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30. Jahrgang.

fulda, Mittwoch, dm 7. Oktober 1903.

sucht ein großer Unterschied.

Tuberkelbazillen

führen nur in bestimmten Fällen, d. h. sobald

Ernährung, Verdauung uiw. ungenügend sind,

beit so etwas einzuatmen, führt noch lange nicht Ernährung, Verdauung usw. ungenügend sind, mrLunaenschwindsucht; sonst müßten z.B. Aerzte, gteichzettig mit anderen Ursachen zur Schwind- die jahrzehntelang tuberkulöse Kehlköpfe unter- sucht und damit zu frühzeitigem Tode Em suchen sehr leicht und häufig erkranken was Tuberkulose-Heilserum für den Menschen muß nicht der Fall ist. Wenn jemand auf diesem erst noch von der Wissenschaft gefunden werden.

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Wege schwindsüchtig erkrankt, so hat sicher schon vorher eine in der Säuglingszeit erworbene tuberkulöse Herderkrankung vorgelegen, die unter besonderen hygienischen Mißständen in richtige Schwindsucht übergegangen ist. D i e t u b e r k u - löse Ansteckung bedeutet eben noch lange nicht tuberkulöse Schwindsucht! Je nach der Menge und Giftigkeit der eingedruugerien Bazillen kann es Monate, Jahre und Jahrzehnte

führt. Wenn dann in derEntwickelungszeit, nach er­schöpfenden Wochenbetten und nach zu starker In­anspruchnahme der Milchproduktion, zumal bei ungenügenoer Ernährung, wenn nach sogenannten Erkältungen, nach Ueberanstrengung der Muskel­tätigkeit, wenn unter ungünstigen Lebensbeding­ungen anderer Art, z. B. bei langdauerndem Aufenthalt in lichtarmen und schlecht gelüfteten Behausungen und bei unzweckmäßiger Ernährung Lungenerkrankungen eintreten, deren tuber­kulöse Natur nicht mehr zweifelhaft bleiben kann, dann haben wir es mit dem Beginn der Schwind­

einer tuberkulösen Ansteckung immer gleich die Anwartschaft auf unvermeidliches Siechtum und ein qualvolles Ende mitzugeben.

Die Gefahr der Uebertragung von Krankheits­keimen ist bei Brustkindern gering, dagegen sehr groß bei künstlich ernährten Säuglingen. Bei den vielen Manipulationen, die beispielsweise mit einer in großen Städten käuflicher Milch vorgenommen werden, ehe sie vom Kuheuter bis in das Haus gelangt, würde es ein wahres Wunder sein, wenn nicht gelegentlich krank­machende Keime die Milch und schließlich die Milchkinder infizierten.

Die von dem Redner angedeutele Entsteh- ungs- und Verbreitungsweise tuberkulöser In­fektionen legt für die Bekämpfung der Lungen­schwindsucht von neuem gewisse hygienisch-diäte­tische Gesichtspunkte nahe. Ein wesentlicher Fort­schritt in der Milchhygiene könnte schon dadurch angebahnt werden, daß man sich zur Pasteuri­sierung (ö. h. Erhitzung auf etwa 60 Grad und nachfolgende Abkühlung) schon am Pro­duktionsorte der Milch, und nicht erst an der großstädtischen Sammelstelle, entschließt. Man hat bei der Ernährung von Kindern in sehr

sucht zu tun.

Man darf also nicht von vornherein den

Urwähler der 3. Klaffe die Wähler der ersten und zweiten Klaffe verdrängen könnten. Wer keine Steuern bezahlt, wählt also unter allen Umständen in der 3. Klasse.

Wie wird gewählt?

Es findet zur Tätigung der Wahl eine Wahl­versammlung statt, die in ortsüblicher Weise be­kannt gemacht werden muß, unter Nennung der Wahllokale, des Wahlvorstehers und dessen Stell­vertreters. Bei Eröffnung der Wahlversammlung ernennt der Wahlvorsteher aus der Zahl der Ur­wähler 36 Beisitzer zum Wahloorstand. Nur wäyrend der Dauer der Wahlversammlung kann

):( Professor Behring über die Bekämpfung der Tuberkulose.

