30. Jahrgang.
fulda, Mittwoch, den 25. November 1903
Jtf 270.
Berlin, den 24. November 1903
DeutscbesReid)
Beter heiratete!"
Martin drückte mit dem Daumen die Äsche in seiner Pfeife nieder und schüttelte mit bedenklicher Mien.' sein graues Haupt.
„Sie find sehr siegesgewiß, Herrn Baron," sagte er, .Sie denken nicht an die schweren Kämpfe, die Ihne» bevorstehen! Nicht an den Spott Ihres OnkelS, an die Tränen der Mutter und an die härni- «chen Bemerkungen Ihrer guten Freunde."
.Nein, das alles wird mich in meinem Entschlüsse nicht erschüttern," unterbrach Dagobert ihn ruhig, „unbeirrt versolge ich meinem Weg, besten Ziel das
Lange schallte der Förster mit sorgenvollem«,ck dem jungen Manne nach, der mit raschen, elasttschm Schritten seinen Weg fortsetzte; dann trat er ma einem tiefen Atemzuge den Rückweg zu seiner
Ohren predigen. .
% Zu dem reichhaltigen Kapitel: Soztal- demokrate« als Arbeitgeber wird aus Erfurt ein neuer Beitrag geliefert. Der Redakteur der sozialdemokratischen Erfurter .Tribüne', Sommer, fitzt in Haft. Die Verwaltung deS Blattes gewährt ihm aber nicht die Mittel, um Selbstbeschäftigung zu erlangen. Sie ist deshalb von verschiedenen Parteiblättern an-
sonders Neues und Originelles und zweitens ist sie praktisch ganz bedeutungslos. Ob z. B. Herr v Rottenburg für die Simultanschule schwärmt oder nicht, das ändert an der preußischen Schulpolitik nichts Die Rede würde wohl kaum beachtet worden sein, wenn der offiziöse Telegraph es nicht für nötig befunden hätte, sie zu verbreiten Der Reichsbote glaubt in gewohnter Selbstgerechtigkeit zu den Ausführungen von Rottenbergs über die Pflege der Nächstenliebe in der Schule bemerken zu muffen: „Sündigt die katholische Kirche durch ihre Verketzerung der Protestanten dagegen, so wird das durch dre Simulianisierung der Volksschule nicht gebessert." In der katholischbn Schule ist von den Protestanten kaum die Rede Dagegen ist es notorisch, daß die protestantische Schule im Religionsunterrichte mit Haß und Vorurteilen gegen die Katholiken angefüllt und ihnen vom katholischen Glauben und Leben immer nur die gehässigsten Zerrbilder vorgestellt werden.
(**) F«r de» konfessionellen Friede« tritt ein süddeutscher evangelischer Geistlicher ix einer Zuschrift an die .Kreuzztg.' lebhaft ein. Katholiken und Protestanten seien nun einmal als getaufte Christen Geschwister eines Hauses. I Man solle die Streitaxt begraben. Es gebe I genug andere Feinde, deren gemeinsame Bekämpfung im Interesse der Kirche liege. Dte religiösen und sittlichen Notstände schreien zum Himmel. Es fehle doch nicht an so manchen katholischen Geistlichen und Bischöfen, die genau so patriotisch empfänden, wie andere gute | Deutsche. Man habe nicht den Eindruck, daß sie heuchelten, ja es hieße fie grundlos verdächtigen, wenn man ihnen einen aufrichtig dem Kaiser und Reich zugewandten Sinn abfprechen wollte. Was hindere, mit ihnen gemeinsame Sache zu machen, um des Volkes geistliche Not zu hindern? Man sei aber heute in der Verbitterung so west gekommen, daß man den Wert lauterer Beweggründe gar nicht mehr erkenne. — Auch dieser süddeutsche Geistliche wird bei den Fanatiker» vom Schlage des Evangelischen Bundes tauben
Snzeigr»: vie ein fpaltige Petttzeiie oöti deren Baum 15 pfg Beklame» di« petitzeilr 25 pfg.; bei wieder Holungen wird rntspr.
Babatt gewährt.
Druck und Verlag dri zuldaer Actiendrnckc r e i in Zulda (Harmonie), zernfprecher Nr. '■>.
Wohnung an.
13 Kapstel.
Die Unterredung mit dem alten Mann hatte Dagobert aufgeregt, aber es war eine freudige Anregung ; Röschen wurde nun durch den Vater auf btt Werbung vorbereitet, und er zweifelte nicht daran, daß fie ihm morgen daS Jawott geben würde.
Um das Gerede der Seute kümmerte er sich mcht, nur die Entscheidung der Mutter machte ihm emige Sorge, er kannte ihren Stolz, eS kostete ihr vmm^- sichtlich große Ueberwindung, das Kind eines Förster» als ihre Schwiegertochter anerkennen zu sollen.
So sehr er sie auch liebte, so gerne er auch« allen anderen Dingen chrem Willen sich unterwarf, diesen Aerger konnte er chr nicht ersparen, eS war ihm unmöglich, seiner Liebe zu entsagen.
Aber vor ) einer Werbung wollte er der Mutt« seinen Vorsatz offen bekennen; wenn fie fernem Muck । das Opfer bringen konnte, das et von ihr forderte, so war dies ein mächtiger Faktor zur Unterstützung sein« Wttbung. m ,, v
Er achtete nicht auf den Weg, während er über daS alles nachdachte und die herrlichen Lustschlöffer für die Zukunft baute; so geriet er immer tiefer in den Wald hinein.
Was sollte « auch zu Hause? Seine Mutter plauderte dott mit dem Jugendgeliebten, und de» beiden jungen Mädchen Gesellschaft zu leisten, rühlte er sich jetzt nicht aufgelegt.
Er erinnerte sich allerdmgs, daß er noch zur Stadt mußte, um sein dem Srasin Morray gegebenes ««- | sprechen eivzulösen, ab« damit hatte eS noch Zest, «
trschetttt tä-lich, mit Ausnahme d« Sonn» ans Feiertage, viertel» MtLBtiugsprei« »hue vrttrgnlohn und fleftellgeld in 8»lda und ourwirt» 1 Bll. 50 pfg.
verantwottlich« ;chriftlett«:A. Wetzl«
Ob im neuen Reichstage die alte ständige Be- 'chlußunfähigkeit herrschen wird? Wir fürchten ehr. Anfangs mag sich ja einiger Eifer zeigen, aber er wird bald Nachlassen. Die gleichzeitige Tagung verschiedener Einzellandtage, besonders des bayerischen, wird die Leere im Reichstage ganz besonders „gähnend" machen. Ob es bald Diäten gibt? Man hört nichts davon.
was ufi tutt und lasien iM, und Rös^n weiß b^ I tragen müssen, wenn wir beide unglücklich werde«. X » «",«"« “ÄW*■ «'■ u-b--. I »di-- - «uf M-d-,s-d-n, ___________,
dies muß ich die Geliebte täglich sehen und mtt ihr plaudern können, fie versteht mich, sie wird mich geduldig machen und den Zorn in mir bezwingen.
Und an den guten Ruf meines Kindes denken
Aas Majorat.
Roman von Ewald August König.
46 ------ (Rachdruck v «boten.)
.Sie ist die Tocht« Ihres DiennS!"
„Sie ist die Tocht« eines ManneS, den ich achte »nd ehre, d« mst freier Stirn jedem gegenüber treten kann."
.Ich danke Ihnen, Herr Baron," sagte Matti« in tief« Bewegung, „fein schöneres Zeugnis lönnen Sie mir ausstellen, ab« die Sachlage wird darum nicht anders. Röschen ist die Tocht« eines Mannes, d« in Ihren Diensten steht, ein Mädchen ans niederem Stande —"
„Bah, wenn mir das gleichgiltig ist, was geht es die anbaen an?"
„Baron Kurt!"
„Hat mir nichts zu befehlen!"
„Er ist noch immer Ihr Vormund."
„Er wird es nicht mehr fein, wenn ich mein Erbe angetreten habe!"
„Ihre gnädige Frau Mama —"
„War selbst eine Bürgerliche, als fie meinen
S Die .Preußische Korrespondenz'will zu der Erklärung ermächtigt sein, „daß alle Mitteilungen über einen bevorstehenden Aufenthalt des । Kaisers im Süden auf Erfindung beruhen". Demgegenüber veritcheru mehrere Blatter, das sei nicht ridjtig. Der Plan habe bestanden, i wenn er auch noch nicht fest beschlossen war. Es sei auch nicht ausgeschloffen, daß er im Laufe des Winters noch verwirklicht werde. Es sei zwar richtig, daß von den Aerzten eine solche Reise niemals als unumgänglich notwendig bezeichnet worden fei. Dagegen sei bre Annahme | nicht abzuweisen, daß der Kaiser lelbft an die Reise in ein milderes Klima zur Erholung und Kräftigung nach der Operation gedacht habe und wohl noch denke.
X Prinz Eitel Friedrich von Preußen unternimmt nächstens einen Jagd Abstecher nach Schloß Haag bei Geldern, zu welchem ihn der Schloßherr, Graf von und zu Hoensbroech, em- qeladen hat. Gelegentlich des Jagdaufenthaltes wird d« Prinz die in der Nähe belegenen Hoensbroech'fchen Besitzungen in Augenfchem nehmen. Zu diesen Besitzungen gehört nun u. a. auch das Schloß Blyenbeck bei Goch unweit Geldern, aber schon auf holländischem Boden liegend. Das Schloß wurde von dem Grafen den Jesusteik für die Zeit ihrer Verbannung aus Deutfchland als Zufluchtsstätte .überlassen. Prinz Eitel Friedrich wird daher beim Besuche dieser Besitzung auch mit den Jesuiten in Berührung kommen. Darob sind der Berichterstatter und der ,Reichsbottt in bange Sorge geraten. „Was weiter geschieht, wird die Folgezeit lehren", sagt der Berichterstatter und redet allerlei Weisheit über die Jesuiten und das
werd? roiffen^ '^daß szur* Beurteilung des I gegriffen worden. Verlag und Preßkommiffion
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mit dem Wesen und den Zielen des Ordens r,*‘m ^^nftenren fei und seiner Geschichte gehört," und dann zählt er rasch die Schandtaten der Jesuiten vom 30 jährigen Kriege bis zum Kriege von 1870 auf. Der Fanatismus mancher Leute macht einen förmlich kindischen Eindruck.
* Die Rede des Universitäts-Kurators Dr.*v. Rotteuburg in Bonn wird in der Preffe viel kommentiert. Ein Grund dazu liegt kaum vor. Erstens enthält die Rede mchts be-
Sie dabei nicht!" ,
„Wenn ich kein GeheimmS daraus mache, daß Röschen meine Brant ist —"
So wird Ihnen memanb das glauben!
"Mögen die Leute daS halten, wie sie wollen, der A«g«, daß Röschen meine Gattin wird, soll chnen nicht erspart bleiben. Hege ich keine Bedenken, wes- yalb wollen Sie sich damit quälen? Röschen kann Ihnen nicht teurer sein, als fie mir ist, halten Sie sich überzeugt, daß ich jeden zur Rechenschaft ziehen «erbe, d« es wagt, eine beleidigende Aeußerung über fie fallen zu taffen. Und nun lassen Sie mich allein weit« gehen, ich fühle da-Bedürfnis, mitmetnenGedanken allein zu fein, kehren Sie zu Roschen zurück und wenn Sie wollen, bettchten Sie chr, waS ich Ihnen gesagt habe. Ich w«de morgen wieder kommen und mir das Jawort holen, ich liebe eS, meine Entschlüsse rasch auszuführen."
@r hatte bei den letzten Worten dem atten Mann die Hand geboten, d« Först« hielt sie mit feftem Druck in der seinen, seine Stirne war sorgenvoll um-
Eine Militärvorlage soll erst im nächsten Jahre kommen. Gleichwohl scheint nicht einfach das alte Quinquennatsgesetz auf ein Jahr verlängert, vielmehr jetzt schon im Etat eine Erhöhung der Präsenzstärke gefordert zu werden, und zwar hinausgehend Über das, was bisher darüber verlautete." Eine Zeitungskorrefpondenz meldet, der nächste Militäretat werde sich außerhalb des Rahmens eines Quinguennats halten, was doch wohl heißen soll, er werde ansehnliche Mehr- sorderungen bringen. Eine Militärvorlage ist auch das neue Militärpensionsgefetz, das den Etat mit fast 20 Millionen neu belasten soll. Die Debatte darüber wird sich wohl sehr ausdehnen, weil es an noch weitergehenden Forderungen nicht fehlen wird und das ganze militärische Pensionierungsoerfahren zur Sprache kommen dürfte. Ebenfalls eine halbe Militärvorlage ist die Novelle zum Servisgesetze. Auch sie wird natürlich höhne Ausgaben bringen, teils infolge der Erhöhung des Wohnungsgeld' Zuschusses/teils infolge Veränderung der Ortseinteilung. Es wird ja auch nicht an Abgeordneten fehlen, die die Bitte der Gemeinden um Versetzung in eine höhere Seroisklaffe unterstützen. ' „ . .
Die Börsenleute werden sich freuen über die Novelle zum Börsengesetze, die aber ihre Herzenswünsche kaum befriedigen dürfte. Angeblich foll auch eine Vorlage wegen Ermäßigung der Börsensteuer in Aussicht fein. Ob der Reichstag | sich darauf einlaffen wird, erscheint angesichts der I heutigen Finanzlage doppelt fraglich. In den letzten Tagen ist aus den Ausschüffen des Bundesrates das Gesetz über die kaufmännischen Schiedsgerichte wieder 'aufgetaucht, das zu heißem Streit Anlaß geben dürfte wegen der Frage, ob besondere Kaufmannsgerichte gebildet oder diese an die Gewerbegerichte angegliedert, oder mit den Amtsgerichten verbunden werden sollen.
An weiteren Vorlagen, die über kurz oder lang an den Reichstag gelangen sollen, find noch ! genannt worden: eine Novelle zur Seernanns- ordnung und der Gesetzentwurf über den Privat-
I Versicherungsvertrag. Ob fie in dieser Tagung schon kommen, «scheint recht fraglich. In noch weiterem Felde dürft-n verschiedene sozialpolitische Vorlagen, wie die über den Versicherungszwang für Privatangestellte und üb« weitere Einschränkung der Frauenarbeit in Fabriken liegen. Der sich« zu erwartende Arbeitsstoff wird ja auch ohnehin für die Tagung ausreichen. Daneben werden es die Parteien wohl auch nicht an eigenen gesetzgeberischen Vorschlägen fehlen lasten. Sie kommen ja mit neuem Eifer zurück.
Zum Präsidenten des Reichstags wird natürlich wieder Graf Ballestrem gewählt werden. Die eine Vizepräfidentenstelle wird wohl dem konservativen Abg. Grafen Uba zu Stolberc wieder zufallen. Wer für den nicht wiedergewählten nationalliberalen Abg. Büfing die andere erhält, steht dahin. Sing« oder sonst einer der Genosten «hält sie sich« nicht. Die Sozialdemokraten werden ja Anspruch auf einen Viz« Präsidenten «heben, aber über diesen Anspruch wird man glatt zur Tagesordnung üb«gehen.
lichen Redakteuren sei die Verwaltung nur zur Zahlung des vollen Gehaltes verpflichtet, die Tragung der Kosten für Selbstbeschäftigung od« -Beköstigung während ein« eventuell zu ver- büßenden Gefängnisstrafe sei ausgeschloffen. Es habe selbstverständlich jeder Redakteur nach Verbüßung einer Gefängnisstrafe einen entsprechen- den Erholungsurlaub «halten, ohne daß dies im Kontrakt festgelegt ist. Dem Geschäftsführer Stegmann habe Sommer auf eine Frage, wie es mit
% Der Reichstag
ip nunmehr endlich auf den 3. Dezember, also auf Donnerstag der nächsten Woche, einberufen worden. Was d« Grund für die lange Hinauszögerung der Bekanntmachung des Einberufungs- Termins war, ist unbekannt. Man hat auf die Operation des Kais«s als Grund hingewiefen; das klingt aber nicht recht stichhaltig, da ja längst bekannt war, daß die Wunde in wenigen Tagen vollständig werde geheilt fein. Hatte man den Etat und andere Vorlagen noch nicht fertig, fo wußte man doch schon, daß man bis anfang Dezember damit fertig fein werde. Vielleicht hatte man überhaupt keinen rechten Grund für die Verzögerung, sondern verzögerte eben.
Vor Weihnachten bleiben dem Reichstage für | feine eigentlichen Beratungen keine 14 Tage. Außer d« ersten Lefung des Etats wird wohl nur noch die Vorlage wegen Verlängerung des deutsch- englischen Handels - Abkommens erledigt werden. Muß man doch wegen der Wahlen mit einander abrechnen, und außerdem ist in der Zeit nach Schluß der vorigen Session so viel geschehen, worüb« sich reden läßt und deshalb geredet werden muß, daß an Stoff kein Mangel ist. Die Sozialdemokraten werden natürlich ihren 3 Millionen Wählern entsprechend lange und kräftige I Reden hatten zu müffen glauben. Glücklicher-' weise haben sie auch ihre sehr schwache Seite, und das ist Dresden. Die Konservativen scheinen sich diesmal an den Angriffen auf die Regierung besonders lebhaft beteiligen zu wollen; die .Kreuzztg/ hat schon so etwas angebeutet. Sie sind hauptsächlich deshalb unzufrieden, weil die Regierung bei den Wahlen aus ihrer Passivität nicht herausgetreten ist und nicht die Parole a us- gegeben hat: „Gegen die Sozialdemokratie!"
Wie imm«, wird die Zeit zwischen Weihnachten und Ostern fast ausschließlich von d« etatib«atung in Anspruch genommen werden. Die 81 Genoffen werden sie noch mehr auszudehnen bemüht sein, als bisher schon. Wiewohl bisher noch kein neuer Handelsvertrag abgeschlossen worden ist, darf man doch damit rechnen, daß d« eine ober anbere bem Reichstage noch in biefer Tagung zugehen wird, lieber ihr Schicksal etwas zu prophezeien, wäre vor- eilig. Wenn die Sozialdemokraten, wie fie übermütig angekündigt haben, keinen auf gründ des neuen Zolltarifes allgeschloffenen Vertrag zustande kommen laffen wollen, so w«den wir wieder heftige parlamentarische Kämpfe erleben, ab« sich« wird man ber randalierenden Genossen schließlich ebenso Herr w«den, wie im letzten Winter.
Die sonstigen Vorlagen, die der Reichstag zu «warten yat, find so ziemlich alle bekannt.
verweigern werden; wollen Sie mir diese Zusage geben?'
„Die Leute sagen schon jetzt, ich habe aus Hochmut meine Tocht« üb« uns«en Stand hinaus erzogen; wie Wöben sie urteilen, wenn ich in diese Verlobung einwillige?" _
„Lallen Sie sich von dem Utteü der Leute letten?
„Nttn, aber mein Kind wird darunt« leiden müßen!"
„Ich rate niemandem, üb« meine Braut ein unliebsames Wott zu äußern!" fuhr Dagobttt aus.
„Ins Gesicht wttd Ihnen daS niemand sagen, ab« hint« Ihrem Rücken."
„War ich nicht weiß, macht mich nicht Hertz, und RöSchen wird sich auch üb« solches Gerebe hinwegzusetzen wißen, dem ja nur der Reid zu Grunde liegt."
„Rttd, ja, das ist es", nickte d« Först«, „ab« gerade d« Neid «sinnt die größten Bosheiten."
„Ich fürchte das alles nicht, ich »«lange nur Ihre Zusage, alles weitere dürfen Sie mir gettost übnlaffen!"
„Wenn Röschen sich stark genug fühlt, dieses große
„Jesus Sirach spricht: Was Du tust, bedenke das Ende!" versetzte er mit gepreßt« Stimme, „bedenken Sie auch, überlegen Sie alle» wohl, ehe Sie «ne Entscheidung treffen, die rückgängig zu machen Ihre Ehre Ihnen verbitten würde!"
„Ich tabe es überlegt, Martin", «wiberte Dago» b-tt ruhig, „ich kenne die Stürme und Kämpft, die mit bevorstehen, ich werde ihnen die Stirne bitten, um Röschen und mich glücklich zu machen. Bewegen
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da/ich Ihnen geschenkt habe, und die Verantwortung I nach zwei Stunden hmrttt.
an Jyr« Sette glücklich zu »«ben, wie könnte ich bann bem Glücke meiner Kindes entgegentreten?" „Diese Antwott genügt mir."
„Ich gebe Ihnen zu bebenken, baß Sie noch zwei Jahre Watten müßen, bevor fie sttbständig handeln können; warten Sie auch so lange mit Ihrer Verlobung, He« Baron!"
„Wozu?"
Sie werden uns allen manchen A«g« und manche Sorge dadurch eriparen. Sie stellen Ihre Besuche ein, ob« ich schicke Röschen wieder zu meiner Schwester, so schwer er mir auch fällt, mich wieder von ihr trennen zu sollen."
„uiwemi urijuiyc tu,- ■»»■» •'•ji—• -u—« i „Verlangen Sie alles anbere, nur ut NI
Mück meiner Lebens ist. Und ich hoste, daß Sie | fiel Dagobert dem Först« ab«mals ms Wort, „ich mich unterstützen und mir die Hand Röschens nicht Ijjabe keinem Menschen Rechenschaft zu geben über das,
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