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27. Jahrgang.

IuL'öa, Samstag, den 27. Januar 1900.

Erstes Blatt

Dum Kcnsers KebuvLsLclge

Stow« »Ai Verlar der S«Uatf *atenJf««»wS peteraraS« «r. « (Wnumitl.

•F Ganz neue Flottenpolitik.

Wer noch daran gezweifelt hat, daß die neue sogenannte Novelle zum Flottengesetz eigentlich keine Novelle, sondern ein ganz neues Gesetz ist mit nicht nur verdoppelter Stärke der deutschen Kriegsflotte, sondern auch mit vollkommen neuen Grundsätzen über die Aufgaben und .Zwecke der deutschen Marine, der muß seinen Zweifel aufgeben, wenn er die Begründung der neuen Flolten-Vorlage liest, oder auch Flotten- gesetz-Novelle, wenn er das lieber hört. Noch viel klarer, als man das schon vorher wußte, geht aus dieser Begründung hervor, daß die Novelle das Stammgesetz unmittelbar auf den Kopf stellt. Und doch stammt das Flottengesetz erst vom 10. April 1898, ist also noch keine zwei Jahre all. Man fragt sich erstaunt, wie es möglich war, daß die Verbündeten Regierungen im Anfänge des Jahres 1898 noch vollständig im Unklaren darüber sein, oder wenigstens den Reichs­tag vollkommen im Unklaren darüber lassen konnten, was jetzt so bündig und klar in der Be­gründung der neuen Vorlage ausgesprochen wird, und worüber der Staatssekretär der Marine nach seiner eigenen Aussage im Reichstage schon im Monat Dezember desselben Jahres dem Kaiser Vortrag gehalten hat, nachdem soeben erst im April die voraufgegangene Flotten-Vorlage Gesetz geworden war?

Deutlicher kann die Umwandelung unserer Flottenpolitik nicht gekennzeichnet werden, als gerade durch die Begründung der neuen Vorlage. Diese greift, um den Wechsel der Anschauungen recht klar zu machen, einige grundlegende Sätze

Unser Kaiser Wilhelm II. vollendet heute mn 41. Lebensjahr, und in allen Gauen MereS deutschen Vaterlandes, von den Palästen der Reichen bis in die entlegensten Hütten der Armen wird der Geburtstag des allver- ^hrten Landesherrn mit freudiger Begeisterung gefeiert. Zwar wird die äußere Feier des kaiser­lichen Geburtstages in diesem Jahre nicht in so lautem Jubel, wie es sonst zu geschehen pflegt und dem Gefühle des Volk s am besten entspricht, ihren Ausdruck finden, weil Seine Majestät und die kaiserliche Familie in tiefe Trauer versetzt sind durch das Ableben der Mutter der Kaiserin. An der Bahre der Mutter seiner hohen Gemahlin nimmt der Kaiser in diesem Jahre die Glückwünsche seines Volkes entgegen. Was da an rauschendem Gepräge abgeht, das wird doppelt ersetzt durck i innere Herzlichkeit, mit der das deutsche Volt * theilnimmt an der Familientrauer des Herrscher­hauses und gleichzeitig dem kaiserlichen Herrn seine Glück- und Segenswünsche zur Geburts­tagsfeier darbringt. Und so steigen denn heute

allenthalben inbrünstige Gebete zum Throne des Allerhöchsten empor, daß derselbe unseren Kaiser und seine Familie in seinen besonderen Schutz nehmen, ihn auf seiner hohen und verantwortunas- vollen Stelle noch viele Jahre erhalten möge als Hort des Friedens, als Schutzherrn und Förderer von Wissenschaft und Kunst, Industrie

einigen Tagen in diesem Blatte bereits berichte^ worden.

