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30. Jahrgang.

fylda, Mittwoch, den 9. Dezember 1903.

Jg 282

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gewinnen.

Zweites Blatt i

^infteUen. mir damals die Geschichte, Martin", sagte sie, „Baron Kurt hat den wehrlosen, gefesselt«

Die Sozialpolitik im neuen Reichstage.

das allein s-t on hinreichend, den Untersuchungsrichter von der Schuld Dagoberts zu überzeugen, den Worten eincS Sterbenden schenkt man i<x immer ®tO$8a8 wollten dagegen die Unschuldsbeteuerungen des Angeklagie» bedeuten! .

Den Gesckwormen wurden die.Scheinbeweise vor. gelegt; fanden sie dann den Angeklagten schuldig, so — aber daran wollte der alte Kaan ,etzt noch mcht denken, es war ein entsetzlicher Gedcmke.

Vor dem Hause des Friseurs Burger blieb er eine Weile stehen, um Atem zu schöpfen; dann trat

n um vci ,

es war eine rohe und grausame Handlung, und"es läßt sich begreifen, daß der Mißhandelte tb« Rache geschworen hat. Und diese Rache wird er nun genommen haben", fuhr der Förster wt gedämpfter Stimme fori. „Wer ift der Mann? Wie heiyt er?"

Anton UngewiNer, der Bruder meines Schwiege«. sohne«", sagte sie mit geprcs ter Stimme.

Oh daS tut mir leib, aber wenn er die Tat be­gangen hat, muß r auch die Folge« tragen, d« Schuldlose darf nicht für ihn büßen. Ich hoffe, »atz Sie darin mit mir übereinstimmen?"

„Wenn ich eS nicht täte, io wäre dar eine Sünde, die ich mir nie verzechen könnte", erwiderte fie seufzen». „Aber kann nicht eia anderer da» «erbrechen begang«

T&äÄk w»ch«a>«nage: „Illustrierte Somttogsyttiing*

m Sa gen Sie mir nur, was ich tun soll und es toir^3^tra" einmal hier in Ihrem Hause ein« Mann, den ich zu kennen glaubte — erinnern Sie sich noch? Ich sprach die Vermutung auS daß er einer von den Wilddieb« sei, die unseren un­sicher machen; Sie nahmen ihn gegen diese» Berdac^ in Schutz. Ist dieser Mann nicht vor einiger Zeit mit einer Schmarre im Gesicht heimgekommen?

Das Gesicht der alten Frau war noch bleicher worden, sie wich dem forschenden Blick des Forster» aus, ihre Hand zitterte so sehr, daß sie das GlaS nicht wied« full« konnte, sie mußte die Flasche wieder

Dcrs Majorat.

Raman von Ewald August König.

------ (Nachdruck verboten.)

D« Förster war hinaus gegangen, um den Wagen 48 J@a8 geschehen kann, um Dich an» der Hast zu hefrüe.,, das,oll getan werden", sagte Hermann, „stirbt «aron Kurt, so muß bis zu Deiner Freilassung da» Majorat Deiner Mama übertragen werden; auch dafür laß mich sorgen." ,

„Dann auch forsche nach dem Schuldigen, spare Mts, um ihn zu ermitteln —"

„Ich werde nicht ruhen, bis er entdeckt ist , unter­brach der Advokat ihn» während sein Blick forschend de» Beamten streifte, der an be; Türe flanb; „ober ich verhehle Dir nicht, baß Du Dich mit Geduld wappnen mußt. Wie wir von dem Förster vernommen hab« soll der Verdacht gegen Dich sich auf scheinbar überzeugende Beweise stütz«, dazu kommt die Aussage deS Verwundeten: das genügt, um den Untersuchungs- Achter zu veranlaffen, diese Fährte ganz allem zu »«folgen; von der Möglichkeit, daß ein anderer die lat begangen habe i kann, wird er nichts wissen

Er werde ick an sein R-chtsgefühl und an seine Lftich» appellieren," erwiderte Dagobert, bre langsam «f ob nieder wanderte, „zudem wird er ja auch Irdien Bewei» finden, den ich nicht widerleg« ÄhH!$£r Wagen fuhr vor, Dagobert nah« vou seinem Dickel und be« Förster Abschied und folgte dem Polizeibeantt«. „ , .

