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MaerV

30, Jahrgang.

fillda» Samstag, hen 10. Dezember 1003

M 291

vermischtes.

Kettcmea* *u> Avzeigeuteil.

(Schweiz)

Kgl. Hoflieferanten

. DrittesBlatt <

In Rußland dauern die Studentenunruhen an- In R tto setzte der unruhige Teil der Studenten niittoctlig eine allgemeine Obstruktion durch, sodaß die Boilesungen abgebrochen werten wußten. Die Un- ruhestiiter verlangien den Rücktritt des Rektors, weck bei den jüngsten «uidgebungen vor der Universität Studenten verhaftet wurden. Nach offiziöser Angabe ist ein großer Teil d.r Studenten nut ihnen nicht einverstanden und soll es zwischen beiden Parteien zu Prügeleien gekommen sein. DaS Polytechnikum wurde auf Anordnung der Regierung geschloffen 25 Studenten, darunter 19 Juden wurden vom Bon vernrur mit Arreststrafen belegt wegen Veranstaltung

Erfahrung unwiederbringlich verloren; hat man aber das Lexikon zur Hand, so ist leicht und schnell alle Unklarheit beseitigt und man hat Ver­ständnis, Sicherheit und Behagen.

Also prüfe jeder, ob er nicht sich und den Seinen diesen angenehmen und nützlichen Haus­freund gönnen kann. Jeder Band kostet in starkem und schönem Einband 121/» Jt; aber es ist auch etwas für das Geld. Für 4 Jt monat­lich kann man auf das ganze Werk abonnieren. Wer das Geld flüssig hat, wird die Anlage ge­wiß nicht bereuen.

»glich, mir «urnahme der Sam- ßiib Stiertage. Viertel« WL Bezugspreis vbne Bringerlohn und ZesteLgeldlnSuldaund MZwärts t Ult. 50 pfg

handeln. Die kleinen Lexika sind ein mangel' Hafter Notbehelf, die groß.n taufen mehr und mehr ins Luxuriöse. Herder will in 8 Bänden alles Wesentliche geben, wozu die üppigen Vor­gänger mehr als das doppelte an Papier ver- ' ' ' Und daß er es wirklich geben

[:] Lin vorzügliches Geschenkwerk.

Wenn diese Ueberschrisr etwas nach Reklame klingen sollte, so wollen wir von vornherein er­klären, daß diese Zeilen nicht von der Verlags­handluna veranlaßt oder beeinflußt sind, sondern aus einer ganz unabhängigen und uninteressierten Feder stammen, die nichts anderes leitet, als das Bestreben, die Leser auf etwas wirklich Wert­volles, Schönes und Nützliches aufmerksam zu machen.

Oft und mit Recht ist schon den Geschenk­wählern gesagt worden: Kauft Bücher, gute Bücher, denn das sind Hausfreunde, die an­dauernd Unterhaltung, Freude, Belehrung und Segen in der Familie verbreiten!

Was für Bücher? Die Liste ist lang und bunt. Wer die gedruckten und mündlichen Rat­schläge der kundigen und wohlgesinnten Männer beachtet, wird schon das rechte finden, was für seine Verhältnisse und Mittel paßt, mögen sie groß oder bescheiden sein. ,

Ich möchte aus der Schar der empfehlens­werten Bücher hier nur eins herausgreifen und in den Vordergrund rücken, weil es sich um ein neues Unternehmen handelt, das in der literarischen Entwickelung des katholischen Deutschland eine ganz hervorragende Bedeutung hat.

Ein katholisches Konversations­lexikon, das auf der Höhe der Zeit steht, hat uns schon lange notgetan. Jetzt wird es uns von Herder in Freiburg geboten; wir brauchen nur mit einem bescheidenen Geldaufwand zuzu­greisen. Und angesichts ver vortrefflichen Leistungen in den bisher erschienenen zwei Bänden müffen wir zugreifen, wenn wir uns nicht dem Vorwurfe aussetzen wollen, daS katholische Drittel Deutschlands sei noch rückständig, um auch nur ein Konversationslexikon von mittlerem Umfange und Preise tragen zu können.

