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Monakbeuage:8ulöaer Geschichtrblatter

flllda, Samstag, den 19. September 1903.

30. Jahrgang.

9

*

M Jahren

Doch c: waren nur Lauch, unser Forstmann, dann Buring

Regen;

Abend.

wir die

und

Reklame«- ««d Anzeigenteil.

> Drittes Blatt <

Daß

Da

Und

man am begaben

der

des

Doller.

Festlich war heute die Tafel gedeckt in der Mitte Saales.

Vor des Gefeierten Sitz, da dufteten Kräuter

Kraft erzeugt. So kann man hier das Vergnügen eines Seebades genießen, ohne je den Ozean gesehen zu haben. Die Gesellschaft, die das neue Unternehmen des Kristallpalastturmes ins Leben gerufen hat, ver­spricht außerdem die Unterbringung der größten Phvwgraphiegalerie der West in dem Turm, eine Rennbahn für Auiomobilfahrer, eine Arena für Spiele und Radfahrten, eine große Terrossenpromenade, einen großen Boulevard am Fuß der Säule und zahlreiche .Schaustellungen". Nach Schluß der Ausstellung soll der Turm als ständigeAttraktion" bleiben. Der Plan ist jedenfalls 'echt amerikanisch, man wird ja sehen, was in der Ausführung von den Versprechungen gehalten wird.

Dann noch ein niedlicher Mann, sehr artig, geliebt von den Damen, Bellmayer hieß er und stammt aus den hannöverschen Landen.

Kommenden Tags am Abend im Gasthaus zum goldenen Sterne

In cruce fidelitas, verdeutscht: Fidel ist's am Kreuz­berg.

Und so saßen wir wieder im Saal an der länglichen Tafel,

Dachten deS vorigen Jahres, Helas jovialischer Laune, Wünschten ihn wieder daher; da ergriff Freund Hochwald

Diesen gesellte sich zu der muntere, rüstige Hochwald, Hörnchen sonsten genannt, dann Thobald, benannt der Alte,

erwachten wir früh des anderen Tages. Väter begrüßet, ertönt im Kloster die Nachrichl, heutigen Tag des Guardians Namenstag fei're.

wir uns mit Flinten und Säbeln be-

Axdeuken an de« Kreuzberg auf der hohen Rhö« in drei Reisen.

(Fortsetzung.)

Zweite Reife, den 16. Juli 1810.

Jeglicher kennet das Haus zum goldenen Stern in Fulda.

Hier eines Morgens vereint beim schäumenden Glas Burgunder.

einer Lagune umgeben werden; hier wird man Ozean­bäder einrichtcn. Der Grund wird mit Salzblöcken

Trafen sämtliche ein, wo Trips, der lustige Sternwirt, Uns ein behagliches Mahl und treffliche Weine'bescherte. Doch man betrachte die Schar! Es waren alle be­waffnet.

Trugen wütende Säbel und Flinten und scharfe Pistolen, Auch eine englische Dogg' befand sich mit im Gefolge. I Bot et Als nun das schmetternde Horn des Türmers die Stunde Sahen

. Spielchen.

Als nun die Sonne zu schwinden begann am heitern Himmel,

Zog man behende die Stufen hinan zu dem rötlichen Kreuze.

Schön ist das Plätzchen im Hintergründe der Fläche, Frei von Bäumen und licht; ein weicher, moosiger

>, . Abhang

>. Bot eine Stelle zur Ruh. In der unermeßlichen Ferne wir Frankens Gefilde und Sachsens blaue

decket die Tafel

Mtt entern grünlichen Tuch und brachte bleierne , Kugeln,

Ntedltche Kegel herbei, sie ordnend; wir machten ein

I , Mau muß sich zu helfen wiffeu!Na, was >st denn das? Das Bild ist ja ganz weiß in weiß gemalt! Was stellt denn das vor?" B.:Ja, weißt Du, ich habe bei dem Farbenhändler fernen Kredit wehr, und da ich noch zwei Tuben Kremserweiß im

i Atelier hatte, so malte ich Dieses historische Bild; ! Weißgekleidete Jungfrauen erwarten den Landesfürsten; sie werden jedoch von einem Schneegestöber überrascht und flüchten in eine Kalkgrube."

