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30. Jahrgang.

fUlda, Samstag, den 13. Jnni 1903.

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Obgleich HilderS dazumal zu» Fürstentum Würzburg gehörte, so läßt der Schulmeister Bott

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Mit freudiger Empfindung verließ der Fürst di. Schule dieses braven Mannes. m

Anno 1794 kam P. Mag«s Bott als Pfarrer auf die Propstei Johannesberg, wo er unter den Pröpsten Amand Freiherr von Zobel zu Giebelstadt und Ludwig Frhr. von Schönau bis zur Säkularisatwn verblieb. Dann wurde er hinüber auf den nahen Florenberg versetzt, aber nur noch zwei Jahre sollte er auf diesem weitausschauenden Berget- kegel seines priesterlichen Hirtenamtes walten. Denn schon im 46. Lebensjahre riß ihn der Tod aus seiner gesegneten Wirksamkeit. Es war in heiliger Adventszeit des Jahres 1805, da hatte er in stiller Morgenfrühe noch ein Rorateamt geh allen, und am Abend war er ein stiller Mann. Der Sterbetag des hl. Sturmius war auch

sein Sterbetag.

Bei seinem Begräbnisse war ein einstimmiges Weinen und Trauern der ganzen Gemeinde und aller, die ihn kannten", erzählen die Aiff- zeichnungen.Er führte einen frommen, echt apostolischen Lebenswandel; selbst wenn seine Brüder ihn besuchten und ihn " im Breviergebet oder der Betrachtung trafen, ließ er sich nicht stören, sondern winkte blos, zu warten, bis sein Officium divinum zu Ende sei. Alle seine Reden lenkte er auf religiöse Gegenstände. Er stiftete schon als Frater von seinen Ersparnissen zwei musikalische Engelämter nach Hilders, das eine an Benedikti, das andere zur Ferienzeit, wobei jedes der Schulkinder einen Weck oder einen Kreuzer bekam."

Kurz wollen wir nun noch der jüngeren Brüder unseres P. Magnus gedenken.

Der fünfte Sohn des alten Lehrers Bott Johnnn Joseph genannt, trat ganz in seines BaterS Fußtapfen, indem er als sehr verdienter Lehrer 48 Jahre lang zu Hilders wirkte. Auch ihn zeichneten bei den Prüfungen die Wüq- burger Fürstbischöfe Franz Ludwig von Urthal und Georg Karl von Fechenbach auS. Seine großen Verdienste um die Hebung der Baum»

kultur in der Rhön wie auch um den Kirchen­gesang wurden rühmend anerkannt. Er hatte drei Söhne, von denen der eine der obenge­nannte Pfarrer zu Röttingen, ein zweiter Wund­arzt in Oesterreich und der dritte Buchbinder und Gemeindevorsteher zu Hilders war; von letzterem stammt der noch heute dort blühende Zweia der Familie. , , ,,

Adam Jofeph war der 6. Sohn getauft worden, der zu Fulda studierte und wieder den Ordensstand erwählte. Durch den Propst von Holzkirchen Bonifaz Frhr. von Ebersberg genannt Weyhers, wurde er m die Kanome Triefenstein ausgenommen und als Canomcns regularis justa regulam sancti Augustini nahm er den Namen seines Patronherrn Bonifaz an. Nach der Säkularisation erhielt P. Bonifaz die Pfarrei Trennseld, woselbst er tm Ich« 1813 als Opfer seines Berufes starb, denn das Nervenfieber, das infolge der russischen Durch- Märsche auf seiner Filiale Dettesheim so stark auftrat, daß er an den beiden Weihnachtsfeier» tagen 120 Kranken die hl. Sterbesakramente spenden mußte, raffte ihn im Alter von 51 Jahren hinweg. .___

Auch der jüngste der 7 Brüder Johann Kaspar Vincenz wurde,nachdem erm Fulda das Gymnasium absolviert und in Würzburg Theologie studiert hatte, ein frommer, würdiger Priester. An verfchiedenen Orten des Franken- tanbe8 war er als Seelsorger tätig, und weck er ein guter Prediger war mußte er auch öfters Missionen abhalten. Zuletzt war er Pfarrer m Limbach. Dort ist er 1822, als er eben tm Begriffe stand, zu einer Schulvifitatton abzu- reifen, an einem Schlagfluß geftorben.

Seine Primiz feierte der letzte ker ftebett Brüder, weil die Kirche zu Hilders geschloffen war, in dem eine halbe Stunde baoon entfernten Batten. Die in ben Grundstein der neuen schönen Kirche zu Hilders eingelegte Urkunde bewahrt das Andenken an diese merkwürdige Primiz mit folgenden Worten:

Es lebte zur Zeit, als dieser Grundstein gelegt wurde, noch der 55 Jahre lang dahier gestandene alte venerable, zum Erstaunen noch tätige, allgemein und selbst von seinem Landes- Herrn geachtete Schullehrer Johannes Bott aus Wüstensachsen gebürttg, tm 78. ^ahre fernes Alters. Dieser hat, da fein jüngster $err eofyn I Vincenz Bott Clericus Herbipolensis, nach zu» geschloffener hiesiger Kirche zu seinem undsemer Mutter Trost zu Batten die erste hl. Messe ge­lesen, zugleich das Glück gehabt, mit semer Ehe­gattin Susanna Gaßin zu sehen, daß die front« lichen sechs anderen seiner Herren Sohne diesem ihrem jüngsten Herrn Bruder am Altar gedient haben: Herr Joseph Bott Pfarrer m Heustreu | der Bruder Senior als Assistens;.HerrMagnuS Bott, Benediktinerprofeß im Stifte Fuld als Diaconus, Herr Bonifaz Bott, Profeß t* Triefen ft ein als Subdiaconus, Herr Muhael Jos^h Bott, Magister in Mergentheim als Thnatsera rius; Herr Franz Bott, derzeit Actuarmsju^tus bei hiesigem Amt und Johann Joseph Bott, adjungirter Schullehrer dahier,vertraten dieStelle der Acolpthorum. Die Primizpredigt hielt Hv^ Pfarrer Peter Geis, die Mahlzeit gab P. M a g nus, den Wein (Kelmuth) brachte P. Bonisaz von der Kanonie Triefenstein.

Der alte Vater und die betagte Mutter ver­gossen Freudetränen, als sie bei einer solchen feierlichen Gelegenheit ihre sieben Söhne um sich sahen. Der Vater vergaß dabei die vielen saueren Gänge, die er für feine studierenden Söhne nach Fuld getan hatte. Denn regelmäßig sah mae den alten Schullehrer an den Sonnabenden, wenn er um 2 Uhr Vesper geläutet und bie Kirche gereinigt hatte, mit seinem Ranzchen, worin er seinen Söhnen ben nötigen Unterhalt für bte kommende Woche zutrug, auf dem Wege nach Fulb. Nachts kehrte et zurück und früh 4 Uhr lautete er schon wieder das Gebet."

In der Tat, der brave Mann hat es ver­dient, daß HilderS sein und seiner würdige« Söhne Andenken in Ehren hält. Demi rote viel Segen mag von diesem Stamme ausgegange« sein, der heute in der 5. Geschlechtsfolge blüht. Möchte der Abkömmling, der jetzt als Latenz schüler nach dem priesterlichen Berufe ringt, sich etnft der edlen Vorbilder seiner Familie würdig zeige«!

1, 2.)

Ez ist nicht selten, daß Lehrerssöhne durch Begabung und tüchtiges Streben her­vorragen. Ist doch selbst mancher deutsche Kirchenfürst aus einem schlichten Schulhause hervorgegangen. So hoch hat eS nun zwar keiner von den Söhnen des allen Bott gebracht, aber diese sieben wackeren Rhönjungen, die da in der Lebenslust frommen Glaubens und tiefer Gottesfurcht wuchsen «nd reiften, sie find dock aCefamt angesehene und segensreich wirkende Männer geworden.

DaS Stückchen HauSchronik läßt uns einen Blick in ein SchulhauS der 18. Jahrhunderts tun, und fürwahr: ein patriarchalisches Familien­gemälde rollt sich auf, das uns Kinderzucht der guten alten Zeit und Elterntreue mit all ihren Sorgen und Opfern und ehrfürchtigm Gehorsam und KindeSdank in rührenden Zügen vor Augen

Konvents, zwölf Jahre lang Domka techet, I ein Jahr Korrepetitor und zwei ^ahre Professor der sechsten Gymnasialklaffe.

Unter dem Wohlhaupter'schen Gemälde, der Martertot des hl. Bonifatius, (das jetzt über der üblichen Treppe zur Bonifattusgrust hängt, früher aber bekanntlich das Altarbild in der Schloß- kapelle zu Fasanerie war), hat P. Magnus oft das hl. Meßopfer gefeiert, denn er war auch Schloßkaplan auf der Fasanerie und wurde jeden Sonntag in einem Hofwagen abge» holt.Seine alte Mutter, die gerade einmal in Fuld war, ihren Herrn Sohn zu besuchen - be­richten die Aufzeichnungen,mußte an ferner Seite Platz in dem Hofwagen nehmen, Zu Hause konnte sie dann nicht genug rühmen, welche Ehre ihr widerfahren war." Im Mai 1790 wird er Cooperator der Dompfarrei und er hält die Sonntagsfastenpredigten, wozu jedesmal Fürst Adalbert von Harstall mit seinem Hofstabe erschien. Auch die Söhne altabehger Familien standen unter seiner Zucht, bte er als Novizenmeister ausübte. Eine auf diese seine I Eigenschaft anspielende hübsche Anekdote aus den Aufzeichnungen wollen wir dem Leser nicht vor- enthalten. _ .

Als der Fürstbischof Franz Ludwig (von Erthal 175988) die Schule zu Hilders visitierte, gab er dem Schullehrer Johannes Bott seine volle Zufriedenheit im Beisein aller Herren zu erkennen und schenkte ihm zwei Dukaten nut des Fürstbischofs Bildnis. Ermutigt durch die gnädigen Ausdrücke und Herablassung seines Fürsten sprach der alte Schullehrer:Gnädigster Herr, ich hatte mich so sehr gefürchtet, und Hoch- dieselben sind doch ein so gnädiger und guter Herr"

Warum?" fragte der Fürst.

Aus Ehrfurcht!"

Der Fürst, der Gefallen an dem offenen, biederen Charakter dieses Mannes fand, fragte | ihn um feine Familienverhältniffe und rote viele Kinder er habe.

Der Schullehrer, voll Freude über die gnädige Herablassung seines Fürsten, erwiderte:Ich habe vier Dominus vobiscum und drei Et cum spiritu tuo."

Der Fürst lächelte und fragte, -rote dies zu verstehen sei. . c r .

Hieraus antwortete Jener, indem er seine Söhne aufzähtte:Mein erster Sohn ist, Pfarrer zu Heustreu, der andere Benedikttner in Fuld und jetzt Novizenmeister"

Hier fiel der Fürst ein:Ah, das muß ein gelehrter und frommer Herr fein, aus besten Novizen Fürsten gebilbet werben."

Der britte ist Profeß in Triefenstein, ber vierte Clericus alumnus zu Würzburg; die bret anbern von meinen Söhnen haben sich dem Lehr­

seine Söhne doch in dem räumlich näher gelegenen Fulda ihre Gymnasialstudien machen. Sem Erst­geborener Johann Joseph kommt ,chon tm neunten Lebensjahre in bte Intima (erste Klasse) und hat im 16. nicht nur das Gymnasium ab­solviert, sonbern auch bereits Vorlesungen über Theologie gehört. Dann bringt ihn der Vater in die schöne Kiliansstadt, um ihn dort dem Klerikal, etntnar zu übergeben. Als sich aber Mr Auf­nahmeprüfung nicht weniger denn 213 Mitb^ werber eingefunden haben, da bangt s ihm doch um seinen Sohn, weil dieser ja von einer fremden Lehranstalt kommt. Aber siehe, Johann Joseph wirbbennochsogleichaufgenommen. Treu­herzig bedankt sich der schlichte Rhdnschulmeister ür dieGnade" beim Regens des Seminars. Der aber wehrt rasch ab:Wir haben Seinen Sohn aufnehmen müssen, weil er sein Examen so gut bestanden hat." Der sehr befähigte und leißige Student mußte aber wegen mangelnden Alters sieben volle Jahre im Seminar verbleiben, >is er die Priesterweihe erhielt. Hierauf mar er in ber Seelsorge in verschiedenen Orten des Frankenlandes tätig, und am 17. Mai 1808 ist er als Pfarrer in Heustreu verschieden.

