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fUlda, Dienstag, den 26. Mai 1903.
M 118
30. Jahrgang
Operationen für die Zwecke der Naturheilmethode
Zentrumswahler, tue -eine Pflicht!
** Die Uurpfuscherei.
u. a. aus:
des sozialdemokratischen ,Vorwärts":
Als ZentrumswLhler stimmten:
Prözent 27,86 24.83 23,05 23,20 22,64 20,11 18,57 19,14 18,77
Wähler
1,445,948 1,341,295 1,328,073 1,182,873 1,282,006 1,516,222 1,342,113 1,468,501 1,445,139
bei den Reichstags-Hauptwahlen vom Jahre
1874
1877
1878
1881
1884
1887
1890
1893
1898
Prozentsatz der Zentrumswähler zu allen abgegebenen gültigen Stimmen
Was lehren uns diese Auslassungen und Zahlen? Es wäre sehr verfehlt, wollte man ihre Bedeu-
Erfchrsttt täglich.»» Ausnahme drr Soan- anb Stiertest. Viertel: flHtLBei*8sPtei$ ohne BriagerloDn und Veftellg«ldinS*ldau°d «swSrtrtwr.sopfg.
tätigkeit offenbart, wirkt ^ansteckend und mancher, der sich anfangs nur schwer zur Teilnahme an der Wahl entschließen konnte, wurde nachher ein eifriger Mitarbeiter derer, denen ein guter Ausfall der Wahl am Herzen liegt.
verantwortlicher zchriftleiter:A.tvetzter
3. Parzelle??» $wibe. wochenbeilase:, 'Illustrierte Tonlltagzzeitung
Zahl der Zentrums-
I Tie f se e - Expedition. 2. Auflage. Jen« 1903. 8°.
Boigtel, T. ©.: Stammtafeln zur Geschichte der europäischen Staaten. Neu herausg. von L. A. Cohn. Bd. 1: Die Deutschen Staaten und die Niederlande. Braunschweig 1871. 2°.
* Frank, E.: Fulda nach der Natur gezeichnet. 1901. Lichtdruck. Leipzig (1902). 2°.
Günther, Fr.: Der Harz. Bielefeld und Leipzig 1901. 8°. = Land und Leute, 9.
Haas, H.: Deutsche Nordseeküste, Friesische Inseln und Helgoland. Bielefeld und Leipzig 1900. 8°. = Land und Leute, 8.
Haushofer, Max: Oberbayern, München und bayerisches Hochland. Bielefeld ! und Leipzig 1900. 8°. — Land und Leute, 6.
Hörstel, W.: Die Riviera. Bielefeld und Leipzig 1902. 8°. = Land und Leute, 11.
Jung: Das Deutschtum in Australien und Ozeanien. München 1902. 8°. — Der Kampf um das Deutschtum, 19.
Kaernmel, Otto: Rom und die Campagna. Bielefeld und Leipzig 1902. 8°. = Land und Leute, 12.
Kerp, H.: Am Rhein. Die Rheinlands von Frankfurt bis Düsseldorf . . . Bielefeld und Leipzig 1901. 8°. = Land und Leute, 10.
* Müller, E. L.: Rhön-Spessart- Odenwald. Leipzig (1902). 8°.
Neumann, Ludwig: Der Schwarzwald. Bielefeld und Leipzig 1902. 8°. = Land und Leute, 13.
* Niveaukarte (des Kurfürstentums Hessen) 1: 25 000. Nr. 82: Salzschlirf und Nr. 93: Uttrichshausen. — Kassel 1858. 2°.
(Fortsetzung folgt.)
Die Zahl der Zentrumswähler ist somit von Wahl zu Wahl von 27,86 Prozent bis auf 18,77 Prozent der abgegebenen Stimmen vom Jahre 1874 bis 1898 gesunken.
Burrkhardt, C. A. H.: Hand- und Adreßbuch der deutschen Archive. Th. 1 u. 2. 2. Auf! Leipzig 1887. 8°.
