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27. Jahrgang.
Iuldcr, Freitag, den 23. Februar 1900.
J2 44.
immer noch kein Grund, ihr Kind wegzugeben
Eugen Richter im Reichstage dadurch in kein gutes Licht gerückt werden, vielmehr die Behauptungen anderer neue Stütze erhalten, daß in Flottensachen Eugen Richter nicht mehr Herr sei über seine sonst getreuen Schaaren. Jetzt hat in Königsberg i. Pr. eine zahlreich besuchte Versammlung der freisinnigen Volkspartei einstimmig einen Beschluß gefaßt, in dem es u. A. heißt: „Die Versammlung ist keineswegs prinzipiell gegen eine Vermehrung der Flotte, wenn sich solche nach Maßgabe der bisherigen traditionellen Reichspolitik und des Bedürfnisses nach einem größeren Schutze für den Handel als nothwendig erweisen sollte. Sie erwartet jedoch volle Aufrechterhaltung des Etatsrechtes und Garantien dagegen, daß die „Kosten auf die schwächeren Schultern abgewälzt
werden".
h K!«e „freie Kommission" soll sich angeblich im Reichstage aus Mitgliedern der verschiedenen Parteien gegründet haben, um ein Uebereinkommen herbeizuführen in der Flottenfrage, namentlich in der Frage der Kostendeckung — Jo berichten verschiedene Zeitungen. Daß zwischen Mitgliedern verschiedener Parteien Unterhaltungen
Als Hanna von dem Begräbniß der armen, kleinen, namenlosen Sally, wie sie dieselbe nannte, heimkam, fand sie ihre Herrin melancholisch m s Feuer blickend und näherte sich ihr deshalb, sie
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zu trösten.
„Fassen Sie Muth; es ist immer am besten wie es Gott einrichtet. Seien Sie also nicht so
Haupt umbaue. Staatssekretär Tirpitz erwiderte, auf diese Weise hoffe man das Schiff noch zehn Jahre erhalten zu können; der Umbau koste ja „nur eine Million". Abg. Frese (frs. Berg.) möchte bald über die Erfahrungen aufgeklärt sein, die man mit dem umgebauten „Hagen" machen wird, worauf der Staatssekretär erwidert, bis zum Frühjahr hoffe er die nöthigen Aufklärungen ^geben zu können. Einstimmig wurde daruuf folgende, vom Abg. Richter beantragte! Resolution angenommen: „Die Erwartung auszusprechen, daß künftig Umbauten von Schiffen nicht ohne vorherige etatsmäßige Bewilligung vorgenommen werden." Der Staatssekretär ist mit dieser Resolution einverstanden. Genehmigt wurden danach die Kapitel Reichsmarineamt, Admiralsstab der Marine, Seewarte und Observatorien. Bei dem letztgenannten Kapitel theilte Staatssekretär Tirpitz mit, daß in Zukunft die Wettervorhersagen vier Stunden früher mitgetheilt werden sollen, als vorher, was für die Landwirthschaft werthvoll sei. Die Beratungen werden am Freitag fortgesetzt.
X A« der freisinniger» Aokkspartei regt sich allenthalben die Bewegung sür eine Vermehrung der deutschen Kriegsflotte, so daß die gegentheiligen Versicherungen des Abg.
Art." Wenn man sich diese Aeußerung ins Ge- dächtniß zurückruft, so kann man schwerlich glauben, daß die verbündeten Regierungen aus übergroßer Rücksichtnahme auf ausländische Fleischhändler die Interessen der deutschen Verbraucher und Fleischerzeuger den Vorschlägen der Reichstagskommission ihre Zustimmung versagen sollten, wie freisinnige Blätter behaupten wollen. Eigentlich ist es ein sehr bedauernswerther Zustand, daß man überhaupt erst die Forderungen besonders aufstellen und umständlich begründen und vertheidigen muß, daß das ausländische Fleisch nicht vor dem inländischen
reiten."
Frau Coggle fühlte, daß die Entscheidung nahte, nahm all' ihren Muth zusammen und sagte:
„Hanna, es taucht nichts, daß wir das Kind Polly rufen, sie ist nicht Polly; wir müssen sie von nun an Anna rufen, denn dies ist ihr Name; sie ist Fräulein Anna Davement, es ist alles herausgefunden, ihre Mutter ist hier ge-
ifl, und sie hat es auch sofort wiedererkannt und das blaue Tuch auch."