Der zweite, gleichfalls sehr begabte Sprosse, Franz geheißen, wäre auch gar gern aus s Gymnasium gegangen, doch hat ihn der Vater, )a er vorab viel musikalisches Talent besitzt, zum Schullehrer bestimmt. Franz befolgt den väterlichen Willen, und fünfzehn Jahre lang unterrichtet er die Schulkinder von Simmershausen m der Rhön, in seinen Freistunden aber sitzt er über der lateinischen Grammatik und studiert mit eisernem Fleiße. Und als er, ohne Beihilfe eines Lehrers, endlich ein guter Lateiner geworden ist, da hängt er die Schulmeisterei an den Nagel und der Würzburger Fürstbischof stellt ihn beim Amte Hilders an. Unvermählt ist er rm Mai 1798 als wirklicher Aktuar und kaiserlicher öffent­licher Notarius gestorben.Niemand wollte ihm glauben, daß er nicht studiert und Jura gehört habe," sagen die Aufzeichnungen von ihm.

Das Schicksal spielt oft wunderlich: so macht e§ aus dem dritten Sohn des alten Bott just das Gegenbild des zweiten. Zwar ist Michael Joseph auch begabt, fleißig und brav, doch für den geistlichen Stand fühlt er sich nicht berufen. Sehr liebt er die Musik, aber der Vater lehrt ihn keine Noten, weil er lieber einen guten Studenten als einen fertigen Musiker tn ihm sehen will. Und Michael Joseph wird em guter Student, aber -Halt den Frühlmgswmd am Flügel Wenn er schwärmt durch Buchen­hallen" er wird auch trotz der Unterdrückunc seiner Neigungen ein tüchtiger Musikus. Und als er zu Fulda sein Gymnasialstudium vollende und in Würzburg die Theologie glücklich absolviert hat, da widmet er sich dem Lehrfach und wird Rektor zu Grünsfeld. Auch trittermden Ehestand mit einer Magisterstochter von Mer­gentheim vom Deutschmeister Maximilian selbst als Magister dorthin berufen, wo er eine so ausgezeichnete Wirksamkeit entfaltete, daß viele hervorragende Männer, die ihm ihre gründliche Bildung verdankten, fein Andenken noch lange

± Unsere letzten Benediktiner.

Mitgeteilt von Jos. Grau.

__ (Nachdruck verboten )

sTTVnn -8 untere Absicht war, diewackeren <&.ttJÄaer in bestimmte Gruppen zu bringen die Würdenträger des Konvents unb ^Ä^Erden zunächst die Träger der Kloster- Ser liefen die Männer der Wissenschaft, dann die übriaenChorgeistlichen und endlich dieExpositi, h hb?e außerhalb der Klostermauern lebenden ,u lassen, so W (ich doch biefe geplante Ordnung nicht streng emhalten. «sw liebe Leser ahnt ja nicht, rote schwierig eS ist zu den vielen Einzelbildern persönliche Zügezusammeln. ExistierendochkemeBiographien «tferer letzten Benediktiner, und außer den paar fötien Skizzen, die der verdiente Lokalgeschichts- forscher Ferdinand Zwenger m seiner Buchonia' veröffentlicht, sowie den spärlichen Notizen, die Heinrich Henkel m fernen,M t» teilungen aus der musikalischen Vergangenheit Fuldas (Fulda 1882) gegeben hat sind uns Une gedruckten Quellen bekannt. Allerdings finden mir in einem Matrikel der Dompfarrei die Namm der letzten Ordensgeistlichen nebst denTagen ihrer Geburt, des Klostereintrittes, der Profeß-Ablegung und des Todes «m Mönchshänden selbst gewststn- hast eingetragen, aber diese nackten biographischen Daten ergeben doch keine persönlichen Charakte­ristiken. Und doch kann man auch nun unseren Mönchen sagen wie von den Vätern und Brudern von ,Dreizehnlinden':

..Jeder anders, alle einig In dem einen edlen Streite re.

