Einzelbild herunterladen
 

fulda, Montag, den 25. Mai 1903.

M 117

30. Jahrgang.

Bibliotheca Laureshamensis.

Hano-

Die Kultur der

Zweites Blatt i

Heraus- 8°. —

deren privaten Vereinigungen seiner Bürger und läßt ihnen daher völlig freie Hand. Die Re­ligionsgesellschaften bringen die Mittel für die Bestreitung ihrer Bedürfnisse aus ihrer Tasche auf, bauen ihre Kirchen und Schulen selbst und erziehen auch ihre Kinder in ihrer Konfession, ohne daß der Staat das mindeste drein redet. Die katholische Kirche hat diese Freiheit praktisch benutzt und ihre Kräfte zur reichsten Entfaltung gebracht. , - . . . ________,

Ist das nun das Endziel der sozialdemo- einfachhin unvermeidlich. Die ganze Redensart kretischen Kirchenpolitik? Das könnte nur einer von der freien Kirche im freien Staat ist daher behaupten, der nicht einmal das sozialdemo- Munde von Sozialdemokraten völlig unsinnig kratische Programm kennt. Denn hier wird ja oder bewußte Heuchelei, ein Wahlkniff und zwar verlangt: „Weltlichkeit der Schule. Obligatori- -in recht plumper.

scher Besuch der öffentlichen Volksschulen", und nach welchem Geiste hier unterrichtet wird, das

Ueberhaupt aber ist die Durchführung dieses Satzes — wenn überhaupt möglich — so nur dort, wo die Gesellschaft nicht auf irgend einer bestimmten Weltanschauung aufgebaut ist; sobald aber irgend eine Weltanschauung das offizielle Glaubensbekenntnis einer Gefellschaft ist, — und die sozialistische Zukunftsgesellschaft bekennt sich offiziell zum Materialismus, zur Leugnung von Gott und Geist, so ist der Konflikt mit einer Kirche, die sich zum Glauben an Gott bekennt.

Grebe, E. R.: Friedrich Wilhelm I, Kurfürst von Hessen . . . Kassel 1902. 8°.

Grundlagen, Die, des 19. Jahrhds. von Chamberlain. Kritische Urteile. 2. Auflage. München 1902. 8°.

(1900, Juli—1902, Juni), 1902—03.

Blätter für Volksbibliotheken und Lesehallen. Herausgegeben von A. Graesel. Leipzig. 8. Jahrgang 3, 1902.

CatalOgl bibliothecarum antiqui colleg. Gustavus Becker. Bonnae 1885. 8°.

Centralblatt für Bibliothekswesen herausgegeben von Hartwig. Leipzig 8. — Bd. 19, 1902.

Centralblatt. Literarisches Zentralblatt für Deutschland. Herausgeber Ed. Z arncke. Leipzig. 4. - Jahrg. 53 (1902), 1902.

Falk, Franz: Beiträge zur Rekonstruktion der alten Bibliotheca Fuldensis und

* Archiv, Neues, der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde. Band 21—27. Hannover 1895—1902. 8°.

Mit I zu Berlin herausgegeben von E. Berner- "" Berlin. 8. — Jahrg. 23 (1900), 1903.

Knepper, Joseph: Jakob Wimpfeling

gegeben von Armin Tille. Gotha. Bd. 3, 1902.

Hansen, Joseph: Zauberwahn, Inqui­sition und Hexenprozeß im Mittelalter .. . München u. Leipzig 1900. 8°.

Heyck,Ed.: Der Große Kurfürst. Biele­feld u. Leipzig 1902. 8° — Monographien zur Weltgeschichte, 16.

* Hoogeweg, Hermann: Die Chronik des sogenannten Martinas Fuldensis. Pader­born 1883. 8°.

Jahresberichte der Geschichtswissen­schaft im Auftrage der historischen Gesellschaft

* Thtebault. Memoires du General Thiebault . . . T. 1—5. Paris 1893—97. 8°.

v. Tröltsch, E.: Die Pfahlbauten des Bodenseegebietes. Stuttgart 1902. 8°.

Ahlirz, Karl: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Otto II. und Otto III. — Bd. 1: Otto II, 973—983. Leipzig 1902. 8°.

(Fortsetzung folgt.)

Seeck, Otto: Kaiser Augustus. Biele­feld u. Leipzig 1902. 8° — Monographien zur Weltgeschichte, 17.

