30. Jahrgang.
felda, Samstag, dm 21. November 1903
।, Crstes Blatr <
Deutsches Reich,
Abschaffung des Börsenregisters und des Termin- Handelsverbots zu beantragen, sondern sich, ohne viel Aufsehen zu erregen, mit dem Augebotenev zufrieden zu geben. Andernfalls könnte die Vorlage ernstlich gefährdet werden
Bestimmung setzt man sichtlich an der Börse große Hoffnungen. Man denkt damit um das ganze erbot des Terminhandels in Getreide herumzukommen. Man treibt dann nur rnehr„Liefe- rungshandel" und nicht „börsenmäßige Termingeschäfte" in Getreide. Bisher hatte man sich ja zur Umgehung des Gesetzes schon das „börsenmäßige Lieferungsgeschäst" ausgedacht, mit dem sich aber das Reichsgericht nicht befreundm wollte. In Zukunft gedenkt man unbekümmert um das Terminhandels-Verbot Getreide-Termingeschäfte zwischen „Erzeugern" und „Verbrauchern", sowie zwischen „Personen, die gewerbsmäßig den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten betreiben," unter der Firma „Lieferungs-Geschäfte" zu machen.
Der Reichstag wird aber da wohl noch ein Wort mitsprechen. Ob sich überhaupt eine Mehrheit für die Novelle findet, steht einstweilen dahin. Da mehrere hervorragende Parlamentarier, die an den Grundlagen des Börsengesetzes nicht rütteln lassen wollen, die Ber- befferungsbedürstigkeit in einzelnen Punkten zugegeben haben, halten wir die Annahme einer sich in bescheidenen Grenzen haltenden Novelle nicht für ausgeschloffen. Man wird aber auch peinlich genau zusehen müffen, was man tut. Denn die Herren von der Börse find sehr findig und entdecken leicht ein Loch zum Durchschlüpfen, wo der Gesetzgeber nicht entfernt das Durchschlüpfen zu gestatten gedachte. Sie find Meister im Umgehen der ihnen unbequemen Gesetze und in der Erfindung neuer Formen für die alte Sache. Was haben sie, als das Börsengesetz in Kraft trat, nicht sür Kniffe ausgeheckt, um chm zum Trotze zu tun, was es verbot, und zu unterlaffen, was es gebot! Also der Reichstag muß die Augen offen halten und darf nicht zu gutmütig Rin. Auf das Jammern und Klagen verstehen sich die Börsenleute ja ausgezeichnet. Wenn man chnen glauben wollte, wäre an allem wirtschaftlichen Unglück, das Deutschland seit 8 Jahren getroffen hat, allein das Börsengesetz schuld. Es hat verschuldet, daß das Börsengeschäft daniederliegt, chm ist der wirtschaftliche Niedergang in letzter Zeit in Rechnung zu setzen und nicht minder ist es Ursache der zahlreichen Schwindeleien von Bankdirektoren usw., die die Gerichte beschäftigt haben. Der wahre Sitz des Schmerzes ist aber: seit dem Erlaß des Börsengesetzes beteiligt sich das „Privatpublikum" nicht mehr so reichlich an der Spekulation wii früher und kann deshalb auch nicht mehr so ausgeplündert werden.
Die Preste des Bundes der Landwirte hat immer gedroht, wenn eine Börsengesetznovelle käme, so würde von den Landwirtsbündlern Verschärfungen der geltenden Bestimmungen statt der Abschwächungen beantragt werden. Nachdem bei den Neuwahlen die eigentlichen Landwirtsbündler aus demReichstage verschwunden find, wird darauf vielleicht verzichtet werden. Den Freunden der Börse aber kann man nur raten, ja nicht mit Anträgen aus weitere „Erleichterungen" zu kommen, insbesondere nicht die
WaS kümmerte es die Leute, wen« er das schöne Mädchen liebte? Nicht einmal seiner Mutter räumte er die Berechtigung em, ihm einen Borwmf daraus za machen, er folgte der Stimme seines Herzens und dachte nicht lange darüber nach, ob die Stimme der Vernunft damit in Einklang stand.
Das Rollen eines Wagens weckte ihn aus seinen Träumen, iw nächsten Augenblick rief eine bekannte Stimme seinen Namen.
Es war der Rittmeister v. Schwind, der im offenen Wagen mit seiner Tochter nach Eichenhorst fuhr, um der Einladung der Baronin Folge zu leisten.
