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erscheint täglich, mit Rurnahme der $otm= und Feiertage. Viertel­jahr!. Bezugspreis ohne Bringerlohn und Sestellgelb in Fulda unb »uswärts l Mk. 5« pfg

5christlriter:Ios.Baum

3. KÄ'm ■ wochenbcttage: „Illustrierte Sonntagrzeitung

Monakbeuage: „Fuldaer Geschichtrblätter".

Anzeigen: Die rein» spaltige petttzeile »de, deren Raum IS Pfg Reklamen die petitzeil« 25 pfg.; bei Wieder­holungen wird entfpr. Rabatt gewährt.

Druck und Verlag der Fuldaer Acliendruckere» in Fulda (Harmonie!

Fernsprecher Nr. 9.

M 218.

flllda, Donnerstag, den 24. September 1903.

30. Jahrgang.

Wellungen aus das 4. Aartal 1903

der ,Fuldaer Zeitung^ werden fort­während von allen Postanftalten, Land­briefträgern und von unserer Expedition (Harmonie) entgegengenommen. Neu hiuzutreteude Abonnenten erhalten vom Tage der Bestellung ab bis Ende Sep­tember die Zeitung gratis.

** 8. Charitartag in Hramsurr a. BL

Das Programm des diesjährigen achten Charitastages, der vom 5. bis 8. Oktober in Frankfurt u. M. stattftndet, ist sthr reichhaltig geworben. Eine Fülle inieuff unter, hochwichtiger Fragen werben auf demfelben zur Verhandlung gelangen.

Am abend des 5. Oktober findet um S1/* Uhr eine Fefwersammlung statt, bei der ein von einem Frankfurter Künstler gedichtetes Festspiel zur Aufführung gelangt. Unter anderm wird an viefem abeub P. Dalmatius, der als Redner ber Jubeloersammlung der Katholtken Deutsch­lands zu Köln noch in bestem Andenken steht, über öie Uebung der Charitas sprechen. Lebende Bilder und Gesangsoorträge des katholischen Krrchengei angverems Frankfurt a. M. sollen zur Unterhauung und Abwechselung beitragen.

Am folgenden Tage, Dienstag den 6. Okt., vormittags 9 Uhr, wird der Hochwürdigste Herr Bischof von Limburg, Dominikus Willi, im Dom ein Ponufikalamt zelebrieren. Um KPIz Uhr findet dann die Generalversammlung des Charitas Verbundes statt, in der u. a. Herr Dr. Schor er-München über die Tätigkeit der lokalen Cyarttasverbände mit besonderer Berück­sichtigung von München und Frankfurt a. M. sprechen roiro.

Am nacymittag um 4 Uhr wird die erste beratende Charitasversammlung abge­halten. Aus oerselben wird Herr Unioerfttäts- profesfor Hvfrat Dr. Lossen aus Heidelberg über oie Krankenpflege in Stadt und Land, Herr Pfarrer Königstein aus Frankfurt a. M. über die Fürsorge für noch nicht schulpflichtige Kinder mit spezieller Berücksichtigung ber katho­lischen Gemeuwe Frankfurt a. M. referieren.

In ber zweiten beratenben Versamm­lung am Mittwoch den 7. Oktober, vormittags 91/4. Uhr, spricht Herr Reichs- unb Landtags­abgeordneter Dr. Jäger-Speyer über Oie Wohnungsfrage und Herr Domkapitular Eisen­bart h-Roiteuburg über Jrrenfürforge.

Der nachmittag des 7. Oktober ist für eine Versammlung der katholischen Frauenvereme reserviert. In dieser Versammlung, nachmittags um 4 Uhr, werden Frau Juftizrat Trimborn- Köln den Gesamtverband katholischer kauf­männischer Gehilfinnen, Frau Bontant-Klehe aus Frankfurt a. M. die katholische Bahnhofs- Mission und Frau Amtsgerichtsrat Neuhaus- Boitmund die Fürsorge für weibliche Gefangene unb Gefährbete behanbeln.

Den Schluß bes Tages bildet die öffent­liche Charitasversammlung am abend um 81/* Uhr mit Reden des Msgr. Dr. Werth­mann, des Herrn Dr. Geißenberger, Direktor des Statlsttschen Amtes in Straßburg i. E. und des Generalvikars Prälat Hilpisch. Aue diese Versammlungen finden im großen Saale des Saalbaues, Junghofstraße, statt.

