;Vj? 273.
(Schneie)
Kgl, Hoflieferanten
Drittes ßlatt
30. Jahrgang.
besitzer Karl Kaulen zu Lövenich bei Köln, zugleich Vorsitzender des Auffichtsrates; Pfarrer Joh. Michael Manderfeld zu Neef an der Mosel; Pfarrer Richard Oertel zu Neuerkirch (Hunsrück); Gutsbesitzer Wilhelm Reinarz bei Neuß. Königsberg: Pfarrer Johannes Ebel zu Muschaken (Ostvreußen); Oberamtmann Richard Schmitt zu Gäulen, Post Groß-Lindenau (Ost- rreußen). Ludwigshafen: Pfarrer Bernhard Brenner zu Schaidt (Rheinpfalz); Pfarrer Heinrich Joseph Mauer zu Fehlheim bei Bensheim (Rheinhessen); Stadtpfarrer Joseph Kunz zu Bruchsal (Baden). Nürnberg: Domänenrat Traugott Schuster zu Wallerstein (Schwabeu- Neuburg); Majoratsbefitzer Franz Edler von Koch zu Rohrbach bei Wolnzach (Oberbayern). Straßburg: Gutsbesitzer Jakob Silbermann zu Oberspechbach bei Altkirch(Ober-Elsaß); Pfarrer Müller zu Tüttlenheim (Unter-Elsaß); Pfarrer Georg Tilly zu Metz (Lothringen). Wiesbaden: Pfarrer Franz Bornschein zu Holzhausen an der Haide; Professor Pfarrer Peter Linz zu Kiedrich (Rheingau).
Der gebundene Jahresbericht der Zentrale und der Filialen ist in der Raiffeisen-Druckerei zu Neuwied a. Rh zum Preise von 3 Mark erhältlich. ______________
ClI IAAA1*
Vermttwdrtlkch« < JF
Urittititer:A. ----
3. w»che»bÄase: „Illustnette Soimtagrzeitung
fttida, Samstag, den 28. November 1908.
an sich sehr erfreulichen Zunahme hat aber em entsprechender Geldabfluß nicht gegenüber gestanden, so daß ein Teil der Einlagen bei der Preußenkaffe zu 3 v. H. angelegt werden mußte, wodurch die Aufrechterhaltung des Zinsfußes von 3 v. H. für Einlagen und 4»/r v. H. für Darlehen bis zum Jahresschlüsse sehr erschwert wurde. Das auf die gezeichneten Aktien eingezahlte Kapital belief sich auf annähernd 7j/< Millionen Mark gegen etwas über 6 Millionen Mark im Vorjahre. DieWaren-Abteilung hatte einen Umsatz von 44,399,000 Mk. gegen 38,772,000 Mk. im Vorjahre.
Die Aktiven beliefen sich auf 53622044 37 Mark (1901: 44151 828.57 Mark), die Passiven auf 53373063.- Mark (1901: 43926688.64 Mark), der Reingewinn somit auf 248 981.37 Mark (1901: 225139.93 Mark), der nach dem Beschluß der aus den Vertretern der Vereine gebildeten Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 31/» v. H. ermöglichte. Das Reseroekapital betrug 420 783.11 Mark gegen 358537.79 Mark im Vorjahre. -
Für den Geldausgleich der Betriebsgenoffen- schaften gegründeten Landesgenossenschaftskassen hatten einen Gesamtumsatz von 69108 000 Mark gegen 45400 000 Mark im Vorjahre, also um 23699000 Mark mehr. Die Betriebsgenoffen- fchaften sind folgende: 18 Zentralgenoffenschaften, 126 Molkereigenossenschaften, 58 Winzervereine, 39 An- und Verkaufsgenossenschaften, 25 Darnpf- dreschgenosscnscbaften 24 Brennereien, 17 Korn- hausgenossenschasten, 16 Konsumvereine, 9 Baugenossenschaften, 8 Viehverkaufs-, 8 Spiritusver- wertungs-, 7 Lagerhausgenofs enschaften, 54 sonstige Genossenschaften. Von den einzelnen Gattungen von Betriebsgenossenschaften waren am zahlreichsten vertreten: die Molkereigenossenschaften (27) und Brennereigenoffenschasten (18) im Verbandsbezirk Danzig, die Winzergenossens chaften imWiesbodener (30) und im Kölner (15) Bezirk, die An- und Verkaufsgenossenschaften (14) im Posener und die KonMuser (5) im Kasseler Bezirk. Was den gemeinsamen Verkauf der Erzeugnisse der Landwirtschaft anbelangt, so sei hier besonders hervorgehoben : der Verkauf des Hopfens aus Bayern und Elsaß-Lothringen durch die bayerische Zentral- Hopfenverkaufsgenofsenschaft in Nürnberg und die elsaß-lothringer Hopfenverkaufsgenossenschaft zu Straßburg; der Verkauf des Getreides: im Danziger, Kasseler, Ludwigshafener und im Erfurter Bezirk durch die Kornhausgenossenschaften, deren Geschäfte von den betreffenden Filialen aus besorgt werden, im Straßburger Bezirk durch die Straßburger Getreidverkaufs- Genossenschaft mit acht Annahmestellen; der Verkauf des Weins: für Elsaß-Lothringen durch die Elsaß-Lothringer Zemral- Winzergenoffenschaft und für den Rheingau durch die Zentral-Verkaufsgenoffrnschaft Rhein- gauer Winzervereine, sowie durch die Filialen in Köln, Ludwigshafen, Wiesbaden und Straßburg. So ist die Raiffeisen-Organisation mit Erfolg bemüht, den Verkauf der Erzeugnisse der verschiedenen Gegenden Deutschlands genossenschaftlich zu organisieren und ihn so für die betreffenden ländlichen Kreise zu einem die Erzeugungskosten lohnenden zu gestalten. Zum Schluffe sei noch das Verzeichnis der derzeitigen Mitglieder des Vorstandes und des Ausstchts- rates der Raiffeisen-Organisation gegeben. Den Vorstand bilden die Herren Generaldirektor Heller (Neuwied) als Vorsitzender des Vorstandes und die Verbandsdirektoren Landtagsabgeordnetcr Landrat Kreth (Berlin), Daum (Breslau), Amtsrat von Kries (Danzig), Klattenhofs (Erfurt), Rittergutsbesitzer Oekonomierat Rexerodt (Kassel), Gutbesitzer Kaspers (Köln), Rittergutsbesitzer Landesrat a. D. Burchard (Königsberg), Dr. Nolden (Ludwigshafen), Frhr. von Mengershausen (Nürnberg), Regierungsrat Sperl (Posen), Dr. jur. Strauven (Straßburg), Dietrich (Wiesbaden). Ter Aufsichtsrat setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Für den Verbandsbezirk Berlin: Rittergutsbesitzer Erich Dielhaack zu Groß-Osnig bei Kottbus (Brandenburg); Pfarrer Ernst Teffendorf zu Barlin (Pommern); Breslau: Decham Paul Pittach zu Bodland (Ober- Schlesien); Rittergutsbesitzer und Reichstagsabgeordneter Richard Kern auf Aslau bei Bunzlau (Nieder Schlesien). Kassel: Landgerichtsrat Max Klingebiel zu Marburg, zunächst stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates; Pfarrer und Land- tagsabgeordneter Meyenschein zu Altenhaßlau be i Gelnhausen Danzig: Gutsbesitzer Oekonomierat Rudolf Rohrbek zu Gremblinerfelde bei Subkau «Westpreußen); Pfarrer Richard Willuhn zu Groß-Krebs. Erfurt: Pfarrer Richard Sell, Stepfershausen bei Meiningen; Pastor Emil Quenzel zu Walschleben bei Erfurt; Oberinspektor Max Hennig zu Dahlen in Sachsen; Lanotagsabgeordneter Heinrich Ficken- dey zu Uidmöden (Braunschweig). Köln: Guts-
wochen-Rundschau.
D Fulda, 28. Nov. 1903.
(Nachdruck verboten.)