Der alte joviale Herr lächelte geheimnisvoll, als er Dagobert, der jetzt neben ihm ritt, die Hand reichte.
„Sie waren gestern Abend im Rathauskeller, sahen mich aber nicht", sagte er, und es klang wie leise Ironie anS dem Tone, den er anschlug, heraus. „Es war wohl ein seqr fideler Abend."
„Ich kann's nickt behaupten", erwiderte Dagobert, den di-se Frage peinlich berührte, „wir gingen in den „Pariser Hof", und ich fühlte mich nach dem Souper so ermüder, daß ich vorzog, dort zu übernachten."
„Darf man fragen, wer der Herr ist, der Sie be- glettete?"
„Gtai Morray aus Ungarn." ,
Der Ri'tmeister blickte gedankenvoll in die Ferne hinaus und ließ den Schnurrbart ewiaemal durch die Finoer gleiten.
;, „Er hat auf wich keinen guten Eindruck gemackt", sagte er.
Befremdet schaute D-gobert, der unterdeffen mit Leontine sich unterhalten hake, den albn Herrn ua.
Was finden Sie an ihm auszusetzev? fragte ,r.
„ES liegt in seinem Blick etwas, das nur richt gefällt: ick glaube, er hat keinen guten Charakter "
So rafck darf man nicht urteilens sagte Dagobert, der fick sofort derselben Erklärung Theodo erinnerte: ick war den ganzen gestrigen Tag mit ihm zusammen rmd habe gefunden, öob er nicht 'mir ein liebenswürdiger Gesellschafter, sondern auch jeder Zoll em Edelmann ist."
Berlin, den 20. November 1903.
* Ein längerer Aufenthalt des Kaisers int Süden ist, wie nach einer Meldung der .Potsdamer Korrespondenz' aus dem Neuen Palais verlautet, für die nächste Zett geplant. Das Weihnachtsfest soll indeffen in hergebrachter Weise im Neuen Palais gefeiert werden. Dieser Nachricht gegenüber weist die,Post' auf die von den behandelnden Aerzten herausgegebenen Krank- heitsberichte hin, aus denen mit absoluter Sicherheit hervorgeht, daß hier ein durchaus gutartiger, normal verlaufender Prozeß vorliegt. Uebrigens ergibt sich das auch schon aus der Nachricht stlbst, denn wenn der Zustand des Kaisers zu irgendwelchen Besorgniffen Beranlaffung gäbe, würde natürlich sofort etwas geschehen und nicht erst einige Monate gewartet werden. Wenn dieser Plan eines Aufenthaltes im Süden, der, wie das genannte Blatt erfährt, noch durchaus nicht beschloffeue Sache ist, verwirklicht werden sollte, so darf man auch hierin kein Moment der Beunruhigung erblicken, sondern diese Maßregel nur zurückführen auf den dem Kaiser gegebenen Rat der Aerzte, sich noch zu schonen und gerade in der rauhesten Zeit des deutschen Winters, im Januar und Februar, ein mildes Klima aufzusuchen. Es darf als sicher gelten, daß bis dahin die Operationswunde völlig geheilt ist.
* Die Vereidigung der Nekrnten des Gardekorps, der sonst der Kaiser persönlich beizuwohnen pflegte, findet in diesem Jahre auf Befehl des Kaisers durch den Generalobersten von Hahnke in üblicher Weise statt. Heute vormittag erfolgte die Vereidigung der Rekruten der Potsdamer Garnison im großen Exerzier- schuppen. Die Kaiserin wohnte der Feierlichkeit bei. Morgen folgt in Berlin die Vereidigung für die Garnisonen Berlin, Spandau, Char- lottenburg und Gr.-Lichterfelde um 10 ühr vormittags im Lustgarten vor dem Königlichen Schlöffe.
* Das deutsche Reich ist in Gefahr. Der ,Hannov. 6urier' erfährt die für das ganze deutsche Reich lebensgefährliche Tatsache, daß etliche aus Nancy von der kulturkämpferischen französischen Regierung ausgewiesene Nonnen in elsaß- lothringische Klöster aufgenommen wurden und wenn sie naturalisiert find, da verschiedene die französische Staatsangehörigkeit haben, auch dort bleiben dürfen. Etwas dnartiges ist so unerhört, daß natürlich alle immer für die Sicherheit des deutschen Reiches bedachten liberalen
„Nun, ich kann mich ja irren", erwiderte der Rittmeister achselzuckend, „im allgemeinen gebe ich viel ans den ersten Eindruck, und als ein alter Manu, der stets mit offenen Augen um sich blickte, habe ich manche Eriahrnng gemacht."
