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filldd, Montag, den 14. September 1903.
30. Jahrgang.
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kn besten Abfichen beseelte Herrscher sein Land bringen fönnen, wenn nihi die Ungunst der Bihältniffe auf die Untertanen mb nicht minder auf den jur Härte neigenden Charaker des Fürsten schlimm gewirkt hätte. Er brachte beim Antritt seiner Regierung der ollge- »einen Lnndesvcteidigung Opfer, wie kein anderer Bundessürst. Er suchte wirksamer als irgend einer der Bischöfe Deutschandt die verdrängte oder bedrückte katholische Religrn wiederherzustÄlen und bestrebte
(§) Gegen die Trunksucht.
Die von der preußischen Regierung dem Bundesrate vorgelegte Novelle zur Gewerbe- Ordnung, durch welche die Bestimmungen über die Schankwirtschaften verschärft werden sollen wird hauptsächlich bei den Freisinnigen und So zraldemokraten auf lebhaften Widerstand stoßen Die .Freisinnige Zeitung" hatte die Novelle kaum gelesen, da widmete sie ihr auch schon eine längere Kritik und nahm sich der bedrohten Schankwirte an.
Es wird den beiden Parteien der Linken nicht leicht fallen, die Welt davon zu überzeugen, daß ihr Widerspruch selbstloser Natur ist und nur sachlichen Erwägungen entspringt. Jedermann weiß, daß die Frei- fin igen im Stande der Gast- und Schankwirte sehr geschätzt, vielleicht ihre besten Agitatoren besitzen, Von der Kneipe aus wird besonders in Berlin und anderen Großstädten ungemein viel „Freisinn" verbreitet und viele Wirte find Verkünder des liberalen Evangeliums unter chren Gästen. Die Freisinnigen sehen natürlich keinen Anlaß, sich dieser wichtigen Stütze zu berauben. Sie begünstigen daher den Gastwirtstand auf alle Weise und suchen ihn vor den Eingriffen der Gesetzgebung und der Polizei zu schützen.
werden). I i denn nun das etwas so Ungeheuerliches? Es braucht doch wahrlich nicht in jedem zweiten oder dritten Hause eine Kneipe zu sein. Zwar kann man auch bei wenig Wirtshäusern der Trunksucht fröhnen, aber jemehr Kneipen, um so stärker die Versuchung, zumal da bei größerer Konkurrenz die Wirte um so größere Anstrengungen machen, durch allerlei Veraristaltungen und unter allerlei Vorwänden Gäste anzulocken und zum Trinken zu animieren. Daß die Lockmittel an sich manchmal schon recht zweifelhafter oder auch unzweifelhafter Art sind, weiß jeder.
Wir verstehen darum nicht, wie man mit der Bekämpfung der genannten Bestimmung sich bei dem soliden Teile des Wirtstandes in Gunst setzen zu könnet glaubt. Allen tüchtigen und ehrenhaften Mitgliedern des Standes muß doch daran gelegen sei, diese von zweifel-, haften Elementen möglichst frei zu! halten. Und daß nicht so viele neue Kneipen aufkommen, kann ihnen doch gleichfalls nur lieb sein.
v Merl, Kömgsburg genannt, zeigte in dem steinernen. Wappenschilde über dem Eingangstore eine zinnenreiche Königsburg. Die Sage erzählte, daß an dieser Stelle ehemals die Residenz der fränstschen Könige und vor vielen Jahrhunderten bas römische Prätorium sich erhoben Hobe.
s üblicherweise als Zubehör zu den Mahlzeiten verabfolgt werden". Die ,Freis. Ztg." meint, um eine solche Bestimmung durchzuführen, werde man in jedem Wirtshaus mindestens einen ständigen Polizeibeamten stationieren müssen. Das ist eine Uebertreibung, mit der man keinem vernünftigen Wirte Schrecken einjagen wird. Man soll doch nicht vergeffen, daß man es hier mit einem Gesetzentwurf zu tun hat, der die Trunksucht einschränken soll. Glaubt denn ein Mensch, die soliden Gasthäuser und Restaurationen würden einer ständigen Polizeiaufsicht unterstellt werden? Wenn aber die Kneipen niedrigster
I Gattung in ihrem inneren Betriebe einer schärferen Kontrolle unterliegen, so können wir das ebensowenig sür ein Unglück halten, als wenn ihre Zahl möglichst beschränkt wird.
