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j. jwyntr’tn^ibo. Wochenbeilage: „Illustrierte Sonntagrzeitung"

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Monatsdeüage: „Zuldaer Geschichtl ratter".

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Zrrnsprecher Nr 9.

M 275.

Tllldd, Dienstag, ben 1. Dezember 1W3.

3o. Zahrqanst.

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□ Der neue Bischof von Mainz.

Im größten Teile unserer gestrigen Auflage tonnte» wir noch folgende während des Druckes uuS zugehende telegraphische Nachricht aus Mainz zum Abdruck bringen:

W. Mainz, 30 Nov. 1903. Bei der heute vormittag vom Domkapitel vollzogenen Bischofswahl wurde Herr Domkapitular Dr. Georg Kirstein gewählt.

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Der neugewählte Bischof ist geboren zu Mainz am 2. Juli 1858 als jüngster Sohn des großherzoglichen Bezirksgerichtsrates Dr. Heinrich Kirstein; er steht also im 46. Lebensjahre.

Entsprechend der durchaus religiösen Ge­sinnung des elterlichen Hauses wurde Georg den ehrwürdigen Schulbrüdern zur ersten Schulbildung »ergeben; durch hervorragende Anlagen wie durch Flerß und Frömmigkeit zeichnete der kleine Georg sich schon in seiner erste» Schulzeit aus. 3» Herbst des Jahres 1868 trat er in das Mainzer Gymnasium, damals unter der tüchtigen Leitung des Herrn ^Direktors Bo ne, ein und zeigte sich in seiner ganzen Gymnasialzeit bis zn« Herbste 1876 als einen ungemein strebsamen und in religiöser Beziehung gediegenen Schüler. Zu gleicher Zeit sehen wir ihn schon sehr früh wiier der auserwählten Schar von Knaben,

Das Majorat.

Siemen von Ewald August König.

53 ------ (Rochdrnck eerbotra.)

(Fortsetzung aus dem zweiten Blatt.)

»Erspare mir ba8,* erwiderte sie, sich hoch auf» richtend. .Der bürgerliche Name wäre mir vielleicht gleichßittig, aber eine Baronin v Darboren muß «tter allen Umständen auS angesehener Famllie sein.

^Tochter eines Försters, eine» Dieners unserer ÄamSte soll hier als Herrin wohnen? Ich verstehe _' 68 $ eine Erniedrigung, die unser Wappen

_ vor diesem Wappen, aber mein

lebawflua ihm zu opfern, wäre eine Torheit, die »h mm niemals vergeben tonnte*, sagte er, und es lag neben tief umerer Erbitterung ein schneidender

* bem ^ne’ btn « jetzt anschlug. »Ich kann pme Löschen mcht mehr laffen, Mama, ich bitte Dich von ganzem Herzen, mir Deine EinwMgung nicht zu

werde ft «lich diese Torheit nicht hindern tonne,", erwiderte die Barem» ihre« Sohne wenn Du «»schloffen bist, sie zu begehen, aber das sage?ch Dir voraus, an dem Tage, an dem die Försterstochter hier eiuzieht, verlaffe ich Haus Eichenhorst für immer" Sie wartete seine Antwort nicht ab; ihm «st einer Anerjpsch ablehnenden Handbewegung Schweifen ae- b»»tend, entfernte sie sich.

Dagobert stützte das Haupt auf beide Arme und versank in Brüten.

Eine so schroff ablehnende Antwort hatte er nicht «wartet, sie vermehrte ner die Erbitterung in seinem Innern

Die Gründe, auf die sie stch stützte, konnte et »icht anerkennen. Röschen war ein tugendhaftes,

Chorales genannt, welche durch ihren Gesang unter der Direktion des hochw. Domkapellmeisters Weber den Stiflsgottes dienst im hohen Dom verherrlichen; dazu befähigten ihn vorzüglich seine schöne Stimme, die er sich auch jetzt noch be­wahrt hat, und seine große musikalische Ver­anlagung, die er schon als Knabe bewies und später in bewundernswerter Weise aus gebildet hat. Sei» frommet Sinn aber, der von der Mutter angeregt im Herzen des Knaben ruhte, wurde durch den andächtigen Gesang, durch die allsonntägliche aufmerksame Teilnahme am feierlichen Stiftsgottesdienst sehr gefördert; schon zur Zeit seiner Vorbereitung zur ersten hl. Kom­munion, die er in seiner Pfarrkirche St. Stephan am Weißen Sonntag 1871 feierte, war er seinen Mitschülern und Mitsängern im Dorn ein erbau­liches Beispiel; nach seiner ersten hl. Kommunion aber bewahrte er, unterstützt durch den Gewissens­rat des guten Paters v.Doß und durch die eifrige 'Teilnahme an der Marianischen Kongregation, seine» religiösen Eifer auch in seinen Jünglings­jahren, nachdem schon längst die Väter der Ge­sellschaft Jesu durch die unglücklichen Kulturkampfs- Gesetze aus Mainz vertrieben waren. Kein Wun­der also, daß er nach vorzüglich ausgefallener Maturitäts-Prüfung im Jahre 1876 sich für das Studium der Theologie entschied.

Da das Mainzer Priesterseminar damals keine Alumnen mehr aufnehmen durfte, wählte er auf Wunsch des Hochsel. Bischofs Wilhelm Emma­nuel Eichstätt zum Ort seiner philosophischen und theologischen Studien. Georg Kirstein zeich­nete sich, wie nicht anders zu erwarten war, unter seinen Mitalumnen durch Eifer im Studium und Frömmigkeit besonders aus; aber auch sein musikalisches Talent, seine Tüch'igkeit im Orgel­spiel blieb während der 4 Jahre seines Ausent- haltes in Eichstätt nicht verborgen; unter dem Klerus und der Lehrerschaft der Diözese Eichstätt ist Kirstein wohl heute noch als ganz hervor­ragender Orgelkenner in Erinnerung.

Die hl. Priesterweihe empfing Kirstein am 14. November 1880 durch die Hand des Hochw. Bischofs von Eichstätt Freiherrn von Leonrod und feierte sein erstes hl. Meßopfer in seiner heimatlichen Pfarrkirche zu St. Stephan zu Mainz am Feste Mariä Opferung 1880 im Kreise feiner Familie in Gegenwart seiner überglücklichen Eltern, die in ihm schon den zweite» Sohn am Altäre das hl. Meßopfer feiern sahen. In der Diözese Mainz abei sah es zu jener Zeit traurig aus; der Hochw. Bischof war bereits vor drei Jahren in die Ewigkeit gegangen; die Diözese verwaist, viele Pfarreien unbesetzt in Folge des Kultur­kampfes. Kirstein be ab sich nach Bürstadt; um dort seinem Verwandte», dem jetzige» Pfarrer Glückert in Mombach, der damals in Bürstadt als Kaplan und Verwalter der Pfarrei wirkte, in der Seelsorge, soweit es die Gesetze erlaubten, zu helfen.

Erst im Jahre 1887, nachdem die Wogen des Kulturkampfes sich gelegt hatten, konnte Kirstein seine erste dekretmäßige Anstellung er­halten; sie lautete als Kaplan nach Darmstadt, wo er dann drei Jahre als Kaplan und nach

fein erzogenes Mädchen und sehr wohl im stände, die Stellung auszufüllen, die sie als seine Gattin einnah«.

Nichts tonnte seine Liebe zu ihr erschüttern; wenn seine Mutter das erkannte, so mußte sie nachgeben, da doch fein Glück ihr am Herzen lag, und lernte sie Röschen kennen, dann mußte sie auch bald das Mäd­chen lieb gewinnen. ES war vorauSzvsehen, daß diesem ersten Sturme noch viele folgen würden; er wollte sich nicht beirren laffen, sondern sesthatten und nm auf die Stimme seines Herzens hören.

Mit der Büchse auf der Schulter schlug er den Weg zum Walde ein, er schritt an dem Verwalter vorbei, chne ihn eines Blickes zu würdigen.

Einige Arbeit« begegneten ihm, sie trogen Beile und Stticke, er hatte jetzt keine Zett, sich darum zn kümmern, er wollte vor allen Dingen mit Röschen und ihrem Vater reden.

Der alte Förster empfing chn am Eingang seines Hauses mit sorgenvoller Miene.

»Sie wissen, was vorgefallen ist?" fragte er.

„Ich weiß es", erwiderte Dagobert in ent­schlossenem Tone, »die Spionin hat ben verdienien Lohn erhalten, Baron Kurt und meine Mama wissen, daß nichts meine Liebe erschüttern kann."

„Und wie soll das ende«, Herr Baron?"

„Mit dem Glück derjenigen, auf deren Seite die Liebe und das Recht find", sagte Dagobert, indem er an ihm vorbei ins Wohnzimmer schritt. Er blieb ans der Schwelle stehen, Röschen hatte sich von chrem Sitz erhoben, ihr schönes Antlitz war todesbleich.

„In Deiner. Händen, Geliebte, liegt nun die Ent­scheidung, ob wir b-ttde glücklich werden sollen I" sagte er mit bebende. Stimme „Ich liebe Died, Röschen, ich liebe Dich wehr als mein Leben, für Dich könnte ich freudig in Not und Tod gehen. Vor Gottes und Deines Vaters Angesicht frage ich Dich: willst Du «ein treues, heißgeliebtes Weib werden? Was auch kommen mag, Röschen, ich stehe fest, ich wanke und

dem Tode des hochw. Pfarrers Beyer ein halbes Jahr als Pfarrverwalter tätig war, so segens­reich und der Bevölkerung von Darmstadt so angemessen, daß die Katholiken der Residenzstadt sich ernstlich bemühte», den jungen Pfarroerwal- ter auch als Pfarrer der so wichtigen Stelle zu behalten; er war em sehr gern gehörter Prediger, eifrig im Beichtstuhl, unermüdlich am Kranken­bett, tüchtig in der. Schule und in den Vereinen, er verstand es, ben Erwartungen, die feine vor­gesetzte Behörde in ihn setzte, vollkommen gerecht zu werde».

Nichtsdestoweniger glaubte der Hochw. Bischof Paulus Leopold die Pfarrei der Residenz mit einem älteren Herrn besetzen zu solle»; so ver­tauschte denn Kirstein mit dem fei. Pfarrer Koser feine Stellung, Darmstadt mit Gau - Alges­heim, wo er am 26 Januar 1891 zum Pfarrer ernannt wurde.

Hier in Gau Algesheim setzte er feine Tätig­keit in der praktischen Seelsorge mit demselben Erfolge wie in Da, msta t fort; man kann sage», er tat es mit noch größerer Liebe; hier war er stch so recht bewußt, daß er als Pfarrer der Hirt und Vater der ihm anvertrauten Seelen war. In der Schule verstand er es, die Kinder zu fesseln im Unterricht und sie mit Liebe zu ihrer hl. Kirche zu erfüllen. Bereit­willig eckte er zu ben Kranke» und Armen, feine freundliche und liebenswürdige Art mit Armen und Kranken zu verkehre» wird vielen in seiner früheren Pfarrei unvergeßlich bleiben. Die Gau- Algesheimer waren aber auch begeistert für ihren Pfarrer, Jung und Alt, Groß und Klein hörte man anerkennend über den Pfarrer sprechen; aber auch Kirstein ließ nichts auf feine Pfarr­gemeinde komme», er war gern in Gau-Alges­heim. Als im Jahre 1894 auf ihn eine Wahl als Dompräbendat gefallen war, verzichtete er auf die Annahme dieser Würde, um in Gau- Algesheim bleiben zu können. Vom 8. Nov. 1700 an verwaltete er zugleich als Dekan das Dekanat Ober-Ingelheim.

Seine Eigenschaften und Fähigkeiten be­stimmten das hochw. Domkapitel, am 28. Oktober 1902 Kirstem zum Domkapitular zu erwählen. Nachdem Kirstein am 3. Juni ds. Js. als Geistl. Rat in das Bischöfliche Ordinariat ein« getreten war, übernahm er als tüchtige Kraft die verschiedensten Arbeiten, nebenher immer noch in der Seelsorge, im Beichtstuhl und besonders auf der Domkanzel tätig, wo er trotz der kurzen Zeit stets als ein sehr beliebter Redner erschien.