Am letzten Tage des Kongresses deutscher Naturforscher und Aerzte in Kassel hielt Exzellenz Professor Dr. von Behring-Marburg einen Vor­trag über seine neuesten Forschungen in der Be­kämpfung der Tuberkulose. Die wesentlichsten

IchrlftleiterrZosvauin

3. JÄÄ'«. w°chenb°i,°g°:Illustrierte Sonntagrzeitung

[] Sur preußischen Landtagswahl.

Die Vorbereitungen für die Abgeordneten- wählen zum preuß.schen Landtage sind im Gange. Wir geben in nachfolgendem eine kurze Dar­stellung der Landtagswahl, wie sie getätigt wird, wer wahlberechtigt ist rc.

Grundlage des Wahlsystems.

Die Wahlen zum preußischen Abgeordneten­hause sind indirekt und öffentlich, im Gegensatz zur Reichstagswahl, wo die Wahl direkt und geheim ist. Zwecks Tätigung der Wahl werden sogenannte Urwahlbezirke gebildet. Diese Ur­wahlbezirke wählen sogenannteWahlmänner". Die Wahlmänner eines Wahlbezirks wählen den Abgeordneten. Die Wahl der Wahlmänner er­folgt in drei Abteilungen oder drei Klassen, wie man sie nennt. Diese Klassen werden gebildet nach der Höhe der Steuern.

Wer ist wahlberechtigt?

Wahlberechtigt ist jeder selbständige Preuße, der 24 Jahre alt, im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte, nicht aus öffentlichen Mitteln Armen­unterstützung empfängt und in der Gemeinde, tn der er wählen will, mindestens sechs Monate seinen beständigen Aufenthalt oder Wohnsitz ge­habt hat. Unter selbständig ist hier zu verstehen, nicht unter Vormundschaft stehend oder in seinem Verfügungsrecht beschränkt sein. Es sind also auch Arbeiter und dienende Personen wahlberech­tigt. Das Wahlrecht ist also allgemein, d. h. alle Preußen ohne Unterschied des Standes sind mit den oben genannten Einschränkungen wahl­berechtigt.

Wo ist man wahlberechtigt?

In derjenigen Gemeinde resp. in dem Wahl­bezirke, wo man wohnt resp. in dem letzten Halbjahr seinen Ausenthalt gehabt hat. Es is notwendig, daß jeder sich überzeugt, ob er in der Wählerliste steht und welcher Abteilung er zugeteilt ist. Diese Urwählerliste muß in jedem Urwählerbezirke resp. in der Gemeinde 3 Tage lang zur Einsicht ausgelegt werden. Zeit und Ort der Auslegung muß im ortsüblichen Wege bekannt gemacht werden.

Urwahlbezirke.

Es muß aus jede Vollzahl von 250 Seelen ein Wahlmann gewählt werden, wohlbemerk nicht auf 250 Urwähler, sondern ohne Rücksicht auf die Zahl der Urwähler muß für jede 250 Seelen einer Gemeinde oder eines Bezirkes ein

Wahlmann gewählt werden. Der Urwahlbezirk muß mindestens 750 Seelen umfassen. Ge­meinden, die diese Zahl nicht haben, müffen mit anderen Gemeinden zusammen wählen. Die Wahlbezirke sollen so ein^eteilt werden, daß sie eine Bevölkerungszahl von 15001749 oder 750999 Seelen umfassen, so daß also 6 oder 3 Wahlmänner gewählt werden können. Au alle Fälle muß die Zahl der Urwähler durch 3 teilbar sein, entsprechend den 3 Klassen.

Die Einteilung der Klassen.