Der letzte Tag der Versammlung, Donners­tag den 8. Okwber, wird dem Besuch charitativer Anstalten in Frankfurt und Umgegend gewidmet. Da das Frankfurter Lokal- fomitee keine Mühe scheut, um die Tagung der katholischen Charitas auf das beste vorzubereiten, so oars man sicher auf einen guten Verlauf des Charitastages hoffen. Möchten die Freunde und Freundinnen der Charitas recht zahlreich in Frankfurt erscheinen, um reiche Anregung, neuen Mut und neue Liebe für ihre Tätigkeit zu finden.

Die Anmeldungen wolle man an das Sekretariat des kathol. Charilasoerbandes Frank­furt a. M., Seilerstraße 20, richten.

(Ein Nachmittag aus -em Leben Napoleons I.

Wie groß auch die Napoleon - Literatur ist, fo finden wir doch, daß gewiffe moderne Theater­dichter in ihren Napoleon-Schauspielen den

Charakter des Kaisers, sei es nun aus Tendenz ober aus Unkenntnis, gänzlich verzeichnen. Der eine stellt uns Napoleon als einen Halbgott, der andere als einen Dummkopf ober Schurken vor, die wenigsten zeichnen ihn wahr. Auch Militär- Schriftsteller begingen, wahrscheinlich aus falschem Patriotismus, ben Fehler, Napoleon I. sogar jebes Felbherrn-Talent abzusprechen.

In ben hinterlassenen Papieren bes ruhm­reichen Felbherrn Erzherzog Karl von Oesterreich finbet sich mit Bezug auf tiefe militärischen Kritiker Napoleons folgende Aufzeichnung:

„Schwachköpfe wollten Bonapartes Ruhm durch bie Bemerkung schmälern, baß er bie me.sten Erfolge seiner überlegenen Kraft verdanke. Gibt es wohl ein größeres Lob für ben Staatsmann, als baß er keinen Krieg ober Feldzug begann, ohne folch' einer Überlegenheit sicher zu fein? Selbst bort, wo feine Streitkräfte im ganzen mit ben feinblichen gleich stark, ja fogar oft schwächer waren, wie z. B. in ben Feldzügen von 1796 unb 1814, wußte er sich bie Ueberlegenheit auf ben entscheidenden Punkten in verhängnisvollen Momenten zu verfchaffen. Auch ber Wert seiner Anorbnungen werbe bestritten, weil sie einfach waren — als läge nicht gerade in ber Einfach­heit bie größte Bürgschaft für Wahrheit unb Er­folg, unb als wäre es nicht bie höchste Kunst, bas einfache unter so vielen Nebenumständen auf- zufinben, zu ergreifen unb ins Leben zu rufen."

Von befonberem Interesse bürste aber bie hinterlassene Aufzeichnung bes Erzbischofs Prabt von Mecheln, ber im Jahre 1812 Botschafter in Warschau war, über eine dreistündige Unterrebung mit Napoleon I. sein. Diese Auszeichnung lautet in wortgetreuer Uebersetzung:

„Der 10. November nahte. Ich hatte soeben Depesche vom Herzog von Baffano erhalten, welche mir die unverzügliche Ankunft des diplomatischen Korps, das den Sommer in Wilna zugebracht hatte, meldete. Ich war eben mit der Beantwortung dieser Depesche beschäftigt und wollte mich über bie Nachteile des Aufent­haltes in einer offenen Stadt im Angesichte des Feindes aussprechen, als sich die Tür meines Zimmers öffnete und ein hoher Mann, auf einen meiner Gefandtschaftssekretäre gestützt, herein­trat.

„Kommen Sie, folgen Sie mir!" sagte die Erscheinung.

Ein schwarzer Taffet verhüllte den Kopf, das Angesicht verlor sich in einem Wulste von Pelz, und die Füße bewegten sich schwerfällig in hohen gefütterten Filzstiefeln. Ich erhebe mich, gehe auf ihn zu und erkenne aus dem Profil Caulincourt.

„Ach", rufe ich, „sind Sie es! Wo ist der Kaiser?"

„Im englischen Hofe, er erwartet Sie?"

„Doch warum ist er denn nicht im Paläste abgeftiegen?"