Ob das Gesetz geeignet ist, der Trunksucht nennenswerten Abbruch zu tun, kann ftaglich erscheinen, aber ihn grundsätzlich zu verwerfen, die Wirte gegen ihn zu alarmieren und über ihre Unterstellung unter das diskretionäre Ermessen der Polizei zu schreien, liegt gar kein Anlaß vor. Solide, zuverlässige Wirte trifft der ganze Gesetzentwurf in Wirklichkeit gar nicht. Wer ihnen etwa das Gegenteil sagt, verfolgt dabei ein Parteiinteresse.
* München, 12. Sept. 1903. Der vierte deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag beschloß heute, bei der Reichsregierung und dem Reichstags dahin vorstellig zu werden, daß für die selbständigen Handwerker die obligatorische Alters- und Jnvaliditätsverstchetung unter Zugrundelegung der Bestimmungen des Alters- und Jnvaliditätsversicherungs-Gesetzes eingeführt wird. Ferner sprach er sich in einer Resolution für die Notwenoigkeit der gesetzlichen Regelung der Begriffe „Handwerk" und „Fabrik", sowie für Schaffung einer Reichsbehörde zur Entscheidung der Streitigkeiten über Zugehörigkeit zu Handwerk oder Fabrik aus und beschloß, in diesem Sinne beim Bundesrate und Reichstag vorstellig zu werden. Im weiteren Verlaufe der Sitzung waren verschiedene Resolutionen angenommen gegen die Konkurrenz der Zuchthausarbeit und der Oekonomiehandwerker, sowie der staatlichen Regiebetriebe, der Beamtenkonsumvereine und der Beamtenproduktionsgenoffenschaften.
erichtete mit fast jugendlicher Lebhaftigkeit:
Siebzig Jahre batte ich meinem Gott gedient, also wie ch von den Vätern gelehrt toorbei, da kam eine neue Zeit und ein neuer Glaube. Ich sollte nicht mehr
„Der Kurfürsiist ein gewissenloser Landesverräter! rief Kesselstatt hetig.
Ron Antonie Haupt.
------ (Nachdruck verboten.)
ist das Werk einer Sekunde. Dann sieht er vor sich einen langen Hausflur und am Ende desselben zwei braune Zöpfe um die Ecke verschwinden. Er nicht träge, jagt hinterher und findet in dem Winkel neben der Treppe eia großes schwarzbrauneS Mägdelein, das sein Gesicht scheu in beide Hände verbirgt.
„Aha, das ist die zukünftige Aebtifsin!" denkt er I belustigt, zwingt seine Stimme zu möglichst rauhe« Ton uud sagt:
„Da habe ich wohl die Urheberin deS mich äffenden Zauberspukes vor mir?"
„Ach, Herr Offizier, ich »iC ja gerne aller gestehen, »erratet mich mir nicht," tönt es kläglich hinter dem Bollwerk der nicht ganz kleinen Hände hervor.
„Ehe ich Euch daS zufichere, Jungfer Jsengard, erklärt mir zunächst, warum Ihr die Fvpperei ins Werk setztet."
Isa ist schlau. Sie merkt, daß der Frager mit Mühe nur das Lachen unterdrückt. Eine Hand nach der anderen finkt, ein paar herrliche dunkle Auge» voller Mutwillen, ein braune» pikante» Gesicht kommt zum Vorschein. Um chre ftischen roten Lippen zuckt ei schalkhaft.
Sie müssen sich umsomehr zum Eifer angespornt fühlen, als ihnen in der Sozialdemokratie ein gefährlicher Konkurrent entstanden ist. Die Maffe der kleinen Kneipwirte und Budiker, wenigstens in den großen Städten, wirkt im Dienste der Sozialdemokratie, von der sie lebt. Das erste, was ein sich zu Höherem berufen fühlender Genosse tut, ist, daß er sein Handwerkszeug hinwirft und eine Kneipe aufmacht. Ist er gar noch „gemaßregelt", so kann er mit voller Sicherheit darauf rechnen, daß die Genoffen ihre Groschen in Bier und Schnaps bei ihm anlegen und ihm ein bequemes Leben verschaffen. Durch eiftioe Parteiarbeit zeigt er sich dankbar. Manche Wirte, die sich im Herzen gar nicht zur Sozialdemokratie bekennen, sehen sich gleichfalls durch ihre Arbeiterkundschaft zur Agitation für die Sozial--
Berlin, den 12. September 1903.
? Nach der .Deutschen Volkswirtschaftlichen Korresp." ist es wahrscheinlich, daß Unterhandlungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Nordamerika über den Abschluß eines besonderen Handelsvertrags bereits eingeleitet worden sind.
