Einzelbild herunterladen
 

Maer

verantwortlicher

u

Erscheint täglich, Mit Ausnahme der Somt« Znd Feiertage. viertel- Ehrl. Bezugspreis ohne vringerlohn und Aeftelgeld in Fulda und «rwSrtr \ Mk. 50 pfg

rchrifUeiter:Zos.Ba«m

J. parzeller in Fulda. Wochenbeilage: „Illustrierte Sonntagszeitung

Zeitung

Monokbeilage: „Fuldaer Geschichtrblätter".

Anzeigen: Vie enn spaltige Petitzeile oder deren Raum ;s Pfg. Reklamen die petitzeil« 25 pfg.; bei wieder- Holungen wird entfpr. Rabatt gewöhrt.

Druck und Verlag der Fuldaer Acttendrucker^ in Fulda (Harmonie!

Fernsprecher Hx. 9.

fllldcl, Donnerstag, den 5. November 1903.

30. Jahrgang.

zu finden, wenn es fich darum handelt, den Ver-

Neklame«- **> U»zei,e«teil.

Literarisches <

ladungen und Anmeldungen stets ganz genau,-... x

sein. In vollständige Unruhe kann z. B. folgende der Pionier Schulz aus Wesel gewesen sei, Einladung versetzen: „Bei schönem Wetter er- 1 1 “ ~ ' " ' ’ ~

einem Geschütz und vor dessen Bedienungsmann­schaft. Ich hatte keine Waffe in der Hand, ver­lor aber keine Sekunde die Geistesgegenwart, rief den Dänen mit lächelndem Gesichte guten Morgen zu und fügte: „Nun aber keinen Schuß mehr, Leute, ihr seid sonst verloren," und zeigte dabei auf die bereits dicht an der Schanze angelangte Sturmkolonne. Die Bedienungsmannschaft war nun so verblüfft, daß sie ohne weiteres vom Ge­

läuf einer Begebenheit festzustellen. Auch die amtlichen Darstellungen entsprechen nicht immer dem wirklichen Hergang oder geben widerstreitende Schilderungen. So erzählt z. B. die Geschichte des westfälischen Pionier-Bataillons Nr. 7, daß der erste Preuße, der beim Düppeler Sturm am 18. April 1864 die Schanze VI erklomm,

redungen getroffen oder es ist Jemand krank. Man vermeide daher alle diese Ueberraschungen grundsätzlich, nicht allein als Logiergast, sondern auch, wenn man als Tischgast ankommt. Kann man sich vorher anmelden, soll man es nie unter­lassen. Klar und deutlich zeige man Tag und Stunde an. Es ist ja eine so kleine Mühe, die man wirklich nicht scheuen soll. Sie wird sich reichlich lohnen; denn mit viel freudigerem Herzen und manchmal auch freundlicherem Gesichte wird man empfangen werden. Daher: Immer prä­zise, — auf die Minute!

wollte, Herr Hauptmann, waren Sic am träumen. Vie riefen: Kellner, noch ein Rostrippchen 1 Da habe ich noch eine halbe Stunde gewartet, um Ihnen Zeit zu lassen, das Bestellte zu verzehren."

* Raffiniert. Kunde: „Weshalb haben Sie tarnt einen Musikautomaten im Kontor, stört er nicht beim Arbeiten?" — Geschäftsinhaber: „O, im Gegenteil I Die -Damen an der Schreibmaschine fallen unwillkür­lich in den Takt der Mufik und leisten auf diese Weise bas Doppelte."

schütz zurücktrat, auch von den einzelnen dabei stehenden Infanteristen keiner versuchte, uns zu überwältigen oder niederzuschießen. Der Gefreite Romey war nun zwischen die Dänen getreten.

(Aus der,Köln. Ztg/)

kamen die Geheimrats doch nicht. Die Zeug- niffe waren zu schlecht gewesen. Die fremden Kinder hatten dadurch sich, aber auch mir die Ferienzeit gründlich verdorben. Hätte doch ihre Mutter mir frühzeitig eine präzise Antwort ge­geben!

