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30. Jahrgang

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Poppenhausen sorgten für die nötige Feststunmung. Herr Bürgermeister Müller-Poppenhausen, der Vorsitzende der Versammlung, dankte schlreß- lich allen Rednern für die schönen Worte und forderte auf, den Worten auch die Taten folgen zu lassen. Die Versammlung bestärkt in der Hoffnung, daß die Rhöner am Tage der Wahl­schlacht ihre volle Schuldigkeit tun und Mann für Mann eintreten werden für den Vertreter vonWahrheit, Freiheit und Recht!"

cf Romsthal, 7. Juni 1903. Heute hielt

mbündelei begann heute unter großem 3fo- e des Publikums vor der hiesigen Stras- er 16 Angeklagte wurden wegen weiter rnunq vom Wohnorte vom persönlichen Er­en entbunden. Die Angeklagten, auch die rschienenen, erklärten sich teils als nicht­ig, teils verweigerten sie die Aussage.

gestickten Sckürzchen, in das Gesellschaftszimmer, doch nur mit äußerstem Zwang konnte das meinerseits ge- chen. Papas ruhiges, liebevolles Entgegenkommen dämpste indes vorerst meinen gereizten Widerwillen, und ich ließ mich von ihm ohne Widerstand zu der alten Dame leiten. ,1. t ,

Ach, da sind sie ja, die lieben Kinderchen 1" rief diese lächelnd, im sreundlichsten Ton und faßte meine Hand, die ich ihr aber sofort feindselig wieder entzog. Dann zog sie mein harmloses und wirklich hübsches Brüderchen an sich. ,@in prächtiges Kerlchen!" lobte sie streichrlnd, mich von nun an gar nicht m-hr be­achtend, sei es im Schuldbewußtsein obwohl sie es vorher wohl gar nicht gedacht hatte, daß ich des Doktors Töchterlein sei oder weil ich ihr rn der Tat mißliebig war.

Ich aber batte den erschrockenen Blick aus die .Stiefmutter" im Lehnsessel gerichtet; sie winkte nur. mit dem Versuch freundlich zu lächeln, zu sich. Mir war jedoch schon alle Scheu geschwunden und der geringe Vorrat von Nachgcbigkeit erschöpft; trotzig und empört blieb ich wie angewurzelt bei Papa stehen.

Sei artig, Helene! Gehe sofort hin und mache der Dame Deinen Knix!" befahl Papa jetzt m so unzufriedenem Tone, wie ich ihn kaum jemals von ihm gehört batte.

Weil die Garstige feine neue Frau und unsere Stiefmutter werden soll, darum zwingt er wich!' aährte es in mir auf, und alle kürzlich in mir an- aefachten unklaren und beängstigenden Vorstellungen, alle Gefühle für Papa und weine und Rudolf'chens alleinberechtigten Ansprüche an ihn und endlich auch die Entrüstung über die wir von den Damen wider­fahrene Beleidigung nahmen derartig überhand, daß mir jede Spur von Zurückhaltung schwand. ,

Ich will nicht! Nein, ick will cs nicht!" fckricich krampfhaft.Ich will fie nicht hier haben, niemals! Sie selbst ist eil? Kröte, eine (onz giftige!' (F. s.)

qanz unter dem Zeichen der kommenden Reichs­tagswahl stand. Der päpstliche Kämmerer Herr Leutnant Scheuch behandelte in einem großartig angelegten formvollendeten Vortrage die Pflichten des katholischen Mannes in der heutigen Zeit und sprach mit einer solchen Klar­heit und Liebe für die Sache, daß er fernen Zuhörern Verständnis und Begeisterung sichtlich mitteilte. Ferner ergriffen die Herren Postver­walter Huhn und Kuratus Winter das Wort, um in trefflichen Ausführungen über die bevor­stehende Reichstagswahl sich zu verbreiten. Nach­dem Herr Dechant Ätzert noch über einen m der hiesigen Gegend von Haus zu Haus ver­breiteten^ sozialdemokratischen Wahlaufruf ge­sprochen und unter lautem Beifall konstattert fatte, daß die Katholiken des Hutten'schen Grundes vom Berliner Pfannkuch nichts wisfen wollten, sondern nur Müller-Fulda wählten, schloß er mit einem Hoch auf Papst und Kaiser