„Der erste Eindruck täuscht oft," sagte Leontine, der die Wolken ans der Stirn Dagoberts nicht entgingen, „der Herr Baron wird nicht so unvorsichtig jein, sich innig an einen Menschen annschlichen, bevor et ion nicht geprüft hat."
„Ich danke Ihnen, gnädiges Fräulein," erwiderte Dagobert, „in der Tat, diese Unvorsichtigkeit werde ich nicht begehen."
„Die Vorsichtigen können am leichtesten hinter- gangen werden," brummte der Rittmeister.
„Das ist bei mir nicht zu befürchten," lockte Dagobert. „Uebrigens bin ich unbesorgt, ich wüßte nicht, in welcher Weise ich von diesem Herrn hinter- gangen werden könnte."
„Verzeihen Sie, wenn ich als alter treuer Freund Ihrer Mama Sie au die Vergangenheit erinnere. Die Möglichkeit ist nicht ausgeschloffen, daß man auch deute wieder einen Versucher Ihnen zur Seite gibt, um Sie aus Wege zu führen, auf denen Sie Ihr Erbe verlieren können! Denken Sie an die Bestimmungen des Familienstatuls; sobald ein Makel euf ihrer Ehre ruijt, bleiben Sie von bet Erbfolge ausgeschlossen. Ich weiß nicht, ob meine Beiürchtungen begründet sind, aber ich betrachte es als Freimdespflicht. Sie zu warnen!"
Dagobert konnte dem alten .yeiru wegen dieser Warnung nicht zürnen, die er jedem ander-»n als persönliche Beleidigung angerechret haben würde. Wesha b hatte Graf Morray ihm die Zigarre gegeben, die seine Sinne betäubte ? Hatte er diese Wirkung voraus gekannt und beabficktigt? Weshalb hotte er ihn zum Spiel ausgefordert?
Ihm erscKe-. das alle« jetzt in einem ganz anderen Lichte. Aber sein Verbarg erhielt dock wieder einen Stoß durch die Erinnerung daran, daß Gras Wrrray sich geweigert hatte, den Gewinn ht Empfang zu nehmen.
[] Das vörsengejetz,
noch dem die Börsenleute und ihre Preffe so lange gefeufot haben, hat am Donnerstag glücklich die Znsti mmung des Bundesrates gefunden. Wie ein Berichterstatter wiffen will, soll es noch vor Wechnachten mit dem Etat und der Vorlage über die Verlängerung des deutsch-englischen Handelsprovisoriums dem Reichstage zugehen. So sehr eilt das wohl nicht. Jedenfalls ist nicht Lnznnehmen, daß der Reichstag es nun auch mit der Erledigung so überaus eilig haben werde.
Die .Deutsche Tagesztg.', der das Gesetz nicht gefällt, meint ärgerlich, nun werde die Börse „Mansche oben" sein. Das scheint aber nicht. Jedenfalls hat die Nachricht von der Zustimmung des Bundesrates zu dem Gesetze auf die heutige Berliner Börse durchaus nicht „ani- mierend" gewirkt. Man sand, daß die „Erleichterungen", die das Gesetz der armen gedrückten Börse bringt, doch gar zu geringfügig seien, als daß mgn sich besonders darüber freuen könne. So ganz wertlos muß es aber doch auch wohl nicht sein; denn sonst hatte man sich doch über sein langes Ausbleiben nicht so bitter beklagt. Den Inhalt kannte man doch, um sich darüber keinen Illusionen hinzugeben. Die Kühle, die man zur Schau tragt, ist wohl hauptsächlich darauf berechnet, dem Gesetze nicht unnötige Gegnerschaft zu erwecken. Wenn man jubelte, könnten mißtrauische Leute auf den Gedanken kommen, das Gesetz möchte am Ende den in solchen Dingen sehr findigen Börsenherrschaften mehr bieten als ihnen zugedacht war, und nun Einspruch erheben.