Chuu, Carl: Aus den Tiefen des Weltmeeres. Schilderungen von der Deutschen
auszunutzen usw. Ein Netz von Vereinen überzieht ganz Deutschland, in großen Städten bestehen meist mehrere solcher Vereine gleichzeitig, und in Gestalt von Wandervorträgen und Unterrichtskursen wird für die nötige gewordene „hygienische Aufklärung" des Volkes Sorge getragen und Schulmedizin als überflüssig über Bord geworfen. Alljährlich finden auch große Hauptversammlungen der Vertreter der Naturheilmethode statt, und bei einer im Jahre 1900 in Halle a. S. abgehaltenen Hauptversammlung dieser Art durfte eine hygienische Ausstellung selbst nicht fehlen. Mit Vorliebe werden solche Vereinsbestrebungen von Angehörigen der besseren und gebildeten Stände geleitet, namentlich Rechtsanwälte und Lehrer stehen vielfach an der Spitze dieser Vereine, eingedenk des Goetheschen Wortes: „Der Geist der Medizin ist leicht zu fassen." Die völlige Schutzlosigkeit der approbierten Aerzte diesem dem Volkswohl und dem Volksvermögen so schädlichen Unfug gegenüber in einer Zeit, in der von jedem Hufschmied ein Befähigungsnachweis gefordert wird, hat unter den berufenen Vertretern der Heilkunde, den Aerzten, eine erklärliche, stets wachsende. Erbitterung erregt.
Allgemein wird darüber Klage geführt, daß sich nur äußerst selten gesetzliche Handhabungen zum Einschreiten gegen die unberufenen Heilkünstler bieten und die geringe Höhe der event. verhängten Strafe für die Pfuscher nichts Abschreckendes hat, I sie vielmehr meist in den Augen des verblendeten Publikums als „Märtyrer" erscheinen läßt. Eine Bestrafung ist aber nicht nur wegen der allgemein materiellen Schädigung, welche das Publikum durch die meist hohen Honorare der Kurpfuscher, welche sie nutzlos bezahlt, erleidet, erforderlich, sondern auch wegen der Gesundheitsschädigung, welche dem Einzelnen und welche der Gesamtheit durch dieses Treiben erwachsen. Gerade bei der Seuchenbekämpfung bildet die Nichtanmeldung der einzelnen Fälle den häufigsten Grund rascher Weiterverbreitung ansteckender Krankheiten, und bei eingeleiteten Untersuchungen wird von den Gerichten meist dahin entschieden, daß die Kurpfuscher nicht zur Anzeige verpflichtet waren und nicht die Fähigkeit besitzen konnten, den ansteckenden Charakter der Krankheit zu kennen.
tung verkennen. Man braucht gewiß nicht zu übersehen, daß das Zentrum nicht systematisch in jedem Wahlkreise, wo es gar keinen Zweck hat, einen Zählkandidaten ausstellt, wie das die Sozial- bemofratie tut, man darf aber trotzdem nicht außer acht lasten, daß manches Wahre in den Angriffen enthalten ist. Besonders unsere sogen, bombensicheren Wahlkreise — und dazu gehört in erster Linie der Wahlkreis Fulda- Gersfeld-Schlüchtern — fündigen sehr schwer in bezug auf die Wahlbeteiligung. „Er wird ja doch gewählt," meinen die Schlafmützen und bleiben zu Hause. In den Kreisen, in denen der Zentrums-Kandidat nur geringe Aussicht hat, geht es ja wohl etwas besser, aber auch da gibt es noch zu viele, die da meinen: „Es glückt ja doch nicht!" Eine dritte Kategorie, die schlimmste aller, bilden jene, die da.gemütlich sagen: „Auf meine Stimme kommt's nicht an."
Der Hinweis auf die Pflicht der Teilnahme an den öffentlichen Angelegenheiten verfängt bei den wahlträgen Elementen nicht; so lange sie sich m der goldenen Zufriedenheit fonnen können, ist ihnen alles gleich, wenn sie nicht direkt von Mund zu Mund aufgerüttelt werden. Daher ergeht an alle die dringende Aufforderung, mit allen Kräften auf Freunde und Bekannte im Sinne einer eifrigen Wahlbeteiligung hinzuarbettev. Wer am Wahltage noch jemanden kennt, der wohl Zentrums - Anhänger ist, aber nicht wählt, der eile sofort zu ihm und führe ihn direkt zur Wahl. Der rührigeEiser, der sich in einer solchen Werbe-