+ Die Decknngvfrage in der Sache der Akotte« Dorlage soll nach der Meldung eines parlamentarisckien Berichterstatters noch besonders eingehend im Bundesrathe berathen werden. Die Vertreter von Bayern, Württemberg und Baden sollen nach derselben Meldung das Ver­langen kund gegeben haben, daß bei der Auf­stellung der künftigen Reichs-Etats eine Erhöhung der Matrikular-Beiträge über die Ueberweisungen an die Einzelstaaten hinaus nicht stattfinden dürfe. Dieselben Bundesstaaten sollen weiter in An­regung gebracht haben, zur Deckung der Kosten der Vorlage eine Reichs st euer einzuführen, und zwar in Gestalt eines Zuschlages zu den Erbschaftssteuern der größeren Ver­mögen. So weit die Meldung, über deren Richtigkeit oder Unrichtigkeit im Augenblicke eine Kontrolle unmöglich ist. Es klingt an und für sich nicht ganz wahrscheinlich, daß die Flotteu- vorlage aus dem Bundesrathe an den Reichstag gelangt sein sollte, ohne daß im Bundesrathe Einigkeit erzielt sein sollte über die Deckangs- frage. Auf der andern Seite ließe sich für den Vorschlag eines Zuschlages zu der Erbschafts­steuer der Umstand ins Feld führen, daß seit dem 1. Januar im Deutschen Reiche ein einheit- l.ches Erbrecht besteht.

h lieber die Schädigung des Aostverkehrs nach Südafrika durch englische Behörden geht der ,National-Zeitung' folgende Mittheilung zu: Die am 28. September, 10. und 15. Oktober v. I. nach Transvaal aufgegebene deutsche Post, die letzte der über Southampton-Kapstadt geleiteten, sind am 3. Januar ds. Js. von Kapstadt zurück­gesandt worden und am 22. ds. in Köln wieder eingegangen. Die Posten sind sofort umgearbeitet und nach der Delagoa Bai weiter gesandt worden. Heber die Ursache der Verzögerung in der Rück­sendung liegt bis jetzt noch keine Aeußerung seitens der britischen Postbehörden vor.

h Die Lücke in der Derfassrmg, die sich bei der Auseinandersetzung darüber ergeben hat, ob das Mandat des freisinnigen Abg. Jacobsen erloschen ist oder nicht, hat nach einer Meldung der .Deutschen Tagesztg/ Veranlaffung gegeben zu Verhandlungen zwischen den Parteien über die Einbringung eines Antrages, der diese Lücke beseitigen soll. Es ist durchaus zu wünschen, daß eS wirklich zu einem solchen An­träge kommen möge und zu einem guten Erfolge desselben. Es ist ein Unding, daß ein Abgeord­neter fein Mandat unter Umständen behalten soll, die ihn unfähig machen zur Annahme einer Kandidatur für den Reichstag.

x Der Ktat der Schntzgeöiete ist am heutigen Freitag in der Budgetkommission des Reichstages weiter berathen worden. Der Etat für Ostafrika wurde zunächst unterbrochen, um Entscheidung zu treffen über die verlangte Ver- mehrung der Schutztruppe für Kamerun um 100 Mann. Kolonialdirektor von Buchka weist zur Begründung dieser Forderung u. A. darauf hin, daß am Südufer des Tschadsees in der deutschen Jntereffensphäre ein neues muha- medanisches Reich entstanden sei unter dem Sul­tan Rabat, einem ehemaligen Sklaven, dessen Eroberungslust unserem Schutzgebiete gefährlich

und Handel, Landwirthschaft und Gewerbe, als Vater und Fürsorger für jeden einzelnen, auch den niedrigsten feiner Untertanen. In aller Herzen klingt es heute wieder:

Gott schätze, segne und erhalte unseren geliebten Kandesvater Kaiser Wilhelm II.

aus der Begründung des letzten Flottengesetzes heraus. „Größeren Seemächten gegen­über — so heißt es in der alten Begründung — hat die Schlachtflotte lediglich die Bedeutung einer Ausfallflotte." Dazu bemerkt die neue Begründung: „Das heißt: die Flotte muß sich in den Hafen zurückziehen und auf eine günstige Ge­legenheit zu einem Ausfälle warten. Es wird stets nur eine Frage der Zeit sein, daß sie nieder­gekämpft oder nach erbeblicher Schwächung im eigenen Hafen eingeschloffen ist. Sobald dies der Fall, läßt sich kein Großstaat leichter von jeglichem nennenswerthen Seeverkehre — sowohl der eignen Schiffe als auch der Schiffe neutraler Mächte — abschließen als Deutschland.

Heber die Aufgabe der deutschen Kriegs­schiffe in fremden Meeren sagte die alte Be­gründung: „Schutz des Seehandels auf allen Meeren fällt vorwiegend in die Friedens­zeit. Im Kriegsfälle wird es die Aufgabe der Auslandskreuzer sein, den eigenen Handels­schiffen den möglichsten Schutz zu gewähren." Dazu bemerkt die neue Begründung: „Das heißt: die Schiffe werden ihr.Möglichstes' thun. Was in dieser Beziehung möglich ist, erhellt, wenn man sich vergegenwärtigt, daß das Flottengesetz (also die letzte Vorlage! Red.) im Ganzen 42 Kreuzer Vorsicht, während beispielsweise die größte Seemacht (England! Red.) heute bereits 206 Kreuzer (fertige und im Bau) besitzt und außerdem an allen Haupthandelsstraßen über Stützpunkte und Kohlenstationen ver­fügt.

Und nun sagt die neue Begründung, was die neue Vorlage will:

Deutsches Reich-

Berlin, 26. Januar.

+ Die Annahme der Ikotte« Dortage gesichert — das soll nach den ,Berl. Neuesten Nachrichten' nach Kenntnißnahme vom Inhalte der Vorlage die „Heberzeugung in den parla­mentarischen Kreisen" sein. Der Wunsch ist der Vater des Gedankens — das genannte Blatt arbeitet bekanntlich int Dienste der Rationen» Industrie, der Firma Krupp und der Allergrößten im Bunde der Industriellen. Das in den Kreisen der freisinnigen Volkspartei manche Freunde der Vorlage sich urplötzlich anfgethan haben, ist bereits mehrfach in der ,Fuld. Zkg.' er­wähnt worden. Der.Vorwärts' behauptet, die Abgg. Schmidt-Elberfeld, Wintermeyer und Lenzmann arbeiteten eifrig daran, ihre Kollegen von der freisinnigen Volkspartei zur Annahme der Flotten-Vorlage zu bewegen. Die frei­sinnige Zeitung' erwidert aber darauf, daß das unwahr fei. Daß der Nürnberger Frei­sinn, der sich ebenfalls zur freisinnigen Volks­partei rechnet, in bedingter Weise eine Resolution für die Flotten-Vorlage angenommen hat, ist vor

töetirt täglich, tgnj): ?me bei "l0, mlli Feier- ,t Siertetjährl.

kBringerlohn L Bestellgeld m ,La und aui» irislM.SOPf.

■gwnttiwrtliS: Mr Mr Setuttie« tüf 3wfeMtr 3. Parzelle» ta Mlda.

„Um unter den bestehenden Verhältnissen Deutschlands See Han del und Kolonien zu schützen, gibt es nur ein Mittel:Deutsch­land muß eine so starke Schlachtflotte besitzen, daß ein Krieg auch für den fee­mächtigsten Gegner mit derartigen Gefahren verbunden ist, daß feine eigene Machtstellung in Frage ge- stel t wird."

Dieser eine Absatz kennzeichnet die Absichten und Ziele der neuen Flottenpolitik der Reichs­regierung ; man kann sie kurz zusammenfaffen in zwei Worte: Weltpolitik und Weltmacht­flotte ersten Ranges. Wer glaubt, daß es mit dieser einen „Novelle" und mit dem durch sie geforderten Sollbestande der Kriegs­flotte abgethan sein werde? Das glaubt tm Ernste niemand. Und wer sagt, er glaube es, der hält mit der Wahrheit hinter dem Berge oder ist sich der Bedeutung einer Politik nicht bewußt, die durch die deutsche Kriegsflotte auch den „seemächtigsten Gegner" im Schach erhalten will. Der seemächttgste Gegner, also England, verfügt über einen ganz anderen Geldbeutel als Deutschland, und wenn er sieht, daß Deutschland mächtig zur See rüstet, so wird er es erst recht thun. Derselbe Wettlauf in Kriegsrüstungen wird zur See beginnen, wie er uns bereits für die Ausrüstung des Landheeres auferlegt ist; und gar nicht lange Zeit wird verstreichen, bis eine ganz neue „Novelle" die jetzige neue ver­drängt mit noch größeren Sollbestands­forderungen der Flotte; und dann wird es wiederum nicht lange dauern, bis eine aller- neueste „Novelle" noch mehr verlangt und so fort ins „Uferlose".

Um das vorauszusehen, braucht man wahr­haftig keine Prophetengabe zu besitzen. Das wird so kommen, weil es so kommen muß. Und diese Zukunft darf man nie außer acht lassen, wenn man die Gegenwart richtig b eurtheilen will!

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Kin Hohes Ziel.

Original-Erzählung von W. Dora.

3 ------ (Nachdruck verboten.)

II.

Es darf sich nun die Welt nicht mehr um mich bemühen,

Sir wird mein Herz doch nicht zu ihrer Liebe ziehen.

I. Scheffler.

Heiß und glühend senkte die Junisonne ihre Strahlen nieder und selbst die dichtbelaubten Bäume im Parke von Schloß Heimbach waren Um die Mittagszeit nicht mehr int Stande, Kühlung zu verbrechen. Die Blumen ließen dürstend ihre Köpfchen hängen; die Vögel waren verstummt und nur die Bienen summten uner- wüdlich von Halm zu Halm.

, Auf dem Boden einer Gaisblattlaube kniete

Mädchen, eifrig beschäftigt, mit Hilfe von Wei Dorsklndern einen Kranz von blühenden Wett zu winden. Die lichtbraunen Locken hingen jhr tief in die Stirn, der Strohhut lag neben M am Boden, er hatte sie bei der Arbeit gestört und fix achtete der Sonnenstrahlen nicht, die ihr «ns Gesicht und Nacken brannten.

Eins der Kinder reichte die Blumen zum «ranze, das andere brach noch immer mehr der rüstenden Blüthen und trug sie in die Laube, da 'Haute das Mädchen endlich von der Arbeit auf. . »Laß, es sind nun genug der Rosen, Lies- "en'" sagte sie, „ich brauche nur noch wenige

zum Kranze, fülle diese in die Vasen ein, die dort am Boden stehen."

Dann strick sie die Locken zurück, hob den Kranz in die Höhe und betrachtete zufrieden die gelungene Arbeit.

„Ist er nun fertig?" fragte das Kind, das die Blumen reichte.

„Nicht ganz, hier muß ich noch ein paar Rosen einfügen."

„Wenn er aber fertig ist, tragen wir ihn in die Kirche, nicht wahr?"

„Ja, wir wollen das Tabernakel damit schmücken, morgen ist ja Festtag."

„O der Heiland wird sich freuen, wenn wir ihm so schöne Blumen bringen“, rief das Kind und klatschte jubelnd in die Hände.

„Ader nicht nur Blumen, Martha, auch unsere Herzen müssen wir dem Heilande bringen !" sagte das Mädchen, „und hört Ihr, daß Ihr nicht wieder so schüchtern und verzagt das Segenslied singt, das wir zusammen gelernt haben. Frisch und muthig laßt es aus den Kehlen bringen, daß es wie freudiger Jubelgesang den Herrn begrüßt."

„Ja, ja," befeuerte die Kleine, „heute will ich laut und kräftig singen, wir haben das Lied ja nun so gut gelernt", und mit frischer Stimme begann sie das Lied zur Probe.

Lieschen fiel ein und das Mädchen vollendete es, während sie die letzten Rosen in den Kranz einfügte.

„Aber Cacilia, was machst Du denn hier?" frug da plötzlich Fcau von Lastors's scharfe Stimme, den lieblichen Gesang unterbrechend.

Ueberrafcbt wandte die also Angeredete sich um und sah sich zu ihrem nicht g; ringen Schrecken ihrer Mutter und Isabella gegenüber. Eine noch tiefere Gluth übergoß ihr erhitztes Gesicht; sie strich ihr Haar zurück, schüttelte die Blumen vom Schooße und wollte auffpringen, doch Lieschen stand mit beiden Füßen auf ihrem Kleide. Cäcilie hob das Kind hinweg und stand auf, aber die dickbeschmutzten Schuhe der Kleinen hatten traurige Spuren in dem frischen Moufselline zuiückgelassen, in dem auch die spitzen Dornen der Rosen arge Verheerungen angerichtet.

„Mein Gott, Cäcilie, wie siehst Du auS!" rief Frau von Vastorf entrüstet, „in welchem Zu­stande ist Dein hübscher Anzug! und Deine Hände und Arme sind ja ganz zerriffen und blutend!"

Die arme Cäcilie! sie schaute ganz bestürzt auf ihr zersetztes und beschmutztes Kleid und auf ihre Hände und Arme, deren kleine Wunden sie bis jetzt gar nicht beachtet hatte!

„Wann wirst Du denn endlich diese entsetz­lichen Schulmädchenmaniren ableqen?“ fuhr die erzürnte Dame fort. „Dein Anzug ist ganz ruinirt und das Haus ist voll Gäste, wie willst Du bei Tisch erscheinen?"

„Das Kleid steht freilich schlimm au6“, sagte Cäcilie schüchtern, „aber es ist auch sehr unbe­quem, Kleider tragen zu müssen, die so leicht zer­reißen."

Isabella lachte über das fiebzehnjährige Mäd­chen, das es unbequem sand, schöne Kleider zu tragen; Frau von Lastorf aber erzürnte sich nur noch mehr über diese alberne Rede, wie sie es nannte, und tief ganz empört:

„Es ist doch traurig, daß die heutigen Pen­sionen es gar nicht verstehen, ihren Zöglingen Lebensart beizubringen und daß ein Mädchen nach dreijährigem Aufenthalt in solcher Anstalt weniger Anstand besitzt, als Kindern sonst eigen ist, ehe man sie zur Schule schickt." —

Cäcilie hatte bis jetzt gelassen den Redestrom der aufgebrachten Dame über sich ergehen lassen. Als aber ihr geliebtes Kloster und die verehrten Lehrerinnen angegriffen wurden, füllten ihre Augen sich mit Thränen.

„O nicht die Pension, mein eigener Unver­stand ist schuld an meinen Fehlern", tief sie und schaute, um Schonung flehend, zu der Mutter auf, die eben ihre Strafrede fortsetzen wollt-, als Isabella vermittelnd eintrat.

„O schilt sie nicht, Tante", bat sie, „suche nicht diese holde Kindlichkeit von ihr abzustreifen, die ja gerade der Zauber ihres Wesens ist. Freilich", fügte sie hinzu, „die arme Toilette ist arg mißhandelt, aber wir haben ja noch eine halbe Stunde Zeit bis zu Trsch und Marianne wird schon Rath wiffen. Komm nur mit hinauf Litt."

Und Cäciliens Arm in den ihren schlingend, zog sie diese mit sich fort in's Haus.

„Wie gut Du bist, Isabella", flüsterte Cäcilie ihrer Beschützerin zu, als sie allein waren.

„Du bist aber auch ein thörichtes Kind, Litt", sagte Isabella, „man muß nicht fingen, wenn man ungestört fein will."

„Ach ja, es war sehr thöricht; ich dachte gar nicht daran, daß es Jemand hören könnte. O meine armen, armen Rosen!" —