Wie die Antworten, so sollten auch die Ein-

I während die Geschichte des Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiements dies für drei seiner Angehörigen in Anspruch nimmt. Diese Angaben sind beide unrichtig. Der erste Stürmer auf Schanze VI war der damalige Sergeant der 3. Kompagnie des westfälischen Pionier-Bataillons Nr. 7 Gustav Schulz, der jetzt als Rechnungs­rat in Wiesbaden lebt. Er erzählt seine Erlebniffe wie folgt: „Auf das Kommando Marsch, Marsch! stürmte zunächst die 11. Kompagnie des Regiments Königin Augusta aus der Parallele hervor. Unmittelbar hinter der 11. Kompagnie folgte die 3. Pionier-Kompagnie. Ich war, da ich damals sehr leicht und ein guter Springer war, der Pionier-Kompagnie sehr bald voraus­geeilt und kam ungefähr 10 bis 15 Schritt hinter der Schützen-Kompagnie am Grabenrand der Schanze VI an. Als ich mich nun, durch das schnelle Laufen vollständig erschöpft, am Graben­rande der Schanze niedcrwarf, lag rechts neben mir der Gefreite Romey, der eine fchwarzweiße Flagge an einer langen Stange trug. Ich forderte nun den Gefreiten Romey auf, mit in den

Der erste Preuße aus de« vüppeler Schanzen.

Unter den Teilnehmern am dänischen Feldzuge 1864 hat der Tod schon gewaltige Lücken gerissen, und so wird es immer schwieriger, Augenzeugen

vermischtes.

* Mailand, 3 Nov. 1903. Der gewiß seltene Fall, daß eine Millionärin einen Bahnwärter heiratet, ereignete fich dieser Tage in Verona. Ein Fräulein Colo, Tochter eines verstorbenen Stadt­rates, die zwei Millionen Franken Mitgift besitzt, ver­liebte fich in den Bruder ihrer Dienerin namens Peretti, einen einfachen ehrlichen Arbeiter. Die Brant wollte, daß die Hochzeit mit großem Pomp ge­feiert werde; insbesondere wurde die Kirche mit Tep­pichen und Blumen herrlich auSgeschmückt. Der glück- liche Ehemann ist 25 Jahre alt, seine Frau etwaS älter.

* Der Streik der Berliner Adresseufchreiber, von bim man bei der kärglichen Entlohnung dieser Erwerbskiaffe nicht hätte annehmen sollen, daß er längere Dauer haben werde, ist immer noch nicht bei«

Aus die Minute.

„Sind das aber nette Leute. Wie man da ausgenommen und bewirtet roirb! Man braucht sich nur anzumelden und wird mit offenen Armen empfangen!" Wie ost hört man Damen mit diesen Worten vom Besuch nach Hause kommen. Jawohl, wenn man sich angemeldet hat. Wie geht's aber umgekehrt? Diese Frage beantwortete vor einiger Zeit in der ,K. 23.' jemand in folgenden interessanten und beherzigenswerten Ausführungen.

.... „Ihrer liebenswürdigen Einladung, während den Festtagen des Männergesang­vereins bei Ihnen zu logieren, werden wir mit dem größten Vergnügen und bestem Danke Folge leisten. Freitag nachmittag 4 Uhr treffen wir

warte ich Sie morgen Nachmittag 4 Uhr im Stadtpark zum Kaffee." Ja, wann ist eigentlich schönes Wetter? Viele betrachten nur dann es als solches, wenn die Sonne vom wolkenlosen I Himmel herunterstrahlt. Manche nennen einen gelinden Regen „das schönste Wetter", weil er den Staub vertilg». Wie viele Abstufungen gibt es dazwischen, die man ebenso gut schlecht wie schön nennen kann.

