amswg, den 27. Juni 1903.
30. Jahrgang.-
Sottes-ienstor-nung in Zulda.
S Uhr hl.
sind noch neueren Datums.
Drittes MW
Reimgungsmethoden, der isich in jüngster R, neueste auch tue Ozonisierungsmethode zuqeselll hätte I «RmTOunton der christenlehrpfl.Jungfrauen.
Diese komme hauptsächlich für ObeEchenwasser m L.W. ^effe und Predigt, 9'/, Uhr Amt und
Wenn auch der Rosenkultus im Heidentum zuweilen einen etwas leichtfertigen Charakter । trug, das siegreich einziehende Christentum gab der Blume eine durchaus andere Bedeutung. In manchen Legenden wird die Rose als Zeichen vom Himmel zur Erde gesendet, in vielen frommen Sagen ist sie aus dem Blute des Heilandes erstanden, oder sie wächst ungepflanzt und ungepflegt in der Nähe von Muttergottesbildern und -Kapellen. Zahlreich sind die Legenden, wo sie mit der Erbauung von Kirchen verwoben worden ist, so der tausendjährige Rosenstock am Dome zu Hildesheim. Immer neue Ausläufer treibt der kräftige Stamm, und tausendfältig schimmern die weißen, rot angehauchten Blüten, die Joh. H. Cohausen einst besang:
Deutsche Dichter aller Zeiten haben die Rose besungen, vom Dichter des Rosengartens des berühmten Zwergkönigs Saurin bis zu Julius Wolff.
stift. Ein Taffe oder vielmehr ein Täßchen Tee beschließen die Mahlzeit. Dem verdorbenen europäischen Geschmacke würde weder die Größe der Gefäße noch die Qualität der Getränke zusagen. Die letztere ist von wunderbarer Feinheit jtr.b entzückendem Aroma. Man trinkt den Tee, der durch bloßes Aufaießen von kochendem Wasser bereitet wird, aus sehr kleinen Schalen, die kaum viel größer als Fingerhüte sind. Auch das Teetrinken hat seine bestimmten Formalitäten.
Nichts sind die Rosen von Pästum, sie sind nur kurz - , . und zerfallen,
Du aber zierst den Dom ewig, ein Zeichen und Pfand, Daß, so lange die Inster die städtischen Ufern bespület Wird des Bischoss Thron stehen in Blüte und Kraft
ins graue Altertum reicht die Sitte, uebe Angehörige, Freunde und Bekannte, die von
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plaudert ein amerikanisches Blatt allerlei Interessantes aus: Man sagt, daß man die Chinesen, mtt noch größerem Rechte als man sie „das Volk der Spieler nennt", das „Volk der Köche" nennen könnte. Es gibt nämlich kaum einen Eingeborenen im Reiche der Mitte, der nicht eine mehr oder minder starke Neigung zum Kochen, Backen und Braten besäße. Vom Mandarin ersten Ranges abwärts bis zum Kuli, von der rechtmäßtgen Gattin des Großkaufmanns bis zur heimatlosen Bettlerin nimmt alles an der Zubereitung der Speisen das größte Interesse. Die Zahl der regelrechten Speisen in China ist Legion, aber ihre Zubereitung ist, vom Standpunkte eines europäischen Magens, abscheulich. ®.em Fremden, der durch die Straßen einer chinesischen Stadt hinschreitet, fallen zuerst die mehr als zahlreichen Küchen (zugleich Eßhäuser) auf, deren Düfte die Straße oftmals weithin geradezu in einen Nebel einhüllen. Da die Kochherde aller dieser öffentlichen Küchen ent- I weder vor dem offenen Fenster oder direkt vor der Tür aufgestellt sind, fo ist es dem Vorübergehenden leicht, einen Blick auf die Speifen und
5 Art ihrer Zubereitung zu tun. Dem Koch selbst ist es sehr erwünscht, wenn er durch seine Ochern Neugierige anzulocken vermag, denn die öffentliche Zubereitung der Speisen ist selbständ- lich nichts als ein Reklamemittel. Die Reichhaltigkeit und Seltsamkeit des Speisezettels in einem solchen Restaurant ist wahrhaft achtunggebietend. Gekochter Reis, alle Sorten grünes Gemüse, settes Schweinefleisch, mageres Ziegenfleisch und Fische sind die Alltagsspeise des „kleinen Mannes' aber daneben sinden sich die größten Delikatesten des Wassers, der Erde und der Lust: Schlangen, Käfer, Würmer, Frosch-j schenke!, Schmetterlingspuppen, ein Dutzend verschiedener Vogeleier, Hunde, Katzen, hundert verschiedene Insekten, Fischflossen und überdies Tausende von süßen Backwerken. Die Puppen der Seidenraupe werden als eine der größten Delikatessen angesehen; man ißt sie gekocht mit einer süßen Brühe. Unter den Raupen sind es besonders zwei Gattungen, die vor dem Magen des mandeläugigen Feinschmeckers Gnade gefunden haben; die eine wird im Bambus-, die andere im Zuckerrohr gefunden und in allen möglichen Formen gegessen. Viele Gerichte aus dem Reiche der Blumen würden ohne Zweifel auch bei uns ihre Liebhaber finden, im großen und ganzen aber ist die chinesische Kocherei nichts weniger als verführerisch, „Man muß," wie einst ein amerikanischer Humorist meinte, „eine gußeißerne Nase besitzen, um sich mit dem, was die Chinesen „pueng sui“, die Europäer „haut goüt“ nennen, befreunden zu können. Bei Tische essen die Männer bedeckten Hauptes und bemühen sich, wenn sie wohlerzogen sind, die Arbeit des Kauens, Verschluckens und Verdauens der Speisen mit größtmöglichem Geräusch auszuführen. Das Schmatzen der Lippen, Zähneknirschen, Zungenschnalzen und lautes gedehntes Ausstößen beim Essen, das ist die Hochflut der Höflichkeit gegen den Gastgeber, der sich bei besonders lautem Ausstößen lächelnd und hoch-
Die Fiose.
Es gibt kaum eine Blume, die mehr Reize in sich vereinigt, als die Rose, die Königin der Blumen. Durch Gestalt, Farbe und Duft gleich ausgezeichnet, ist fit umwoben von der Sage aller Völker; Dichter m d Sänger preisen ihre Schönheit. Als das eigentliche Vaterland der Rose ist Persien anzusehen, „wo sie in der Umgebung der Hauptstadt Teheran in einer Vollkommenheit gedeiht, wie in keiner Gegend der Welt", sagt der Geograph Karl Ritter.
Erscheint täglich, mit /W M
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§chriftleiter:Zof.vaum
3- parzeller in Hulda. Wochenbeilage: „Illustrierte 5onntag§zeitung
Zwecken. Von vielen Rosenarten weiß man die
ÄÄK ££h mo tt I =ÄT «flSWSÄaUÄJ köstliche Teerose: So Srnnr» unh <n;„r das Mafspi- . a"T
.Die Rose ist auch das Sinnbild des Martyriums. Einst, ei^ählt eine Legende, drückte man einer Märtyrerin eine Dornenkrone aufs Haupt, ehe man sie in den Tod sühne. Als man kam, das Opfer zu bestatten, war aus der Dornenkrone ein herrlich duftender Kranz weißer Rosen geworden.
Jöer kennt nicht die zarte Legende von den Rosen der heiligen Elisabeth, der frommen Land- graftn von Hessen und Thüringen, in deren «eben auch die Dornen nicht gefehlt haben! ^hre mildtätigen Spenden verwandelten sich in Dem Augenblick, als ihr strenger Gemahl er- schlen, m Rosen. Eine anmutige Rosenlegende erzähl: uns Bechstein: In Pirna hing eine Jung- ei e’nem Kirchenfest einen Rosenkranz an ctie/ ,nb‘ Der Kranz verdorrte, blieb aber 70 we hängen. Da erschien ein steinaltes Mütterchen und erinnerte den lieben Gott an den
IP ^a^ren heimlich ausgesprochenen Wunsch. Der Kranz fing wieder an zu grünen, trieb neue .-Pi-?en,. die zu Rosen erblühten und die Alte ichlies bei diesem Anblick zur ewigen Ruhe ein.
Das Christentum weihte die Rose Maria, der reinsten Magd, sie wurde die Rosenkönigin, und einmal in den Kult der Gottesmutter hin- emgezogen, wurde sie zum Symbol jeder Tugend j gewählt.
Siemens'schen System in der Weise, daß der Oz, ström unter mäßigem Druck in Türme geleitet „ tn denen über eine zirka 2 Meter hohe Kiesschicht zu sterilisierende Wasser in feiner Verteilung he Ä „ H'°rbei wird ein Teil des Ozons im Wasser P1° bakterientötend und auch noch in Dnnnfftitfmor ittih ........ , 7Z . ” .
f“brer.§ schloß Redner seinen Vortrag mit einigen Be- s^acytangen über die ausländischen Systeme und über die Cyamen des Ozonveifahrens in der Wassertechnik.
I . ®i3 eutscylichcs Lnftballovnnglück ereignete I o r ÜUf Sardinien. Dort wollte der
i • !ffer Maria Petrori mit seinem Ballon Trinacria I ounteigen. Als der Ballon in die Lüste stieg, blieb I bsr Bergmann Lötza, der bei den Vorbereitungen für die Auffahrt geholfen hatte, an einem Seil hängen und wurde mit Hinaufgenffen. Die große Volksmenge, die dem Ausstieg beiwohnte, blieb zuerst wie versteinert stehen; dann wurde ein einziger Schrei des Entsetzens laut. Nachdem Lötza etwa 100 Meter hoch mitgerissen war, verließen ihn dir Kräfte; er ließ den Strick los H3® stürzte in die Tiefe, wo er mit zerschmetterten Gliedern als unförmige Masse liegen blieb.
* Der Zopf. Er wird den Chinesen nicht mehr lange zieren, der Anfang zu seinem Untergänge ist gemacht. Jüngst wurde gemeldet, daß die chinesischen Schönen kein Gefallen mehr finden an zu kleinen n. Nun steht eine zweite Moderevolution in Sicht. Wie die Frauen ihre Füße zu klein, so finden die Manner ihren Zopf zu lang und sie wollen sich nun- mebr der europäischen Haartracht anbequemen. Die chinesischen Zeitungen bringen die Nachricht, daß vom 1 erften Sage des dritten Monats an an die Bewohner des himmlischen Reiches" die Aufforderung ergehen wird, ihren Zopf abzuschneiden, jenen traditionellen Zopf, der dadurch, daß die Haare fest zusammengebunden werden, viel zum mandelförmigen, geschlitzten Augen- schnitt der Chinesen beiträgt. Das wäre eine Reformtat ohne Analogie in der europäischen Kulturgeschichte.
I?en?,. welche vieltausendjährige Sitte wäre bei unS so ahlings über Bord geworfen worden, welche Sitte auch hätte ein so ehrwürdiges Alter erreicht.
* Ein probates Mittel. Ein lustiges Geschichtchen erzählt der,Crr de Paris': Während der Kälte, die I 'm April herrschte, hatte man überall, wo man fich's leisten konnte, Kamine, Oefen und Wärmeleitungen wieder zu Heizen begonnen. In Auteuil aber hielt es der Direktor einer großen Schule für unnötig, im Sltortl noch Geld für Feuerung ausgeben zu lassen, und man ftor in den Klassen ganz fürchterlich. In lhrer Not schickten die Schüler der höheren Klassen eine Abordnung an den Schulgewaltigen, der ganz erstaunt tat, als er hörte, daß es in den Zimmern bor Kalte nicht auszuhalten sei. „Sie frieren w>rklich?" fragte er. — „Natürlich, Herr Direktor. Es herrscht be, uns eine wmrhast sibirische Kälte. Die Schule ist ja ollen möglichen Winden ausgesetzt und nur Zwei Schritte von der Seine entfernt. Uebrigens können Ihnen alle Thermometer beweisen, wie kalt es bei uns ist." — „So, so! Na, wenn die Thermo» meter wirklich Kälte anzeigen, muß ich schon Abhilfe fwaffen. — Glücklich und zufrieden gingen die Schmer in die Klassen zurück, um über ihre Mission Berich zu erstatten. „Morgen wird gebeizt!" schrien t . "ochsten Morgen war nun zwar auch nicht geheizt, aber man fand in den Schulzimmern kein einziges Thermometer mehr. Der Direktor hatte sie Ü Trinkwanerreinigung durch Ozo«. Bei der alle entfernen lassen!