* Enttäuscht. Freundin (zur jung verheirateten Professorsgattin):Ist es wahr, Else, daß Professoren so zerstreut sind?' Frau Professor (bitter):Ja­wohl, zerstreut! Das habe ich auch geglaubt, und als ich meinen Mann um' den zweiten Hut bat, da wußte er noch das Datum, an dem er mir den ersten gekauft hat!"

* Unter Freundinnen. Marie:Dein Bräutigam ist ja schrecklich einfach." Sorte (ärgerlich):Und der Deine einfach schrecklich."

* Kalter Strahl. Dame:Ach, die Liebe ist doch eigentlich der rechte Quell auf der Oase in der Wüste des Lebens." Herr:Kann sein, aber es geht mit ihr, wie mit so vielen Oasenquellen; die ihren Durst davon löschen, find meistens Kameele!"

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Anrnahme der Sonn- M Ä A. A. A

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rcheistleiter:Zos.Van«

3. ParzeLer in Znlda.ölluftnette Sonntagszeitung

Wanderten mutigen Schritts zum winkenden Kloster am Berge.

Freundlich willkommen bei uns", so tönt's von der geist­lichen Pforte.

Ei, Sie kommen ja spät,' bie, Mahlzeit ist lange «WKsr geendet.

Nehmen Sie also vorlieb mit)der einfachen, geringen Bedienung.

[:] von Zulda zum ttreuzberge vor! Also die Herren zu unS; es ^atten^iämlich^die Pilger tnn Inkfrttt I Rötliche Kreuze geformt und trugen sie sämtlich am

Und auf den Kreuzen bemertt' man geschrieben die

waffnet

an der Spitze die Tromm' vor die Zelle des mvn-

vermischtes.

* Die drei Schwestern des Papstes PiuS X. find am vorigen Montag in Rom eingetroffen, um dauernd in der Nähe ihres Bruders zu bleiben. Die Eisenbahngesellschaft hatte den drei alten Damen einen Salonwagen zur Verfügung gestellt, und auf dem Bahnhofe wurden sie von einer Anzahl Geistlicher empfangen. Sie begaben sich sofort in ihre Wohnung am Corso Vittorio Emanuele und wurden dann am Nachmittag von Msgr. Breflan zu dem Heiligen Vater geführt. Das Zusammentreffen wird in römischen Blättern rührend geschildert. Als die drei alten Damen ihren Bruder wiedersahen, knieten sie nieder und küßten ihm die Hand; aber der Papst umarmte sie und küßte sie auf die Wangen, indem er leise sagte: Ich bin noch immer Euer BepPi." Dann setzten sich die Geschwister nieder und unterhielten sich in venezianischen Patois. Sie tauchten Erinnerungen an die Ver­gangenheit aus, wobei Pius X. seinem Schmerz Ausdruck gab, daß er für immer von seiner Heimat entfernt sei. Zum Schluß erbaten und erhielten die drei Schwestern den päpstlichen Segen, und sie wurden aufgefordert, so oft als möglich in den Vatikan zu kommen.

* Drahtlose Telegraphie. Nach den Vorschlägen Marronis will die italienische Regierung, wie die Eleftrotechnische Zeitschrift mitteilt, außer der in der Nähe von Rom geplanten besonders starken Station für drahtlose Telegraphie noch an 14 geeigneten Punkten des Königreiches radio-telegrapqische Stationen errichten. E uer dieser Punkte ist der Lidc gegenüber

teren Greises, Riefen ihm ein Lebehoch, und mächtig ertönte '

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Zernsptecher Nr. 9.

der Geister . Gebirge.

Angekündiget, schickten wir uns zum Beginnen der Reise. Holder Anblick! mächtig entzückest du mich, wenn von der Heilmann, der sorgsame Arzt, er sührt die Brüder im I . Spitze des Berges

Kreuze Freundliche Dörfer mir lächeln, und Hügel der Reben

Blumen, Zierlich gewunden im Topf. Auf ging die Tür und herein trat Mit gravitätischem Schritt der Richter im dortigen . (Satte,

Grüßt' uns mit vornehmer Mien', ihm folgt ein furchtbarer £ , Kriegsmann

Leutnant des Platzes ernannt, in Bischofsheim an der Rhöne,

Firster, der dortige Arzt und Eichel, ein rüstiger _ , Förster;

Dann mit verschämter und züchtiger Mien' eine ehrsame Jungfrau,

Köchin und Base des Pfarrers, sie galt ihren Batzen im Kloster.