Unangenehm wirkt auch eine Postkarte, welche folgende Einladung bringt: „Recht freundlich und herzlich bitte ich Sie, morgen mit unS eine Partie in dir Rhön zu machen. Wir erwarten Sie bestimmt mit dem 3 Uhr-Zuge." Ja, welcher Zug ist nun gemeint? Der, welcher gegen 3 Uhr in B. ankommt, oder derjenige, welcher um dieselbe Zeit hier abfährt? Immer sei auch der Tag oder das Datum genau ver­merkt. Irrtum veranlassen kann die Einladung: „Bitte Sie für morgen usw." Die Karte trägt den Poststempel deS heutigen Tages, kann aber

Mann aber macht seine Zustimmung von den Zeugniffen der Kinder abhängig. Fallen diese nicht gut auS, so wird er strenge darauf be­stehen, ihnen für die Ferien jedes Vergnügen zu entziehen, zumal eine so große Freude, rote der Auf­enthalt bei Ihnen sein würde. Einen festen Bescheid kann ich Ihnen, liebe Frau D., vor Schluß des Se­mesters also nicht geben. Hoffentlich können wir dann aber überlegen, ob wir im Anfang oder am Ende der Ferien Ihre Güte in Anspruch nehmen." Als mir die Tragweite dieser unbestimmt.« Zu­sage klar wurde, weinte ich bittere Tränen. ’Jtun konnte ich gar keine Pläne für die schöne Herbstzeit machen. Ich wußte nicht, ob ich den Besuch erwarten konnte oder nicht. Trotzdem war ich gebunden. Fünf bis sechs Personen Logierbesuch verlangen zudem Vorbereitungen, welche sich bei beschränkter Dienerschaft nicht so rasch und leicht erledigen lassen: darum mußte ich sie auf alle Fälle treffen. Mein Mann hatte mir für dm Herbst eine Reise versprochen. I Allein zu reifen ist ihm keine Erholung. Darum trifft er seine Dispositionen gerne frühzeitig. Konnte ich nicht, so schloß er sich einem Freunde an. Sein Urlaub war bemessen, ich wünschte nicht, daß er auch nur einen Tag davon ver­liere, also — ich mußte verzichten. Schließlich I

auf dem Bahnyofe ein. Zu Mittag speisen wir im Zuge und bei unserer Ankunft bitten wir nur um eine Taffe Tee. Samstag mittag sind wir zum Diner bei H.'s. Den Abend werden wir wohl allesamt das Konzert besuchen. Nach dem- selben speist mein Mann mit alten Freunden im Vereinslokal. Sonntag Mittag nimmt er am Festessen teil, den Abend verbringen wir, mit gütiger Erlaubnis, in Ihrem lieben Streife. Montag Morgen mit dem Zuge 9.15 Uhr müssen wir leider fort, da mein Mann abends in S. ein Konzert dirigieren muß. Wir freuen uns sehr" usw. . . .

Welche Annehmlichkeit für uns bildete diese Stelle eines Briefes, der als prompte Antwmck auf unsere Einladung eingelaufen war. Wir ersahen daraus deutlich, wann unsere lieben Gäste ankamsn, wann sie uns wieder verlassen würden, wußten klipp und klar, wann sie bei uns zu Tisch sein würden, wann nicht. Genau konnten wir alle unsere Vorkehrungen im Vor­aus treffen. Diese Annehmlichkeit wird be­sonders jede Hausfrau zu schätzen wiffen.

In welch' unangenehme Lage versetzte mich dagegen vor einiger Zeit eine andere Zusage: „Sehr gerne werde ich einige Zeit bei Ihnen verbringen. Ob die nächste oder übernächste Woche, kann ich noch nicht bestimmen, werde Ihnen aber am Tage meiner Ankunft Zug und Stunde telegraphieren." Da saß ich und wußte gar nicht, was anfangen. So viel stand fest, für die nächsten vierzehn Tage war ich an's Haus gebunden, konnte nichts unternehmen. Jeder Tag war ja möglicherweise der Tag der Ankunft, und ich mußte mich bereit halten, den Besuch zu empfangen. Für die nächste Woche war die große Wäsche angesetzt. Konnte ich sie unternehmen oder mußte sie unterbleiben? Ich mußte doch meine dienstbaren Geister frei haben, wenn der Gast kam. Aber wenn es nächste Woche nicht geschah, wann konnte es dann fein? Dank meiner unpräzisen Freundin waren Vor- kehrungen unmöglich und meine nächste Zukunft in Schleier gehüllt.