Sonntag, 28. Juni. Dom. 5, 6 und 7 Uhr nr .----------- «v« ulc utiimteoenen , ® und Predigt, '/,10 Uhr
Arten von Waffern, welche überhaupt für Tri^lwaffer- v ubr Sbriftenlebre, 12 Uhr hl. Messe,
J^ra0e Awwen können, ferner über die für Chn,Entehre, 4 Uhr Predigt und
diese Zwecke zum Tee! erforderlichen und gebräuchlichen Michaelsbruderschaft - Stadtpfarrkirch«. ö Uhr Reinigungsmethoden, der isich in jüngster Zeit a.s otJÄ“®6 ^digt, 6 Uhr hl. Messe. 7 Uhr heil, neueste auch die Ozonisierungsmethode zugefeut hätte o Kommunion der christenlehrpfl. Jungfrauen, Diese komme hauptsächlich für Oberflächenwaffer m LÄ ^?digt, 9'/, Uhr Amt und
Frage wo sie zum Teil auch als Erfatz der Entlastung RÄÄL-, ’J’? p-a Uhr Christenlehre, 3 Uhr ber Filter verwandt weiden könnte. Redner kam dann - Michaelskirche. 2 Uhr
bw chemische Natur des Ozons und die Art seiner U"b ®£“bÄft Don bcn fieben Schmerzen
Herstellung zu sprechen. Die Herstellung des Orons « ^iankirche zum hl. Geiste. 8 Uhr Hoch-
,UT x^s.^fnlionszwecke geschieht in der Weise, daß Andacht mit Segen. — Fraueu-
es*.«!«*«»»!«-»-d.s|is-MLW ä’.sSto 7 «v.^enderschaftsmesse mit gemeinsamer Kommunion 8 Uhr Rosenkranzmesse, 9 Uhr Hoch- 2 Uhr Predigt und Andacht mit Umgang für die Bruderschafts^orstantus^"^' beS
Die Rose wird schon in den ältesten Zeiten erwähnt und scheint besonders den Juden heilig gewesen zu sein; Rosen und Myrten waren als Brautschmuck bestimmt.
Die Griechen kannten bereits wilde und Gartenrosen, einfache und gefüllte, helle und tiefrote. Sie zogen, ihren gesteigerten Luxusver- hältmssen entsprechend, die Rosen im großen, und entzogen ihre Felder dem Getreidebau. Ganze WWWZ!WUM§W WWWWMWW Rosen auf den Weg. ' Die Römer der älteren Legate aus damit es ihren Gräbern nicht Zeit schmückten die Gräber ihrer Verstorbenen her Web? t b,e ?°Le. das Symbol
mit Rosen und feierten zum Andenken an ihre al« a « en blS .^U1? heutigen Tag, und Toten ein Rosenfest, welches am 23. Mai statt- unserer Aebew^"^" ro,r fte auf ben ®räbetn
köstliche Teerose; La France und Marschall Niel das Waff^r. «r^g hstr?^ finS —- von Zeichnungen und Modellen die Ozonwasserwerke
^"derborn und Wiesbaden zu erklären, von welchen I »Erlich das erstere em typisches Ozonwerk für Trinkwasserversorgung darstelle, während' das Wiesbadener weniger typisch sei, weil es sich hier zunächst nur um Reinigung von Gebrauchswaffer handele. Es folgte hierauf eine ausführliche Erklärung der in den Ozonwafferwerken angebrachten automatischen Sicher- ^m§Dkrt!*ten»ÄT?e8en ^Betriebsstörungen, wie solche etwa durch zufälliges Versagen der elektrischen Strom- feita110- "der der Ozonluststromleitung anbei«
leits eintreten könn-en. An einem technischen Modell demonstnerte der Vortragende einen Ozonapparat, wie er ««wenbung findet und erläuterte auch die nonflruttion der schon oben erwähnten bei diesem neuen System als Absorptionsvorrichtung eingeführten Ikmstsallonstürme. Im Anschluß an diese technischen Ausführungen berichtete der Vortragende an Hand von Tafeln und Tabellen über die bis dahin nut Ozon- toaffetmerfen erzie'ten bakteriologischen Effekte, wie solche mit sehr günstigen Resultaten durch Versuche mit pathogenen Bakterien (Cholera, Typhus und Ruhr) ”°n Dhlmüller und Dr. Prall vom ^^ei^^§«
CDn Professor Proskauer und Oberstabsarzt Schuber vom königl. Institut für ^n» fektionskrankheiten festgelegt wurden. Nach einer kurzen Erörterung ber wirtschaftlichen Seite des neuen Ver-
stillen blauen Entladung aus^ietzt wird, und zwar in Ozonapparaten, tn denen der unter Entladung zu nadL der Apparatenkonstruktion von parallelen Platten oder konzentrischen Zylindern bann8Iin3t erhaltene Ozonluftstrom wird
«an*rrtn mntge Berührung mit dem zu i ; "7-7—
fiebracht. Dies geschieht bei dem Netras und" der Apostelfürsten
" - - - . runnrnft- E'rus und Paulus). Dom. 5, 6 und 7 Ubr bk. itet wird, Ä“' 1 Rf Pfarramt und Predigt, '/,10 Uhr hl.' chicht das ^ieff^ nach derselben Predigt des Hochw. Herrn Bischofs .g herab- K ^U"g, 12 Uhr hl. Meffe, ifl, Uhr Andacht, 4 m Waffel I Stadtpfarrkirche. 5 Uhr hl.
