind, nicht aber, wo lediglich besondere Jntereffen einzelner Orte und Bevölkerungskreise Vorlagen. Im lebrigen hat die Unterrichtsoerwaltung, wie re versichert, die einzelnen an sie herantretenden „Grenzfälle" nach jeder Richtung »in so wohlwollend geprüft, als dies den binde»- en Vorschriften des Gesetzes gegenüber zulässig l. Denjenigen Lehrpersonen, die in früherer Zeit eine Schulaufsichtsbehörde zum Dienst an Privatschulen, in denen nicht nach dem Lehrplan einer öffentlichen Volksschule unterrichtet worde» sei, beurlaubt hat, ist diese Dienstzeit selbst dann angerechnet worben, wenn der Urlaub über diejenige Zeitdauer hinausging, für welche nach der von dem Unterrichtsminister ertheilten Gr-
X Die Koste» der deutsche« Kriegsschiffe sind, wie in bet Budgetkommission behauptet wurde, 2O°/o höher als die der englischen. Ein „guter Kenner ber Marinebauverhäitnifse" sucht das in einer Zuschrift an den .Vorwärts' mit dem auf den Staatswersten herrschenden Bureau- kratismus zu erklären. Durch ein plan- und zielloses Arbeiten würden alljährlich Millionen Mk. . geradezu verpulvert. Wohl kein einziges Kriegsschiff sei auf diesen Werften emflanben, an dem nicht Aenderungen vorgenommen wurden, die bei einem klar durchdachten Arbeitspläne hätten vermieden werben können. Das typische Bild biete ; der „Fürst Bismarck", andern 4 Iahte gebaut wurden. Er sei vom Anfang bis heute fortwährenden Aenderungen unterworfen worden und das Ergebniß sei ein Typ, der einzig in feiner Art bleiben werde. Ursprünglich für 18 Knoten Geschwindigkeit, bei einer Maschinenleistung von 13000 Pserdekrästen geplant, ist durch eine Erhöhung der Maschinenl-istung auf 15 000 Psetdektäsie eine Geschwindigkeit "von 19 Knoten zu erreichen versucht worden. Dabei war bas I Schiff schon halb fertig und die berötlsiate Vergrößerung der Kohlenbänke mußte zum Theil auf Kosten des Heizraumes erfolgen und hat ganz bedeutende Umbauten verursacht. Dann wieder wurden die halbfettigen Maschinenfundamente, weil in der Höhe nicht passend, verworfen. Ebenso ist'S mit den Ventilationsschächten gegangen, Flickereien und । Umänderungen wurden vorgenommen, daß ein Un- klngeweihter es kaum für möglich halten würde ! Jetzt in letzter Zeit erst wieder ist die Kommando- ■ drucke neugrbaut, weil die erste zu breit war.
das Material manchmal verschwendet wird, dafür »st ein Beispiel die Hohenzolletn: Bei einer der Nordlandsfahrten hatte es sich nach Ansicht der maßgebenden Persönlichkeiten als wünschenswerth herausgestkllt, an Stelle der alten Fensterblenden neue unfertigen zu lassen. Die Werkstatt erhält den Auftrag und ordnet die Verwendung von 3 Millimeter-Nickelplatten an. Die Formen zum Pressen ber Platten werden gedreht, diese in Arbeit genommen und nachdem^ nun die Arbeit halb fertig ist, meint der Vorgesetzte: „Eigentlich find die Platten doch etwas stark, ich glaube, wir nehmen lieber 2 Millimeter-Platten."" Das Ma- ! gazin wird also nach 2 Millimeter Nickelplatten durchsucht. Diese sind nun nicht da, wohl aber 2 Millimeter-Neusilberplatten. Diese find zwar noch teurer als Nickelplatten, aber sie werden genommen. Nachdem die Fensterblenden fertig fiud, ordnet ber Baurath eine weitere Arnderung
Dem wird auch noch entsprochen, bann die gw Arbeit auf« feinste polirt und nach der „Hohenzollern" geschafft. Der Maler versieht sauber 4)ohrte5trbeit mit einemFarbenanstrich. Nun inspizirt der Ober-Baurath die Arbeit: „Die Arbeit ist viel zu komplizirt, das sollen ganz einfache Blenden
1 qv,. X c\ ; v ”r,'— ™ .7 ucy uuurie oer Mpuurre ti,gaputS am 1. Dez rnbcr d. I. im deutschen Reiche vor- seinen Antrag, die Eröffnung der Ausstelluna tu ^rden. Jetzt sind die Bestimmungen vertagen, mit ber Behauptung, daß die Arbeiten barüber getroffen; dieselben noch nicht beendigt seien. Der Handelsminister unterscheiden sich wenig von den Bestimmungen Mill er and erwiderte, daß die Arbeiten febr fr ^rer Jahre. Neu ist beispielsweise, daß weit vorgeschritten seien und daß die Ausstelluna fnfitT h;?U£hbte,2na-m ^Il°nen geMt werben an bem für bie Eröffnung festgesetzten Tag! fertig Zahlungstage auf deutschen sein werde. Der Antrag Chapuis' wurde hierauf Fahrt befinden, ^tzann lall pJh, ~ lehnt und die
wmrr oeftnoen. Dann soll eine besondere
Zahlung der Blinden und Taubstummen damit verbunden werden. Ferner sollen in diesem Jahre, und zwar mit dem Datum des 1. Ium land- und forstwirthschaftliche Aufnahmen ftahfinben, und zwar über die Booenbenutzuna, die Zahl der Obstbäume, den Besitzstand, Ertrag- und die Bestands- und Betriebsarten der Forsten.
* Die ,Isrän»ische Gagespoff' des sozial-
hnrh° nächt'6" t^l-tu Nürnberg foH । önvcm ciiiauc in einer unterreöimg d'sitz der sozialdemo- gierung werde sich demnächst mit den wirth- BÄ V'L 3Ä? Ä' I ’üE.'iüsÄü’ü! ««m» 8*4
Der geisteskranke Abg. Gerte! ist inzwischen gestorben Das ändert aber nichts daran daß '.das Vorgehen des sozialdemokratischen Partetvorstandes in dieser Sache rücksichtslos und gewaltsam war; im Gegentheil wird jetzt ganz bestimmt berichtet, daß Abg. Geriet, solange er gesund war, stets dem Plane, seine Zsitung auf die Partei übergehen zu lassen, sich wider- seht hat, so daß die sozialdemokratische Partei- leitung jetzt erst recht in den Verdacht geräih,
Ak L'| $?»"- WSFff
IL-Ä- -"m- u°d °°n d° -.ch AuS der fozraldemokratischsn Partei selbst heraus ____________
liegen bestimmte Zeugnisse dafür vor, daß die
bekannt vorkommende Stimme rufen hörte: i mehr sagen, daß die Weiber nicht^^eri^n^ »He, pst, Jungfer, wartet einen Augenblick, verstanden?"
,d) Sia6 S , »Ja. Jungfer Kathi, gewiß, ich wills nicht
/z c™ Umffnnn-e' bemerkte sie den wieder thun, Ihr müßt mir das nicht so nach-
Drener deS Herrn Mall;ar vom Schlößchen tragen. Damals war ich eben auch übler
^15nQU enb Unb P’4flenb auf baS ?au"e' durstig, hungrig und müde dazu, na, und
9 feit hn’rf.» . da sagt man manchmal mehr, als man ver-
„Ci seht doch, lochte Kathi, „was kann antworten kann."
S?" frtx etn Brummbär und Weiberfeind, wie „Und Eurem Herrn müßt Ihr auch zureden J Ä ?on "UL zollen? blieb aber doch und ibn umzustimmen suchen, so gut Ihr könnt" ' war, „O. ber," lächle Sebr^t alf. „beHft Se
Jungfer, unsere Haushälterin ist in | ich, auf dem besten Wege, aus einem Weiber- flruöel nfaS^mei ’hi.5,e rofoIIte, ^eute Rahm- feind ein Weiberfreund zu werden. Denkt Euch töt ^nb t?eir,e? r* I flUnferf?err Zer4t 8ern nur' Jungfer, über eine Stunde sitzt der heute Öefl4rn ^on solche zum mit Eurem Fräulein auf der Bank im Walde. Nach^sch. gewünscht hat Sie geht und bestellt Ich denke, mich trifft der Schlag, wie ich vom et? deu.f'o'lugen Rahm und was Fenster aus sehe, daß mein Herr^ dem glaubt Ihr, daß g-schreht? Es ist keiner zu Fräulein neben sich Platz i^cht und bekommen, nirgends, — überall schickt man sich mit ihr unterhält. Fünf Jahre hat '9n^lhrer^Noth wandte sie sich an mich, j er keine Frauensperson angeschaut; wenn
l Das Klucsiskrnd.
Erzählung von Irene von Hellmuth.
$3 ------ Nachdruck verboten.
Waldemar wandte sich wieder an Röschen. I.. „Wenn Du Dich beeilst, Schwesterlein, so feiern wir unsere Hochzeit zusammen. Suche Dir nur bald einen Bräutigam, denn ich habe Eile. <~3et freilich," fuhr er neckend fort, „wo solltest »tt auch hier einen hernehmen? Du mußt wieder nach der Stadt zurück, sonst wirst Du trotz Deiner Schönheit eine alte Jungfer."
„Und wenn auch, was thut's?" entgegnete Aöthe huscht^' Über ^ren Wangen eine jähe 4fiel lachend ber Föister ein, „wegen alten Jungfer mach' Dir keine Sorge, Wal- f41nat- Das Mädel hat heute einen ganz hüb- SSL u’“18 gemacht, ich traf sie in lebhafter to»i6ttebun9 mtt einem fremden Manne, — wer I ~ wer weiß, ob sich nicht da —" s „Onkel," rief Röschen, ihn unterbrechend, e4b^rrothem Gesichte, wie kannst Du nur so "was sagen!"
keh.'fe ’a' wenn man über solcher Plauderei ^eteffant fCeinff"en fte doch sehr in-
»StoM bie ^agd, die heute ebenfalls sehr im Svik,„ mat. und in ihrer blendend weißen, mit wied°" .Werten Schürze und d.m Sammt- ^atte ^5'uen wirklich stattlichen Eindruck machte, -Haus 7» de» Kaffee servirt und wollte ins iurückkehren, als sie hinter sich eine ihr
gegen Oeriel angezettelten Umtriebe diesen hauptsächlich in den Irrsinn getrieben haben.
* IreiSnrg, 4. April. Die Pilgerliste zur ersten deutschen Jubiläums-Romsahri ist heute mit 1200 Theilnehmem geschloffen worden.