Der Umfang der Eisenbahnen der Erde stellt sich nach dem soeben herausgegebenen Heft 3 des ,Archivs für Eisenbahnwesen' zu Ende des Jahres 1901 auf 816 755 Kilometer; er ist gegenüber dem Vorjahre um 26630 Kilometer oder 3,4 Prozent gewachsen. Dieser Zuwachs ist erheblicher, als der der vorausgegangenen vier Jahre. Die Bautätigkeit bewegt sich also auf diesem Gebiet wieder in steigender Richtung. Mehr als die Hälfte der Eisenbahnen kommen immer noch auf Amerika mit 410630 Kilometer, darunter die Vereinigten Staaten allein mit 317354 Kilometer. Von den Eisenbahnnetzen Europas ist das des Deutschen Reiches mit 52 710 Kilometer das aus- gedehnteste, es folgt in kurzem Abstand das des europäischen Rußland mit 51409 Kilometer. Schreitet der Eisenbahnbau dort so weiter fort, wie in den letzten Jahren, so wird Rußland bald an der Spitze der europäischen Staaten stehen. Das dortige Eisenbahnnetz hat sie in dem Jahrfünft 1897 bis 1901 um 11147 Kilometer oder 27,7 Prozent vermehrt, während das des Deutschen Reiches nur um 4594 Kilometer oder 9,5 Prozent gewachsen ist. Im Verhältnis zum Flächeninhalt und zur Bevölkerungszahl befindet sich Rußland allerdings noch weit im Rückstand. Auf 100 Quadratkilometer kommen in Rußland 0,9 Kilometer, im Deutschen Reiche 9,7 Kilometer Eisenbahnen, auf 10 000 Einwohner in Rußland 4,4 Kilometer, im Deutschen Reiche 9,4 Kilometer Eisenbahnen. Auf Rußland folgt Frankreich mit 43657 Kilometer, Oesterreich-Ungarn mit 37492 Kilometer. Großbritannien nimmt unter den europäischen Großstaaten mit 35462 Kilometer erst die fünfte Stelle ein. Das dortige Eisenbahnnetz hat sich in dem vergangenen Jahrfünft nur um 977 Kilometer oder 2,8 Prozent vergrößert. Auch das italienische Eisenbahnnetz, jetzt mit einem Umfange von 15810 Kilometer, hat sich nur roentg'er» weitert. Es steht dies im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Ablauf der Betriebsverträge der drei großen Gesellschaften, die offenbar in den letzten Jahren vor Beendigung des Pachtverhältniffes wenig Neigung zu Erweiterungsbauten besitzen. Das Königreich Spanien hatte 13 516 Kilometer, Schweden 11588 Kilometer Eisenbahnen. Die Eisenbahnnetze der übrigen europäischen Staaten bleiben weit hinter 10000 Kilometer zurück. Von den Ländern Asiens weisen Sibirien und die Mandschurei, Ostindien, China und Japan die bedeutsamsten Fortschritte auf. In China waren Ende 1901 1236 Kilometer Eisenbahnen vorhanden, freilich immer erst ein kleiner Anfang, der aber doch beweist, daß das Mißtrauen der chinesischen Bevölkerung, das bis vor wenigen Jahren dem Eisenbahnbau daselbst entgegenstand, im Schwinden begriffen, daß nunmehr auch in China das Zeitalter der Eisend ahnen angebrochen ist. Die fibirisch-mandschurischen Linien hatten einen Umfang von 9116 Kilometer, die japanischen Eisenbahnen von 6550 Kilometer, die Ostindischen von 40 825 Kilometer. Die Eisenbahnen von Afrika und Australien zeigen nur unbedeutende Fortschritte. In den australischen Kolonien ist wohl auch unter dem Druck der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse nahezu ein Sttllstand im Eisenbahnbau eingetreten. — In dem Verhältnis der Eisenbahnlänge zur Größe und der Bevölkerungszahl der einzelnen Länder find — gegenüber den früheren Jahren — nur unbedeutende Aenderungen zu verzeichnen. Die Anlagekosten aller Eisenbahnen werden auf etwa 162'« Milliarden Mark berechnet.
Angesichts der bevorstehenden Wahlen ist es Eines wie guten Gedeihens sich das Kurnotwendig, daß alle katholifchen Männer pfuschertum trotz aller Aufklärung des Publikums zielbewußt und mit aller Kraft daran bei uns noch erfreut, haben die bekannten Vorarbeiten, daß die Stimmenzahl des Zentrums gänge der letzten Wochen deutlich [genug gezeigt, eine stärkere Wahlbeteiligung nachweist, I Auch der schon kurz erwähnte, im Verlage von als es bisher der Fall war. Wir müssen uns Richard Schoetz, Berlin erschienene amtliche Be- ja infolge der Lässigkeit unserer Freunde immer richt über das Sanitätswesen des preu- und immer wieder vorhalten lassen, daß das ßisch en Staates während der Jahre 1898 Zentrum eine weit größere Zahl von Abgeord- bis 1900, der soeben zur Ausgabe gekommen ist, neten habe als das der Zahl der auf seine Kan- läßt tiefe Einblicke in die Umfangreiche Tätigkeit didaten entfallenen Stimmen entspreche. der Kurpfuscher tun. Die ,Nat.-Ztg/ ent»
Gegenwärtig macht ein Auszug aus einer Rede nimmt daraus folgende interessanten Angaben: die Runde durch die gegnerische Preffe, in welcher Wenngleich bestimmte ziffermäßige Nachher nationalliberale Kandidat v. Bo dm an n im Weisungen über die Anzahl der Pfuscher den ersten badischen Wahlkreise die Behauptung zu amtlichen Berichten nicht entnommen werden begründen sucht, daß das Zentrum nicht be- können, so geht doch aus ihnen hervor, daß sich rechtigt sei, sich als die Vertretung der in allen Regierungsbezirken ausnahmslos eine er- deutschen Katholiken auszugeben. Er führt I hebliche Zunahme der Kurpfuscherei während der!