„Er will nicht erkannt sein."

„Haben Sie alles, was Sie brauchen?"

„Geben Sie uns Burgunder und Malaga." „Der Keller, das Haus, alles ist zu Ihren Diensten; und wohin soll es denn eigentlich gehen?" •

„Nach Paris."

„Unb die Armee?"

„Es gibt" keine mehr!" erwiderte er mit einem wehmütigen gegen ben Himmel gerich­teten Blick.

Ich nahm ihn beim Arm und sprach: „Herr Herzog, es ist Zeit, baß alle wahren Diener des Kaisers sich vereinigen, um ihn bie Wahrheit sehen zu lassen."

„Wir sind heillos angerannt!" war seine Antwort; „ich darf mir wenigstens nicht vor­werfen, daß ich es nicht oorgefagt hätte. Machen Sie nur Herr Erzbischof, der Kaiser wartet.

Ich eilte nach dem englischen Hofe; es war x/a2 Uhr Nachmittags, als ich dort ankam. Ein polnischer Gensdarm hielt an dem Tore Wache; der Wirt besann sich einen Augenblick, bedenklich Uetz er mich in das Haus. Im Hof fand ich einen Wagenkasten auf einem Schlitten, von vier Stück Tannenholz gezimmert. Zwei offene Schlitten waren für ben General Lefevre Des- nouettes nebst einem anberen Offizier, für den Mameluken Stuften und einen anderen Bedienten. Hier sah ich die Reste von so viel Größe und Herrlichkeit. Die Tür eines kleinen, niederen Saales wird mir geheimnisvoll geöffnet; Rustan erkennt mich und läßt mich eintreten; man machte soeben Anstalten für ein Mittagessen. Der Herzog von Vincenza ging zum Kaiser, meldete mich, führte mich ein und ließ mich allein mit ihm. Er befand sich in einem kalten Zimmer, dessen Fensterläden halb geschlossen waren. Eine elende polnische Magd blies sich außer Atem, um mit grünem Holze ein Feuer anzumachen, das allen Anstrengungen trotzend, mehr Feuchtigkeit als Wärme von sich gab und nicht auflodern wollte.

Das Schauspiel gebemütigter menschlicher Größe hatte nie einen Reiz für mich; es war ein schrecklicher Abstand von der Herrlichkeit in Dresden, wo ich den Kaiser das letzte Mal ge­sehen hatte,' bis zu der Scene in dieser elenden Schenke. Eine Anzahl peinlicher Gefühle regten sich in meinem Herzen.

Der Kaiser ging nach seiner Gewohnheit hastig auf und nieder. Den Weg von der Pra- gaer Brücke bis in den englischen Hof halte er zu Fuß zurückgelegt. Er war in einen präch­tigen grüntuchenen Pelz, der an den Knopflöchern mit kostbaren Goldborten verziert gewesen, ge­kleidet, den Kopf bedeckte eine Art Pelzmütze, und feine Stiefel waren reich mit Pelz verbrämt.

„Ach, der Herr Botschafter!" sagte er lachend.

Nach einigen Einleitungsphrasen fragte er mich, wie es mir in diesem Lande gehe. Ich ent­warf chm mit ber Schonung, die man mit allen Fürsten und besonders mit einem von seiner Art beobachten mußte, ein Gemälde von dem Zustande des Großherzogtums, das natürlich nicht glänzend ausfiel, denn ich hatte am Morgen einen Bericht über das Gefecht am Bug bei Kistow erhalten, in welchem zwei neu ausgehobene Bataillone bei der zweiten Ladung bie Gewehre weggeworfen hatten, sowie auch, daß von 1200 Pferden der­selben Truppe 800 aus Mangel an Futter zu gründe gingen, und schließlich, daß 5000 Russen, mit Geschützen wohl ausgerüstet, gegen Zamosc im Anzuge waren. Ich sagte dieses und bemühte mich, ihm die Gefahr eines längeren Aufenthaltes ber Gesandtschaft und des diplomatischen Korps begreiflich zu machen. Ich erwähnte der allge­meinen Not in Polen; daran wollte er nicht glauben, sondern fragte lebhaft: „Wer hat sie denn zu gründe gerichtet?"

„Sire, das, was dieses Volk seit sechs Jahren geleistet hat, das letzte Mißjahr und das Kon­tinentalsystem, das sie jedes Hande s beraubt."