** Man erinnert sich gewiß noch, daß vor vier Jahren in den amtlichen stenographische» Berichte» des Reichstags eine Aeußerung des Präsidenten Grafen Ballestrem über die Redefreiheit gegenüber Kundgebungen des Kai fers hinterher von unbekannter Hand eigen« I mächtig geändert worden war, ohne daß der Präsident eine Ahnung davon hatte. Die abenteuerlichsten Gerüchte über die Täterschaft I gingen durch die Presse. Jetzt, nach vier Jahren, [ stellt sich heraus, wie die ,Bresl. Ztg." berichtet, daß nicht einmal der Präsident damals die volle ungeschminkte Wahrheit erfahren hat! Die Untersuchung jenes Vorkommnisses wird sogleich nach dem Beginn der Tagung des Reichstags von neuem ausgenommen werden.
** Der Wahlkreis Dessau-Zerbst ist der Freisinnigen Vereinigung noch einmal erhalten geblieben. In der Stichwahl ist Schrader (frs. Vg.) mit 14392 Stimmen gegen Käppler (Soz.), der 13046 Stimmen erhielt, gewählt worden. Die Konservativen und Landwirtsbündler sind also nicht stark genug gewesen, um durch Wahlenthaltung den Freisinn um die Minderheit bringen zu können, oder sie haben den Wunsch
sich, durch die Unbescholtenhei! seines eigenen Wandels bte Vorzüglichkeit unseres Glaubens dv-zutun. Wie I sehr er heute auch durch seinen leidenschaftlichen Cha- rakter sich zu Härten und Ungerechtigkeiten hinreißen läßt, so dürfen wir es nicht vergessen, welche hohen Verdienste er durch Wiederherstellung unserer katholischen Religion in so vielen Fürstentümern und Grafschaften erworben hat. Einer unserer Ordensleute, der unter seiner Leitung in der Gegenreformation der Herrschaft Freußburg tätig war, erzählte mir kürzlich noch ein kleines Erlebnis, welches «ich herzlich freute. Nachdem unser Pater zu den wiedergewonnenen Katholiken im Kirchlein zu Daden gesprochen und eben die Kanzel verlaffen hatte, trat ihm ein Greis entgegen,vermehr m der altväterlichen Tracht, als in den noch frischen Zügen verriet, daß er dem vorvorige«, dem fünfzehnten
6.
Die Sönigsburg.
WaS so mein Herz gefangen nahm, Ich weiß nicht, wie eS ging und kam. Was also mir die Seel' umfing. Ich weiß nicht, wie e? kam und ging JakobuS Balde.
Das großartige Wohngebände der Freiherren Zandt
Ausland.
* Treguier, 13. Sept. 1903. Dem Leugner der Gottheit Christi, E. Renan,
I ihrer Führer nicht befolgt. Die .Deutsche Tages- ztg." nimmt jetzt für sie das Verdienst in Anspruch, das Mandat vor den Sozialdemokraten gerettet zu haben. „Sie haben, schreibt sie, eine Tat politischer Selbstverleugnung getan, für die sie allerdings nicht den mindesten Dank ernten werden".
*** Der sozialdemokratische Abg. Kun er t stand am Freitag in Halle a. S. -vor Gericht wegen Beleidigung des ostafialische» Expeditionskorps, die er während der Wahlagitation begangen haben sollte. Der Staatsanwalt beantragte drei Monate Gefängnis. Der Gerichtshof beschloß unter Berücksichtigung der Beweisanträge Kunerts die Vertagung. Die Beweisanträge stützen sich nach dem ,Vorwärts' aus Briefe von Chinakriegern, auf Zeugniffe der Kriegs - Berichterstatter, auf Gutachten von China-Sachverständigen und Einforderung kriegsgerichtlicher Akten.
(*) Bromberg, 12. Sept. 1903. Die Regierung zu Bromberg ersucht, wie die,Neue polit' Korresp/ berichtet, die Kreisschulinspektoren ihres Bezirks, darüber zu berichten: 1. ob und in welchem Umfange bei Einweihung von Volksschulgebäuden einer Mitwirkung katholischer Geistlichen als solcher, ganz unabhängig von ihrer etwaigen Beteiligung als Schulinspektoren, im dortigen Bezirke statt- gesunden hat und noch stattfindet; 2. ob bezw. welche Schwierigkeiten dabei überhaupt, insonderheit aber des etwa von den Geistlichen hierbei beanspruchten Gebrauchs der polnischen Sprache sich ergeben haben; 3. ob es sich zur Verminderung solcher Schwierigkeiten empfiehlt, bei den fraglichen Einweihungsfeierlichkeiten van der Mitwirkung katholischer Geistlicher, soweit sie nicht Schulinspektoren sind, künftig Ab- st a n d zu nehmen. — Nun kann es ja nicht mehr fehlen.