Diese setzten mtt uns sich an die längliche Tafel.

Als nun die lieblichenHumpen gefüllt,begann unser rüstiger Hochwald:

Herr Landrichter, wir trinken bieS Glas auf dero Gesunbheit!"

Darauf erwidertest du, gestrenger, bedächtiger Amt­mann :

Laffens nur das, meine Herrn, und haltens fein schön miteinander.

Denn mir leuchtet es ein, Sie haben mich doch nur zum besten,"

Wohl" versetzten wir drauf,wir trinken ein ftöhliches Nostrum'.

Doch mit Lächeln begann hierauf der gesprächige Hoch­wald :

»Kennt Ihr den Schulzen im Ort, gleich unten nah' bei der Rhöne ?

Trotzig, mit finsterer Mien' sprach er in der Schenk zu den Bauern, Ballte die Hand auf den Tisch; da nahmen sie ihn bei dem Kragen, Führten den mürrischen Gast mit vieler Manier vor ^ ... die Türe.

Gestern erst ist es gescheh'«, als wir in der Schenke des Ortes

Unserer Glieder gepflegt." Ta entstand ein volles Ge- ~ lächter,

Aber das amtliche Antlitz umfloß eine zornige Röte. Als nun die Mahlzeit geendet, begann unser mutiger A , Singsang.

Festlich ertönte das Lied vom Kreuze mit folgenden Worten:

unter.

Und es verfügten sich sämtliche drauf, doch ach der er­bärmlichen Lage! Kaum daß die dürftige Fuhr die Wandrer zu fassen vermochte.

Jier erblick' ich zween Füß' postiert auf dem Haupte des andern. Dort verzweifelt ein andrer, ob seines unseligen Sitzes. Horcht! es ertönet das Horn aus benachbartem Dorfe, die Hunde

Kuüden die Reisenden an, wir sind an der wirtlichen Herberg.

Still war alles und stumm, es schliefen der Wirt und die Hausfrau.

Doch es eröffnete sich den Klopfenden baldig die Pforte, Baldig auch brannte die Flamm' auf dem Herde, man brannte den Kaffee, Schlürfte behaglich ihn ein, sich tummelnd auf ebener Streue.

Und man mietet aufs neu' einen Wagen, er rollte von hinnen.

Brachte durch vielfache Weg uns zu der ersehnten Hei­mat;

Gerne verließen wir ihn eine Strecke vor Fulda, der _ z Regen

Hatte geendet, es grüßt' uns alle der freundliche Morgen. Fröhliche Musik ertönt' auf dem städtischen Platze der Schützen,

Mächtig erschallte der Böller, denn Hochwaid berührte das Zentrum.

» (Schluß folgt.)

Anzeigen

I feiätxte *iNttr 3*rW»« ktzrrrr ytekflwta«.

Bis vor die Gärten der Stadt. Es glänzte der lachende . mir winken;

Vollmond, Wenn die erhabene Pracht der niedersinkenden Sonne

Leuchtend auf grünenden Pfad den bedächtigen Schritten Dort die Ruinen von Salzburg, den fernen Salech der Wandrer. vergoldet.

Willkommen, schöne Natur, in nächtlichen Schlummer Aber auch sanftere Lüfte sie weh'n auf den lieblichen gewieget Matten,

Begrüßen im Feiergesang dich heute die fröhlichen Gießen uns Stärkung ins Herz, entfernen die Leiden Wandrer, I der Seele,

Morgen verehren sie dich in deiner üppigen Fülle Führen die Freiheit herbei, kein spähendes Auge ver- Unter dem Kreuze vereint." So fang und empfand die weilet

Gesellschaft, Hier auf den Schritten des sorglosen Wand'rers. O

Schreitend durch Wiesen und Flur, durch düstre Wälder könnten wir alle

sich drängend. Hier in dem Schoße der Ruh' die glücklichen Tage

Siehe dort thronen am Berg die Reste vergangener- vollenden

Zeilen, Fern von der Laune des Zufalls: so dachten die ruhenden

Türme mit Moos überdeckt und halbverfallend Gemäuer. Freunde,

Lieblich beglänzet der Mond das erhabene Bildnis, da Stiegen zum Berge hinab; der Tag war fröhlich fassen beendet. -

Alle den raschen Entschluß, den Ebersberg mutig zu Ebenso heiter steigen. | Als wir die

Die Wallfart ist vollendet. Den Berg sind wir hinan, DaS fromme Kloster spendet Erquickung jedermann.