«kschrint täglich, mit Svrnahm« der 5omi- uud Feiertage. viertel- »brl. Bezugspreis ohne vringerlohn und Bestellgeld in Fulda und «tswärtr 1 Bll. 50 pfg.

Verantwortlicher Schriftleiter:A.lvehler

--------- Scrip- torum T. XXXI, 1. Hannoverae et Lipsiae 1 QAQ A 0 r

sltlllffsklllldk I Chroniken, Die, der deutschen Städte

* or fc. ’’’ r vom 14. bis ins 16. Jhd. Bd. Itz (Mainz II,

Wilhelm : Schrifttafeln zur Erler- 1) und 28 (Lübeck 3) Leipzig 1882 u. 1902. 8°. oUn«r Lateinischen Paläfographie. Gardthausen,V.: Augustus und seine

L ?ufl. besorgt von M. Tangl. Heft 2. Zeit. Th. I, 2 und II, 2 Leipzig 1896. 8».

t •» s. ~ . Geschichtsblätter. Deutsche Geschichts-

„ , Aur.?eiltl nt§r Schrift-, I blätter, Monatsschrift zur Förderung der la n-

Buch- und Bibliothekswesens Hrsg, von desgeschichtlichen Forschung. Dziatzko. Heft 7. Leipzig 1902. 8°. 1 - '** - a-

Bibliographie der deutschen Zeit- schriften-Literatur . . . herausgegeben von F. Dietrich. Leipzig. 4. — Bd. 8 bis 10

[] „$rete Mrche im freien Staat“, „Religion ist Privatsache".

Wir bitten die Leser um Enffchuldigung, daß wir ihnen die obige unsinnige Gleichung vor­führen; sie ist das Produkt der sozialdemokra­tischen Beschwichtigungshofräte, welche eben von wegen der Reichsragswahl landauf und landab ziehen und in den christlich denkenden Arbeiter­kreisen die Sozialdemokratie als die verfolgte Unschuld hinstellen. Nur ganz böse mit „infer­nalischem Geschick" arbeitende Menschen beschul­digen die Sozialdemokratie der Religionsfeind­lichkeit, während sie als reinster Engel in para­diesischer Unschuld von solch schlimmer Absicht gar nichts weiß.

Der Programmpunkt „Religion ist Privat­sache" bedeutet nach diesen sozialdemokratischen Flötenbläsern nichts anderes als eben der Satz „freie Kirche im freien Staat", für den selbst Katholiken sich erklärt hätten.

Der »Vorwärts" (Nr. 107 vom 9. Mai 1903) geht krebsen mit einem Zitat aus einer Windt- horstschen Reichstagsrede vom 25. Nov. 1871. Damals sagte Windthorst den Kulturkampf­paukern:

„Wollen die Herren die glücklich bestandene Ehe zwischen Kirche und Staat ferner nicht gelten lasten dann fürchte ich, daß die Ehe aufgelöst werden muß. Und was mich betrifft, so erkläre ich hautement (laut) : Wenn Sie die Lösung mir geben wollen, auf der Basis des amerikanischen Rechtszustandes, dann acceptiereich sofort. . . . Ich bin sogar der Meinung, daß die Ent­wickelung, in der die kirchlichen Dinge in Deutschland sich befinden, wohl oder übel zu der völligen Trennung von Kirche und Staat nach amerikanischem Muster führen wird."

Das „amerikanische Muster" aber besagt etwas ganz anderes als das, was die Sozial­demokratie will. Nach diesem amerikanischen System behandelt der „Staat" die verschiedenen religiösen Gesellschaften nicht anders als die an-

I Nörgeleien und Befehdungen einer kirchenfeind­lichen Regierung zu bewahren. Aber als Jdeal- zustand hat ihn keiner gepriesey.

Dem Programm der Sozialdemokratie ent­spricht ihre Praxis, und wie diese aussieht, das zeigen eben jetzt die französischen Sozialisten, welche Arm in Arm und Schulter an Schulter mit den radikalsten Kirchenfeinden den Kultur­kampf führen und eben im Verein mit diesen Anträge an die französische Kammer eingereicht haben, in welchen gefordert wird: „Die Gebäude, Kirchen oder Pfarrhäuser, werden entweder an bürgerliche Gesellschaften vermietet, die für den Unterhalt des Kultus gebildet sind, oder an andere Gesellschaften, die einen andern Zweck verfolgen, Vortragsversammlungen oder bürger­liche Feste. Neubau von Kirchen ist streng ver­boten." !!