„Möge der Himmel Ihnen vergeben; haben Sie jene arme Dame wirklich überredet, daß dies Kind das ihrige sei?"
,M bedurfte keinerlei Ueberredung. Sie war sicher vom ersten Augenblick an, da sie hier
(Nachdruck verboten.)
7. Kapitel.
wir sie sind, genug. Polly wird uns noch für manches Jahr genug Kummer und Sorge be-1 verasch.
bevorzugt werde.
# Eine Kavekverv in düng zwischen Kiaut-
■ täglich, der
und so lange ich lebe, sollst Du von Deiner wahren Mutter und Deiner katholischen Taufe hören. Mit meinem letzten Athemzuge will ich noch Zeugniß ablegen, daß Du ihr Kind bist und keiner Andern gehörst."
8. Kapitel.
Einige Monate waren wieder verstrichen, während deren Frau Coggle mit Hanna und dem kleinen Mädchen nach Paddington, einem nahe bei London gelegenen kleinen Dorfe, übergesiedelt war. Hanna hatte ihre Abreffe in der alten Nachbarschaft hinterlassen, damit ^eder, der nach ihnen frage, gleich an sie gewiesen werden könne. Sie hatte nie etwas von Herrn oder Frau Yates gehört und ihre Hoffnungen wurden immer schwächer. Andererseits jedoch sandte Lady Davement regelmäßig Geldsendungen und verschiedene Geschenke für die Witwe und für Hanna. Letztere hatte einen ungleichen Kamps zu bestehen; ihre Argumente für Frau Yates Rechte drohten vor der bestrickenden Macht der vielen Geschmke immer mehr zu verblassen. Dar kleine Mädchen hatte sich daran gewöhnt, auf beide Namen zu
„Aber um des Himmels willen, Hanna, sprich doch von solchen Dingen nicht so laut! Die Nachbaren können Dich ja hören. Es ist ganz gegen das Gesetz; Du kannst uns noch eines Tages den Tod bringen. Jene Spanier, von denen Du immer erzählst, haben Dir in religiösen Dingen rein den Kopf verdreht."
„Gott verzeihe Ihnen, Frau, daß Sie so von meiner seligen Herrin, der Lady Luisa, sprechen; ich glaube, sie ist jetzt ein Engel im Himmel; sie war es schon hier auf Erden. Sie gab den Schwächsten Muth zum Leiden, wenn sie von der Herrlichkeit des Himmels und dem Glück sprach, für Christus zu leiden."
! „Großer Gott, wie Du unvorsichtig sprichst, Hanna, es können Einem die Haare zu Berge stehen. Weißt Du, wie viel Geld in diesem Beutel ist? Lady Davement hat ihn hier gelassen; sie wünscht, daß ich ein kleines Landhaus miethe. Ich werde mit Frau Krump sprechen, ihr Vater vermischet Häuser."
Hanna antwortete nicht, ihr Herz war über- voll. Sie liebte das Kind tief und innig; der und wenn es Gedanke, daß ihre Polly der wahren Kirche ent-
Deutsches R^ch*
Berlin, 22. Februar.
• SrzViftYof Ar. v. StaSk-wskt von Posen durch seine Behandlung in der Maria-Viktoria- H-ilanstatt in Berlin so weit wieder hergestellt, bak er sich nunmehr zu längerem Erholungs- «lüenthalte nach der Riviera begeben konnte.
X Die.Staatsbürger Zeitung' glaubt Grund y. der Annahme zu haben, daß möglicherweise iug Rücksicht auf die parlamentarische Geschästs- <-ae auf die Einbringung der Kanak-Dorkage in dieser Session verzichtet wird, um freie «ahn für die Durchführung des Flottengesetzes «i schaffen. Die von dem Staatsministerium Lia gestellte Kanalvorlage' befindet sich zur bit im Kabinet des Kaisers, deffen Entscheidung in den nächsten Tagen zu erwarten sei. Allem Anscheine nach werde es dahin kommen, daß die Kanal-Vorlage zu Gunsten des Flottengesetzes bis zur nächsten Landtags - Session zurück-
Eines Tages, als Hanna nach London gegangen war, um zu hören, ob Jemand nach ihr gefragt — sie that dies ab und zu, obgleich bis jetzt immer vergebens — hörte sie, daß eine schwarz gekleidete Dame vor einigen Tagen sich nach Frau Coggle's Adresse erkundigt habe; man beschrieb ihr die Person als eine blaß und elend aussehende, auch beinahe ärmlich gekleidete Dame.