Der Reichst ag ist endlich auf den 3. Dezember eiaberufen worden Da ihm vor Weihnachten nicht einmal vierzehn Tage Zeit zur Arb.it bleiben, wird er außer der ersten Lesung des Etats wohl nur die Vorlage über die Berläog-rung des deutsch-englischen Havdelsprovisormrns erledigen
Bei den Abgeordnetenwahlen in Preußen hat die Freisinnige Volkspartei 3 Mandate verloren, die Freisinnige Bereinigung 2, wäh-end die Nation-illiberalen 3 gewannen. Rechner man 2 Wildliberale den Freisinnigen zu, fo and die Liberale» zusammen auf ihrem früheren Stande geblieben. Die Rechte kehrt in alter Stärke wieder, nur daß die Konservativen den Frcikonserativen ein paar Mandate abgenommen haben. Das Zentrum hat 97 Mandate erhalten statt der früheren 100. Zwei Mandate hat es in Oberschlefien infolge der Haltung der radikalen Polen verloren. Die Liberalen haben somit mit ihrem allgemeinen Aufruf zum Kampfe gegen die „Reaktion" bei den Wahlen gründlich Fiasko gemacht. Noch schlimmer erging es den Sozialdemokraten, welche trotz ihrer umfangreichen Agitation und ihrer fortwährenden Hetzereien kein Mandat errungen haben.
I« der Kreisen des Handels und der Industrie hat die Nachricht einige Aufregung hervorgerufen, daß w Preußen die Einführung einer Verkehrs- abgäbe auf den natürliche« Wasserstraßen beabsichtigt sei. Verschiedene Handelskammern haben iew&ä Eingaben an die Regierung gegen diesen Plan beschlossen. Er scheint besonders von den Kreisen betrieben zu werden, di« sich dem Bau des Mittel- larrdkinmls widersetzen. Sie begründe» die neue Berkehrssteuer damit, daß die Regulierung der Flüsse und dir Erhaltung ihrer Schiffbarbarkeit cem Staate viel Veld koste und die Anwohner der Flüsse von deren Benutzung f r den Handel und Transport große Vorteile hätten, die der übrigen Bevölkerung versagt seien. Daß diese Leute das Chauseegeld überaff einführen wollen, davon hört man nichts, Wiewohl doch die Chans), en auch auf allgemeine Kosten gebaut und unterhalten werden. Die Stromschiff- stlhrt ist durch internationale Verträge geregelt und durch die Reichsverfaffung garantiert. Da wird es also Wohl mit der Einführung einer BerkehrSabgabe ht Preußen so leicht nicht gehen.
Bei der Reichstagsersatzwahl in Mittweida haben die Sozialdemokraten an Stelle des Genossen Göhre, der bekanntlich fein Mandat aus Ekel über die ihm »o» Bebel und seinen Schildknappe« widerfahrenen Pöbeleie» niedergelegt hatte, mit ansehnlicher Mehrheit ei»e» anderen Genoffen durchgebracht. Die Blamage des Dresdener Parteitages und die lieblichen Balgereien, die ihm folgten, scheinen also auf die Sen rächst scheu Genossen ohne Eindruck geblieben zu
. Die urteilslose Masse ist ja unbelehrbar, wenn st« einmal „in die Hände gewissenloser Hetzer und Schwätzer geraten ist.
In Oesterreich-Ungarn war es zwischen beiden Minifl-rpräfidenten zu einem Konflikt gekommen. Es bandelte sich hierbei um die Gleichberechtigung von Oesterreich mit Ungarn bezüglich der kaiser- dche» HoheitSrechte in der gemeinsam-« Armee. Durch Ei»greife« des Kaisers ist die Differenz zwischen den beiden Ministerpräsidenten vorläufig ausgeglichen. Es gewinnt immer mehr de« Anschein, als ob die Trennung Ungarns von Oesterreich bald erfolgen werde
In Frankreich hat der Senat dasChaurriv'sche Uittcrnchtsgesitz, wonach allen Kongreganisten verboten wird, Mittelschulen zu festem u -b an ihnen zu unterrichten, i« erster Lesung angenommen. Die Anstalten der Lazaristen, welche Missionspriefter heran bilde«, wurden geschaffen AuS den Marineyospitälern sind bie Ord nSschwestern entfernt worden.