So viel bekannt, will die Novelle nur in einigen mehr nebensächlichen Punkten, die unerwartet Mißstände hervorgerufen haben, Aende- rungen treffen. Es soll der frivolen Geltendmachung des Spieleinwandes durch Börsen- und Bankleute unter Berufung auf die Nichteintragung in das Börseregister begegnet, bei Schuldanerckemmngen und Abrechnungen einiges geänbert werden und bergt Das Streben der Börse richtet sich bekanntlich auf die Abschaffung des Börsenregisters und des Verbotes des Ter- minhanbels in Getreide rc. Daß der Reichstag darauf eingeht, ist natürlich ganz und gar ausgeschlossen. Die Regierung hat sich deshalb auch von vorn herein nicht" darauf einge- laffen. Nach den Beschlüssen, die in den Konferenzen beim Handelsrninifter gefaßt wurden und die in das Gesetz übergegangen zu fein scheinen, soll ein gewisser Terminhandel, sofern es sich nämlich um ernstliche Lieferungen handelt, zwischen den Erzeugern der Ware und den Verbrauchern, sowie zwischen solchen Personen, die gewerbsmäßig den Handel mit den betreffenden Erzeugnissen treiben, gestattet sein. Auf diese
Blätter davon ihren Lesern Kenntnis geben. Man hört förmlich den Schmerz dieser liberalen Helden in dem Schlagworte: Zentrum ist Trumpf! Jesuiten möchte man hereinlassen, Nonnen läßt man herein, da dürste die Welt, nämlich das Reich, nicht mehr lange existieren. Vielleicht findet ein geschickter liberaler Preßmann oder Parlamentarier doch einen Weg, wie man diese furchtbare Gefahr abwenden kann. EinigeHoffnung hegt noch die liberale .Münchener Ällg. 3tg/, welche erfahren haben will, daß „die elsaß- lothringische Verwaltung in eine eingehende Prüfung der Staatsangehörigkeitsverhältniffe der Betroffenen eingetreten ist, bis zu deren Ad lau' die Vollstreckung der Ausweisung verschoben wurde". Nun ist Deutschland wieder gerettet. Die Münchener Tante atmet wieder auf: „Danach erledigen sich einstweilen alle die Kommentare über angebliche Nachgiebigkeit der Regierung gegenüber Zentrumswünschen."
(:> Die Präsidial Wohnung des Abgeordnetenhauses ist, wie ein Berichterstatter meldet, zum Teil vom bisherigen Präsidenten von Kröcher und seiner Familie bezogen worden. Das ist doch seltsam. Konnte Herr v. Kröcher denn nicht abwarten, bis er von dem neuen Abgeordnetenhause als Präsident wiedergewählt wird? Er ist doch nicht zum Präsidenten auf Lebenszeit erwählt worden!
% Zum Falle Biedermann schreibt der Polizeipräsident v. Hellmann in Posen der ,Posener Zeitung': „Die Behauptung, es stehe fest, daß eine Anzahl von Schutzmännern der Stadt Posen sich eines strafbaren Verkehrs mit dem Verleger Biedermann schuldig gemacht haben, ist unwahr. Weder bei der gegenwärtig gegen Biedermann schwebenden, noch bei einer der früheren gegen ihn eingeleiteten strafrechtlichen Untersuchungen, noch bei irgend einer anderen Angelegenheit ist jemals behauptet, ge- schoeige denn erwiesen worden, daß Schutzmänner oder andere Beamte der Königlich«» Polizeiverwaltung zu Posen den Biedermann gegen oder ohne Entgelt mit Nachrichten für fein Blatt bedient haben." Weiter teilt das Posener Polizeipräsidium mit, in Sachen Biedermanns und des Redakteurs v. Rakowski wegen Bestechung handele es sich allein darum, daß diese den Gefängniswärter in Wronke bestochen haben. Andere Beamte seien weder bestochen noch überhaupt in diese Angelegenheit verwickelt worden. Das Polizeipräsidium habe gegen die ,Posener Zeitung' sowie gegen den ,Kuryer PoznanSki' und gegen den .Wielkopolski' bereits den Strafantrag gestellt. — Nach diesen Erklärungen wird man gut tun, den Ausgang der Gerichtsverhandlungen Über dieBiedermann'schen Machenschaften abzuwarten.
% Die Genossen unter sich lieben bekanntlich einen angenehmen Umgangston. Unter der anmutigen Ueberschrist „Eine Lausbuberei" schrieb die »Leipz. Volksztg.': „Die Mainzer Volksztg.' sangt sich die Behauptung aus den Fingern: „Dir Genoffen Eisner und Stampfer haben den Ausschluß Mehrings und Jaeckh au8
Oder war es dabei nur auf die Revanche abgesehen, die de» Spielteufel wieder in chm wecken sollte?