Der Herder'sche Verlag hat bei der Wah des Mittelweges sich recht klug erwiesen Große Lexika von 17, 18 Bänden find für die meisten Leute zu unhandlich und teuer. In den kleinen Nach'chlagebüchern in einem oder zwei Bänden läßt sich der riesige Stoff des mo­dernen Wiffens und Strebens nicht in der not­wendigen Gründlichkeit und Verständlichkeit bc-

Verantrvortllcher zchrlftleiler:Zoi.Baum z. perzeKet in Hulda. wochmbeiiage:Illustrierte Sonntagszdtung

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Adolf Grieder & Cle, Zürich EG

Wochen-Rulidschau.

Fulda, 19 Dez. 1903.

(Nachdruck verboten.)

Am Reichstage kan am zweiten Tage der Clateberetuvg der Aba. Bebel zum Worte. Da ihm

durch Me Arckik des Abg. Dr. Schädl-r an den Miß- stäuben auf niililärischew G biete der wirksamste Siofl nocwezgenvmmen war, begnügte er sich mit der Be- spiechuug einiger nicht so dankbarer Punkte. Ferner unterzog er daS ganze Gebiet der Politik seiner Kritik und lreß tb gutes Haar daran. Rcichska-zler @ra- Bülow tv e- dw im Haien Angriffe Bebels zurück und ling dann fllbst zum Ar.gr ffe vor. indem er die Frei­heit n»b Brüderlichkeit der Sozialdemokraten im Hin­blick auf Drerdeu beleuchtete, und forderte Bebel au, doch endlich e-nma' das Programm der sozlaldemv-

k-atiichen Zukuuftestaa'e4 zu entwickeln. Tersächsts^e > B 'ndesratsbevollmächtlgte Tr. Fischer suchte das Ber- halten der Behörden in Crimmitschau gegen die tiav i griffe Bebels zu verteidigen. Die Soldatenmischand- lungen und die Bolkowmniffe in Forbach wurden von . sämtlichen Rednern und auch von oer Regierung scharf verurteilt. Der Reichskanzler und der KriegSminister versprachen, es solle alles geschehen, um solchen Dinger, vorzubeuge«. Bebel hielt eine zweite Lck-stundige Rede, in der er seine frühere» Vorwürfe aufrecht er 1 vielt, über den Z ikunftrstiat ober keine klaren Aus­führungen machte. Die Fwarzreform des Reichsschatz- ; fekretärS Frdr. v. Stengel kam bei der Elatsberatuna 1 sehr schlecht weg. Sämtliche Redner forderten vor 1 allem größere Sparsamkeit bei Heer und Marine, so Wie in der Kolonial- und Weltpolitik.Die Vorlage wegen Verlängerung des deutsch-englische« Handelsprovisorrums auf zwei Jahre wurde angenommen. Am Dienstag »rat der Reichstag be­reits seine Weihnacht« ferien an.

Am Sonntag empfing der Reichskanzler eine Abordnung des Frankfurter deutschen Ar­beiterkongresses, di: ihm dir Wünsche der nicht- sozialdemokratischen Arbeüer vertrug. Seine Antwort war sehr freundlich. Er sagt- «ernste sachliche Piü- fung^ der Wünsche zu. ..