Vor wenigen Wochen berief ihn das Ver­trauen seines Bischofs, des Hochsel. Dr. Brück, auf einen neuen, verantwortungsvollen Posten. Regens Dr. Holzammer war in die Ewigkeit ge­gangen ; ein neuer, tüchtiger Erzieher des Mainzer Klerus sollte gesunden werden. Es war eine der letzten Sorgen des verewigten Bischofs teinrich, seinem von ihm so sehr geliebten eminar einen neuen Leiter, den Kandidaten des Priestertums einen neuen erfahrenen Vater zu geben. Sein Hirtenauge fiel auf Kirstein; er sollte Regens werden.

Kaum hat er dieses Amt angetreten, da ruft ihn die göttliche Vorsehung auf den höchsten

Posten, er (oll von nun an nicht nur der Vater der Priesterkandidarev, er soll Hirt und Vater der ganzen Diözese werden, ein würdiger Nach­folger des hl. Bonifatius auf dem ehrwürdigen Stuhle von Mainz. Ad multos annos!

Deutsches Reich

Berlin, den 30. November 1903.

% Der Kaiser hat den von ihm angebotenen Becher für eine Nacht - Wettfahrt über den atlantischen Ozean im Jahre 1904 zurückge­zogen, aber ihn für 1905 wieder in Aussicht gestellt. In einer Depesche, die der vom Kaiser und dem „New-Iork-Iacht Klub" in dieser An­gelegenheit gewählte Mittelsmann Lord Lons­dale an Commodore Robert E. Tod oo« „Atlantic Iacht-Klub" gerichtet hat, wird als Grund für die Zurückziehung des Bechers die längere Erkrankung des Kaisers angegeben, die ihn verhinderte, rechtzeitig die nötigen Arrange­ments für die Wettfahrt zu treffen. Die Zeit fei zu kurz geworden, um neue Jachten für dieses Rennen zu erbauen. Der Kaiser hatte die Arrange­ments für die nächstjährige Wettfahrt dem „Nem- Iork Jacht-Klub" und dem „Atlantic Jacht-Klub" gemeinsam angeboten. Der erstere Klub war da­mit sehr unzufrieden, und die Zurückziehung war daher nach der Ansicht erfahrener Iachtsmen der einzige Ausweg, um einen offenen Bruch zwischen den beiden Klubs zu verhüten.

* Der Hakatismus macht sich nun auch sogar schon in der Armee bemerklich. Die ,Nordd. Allg. Ztg.' macht Mitteilungen au8 beet Militäretat für 1904. Danach erscheint auch in diesem Etat die Forderung von Bessl- dungszulagen an die in der Pro vinz Posen und den gemischt-sprachlichen Kreise» der Provinz Westpreußen angestellten mittlere«, Kanzlei- und Unterbeamten, denen den Verhält­nissen entsprechend hier noch die Unteroffiziere hinzutreten, von Penfionszulagen an dieses Per­sonal, sowie von Erziehungsbeihilfen an Offi­ziere und höhere Beamte. Im übrigen enthält der Militäretat nicht die Truppenverstärkunge«, die man vielleicht befürchtet hatte.

* Graf Hektor Kwilecki veröffentlicht iw ,Dziennik Poznanski' folgende Erklärung: „Da ich mich von der vollständigen Unrichtigkeit der Vorwürfe überzeugt habe, die Gegenstand des bekannten Prozesses gegen die Gräfin Isa Wen- fierska-Kwilecka waren, und da ich bebaute, »aß ich durch mein Auftreten die Frau Gräfin, ihre« Gemahl, die Kinder, alle Geschwister und «le verwandten Familien aufs schwerste beleidigt habe, so ziehe ich alle von mir in dem Prozesse abgegebenen Erklärungen zurück und bitte aus Herzensgrund alle diejenigen, deren Ehre ich angegriffen habe, um Verzeihung. Berlin, 26. Nov. 1903. Hektor Kwilecki."

** Ans dem Militäretat. Der Etat für das preußische Militärkontingent und die in die preußische Verwaltung übernommene*

weiche nicht, zum Altäre geht unser Weg, und schreiten wir auch jetzt noch auf Dornen, später will ich Deinen Lebenspfad mit Blumen bestreuen."

Hebet und über erglühend hatte sie im ersten Moment die W mpern gesenkt, aber als er nun mit auggebreiteten Armen ihr näher trat, sank sie an seine Brust, und ans ihren braunen Augen traf ihn ein Blick voll heißer Innigkeit.