zession auf dem Kirchhofe, an welcher sich die ganze Pfarrei und Angehörige der benachbarten Pfarreien beteiligten, statt. Wegen dieses Um­standes schien der Tag zu einer Wahlver- sammlung besonders zünftig, und so yatte man sich noch in letzter Stunde zu einer solchen entschlossen in Erwägung dessen, daß die in der Rhön anberaumten Wahlversammlungen m Mitse- rtaemumua) w-. bürg und Schmalnau wegen der weiten Ent- Stockhausen fast fernung auf eine zahlreiche Beteisigung aus der

fUlda, Dienstag, den 9. Juni 1903.

Meine Herzens-Mama.

Erzählung von M. Freericks.

.3 (Nachdruck verboten.)

Das ... das ist . . . der Anfang!" Diese Worte brachte Stellbaum stoßweise über die erbleichten Lippen. Dann stricy sie mit der Hand über das Ge­sicht, richtete sich stramm auf und ging unverzüglich mit wahrhaft heldenmütiger Entschlossenheit in das Besuchszimmer, sperrte heftig die Fenster aut blickte mit ingrimmiger Befriedigung auf die tadellose Sauber­keit des Gemachs und flog dann wie ein Sturmbote wieder in die Küche, wo sie an der Wagschale die Zutaten zu ihrem vorzüglichen Teeiuchen abwog.

In mir arbeitete ein unbestimmt-s Ahnen, das bald Grauen, bald Zorn und dann Trotz hervorrief. Ich mußte zur Nachmittagsschule ; auf dem Rückwege konnte ich nicht umhin, Ottilie mit den Vorgängen in unserm Haufe, unter unklaren Andeutungen über den Anfang" des kommenden Schrecklichen, bekannt zu machen. Otti war aanz Teilnahme und Ueberlegen- heit. Ihre Tröstungen bestanden in dem Aufrollen eines verschwommenen, düstern Zukunftsbildes. Sie begleitete mich nach Hause, das Vesperbrot mit uns, und wir beide setzten dann unfern Familienrat in einer Laube des Gartens fort, während Rudolpbchen tzor unfern Augen, auf einem alten Stocke Papa's als Steckenpferd, in gemächlichster Gangart sein Reit­talent ausbildete.

Da es mochte rerchlich fünf Uhr sein, fuhr eine Kutsche bei uns vor, ein seltenes Ereignis. Neugierig eilten wir Kinder hinzu und sahen, hinter einer Gebüschgmppe verborgen, dem Ausfteigen zweier Damen zu. Papa war nicht da; er besuchte noch einen Schwerkranken im Dorfe, zudem mochte er die

Berlin, den 8. Juni 1903.

* Der Deutsche Kaiser ist schon wieder in Gefahr, unterjesuitische Einflüsse" zu geraten. Kaum ist eran Leib und Seele gesund" aus der Drachenhöhle des Vatikans zurückgekehrt, da wird gemeldet, er werde im September der Einladung eines der österreichischen Erzherzöge zur Jagd Folge leisten. Jagdtetl- n-hmer wird nach dem ,Reichsboten' wahr­scheinlich auch der österreichische Thronfolger fein, zu dem Kaiser Wilhelm freundschaftliche Be­ziehungen unterhält. Nach Beendigung der Jagdtage wird sich Kaffer Wilhelm dann sofort nach Wien begeben, um den Besuch zu erwidern, welchen Kaiser Franz Joseph im Mai 1900 m Berlin gemacht hat.Hoffentlich - so Metm arun das geängstige Postorenblatt laßt sm unser Kaiser durch die Umgebung des Prinzer Franz Ferdinand nicht irre führen in der Be urteilung von Personen und Dinge in Oester reich. Für uns steht es nach allem, was btshe: über den Prinzen Franz Ferdinand bekannt ge worden ist, fest, daß derselbe unter jesuitischer Einflüssen steht; diese aber sind stets deutsch feindlich gewesen, auch wenn sie noch so glat und glänzend sich gebärdeten." Es dürfte all mählich an der Zeit sein, gewisse Swnswachte ärztlich darauf untersuchen zu lassen, ob nicht m folge beständiger Jesuitenangst ein regelrechte Verfolgungswahn bei ihnen ausgebrochen ist.