In der bayeritchen Kummer der Reichs räte unternahm der frühere Ministerpräsident Grai C-ailsheim, der offenbar den Groll über seinen Sturz noch nicht verwunden at, am Donnerstag voriger Woche einen Vorstoß gegen keinen Nachfolger. Er erzählte die Geschickte seines Sturzes, wobei er an- deutete, hinter den Angr ffen der Pr.sse gegen ihn stehe ein Mitglied des Ministeriums, erging sich in langen, selbstgefälligen Schilderungen seiner am lrchen Tätigkeit, ferner Reichstreue, seiner Erfolge in Berlin, seiner Unabhängigkeit gegenüber den Parteien, seines Wirkens für den komesfionellen Frieden, und ve-sicherte feierlich, er werde seine Ueberzeugung nie verleugnen. Wenn die jetzige R gierung falsche Ba nen betrete, werde er feine Ansicht offen und aufrichtig vertreten. Er rate ihr, ihre Politik nicht aur eine prinzipielle Majorisierung Preußens im Bundesrate zu richten. Am folgenden Tage ließ ihm Mmisterprä 'denk Frhr. v. Podewils eine sehr deutliche Antwort zu teil wer­den. Niemand verlange, so führte er aus, von dem Grafen Crailsheim, daß er seine Ueberzeugung ver­leugne. Die Ankündigung, daß er von seinem se bst- verständlichen Rechte zur Aeugerung seiner Meinung Gebrauch machen werde, sehe wie eine in die Ferne gerichtete Mahnung aus. Er (der Ministerpräsident) werde stch auch durch die Drohung mit der G.gner- schaft Crailsheims nicht davon abhalten laflen, zu tun, was er für gut und richtig Halle. Den Rat, keine prinzipielle Mojori'ierung Preußens zu versuchen, -önne er nicht annehmen; es sei dafür auch nicht der Schein eines Anlasses gegeben. Auch bei den moß- gei enden Stellen im Reiche sei die R> gierung vor em Verdachte sicher, daß sie Preußen maiorifieren wolle. Man habe dort das feste Vertrauen, daß bas gute Verhältnis unter den Bundesstaaten dasselbe bleibe. Nun trat Graf Crailsheim den Rückzug an; er sei mißverstanden worden; seine Erklärung habe keine Spitze gegen die Regierung enthalten; mit der Warnung vor der Majorisierung habe er nur einen ironischen Hinweis auf diejenige beabsichtigt, die der Regierung dazu raten möchten. Nach diesem Mißerfolg hat Gras Crailsheim hvftentlich sür eine Wecke genug an der Fehde mit seinem Amtsnachfolger. Bei einer Debatte über die pfälzischen Eisendahneu kam Prinz Ludwig von Bayern auf bie Majorisierung zurück und bemerkte, so wenig es angezeigt fei, die Ma.orsierung Preußens im Bundesräte bwchmführen, ebensowenig sei cs angezeigt, daß die preußischen Ersenbahnen ihre Uebermocht gegenüber den anderen Bahnen anwen­deten und liefen mit Gewalt das Leben nähmen.

In Baden hat Die Regierung der zweiten Kammer einen Gesetzentwurf wegen Aenderung der Berfaffung, des Lrndta^swahlrechts und der Wahl- kreiseinteilung zugehen loffrn.

In Oesterreich dauert die Obstruktion der radikalen Tschechen im Abgeordnetenbause fmt. Es wird daher schon von v.rschiedenen Seiten eine Aenderung der Ge'chäflsvrdnung gefordert Die beiden Mlnisterpiäfidenten haben sich wieder wegen her Armeefrage erizwcit. Am Dienstag wurden die Delegationen eröffnet.

In Frankreich hat die parlamentarische Unter, snchungskommiifion für die Humbert-Ang l-genh.rt nichts entdeckt. Wenn Papiere vorhanden gewesen find, die die Regierung und ihre Freunde bloßstellen konnte, so bat man sie si lbstverständlick längst bei Seite geschafft. Spaßmacher, Betrüger oder Leicht­gläubige haben dann der Kommission phantastische Angaben gemacht über geheime Papiere, die da u-d dort zu finden sein so <t»n. Em H'rr Cros aus Carcassonne bckonderS erzählte erstaunliche Dinge über wichtige Papiere, He sein Onkel verborgen haben sollte. Man veranstaltete Haussuchungen in Crr- caffonne und Perpignan, sand aber nichts, und der O kel erklärte die Geschichte für U-finn.

»raucht haben. Und daß er es wirklich geben ann und wird, zeigen Sie ersch'enenen zwei iZände. Die Mitarbeiter und Redakteure deS >)erder'schen Weites verstehen es meisterlich, .kompreß" zu arbeiten, die Dinge kurz und Har zu behandeln, in einem Satze ebensoviel zu tagen, wie andere Lexika in zwei oder drei Sätzen. Die Druckkunst unterstützt nach jeder Richtung hin dieses Bestreben, in knapper Form auf mäßigem Raum möglichst viel in übe "sicht- icher Weise zu bringen. Diese Raumersparnis »i Verhältnis zu den ausgedehnteren Nach- chlagewerken bedeutet für den Käufer nicht blos eine Geloersparnis, sondern auch für den Be­nutzer eine Zeitersparnis, eine Erleichterung dec Information. Dabei ist an Illustrationen, Bildertafeln, Karten rc. durchaus jiid)t gespart.

Den richtigen Mittelweg hat Herder auch eingeschlagen im Punkte des konfessionellen Charakters des Buches. Es ist ein katholi- ches Konversations-Lexikon, aber nicht etwa in dem Sinne, daß es sich auf die katholischen An­gelegenheiten beschränke oder die Dinge einseitig und tendentiös behandele, sondern vielmehr in der Weise, daß es den Personen, Einrichtungen und Angelegenheiten auf katholischer Seite, welche n den liberalen Werken vielfach vernachlässigt oder mißhandelt rberden, die gebüh'ende Beach- ung und richtige Behandlung zukommen läßt, laß es ferner nie Feindseligkeiten gegen den Glau­ben und das katholische Empfinden, die anders­wo nicht selten sind, gewissenhaft vermeidet, im übrigen aber mit wissenschaftlicher Gründlichkeit und Unbefangenheit in allen Artikeln das beste leistet, was nach dem gegenwärtigen Stande der Kultur und der Technik geleistet werden tarne Die Sachlichkeit, Unbefangenheit und allaem/me Tüchtigkeit des Werkes ist auch in der nichtkatho- lischen Preffe warm anerkannt und das Buch ganz allgemein als ein vortreffliches Werk seiner Art empfohlen worden.

Vielfach trifft man die Ansicht, daß so ein Werk nur* für gelehrte, hochstehende und reiche Leute bestimmt sei. Nein, das Herder'sche Werk eignet sich vorzüglich für den Mittelstand. So ein gutes Nachschlagewerk ist eine Art geistige Wasserleitung im Hause, eine unerschöpfliche Quelle der Belehrung, ein bequemes und angenehmes Bildungsmittel für Jung und Alt. Beim Lesen von Zeitungen und Büchern, im Gespräche, bei der Beschäftigung ergeben sich fort und fort Un­klarheiten, Zweifel, Lücken im Wissen und im Urteilen. Bleibt die Sache unaufgeklärt, so geht der Vorteil der Lektüre, der Anregung und der

AuS Lotio wird berichtet, daß kürzlich bd einem Fcst- ball zur Feier des taisertichen Geburtstages die japa­nischen Prinzessinnen in europäischen Baukostüme» erschienen, in denen sie sehr gut auSgesehen habe» sollen. Die große Mehrzahl der japanischen vornehme» Damen erschienen jedoch in dem für sie bedeute»» kleidsameren bunten japanischen Kostüm. Die europä­ischen Modewarenhandler haben auch die Wahrnehmung gemacht, daß die Vorliebe des schönen Geschlechts in Javan für europäische Kleidung stark im Rückgang be» atiffen ist. Man kann dies zum Teil dem wachsende» japanischen Selbstgefühl zuschreiben, doch glaubt man in Tokio, dieser Wandel in der Kleidermode fd m noch bedeutenderem Maße dadurch zu erklären, daß japa. nische Damen häufig bei feierlichen Gelegenheiten*. mächtig wurden, weil sie an das mit bin europäischen Kostümen verbundene Schnüren nicht gewohnt waren.

von Versammlungen in Pckvaiwohr imgen zu staats I feindlichen Zwecken. Unter den Studenten d-r Peters I bmcger Universität winden Flugblätter vcrte.lt, denen zum Kampfe für turchgreffende iozi^lpoutttch- Reformen und zum P-viest g*g n die SlehrobrgMt aus Anlaß des Selbstmordes eine» Eymnafialschulers aittgefordert wird. In einer Sludemcr.virsammtung ging es tumultu arisch hrr.

In dec Türkei soll jetzt die Pforte selbst auf be. chleunigte Ausführung der vereinbart n Reformen drängen, weil sie'chtet, e- könne sonst im Fnib- j hr ein neuer Ausstand ausbrechen. Albanesen und Türken besch offen aber an verschiedenen Orten, tone Europäer zur mazedonischen Verwaltung zuzulaffen. In Serbien ist die Lage wieder sehr kritisch. Das Ministerium kann vor dem Drängen und Drohen der Radikalen, He Auflösung der Skupschüna berlangen, weil sie bei den Neuwahlen die Weh heit zu erlangen hoffen, nicht zur Ruhe kommen. In den Kreisen der hohen Osfiflere nimmt man immer entschiedener gegen die Dikialur 'der Berichwörer Stellung und verlangt, daß der König sie vom Hoie entferne. Angeblich wäre das auch demnächst beabsichtigt. Die Verschwörer ollen unzufrieden mit dem KriegSminister sein und den König mit der Verteilung einer ihn vloßstellenden christlichen Erklärm g cmS Gens, nie sie haben photo­graphieren laffen, einschüchtern.