I» England bot das italienische Königs paar bis Korurvberid voriger Woche zum Betuch gewellt. In bt» Mische» beiden Könige« gewechselten Trinksprüchen «ar « üblicher W<ise von „Frieden", „Freundschaft- m»d »Sympathie" die Rede. Politische Folge«dürfte der Besuch kaum haben,
5« Ostasien ist die Lage fortgesetzt kritisch, men« «an auch aus de« widersprechende« Nachrichten leine volle Klarheit gewinne« kann. Die meiste« Nachricht« kommen aus englischer Quelle und suche« die 3c***et“L5 un-remn-, kriegslustig hiuzustellrn, während nngevl« England die Kriegslust zu dämpfen sucht «Rterdesten schickt sich England a» Tibet zu besetze» toter de« Vorwande, daß Tibet das Völkerrecht verletzt hibe. Die Ruffen seh. n das Vorgehen Englands mit «ißtramsch-n Auz.a an, könne« aber ehrlicher Wmie nichts dagegen sagen.
Die neue Republik Pana» a hat mit den Bereinigt e« Staaten bereits einen Vertrag über den Ban d«S Pauam«kaunls abgeschloff;». Kotnmdien möchte Panama i« ner noch rern mit Waffengewalt zmück- ervbern, findet aber mrgei ds Hilfe nab gegen die Vereinigt«» Eiaaren htm; ?» mchts «»srichten.
von der Raiffeisen-Organisation.
Nach dem Jahresbericht der Neuwieder Raiffeisen-Organisation für 1902 kann wiederum eine erfreuliche Weiterentwickelung auf allen Gebieten festgestellt werden. Am Ende des Berichtsjahres haben dem Generalverband ländlicher Genossenschaften für Deutschland 3982 Genossenschaften angehört, heule beträgt ihre Zahl 4185. Von den 3982 Genossenschaften sind 3573 Raiffeisen-Vereine und 409 Betriebsgenossenschaften; es bedeutet das eine Mehrung gegenüber dem Vorjahre um 269 Genossenschaften, davon 194 Raiffeisen-Vereine und 75 Betriebsgenoffenschafteu. Den größten Zuwachs hatte der Verbandsbezirk Nürnberg aufzuweisen mit 51 Genossenschaften; die meisten Raiffeisen-Vereine sind im Nürnberger Bezirk zugegangen, nämlich 49, die meisten Betriebs- genoffenschasten im Danziger Bezirk, nämlich 20, Die Mitglieder zahl der Ralffetsen-Vereine belief sich nach den Statistiken von 3190 Vereinen auf 288040 gegen 206 371 bei 2983 Vereinen im Vorjahre, was eine Steigerung um 81669 Mitglieder bedeutet; die Mitgliederzahl aller Genossenschaften wird heute über 350000 betragen. Seiner Haupttätigkeit, der Revision der angeschlossenen Genossenschaften, ist der Generalverband nachgekomrnen, indem er 2620 gegen 2216 Genossenschaften durch seine Verdands- revisoren einer sachgemäßen Revision unterzogen hat. Die Ergebnisse der Revisionen waren zum weitaus größten Teile befriedigend; nur in seltenen Fällen sind gröbere Mißstände oder gar Unregelmäßigkeiten dabei zutage getreten. Neben den Revisionen der Vereine sind auch Revisionen der Revisoren vorgenommen worden, sogenannte Superrevisionen, die in jedem der zwölf Verbandsbezirke monatlich mindestens einmal durch den Verbandssekretär besorgt werden. Auch haben zahlreiche Vereine den Besuch eines Verbandsrevisors erhalten zur Beihilfe bei den Abschlußarbeiten, zur Einführung neuer Rechner in ihre Aemter, zur Einführung der Verwaltung von neu gegründeten Vereinen in ihr Amt und zu Vorträgen in General - Versammlungen. Zur Pflege des Genossenschaftsgeistes und zum gegenseitigen Austausch von Erfahrungen im Vereinsleben find auch im Berichtsjahre in allen Verbandsbezirken Unterverbandstagungen abgehalten worden. Von Verbandstagen ist mit Rücksicht auf die im Juli 1902 erfolgte Enthüllung des Denkmals für Vater Raiffeisen in Neuwied abgesehen worden, die unter einer überaus zahlreichen Beteiligung von Vertreter der Genossenschaften des In- und Auslandes vor sich gegangen ist. Besondere Rechnerkurse zur Belehrung der Vereinsrechner und der sonstigen Verwaltungsmitglieder in den Vereinen haben die Verbandsdirektionen zu Berlin, Danzig, Erfurt und Kassel abgehalten, die gut besucht gewesen waren. Das Versicherungswesen suchte der Generalverband auch int Berichtsjahre unter den Vereinen und ihren Mitgliedern zum Verständnis zu bringen. Der Erfolg der Tätigkeit auf diesem Gebiete waren Abschlüsse im Prämien - Betrage von 81,887 Mk. Die Verbands - Blätter wurden in folgender Auflage gedruckt: Das Genoffenschafts- BlkM in einer solchen rkön 10,000 Stück, die RaWsen-Boten der 12 Verbands-Direkttonen in einer von Mammen 100,171 Stück gegen 95,700 Stück im Vorjahre. Aus der Zusammenstellung der VepM'e seien folgende Zahlen hervorgehoben: Die GesflMis-Guthaben betrugen am 31. Dezember 1902 bei 3190 Vereinen 272,349 Mk. 78 Pfg. gegtn 263,870 Mk. bei 2983 Vereinen im Vorjahre. Der gesamte Jahres - Umschlag 478,890,338 Mk. 53 Pfg. gegen 405,246,313 Mk. 59 Pfg. im Vorjahre, also um 73,614,024 Mk. 94 Pfg. mehr. Darlehen waren ausgegeben einschließlich der Schulden im Konsum-Verkehr für 70,786,550 Mk. 99 Pfg. gegen 43,738,836 Mk. 25 Pfg. im Jahre 1901; Spareinlagen waren in Höhe von 81,270,279 Mk. 31 Pfg. gemacht gegen 67,866,607 Mk. 26 Pfg; das Vereins- Vermögen (Refervesonds und Stiftungsfonds) betrug 5,698,004 Mk. 39 Pfg. gegen 4,976,617 Mk. 45 Pfg. im Vorjahre, ist also um 712,386 Mk. 92 Pfg. gewachsen.
Die Landwirtschaftliche Darlehns- kasse für Deutschland hat gleichfalls eine ganz bedeutende Steigerung ihres Geschäftsumganges zu verzeichnen. Was zunächst die Geldabteilung betrifft, so war der reine Kassenumschlag 260,000,000 Mk. gegen 230,000,000 Mk. int Vorjahre. Der gesamte Umschlag auf allen Konten einschließlich der Landes-Genossenschafts-Kaffen betrug etwa 530 Millionen Mk. Den höchsten Umsatz an den Filialen hat Köln mit 30 Millionen Mk., den geringsten Wiesbaden mit 14,215,000 Mk. Die Einlagen der Vereine betrugen am Ende des Jahres 44 Millionen Mk. gegen 30 Milionen Mk. im Vorjahre. Dieser
® k »«zeigt«: vie ein
Y Jk Sx A A. k-alrige petifttur W«
JL. M deren Raum 15 pfg
M W M MUMM »ekla«e« diepetiheftk
W W li BIQI 25 Pfg.; bei lvirdcr-
MM M H I I B i B H Holungen wird cutspr.
W 9 W-* U. Ä- M- H G'MM «adaftgewährt.
Druck H«b Verlag der
-**4^ zuldaerActieubrr-ck-rki
ie z«lda
Monatrdeilage: „Kildaer Seschichtrblätter". zeruiprccher Ur.