Ich schuldete Frau Geheimrat B. Verbind­lichkeiten. Auch ist Herr Geheimrat der Vor­gesetzte meines Mannes. Vorigen Sommer lud ich nun Frau B. ein, mit ihren vier Kindern die ersten vierzehn Tage der Herbstferien bei uns auf dem Landgute zu verbringen. Darauf wurde mir folgende Antwort zu teil: „Mit großer Freude nehme ich Ihre liebenswürdige Einladung für die Kinder und mich an. Mein

Keil's Rechts-Bibliothek. Heft 8. „Die Jnvaliden- unb Alters-Versicherung." Nach bem Jnval.« Bersicher.-Gesetz vom 13. Juli 1899. Bearbeitet von Johann Linblau. 6. Auflage. 64 Seilen. Brosch, unb geh. 30 Pfg. Trier, PaulinuS- . Druckerei.

Ganz ähnlich, wie wir bei Erwähnung der Unfall- Versicherung bemerkt haben, verhält es sich mit der Verfolgung ber Ansprüche aus der reichsgesetzlichen Alters- unb Invaliditäts-Versicherung: aus den gelernt» zerchneten Gründen geht mancher Veteran ber Ardett ber ihm zustehenben Rente verlustig. Wohl fragt manchmal ber Alte oder Invalide hie und da um Rat; aber die Betreffenden find oft selber in solchen Frage» mcht bewandert, und so haben viele Anträge nicht den gewünschten Erfolg, mtb Bedürftige kommen um die Wohltat des Gesetzes. Daher entspricht dieser gemein­verständlich gehaltene Leitfaden einem entschiedenen Bedürfnisse ber Aufklärung. In knapper, praktischer Form belehrt er über alle einschlägigen Fragen. Den Schluß bitten eine Reihe sehr nützlicher Muster und Formulare zu Eingaben und Anträgen bei den Be­hörden. Allen Interessenten kann die Anschaffung dieser so klaren Erläuterung nur bestens empfohlen werden.

I gelegt, unb es hat auch nicht den Anschein, als ob er in Kürze ein Ende nehmen werde. Vor dem bedeutend- sten Institute biefer Art Hierselbst steht Tag für Tag eine Anzahl Streikender, um „Zuzug fernzuhalten". Es find zum Teil recht abgehärmt aussehende Gestalten, deren AeußereS schon Mitleid zu erregen vermag; um so mehr, wenn richtig sein sollte, was sie behaupten: baß ber Arbeitgeber einen Profit von 200 bis 800 Prozent einstecke, sie aber mit Hungerlöhnen besolde. Der Streik wird außerordentlich hartnäckig geführt. Der Jnhaher bes Jnstitus, der sich in den'ersten Tagen des AusstanbeS den Unannehmlichkeiten desselben durch eine Reife entzogen hatte, lehnt bis jetzt alle Forde­rungen ber Streikenben nicht nur ab, er hat auch seine ursprüngliche Bereitwilligkeit: in Verhanblungen ein­zutreten, roieber zurückgezogen, so daß nicht abjusehen ist, wie beide Teile fich roieberfmben sollen. Einstweilen werben bie Ausständigen von ber hiesigen GewerkschastS» kommifsion unterstützt, obschon sie keiner Arbeiter» organisation angehören. Eine vielleicht wertvollere Unterstützung gewähren ihnen Krankenkaffen und ®t» werkschasten durch Arbeitsaufträge, bte ihnen Be­schäftigung und Verdienst verschaffen. Wenn ihnen diese Arbeiten dauernd und ausreichend gesichert werden unb sie infolge dessen vielleicht zu einer Art Genoss n» schäft fich vereinigen würde, so könnte der Ausstand einen für den Arbeitgeber unter Umständen recht über« raschenden Ausgang nehmen: er verlöre dadurch nicht nur die Arbeiter, sondern wohl auch einen erheblichen Teil feiner Aufträge. Man scheint so etwas zu ver­muten, denn bte Streikenben wollen bis zur Bewilligung ihrer Forderungen ausharren.

* Jatereffaute» aus Schulbüchern. Die ,Allg. Fischerei-Ztg.' bringt Auszüge aus einem Artikel, den Prof. Dr. Eckstein in Ebersmald« unter dem ironischen Titel „Fortschritte" jüngst in der ,Deutschen Jägerztg.' veröffentlicht hat. Es handelt sich dabei um natur­wissenschaftliche Kuriosa, die sich m einzelnen Schul» büchern, so namentlich in dem in Preußen eingeführten Deutschen Lesebuch von Hopf und Paulfick finden. Ueber den Karpfen sagt Hopf und Paulfick für die Quinta 1903 auf Seite 226: Die Jungen schwimmen in ganzen Scharen »eben der Mutter her uno ver­speisen den Schleim, den diese ausschwitzt, just wie die Ziegenlämmchen und Kälbchen die Milcy ihrer Alten als erste Kost trinken. Vom Hecht heißt es daselbst auf Seite 228: Einmal hat er auch eine Wasserratte verschluckt. Er war dabei so lang und schwer geworden wie ein zehnjähriger Knabe. Aehn- lich, sagt zum Schluß die genannte Zeitschrift, find Mitteilungen über einzelne Vögel und Säugetiere, sedaß man sich nur darüber wundern kann, wie der­artige Bücher tote Hopf und Paulfick bereits die 50. Auflage erlebt haben, ohne daß es einem der vielen Lehrer eingefallen ist, gegen so aufgelegten Unfinu Einspruch zu erheben.

* Wahrsagerin — wunderbar. — Tochter: „Heute war eine Zigeunerin hier, die auS dem Kaffee­satz wahrsagte, Mama!" — Mutter: „Nun, und?" — Tochter: „Denke Dir, sie hat auch sogleich herauS- gefunden, daß der Kaffee mit Surrogat versetzt war!"

* Ein gutes Herz. Hauptmann: „Warum hast Du mich nicht um 5 Uhr geweckt, so wie ich es Dir befohlen habe?" — Bursche: „Als ich Sie wecke»

ebenso gut gestern Abend wie heute früh ge-....... ..... ...» m utll

schrieben fein. Ganz ungehörig ist folgende Graben hinunter zu springen, was er auch nach Anmeldung: „Ich komme Mittwoch, im Laufe kurzem Besinnen tat. Unten angelangt, legte er des Tages, zu Ihnen." Wir verlangen dadurch sich aber nieder. Als ich dies fah, sagte ich: von den Freunden den ganzen Tag sür uns in Kommen Sie schnell mit, hier könnte eine Mine Bereitschaft zu sein. angelegt sein, und wenn die von der Schanze

Ein Brief meldet uns: „Wenn wir Montag aus angezündet wird, dann fliegen wir beide in nach Fulda kommen, werden wir nicht verfehlen, die Lust. Ich drückte mich nun durch eine Tie gleich auszusuchen und demgemäß gegen ein Pallisadenöffnung hindurch unb kletterte an der Uhr bei Ihnen eintreffen." Es sind gute Be- Brustwehr der Schanze empor, Romey, mit der kannte meines Mannes. Wenn fie erscheinen, Flagge in der Hand, folgte mir nach. Nachdem müssen wir sie zum Mittagessen einladen. Richte wir ungefährder Höhe erklettert hätten, legten wir ich mich nun danach ooer nicht? Kommen sie uns nieder.Kanm lagen wir aber,da wnrdeübernnsern oder bleiben sie zu Hause? Unter die Rubrik Köpfen ein Geschütz abgefeuert, das jedenfalls sehr tief „Nicht präzise" kann man auch alle Besuche rech- gerichtet war, denn das Geschoß streift die untere nen, welche unangemeldet und unerwartet kom- Seite der Schießscharte und wir wurden mit Erde men, sogenannte freudige Ueberraschungen. Im überschüttet. Schleunigst krochen wir nun etwas kleinen festgeregelten Haushalt erregen solche Be weiter links und ich noch einige Fuß höher, so suche fast immer große Störungen, Unbequemlich- daß ich mit meinem Kopfe höchstens 3—4 Fuß feiten und viel heimlichen Aerger. So überraschte unter der obern Kante der Brustwehr, Romey mich einstmals meine Schwester, welche von D. ungefähr 2 Fuß tiefer neben mir und dieschwarz- angereift kam. „Ich hatte gerade freie Zeit, es weiße Flagge zwischen uns lag. Hier lagen wir lag keine Abhaltung vor; da wollte ich mir und nun ungefähr 1—2 Minuten ganz allein, über« Dir die Freude machen, setzte mich flugs auf den blickten das ganze Sturmfeld, sahen das geschlossene Zug, und da bin ich." Unter anderen Umstän- und geordnete eilige Herannahen der eigentlichen den wäre es mir wirklich eine große Freude ge- Sturmkolonne und wie die Kartätschladungen und wesen. Jetzt aber war das Fremdenzimmer schon fonftige Geschosse in sie einschlugen. Endlich — von einer Freundin meiner Töchter in Anspruch bie Zeit dehnte sich in meiner Lage zu einer genommen. In Folge dessen mußte mein Sohn Ewigkeit aus — sah ich, wie etwas weiter rechts, fein Zimmer räumen und im Hotel Wohnung von Der Schanze aus gesehen, der Pionier Schulz nehmen. Angenehm war das für uns alle nicht, über die Pallisaden der Grabensohle kletterte und

Ein andermal hatte ich meinen Koffer schon gleich hinterher Leutnant Bendemann folgte, gepackt, um eine Freundin für ein paar Tage zu Schulz, der etwas schwerfällig war, kletterte nun besuchen. Da kommt plötzlich meine gute, alte an der Brustwehr empor. Leutnant Bendemann, Tante mit Sack und Pack an. Wir hatten sie der viel gewandter war, folgte und hatte ihn auf schon oft zu uns eingeladen; aber sie scheute stets ungefähr derHälfte derHöhe erreicht. Nun sagte die Beschwerden der langen Reise. „Nun aber ich zu dem neben mir liegenden Romey: „Jetzt habe ich mir ein Herz gefaßt. Angemeldet habe vorwärts, dann sind wir die ersten." Ich erhob ich mich nicht, ich weiß ja, ich bin Euch stets mich und ergriff bie zwischen uns liegenbe Flagge; willkommen. Da wollte ich mich an Euerer Romey erhob sich auch sofort und faßte, als ich Ueberraschung und Freude weiden." Gewiß, es auf die Brustwehr sprang, gleichfalls die Flagge war uns eine große Freude, wurde aber bei mir mit an, und drückten wir beide diese eilig in die doch sehr gemindert durch den Gedanken an meine Erde. Wir standen nun ganz allein dicht neben Freundin, welche mich fest erwartete und ber ich nun abtelegraphieren mußte.

Aber auch im üppigsten mit reichlicher Diener­schaft versehenen Haushalt kann ber unerwartete Bekannte ober Verwandte nie wissen, ob fein überhaupt nicht — ober unpräsis — angemeldeter Besuch nicht unliebsam empfunden roirb. Die Familie ist nicht in ber Stimmung, Freunde zu empfangen. Sie hat vielleicht andere Verab-

Die schmutzigsten Schürzen,

ShQ/tf rfitnl+fof von keinem

riafchmittel leichter, rascher und bequemer gereinigt 2?rden, als durch Kochen mit der überall so beliebten Gwlh S Teigseffe. Gibt der Wäsche einen angenehmen Geruchs Prers per Paket 20 Pfg. Fabrikant I. Giotb.