Individuelle Farbe möchten wir den verschie­denen Lebensskizzen gern geben, und wo fchrist- liche Aufzeichnungen nicht dazu verhelfen können, da muß man mündliche Ueberlieferungen aufzu- spüren suchen. Das aber hat fteMch immer feinen Haken! Sehr dankbar ist bte Schreiberin bieser Zeilen für jegliche ihre Arbeit fördernde Mittei- Lng. Vorab willkommen waren ihr eingehende Notizen über P. Magnus Bott unb dessen Familie, für bereu gütige Zusendung bem hochw. Herrn Pfarrer Atzert in Eckweisbach besten Dank gesagt fei. Die betreffenben handschrift­lichen Aufzeichnungen sind aus dem Nachlasse eines im Jahre 1869 verstorbenen Pfarrers Bonifaz Bott; wir legen sie ber folgenden Skizze zu Gründe.

IV. P. Magnus Bott.

Wo die Ulster rauscht, da standen Seines Heimatdorfes Hütten", nämlich in dem so malerisch gelegenen Markt­flecken Hilders in der Rhön.

Noch heute blüht dort die Familie Bott u* noch heute steht der ehrwürdige Stammvater JohannesBott, der 62Jahre lang mEhren den Schuldienst daselbst versehen hat, in geseg­netem Andenken. Dieser, von seinen Vorgesetzten wie von der ganzen Gemeinde sehr geachtete Mann war der Vater unseres P. Magnus Bott. Seine fromme Mutter aber, <5 uf an na geb. Gaß, hatte zwei geistliche Brüder, Jos. Michae und Georg Gaß, welche der Kirche zu HilderS eine sehr schöne Kreuzpartikel gestiftet haben. Jo- Hannes Bott, der am 9. Oktober 1800 im 83. Lebensjahre starb, wird durch feine der hl. Schrift entnommenen «rabf^rift schön charakterisiert:Er war ein einfacher unb rechtschaffener Mann, er fürchtete Gott und wich zurück vor bem Bosen; und es wurden ihm 7 Söhne geboren." (Jos. I,

segneten. t t

Der mittlere ber sieben BrüdW unb für uns ja auch ber Mittelpunkt bes ganzen Familien- Hildes war Florian, geboren am 26. August 1758 Auch er wirb in bie Gelehrtenschule zu Fulda geschickt unb studiert mit solchem Erfolg, daß er in der 5. Klasse das sogenannte Muster­buch, das pralminus exe oratione erhält. Nach­dem er die 6. Klaffe absolviert hat, ist er entschlossen, in den hochangesehenen Orden des hl. Benediktus einzutteten. Sein Gesuch um Aufnahme m das Kloster ad St. Salvatorem muß aber so lange auf eine Entscheidung warten, daß et die Hoff- nung aufgibt und mit feinem ältesten Bruder Johann Joseph die Reise nach^burg antritt. Da holt ihn ein Extrabote ein, der die Aufnahme in das Benediktinerstift vorn Fürstbischof und Abt Heinrich von Bibra sowie von dem ge­lehrten unb frommen Superior, P. Karl v. Pies­port überbringt mit bem Bemerken, es sei nicht notig, daß er nach Würzburg gehe, well er am St. Benediktttage eingefleibet würbe. Im Alter von 18 Jahren tritt Florian Bott in ben Orden ein unb er erhält ben Klosternamen Magnus; am Bonifattussest bes folgenden Jahres 1777 tut er Profeß mit ben Noviziatsgenossen Kon­stantin von Guttenberg, Alexander von Zobel, Wunnibald Dieterich, Thad­däus Ritter und Bonifaz Schalk. Das feiner Familie eigene Lehrgeschick fehlt auch ihm nicht, denn schon als Frater wirkt er alsM a- gister @eomettiae" an der Dompfarr» schule, an der doch bie Benediktiner sonst nur den Religionsunterricht erteilten. Am 22. Dezember 1781 empfängt er die hl. Priesterweihe, aber mit DiSpenS wegen ber mangelnben Lebensjahre. 1785 unb 1787 ist er Küchenmeister des

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