«ei nun?" fragte der Advokat, •(< der Wagen N*"b«ro« rollte. „Semen Sie eine Person, auf * eta «erdacht fallen könnte? Heckte Baron itxx Hb« $*.» —*

Meldung auf, im Reichsrate des Innern werde abermals die Möglichkeit und Rätlichkeit einer gesetzlichen Regelung der Formen, in denen die ! Zerufsvereine das Recht der juristischen Person- ichkett erlang« könnten, einer Prüfung unter- ogen. , Und von mehreren Einzelstaat« (Baden, ! Lürttemberg, Heffen und Bremen) liegen wohl­wollende Aeußerungen über die Errichtung von ! lrbeitskammern durch Reichsgesetz vor ; vas hessi- che Abgeordnetenhaus will sogar die Großher- ogl. Regierung direkt auffordern, im Bundesrate n diesem Sinne zu wirken."

Diese günstigen Stellungnahmen find ledoch nur vereinzelt; so lange sich der Bundesrat als olcher nicht entschließt, die Anträge des Reichs- ages zu Gesetzen zu erheben, wird es deffen Auf- ;abe sein, dieselben immer wieder von neuem einzubringen, bis sie als Gesetze aus dem Bun- resrate wiederkehren. Uebrigens herrscht auch im neuen Reichstage hinsichtlich der Forderung der Arbeitskammern, des Vereins- und Koalitions­rechtes rc. volle Uebereinstimmung; eine große Mehrheit ist auch für dieselben vorhanden, da der zahlenmäßige Bestand derjenigen.Frak­tionen (Zentrum, Nationalliberale und M-ersinn), die eine Mehrheit für sozialpolitische Vorlagen und Anträge bisher gestellt haben, durch die Wahlen kaum geändert worden ist. Um so mehr bleibt zu wünschen, daß diese Fraktionen tm neuen Reichstage bezüglich ihrer Forderungen nament­lich in formaler Beziehung sich einigen und dieselben gemeinsam unterstützen; ob dann der Bundesrat endlich einmal aus seiner Reserve heraustreten und Farbe, Ja oder Nein, bekennen bezw. etwaige Bedenken äußern wird; $tof^nor Francke weist darauf hin, daß nach der Ver­fassung der Reichstag ebenso das Recht zu gesetz­geberischer Initiative habe wie bte verbündeten Regierungen und bemerkt dazu, „es wäre m hohem Maße nützlich, wenn die in den Regie­rungs-Vertretern verkörperte Sachkenntnis und Erfahrung auch solchen sozialpolitischen Debatten des Reichstages zu gute kämen/'

Hoffen wir, daß im neuen ReWtaae endttck einmal mit dem jetzigen ZustaiM aW^caurnt wird, der den Arbeitern noch immer das Ge­fühl raubt, „daß sie ein gleich berechtig­ter Stand im Staate sind." Wird erst dieses Kaiserwort zur Tat, dann werden auch alle übrigen Maßnahmen der Arbeiter - Fürsorge rn unserem Volksleben erst an Segen und Wirkung

Die alte Frau holte aus einem Schränkchen eine Likörflasche unb ein kleine» GlaS, da» sie füllte.

„Was ist passiert?" fragte sie voll banger Erwar­tung. „Baronin «belgunbe —"

„Baron Kurt ist erschoss«!"

Gütiger Himmel, wer hat'S getan? rief sie entsetzt.

Baron Dagobert ist soeben verhaftet worb«.

soll der Mörber fein?"

*3 er soll ei fein, Baron Ku t hat daS selbst ben'Ger'chtSherrm gesagt, erwiderte er, „aber er ist ei richt. ES ist wabr, baß die Selben einander ge­haßt hab«, unb baß b« junge Herr gestern furcht­bar gereizt worb« ist, aber baß er aus dem Hmter- halt sein« Onkel nied«geschoff« haben soll, da» kann doch nitmrob glaub«, bet ihn näher keimt.