Daß das Fleisch vom Fleisch und Bein vom Bein der deutschen Sozialdemokratie ist und deren eigenste An- und Absichten wiedergibt, beweist einmal der Umstand, daß die deutschen Genossen die französischen zu ihrem Kulturkamps anspornten, als sie ihnen noch nicht weit genug gingen. Schrieb doch im Januar 1903 (Neue Zeit Nr. 16 vom 17. Januar 1903) Genosse Koutsky deutlich genug:

„Der einseitige Kampf gegen die Kongregationen, wie er heute in Frankreich geführt wird, ist ein bloßes Beschneiden der Beste des Baumes, was ihn nur um so üppiger wuchern läßt. Die Axt muß an die Wurzel gelegt werden, das aber wird nur erreicht durch die Aufhebung der staatlichen Unterstützung des Weltklerus."

Die französischen Genossen verstanden diesen Wink mit dem Zaunpfahl und haben jetzt in Vereinigung mit den Freidenkern den Kultur-I kampf auf der ganzen Linie mit dem Endziel einer gänzlichen Vernichtung und Ausrottung der Kirche ausgenommen.

Aber das' sozialdemokratische Programm be­sagt ja das Gleiche, wie der französische Antrag: „Abschaffung aller Aufwendungen aus öffent­lichen Mitteln zu kirchlichen und religiösen Zwecken."

Wozu also das Leugnen? wozu das heuch­lerische Vorgeben: man wolle nur eine „freie Kirche im freien Staat"?

* Der Kaffee auf Reifen.

Ein als Anti-Alkoholist bekannter Herr, der als solcher hohen Wert auf den Genuß einer guten Tasse Kaffee legt, wandte sich sm ver­gangenen Jahre mit der Bitte an den Eisenbahn­minister, er möge doch eine Verfügung erlassen, wonach die Bahnhofsrestaurationen angehalten sein sollten, für teures Geld statt schlechten Kaffee, wre so ost, guten zu liefern. In der Tat, Exzellenz engagierte, wie wir der Zeitschrift ,Die Welt auf Reisen" entnehmen, einen ihm als Kaffee­schmecker der Hamburger Börse bezeichneten Makler, der nun innerhalb von drei Monaten im Norden, Süden, Osten und Westen des engeren Vaterlandes „Kaffee probieren" fuhr. Für 400 Stationen lautete der Auftrag, 388 Stationen hat der Hamburger Sachverständige heimgesucht! Länger kann er die „Schlechtigkeit" nicht mehr aushalten, überwältigt von dem köst­lichen Aroma des letzten ihm vorgesetzten Cichorien- absuds, streckte er die Waffen und kehrte nach der Hafenstadt zurück. Etwa 8 Tage dauerte der Collaps, dann sammelte er seine Kräfte für den Bericht an Seine Exzellenz.

Im Zimmer 233 des Eisenbahn-Vorräte- Gebäudes befinden sich auf einem aus zwanzig übereinanderliegenden Leisten bestehenden Gestell 388 gefüllte kleine Flaschen mit Angabe der Station, von welcher der Inhalt stammt. Sie sind abgeteilt in zwei Kategorien: in solche, wo die Verwendung reinen Kaffees, und solche, wo Zusätze nachzuweisen sind. Natürlich hat sich überall ein Niederschlag gebildet, über dem eine klare Flüssigkeit steht; der Konservierung wegen hat man bei der Entnahme der „Probe" etwas Kochsalz zugefügt. Die kleinen Gläschen mit reinem Kaffee bilden eine förmliche Skala der Niederschlag beträgt ein vierzigstel und ein zwanzigstel der Glasröhre, bei dem mit Cichorien, Zucker re. versetzten Kaffee ist der Niederschlag naturgemäß viel größer.

X*$ef<ew: »fette- spaltige Petitzeile eMt deren Raum 15 ptz. Reklamen die petitzekk 25 Pfg.; bei Wieder­holungen wird entfpr. Rabatt gewährt.

Druck MRb Verlag bet Fuldaer Rctieuöruckerei in Fulda (Harmonie). Fernsprecher Nr.».

Maer W Zeitung

3. parzester'in Fulda. Wochenbeilage: „Illustrierte Sonntagrzeitung" Monatsbeilage: „Fuldaer GefchichtrblAter".

