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flllda, Donnerstag, den 30. April 1903.

M 97

druckereien, für die Karwnagenindustrie und für

vertreten werden.

Dann wird auch meine Schwester kommen!

30. Jahrgang.

Deutscher Reich.

Berlin, den 29. April 1903.

„Du mußt von Deiner Wffenschaft lassen, sie macht Dich zu ernst — nun gehörst Du mir!" forderte Meta. Dieses Ansinnen jedoch wies er mit seiner ganzen ernsten Männlichkeit entschieden zurück.

„Heule abend — nicht zu spät, sobald als mög­lich!" hatte sie ihm zum Abschied zugestüstert.

Er eilte fort, denn auch er hatte heule ja noch einen Einkauf zu machen.

morgen noch den Schluß der Session herbeiführen zu können, werden wahrscheinlich zwei Sitzungen abgehalten werden, in deren zweiter die dritte Lesung der Novelle erfolgt. Zwar hieß es heute, von konservativer Seite werde Widerspruch gegen das Kompromiß erhoben und gegebenenfalls die Beschlußfähigkeit des Hauses bezweifelt werden, doch ist das allem Anfchein nach nicht zu er­warten. Uebrigens wird das Haus morgen auch besser besetzt sein als hente.

, ** Wenn im Jahre 1902 die zu den lieber« Weisungssteuern zählenden Reichsftempelab- gaben gegenüber dem Etatsanschlage ein Weniger von 5,7 Millionen Mark erbracht haben, so trägt davon das sehr ungünstige Ergebnis der Lose­st euer die Schuld. Während diese im Etat insgesamt mit 45,6 Millionen Maikin Ansatz ge­bracht war, von denen 6,6 Millionen Mark auf die Prioatlose und 39,0 Millionen auf die Staatslose kamen, hat der Gesamtertrag in Wirklichkeit sich nur auf 38,5 Millionen Mark, wovon 4,8 auf die erstere, 33,7 auf die letztere Losekategorie fielen, gestellt. Das Weniger das hier erzielt wurde, beläuft sich daher auf 7,1 Millionen Mark, wvon der Haupteil aus die Staatslotterien entfällt. Der Schiffsfracht­urkundenstempel hat ein Mehr von rund 0,1 Million Mark erbracht, sodaß sich dann Weniger bei der Losesteuer von 7,1 Millionen Mark ein

Mehr von 1,3 Millionen bei der Börsensteuer und von 0,1 Million bei dem Schiffsfracht­urkundenstempel, zusammen von 1,4 Millionen gegenüberstellt und demgemäß ein Weniger von 5,7 Millionen verbleibt. Mit diesem wirkt die Einnahme aus' den Reichsstempelabgaben des Jahres 1902 ungünstig auf das finanzielle Ver­hältnis zu den Tinzelstaaten ein.

.. * Die vollständige Einsicht der Wähler­listen gestattet? Die Giltigkeit von Wahlen hatte ein Wähler, Joh. Schäfer, im Wege der Klage gegen die Gemeinde von Rümmelsheim angefochten, weil ihm nicht erlaubt worden war, die ganze Wählerliste durchzusehen; es war ihm nur gestattet worden, die Wählerliste einzusehen, um sich zu überzeugen, ob fein Name in der Liste stehe. Die Vorinftanzen erkannten auf Ab­weisung der von Schäfer erhobenen Klage. Das Oberverwaltungsgericht entschied aber zu gunsten von Schäfer, indes es von folgenden Erwägungen ausging: Wird den Wählern, die die Liste einsehen wollen, nur erlaubt, sich davon zu überzeugen, daß ihr eigener Name in der Liste steht, und wird eine weitere Einsicht nicht gestattet, so entspricht ein solches Verfahren nicht den Zwecken, welche mit der Offenlegung der Liste bezweckt werden. Gewisse Bestim­mungen der Steuergesetze, welche auf die Geheimhaltung der Steuerverhältniffe abzielen, önneu eine Beschränkung der Einsicht­nahme der Liste nicht rechtfertigen. Ein Verfahren, durch welches die Einsichtnahme der Liste in unzulässiger Weise eingeschränkt wird, mache die Wahlen ungiltig, weil es an der eine Voraussetzung für die Giltigkeit der Wahlen bildenden gesetzmäßigen Offenlegung der Wähler­liste mangeit.

Gewährung von Lieber arbeit erwünscht fein." Im übrigen ist die 10 stündige Arbeitszeit sowohl bei den Webereien wie bei den Spinnereien durchführbar. In der Schmuckwaarenindustrie wird zumeist nicht länger als 10 Stunden ge­arbeitet Die Uhrenindustrie kann den „Zehn- stundentag ohne Schwierigkeit einführen", die Bürstenindustrie „mit einer Uebergangszeit", für die Nahrun gsmittelindustüie „möchte, wenn für Zeiten besonderen Bedarfes leichter als bisher Ueberarbeit gewährt wird, gegen die gesetzliche Festlegung des Zehnstundentages nichts einzu­wenden fein". Die Bekleidungs- und Reinigungs­industrie der größeren Jndustrieplätze hat vor­wiegend zehnstündige Arbeitszeit. Ebenso die

„Aber Liebe — was Du Dir eingebübet und t>e^ loegen hättest Du bas arme Mäbchen halb unglücklich gemacht!"

„Still —_ es ist so am besten — nicht?"

„Ich muß wohl Deiner Meinung fein in biefem Falle."

Der Juwelier lächelte; Verlobmigsnnge, bas war ber gangbarste Artikel gewesen in diesen Tagen. — Heinrich wählte beit einfachen Reis, ber sie fest an ihn ketten sollte. Was hätte er ihr auch sonst bieten können, im Vergleich zu ben Schätzen, die sie schon besaß.

Als ber Doktor gedankenvoll bas reichste Geschäfts­lokal verließ unb bas kleine Etui in seiner Brusttasche verbarg, prallte er mit einem Herrn zusammen, ber sich burch die hastende Menge Bahn brach.

„Wollf — Du?" Heinrich war fast erschrocken.

„Ja eidlich trifft man Dich auch einmal!"

„Du weißt doch ich habe —"

„Befferes zu fun, willst Du sagen! Nun, hier ist auch tt’.uji der Ort zu längerer Unterhaltung. Du hast Einkäufe gemacht hier?" rr deutete auf das schimmernde Auslagesenster. »

„Ja! Komm' ein paar Schritte mit mir! Heinrich, der wieder die heiße Röte in sein Gesicht steigen fühlte, faßte ihn unter den Arm.

„Du sollst doch als mein bester Freund ber Erste sein, bem ich meine Verlobung mitteilen will, wenn auch uuf dem einfachsten Wege!"

„Also doch! Ich hab' mir's ja gedacht und doch! Warum hast Du meine Warnungen nicht beachtet, Du

„Ich habe geprüft und bin glücklich! Die wahre Lebe tut Wunder, wie Du weißt!" wies Heinrich ihn ab.

„Wiederhole mir dies nach einem Jahr, dann glaube ich's!"

„Du d'st ein Skeptiker!"

„Fck> bin ein Menschenkenner, und Du ein unver­besserlicher Idealist, wenn Du nicht unteides ein — Gtücksjäger geworben bist!" Doktor Wollf sprach das scharf unb ironisch.

„Hüte Dich!" r:ef Heinrich dem Forteilenden zorn- glühend nach.

So schieden die Freunde unb jeder ging mit dem Geiühl von bannen, daß dies für immer fein würde. !

In Heinrichs Herzen aber tobte Groll und Wider- !

I zehnstündige Arbeitszeit im weitaus überwiegen­dem Maße öurchgeführt.

** $er Rechtsanwalt Dr. Alfred Sieve- king in Hamburg hat, fchreibt der,Reichsanz/, I als bisheriger Sachwalter der Kaiferl. Regierung I die umfangreichen und mühfamen Vorarbeiten für - die Geltendmachung der Schadenersatz - An- ! spräche, die von Deutschen aus Anlaß des südafrikanischen Krieges erhoben worden ! sind, beendigt. Seitens des Auswärtigen Amtes ist nunmehr der derzeitige Verweser des Kaiserl. Konsulates in Johannesburg, Vizekonsul Reimer, zum Kommissar für die weitere Vertretung der deutschen Reklamationen, soweit sie sich aufTrans- vaal und die Oranjefluß-Kolonien beziehen, be­stellt worden. Die Interessenten werden daber in Zukunft etwaige, die Schadenersatz-Ansprüche betreffende Anfragen und Eingaben unmittelbar an den Kaiserl. Vizekonsul Reimer in Pretoria, Adresse des Kaiserl. Deutschen Konsulates, zu richten haben. Diejenigen deutschen Reklamatro- neit, die sich auf die Kapkolonie und Natal be-

KeirncrtgMck.

Erzählung aus ben Bergen. Von I. Fichtner.

20 -------- (Nachdruck verhören.)

Im stillen Heim brachte Lenchen ihre Tage zu. Sie batte in ben letzten Tagen einige nötige Gänge ;u besorgen gehabt unb sich jedenfalls erfüllet, benn ein quälenber Husten erschütterte ost ihren ganzen ftürpir

spruch; Wollf gönnte ihm sein Glück nicht, sagte er sich- Aber es betrübte ihn unb störte feine innere Ruhe, zumal auch seine Stimmung immer noch wechsel­voll war. Deshalb zögerte er auch bis zum letzten Augenblick, feiner Schwester Mitteilung zu machen. Doch nur zu bald ferfte sich bie geheimnisvolle Nacht auf die Erbe unb frei von feinen ärztlichen Pflichten fanb er sich noch einmal in feiner Wohnung ein, um sich umzukleide--.

„Wie gut, baß Du kommst mir wirb fast bange so allein!" atmete Leuchen auf.

@r trat in ihr Zimmer, nachdem er ben beschneiten Mantes abgelegt. „Ich habe Dir etwas zu sagen, Schwesterherz," begann er in weicher Stimmung, als ahne er bie Enttäuschung, bie er ihr bereiten mußte.

„Komm' setz Dich einen Augenblick zu mir. So — Du kannst mir gratulieren — weißt es wohl schon, daß ick Besi Hungen angeknüpst, bie heute abend burch meine Verlobung befestigt werben sollet:. Im Namen meiner Brant labe ich Dich ein, an ber Feier teilzu- n eh men."

Da war es nun heraus. Unb nun sagte sie kein Wort, sondern sah ihn nur mit ihren großen fragen­den Augen an. Der zuckende Mund fanb kein Wort ber Erwibernng des Glückwunsches.

„Es kann Dich biefe Nachricht doch nicht so über­raschen! Ich weiß aber, was noch bis heute Dein Wunsch war. Den Jugendtraum laß nur begraben fein; meine künftige Frau wirb Dir auch eine Schwester

„Sie ist eine Dame, keine Frau für Dich!" kam es leise über die Lippen der Schwester.

„Ihr habt Euch verschworen, mir ben Tag z» verderben; gut, ich gehe — ohne Deinen Glückwunsch!"

Er stieß ihre Hand fort unb war mit brei Schritten zur Türe hinaus.

„Heinrich!" rief sie in die Knie sinkend — „Heini geh' nicht so von mir, es ist ja Weihnacht heut!" — Er kam aber nicht wieder zurück.

iKortsetzung folgt.)

% Der Besuch Kaiser Wilhelms im Vatikan ist auf Sonntag den 3. Mai festgesetzt. An diesem Tage wird der Kaiser voraussichtlich in der Botschaftskapelle dem Gottesdienst bei= lvltytllv 1UUV1BC ^tuei™ uie iaS*n?t1bei)m SatiLnti ^ußsiche Ge- Wäschereien, wo nicht, kann sie ohne Schwi^rg- sandttchaft beim Vatikan b^eben, um beim Ge- j keit eingeführt werden. Dasselbe gilt sür Buch- illndten von han as Frühstück emzunehmen. druckereien, für die Kartonagenindustrie und für Eick bem SatSa ^nm 82 ?onar{ I die Papiersabrikation. Noch kommen in betracht

Ä nn Sbnrt Papstes und । die beiden Industriezentren Karlsruhe und Mann-

m^ück Am Montan soll 1/$ Gesandtschaft । heim. In Karlsruhe überschreitet in sämtlichen in £ pl a‘ derEmpsangdes Fabriken mit weiblicher Arbeiterschaft dieArbeits- ffiSTmtaPSSS Ä Reit zehn Stunden nicht, in Mannheim ist die

Kolonie in oer deutschen Botschaft stattfinden, 1 -- - ■

während für Dienstag den 5. Mai der Ausflug nach der Benediktiner-Abtei Monte Cafsino vor­gesehen ist. An demselben Tage findet abends der feierliche Empfang auf dem Kapitol durch die Stadt Rom statt. Die Abreise des Kaisers von Rom ist auf den 6. Mai festgesetzt.

„Und Miß Hoiwood hast Du sie nun entdeckt? Denke, wie nützlich sie Dir nun sein wirb!" bemerkte tr nD“)- um die Hauptsache nicht zu vergessen.

„.ich fanb sie im englischen Heim unb habe mir bie größte Muhe gegeben - sie wieder zu gewinnen. Die Aennste aber leibet an Heimweh und so habe :ch sie nach ftrapn eni,chärügt. Morgen schon wird ne die Rückreise antre-en."

„Uebrigens — was hattest Du mit ihr? Davon hast Dn nichts ermähnt."

— ehrt Lacherl-chkeil! Ich kann Dir's jetzt ja sagen, ich glaube — sie liebte Dich und das bat mich geärgert!"

riJL V Berlin, 29. April 1903. Oer Kaiser hat Nch heute nach Bückeburg begeben, wo er ber Ver­mählungsfeier des Großherzogs von Sachsen-Weimar beiwohnt. Von Bückeburg reift der Kaiser nach Rom, ohne vorher nach Berlin zurückzukehren. — Die Kaiserin siedelt morgen in das Marmorpalais im Neuen Garten über. — Se. Eminenz der Hochw. Herr Kardinalfürstbischof Kopp von Breslau ist heute hier eingetroffen und im Hotel Royal abgeftiegen. — Reichskanzler Graf v. Bülow empfing heute mittag den österreich-ungarischen Botschafter v. Szögyeny, sowie die Minister a. D., Wirklichen Geh. Rate Baern- reittei und v. Hieronymi. — Die diesjährige Konferenz der preußischen Landesdirektoren findet am 3V. Juni in Danzig statt. — Dr. Zastrow, Privat- dozent an der Berliner Universität und Herausgeber der ,Arbeitsmarkt-Korrespondenz', ist, wie schon kurz gemeldet wurde,zum volkswirtschaftlichen Se­kretär des Aeltesten-Kollegin ms der Berliner Kaufmannschaft ernannt worben. Dr. Zastrow ist burch eine Reihe sozialpolitischer Schriften und die Herausgabe von Zeitschriften bekannt geworden; er

D.ineEckme»7r Dn ?"!" Die schöne Frau lächelte: wie bald wurde er nur immer

^cytocftct, Du fei feibenb — ivirb ibret Meinung feht __Die Tnnp hprftrirfcpn s;»

fie ei ‘““^Iten."'",€ 'J^rl^Stj Saite steigerte sich; es trat echtes, rechtes Weihnachts-

ift uno entbehrt uUeS beffen, j wettet ctit.

was Dir in reicher Fülle beschieden. Schönheit und Anmut — auch habe idj ihr noch keine Mitteilung gemacht von unserem Bänönift"

„So sage ihr bitte nichts, bis unsere Berlobn 'g peroffentlicht wirb!" drängte Meta, als sie anderen Tages die Angelegenheit besprochen. Doktor Winter schwieg; es war sonderbar, baß er selbst den Wunsch ?' egte, nicht bald zu Lenchen sprechen zu müssen. Er alte auch immer so wenig Zeit dazu und — sie war in der Tat etwas leidend — sie klagte nicht — aber er sah es an der gelblichen Farbe ihres Gesichtes und merkte es an den kurzen Atemzügen. Ja — er wollte ihr Ruhe anempfehlen und sie lieber jetzt nicht auf- regen ; in Wahrheit aber hatte er eine unbestimmte Ahnung, daß fie feine Mitteilung nicht gut aufnehmen »urde; ebenso ging er seinem Freunde Wollt aus bem Wege.

Obwohl sie bies möglichst vor ihrem Bruber ver- heimlickte, beim er kam ihr sonderbar aufgeregt unb doch auch wieder zurückhaltend unb schweigsam vor, hatte er es doch bemerkt. Eines Tages brachte er Medizin und redete ihr zu, davon zu nehmen.

„Es wäre am Ende am besten, wenn ich stürbe," dachte Lenchen bei sich, die me r und mehr ihren Herzenswunsch entschwinden sah.

Im Hause der reichen und glücklichen Fran war es freilich nicht so still und fteudlos.

Meta jubelte und scherzte, wie in ihren Mädchen­tagen ; sie gab das Geld mit vollen Händen aus, um das Weihnachtsfest so reich als möglich zu gestalten.

Der Doktor wurde, so oft er kam, angesteckt; er war em Anderer und doch sich selbst ein Fremder, sobald er über die Schwelle trat, wo üpp ges Wohl­leben ihn empfing.

s* Die Interpellation über dicHandels- ; Verträge bat heute im Reichstage das Ergeb- nis gehabt, das mit Sicherheit vorauszusehen roar. Mochte der Reichskanzler die Beantworttmg direkt ablehnen oder der Form halber einige all­gemeine Redewendungen machen, etwas Greif­bares durfte man von ihm nicht erwarten. Er kann in diesem Augenblicke unmöglich etwas darüber sagen, wann die Verträge gekündigt werden sol­len. Da erst über neue Verträge verhandelt wer­den soll, liegt es auch gar nicht im deutschen Interesse, daß über die Absichten der Regie- rung gegenwärtig schon etwas bekannt werde. Lolllen das die Herren Interpellanten sich nicht auch selbst gesagt haben? Wir vermuten, daß sie in Wirklichkeit keine Auskunft wollten, sondern nur die Gelegenheit suchten, kurz vor den Wahlen nochmals über die Sache zu rebep. