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Monatsbeilage: „Huldaer Geschichtsblätter
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30. Jahrgang
flllda, Samstag, den 24. Oktober 1903
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3. KÄ'S«. wsch-nb-ilage: „Illustrierte Sonntagszeitung
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Zeitung
Wochen-Rundschau.
D Fulda, 24. Okt. 1903.
(Nachdruck verboten.)
Am Montag traten unt r dem Vorsitz des Reichskanzlers, den später der Reichsschatzsekretär ablöste, die Finanzminister und andere Vertreter der Bundes- straten in Berlin zu einer Konferenz zusammen, um Finanzfragen zu erörtern. Der Reichskanzler legte mehrere, wahrscheinlich vom Reichsschatzsekretär ausgearbeitete Vorschläge zur Neuregelung der Finanzbeziehungen zwischem dem Reiche und den Einzelstaaten vor. Näheres ist über diese Reichsfinanzresormplane biS jetzt nicht bekannt. Man kann sich nicht gut vorstellen, wie die neue Reichsfinanzreform ohne neue Steuern sollte durchgeführt werden können. An solche ist aber von vornherein gar nicht zu denken, so lange sich nicht übersehen läßt, welche Mehreinnahmen der neue Zolltarif bringen wird. Und auch dann wird der Reichstag, so lange das Zentrum entscheidet, für neue indirekte Steuern auf den Müssender- brauch, insbesondere auf Bier und Tabak nicht zu haben sein. Nach den ,Berl. Pol. N/ soll di- grundlegende Reichsfinanzreform gegenwärtig noch nicht vorgenommen werden, sondern nur Vorsorge getroffen werde, daß in der Uebergangszeit bis zur Reform Die Finanzen der Bundesstaaten nicht geschädigt werden. Wie dann? Soll das System der Zuschußm leihen fortgesetzt werden? Eine Reichsfinanzresorm, die, wie die früheren Vorschläge, den föderativen Charakter des Reiches und das Budgetrecht des Reichstags verletzt, hat gar keine Ausficht. Die Finanzminister sollten vor allem auf Sparsamkeit bei den Heeres- und Marine-AuSgaben bedacht sein, daS wäre die beste Reform. Tuen fie -S nicht, so werden fie die Folge zu tragen haben.
Zu den preußischen Landtagswahlen hat nunmehr auch das sozialdemokratische Zentralwahlkomitee einen Wahlaufruf veröffentlicht. Ec zählt eine Unmenge von „Mindestforderungen" auf, die die Sozialdemokraten im Landtage vertreten würden, aber so lang er ist, von den eigentlichen Zielen der Sozialdemokratie sagt er kein Wort. Das entspricht nur der Praxis, die die Partei bei den Reichstagswahlen geübt hat und ist kennzeichnend für die Prahlerei der Genossen, die angeblich stets mit offenen Karten spielen. DaS Schweigen enthält das Eingeständnis, daß man dem Zukunftsstaat keine besondere Kraft zutraut und fürchtet, die Wähler abzuschrecken, wenn man die letzten Ziele enthüllt. Allzu große Hoffnungen setzt dasZen- tralwahlkomiree auf die Wahlen nicht. Bescheiden gesteht eS, daß es fick eigentlich nur um einen Versuch handele, um festzustellen, wieweit die Arbeiterschaft bei dem DrUklaflenwahlsystem einen Erfolg zu erringen vermag.
Die Ostmarkenzulagen haben bereits die Wirkung gehabt, die sich voraussehen ließ. Ganz- Kategorien von Beamten find unzufrieden, weil sie keine Zulagen erhalten, während sie überzeugt sind, ebenso kräftig für das Deutschtum zu wirken wie die Begnadeten. Von den Lehrern haben einige hundert, darunter vorzugsweise katholische, die Zulage nicht erhalten „aus disziplinarischen Gründen". Natürlich herrscht unter den Ausgeschlossenen große Unzufriedenheit, da fie überzeugt sind, daß die Verteilung nach Gunst und Willkür erfolgt sei. Strebertum und wachsende Unzufriedenheit sind die notwendigen Folgen deS Zulagensystems. Die Polenpolitik hat ein neues Fiasko zu verzeichnen.
In Bayern begann am Dienstag die Abgeordnetenkammer die Budgetberatung. Die Debatte, die durch den Abg. Dr. Schädler eröffnet 'wurde, gestaltete sich sehr umfangreich und erstreckte sich über die gesamten Verhältniffc des Lander und sein Verhältnis zum Reiche. Ein Hauptpunkt blldete natürlich der seit dem Schluß der vorigen Landtagssession ein- getretene Regierungswechsel. Minister v. Podewils verlas eine Erklärung des Gesamtministeriums, worin er betonte, daß die Krone sich gegen jede Einmischung in ihr Ernennungsrecht verwahre, und erklärte, daß der Rücktritt des Frhr. v. Crailsheim auf Differenzen im Ministerium über die Befugnisse des Vorsitzenden zurückzuführen sei, und mit der Parteipolitik nichts zu schaffen habe, und eine Ä-nderung in den Regierungsgrundsätzen dadurch nicht herbeigeführt worden sei.
In Elsaß-Lothringen haben die Ordensschwestern, die aus Frankreich dorthin geflüchtet waren, von der Regierung einen Ausweisungsbefehl erhalten. Es handelt sich meist um Schwestern lothringischer Abkunft, die nach Frankreich ausgewandert waren. Mit der Auswanderung haben fie die deutsche Staatsangehörigkeit allerdings verloren; sie hätte ihnen aber auf Verlangen bei ihrer Rückkehr wieder verliehen werden müffen, falls fie nicht die französische Staatsangehörigkeit inzwischen erworben hatten. ES ist versäumt worden, die Wiederaufnahme nachzusuchen, vermutlich weil niemand die Schwestern darauf aufmerksam gemacht hat. Die unterschiedslose Ausweisung aller Schwestern, unter denen sich hochbetagte Frauen deutscher Geburt befinden, macht begreiflicherweise unter den Katholiken der Reichslande böses Blut. Klug hat Herr v. Köller da zum mindesten wieder einmal nicht gehandelt.
In rOesterreich traf am Sonnabend König Leopold von Belgien zum Besuche des Kaisers Franz Joseph in Wien ein. Der König war gekommen, um
dem Kaiser den Nachweis zu liefern, daß d-e englischen Anklagen gegen den Kongostaat ungerechtfertigt seren. Der Empfang war sehr kühl und förmlich. — 3m böhmischen Landtage dauert die Obstruktion der Deut- chen gegen die Gcmeindew chlordnung an. So spüren ne Tschechen, die im Reichsrate nach Belieben Ob- truktion treiben zu dürfen glauben, auch einmal am eigenen Leibe, wie Obstruktion tut. In Ungarn soll die Krifis nun endlich ihrer Lösung nahe sein. Der frühere Finanzminister Lukacs hat die Neubildung des Ministeriums übernommen. Die Liberalen haben ein Militärvrogramm ausgearbeitet, das v. Lukacs beim Kaiser durchsetzen soll. Dann geht es erne Welle wieder bis zur nächsten magyarrschen Anmaßung. Koffuth hat die Absicht kundgegeben, daS Präsidium der Unobhängigkeitspartei niederzulegen, weil diese es ihm doch zu bunt treibt. Er will es aber behalten unter der Bedingung, daß die s. Zt. von ihm der Regierung gegenüber gemachten Versprechungen gehalten werden.
In Frankreich hat man von Mittwoch bis Sonntag das Vergnügen gehabt, daS italiensche Königspaar feiern zu können. Sm allgemeinen scheint die Freude in Italien roch größer zu sein als in Frankreich. Die Trinksprüche, die zwischen dem Präsidenten Louber und seinem königlichen Gaste gewechselt wurden, waren etwas kühl. Statt der „freundschaftlichen Gefühle", „herzlichen Beziehungen" usw., von denen man sonst bei solchen Gelegenheiten sprechen hört, war nur von „Annäherung" und „engem Einvernehmen" die Rede und natürlich auch von „Frieden" und „Zivilisation". Die französische Preffe hat den Besuch vielfach nicht nur gegen Deutschland, sondern auch gegen Oesterreich auszunutzen versucht.
In Italien herrscht andauernd lebhafte Erregung über den „Aufschub" der Reise des Zaren. Auch der Besuch des Königspaares in Frankreich hat nicht vermocht die Zarenabsage in den Hintergrund zu drängen. Daß die Befürchtungen der russischen Polizei die Verschiebung der Reise veranlaßt haben, und sonst nichts vorliegt, soll feststehen. Em Teck der italienischen Preffe sucht, unterstützt von französischen Blättern, Deutschland und Oesterreich für den Zwischenfall verantwortlich zu machen, sie sollen die Reise hintertrieben haben. Das ist natürlich Unsinn. Die italienische Regierung wird heftig angegriffen, weil sie die Schuld an der Absage tragen soll, da sie den Sozialisten nicht energisch genug entgegengetreten sei und ihre eigene Preffe Ungeschicklichkeiten habe begehen lasten. — Der hl. Vater hat den Monsignore Merry del Val zum Staatss kretär ernannt. Dieser
Kuropa
ist 38 Jahre alt und der Sohn eines Spaniers und einer Engländerin. Er war bekanntlich Sekretär des Konklaves. Seine Ernennung zum Kardinal wird am 9. November erfolgen.
In Makedonien soll nach Konsularberichten die Bandenbewegung lcngsam aufhören, der Terrorismus der Komitees gegen die bulgarische Landbevölkerung nachlaffen und die Ablieferung der Waff?n fortschreiten. Besonders scheint der herannahende Wmter seinen Einfluß geltend zu machen. Der Dynamitkrieg wird aber noch fortgesetzt. Inzwischen fahren dre Türken fort, die Aufständischen der größten Greuel gegen ihre Landsleute zu beschuldigen m.d ihren eigenen Truppen Wohlverhaltungszeugniffe von der Bevölkerung ausstellen zu lasten. Vielleicht liegen Die Dinge auch umgekehrt. Ferner rühmt die Pivrte ihren Eifer und ihre Freigebigkeit bei der Wiederherstellung eingeäscherter Dörfer. Für die Nichtausführung der Reformen hat sie immer neue Entschuldigungen zur Hand.
In Ostasien suchen die Russen den Japanern mit möglichst großer Machtentfaltung zu imponieren. In Port Arthur hielt der Statthalter Alexejeff eine Parade über 76 000 Mann ab, der alle Fremden beiwohnen dursten. Die Parade hatte ausgesprochenermaßen den Zweck einer Kundgebung gegen Japan. Angeblich wäre neuerdings die Stimmung in Japan ruhiger und friedlicher. England scheint Japan trotz deS mit ihm abgeschlossenen Bündnisvertrages im Stich lassen zu wollen.
In dem Streit zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten in der Alaska-Grenzfrage hat das Schiedsgericht nunmehr die Entscheidung gefällt. Da es sämtliche amerikanische Forderungen mit Ausnahme der auf den Portlandkanal bezüglichen anerkennt, ist man in Kanada sehr unzufrieden mit dem Spruch. Die beiden Vertreter Kanadas in dem Schiedsgericht, das außer diesen aus einem Vertreter Englands und drei Vertretern der Vereinigten Staaten bestand, haben sich entschieden geweigert, den Schiedsspruch zu unterzeichnen. Das hat jedoch auf die Giltigkeit des Spruchs keinen Einfluß.
vermischtes.
* Das Ende des Eiffelturms. Die Pariser sind ihres Eiffelturms überdrüssig. Der städtische Msschuß hat den Beschluß gefaßt, daß der mächtige Bau im Jahre 1910 mit dem Erlöschen der an dre Erffelturm- gesellschast vergebenen Konzession entfernt werden solle. Es sind daher verschiedene Pläne in der Ausarbeitung begriffen, um das Bauwerk nach einem anderen Platz
Sibirien—GHincr
zu schaffen. Unter anderem wird der Vorschlag gemacht, der Staat solle ihn ankaufen und irgendwo an einer französischen Küste als einen riesenhaften Leucht- rurm wieder errichten. Außerdem trägt man sich schon mit der Möglichkeit, ihn an einen ausländischen Kapitalisten loszuschlagen. Nach dem übereinstimmenden Urteil vieler war der Turm, dßsss bisher unerreichte Meisterstück einer koloffalen Eisenkdnstruktion, eigentlich auch noch im Jahr 1900 der Clou der Weltausstellung, und man sollte es den Parisern kaum zutrauen, daß sie sich leichten Herzens von diesem großartigsten Obelisken der Neuzeit trennen, besonders nachdem- er jahrelang auch der Wissenschaft^ erhebliche Dienste geleistet hat. m
* Der Jesuitenorden, der großen Anteil an dem Affbau und der Kultivierung der Louisianastaaten, sowie der gesamten nordamerikanischen Republik hat, wird auf der Weltausstellung in e> t. LourS 19 0 4 eine besondere Ausstellung ins Leben rufen. Diese wird aus vier Gruppen bestehen. Die erste wird in Mappen, Bildern, Büchern und Manuskripten vergangener Zeit Mitteilungen über die kulturelle Tätigkeit der nordamerikanischen Jesuiten-Mission in den letzten Jahrhunderten geben. Die zweite Abteilung soll die Tätigkeit der vierundzwanzig Jesuitenkollegien rn den Louisianastaaten schildern. Die dritte Abteilung umfaßt die Tätigkeit der Jesuiten an der Univ erfitätzu St. Louis und an den verwandten Instituten m Mnl- waukee, Chicago, Cincinatti, Omaha und Detroit. In der vierten Abteilung werden in Bildern, Büsten, Statuen, Zeichnungen berühmter Männer vorgeführt werden, welche ihre Erziehung und ihren Unterricht bet den Jesuiten genoffen haben. Unter diesen hervorragenden Persönlichkeiten werden sich die Dichter Tasso, Calderon, Mokiere und Corneille, ferner Descartes, Tilly, Conde, Wallenstein und verschiedene Päpste befinden, zu denen auch der Papst Leo XIII. zählt.
* Geleimtk A : „Glauben Sie, daß die Ehe zwischen dem Baron und der Baronin halten wird. — B.: „Gewiß, er ist ja der Geleimte!"
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Paris-Berlin-China.
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Die ersten Sendungen sibirischen Fleisches treffen in diesen Tagen in der Reichshaupfftadt ein. Es werden Drei Wagenladungen aus Kurgan erwartet, die gepökeltes Ochsenfleisch (von Tieren im Gewicht von 6 bis 7 Zentnern) in ganzen Vierteln knochenfrei, ferner Lebern, Zungen, Herzen usw. enthalten.
Diese kurze, einer Fachzeitschrift entnommene nüchterne Mitteilung zeichnet in prägnanter Weise die riesige Bedeutung, welche die Fertigstellung der sibirischen Eisenbahn mit ihren Fortsetzungslinien Z nach der Hauptstadt Chinas und den Häfen der Mandschurei besitzt. ES wird daher unsere Leser interessieren, einen Blick auf die sibirische Bahn und ihre Anschlußlinien in Europa sowohl wie in Asien zu werfen.
Die neu erbaute Linie der sibirischen Bahn zweigt bekanntlich von Ufa im äußersten Osten des euro< päischen Rußlands in östlicher Richtung ab, geht durch Westfibirien und q» der nordchinesischen Grenze ent- tang bis zur Mandschurei, die fie, südöstlich, in dieselbe einbiegend, in der Richtung nach Korea zu durchquert. Von Kirin im Zentrum der Mandschurei führt eine Bahnabzweigung nach Osten zu dem russischen Kriegshafen Wladiwostok am Großen Ozean (Japan-See); eine
zweite nach Süden durch die Halbinsel Liaiong nach dem russische» Kriegshafen Port Arthur, urd von dieser Stnie eine dritte Abzweigung in südwestlicher Richtung über Niutschwang nach Peking, der Hauptstadt Chinas.
In Europa hat der Anfangspunkt der fibirifcheu Bahn bei Ufa nach Westen zu über Moskau sowohl Verbindung mit Petersburg, als auch mit Berlin und Paris, also mit den Hauptverkehrszentren Europas. AuS diesen Anschlüssen im Osten wie im Westen resultiert die große Bedeutung diese« internationalen Schienenweges. Praktisch hat sich der Weltpostverkehr denselben auch sofort zu Nutze gemacht, indem vom 1. Oktober ab die chinesische Post auf diesem Ueber- landwege befördert wird, der gegenüber dem Seewege durch den Suezkanal eine ganz erhebliche Zettabkürzung gewährt. So werden die Briefsendungen aus Deutschland seit dem 1. Oktober nach folgenden Ländern OstasienS über die sibirische Bahn geleitet: 1. China mit Ausschluß des südlichen Teil«; 2. nach dem deutschen Schutzgebiete von Kiautschou; 3. nach Japan mit Ausschluß der Insel Formosa; 4. nach Korea. 68 bietet sich auf diesem Wege eine wöchent
lich viermalige Verbindung rach Peking, Tientsin, Tongkü und Tschifu und eine wöchentlich mindestens einmalige Verbindung nach Schanghai und nach Japan.
Etwas ein gehend er ist über diesen neuen Bahnverkehr solcendes zu berichten: Man fährt von Berlin täglich abends 7 Uhr 30 Min. vom Schlesischen Bahnhof über Warschau noch Moskau. Von dort geht viermal in der Woche, Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend, der sibirische Expreß- zu a, abwechselnd von der ruffischen Eisenbahnver- waltur» und der Cchlaswaqengesellschast gestellt. Die Züge kommen Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag in Irkutsk an. Von dort geh» mit der Bahn zum Baikalsee. Dieser wird irn Sommer mit dem Dampsschiff, im Winter mit dem Schlitten überschritten. Auf der anderen Seite des Sees finden die Reisenden in Myffowaja täglich gewöhnliche Züge nach dem Osten. Außerdem verkehren Donnerstag und Sonntag Expreßzüge nach Dalni, wo fie Mittwoch und Sonnabend ankommen. Dort ist Schiffsverbindung nach Port Arthur, Wladiwostok, Schanghai »sw. Die Reisenden nach Peking
verlaffen diesen Wagen in Taschitschau, nm nach Jnkau zu sahren. Dort muffen fie über den Fluß Laokhe setzen, entweder im Schiff oder im Schlitten. Die nordchinefischeBahn führt fie nach Schanheikwau, wo der Zug liegen bleibt und man übernachten muß. Nach , der Versicherung der Schlafwagen-Gesellschaft befindet sich dort ein gutes Hotel. Am anderen Morgen um 7 Uhr geht es über Tongku und Tientsin nach Peking, wo man abends 6 Uhr 30 Min. ei»trifft. Man kann also bereüs in der Hauptsache mit der Bahn von.Berlin nach Peking gelangen, wenn die Verbindung auch an mehreren Stellen durch daS Waffer unterbrochen wird. Beim E »tritt der kälteren Jahreszeit, wenn der Schlitten an Stelle der Dampfers treten soll, find Unterbrechungen jedenfalls nicht «rs- geschloffen.
Auf unserer beistehcnde« Karte, welche die Haupt- orte an der neuen Bahnlinie «nd die Anschlußstrecken deutlich verzeichntt, können die Leser die ne« hi de« Weltvnckehr eingefiigte Verbindung sehr deutlich ver- folgm.