1 Beilage: Der Fuldaer Handschriften- I Katalog a. d. 16. Jahrh. Neu herausgegeben und eingel. von Karl Scherer Leipzig 1902.1 (1450-1H)' "©^Seb^n 'und'feine'’ Werke! 8 'r"= o? ^ste z- Centralbl. für Biblwtheks- Freiburg 1902. 8° = Erläuterungen und Er- $i,»8a6e Wi4t. 0e,W1 b-s b°°qch-°

&nPiRRQe T Druckerzeugnissen - • - Lehmann, Max: Freiherr vom Stein.

S Th-vdvr: lieber mittelalter. L" y” der 9k,Om ,757~1807- röÄ' WchL »ibliJlÄ3^

tl) e:E§let)re. Leipzig 1902. 8°. I Mitteilungen an die Mitglieder des Ver-

Gutenberg-Gesellschaft. 1. Jahresbericht, eins für hessische Geschichte und Landeskunde erstattet. . . am 24.Juni 1902. Mainz 1902. 8°. Kassel. 8. - Jahrg. 1901 1902

Hausschatz des W i ff en s. Berlin-Leipzig- Monumenta Germaniae Historica. Epis- 2Btcn. S. — . 269—274, 1902. tolae saeculi XIII e regestis Pontificum

, A""chs Halbiahrs-Katalog ber un Romanorum selectae. T. 2. Berolini 1887. 4» deutschen Buchhandel erschienenen »Bücher . . . Monumenta Germaniae Historica. Epis- ForMung 207~08 für 1901, II tolarum T. VI. p.l = Karolini Aevi 4. vls 1902, I. Berolini 1902. 4°.

L Michael und Bohatta, Hans: Monumenta Germaniae Historica. Legum

^eutfdE)e§ nont)nten = Sey11on 1501—1850. Sectio I, 1: Leges Visigothorum. " Bd. 1: A—D. Weimar 1902. 8°. verae et Lipsiae 1902. 4°

Jiirges, Paul: Die modernen Systeme von Monumenta Germaniae Historica Büchergestellen. . . Leipzig 1895. 8°. t____7----

Literatur. Die schöne Literatur. Beilage 1902. 4®.

zum Literarischen Centralblatt für Deutsch- Monumenta Germaniae Historica. Scrip- land^ Herausgeber Ed. Zarncke. Leipzig. 4. Itorum Herum Merovingicarum T. 4 — njafjrg. 3 (1902), 1902. Hannoverae et Lipsiae 1902 4°

Traube, Ludwig: Perrona Scottorum, Pireuue, Henri: Geschichte Belgiens.. ZtSks V iSn “so be§ I Übersetzt von F. Arnheim. Bd. 2 (bis 1477.) au" s?r°r f . . A°tha 1902. 8®. = Geschichte der europäischen

Lvattenbach, W.: Anleitung zur latei- Staaten, 30

?R!^".»P°^ographie. 4. Aufl. Leipzig * von der Recke, Elisa. Herausqeqeben 188?- 4 - „ v _ von Paul Reichel. Bd. 1 (2. Aufl) und 2.

* Zedler, Gottfried: Gutenberg-For- Leipzig 1902 8° '

sch UN gen. Leipzig 1901. 8«. v. Ranke, Leopold: Deutsche Geschichte

Zedier, Gottfried: Die älteste Gutenberg- im Zeitalter derj Reformation Bd 1—6

Type. Mainz 1902 4°. = Veröffentlichungen 7. Aufl. Leipzig 1894. 8°.

Ä"?9!®1*- cy . r Schäfer, Dietrich: Geschichte von Däne- m Die Jneunabeln mark. Bd. 5 (1559-1648.) Gotha 1902. 8°.

Nassauischer Bibliotheken.Leipzig 1900.8°. Geschichte der europäischen Staaten, 13.

II. (tolhidltt (tittfdlL fiUltnrncfdlidltc örnhißoric Schirrmacher, Friedr. Wilh.: Geschichte von

’ ’ ’ piuyiiiunr, Spanien. Bd.7.(1492—1516.)Gotha 1902 8..

yiograpljltn). — Geschichte der europäischen Staaten, LXI. 2.