% Auf besondere Einladung des Kaiser ist am Sonntag eine Abordnung der erste Royal Dragoons, deren Ches der Kaiser ty in Berlin eingetroffen und im Kontinentalhot« abgestiegen. Ihr hiesiger Aufenthalt ist auf zeh Tage bemessen. Während dieser Ze,t werden f den Hebungen der Gardekavallerie beiwohnen, d für die nächsten Tage in Döberitz angesetzt siw Aus gleichem Anlaß ist ebenfalls auf latferhd Einladung der Oberst Prevost, Kommandant d< österreichisch-ungarischen Husarenregiments Kro; prinz Wilhelm zu Kesckemet hier eingetroffen.

* Der unerbittliche Tod hat ein kostbar Leben zerstört: der Großkanzler des St. Georg ritterordens und Reichstagsabgeordnete Exzelle Konrad Graf von Preysing ist am Sam tag 6 Uhr abends gestorben. Kirche ur Vaterland sehen von sich gerissen einen ihr hervorragendsten, treuesten Söhne, das Hai Wittelsbach einen Paladin, der in unwandelbar Gesinnung zu ihm stand. Die deutsche Uhu bayerische Zentrumspartei aber beklagt in dem Dahingeschiedenen einen hochgesinnten Führer, dessen Leben der Verteidigung des Edlen, Schönen, Guten und Wahren geweiht war, sie trauert in tiefem Schmerze um den Mitbegründer der Partei, in der und mit der Gras Preysing allen voran die heißen Kämpfe für Kirche und Vaterland durchstritten. R. i. p-

* Gnesen, 8. Juni 1903. Der Prozeß gegen 24 polnische Gymnasiasten wegen

servativen, des Bundes der Landwirte und der Nationalliberalen könne er jetzt m der Wahlagitation schon den Mantel nach dem Winde drehen, aber im Reichstage werde es ihm doch schwer werden, die Interessen der drei Parteien unter einen Hut zu bringen; da werde er sich dann wohl stets der Abstimmung enthalten müssen. Für uns als Katholiken sei es aber gar keine Frage, wem wir unsere Stimme zu geben hätten; unser Kandidat Herr R I-i her I Sieto M <N°s»°g°---ins

Z bl°ß'°schöi> tebe, foibern auch d-m Äott! mnun.nbrn.lm I-r-I-n für dl! nölige F-Mmmunz. die Tat folgen lasse, wie seine zehnjährige Tätigkeit im Reichstag beweise. Vor allem fei er ein Mann unseres Glaubens. Dm Pro­testanten könnten ganz gut einem Katholiken ihre Stimme geben, denn ihre Religion habe in Deutschland volle Freiheit und sei nicht gefährdet; aber bei den Katholiken stehe die Sache anders, das beweise das Jesuitengesetz; Herr «. Stock­hausen werde für Aufhebung dieses Gesetzes | jedenfalls auch nicht stimmen. Deshalb mußten

Hu;« machte die Dame und verzog häßlich die leidenden Züge.Sieh doch, Mama, diese dicke, un­heimliche Kröte! Sie möchte durch ihre Augen ihr Gift auf mich spritzen!"

Die alte Dame trat zu ihr.Eine richtige Unke! warf sie verächtlich hin. Wie erstarrt blieb ich den­noch stehen, da erhob sie die Stimme und herrschte mir zu:Gaffe doch anständige Menschen nicht so giftig an, du häßliches Reptil! Mache, daß Du fort­kommst! Marsch!" , .

Wie der Wind stob ich nun davon, durch das Tor, gedankenlos auf die Straße hinaus ; ich empmnd tobenden Schmerz. Doch schon nach wenigen stür­mischen Schritten b'gegnete mir Papa, den ich, die Sckürze vor dem Gesichte, gar nicht bemerkte.