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3. parzeSrr in Fulda. wochenbellage: „Juufmerte Sonntagszeitung
„Warum ich das tat? O, ihr könnt fragen warum? Da» war ja doch gar zu spaßig, wie ihr den Perle» nachlieft! Für Euch hatte ich fie fteilich nicht hi« gelegt, sondern für die Sinder; aber was kann ich dafür, toexn auch Ihr, drollig genug, fie Haschen wolltet, wenn auch Ihr mir das Vergnügen machtet!"
„Da ich Euch den Gefallen tat, Jungfer Jsengard, so verratet mir wenigsten» zur Belohnung, mit welchem geheimnisvollen Zauber Ihr den Schmuck wieder w
Der Hexenpater.
Stählung aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges.
O, nun war Fräulein Isa wieder ganz auf der Höhe. Weiße Perlenzähne blickten dem Obrist entgegen.
„Zunächst sagt mir, wie Ihr zu dem Schluff« unsere» Hause» kommt, und wie Ihr heißt."
Der junge Mann verbeugte sich.
„Beide Fragen beantworte ich mit einem Wort
Kesselstatt."
• „Die Jugend ifi rasch in schroffem Urteil," fügte der Pater hinzu. „Nachdem der Schwedenkönig so oft Sieger über die knj erlichen Heere war, glaubte Philipp Christoph, der getane Kenntnis von der wunderlichen Zusammensetzung der kaiserlichen Streitkräfte hatte, wcht mehr an deren Erfolg, wohl aber sah er, daß Gustav Adolf feine Siege zur gänzlicher?. Umgestaltung r ....
“n° iur kirchlich« Reformation Deutschlands benützen I Jahrhundert angehöre. Er stellte"fich "selber" vor' alr
*e' - k? ä“ Itn‘«rtret6en vermochte seiner Ansicht einen Graubart von hundertundzwanzig Wintern, und »ach nur bte em Macht, welche zugleich ihn selbst berichtete mit fast jugendlicher Lebhaftigkeit: von allen seinen Verwicklungen befreien, also feine1 ---------- ' " ' ■ --
geinbe t^m unter die Füße geben kannte. Richelieu
zetgte sich auf die «sie leise Anfrage mehr als bereit,,-----«... ..... WIUU1JC. |VuiC mtuimeur
ben dreier Kurfirsten tatkräftig zu schützen und fast während des Meßopfers mein Gemüt zu Gott erheben, »nvttmertt war .etzterer m bte engsten Beziehungen nicht mehr auf die Fürbitte der Heiligen hoffen, nie zu Frankreich veftnckl. Es ist hef zu bedauern, daß mehr beten: Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für btejer emtnente firm Philipp Christoph, Wallen- uns arme Sünder, jetzt und in der Stunde unseres
und Richeliu ga.ten ja in den Augen der Welt Todes. Da wendete ich mich ab von dem entheilioten s ^2flU,ftngenta der heutigen Zeit — daß Altar. Bor fünfzig Jahren besuchte ich zum letzten
der Kurfürst b?e |«8ge|eidjneten Fähigkeiten nur an- Male diese Kirche. Daß ich heute die so schmerzlich wendet, m» sich und Anderen Ungemach zu bereiten, vermißte Stätte wieder betreten darf, danke ich Euch. . B» Ijoier Blüte hatte dieser geistvolle, von Gepriesen sei Gott, der solchen Tag zu erleben mir fen fefkn * r-:.. o„s.«... foie Gnade gab!"
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Monatzbellage: „Zuldaer Geschichtrblätter". Fernsprecher Nr. 9.
Die neue Bestimmung, daß den Schankwirten die Verpflichtung auferlegt werden kann, bestimmte kalte Speisen und nichtgei- stfige Getränke vorrätig zu halten, wird von der,greif. Ztg/ mit dem Einwurf bekämpft, daß die Wirte schon im eigenen Interesse solche Speisen und Getränke vorrätig halten würden, wenn sie von den Gästen verlangt würden, und daß es nicht auf das Vorrätighalten, sondern auf Güte und Preiswürdigkeit der Speisen und Getränke ankomme. Das ist richtig. Der bessere Teil der Gastwirte wird sich aber kaum damit lange machen lassen, daß hier die Handhabe zu ortgesetzten Einmischungen der Polizei in den inneren Wirtschaftsbetrieb gegeben sei. Was ist >enn der Zweck der Bestimmung? Die Schnaps- kneipen aus der teilten Fusel-Atmosphäre heraus zu heben. Die Kneipwirte sollen genötigt werten, auch noch etwas anderes als Fusel feil zu -alten. Entweder werden die Speisen und nicht- zeistigen Getränke von den Gästen verlangt, um 0 besser für die Gäste, oder sie werden nicht verlangt, um so schlimmer für den Wirt. Kann er sich bei der Erfüllung der polizeilichen ihm in^denti» 9-nö^t Eriche Kerntruppe diese | wahrlich*keinÄMck^
in ben Kneipwirten besitzt, dafür ist ja die eingehen, um so besser. Die ordentlichen ‘ ST’burAh??Äenb“-0 kennzeichnend, Wirte aber geht die ganze Bestimmung nichts die jüngst durch die Blatter ging. Unter den an; die halten ohnehin schon kalte Speisen und <4 bte ttt einem sozial- nichtgeistige Getränke vorrätig.