„Haben Sie ihr unsere Adreffe gegeben?
wesen."
„Meinen Sie Frau Yates?"
„Nein, Lady Davement; sie hat von Frau Peterkin schriftlich und mündlich ein Langes und
Sh«« bettifft. (»staube ich e« I
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des Davement'scheu Hauses geworfen wurde, hier ! denn alle Davements sind nicht katholisch.
„Sobald sie das Tuch erkannte, wußte sie die Wahrheit", wiederholte Frau Coggle mit dem Eigensinn schwacher Menschen, welche durchaus Recht behalten wollen.
„Nun gut, Frau, mag sie sich den Shawl nehmen in dem das arme Kind, welches wir
techE-m I (TSVeibenKnÄMub fc einen. Stich M Heinen Grabe geben unb dort beten. Aber meine Herz. Sie gab ihr schweigend das Heme Kruzchx und der KaÜ %W» Po°h ta-st- nicht haben.1 - - iie ei an bte
so lange ich es verhindern kann."
„Frau Yates ist tobt; es nutzt nichts, immer die alte Leier zu wiederholen."
„Ich weiß nicht genau, ob sie tobt tfi; aber
Marianne.
Dem englischen Originale der Lady Fullerton nacherzählt.
Von M. Röhr.
lieber die einzeMen von Bebel angeführten Mißhandlunasfälle liegt das Material noch mcht vor. Ebenso ist dem Minister nichts bekannt von der Abkommandrrung der Soldaten als Hundewärter; in dem Gottmger Falle hat der Minister seinen Tadel ausgesprochen. Das Duellunwesen aber hat in hohem Grade abgenommen. Die Bedeutung des Harmlosen-Prozefles darf man aber nichl ungebührlich übertreiben. Daß die ganze vornehme Well von Berlin in die Sache verwickelt fei, wie Herr Bebel sagte, glaubt dieser ja selbst nicht. DaS Material des Herrn Bebel ist nur dürftig gewesen im Verhältnisse zu der Länge seiner Rede. ..
Der nationalliberale Abg. Hratzmanu, LandgenchtS- direktor, macht den Minister darauf aufmerkscim. das besten Auffassung des Falles Briese mcht zutrifft. Briese mußte unter dem Eide die Wahrheit aussagen.
Abg. Kroever vom Centrum spricht sich in genau demselben Sinne aus und fügt hinzu: der Herr KriegS- minister hat vor einem Jahre selbst erklärt: „wenn der Mann schon vereidet war, hätte er mcht bestraft werden können". Damals ließ der Minister noch semen natür-
i lichen, durch den juristischen Beuath nicht getrübten Menschenverstand sprechen. (Heiterkeit und Beifall.,
Minister vo« Hoßter erwidert, in Zukunft würden ja solche Fälle vor das Militärgericht konnnen und sich dadurch von selbst erledigen. Aber der Richter hätte die Frage an den Zeugen gar nicht richten dürfen.
Abg. Hroever: Der Richter kann unter Umständm sogar dazu verpflichtet sein, wenn er sich beispielsweise
I erst vergewissern will, welche Glaubwürdigkeit er einem Zeugen beizumessen habe. , .
° Aba. Dasbach (Ctr.) bespricht den Fall des Leut, nants Döring in Koblenz, der einen Studenten im Duell erschoß: es habe sich dabei ganz einfach nm emen an dem Studenten verübten Morde gehandelt. Wahre« Ehrgefühl könne niemals erfordern, daß man jentana
den UmbauKüstern! Vliesen. RMmehr wird halbamtlich di- Ab- sch-tt «ni»°d-tt ^hikippiue« sollte nach der
Snradie wobei Abaeord I sicht der Regierung kundgethan, die ganze Sache Meldung einiger Blätter im Anschluffe an das
) bemerkte lüer würde'ja ein ganz um ein halbes Jahr zu verschieben, also vom amerikanische Kabel geplant sem das durch den
® ÖbAnffpniinh Aba Müller-1 Etat vollkommen abzutrennen und erst mit dem Stillen Ozean gelegt wird; es sollte dafür noch
neuer Schiffstypus gesch ff 9- üb künftigen 1. Oktober ins Leben treten zu lassen, ein Nachtragsetat im Reichstage roer=
.Fulda ^^e. warum man Küstenpanzer Uver T « bis zum 1. April etwas den. Diese Nachricht trifft nach halbamtlicher
bannt umbaue. Staatssekretär Tirpitz erwiderte, I ^°urz geworden zur planmäßigen Verwirklichung I Meldung nicht zu.
dieser nothwendigen Reform. Aerli«, 22. Febr. Der Kaiser hörte heute
I M f. „ m. tfrittÄfiiatittiiett för im JagdMosse Hubertusstock im Laufe des Vormittags
+ Heber die Iracht-Krmatzigttttgett t« den Vortrag des Chefs des Militär-Kabinets v.Hahnke.
die LioHke«a»sf«Hr «ach dem AttStande bringt _ $ie ,$eiliner Jleueften Nachrichten' schreiben, daß NUN auch die halbamtliche ,Berl. Korrespondenz' ,n parlamentarischen und anderen politischen Kreisen einen Artikel, aus dem von Neuem hervorgeht, der jetzige Statthalter der Reichslande, S £>°ben= daß die Regierung noch immer nicht an die Aus- e ^ra"9=£6 “ e^e^ ben Sntt für Kommen
führung dieser schleunigst nothwendigen Maßregel eta$’tet/ feinuamt auszugeben. Die Statthalterschaft in Herangehen will. Hundert Wenn und Aber bringt Straßburg würde dann auf den Prinzen Adolf da« offtiiöfe Draan vor, u. A. den widersinnigen von Schaumburg-Lippe übergehen. Ok»diese An- Vorwand, daß diese Ausnahme-Tarife auch für I f^^^ch u^Zukunft^lsSicherheit Pi ° üb ersehen. In die deMschen Seestädte billigeres Kohlenmatenal Die(^n Rrei'^n werde an ihre Richtigkeit positiv geglaubt, aus dem Jnlande beschafften, als ob das Nicht _ Befinden des an der Influenza erkrankten Staats- sehr einfach einzurichten wäre, daß dieser Vorzug sekretärs Grafen von Bülow 'st/me wesentliche Beste- [LUnbteb, U ber a»8n«bme.$arif für M
Ausland dennoch aufgehoben würde. Die ganze ®ieb'eI $u übernehmen. — Nach der .Staatsbürger- übrige Beweisführung bewegt sich in dem Gedanken- Rettung' hat Finanzminister von Miquel heute offiziell aanae den man in derjenigen Preffe zu finden die Amtsgeschäfte, von denen er sert dem 19. >;anum
I gange, oen inun 111 11 0 1 beurlaubt war, übernommen und aus diesem Anlaß dem
pflegt, die den Interessen der Syndlkate dient. Hohenlohe den üblichen Antrittsbesuch abge-
derHrnweiS auf bte langfristigenLieferungs-Ver-1 gatt'ct _v^aS Befinden des Abg. Dr. Lieber war träge mit auswärtigen Händlern, auf die „fest auch im Laufe des heutigen Tages andauernd gut. D,e eingebürgerten wirthschaftlichen Beziehungen" rc. Besserung macht sichtliche Fortschritte. — ^de« Be- Dann wird in der halbamtlichen Kundgebung ge- ^A^se "ist"nachher .Natronal-Zeitung' eine Besse- fagt: „Das Vorgehen Preußens wird von bem • eingetTeten. Demselben Blatte zufolge ist Abg. Einvernehmen mit ben betheiligten füdbeutschen Dr. Sattler an der Influenza erkrankt.— Die bisher Bunbesstaaten bebingt sein . . . ." Es „wirb" bei den Ersatzbehörden verschieden beantwortettFrage,
war."
„Gütiger Gott, aber haben Sie ihr erzählt, baß auch Frau Yates Kind in berfelben Nacht zu uns kam und wir die Kinber zusammenlegten unb ihnen leichte Kletbchen anzogen?"
„Nein, Hanna, je weniger Worte man macht, wie es wuu — —-------, desto leichter verständigt man sich«, war die orakel-
trauria ein Kind ist für solche alte Leute, wie hafte Antwort von Frau Cogg e.
ÄÄ aenua. Mn wirb uni noch für ,9Mt immer. Fron «eggte-, tagte H-nn-
Mellt wird. ,, .
X Aerathttttg des Marine-Etats hat heute (Donnerstag) in der Bubgetkom- «EbllBernlbum machte Ä”aStI?E I «b^Ä’ÄÄ"'teitfinb'en; i|l fetbflneifiänbficb.
?Ctr? als Berichterstatter darauf auf- Aber die Meldung von der Bildung einer festen ÄS bi, SKE®ta*««*/;““rabef,en9 um 6,234,000 Mk. überschritten hat, und zwar den Ereigniffen sehr stark voraus.