Bei dieser Erwiderung glühten bes Kaisers Augen.

„Wo sinb benn bie Russen?"

Ich sagte es ihm, er wußte es nicht.

„Unb bie Oesterreicher?"

Ich sagte es ebenfalls.

„Seit vierzehn Tagen habe ich nichts von ihnen gehört; unb ber General Reynier?"

Ich beantwortete auch biese Frage. Da ick von ber Verlegenheit ber Polen sprach, fragte er: „Was wollen bie Polen?"

„Preußisch wollen sie werben, wenn sie nicht Polen sein können!"

„Unb warum nicht russisch?"

Dies Gespräch währte noch einige Zeit, bann entließ er mich unb empfahl mir, ihm nach Tisch ben Grasen Stanislaus Potocki uno ben Finanz- minifter zu bringen. Gegen 3 Uhr begaben wir uns zu ihm; er staub soeben vom Mittagstische auf.

„Seit wie lange bin ich in Warschau . . . Seit acht Tagen! — Bewahre, seit zwei Stunben," sagte er lachenb ohne Einleitung. „Vom Er­habenen bis zum Lächerlichen ist nur ein Schritt! . . . Wie befinben Sie sich, Herr Stanislaus, unb Sie, Herr Finanzminister?"

Nach wieberholten Versicherungen Beiber, baß sie sich freuten, ihn nach so vielen Gefahren frifch unb gesund zu sehen, rief er : „Gefahren? nicht bie Geringste. Ich lebte in etwas Be­wegung. Je mehr ich mich rühre, desto besser fühle ich mich. Ich werde fett zu Pferde und im Lager. Vom Erhabenen dis zum Lächerlichen ist nur ein Schritt. Ich finde sie hier, meine Herren, sehr besorgt."

„Weil wir," war die Antwort, „nichts wissen, als was das öffentliche Gerücht sagt."

„Bah! Die Armee ist prächtig; ich habe 120,000 Mann, ich habe die Russen stets ge­schlagen, sie wagen es nicht mehr, vor uns Stand zu halten. Es sind nicht -mehr die Soldaten von Friedland und Eylau. Man wird sich in Wilna behaupten; ich hole 300,000 Mann. Das Glück wird die Russen verwegen machen; an der Oder liefere ich ihnen zwei bis drei Schlachten, und in sechs Wochen stehe ich am Riemen. Auf meinem Throne habe ich mehr Gewicht als an der Spitze meiner Armee. Alles, was geschieht, ist nichts, es ist ein gewöhnliches Unglück, die Folge des ungünstigen Klimas; der Feind hat nichts dabei getan; ich habe ihn allenthalben ge­schlagen. An der Beresina wollte man mich ab­schneiden. Ich hatte gute Truppen unb Kanonen; bie Stellung war prächtig: 1500 Klafter Morast, ein Fluß ..."

Er fügte im Saufe seiner Rebe noch vieles über starke und schwache Seelen hinzu, beiläufig wie man es in dem 29. Schlachtbulletin findet; dann fuhr er fort: „Da habe ich es ganz anders gesehen. Zu Marengo war ich abends 6 Uhr geschlagen, oen folgenden Tag aber Herr in Italien. Zu Eßlingen war ich Herr von Oesterreich; ich konnte aber die Donau nicht hindern, 16