Er preßte die Unterlippe zwischen die Zähne, starr ruhte sein Blick ans dem Herrenhause, das m der Ferne sichtbar wurde.
„Sie sind so füll geworden", sagte der Ritt "elfter, „hat meine Warnung Sie verletzt?"
„Im Gegentell, ich bin Ihnen dankbar dafür, wenn ich auch jetzt noch nicht an ihre Begründung glauben kann", erwiderte Dagobert mit erzwungener Ruhe ... „Um eins bitte ich Sie, sagen Sie Mama nichts von Ihren BesLrchttmgen, sie würde sich beunruhigen. Ich habe ja drüben auch meine Erfahrungen gemacht, jo leichtgläubig wie in meiner Jugend bin ich nicht mehr, ich werde ernst prüfen, bevor ich dem Grafen volles Vertraue» schenke."
„Ich zweifle nicht daran", sagte der alle Herr, „übrigens habe ich ja nur eine Möglichkeit auSge- sprocken, und es veisteht sich von selbst, daß ich Ihre Mütter nicht damit beumuhigen werde. Da wäre« wir ja," führ er fort, als der Wagen in die Lindenallee einbog. „Sine schöne Besitzung, Herr Ba»nl ich kann wir benten, mit welcher Ungeduld Sie sich danach sehnen, hier selbständig wirtschaften zu können'"
„Leider wird dieses Sehnen noch lange währen, ehe es Erfüllung findet", erwiderte Dagobert mit einem tiefen Seufzer.
Der Wagen hielt, Dagobert stieg aus den, Saite l und übergab kein Pferd bau Lutscher, dann führte e selbst die Gäste in den Fckgel des HaüseS, den sein: Mütter bewohnte.
Baronin Adelgu-de empfing die lleinc Ges llfcho t in iorent Boudoir, Dagobert entfernte sich da s da-ans wieder, um für ein Frühstück Sorge M trage- -
Aus diesem Wege begegnete chm Thcvcore, sie fragte ihn nach dem Namen bei schönen Mädchens, da- sie im Wagen flüchtig gesehen hatte.
„Leontine v. Schwind", erwiderte Dagobert, „rme sehr liebenswürdige junge Dame. Du würdest vrellttchr eine Freundin gewinren, wenn Du ihre Bekanupchaft machen wolltest."
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Roman von Ewald AugustttSni,.
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(Fortsetzung aus dem zweiten Blatt.)
Er hätte ihm lieber daS Geld gezahlt, nun war er durch Verpflichtungen an ihn gekettet, sein Vorsatz, de» Hazardfpiel fern zu bleiben, wurde dadurch über den Hausen geworfen.
Fm übrigen mißfiel ihm der Graf nicht. Im Gegenteil, er hatte einen durchaus günstigen Eindruck auf ilju gemacht, er glaubte auf die Freundschaft dieses Edelmannes stolz sein zu dürfen.
In dem Gasthause angelangt, in dem fein Pferd Ö, schwang et sich in den Sattel, langsam und in denken versunken schlug er den Heimweg ein.
D« Rat, den Graf Morray ihm gegeben hatte, gefiel ihm nicht, es war Unfriede g nng in Haus Eichenhorst, und Baron Kurt ließ sich nicht Der» drangen.
Gleichwohl war er enischloffen, fein Recht als Erbe zu wahren und keine Anordnungen gutzuheißen, die mit feinen Anschauungen nicht übereinstimmten.
Und dann gedachte er auch Röschens, die er gestern «icht g-s h?n hatte, und zu der sein Herz ibn un- witerstehlrch hinzog.
Er hatte schon manche Stunde in der Waldeinsamkeit mit ihr verplaudert, ihr reiches Wiffen ihre SemütStiese. ihr einfaches, natürliches und dennoch «istokra ifches Wesen bewundert; ihr schönes Bild »ar seinem Herzen tief emgeprägt, u.d er wußte, daß auch sie ihn gerne kommen sah.
Daß berettS ine Leute über seine häufigen Be> suche im FSesterhanse sprachen, ahnte er nicht, und wenn er eS gewußt hätte, würde er mit einem Achstl- Scken darüber hinweggegcmgen fein; was kümmerte » faches Gerede, er war gewohnt, zu handeln, wie Sh« und Gewissen eS ihm geboten.