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vrnck und Verlag der Zuldaer Aetiendruckerei in Zulda (Harmonie) Lernsprecher Nr. 9.
JV3 144.
fUldd, Samstag, den 27. Juni 1903.
30. Jahrgang.
Wochen-Runöschau.
(Nachdruck verboten.)
O Fulda, 27. Juni 1903.
Dad nunmehr vorliegende G'samtergebnis der Reichstagswahlen vom 16 Juni bar den Eindruck der ersten Wahlnachrichien' -bestätigt. Da« Zentrum hat sich glänzend behauptet. Gleich im ersten Wahlgang errang 88 Mandate. In den 35 Stichwahlen, an denen es beteiligt war, hat es noch soviele Mandate gewonnen, daß es ungefähr in alter Stärke wiederkehrt. Der extrem-agrarische Ansturm, der im Rheinlande gegen das Zentrum versucht wurde, ist Nüglich gescheitert. Die Polen in Oberschlesten haben mehr Erfolg aufzuweisen: in zwei Wahlkreisen Haden fie es zur Stichwahl gebracht und «inen von diesen haben sie erobert. Man muj die Kurzsichtigkeit der Polen bewundern,
die eS fertig gebracht hat, daß da« Zentrum in Duisburg, Bochum und Dortmund nicht in die Stichwahl gekommen und daß ei in Lamahütte zu Ereignissen gekommen ist, welche zweifellos auf die Polittk der Regierung gegenüber den Polen nicht ohne Ein» fluß bleiben werden. Die Sozialdemokraten haben im ganzen etwa 80 Mandate errungen wie zu erwarten war. Die enorme Zunahme der sozial« demokrotischen Stimmen erfordert für die Folge eine energische Bekämpfung der Sozialdemokratie. Alles in allem brinaen die Wahlen keine wesentliche Verschiebung der Parteiverhältniffe- Das Zentrum bleibt die ausschlaggebende Partei.
Der Kaiser hielt am Samstag voriger Woche bei der Enthüllung de« Kaiser Wilhelm-Denkmals in Hamburg wieder eine große Rede. Er feierte darin vor allem in der bekannten Weise seinen Großvater und sprach die Ueberzeugung au», daß Deutschland eine große Zukunft bevorstehe. Die Wahlen scheinen ihm aber doch einige Enttäuschung bereitet zu haben, was nach seinen Reden gegen die Sozialtemok atie ja gar nicht zu verwundern ist. Er sprach von Jena und Tilsit, von wo es nach Versailles gegangen sei, mahnte, den Kopf hoch zu halten und das Knie vor dem großen Alliirten zu beugen, der die Deutschen noch nie verlassen und immer wieder ans dem Staube emporgehoben habe, und wiederholte „aus tiefstem Herzen" den Notschrei, daß das deutsche Volk seinen Idealen und sich selber tr-u bleiben möge. Den Hamburgern dankte er für den „überwältigenden Empfang", den Groß und Klein, Alt und Jung, Hoch und Niedrig ihm bereitet habe. Dabei hatten dieselben Hamburger wenige Tage vorher mit überwältigender Mehrheit drei Sozialdemokraten für den Reichstag gewählt, ein Beweis, daß Hurrahschreien und Tücherschwenken einer neugierigen Menge noch lange nicht, wie der Kaiser meint, eine Bürgschaft für die Gesinnung der Bevölkerung ist. Es bat in den letzten Jahren eine bedenkliche Unzufriedenheit um sich gegriffen, an der die Regierungspolitik nickt zuletzt schuld tst. Das sollte man sich doch nicht verhehlen und man sollte lernen, den Wert lärmender Empfangskundgebungen richtiger zu würdigen.
Der hl. Vater hat am Montag u. a. den Erzbischof von Köln zum Kardinal ernannt.
In Ungarn ist die durch die Obstruktion gegen die Wehrvorlage herbeigeführte Regierungskrisis noch nicht überwunden, da die Bildung eines Ministeriums auf große Schwierigkeiten gestoßen ist.
In Frankreich hat der Ministerpräsivent Combes eine neue Verschärfung des Vereinsgesetzes, welche sich gegen die Lehrtätigkeit der Kongregationsmitglieder richtet, dem Parlamente unterbreitet. Mit 316 gegen 270 Stimmen wurde die Dringlichkeit der Beratung genehmigt. Die Minderheit nannte das Gesetz eine Schande für eine republikanische Versammlung, da dasselbe einen Eingriff in die bürgerliche Freiheit bedeute.