Jeffe und Predigt 6 und 7 Uhr hl. Messen, 8 Uhr hl. Mse uni> Predigt, 9/z Uhr Amt und Predigt, 3 Uhr Andacht. — Pfarrkirche zum hl. Geiste. 8 Uhr Hochamt mit Vredigt, 5 Uhr Andacht mit Segen. — AW.ftEjEodalitiit. 6'/- und 2'/. Uhr Marien- kapelle. — Franenberg. Hl. Meffen um 5 und V.7 & b Uhr Bruderschaftsmesse, 9 Uhr feierliches amt, 2 Uhr feierliche Kreuzwegandacht mit Predigt (auf dem Kalvarienberge), abends Herz-Jesu-Andacht.
^uch Rom hat ungeheuere ^Summen für Rosen verschwendet. Bei den Gastmahlen saß man auf Rosenblättern; Fußboden, Teppiche usw. waren damit bestreut. Vom Kaiser Nero erzählt uns der römische Geschichtsschreiber Sueton, daß er zu einem einzigen Feste für vier Millionen Sesterzen (ungefähr 600,000 Mk.) Rosen aus Alexandrien kommen ließ. l cy „„ , ”7.....>wav«. «ei oer
Seit den Tagen der Römer gilt die R-se ?-» G-r" nsd »a,"?.fa°ch^;Ve1" auch als Sinnbild der Verschwiegenheit. Zum sprach am Donnerstag Dr. Gg. Erlwein von der
Zeichen, daß ein bei Gastmahlen oft in Wein- * H"^e, A.-G. Berlin über „Trinklaune gesprochenes Wort nicht weiter zu deuteln Redner verbrettete^sich
und auszuplaudern sei, befestigte man eine weiße * Wirten .3.lL 6®1.v^r;chredenen
Rose an der Decke des Saales. Die jetzt noch gebräuchliche Redensart: Sub rosa ist auf jene Sitte zurückzuführen. Papst Hadrian ließ an den Beichtstühlen, als Zeichen der Verschwiegenheit, Rosen anbringen.
Auf den Auen unserer Heimat blühte einst die wilde Rose, im Walde das kleine Heckenröschen, aber im Garten zog und veredelte man keine Rosen, sodaß bei uns lange von einer Rosenkultur keine Rede sein konnte. Die erste Gartenrose des Mittelalters soll im sechsten Jahrhundert im Garten der Frauenkönigin Utrogotha zu Paris geblüht haben. Später befahl Karl der Große den Anbau von Rofen in seinen
. ji-r- —7— -- । Gärten, und der Abt Gozbert von St. Gallen
erfreut gegen seine Gaste verneigt. Wegen der nahm ein Rosenbeet für fein Klosterqärtlein in unooHfommenen Tafelinstrumente in China er- Aussicht, wie man annimmt, zu medizinischen scheinen alle Gerichte tn bereits zerkleinerter m---:-r— - ------- - 8 • ■ 1
Form auf dem Tische: das Fleisch in Würfeln, und ohne Knochen, die Früchte zerschnitten, das Gemüse in kleinen Häufchen. Man speist nicht mit Meff« etb Gabel, sondern bedient sich, wie bekannt, der Eßstäbchen, mit welchen die Bewohner des Reiches der Mitte äußerst geschick umzugehen verstehen. Beim Essen von Reis, Gemüse und sonstigen halbflüssigen Dingen dienen die Stabe nur zum schieben: man setzt nämlich den Rand der Schale an den Mund und schiebt den Inhalt langsam auf die Zunge. Zwischen den einzelnen Gangen werden Schalen mit Wasser herumgerelcht, damit die Gäste Hände und Gesicht reinigen. Das Gesicht beim Essen stark zu beschmieren, gilt durchaus nicht für lächerlich m 0»r Jür ®in® Schande; die Hauptsache bleibt es für den Gast, soviel als möglich in! sich hmemzupacken, um den Gastgeber zu ehren I Das Tafelgeschirr besteht lediglich aus einer | Anzahl von Schalen verschiedener Größe, irdenen kleinen Löffeln und den Eßstäben, die in vornehmen Häusern aus Silber oder Elfenbein sonst aber aus Holz angefertigt sind. Man hält
mit der rechten Hand, etwa wie einen Blei-1
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