Die frische Lust erweitert Des Biedermannes Brust, Und seinen Sinn erhettert Der weiten Auen Lust.

Seh'n wir beim ftohen Mahle Durchs -f vereint die Zahl, Dann wandern die Pokale Ringsum im Klostersaal.

Beim deutschen Gerstentranke Erneu'n wir unfern Bund, Damit er niemals wanke Auf diesem Erdenrund.

O kehre oft noch wieder. Du freudenreicher Tag, Und Halle unsre Lieder In Frankens Wäldern nach.

Wir werden Dein gedenken Auch im entfernten Land, Dir manche Stunde schenken. Entfernt von Freundes Hand.

Brachten die Freunde die Red' auf eine weitere Reise Zu dem erhabenen t. Schnell wurden sämtlich einig. Morgen, bei nächtlicher Weil' aus dem städtischen Tore zu zieh'n.

Dalma Aecht nur in versiegelten grünen feckefenä 30u.50Pfg!

Tötet sicher alle Insecten sammt Brut:

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Drum, Brüder, füllt die Becher, Heil unserm Freundschaftsband! Ruft Heia wackre Zecher, Es lebe Frankenland!

Venedig; ein anderer die Insel Pantellaria, welche den Kanal von Sizilien zwischen der östlichen und westlichen Hälfte des Mittelmeeres beherrscht, und vou wo mit Leichtigkeit eine funkentelegraphische Verbindung mtt Aftika hergestellt werden kann. Dazu kommen die schon bestehenden drei Stationen auf der Insel Palmira gegenüber dem Golf von Spezzia, in Maddalena und endlich auf dem Berge Mario bei Rom. Jede der Stationen soll einen Aktionsradius von 320 Kilometer erhalten und als Energie qlfelle Akkumulatoren benutzen.

* Ei» Rieseutnrm, dem gegenüber der Eiffelturm unbedeutend erscheinen soll, wird die Weltausstellung von St. Louis zieren. Die bekannte Vorliebe der Amenkaner für das Riesenhafte wird, wie ein englisches Blatt berichtet, durch einen großen Turm befriedigt werden, dessen Bau schon begonnen ist und dessen Vollendung man im Frühling erwartet. Die Größe des Planes hat selbst in Amerika überrascht. DaS Bauwerk von St. Louis übertrifft nicht allein durch seine Größe alle anderen Türme. Die 1050 Fuß hohe Stahlsäule mit einem Umfang von 505 Fuß an der Basis wird von einem Aufsatz gekrönt, der die Ausstellung einer drahtlosen Telegraphenstation enthält. Darüber soll die größte Flaggenstange mit der größten Fahne der Welt errichtet werden. Oben befindet sich auch eine Sternwatte zur Beobachtung des Himmels, die gleichzeitig 7000 Besucher fassen kann. Im In­nern werden Aufzüge, die durch komprimiette Lust getrieben werden, die Verbindung mit dem obersten

Flugs erweiterte sich des Richters trotziges Antlitz, Der! des Turms Herstellen, und außen wird ein großer Munter leert er das Glas aufs Wohl der ftänkischen Wagen von der Basis nach oben gehen, dessen 114 ~ , Fluren. Seitenräder über eine Reihe Spiralbahngeleisen, die

Ja, meine Herren," begann er hierauf,ich hab' Sie an den äußeren Wänden der Säule befestigt find. Fröhlich sind Sie und gut, ich aber trag meine Launen, wunderbare Wagen m Bewegung

Mein' es deswegen nicht bös, es dien'dieser Handschlag M wird, wollen die Unternehmer nicht verraten;

zumPfande." sage" nur, daß er 800 Personen gleichzeitig faßt Sprach's und ergriff feinen Hut und das Rohr mit ver- baß die Fahrt ganz sicher ist. Das Merkwürdigste golbetem Knopfe, aber wird die Wirkung des Kristalllichts sein, nach Und es umgürtet' die Krieger den Säbel, den wüten- dem der BauKristallpalastturm" genannt wird. Jn- , den; alle nerhalb der Säule werden Millionen geschliffener