Fuß in einer Nacht zu wachsen. Ohne das war die österreichische Monarchie fertig; aber es stand in dem Himmel geschrieben, ich sollte eine Erz­herzogin ehelichen. Ebenso ging es in Rußland; ich kann das Gefrieren nicht hindern. Man erzählte mir jeden Morgen, ich hätte in der Nacht 10,000 Pferde verloren. Nun gut! Glückliche Reise! Unsere normännischen Pferde find nicht fo abgehärtet wie die russischen, sie erliegen der Kälte von mehr als neun Graden — den Menschen geht es leider ebenso. Man wird möglicherweise sagen, ich hätte mich zu lange in Moskau aufgehalten. Das kann jein, aber das Wetter war schön! die Jahreszeit wechselte vor der gewöhnlichen Zeit und ich erwartete den Frieden daselbst. Den 5. Oktober schickte ich Lauciston ab, um davon zu sprechen. Ich dachte nach Petersburg zu gehen; in den südlichen Pro­vinzen Rußlands halle ich Zeit; den Wi ter wollte ich in Smolensk zubringen. Zu Wckna hält man sich, ich habe den König von Steapel daselbst gelassen. Es ist ein großes polnisches Schauspiel; wer nichts wagt, der gewinnt nichls. De. Kaiser Alexander ist geliebt, die Russen haben sich gezeigt, sie haben unzählige Kosakenschwärme aufgebracht, diese Nation ist etwas wert. D.e Kornbauern lieben ihre Regierung — man hat mir vorgeschlagen, die Sklaven frei zu machen; ich habe es nicht gewollt, sie hätten alles ge­mordet, das wäre fürchterlich gewesen. Mit dem Kaiser Alexander führte ich einen ordentlichen Krieg; aber wer hätte geglaubt, daß man je einen Streich ausführen würde, wie den Brand von Moskau. Jetzt sagt man, wir sollen es getan haben, aber sie waren es nur zu gewiß. Viele Franzosen sind mir gefolgt. Ach, es sind gute Untertanen, sie fallen mich wiederfinden!"

Hierauf kündigte er die nahe Ankunft des diplomatischen Korps an. „Es sind Spione", sagte er: „in meinem Hauptquartier wollte ich keine. Man ließ sie kommen. Es sind dies Kundschaften, die sich blos damit beschäftigen, Kriegsberichte an ihre Höfe zu senden."

Das Gespräch in dieser Art dauerte volle drei Stunden. Das Feuer war unterdessen im O,en ausgebrannt, und alle fror es. Der Kaiser, der sich durch beständiges Reden erwärmt hatte, merkie es nicht. Auf den Vorschlag, durch Schlesien zu gehen, erwiderte er: „Ha, Preußen!" Er fragte weiter, ob er wohl erfannt fei; sagte: Es wäre ihm gleichgültig, erneuerte den Ministern die Versicherung seines Schutzes, sprach ihnen Mut zu und begehrte endlich abzureifen.

Der Minister wie auch ich äußerten in Aus­drücken voller Achtung und Liebe unsere auf» richtigsten Wünsche für die Erhaltung seiner Gesundheit und den glücklichen Erfolg feiner Reise.

„Ich habe mich nie besser befunden!" — das waren seine letzten Worte. Er bestieg sogleich sein demütiges Fuhrwerk, das den Cäsar und fein Glück trug, und verschwand. Ein heftiger Stoß des Schlittens an den Torpfeller hätte ihn bei­nahe umgeworfen."

Nach dieser Schilderung erkennen wirNapoleon. So und nicht anders war er. Er war ein unter­nehmender und begabter Südländer und Soldat, dessen Svrichwort lautete: „Wer nichts wagt, der gewinnt nicht!" Diesem Sprüchwort gemäß handelte <r und chm verdankte er fein Glück, aber auch fein Ende.

vermischtes.

* Technische Berichte von Bruno Heinrich Arendt, Berlin. Vor einigen Monaten überstieg der Petroleurnverbrauch der Welt die Produktion, weshalb die Geld- und Kaufleute eine Erschöpsuag ber Quellen für möglich hielten. Die Smlistiken zeigen auch eine beträchtliche Abnahme des Rohpetro» leumlagers in dem größten aller amerikanischen Perro- leumselder, Pensylvanien, innerhalb der letzten beiden Lahre. Denn der Vorrat an pensylvanischem Roh- vetroleum über Erde betrug im Dezember 1900 13174717 Barrels, im Dezember 1902 nur 5699127 Barrels.

Reklame«- «nd Anzeigenteil.

Wer sich un- -en Seinen wohl will, der sorge dafür, daß täglich zum Frühstück und Vesper ein gesundes, vollkommen unschäd­liches und wohlschmeckendes Getränk auf den Tisch kommt. Man breche doch endlich mit der falschen Sitte, den Tag gleich mit dem Ge­nuß des nach ärztlichen Urteilen der Gesundheit überaus nachteiligen Bohnenkaffees zu beginnen. Man erhebe Kathreiners Malzkaffe zu seinem ständigen Frühstücks- und Vesper-Getränk. Die Wirkung wird sich bann bald in einem Gefühl von Wohlbefinden, in der Freudigkeit, mit der man nach einem solchen Trünke an fein Tagewerk geht, bemerkbar machen.