Äerichtsperiode bemerkbar macht. Im Jahre „Bis jetzt hat das Zentrum im Deutschen Reiche I 1899 waren der Ausschuß der Aerztekammern es nur auf etwa 1,5 Millionen Stimmen gebracht, was und diese selbst ersucht worden, sich gutachtlich einer Bevölkerung von 6—7,5 Millionen entspricht. Reh- zu äußern' I
men wir an, daß noch eine halbe Million Stimmen 0 <__m <• .
für welfische, polnische, elsässische und konservative Kan- ob und welche Mißstände auf dem Gebiete didaten abgegeben wurden, so hat das Zentrum etwa der Gesundheitspflege infolge der Freigabe der 10 Millionen Katholiken hinter sich, während die Zahl Heilkunde hervorgetreten sind, “L MiUwnenbe- sowie eventuell das Vorhandensein solcher üb^e?' 90^P?ozent Ätyollke^^ähly ^'hat ddasEZeMrum durch Beibringung schlüssigen tatsäch-
bei den Hauptwahlen zum Re chstage noch nicht einmal "chen Materials aus den einzelnen Bezirken zu die Hälfte der Stimmen erreicht, und in den drei Wahl- erläutern, und
kämpfen, wo es siegreich war, erst in der Stichwahl ge- zugleich zu erörtern welche Masinabmen ;nr siegt. Vorher aber hat der Wahlkreis liberal gewählt, 9 ’ • 1
ohne daß seine Bevölkerung darum minder gut katho- Beseitigung der beklagten Mißstande und in lisch gewesen wäre! (Beifall.) Also nicht um die Exi. welchem Umfange sie tn Aussicht zu nehmen sind, stenz der Kirche, nicht um Glaube oder Unglaube Han- Die zur Beantwortung dieser Fragen von den be-fr es=Jicf)j Dagegen handelt es sich darum, den Ge- einzelnen Aerztekammern veranlaßten Rundfragen nuffensdruck einer Parte, zu brechen, die zwar behauptet, s c , ,__< p . , 9
nicht konfessionell zu fein, die aber gleichzeitig von jedem 8roar seitens der besonders interessierten Katholiken verlangt, daß er ihr angehöre."1 Aerzte nur eine geringe Beantwortung gefunden,
Es ist noch nicht lange her, da glaubte man immerhin aber ein sehr schätzenswertes Material an der Hand der Statistik dem Zentrum nach- Sehefert, welches durchaus geeignet erscheint, die weifen zu können, daß es mit seinen Stimmen m den letzten Jahren tatsächlich eingetretene keinen Anspruch auf 100 Abgeordnete habe. Die enorme Vermehrung des Pfuschertums festzu- Blätter verbreiteten damals folgende Statistik Hellen und gleichzeitig auf die hohen Gefahren «._= « .... "> ■■ ■- hinzuweisen, welche der Gesgmtheit der Be-
r völkerung durch das Pfuschertum in sanitärer , und materieller Hinsicht erwachsen. Wie groß ; die Zahl der Kurpfuscher in den einzelnen Bezirken ist, erhellt schon aus der Mitteilung, daß im Regierungsbezirk Breslau z. B. allein 228 ’ Kurpfuscher festgestellr worden sind und 98 erwiesene , durch sie veranlaßte Gesundheits- schädigungen, darunter 17 Todesfälle. Erwägt man weiter, daß sich an der Beantwortung der von der Breslauer Aerztekammer in Umlauf gefetzten Fragebogen unter den im Regierungsbezirk vorhandenen 715 Aerzten nur 58 beteiligt haben, so wird man einräumen müssen, daß diese Zahlen eine beredte Sprache führen. Die außerordentlich geringe Beteiligung der Aerzteschaft an der Einsendung von Fragebogen auf die Rundfrage dürste übrigens zum Teil mit auf den Pessimismus zurückzuführen fein, welcher sich vieler Aerzte bemächtigt hat im Lause der Jahre, indem sie sich doch keinen Erfolg von dieser Statistik versprechen.