In Italien hat die Ministerkrisis ihre Lösung vorläufig dadurch gefunden, daß der Minister des Inneren Giolitti und der Marineminister Bettolo ausschieden und zwei der bisherigen Minister die interimistische Verwaltung der beiden Ministerien übernahmen. Wenn nun die neuen Minister gefunden sind, wird wohl bald auch eine neue Krisis aus- brechen.
In Serbien ist am Mittwoch König Peter I. unter dem Jubel feiner getreuen Untertanen in die Reichshauptstadt eingezogen. Allem Anschein nach herrscht in Serbien eine Diktatur der Offiziere, die die blutige Umwälzung herbeigeführt haben. Diese sollen, da der König das Belgrader Blutbad verurteilt haben soll, mit ihm schon nicht mehr zufrieden fein. Zu den inneren Schwierigkeiten kommen die äußeren, da sowohl Rußland wie Oesterreich eine Bestrafung der Mörder verlangen. Der russische Hof hat für das ermordete Königspaar auf 24 Tage Trauer angelegt Die englische Regierung scheint Schwierigkeiten wegen der Anerkennung machen zu wollen, solange die Mörder noch nicht bestraft sind. England hat seinen Vertreter in Belgrad vorläufia abberufen. Der arme Peter! Wir find bereit, seiner Versicherung Glauben zu schenken, daß er das Verbrechen, durch das er auf den Thron gelangt ist, nicht gebilligt und vorher nicht darum gewußt hat. Aber tote soll er die Mörder strafen? Die Volksvertretung hat soeben den Königsmord feierlich gebilligt und der Armee den Dank des Landes für ihr Verhalten ausgesprochen und die provisorische Regierung hat, wie als Antwort auf die Forderung Rußlands, eines der Häupter der Verschwörung, den Oberstleutnant Militsch, zum Platz- kommandanten von Belgrad ernannt. Wie kann der neue König da die Bestrafung der Mörder betreiben, zumal da er selbst im Volke noch wenig aufrichtige Anhänger zu haben scheint, sondern erst Wurzel fassen muß. Wollte er jetzt etwas unternehmen, so müßte er gewärtigen, daß eine neue Verschwörung oder gewaltsame Empörung ihn alsbald um die Krone, wenn nicht das Leben brächte. Man kann das Verbrechen vom 11. Juni noch so scharf verurteilen, aber man muß doch auch sagen, daß man von König Peter nicht da« Unmögliche verlangen darf. Hoffentlich gelingt es ihm aber mit der Zett, die Rädelsführer der Mordnacht nicht allein aus ihren Stellen und aus Belgrad zu entfernen, sondern mit einem Fußtritt über die Grenze zu jagen.
Die Bluttat in Serbien hat allerlei unheimliche Gerüchte von sonstigen Komplotten und Anschlägen im Gefolge gehabt. Der Sultan sollte von albanefischen Truppen zur Abdankung gezwungen oder gar getötet worden fein. Vierzig Verwundete sollten jüngst nacht« aus dem Mdiz-Palast geschafft worden sein. In der Konstantinopeler Schule, in der Häuptlingskinder erzogen werden, sollte ein Aufruhr entstanden sein, zu
dessen Unterdrückung Truppen verwendet wurden und bei dem e» Tote und Verwundete gab. Geaen den Zaren Nikolaus sollte im Zarskoje-Shelo ein Attentat versucht worden sein, das aber im letzten Augenblicke noch vereitelt wurde. Auch gegen den Fürsten Ferdinand von Bulgarien sollte irgend ein Anschlag versucht worden sein. Allem Anschein nach handelt eS sich bei alledem um haltlose Gerüchte. — In Mazedonien sollen die blutigen Ereignisse in Belgrad da- Bandenunwesen neu angefacht haben
Unpolitische ZettlSuse
(Nachdruck verboten.)
(0 Berlin, 25. Juni 1903.