Diese erfolgt nach Maßgabe der zu richtenden direkten Staats-, Kreis-, Bezirks- Provinzialsteuern, und zwar so, daß sür Urwahlbezirk resp. für eine Gemeinde die samtsteuersumme zusammengestellt wird, diejenigen Urwähler, welche zu keiner Staats­steuer veranlagt sind, also weniger wie 900 Mk. Einkommen haben, wird allgemein ein Steuer­satz von 3 Mark in Ansatz gebracht. Die Ge­samtsumme wird nun in 3 Teile geteilt und die Wahlberechtigung erfolgt nach der Höchstbe­steuerung, z. B. in der ersten Abteilung wählen so viele der Höchstbesteuerten, daß das Drittel der Steuersumme erreicht wird. Ebenso geht es in den beiden anderen Abteilungen. Verringert sich jedoch durch die nicht zur Staatssteuer ver­anlagten Personen der 3. Abteilung und der für diese in Ansatz gebrachte Steuersatz von 3 Mk. die Gesamtsumme, die auf die erste und zweite Abteilung entfällt, so wird die erste und zweite Abteilung in der Weise gebiloet, daß jeder die Hälfte der wirklich gezahlen Steue'-summe zu­gewiesen wird. Es zeigt sich also hier, daß man möglichst verhindert hat, daß irgend der Fall eintreten könnte, daß die mindersteuerkräftigen

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verantwortlicher

lieren zu lassen.

Bei der Impfung der Kühe nun gehen, wie Behring mit Sicherheit festgestellt zu haben glaubt, Schutzstosse in die Milch über, welche aller Senl£nTüberSge roSen tonnen, und I Fehler begehen, Tuberkulose und Schwindsucht es Mibt vorerst nur übrig, ein Konservierungs- tn einen Topf zu werfen und mit der Diagno e VeÄm M diese Schutzstoffe ausfindig zu > »"**«« *»"« bte

machen, welches ihren Transport auf weite Strecken ohne Verlust ihrer Wirksamkeit gestattet. Die Lösung dieser Aufgabe glaubt Redner als nahe bevorstehend ankündigen zu können. Wie sich das Schutzimpfungs-Verfahren beim Menschen gestalten wird, darüber macht er vorläufig nur Andeutungen, und er hält mit Rücksicht aus den derzeitigen Stand seiner Studien sich für ver­pflichtet, ausdrücklich zu erklären, daß nach wie vor alle brieflichen Bitten um ein Tuberkulose­mittel für den Menschen unerfüllt bleiben werden, so large er nicht öffentlich erklärt haben werde, daß seine Voruntersuchungen darüber ab­

wirklichen lassen werde, kann er nicht voraus- aqen: er hege aber gut begründete Hoffnung, daß eine Verhütung der Schwindsucht möglich sei, und zwar schöpfte er diese Hoff- nunq aus den Erfahrungen, die nut feinem vor einiger Zeit angegebenen Rmderschutzrmpfungs- Verfahren gemacht worden feien. Dieses Ber­ühren bezweckt, möglicherweise schon durch die

Zchwindsuchtsschutz den Rindern zu verschaffen.' Menn dann inderEntwickelungszei., nach er- Die landwirtschaftliche Praxis hat sich wie Behring hervorhebt diese Impfungs-Methode bereits verschiedentlich zu nutze gemacht, um) neuerdings bat die Großherzogl. Hess. Regierung sogar ihre Kreisämter angewiesen, mit Mitteln )er Polizeikasse unentgeltlich alle Kälber zu impfen, deren Besitzer sich verpflichten, die geimpften Tiere von den Kreis-Veterinärärzten beständig kontrol-

man von sein m Wahlrecht Gebrauch machen. Jedoch können später kommende Wa-siberechtigte an der Wahl teilnehmen, wenn je Wahlhand- una noch nicht geschlossen ist und dieselben sich beim Wahlvorsteher melden. Stellvertreter sind nicht zulässig. Die Wahl erfolgt durch Aufiuf ber betreffenden Namen in der' Urwahlerliste 'eitens des Protokollführers. Der Aufgerufene tritt an den Wahltisch und nennt unter genauer Bezeichnung von Name und Stand den Wahl- mann, dem er seine Stimme geben will. Smd mehrere Wahlmänner zu wählen so nennt er so viele Namen, als Wahlmänner m seiner Abteilung gewählt werden müffen. Die Wahl geschieht ab­teilungsweise, anfangend w.it der 3. Abteilung. Ist für eine Abteilung die Wahlhandlung ge­schlossen, so müssen die Wahlberechtigten dieser Abteilung das Lokal verlassen. Es sei redoch darauf hingewiefen, daß nicht etwa die Wähler das Lokal schon verlassen dürfen, bevor das Wahlresultat ihrer Abteilung fest- steht. Die Wahl erfolgt mit absolmer Stim­menmehrheit. Ergibt sich im ersten Wahlgang feine absolute Stimmenmehrheit, so wird sofort die engere Wahl vorgenommen und zwar unter den höchst bestimmten Kandidaten. Schon des­halb darf, wie gesagt, niemand das Wahllokal verlassen, bevor die Wahlhandlung seiner Ab­teilung geschloffen ist.