Eilten von dannen, denn schon schallt aus der Ferne Kristalle an Drähten oben am Turm hängen und die

Blitze durchzogen die Luft, allmählich ergoß sichrer berge ^u[e mit T m Netzwerk

Regen- widerspiegelnder Flachen überspmnen, auf dem sich eine

Düster ward es und trüb am Himmel, es nahte der »:u verschiedenfarbigen elektrischen Lichts ergießen

Abend. wird. Diese Kristalle sind in ständiger Bewegung,

Wehe den Wandrern! Auch uns war erschienen die und die Verschmelzung der Myriaden-Strahlen weichen _ ., v Stunde des Abschieds, Lichtes werdenalle Regenbogenfarben widerspiegeln".

Denn es rief einen reden nach Haus das Geschäft, die D e untere Abfahrsstelle des Palastwagens wird von

Spanne den Wagen uns an, beleg' ihn mit Stroh und Alegt, und hohe Wellen werden durch mechanische verseh' ihn

Zellartig mit einem Tuch und geleit' uns die Höhe her-

Laßt aus der Höhe des Bergs ein loderndes Feuer uns machen", Sagte jetzt einer von uns,damit wir vor schädlicher Kühlung

Uns bewahren und vor (den drückenden Nebeln des Morgens." Schön gesagt, doch woher nun nehmen das nötige Brennholz?" Dort liegen mehrere Höf', sie sind versehen mit Reisig, Mache sich jeder ein Pack und trag? auf dem Rücken zum Berge."

Und mit gefchästiger Hand versahen sich alle mit Wellen, Doch mit unendlicher Müh' erklimmt man bt< felsige Höhe.

Freudig loderte bald die Flamm'in dem alten Gemäuer, Ringsum lagerte sich die räuberartige Horde, Nahm sich die Flaschen zur Hand, gefüllt mit geistigem Wesen,

Und was jeglicher führte bei sich zur Stärkung des Magens.

Drauf aus der alternden Burg ertönten die fröhlichen lieber,

Und es erklangen die Flinten, es bellte die brummende Dogge.

Aber am Himmel erschienen nun bald die Boten des Morgens, Luzifer schwand, es verkündeten rötliche Streifen die Sonne, Welche nun bald mit erhabenem Schein die Gebirge beglänzte, Während ein bampfendeHNebel des Dorfes Bewohner umhüllte.

Also begann uns der Morgen. Wir stiegen zum Tale hernieder.

Und es empfing uns darauf im Wiesgrund das zierliche Gersfeld.

Gleich an dem Eingang des Orts, an die Wohnung des dor- ..... tigen Grafen

Stoßet ein schattiger Park mit Sitzen und rieselnder Ouelle.

Gerne verweilten wir hier in der lieblichen Kühle des Morgens,

Wandten uns durch das Gebüsch; da tritt eine ernstere Gruppe

UnS vor die Augen, ein Sarkophag, mit Moos über­zogen.

Auch erhebt sich ein Denkmal mit alabasterner Urne, Schön und künstlich geformt; es ruht aber an dieser Steve

Der vorige Besitzer des Orts, ein Edler von Weyhers. Heißer trennte die Sonn' als wir die lästigen Berge Hinter dem Dorfe gestiegen, und zwei der Reise­gefährten, Thobald und Tholhe'm, sie waren uns plötzlich ver­schwunden.

Siehe, to legen sie dort "m Schatten der Eichen und wollten

Kräfte sich senmeln zur künftigen Reis'; wir andern aber

den Humpen, Und es erklang in der Runde des Saals das gepriesene m Motto.

Bald auch erschienen die übrigen Wanderer, zur Strafe ... des Zögerns

Hatte man alles verzehrt; sie mußten die Mahlzeit _ , . t entbehren.

________________________________ Doch in den Taschen befanden sich noch des Vorrats u. Thalheim, I spärliche Reste.

Welche, wie vorigen Jahr's das Abenteuer bestanden. Diese verkosteten sie. Mit den gewöhnlichen - - - Scherzen

Schwand uns nach Tische die Zeit; auch hatt' man be-

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