Ist denn nun die Wühlerei endlich vorbei? Was die Wahlen zum Reichstag angeht, so heißt es freilich „Hahn in Ruh" (abgesehen von dem Zufall einer einzelnen Ersatzwahl). Aber sonst wird weitergewählt, bald hierzu und bald dazu. Z. B. in Preußen nach einigen Monaten zum Landtage. Von Zeit zu Zeit kommen auch die Gemeindewahlen. Dann Gewerbegerichtswahlen, Kassenvorstandswahlen und bergt. Wer sich an Genossenschaften beteiligt, kann auch da zeitweilig wählen. Der Kapitalist gehl in die Generalversammlung seiner Aktiengesellschaft und tut so, als wenn bei der Wahl des Aufsichtsrats auch seine Stimme in die Wagschale falle. Und nun noch die Vereinsmeierei mit ihren Wahlen in Vorstände und Ausschüsse: — So wählt sich der moderne Mensch so durch das Leben hindurch, bis er selbst vom Tode auserwählt wird. Die alte Redensart von der Wahl und Qual muß doch wohl nicht recht zutreffen; denn wenn das Wählen eine Qual wäre, würde nicht so viel gewählt werden. Im Gegenteil: das Wählen hat etwas erhabendes. Der Stimmzettel ist eine Quittung darüber, daß der Wähler wirklich ein Mensch ist; denn das vorzüglichste Kennzeichen der Menschenwürde ist der freie Wille, und meine Willensfreiheit bekundet sich recht schön darin, daß ich nach meinem Belieben den Schulze oder den Müller wählen kann. Zweitens bescheinigt uns der Stimmzettel, daß ich auch etwas zu sagen habe. Die Herrlichkeit des Volkswillens geht in Millionen Portiönchen, so daß auf den einzelnen nicht sehr viel entfällt; aber etwas ist mehr als nichts, und daß meine Willensmeinung überhaupt mit in die Wagschale des Schicksals fällt, das erhöht mein Selbstbewußtsein. Eigent, sich verdient der vollberechtigte Wähler erst den Titel „Herr".
Die Frauen, sagt man, haben kein Wahlrecht. Auf dem Papier der Gesetzsammlung nicht, aber sonst wohl. Man sagt auch, die Frauen hätten auf dem Heiratsmarkt kein aktives Wahlrecht, sondern blos das passive, d. h. sie müßten still abwarten, bis sie gewählt werden. Wir wissen aber alle, daß das weibliche Geschlecht sich zu helfen weiß, noch geschickter, als das männliche. Die Männer bilden sich oft ein, daß sie aus herrlicher Selbständigkeit wählten, und dabei werden sie gewählt. Du glaubst zu schieben und du wirst geschoben! Der Mann gibt den Zettel ab; aber die kluge Frau redet einen Ton mit bei der Auswahl des Zettels.
Wenn wir nun unter den modernen Verhältnissen allzumal Wahl wesen werden, die sich ihr Leben mit Wahlversammlungen und Wahlterminen vertreiben müssen, so gebietet die Klugheit, daß wir uns gleich auf die Wahlkunst regelmäßig emrichten. Der gute Wähler muß einer Uhr gleichen, die nicht etwa alle 5 Jahre einmal in Gang gesetzt wird, sondern vielmehr alle Tage geht und fortwährend die rechte Zeit anzeigt. Der tüchtige Staatsbürger muß immerzu auf dem Laufenden fein; er muß stets wissen, was los ist in der weiteren und der engeren Welt, und wenn plötzlich eine Auflösung erfolgt ober sonst ein Anlaß zu beschleunigten Neuwahlen vorliegt, so muß er bereit fein. Ja, auch ber Wahlaufruf kann kommen wie ein Dieb in ber Nacht; vor dem Tobe und vor dem Wahlzettel ist man nie sicher. Darum muß sich Jeder fortwährend bereit halte«, sowohl für den Sarg, wie für die Urne. Zugleich haben die modernen Eltern die Pflicht, ihre Kinder zu tüchtigen Wahlwesen heranzuziehen. Früher fagte man: Pfahlbürger; jetzt muß alles Wahlbürger werden.