demokratischen Flugblatt genannt wurden, waren Die Vorschrift, daß geistige Getränke, von Kneipwirte. Das erklärt wohl, warum die Notfällen abgesehen, nicht zum Genuß auf der
Sozialdemokratie sich der Schankwirte annimmt, Stelle auf Borg verabfolgt werden dürfen, ist b?? A*ftegimgen aus den Kreisen durchaus angebracht und nützlich. Es besteht
% n‘e ^ar 7 mÖ0e ?e?en be" aiIfo’ durchaus kein „Bedürfnis", daß ein Arbeiter Kl § Stellung nehmen, keinen Anklang seinen Wochenoerdienst im voraus muß ver-
1 „r r „ saufen dürfen. Das Trinken auf Pump ist eine
Nach dem neuen Gesetzentwürfe soll die Er- Quelle unsäglichen häuslichen Elends. Nur der AÄL^Etrr-be der Gastwirtschaft, zum Einwand ist berechtigt und wird auch von de" Audank geistiger Getränke und zum Kleinhandel ,Kreuzztg/ gemacht, daß der Ausdruck von Not- .
»ei« h!a berm Nach- ja wohl eine bessere Fassung finden. Das Verbot •
»etS d.s Bedürfnisses abhängig fern, (bis- des Verkaufes auf Borg bezieht sich nicht auf I' blefen durch Ortsstatut bestimmt die Verabreichung' von geistigen Getränken, welche I
Zu diesem stattlichen Bau lenkte Dankmar v. Kesselstatt am Nachmittage seine Schritte. Gesenkten Hauptes ging er an der „Steipe", einem gotischen Gebäude aus dem fünfzehnten Jahrhundert, vorüber und vergaß fast, die Ratsherren zu grüßen, welche nach vollbrachter Tagßsarbeit dort unter dem Spitzbogen bei edlem Moselwein beisammen saßen und ihre Meinungen tauschten. So schritt er durch die Fleischstraße, am hochgiebeligen Schiffsleuthius, am Krämeramt»- und am Schöffengerichtsyau» vorüber unj> dachte immer nur: Wie wird Jutta mich empfangen, wie werde ich sie wiederfinden? Er hob den Blick auch nicht, als er am uralten gottschen Rat- und Kaufhause vorüber bi» zum Kornmarkt gelangt war und nun der Zandt'schen Burg gegenüberstand. Daß er zur Erde schaut, hat sein Gute», denn mitten in der Fleischstraße entdeckt er eine kostbare Perlenschnur auf dem PfLster. Er neigt sich, um das Kleinod aufzuheben. Siehe da, die | Perlen entgleiten unvermutet feinen Händen und fliehen schlmigenartig weiter. Eigentümlich, da liegen fie füll! Er bückt fich nochmals. Ei, hat das Ding denn Leben und eigene Bewegung? Er kann e» nicht fassen, da« rollt weiter und liegt dann wieder ruhig. Nun reizt es ihn doppelt, de» Schmuckes habhaft zu werden. Ja ist denn hier Zauberei im Spiel'. Pfeilschnell entgleiten chm bte Perlen wiederum und verschwinden gehennnisvollen Zauber Ihr den Schmuck wieder w endlich sachte unter dem Portal der Königdburg. Euch locktet."» Ziemlich verblüfft steht er da und schaut dem Dinge nach. Blitzartig ab« zuckt bann sein Blick empor und trifft genau ba» Schwarze, nämlich in zwei schwarze Augensterne, bie au» kleinen Gucksensterchen der von Zandt'ichen Pforte lachend herau»strahken.
„Warle, ich kriege Dick!" denkt er, fährt in hie Tasche, langt den Schlüssel heran» und öffnet. Da»