Mein Lehnchen!" fragte Pavg erschrocken,was ist dir denn?" .

Oh oh,Papa!" brachte ich nurkrampfhaft hervor.

"ttind, Du beunruhigst mich feit einigen Tagen." sagte Papa ianst und strich mir das wüst gewordene Haar aus dem Gesicht.Sage doch, was Dir fehlt! i Ich schwieg, unfähig etwas klares vorzubringen; und dazu war ja anck Lapa mein fo überaus geliebter Papa der eigentliche Urheber aller dieser Verwirrungen und Leiden. Mir war, als stände ein furchtbarer Schatten zwischen uns riesenhaft und unbesiegbar.

Komm in's Haus!" gebot Papa nun,laß dir's Haar"hübsch ordnen. Später kommen ein paar Damen ach! sie sind wohl schon da," unterbrach er fick, den zurückgeschobenen Wagen erblickend;Du darfst nachher mit Rudolf'chen hereinkommen, aber hübsch artig müßt ihr euch betragen." Ich ging an Papas Hand ins Haus, er in das Besuchzimmer, ich zur Stcllbaum. Doch bei dieser empfing ich weder -troff noch Verhaltungs-Anweifung; sie war unwirsch und wortkarg. Ms fie ein halbes Stündchen später aus Papas Klingeln hen Tee besorgt batte, ließ fie uns I Kinder, neugewaschen und ftisch frisiert, ich im weiß-

feinen Herren spielen wie jene, die ^eri von Stockhausen aus der Umgegend von Hersfeld und von Grüffelbach herbeigerufen hatte zur gestrigen Versammlung! Aber trotz der großen Besprechungen, die Herr v. Stockhausen machte und trotz der eifrigen Agitation Jietner Anhänge wird Herr v. Stockhausen doch Oberufhausen verlaffen haben mit dem Bewußtsein: Die Ver­sammlung war umsonst. Eigentümlich - *t- » H---L M°"Z k°n°.

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zu gleichem Eifer auf. Zuletzt verbreitete sich Herr Pfarrer Dr. Fischer über die großen Verdienste des Kandidaten Müller-Fulda, der wegen seiner erfolgreichen parlamentarischen Tätigkeit insbesondere auch als Vermittler der entgegenstehenden Parteien in ganz Deutschland und darüber hinaus gefeiert sei, und dessen Name allein schon ein Programm bedeutet; das ihm gewidmete Hoch fand begeisterte Aufnahme. Die

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Zur Reichstagswahlbewegung.

Q Oberufhausen, 8. Juni 1903. Endlich also ist der Mann gefunden, der uns Bauern allein helfen kann, und das ist Herr von Stock­hausen. Wählt ihn nur, dann seid ihr in 10 Jahren eure Schulden los und könnt auch die Damm nicht so zeitig erwartet haben. Unser Haus­knecht war dienstferftg herbeigeeilt; ans der Haustüre aber trat Frau Stellbaum in sauberer Küchenschürze, mit dunkelroten Wangen und unruhig blitzenden Augen, die das gezwungene Lächeln noch verdächtiger machten, als es an sich schon war. Sie begrüßte mit steifem Knix die zuerst Aussteigende, eine schlanke, sehr blasse Dame, mit krankhaften nervösen Zügen und einer großen blauen Brille; dann half sie der langsam Folgenden, die etwas schwerfällig znm Erdengrund tappte. Diese Dame war klein, korpulent und augen­scheinlich viel älter als die mit der Brille. Sie sah verdrießlich aus, als ihr gesagt wurde, der Herr Doktor mache noch einen Krankenbesuch, könne aber jeden Augenblick zurückkehren.

Ei das Warten tst aber fatal!" sagte die Dame unmutig;darum haben wir uns ja eben für diese Zeit angemeldet, um den Doktor ungestört zu haben" Sie sckritt mit hochmütiger Geberde ms Haus und mit grämlicher Miene folgte ihr die jüngere.

Die! die mit der großen Brille wird Euere Stiefmutter, das weiß ich!" flüsterte Ottilie mir mit triumphierender Erregung zu; fie war imstande, sofort das Richtige zu erkennen. Nun rannte sie nach Haufe, vielleicht um ihrer Mama brühwarm die bedeutende Neuigkeft mitzuteilen. . , .

Rudolf ließ sich von dem Kutscher auf eines der großenlebendigen Pferde" setzen und ritt in frobent Stolze in den Stall. Ich aber ~~ stürmisch wogende Hochflut meiner Gefühle schlug über mir zusammen und raubte mir fast das Bewußtsein. Ick irrte durch die verschiedenen Gänge des Gartens und kam unversehens dem off«« Fenster des Em­pfangszimmers nahe. Die blaffe Dame mit der blauen Brille, die ich im Geiste nach Otti'S Bezeichnung Stiefmutter" nannte, lehnte am Gesimse. Ich starrte sie entsetzt an; der verworrene, leidenschaftliche Seelen­zustand mochte sich grell in meinen Augen zeigen.

auch die wirtschaftlichen in der besten Weise vertrete. Darauf wurde als am Vorabend des Festes des hl. Bonifatius das Bonffatmslied anqeftimmt und mit großer Begeisterung ge­sungen. Herr v. Stockhausen erklärte dann noch, | er werde bei dem Jesuitengesetz sich der -> o- ftimmung enthalten. Heiterkeit erregte ->» noch, als Herr Oberlandmeffer Breitung von Hersfeld sagte, es könne jeder Katholik Herrn v Stockhausen wählen; denn er (Breitung) sei ja auch Katholik und trete für ihn em. Ehe die Versammlung geschloffen wurde, gab noch der Herr Bürgermeister von Oberufhausen kurz und bündig das Resultat der Versammlung kund mit den Worten: Ich gebe Ihnen, meine Herren die Versicherung:Wir wählen alle nur Herrn Müller-Fulda!"

O Poppenhausen, 8. Ium. Am gestrigen goldenen Sonntage fand in Poppenhausen im An­schluß an die Nachmittagsandacht große Pro-

* Konstantinopel, 8. Juni 1903. In Jlacebonien tauchen immer von neuem Aus-1 ührerbanden auf. Aus Ristovatz melbet eine Lolffsche Depesche, baß am Sonnabend in einer Entfernung von 14 Kilometer von der an der Zerbindungsbahn Nffch - Uesküb gelegenen Stadt >as Erscheinen einer Bande von 165 Mann ge­meldet wurde. Es wurden Truppen abgeschickt, oelche die Bande umzingelten und nach einem echsstündigen Kampfe aufrieben. Die Sande hatte eine Anzahl Bomben und roar nut Nrasgeroehren bewaffnet. Man ist erstaunt, daß ie fo nahe an die Stadt herankommen konnten. Von den Bulgaren, die aus Anlaß der Sombenanschläge in Saloniki verhaftet worden sind laut einer von der Pforte am Frei- der österreichischen und der russischen Botschaft Konstantinopel zugestellten schriftlichen Mit- freigelaffen und 270 in ihre Heimat worden. 20 seien in Hast behalten, vie vor Gericht gestellt werden sollen, und außer­dem 60, die sich noch in Voruntersuchung be­finden. 280 Familien aus Hotti und Gruda, darunter 78 Bewaffnete, überschritten gestern die montenegrinische Grenze und wurden aus montenegrinischem Gebiete entwaffnet und in das Innere gebracht. Der montenegrinische Gesandte in Konstantinopel, Bakitsch, unternahm bet der Pforte wegen der Heimschaffung dieser 280 Familien Schritte. $$$

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nach der Oase führende Paste. Die Wirrung der Beschießung ist noch unbekannt, da die fran­zösischen Truppen noch nicht in Figuig eingerückt sind. Verluste hatten dieselben bisher nicht.

* Pretoria, 8. Juni 1903. Infolge der Opposition gegen die Erteilung des Gemeinde - wahlrechtes an Farbige bringt die Re­gierung einen Abänderungsantrag zur Gemeinde­ordnung ein, nach dem das Wahlrecht auf weiße britische Untertanen beschränkt werden soll, also außer den Farbigen auch alle fremden Staats­angehörigen davon ausgeschloffen werden.

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