Die Wahl der Abgeordneten.

Dieselbe findet ebenfalls in einer für den Wahlbezirk, der sich in der Regel an Umfang mit dem Kreise deckc, anberaumten Wahlversamm­lung statt. Die Wahl wird durch die in den Urwahlbezirken gewählten Wahlmänner getätigt. Eine Liste dieser Wahlmänner muß in den Ge- schästslokalen der Landräte oder Bürgermeister­ämter ausgelegt und gleicherzeit in den zu amt­lichen Bekanntmachungen dienenden Blättern ver­öffentlicht werden. Die Wahl erfolgt, indem der Wahlmann nach Aufruf seines Namens an den Wahltisch herantritt und dann den Namen des Kandidaten nennt, den er wählen will. Sind mehrere Abgeordnete in einem Bezirk zu wählen, so hat der Wahlmann sogleich anzugeben, .wen er an erster, zweiter usw. Stelle zum Abgeord­neten wählt. Es ist nicht gestattet, sür jede Stelle denselben Namen zu nennen. Auch hier dürfen die Wahlmänner die Wahlversammlung nicht verlassen, bis die Wahl geschloffen ist, da­mit eventuell notwendig werdende engere Wahlen sofort ausgeführt werden können.

ÄüdaerVM dduiitd

" " <^> " "" nionatsbtila§e: .

Ausführungen, denen die gelehrte Welt größter Spannung entgegensah, waren nach Berichten des ,Kaff. Tagbl." folgende:

Zunächst bemerkt Herr von Behring, lebhaftem Bedauern habe er gesehen, daß bereits zwei politische Tagesblätter (.Franks. Ztg/ und

,Berl. $.') einen angeblichen Auszug seines heutigen Vortrages veröffentlicht und damit das Interesse für feine Ausführungen erheblich ab ge­schwächt hätten, demgegenüber konstatiere er, daß man teilweise Auszüge aus seinen früheren Veröffentlichungen gemacht habe, die durch seine weiteren Arbeiten auf diesem Gebiete überholt seien: diese Versuche, welche in Marburg, in dankenswerter Weise unterstützt von dem früheren Oberpräsidenten Graf von Zedlitz-Trützscher, ausgeführt worden seien, hätten ihn^ nun zu ganz anderen Ergebniffen geführt, als sie bisher bekannt waren. Seines Erachtens feien, die e Ergebnisse dazu angetan, die einen immer größeren Umfang annehmende Anstalts­behandlung überflüssig zu machen. Ob und wie sich das im einzelnen schließlich ver-

geschloffen seien. ,

Der Redner schildert dann eingehend das von ihm geplante Tuberkulosebekämpfungs-Verfahren, das sich auf der Voraussetzung aufbaut, daß die Tuberkulose des Menschen und des Rindes gleich­artige Krankheits-Prozesse darstellen. Er wendet sich gegen die von Robert Koch neuer­dings verfochtene Theorie, daß die vomRinde stammenden Tuberkel-Bazillen nichts mit den Bazillen zu tun hätten, welche von menschlicher Lungenschwindsucht.^ an.""*'*?

herrühren. Koch hat weiterhin behauptet, daß jugendlichem Alter unter allen Umstanden für die Rindertuberkel-Bazillen für den Menschen tuberkelbazillenfreie Milch $u Jorgen, außerdem unschädlich seien und daraus die Berechtigung aber von den Milchkmdern hustende Schwmd- für die Sanitäts-Polizei hergeleitet, ans die strenge süchtigeaufs strengste fernzuhalten Ferner find und kostspielige Ueberwachung des Milch- und auch altere Personeu vor jeder Ansteckungsgelegen- Fleischverkehrs zu verzichten. Auch hiergegen nimmt Helt zu schützen, soba d anzimehmen ist, daß die Bebrma entschieden Stellung, und zwar beson- Schleimhaut emgebußt hat. Besonders vorsichtig ders mit Rücksicht auf die große Gefahr, welche in diätetischer Hinsicht mchsen alle dierenigen sein den Säuglingen durch den Genuß von tuberkel- tue bereits tuberkulös infiziert find; für sie sieht bazillenhaltiger Milch droht. , Redner in der sogenannten diätetischen Behand-