In Uebereinstimmung mit dem zu Anfang dieses Jahres von der Reichsregierung verkündeten Grundsätze, daß die F o r tf ü h r u n g d e r S o zi a l- re form die Aufgabe des neuen Jahr­hunderts ist, und daß der Kaiser und die verbündeten Regierungen die Gleichberech- tianng der Ard eiter mit den anderen Standen volldnnmen anerkennen, bekennt sich auch die Thronrede zum neuen Reichstage erneut zu einer W-iterführung der Sozialreform. „Die sozialpolitische Gesetzgebung aus den in früheren Kundgebungen vorgezeichneten Grundlagen fortzuführen, den bedürftigen er­weiterte Fürsorge, den Schwachen erhöhten Schutz zu gewähren, find die verbündeten Regierungen — unbeirrt durch politische Strömungen — fest entschlossen." Dabei find dieselben sich sehr wohl bewußt, daß ihre Tätigkeit und „die Opfersreudig- tett des deutschen Volkes noch vor große Auf­gaben gestellt sind, wenn wir den Anforderungen steigender Kultur entsprechen sollen." Sieht man von dem in der Thronrede angekündigten Gesetz­entwürfe über Kaufmannsgerichte ab, fi> enthält dieselbe keine weiteren bestimmten Vorschläge und Maßnahmen, die von den Regierungen für eine sozialreformatorische Betätigung des neuen Reichs­tages zu erwarten find. Um so weniger wird rs jedenfalls an Initiativanträgen, die auf eine Fortführung der Sozialreform vornehmlich rn der nachher bezeichneten Richtung energisch drangen werden, aus der Mitte des Reichstages selbst munaeln. Inder .Sozialen Praxis' (Nr. 10) erinnert Professor Franke in einer Besprechung der sozialpolitischen Aufgaben des neuen Reichs­tages daran, daß der Bundesrat auf sehr, wichtige sozialpolitische Beschlüffe des letzten Reichstages bisher noch keine Antwort erteilt habe. Schon vor fast drei Jahren, am AJanu« 1901, hat der Reichstag mit großer Mehrheit sich für die Errichtung von Arbeitskammer nausgesprochen — h» Sinne der Arbeitererlasse des Kaiser? *>m 4. Februar 1890. In der vorigen Session |ei er mit großer Mehrheit für bte Schaffung «Aks einheitlichen und freiheitlichen Vereinsge. setze8 für das Reich eingetreten. Er habe ferner die Anerkennung der Berufs vereine gefordert und endlich die Sicherung und Er- Weiterung des Koalitionsrechts befürwortet. Hinsichtlich der Haltung der verbündeten Regie- «ngen zu den genannten Fragen weist Profeffor Frauke auf folgende Vorgänge hin:

„Daß der Bundesrat sich vor Tag und Jahr mit der Frage der Berufsvereine beschäftigt hat, ist ans einer Aeußerung der Regierung in der zweiten Kammer Heffens bekannt geworden. Neuer­dings trat wieder mit großer Bestimmtheit die

Liebliche Märch« für bte junge Welt bietet« «n« May in ihrem gefällig ^gestattet«, gut „Dämmerstündchen bei ber Märchensee" t0e6$ie von aUen Seiten freubig begnibte. oon P. Pöllmann herausgegebene MonatSschrif fr.r religiöseDichtunghat tm erstenJahrgangdaS, was man sich von ihr versprach, mehr °lS gehatt«. Die hervorragendsten katholisch« Dichter und Dichter- innen übt« sich mit neu« Talenten tm Sängerstrett GotteSmime" kann nur wiederholt empfohlenwerben. " Ein« anerkennend« Hinweis verdi«enauch die sechs Bändchen der „Neuen Natur- un» Gesellschaftsbühne", m.hrere flute “b und Schauspiele von k.Mayrhorfer und Walther DOn Außerordentlich reich ist das "ligiöse und apologetische Gebiet im AlphonsuS-Ber­lage vertret«. Wir heben nur bieiemgen Bücher und Schriften heraus, die sich z« ernst« Festgeschenken besonders eign«: P. Diessels «Wegweiser für gläubige Eltern« (120 Mark), P. Polifka» „Der Ehestand und die christliche Familie« (1.20 Mark), „Geschieht« für Neukommuni­kanten" von Pfarrer Ferdinand Wacker „Frauentugenden« von P. Polifka, „Hand buch für innerliche Seelen« von P. Grau,

Paktische Ratschläge für die gläubige M«sch- hdt« von P. Diessel (geb. 2.50Mark), "Handbuch für Kongregation«' von Rektor Dahlmann (2 M.), Tuaendschule" von Bein,ng (g^. 60 Pfennig).

Eine beachtenswerte Festschrift zur Thronbesteigung PiuS X. lieferte Professor Dr. Höller m einem 184 Seit« stark« Buche über die „Notwendigkeit de» Kirchenstaates« (1.50 Mark). Der erste Teil der­selben Werkes,„Geschichte des Kirchenstaates , (1.80 Mk.) war schon nach wenig« Wochen vergmffnu

Vorzügliche Abwehrschristen sind: .gedenken und Einwendungen", populäre Abhandlung« von P. Freund (2. Auflage, 1-^Mark), „Apolo­getische Konferenzvorträge' von Pfarrer D. Stopper (1.20 Mark), "Verleumdungen bet katholischen Kirche" von P. Polifka, „Die Verbrechen der katholischen Ordens^ aenossenschaften" von P. Lorenz Leitgel (4» ^f«nia), endlich „Die Pentateuchfrage" von Joseph^Kley. eine erschöpf«de Berteidigungder Echt- heitder 5 Bücher MosiS (geb. 4.50 Mark).

9 Empfehlenswerte Jugend sch r rf te»für M ä d ch e n (geb. 80 Pfennig) sind: „BurgschiMmelcheW', ^Marthas Tagebuch", „Mutterstelle". Für reisere Schüler und Schülerinnen ist d» ^jählung Alfred und Annie" aus der Zeit der Königin Elisa

. ernte__£-TV ron Mk-» X koftiltttttt

” Frau Burger war allein zu Hause, sie kami au» dem Hinterstübch« in ben Laben unb reichte sichtbar erfreut dem Förster bre Hand.

„WaS bringen Sie mtr Gu'e»? fragte fte. „Hat der junge Herr bie Erbschaft angetreten?

.Sind Sie allein?" eitoiberte Martin.

„Ganz allein", nickte sie. „Sie sehen so vnstott aus, mein Gott, ich bemerkte baS erst iktzt; es ist doch "TÄ-to.Äw «21 »SÄ «s hier könnten wir gestört werben", sagte er aus-

bet unb religiösen Betrachtung« g-wecht, der »werte «thält fromme Legend« rc., der dritte Anleitung« ,u unterhaltmdm Beschäftigung« (Zeichn«, Schneid«, Sckmitz«, Flecht«, Blum«mach« u. s. w.), sodann mannigfache^Spiele, eine kleine Bildergallerie,die durch „Pius X." beschloss« wird.

Prof.Dr.Reinholb's„DieWeltalSFührerin zur Gottheit" hat in der Kritik bte günstigste Auf. nähme gefunben. Diese kurze Darstellung der von der neuer« Apologetik vorgelegten Gottesbeweise wird jedem Gebildet« ein sicherer Wegweiser auf dem wichtigst« aller Gebiete sein. (Geb. 2.80 Mark).

Ausnahmsweise sei auch eineS neu« kostbar« Gebetbuches gedacht, das diese Hervorhebung m jeber Hinsicht verdient. Es ist bas bet Roth erschienene Grate“, aus kirchlichen Quellen, dem Brevier und Rcßbuch, zusammengestellt von dem Stiftsbibliothekar der Münchener Beneviltine?, Dr. Odilo Rottmanner. Psalm« nehmen in dem „Grate" einen breiten Raum ein. Dem edlen Inhalte «tspricht die äußerst vornehme Ausstattung (u. a. rote Titelschrift«, S^eRandliMM). Jeder Abschnitt ist durch eine sinnreiche bildliche Dar- leliuna mit Blumen- oder Ornamentenumrahmung m Gold- und Farbendruck ein geleit-1. (Gebunden m Lede^ und mit Goldschnitt 8 Mark). Das Buch ist namentlich Ar gebildete Damen ein schönes Festgeschenk.

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„Die Reiterin auf der Römerstraße' und andere Erzählungen von M. v. ®re'ffenstern (Geb. 3.30 Mark), die Konverslonsgeschrchte, welche dem Buche den Titel gab, haben wir mtt großem In- tereffe gelesen. Die Tiroler Dorfgeschichte: „Das Christkinderl hat alles gut semacht ist frisch und ursprünglich erzählt, dis Handlung reich an spannend« Szenen und vor allem sehr lehrreich.

Vermischtes.

* Aerrte nab Krankenkassen. Die Zabl der Orte, in denen bie Aerzte sich mit Krankenkaflen m Konflikt befinben, beträgt nach neuester Schätzung de» Leipziger Verbandes zur Zelt 200. Der Münchener Med. Wchfchr.' zufolge find zahlreiche neue Ko> flckte zu erwarten, so baß am 1. Januar 1904 daran sich.- sich 8000 Aerzte im Kampf um chre Jnteressen stehen werben. Zu gunsten brr Aerzte haben sich b »h« erledigt bie Differenzen in Braunschweig, Düsseidorf, Langenblelau, Mühlhaufen i. Thür., München, Rheydt, Saatfeld, Stralsund, Stuttgart.