Srilhri*** ferner für Einstellung von Schiffen unterzogen werden. Dre Sache war in der für den Auslandsdienst • es Budgetkommission des Abgeordnetenhauses zusammen S eSÄeMro non X W mit bem Jufttz-tat b-r°ch-n worben wurde oorn §H»mommen betraaen die Mechrau,. Pimnrn de- Abgeordnetenhoufe« ober -I- noch »«.uw*w»««*; JhaIÄÄV»
m die Händchen und sah, wie sie es an die Lippen preßte, so wie sie es gelehrt.
„Da soll noch einer sagen. Du warst nicht Polly Yates," dachte Hanna, „Du gleichst fa Deiner Mutter, wie ein Lamm dem Schafe. -Viag die Frau Coggle thun, was sie will, mag sie ein Landhaus miethen unb Dir von bem Gelbe bet reichen Dame schöne Sachen kaufen. Mag sie „ r». _
Dich Anna rufen, für mich bleibst Du Polly, fragte Hanna ängstlich.
bebingt fein! Da- Ning, gerade fo Ä- fe^ I L'WM
noch nicht einmal bte einleitenden Schritte getgan Reichsangehöriae gewesen zu sein, noch zum aktiven worben, um zu einem solchen Einvernehmen zu Dienste im Heere oder in der Marine herangezogen gelangen, so daß von Neuem der Argwohn ent- werden dürfen, ist, wie "e offiziöse ,Südd. Rsrchskorr. sieht, man woUe bas nicht ihm, was im a».
gemeinen Interesse durchaus nöthig ist, nur um Kommission des Tischlergewerbes ist die Zahl der Strei- )en Kohlen-Synbikaten unb ben Händlern gefal« renden bedeutend höher als bisher angegeben wurde, ig zu fein. Die ganze Angelegenheit unb ihre | lieber sooo Mann streiken.
Verschleppung macht einen durchaus unliebsamen Eindruck unb legt kein gutes Zeugniß ab über bas Verstänbniß ber Regierung für die Bebürf- A«s -em Reichstage, nisse des Volkes. . . 152, Sitzung vom 22. Februar 1900.
ÄÖJSKÄÄ auf eine Aeußerung aufmerksam, bte der Reichs- roaItun„ beftxebt sei, Uebelstände im Heere zu beseitigen, kanzler Fürst Hohenlohe am 27. April 1898 Aber das geschieht noch nicht immer mit dem gewünschten im Reichstage geihcm hat. Sethhoersttebtich - «g
so sagte damals Fürst Hohenlohe — werden gegen- ^rben'cei roei( er sich vor Gericht als Sozialdemokrat über der ausländischen Einfuhr von Flesich-1 betQnnt habe. Redner fragt an, ob es sich inzwischen roaaren mindestens gleichwerthige hygienische als richtig herausaestellt habe, daß Briese unmittelbar Vlirncktsmafireaeln zur Anwendung gelangen wie vom Gerichte darüber befragt worden sei, und zwar nach gegenüber den iuländisch en Erzeugniffen gleicher ^m^verWen?Alle von Bttßhandlungeu von Re- " ' " m—---nx ’ ' hüten durch ältere Mannschaften und durch Vorgesetzte
mit. Ganz besonders schwere Mißhandlungen sollen bet dem Ulanenregiment m Oschatz vorgekommen sein. Auch die zweijährige Dienstzeit hält Redner für zu lang; daS ersehe man aus der Verwendung von Soldaten alS Wärter bei der Hunde-Ausstellung in Rostock, als Kellner auf einer Ausstellung in Göttingen jum Ersätze für streikende Berufskellner. Rkdnerspricht gegendasDuellun- roefen der Offiziere, gegen deren LuxuS und 'hreSprel- wuth - was habe nicht allein der Harmlosen-Prozeß cxufciebcdt! ,
Minister v. Haßler erwidert: Bei emer so großen Organisation werden immer Mißgriffe und Mißstände vorkommen. Aber sie werden nach dem Wunsche des obersten Kriegsherrn immer mehr eingedämmt. Der Fall Briese ist vom Vorredner richtig gekennzeichnet worden. Der juristische Beistand des kommandirenden Generals in Danzig hat Briese dennoch für strafbar erklärt. Briese hätte ja sein Zeugniß verweigern dürfen. Nach dem Befehle des obersten Kriegsherrn darf keinerlei fnitnrhemuhatifdie Betbätiaung im Heere geduldet werden.
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