Wie der Redner ausdrücklich betont, sieht er hing und tn einer vorübergehenden Heilstattenkur die Sauvtquelle sür die Schwindsuchtsent- ein wirksames Mittel, um der fortschreitenden Hebung in der Säuglingsmilch. Und das liegt Verschlimmerung des Gesundheitszustandes vor- nickt etwa an der schlechteren Beschaffenheit der zubeugen. Wenn dabei auch die tuberkulösen Säualinasmilch, sondern vielmehr, daran, daß Krankheitsherde nicht zur endgiltigen Ausheilung der menschliche Säugling, gleich allen tierischen gelangen, so lernen die Patienten> wenigstens für Säuglingen in seinem Verdauungsapparat der- ihr spateres Leben mit besserem Erfolge auf das ienigen Schutzeinrichtungen entbehre, die im er- achten, was ihnen nützt und schadet So, wer- roacbfenen Zustande normalerweise das Eindringen den diese mit so großer Opferfreudigkelt bei uns von Krankheitserregern in die Gewebssäfte ver- ins Leben gerufenen Anstalten in vielen Fällen modern Es hat oieljähriger experimenteller sich als Schwindsuchts-Schutzstätten, wenn nicht als Arbeit bedurft um die hochbedeutsame Tatsache Tuberkulose-Heilstätten wirksam betätigen können, einwandfrei festzustellen. Die Versuche wurden Wirksamer als olles das mußte freilich em an Meerschweinchen anzeftellt; sie ergaben, Mittel sein, welches dem noch nicht angesteckten daß Bakterien ungehindert die Schleimhäute Menschenkinde sicheren Schutz vor der Ansteckung neugeborener und sehr junger Tiere passieren, verleiht und bei dem bereits angeftedten die Aus- Die Schleimhaut des tierischen Säuglings verhielt sichten auf einen günstigen Ausgang verbessert, sich also wie ein großartiger Filter. Durchweg trat bei Ein solches Mittel das im Prinzip auf das- ben jungen Tieren, deren Nahrung mit Tuberkel- selbe hinausgeht, wie die Jennersche Schutzpocken- bazillen durchsetzt war, zuerst Halsdrüsentuberkulose impfung sucht der Redner mit emsigem Be­aus, eine Eikrankungsform, welche der mensch- mühen.

lischen Skrophulose am meisten entspricht, und Er kommt schließlich zu folgenden Leitsätzen. später entwickelte sich nicht selten dasjenige Bild Angesteckt durch Tuberkelbazillen wird fast nur der Me-rschweinchentuberkulose, welches der das Kind, in der Hauptsache der Säugling. Einatmung-tuberkulöse des Menschen gleich ist. Der Erwachsene nur, wenn der Verdauungs-

Der Krankheitskeim bringt also mit ber Milch apparat nicht hinreichend sunkiioniert. Die An- vom Darm bes Säuglings aus in ben Körper steckung erfolgt beim Kinde in d e n allermeisten eh unb bas gilt in gleicher Weise für ben Fällen durch tuberkulöse Kuhmilch. Es Tuberkelbazillus wie für andere Bakterien. Da-1 gilt also vor allem die Kühe gegen Tuberkulose mit erklärt sich ungezwungen die erschreckend zu impfen, wozu Behring das Verfahren an« boheKindersterblichkeitimerstenLebens- gegeben hat. Milch von also geimpften Kühen iabre und damit auch die erwiesenermaßen aber ist nicht nur tuberkelfrei, sondern enthält enorme Verbreitung der Tuberkulose. Andere sogar Schutzstoffe, die sich beim Genüsse ber UebertragungSbebingungen läßt Behring nicht Milch wahrscheinlich auf ben Menschen übertragen, gelten, z B. bie Einatmung bazillenhaltigen | Endlich ist zwischen Tube.kulose^und Schwmd- Staubes oder bazillenhaltiger Tröpfchen, wie sie beim Husten entleert werden. Die bloße Gelegen-