Also die Wahloorbereitung ist Familien- fache, die von langer H an d betrieben werden muß. Und es gibt ein bequemes, billiges, sogar angenehmes Mittel zu diesem Zweck. Halte einfach eine gute Zeitung. Keinen farblosen Wisch, sondern ein kräftiges katholisches Tageblatt, ein tüchtiges Zentrumsblatt. Mit 1.50 Mk. vierteljährlich kann man sich so einen liebenswürdigen und nützlichen Hausfreund schon beteilen. Wo fortwährend ein gutes Blatt ins Haus kommt, da weiß man Bescheid, sowohl Iber das, was passiert, als über das, was zu tun und zu lassen ist. Wo man alle Tage auf
dem Lausenden geblieben ist, da läßt man sich nicht überrumpeln und überlisten von den Bauern - fängern, die einige Tage vor ber Wahl auf zutauchen pflegen. Da braucht man nicht nach ben Phrasen eines Fremden zu tanzen, sondern kann sich eigene Gedanken, ein eigenes Urteil bilden. Eine selbständige Umsicht ist gleich einer Pflanze: sie läßt sich nicht in einigen Stunden des Tages machen, sondern muß ih <■ Zeit und ihre Nahrung haben, um allmählich heranzuwachsen. Die tägliche Hauszeitung gibt deiner Geistespflanze Nahrung, Licht und Halt.
Gerade jetzt ist eine solche Mahnung zett gemäß. Denn manche Leute meinen, man brauche eine Zeitung nur im Winter zu halten; im Sommer, namentlich im dritten Quartal von Juli bis Oktober, habe man „keine Zeit" zum Lesen. Das stimmt nicht. Wenn man auch nicht viel Zeit zum Lesen hat, so bleibt boeb immer et w a s Zeit und auch ein Bedürfnis. Man will sich doch mal erholen von ber Arbeit ober von der Bewegung im Freien, und in den Ruhepausen vermißt man etwas, wenn man nicht feine gewohnte Zeitung zur Hand hat. Man will doch auch von Zeit zu Zeit erfahren, wie es in der Welt Izugeht, um nicht aus dem Zusammenhänge zu kommen. Im Herbst und Winter ist es manchen schwer, sich über den Lauf ber Welt recht klar zu werden, wenn er im Sommer den Faden verloren hat. Der Nutzen und die Annehmlichkeit, welche eine Zeitung bringt, wiegen auch im Sommer die wenigen Groschen Bezugs- gelb mehrfach auf.
Keine katholische Familie ohne ein katholisches Blatt! Das sage ich nicht etwa bloß ber Politik halber, fonbern auch des Glaubens und ber Tugenb halber. Es geht nicht mehr wie früher, als bie Jugend noch in Unbefangenheit ohne ernste Versuchungen aufwuchs. Jetzt hören bie Heranwachsenden Jünglinge und Jungfrauen grobe und feine, spöttische und ingrimmige Angriffe auf Glauben und Gottesfurcht; es werden Zweifel erweckt und Fragen angeregt, die Antworten verlangen. Eine Stütze tut not und eine Waffe zur Abwehr. Nach beiden Richtungen hin wirkt bie gute Zeitung. Indern sie fortwährend Zeugnis ablegt für den Glauben und die Kirche, stützt sie das Vertrauen und das Selbstbewußt- fein der katholischen Jugend, und indem sie die Zeit- und Streitfrage beleuchtet, liefert sie fortgesetzt Material zur Lösung von Zweifeln, zur Abwehr von Angriffen. Der erzieherische Zweck wird um so besser erreicht, wenn das Blatt in seinen wichtigeren Artikeln gemeinsam gelesen ober wenigstens am Familientisch besprochen wird. Gerade die Zeüung gibt den Eltern ober ben sonstigen erfahrenen Anverwandten und Hausfreunden immer wieder die gute Gelegenheit, um ohne auffallende Absichtlichkeit mit der Jugend ein belehrendes und anregendes Gespräch über religiöse, sittliche und soziale ober politische Angelegenheiten anzuknüpfen. Und derartige erzieherische Gespräche sind notwendig, wenn für das Gift, das in den Werkstätten, den Gesellschaften, auf der Straße rc. der Jugend beigebracht ist, rechtzeitig als Gegengift besorgt werden soll. Es geht nicht mehr an, daß man die Kinder einfach so auf wachsen läßt, ohne daß sie von den Schlechtigkeiten der glaubens- und sittenlosen Welt etwas merken. Die Welt drängt sich an sie heran, und der schlechte Zeitgeist nistet sich bei ihnen ein wie ein Diphtheriekeim, wenn nicht das Heilserum gegeben wird. Und das unentbehrliche Heilserum ist die fortgesetzte Belehrung über die Zeit- und Streitfragen, die Lösung der entstehenden Zweifel, die stete Auffrischung des guten Willens.
Wenn die Kinder des Lichtes sich von den Kindern der Welt nicht unterkriegen lassen wollen, so müssen sie in die modernen Verhältnisse sich schicken und alle modernen Mittel zu gebrauchen wissen. Die treuen Christen und vor allem die Katholiken müssen Leute sein, die nicht bloß für ben Himmel, sondern auch, wie man zu sagen pflegt, in die Welt vassen. Darum gehört jetzt in ein christkatholisches Haus außer der Handpostille und dem Rosenkranz auch eine Zeitung, aus der die Familie lernt, wie es in der Welt aussieht und was der Christ dabei zu denken und zu tun hat. —
Nun kommt vielleicht eine spitze Zunge und sagt, als Zeitungsschreiber wolle ich Reklame machen für das eigene Geschäft. Aber die Sache ist wirklich zu ernst und zu wichtig für solche kleinlichen Gesichtspunkte. Die Presse ist doch etwas mehr als ein Geschäft, die gute Presse ist ein Apostolat, eine Stütze des Glaubers und der Tugend, ein unentbehrliches Hütfsmittel der wahren Kultur. Der katholische Volksteil in Deutschland hat Ehre eingelegt; er hat seine innerliche Äüchtigkeit bewiesen und sich Respekt im öffentlichen Leben erworben. Wären wir soweit gekommen, wenn
Die Heltmz eines guten $latte5 ist im Hinblick auf die politischen und sozialen Zeitoerhältnisse dringend geboten. Heutzutage ist das Lesen einer Zeitung, die täglich über all diese Dinge rasch und zuverlässig berichtet, ein Bedürfnis für Jedermann, der für die Vorgänge auf der Weltbühne Sinn und Interesse hat.
Katholiken! Lernt von unseren Gegnern, die da unermüdlich sind in der Verbreitung ihrer Presse. Der hl. Vater, die H. H. Bischöfe, die geistlichen und weltlichen Führer der Katholiken und die Katholikenversammlungen haben es wiederholt als eine Pflicht eines jeden Katholiken bezeichnet, nach besten Kräften an btr Verbreitung der katholischen Presse mitzuarbeiten. Katholiken seit eingedenk dieser Mahnung! Haltet die gegnerische Presse fern aus euern Häusern und sorget dafür, daß in jeder katholischen Familie ein katholisches Blatt gelesen wird.
Anläßlich des Quartalswechsels laden wir daher unsere verehrten Leser zu recht zahlreichem Abonnement ein und richten zugleich die Bitte an sie, uns in der Gewinnung neuer Abonnenten durch Empfehlung in Freundeskreisen nach Kräften zu unterstützen. Um bei dem herann henden Quartalswechsel unliebsame Störungen zu vermeiden, ist es gut, wenn man schon jetzt bei den Postanstalten die Bestellung bewirtl, was am einfachsten durch den Briefträger geschieht.
Die .guldaer Zeitung' mit der achlseitigen Gratisbeilage »Illustrierte Sonntags=5ettung‘ ist das einzige täglich erscheinende Blatt der Zeutrumspartei in der Diözese Fulda und im Regierungsbezirk Kassel; sie behandelt die neuesten Tagesfragen in allgemein verständiger Weise. Die politischen Fragen sind kurz und übersichtlich zusammengestellt; den lokalen und provinziellen Vorkommnissen wird große Sorgfalt gewidmet und auf ein spannendes, sittlich reines Feuilleton besonderes Gewicht gelegt. Zahlreiche zuverlässige Mitarbeiter in Berlin, sowie in der Provinz setzen uns in den Stand, über alle wichtigen Ereignisse bedeutend früher zu berichten als die anderen Blätter hiesiger Gegend.
Durch ausgibige Benutzung des Fernsprechers sind wir in der Lage, über alle bedeutenden Vorkommnisse in der Welt rasch zn berichten. Durch Vertrag mit dem Wolff- schen Depescheirbureau haben wir uns die Uever- mittelung der
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„Zuldaer Geschichtsblatter", ' I
die monatlich erscheinen, hochwillkommen sein. |
Die amtlichen Bekanntmachungen, so- | wie die Holzvcrkäufe, Marktberichte und H ähnliche Anzeigen von allgemeiner Wichtigkeit ■ werden aus den für unseren Leserkreis in Be- I tracht kommenden Kreisen sämtlich in der H ,Fuldaer Zeitung' veröffentlicht.
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65 erscheint nur noch eine Summer, -n I