):( Da» Einwinteru der Rosen macht häufig Schwierigkeiten. Nach einer Mitteilung im praktisch« Ratgeber ist Erde bas beste Mittel !»m Decken sämt. licher Rosen. Doch gibt e» besondere Vorsichtsmaß­regeln, um den Werl der Erddecke zu erhöhen. Ein Rosenzüchter berichtet, wie er nenberebelte Stofen drnch eine Oelpapierdüte vor Fäulnis geschützt ha-. Di. betreffmbe Nummer beS praktischen Ratgebers rm Obst- unb Gartenbau wirb Interessenten auf Ver­lang« vom Geschästsamt besselben gratis und stank» zugesanbt. ____________________

niemand", bestäiigte sie kopsschüitelad Aber schon oft ist ein Schuldloser verurteilt worden.

Unb bas wollen wir beibe hier verhüten 1 Ich weiß ja, Marie, Sie hängen noch immer mit der alten Treue an der Familie Dardoren, Sie werb«

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Dr. k. weihnachtsbücherschau 1905.

VUI.

Die Berlagshandlung von Jos. Roth in München bietet Familien, die ein krankes, leidendes Kind hab«, etwas ganz Neues, das gewiß vielen Wünschen zuvor- kommt Otto v. Nay er, fteires. Pfarrer, hat .in „Trostbüchlein für den kranken Lrebling" geschrieben und kranken Kindern zur Erbauung und Unterhaltung gewidmet. Das mit 34 Btlde« und 42 Vorlagen zur Selbstbeschäftigung (Flech arbe't« -c geschmückte, freundlich gebundene Buch (204 Seiten) kostet nur 2 Mark. Jeder, der zu Weihnachten etn kranke? Kind im Hause weiß, sollte sich dieses ansprechende Buch nicht entgeh« lassen. Der erste Teil ist dem Ge-

„Er hatte ihn", fiel Martin ihm in .die Rede. „Ein Wilddieb, ben er mit der Peitsche in» Gesicht schlug

„Wo ist der Mann zu finden?"

Ich werde ihn suchen, Herr Doktor, und wenn ich ihn ge unden habe, bann muß er verhaftet werben. Daß er bie Tat begangen hat, kann ick natürlich noch nicht mit Sicherheit behaupte ; jedenfalls ist ein Ver­dacht gegen ihn eher begründet, al» gegen Baron

„Ganz gewiß", nickte der Advokat. „Kann ich Sie unterstützen? Wünschen Sie Geld —"

„Nein, für meinen Unterhalt habe ich genug in der Tasche! Lassen Sie mich allein auf die Suche gehen; wenn der Bursche schuldig ist, wirb eS nicht leicht sein, ihn zu fangen."

„Ich kann den Staatsanwalt bestimmen, aus den Menschen fahnden zu lassen. Wie heißt er?"

„Das weiß ich nicht, aber ich glaube zu wissen, wo er wohnt; in demselben Hause wohnt eine Frau, mit der ick befreundet bin. Wen« die Polizeibeamten in allen Straßen und Wirtshäusern ihn suchen, bann kann er leicht gewarnt werben, und bie große Stadt bietet Schlupfwinkel genug. Erfährt er, daß Baron Dagobert verhaftet ist, so wirb daS ihn sicher machen, unb bie Beamten können ihn bann leicht finben. Deshalb verraten Sie vorab nichts von meinem Ver­dacht, ich komme heute jedenfalls noch einmal zu Ihnen, um Ihnen bas Resultat meiner Nachforschungen zu berichten." .

Damit nahm Martin «'schied, und wenn er nun auck wußte, baß Baron Dagobert schulblos war, so »erließ er benncch mit schwerem Herzen das HauS.

Wenn der Ki.dbieb trotz-g leugnete, unv kein Be­weis gegen ihn gefunden wurde, dann blieb schliktzuch die ganze Schuld auf dem Baron ruhen, und ei lie tn sich ja Gründe genug find«, au» b«e.t er bie unselige Tai begangen hab« konnte.

Hatte. Baron Jtüt dem Siaeüsauwau resagr, nur fein Riffe könne bie Tat begang« hab«, bann »er

haben?"

(Fmstschemg W-)