* Die Eisenbahukatastrophe von Palezrenx. Wie wir schon berichteten. hat in der franzönschen Schweiz an der Station Paliezieux ein schreckliches Eisenvahnnnglück flattgefunbcn, bei dem mehrere Passagiere den Tod fanden. Eine ausführliche @a)uöetnng )e§ traurigen Vorfalles gibt der ,99erl. "ok -Anz. : Der Expreßzug München-Zürich-Genf fuhr am Samstag fahrplanmäßig um 1 Uhr 45 Min. nachmittag von Zürich ab und nahm in Olten die von Basel gekommenen direkten Wagen nach St. Maurice und Genf auf. Hinter der Schneüzuglokomotive war ein Gepäckwagen angekoppelt, dann folgten ein schweizerischer Personen- wagen 1. und 2. Kl., und der am Freitag abend vo« L-otsdamer Bahnhof in Berlin abgegangene große Durchgangswagen Berlin - Magdeburg - Frankfurt-Basel- Genf, der ebenso wie der achte Personenwagen wtt Paffügieren dicht besetzt war. Abends kurz vor ti Uhr durchfuhr der Expreßzug die 20 Kilometer vor Lausanne gelegene Station Palezieux mit 60 Kilometer Schnelligkeit. Unglücklicherweise hatte der Weichenwärter von seinem Stellwerk aus die Ausfahrtswetche geöffnet und durch ein grünes Signal „Fahrt frei" gegeben, ohne zu sehen, daß etwa 400 Meier vom Bahnhof entfernt eine arbeitende Rangiermaschine pato. Bei der herrschenden Dunkelheit konnte der Lokomotivführer des Schnellzuges das Hindernis nicht entdecke« und fuhr mit voller Schnelligkeit auf die Rangrer- maschine auf. Der Zusammenstoß war furchtbar: die vordere Maschine flog über das Gleis hinweg auf eine Böschung, bei Schnellzugsmaschine wurden Puffer nn» Tender zerbrochen. Hinter ihr aber trat eine entsetzliche Katastrophe ein. Der Gepäckwagen wurde au« dem Geleise in die Höhe gehoben und in feine Trümmer hinein kapselte sich nun förmlich der ganze vordere Teil des ersten Personenwagens, nachgeschoben »•« dem schweren Berliner Wagen. Der Gepäckwagen ruhte mit Rädern und Eisenwerk geradezu aus dem Boden des Personenwagens. Darunter lagen bluten» aue Passagiere, die auf der rechten Seite des Wagen» geseffen hatten, während links ein schmaler Raum geblieben war, in den mehrere Passagiere gezwängt und zwar verletzt wurden, aber och am Leben blieben. Die Passagiere, die in den hinteren Abteilen deS ersten Wagens und in dem deutschen Wagen saßen, kamen mit dem Schrecken Havon. Entsetzliche Szenen spielte» sich ab. Die Wagenlampen waren erloschen, «berat hörte man Stöhnen und Hilferufe. Endlich erleuchtete« tolzfackeln den blutigen Schauplatz der Katastrophe.
in Hilfszug mit Rettungsmaterial kam von Lausanne, und man begann die Verletzten und Toten zu berge«. Sechs Personen wm den als schrecklich verstümmelte Leichen hervorgeholt. Zwei Kinder, namens Goricho«, 4 und 13 Jahre alt, aus Petersburg, die mit ihre» Großvater, namens Böken, zu ihrer Mutter nach Slarero bei Montreux zum Winteraufenthalr reifen woutat, waren mit ihrer Gouvernante, einer Madame Rickert, gelötet morden. Herr Böcken erlitt nur leichte Kontusionen am Kopf. Geradezu zermalmt war ein bewt- scher Kaufmann namens Grünenwald, der Schwiegersohn des schweizerischen Bund.srichters Monnrer w Lausanne, der mit seiner jungen Frau bei deren Vater zu Besuch geweilt hatte. Ferner fand man tot zwei Schweizerinnen, ein Fräulein Strrcky auS Lern w* eine Kammerzofe aus Montreux. In dem zertrümmertem Wagen befand sich auch der Ehef der Walliser Festung St. Maurice, Anillerie-Oberst Dieiler; er erlitt starte Quetschungen, der Jnstruktions Offizier Ebessex ans Montreux einen Beckenbruch, der Ärtill erie-Lentnant Merian aus Basel einen Beinbrauch. Sechs «nbe«e Passagiere trugen leichtere Verletzungen davon Die Leichen wurden eingesargt und nach Lausanne «* Clärens gebracht. Der Materialschaden ist sehr |rofc In der ganzen Schweiz hat die Schreckensnachricht tiefen Eindruck gemacht.
Nekleme«- mb» «»zeigentert.
Schenken Sie Seiden-
stoffe zum Fest. Hochwillkommen für Blusen oder Ä Kleid Wundervolle Neuheiten. Porto- und zoll- ■ freier Versand an Jede mann. Muft i bet An- ■ gäbe des Gewünschten franko. Briefporto nach der ■ Schwei; 20 Pfg.
Seidenstoff Fabrik- Union
Adolf Grieder ft 6", Zürich E 6 I