Was nun das Vorleben und den Bildungsgrad derjenigen Personen betrifft, welche gewerbsmäßig die Heilkunst ausüben, ohne dazu approbiert zu fein, so ergab für den Breslauer Bezirk die Enquete z. B., daß von den Männern 54 v. H., und von den Frauen 62 v. H. aus dem ©tanbe- ber kleinen Handwerker, Arbeiter und Dienstboten hervorgegangen sind; bezüglich der ersteren wurden von den Kurpfuschern in der ©tabt Breslau 15 v. H. unb von ben übrigen itn Regierungsbezirk 10 v. H. als vorbestraft ermittelt, darunter mehrfach mit Zuchthaus wegen Betrugs, Diebstahls, Vornahme unzüchttger Handlungen usw. Daneben fteCteir aber ein großes Kontingent der Pfuscher, welche unentgeltlich ihre Dienste der leidenden Menschheit darbieten, zahlreiche Mitglieder der Aristokratie, der Stand der Geistlichen, pensionierten Beamten, Offiziere, Förster, Gutsbesitzer und der Lehrer. Geistliche und Lehrer sind es vornehmlich, welche sich vielfach an die Spitze der Bestrebungen ber Naturheilvereine stellen unb durch Schrift unb Wort für biefe tätig eintreten. Aus allen Bezirken wird die maßlose Agitation der Naturheilvereine berichtet unb in den letzten Jahren gegen die die Menschhett vergiftenden Schulmediziner, denJmpszwang, unb dieSerumtherapie" Die hohen Reklamekosten werben burch namhafte Vereinsbeiträge gebeckt; bie Deutsche Warte I als Zentralorgan schildert in behaglicher, epischer : Breite jeden angeblichen Fall von Jmpffchädigung und sucht unglücklich verlaufene chirurchifche 11
[.Blätter für Münzfreunde . . .herausgegeben von H. Buchenau. Dresden. 4. — Jahrg. 37, 1902. *
Blätter, Hessische, für Volkskunde, herausg. i. A. der Vereinigung für hessische Volkskunde von A. Strack. Bd. 1. Leipzig 1902. 8°.
* Rache ist süß. Junger Schuhmachermeister: „Der Sohn von meinem früheren Lehrmeister will jetzt zu mir in die Lehre . . . gut, daß ich die Ohrfeigen alle notiert hab', die mir der Alte scxrben bat!"
Die Zahl der Zentrurnswähler hat sich von Wahl zu Wahl trotz der Zunahme der katholischen Bevölkerung im Deutschen Reiche absolut und relativ vermindert:
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spaltige yetitzelle bereu Raum 15 pW. d W W WM KAMM Seklamevbrepetktze»e «M M MWWWMMMM 25 pfg.; v« Mei*»
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M W Rabatt gewährt.
druck mrö Verlag bet SulbaerActtenbruckerrt Msnatsbeilage: „Sulbaer Geschichtsblätter". Smisprech^Nr"^
Verzeichnis ______
der Neuanschaffungen der Ständischen LandesbibliothekzuZul-a im Ltatzjahr 1902
s(April 1902—März 1903).
Urkundenbuch des Klosters Kaufungen .... herausg. von Hermann v. Roques. Bd. 2. Kaffel 1902. 8°.
Bieze, Hermann: Domitians Chattenkrieg im Lichte der Ergebnisfeber Limesforschung. Progr. Berlin 1902. 4°.
Bogt, Paul: Kleine Beiträge zur Geschichte ber Chatten. Kassel 1901. 4°.
Waliszewski, K.: Peter ber Große. Deutsche Ausgabe von W. Botin. Bd. 2. Berlin 1899. 8°.
Weltgeschichte . . herausg. von Hel- molt. Bd. 2: Ostasien und Ozeanien. Der! Indische Ozean. Leipzig und Wien 1902. 8°.
Wiegand, Wilhelm: Friedrich ber Große. Bieleselb und Leipzig 1902. 8°. — Monographien zur Weltgeschichte 15.
* Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde. Kassel. 8. — N. F. Bd. 26, 1902.
Zeitschrift, Historische, (Begr. von H. von Sybey . . . herausg. von Friedrich Meinecke. N. F. Bd. 38—54. München und Leipzig 1895. — 1903. 8°.
v. Zwiedineck-Südenhorst, Hans: Von der Auflösung des alten bis zur Errichtung des neuen Kaiserreiches (1806—1871). Bd. 2. (1815—1849.) Stuttgart 1903. 8°. (= Bib- liothek deutscher Geschichte XI., 2.) j
III^GMichtlichk Wlfswifienschastnl.^Geographie.
Volkskunde. '