In Ostasien ist die La e immer noch nicht ge­klärt. In Japan trat am 10. d. M. der Reichstag lusammen. In der Thronrede hieß eS die Rcg-erun; führe mit Klugheit und Umsicht internationale Ver- Handlungen zur Wabrung des Friedens und der Rechte und Jntercffen Japans. TuS Abzeordneienhaus nahm aber gar5 gegen die Gewohnheit einstimmig -eine Ant­wort aus die Thronrede an, worin es die Regie ung beschuldigte, daß sie eine Politik deS Zauderns betreibe und sich günstige Gelegenbeüen entgehen lasse. Das entipr cht ohne Zweifel der Stimmung im Lande. D e Regierung, die sich die Zirkel nicht stören und sich nicht zu übereilten Schritten treib n laffen wollte, löste das Haus auf. Die Antwort Rußlands auf die j^p mischen. Vorschläge ist in Tokio eiugetroffen. Der Inhalt ist noch unbekannt. Es wird noch immer jur wahrscheinlich g halten, daß d> r Friede ei halten bleibe. Die Japaner landeten in Mokpho in Korea Marine- spldaten, um Auischreitungen ausständiger Arbeiter zu unterdrücken. Die Soldaten feuerten auf die Bo ks menge und löteten mehrere Personen. Es kam auch sonst zu Zusammensiößen zwischen len Japanern und den streikenden Kulis.

In den Bereinigten Staaten geberdet mau sich >ehr kriegslustig gegenüber Kolumbien, daS sich noch immer nicht in die Losreißung von Panama finden kann und eS gern mit Waffengewalt zuruck» erobern möchte. Großer Mut gehört zu der kriegerischen Stimmung der Arnkees gerade nicht, denn mit Kolumbien würden sie ohne Mühe fertig werden. Hcffentlich nchmen die Kolumbier Vernunft an und fügen sich ins unvermeidliche.

Die langen Winterabende

bieten für Jung und Alt die beste und schönste Zeit zum Lesen der Zeitung. Heutzutage ist das Lesen einer Zeitung, die täglich über all diese Dinge rasch und zuverlässig be­richtet. ein Bedürfnis für Jedermann, der für die Vorgänge auf der Weltbühne Sinn und Juteresse hat.

Katholiken! Lernt von unseren Gegnern, die da unermüdlich sind in der Verbreitung ihrer Preffe. Der hl. Vater, die H. H. Bischöfe, die geistlichen und weltlichen Führer der Katho­liken und die Katholikenversammlungen haben es wiederholt als eine Pflicht eines jeden Katholiken bezeichnet, nach besten Kräften an der Verbreitung der katholischen Presse witzuarbeiien. Katholiken seit eingedenk dieser Mahnung! Haltet die gegnerische Presse fern aus euern Häusern und sorget dafür, daß in jeder katholischen Familie ein katho­lisches Blatt gelesen wird.

Anläßlich des Quartalswechsels laden wir daher unsere verehrten Leser zu recht zahlreichem Abonnement ein und richten zugleich die Bitte an sie, uns in der Gewinnung neuer Abon­nenten durch Empfehlung in Freundeskreisen nach Kräften zu unterstützen. Um bei dem herannahenden Quartalswechsel unliebsame Störungen zu vermeiden, ist es gut, wenn man schon jetzt bei den Postanstalten die Bestellung dewirtt, was am einfachsten durch den Brief­träger geschieht.

Die ,Mdaer Zeitung'

mit der acht fettigen Gratisbeilage .Illustrierte Sonntags-Zeitung' ist das einzige täglich erscheinende Blatt der Zentrumspartei in der Diözese Fulda und im Regierungsbezirk Kassel; sie behandelt die neuesten Tagessragen in allgemein verständiger Weise. Die politischen Fragen find kurz und übersichtlich zusammengestellt; den lokalen und provinziellen Vorkommniffen wird große Sorgfalt gewidmet und auf ein spannendes, sittlich reines Feuilleton besonderes Gewicht gelegt. Zahlreiche zuverlässige Mit­arbeiter in Berlin, sowie in der Provinz setzen uns in den Stand, über alle wichtigen Ereig­nisse bedeutend früher zu berichten als die an­deren Blätter hiesiger Gegend.

Durch ausgibige Benutzung des Fern« sprechers sind wir in der Lage, über alle bedeutenden Vorkommnisse in der Welt rasch zu berichten. Durch Vertrag mit dem Wölfi­schen Depeschenbureau haben wir uns die Ueoer- mttteluug der

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