Archiv für Anthropologie. Zeitschrift Schultheß' Europäischer Ge sch ich ts-Ka- sür Naturgeschichte und Urgeschichte des Men- k en der. N. F. Herausgegeben von Roloff. schon.....herausg. von Joh. Ranke. München. 8. — Jahrg. 17 (1901).

Bd. XXVII und XXVIII, 1—2. Braunschweig 1900—02. 4°.

Bernheim, Ernst: Lehrbuch der Histori­schen Methode und Geschichts-Philo­sophie. 3. bis 4. Aufl. Leipzig 1903. 8°.

Bezold, C.: Ninive und Babylon. Bielffeld und Leipzig 1903. 8». = Monographien zur Weltgeschichte, 18.

Biographie, Allgemeine deutsche.

, Herausg. durch die histor. Kommission bei der x. / 4,4 t < • m 4 -4 • n i DCt t C l(f) 11 IS König!. Akademie der Wissenschaften. Lieferung

Hal Llebknkcht m>s dem Parwlc, von Halle «r. VCljdU/UlS 229-233. (Nachträge: Andrassy.Chr ftal.

d« Neuanschaffungen der Ständischen ter.) Leipzig 1902. 8°.

bie Kirche mobilisiert werden, der Schulmeister LandesbibliothekluHllldckiM Etatjahr 1902 Brünier, Ludwig: Marie Antoinette, §Äb^affen' @ri*”9 b-s-»-' (ZSiSJ SSKaaigia -an Franksch and Navarra. Bd. L

Alsa nichts aber auch rem gar nichts van ll)t, ^Lwk's'-br.. 1° °/B«law, Tächter

der „Freiheit des amerlkmnschen Systems, im Fuldas unentgeltlich aus. Ihre Bestände gehören Wilhelm von Humboldts . . . Ein Lebensbild, i

Gegenteil, bet Lichte betrachtet, enthüllt sich die den verschiedensten Wissenschaftsgebieten an und wer- 8 Aull Berlin 1897 8° '

Freiheit, mit welcher die Sozialdemokratie die I ,au§ den etatsmäßigen Mitteln(3000 Mark) jähr-1 Burckardt '

beglücken will, als die unerhörteste Ge- dxm Anschaffungs-Plane den sogE^Gefittswissew Renaissance 'in Italien. 8. Auflage von

Wissensknechtung, welche die Eltern zwingt, ihre schäften besondere Berücksichtigung geschenkt wird. L. Geiger. Bd. 1—2. Leipzig 1901. 8°.

Kinder m Schulen zu schicken, wo ihre religiöse Die nut versehenen Schriften sind oder enthalten Chamberlain, H.St.: Dilettantismus, Ueberzeugung verhöhnt, veffpottet und ystema- FuLensien. Rasse, Monotheismus, Rom. Vorwort

tisch zerstört wird. Nur sozm demokratt che Be- I. Schrift- Ulld SllchweskN. — Allgemeine Wissen- znr4.Aufl. der Grundlagen. München1903. 8°. griffskonfusion odervollbewußte Heuchelei kann I -- - - - ” rr । - 8 - - - ’ ---

einen solchen Zustand als „Freiheit" bezeichnen.

Wenn der »Vorwärts" glaubt, aus dem oben angeführten Ausspruch Windthoffts Kapital schlagen zu können, so sollte er doch in seiner satten Gedankenlosigkeit nicht übeffehen, daß dieses Wort 1871 gesprochen wurde, als der Kultur­kampf eingeläutet wurde. Wenn man aber zwi­schen zwei Nebeln zu wählen hat, einer vom Staat verfolgten und von der Bureaukratie drang­salierten Kirche, und einem Zustande, der Halb­wegs erträglicher, wenn auch kein Jdealzustand ist, so wählt man immer das kleinere Hebet. Daß aber Windthorst auch das amerikanische System als em „Hebel" betrachtet hat, dürfte auch dem .Vorwärts" darauf hervorgehen, daß Windthorst nachmals, nachdem der Kulturkampfs­ansturm gegen die Kirche abgeschlagen war, nicht mehr darauf zurückgekommen ist. Wo überhaupt einzelne Katholiken sich für den Zustand einer „fteien Kirche im freien Staat" ausgesprochen haben, (wie Montalembert, der Vorkämpfer der franzö­sischen Katholiken um die Mitte des 19. Jahr­hunderts, der überhaupt zuerst das Wort geprägt hat: l’eglise libre dans l’etat libre) geschah es stets von der Erwägung aus, die Kirche vor den '