„Ich kann nicht anders, Vater," sagte sie schluchzend, nachdem ein langer Kuß den Bund der Herzen be­siegelt hatte, „ich liebe ihn ja so heiß und innig, daß ich nur noch an seiner Seite das Glück meines Lebens suche. Ja, was auch kommen mag, Geliebter, ich bleibe Dir treu übers Grab hinaus."

Martin stand vor ihnen, Tränen schimmerten in seinen Augen, er reichte ihnen beide Hände und zog Röschen in seine Arme, um sie auf die Stirne zu Kiffen.

.So muß ich annehmen, der Bund sei im Himmel geschloffen worden, und dem Willen Gottes darf ich mich nicht widersetzen," sagte er in tiefer Bewegung, »möge mein Segen Euch das Glück bringen und be­wahren, das ich aus tiefstem Herze» Euch wünsche."

„Wir wollen eS schon festhalten," erwiderte Dagobert heiter. „Wenn wir die Vorurteile meiner Mutter besiegt haben, dann ist unser Glück gesichert, und diese Vorurteile muffen schwinden, sobald Mama meine Braut kennen gelernt hat."

Der alte Förster schüttelte zweifelnd daS Haupt, aber er wollte das Glück dieses Augenblickes nicht trüben, er holte eine Fl sche Wein aus dem Keller und die beiden mußten mit ihm anstoßen aus eine frohe Zukunft. Hand in Hard, eng aneinander ge­schmiegt. saßen die Glücklichen chm gegenüber, vieles kam zur Sprache, was den {leinen Kreis bewegte.

An eine Zurücknahme der Entlassung des Försters war nichr zu denken, Martin »ar zu stolz, darum zu bhten.

Er sollte mit seiner Tocht.r in die Stadt ziehen, Dagobert wollte chm fein Gehalt Wetter zahlen, bis er selbst das Majorat besaß.

Auch dazu konnte der alte Mann sich nicht ent­schließen; Untätigkeit war ihm verhaßt, es mußte späterer Beratung Vorbehalten bleiben, wie fei* Los sich fortan gestalten sollte.

Als der Abend anbrach, mußte Dagobert scheid««, um dem Grafen Morray entgegen zu gehen.

Er war nicht in der Stimmung, ihn zu empfaNge« und mtt ihm über gleichgiltige Dinge zu plaudäu,, anverersettS setzte er m die Freundschaft dieses MameeS kein $ti trauen mehr.

Mit dem Versprechen, am nächsten Tage »iebee» zukommen, nahm et Abschied; der Förster wollte ih* begleiten, Dagob rt lehnte es ab, er wünschte ** feinen Gedanken allein zu fein.

Als et durch den Wald schritt, hörte er die dumpf« Axthiebe der Holzfäller, der Haß gegen den Vormund erwachte wieder.

Ohne eS zu wollen, sah er sich plötzlich auf bet Stelle, auf der die Arbeiter beschäftigt war«.

Baron Kurt stand mit dem Verwalter bei ihu«, er lochte spöttisch, als er feinen Neff« erblickte.

„Nun protestiere!" sagte er. „Ich zeige Dir, daß ich meinen Will« durchsetze!"

„Und ich wiederhole, daß Du es bereuen wirst!" erwiderte Dagobert in drohendem Tone, während ec im jäh auflodernden Zorn die Büchse von der Schulter riß.

Der Verwalter trat rasch zwischen die Beid«, die Arbeiter umringten den Bedrohte», aber schon hatte Dagobert ihnen ben Rücken gewandt; ohne ein Wort weiter zu verlieren, fetzte er seinen Weg fort.

Eine Viertelstunde später traf er mit dem Graf« zusammen, btffen freundlichen Gruß er mit kühler Zurückhaltuna erwiderte.

„Sie müssen entschuldigen", tagte er, ich kann Si« beute nicht in meinem Hanse empsangen, es botxe Auseinandersetzungen zwischen mit und meinem Onkel fiattgefunbeu, die mir feil ft das Hou- verleiten Da wat es mir sicht möglich, tie nötigen Vorbereitung« znm Souper zu treffen " (F. f.)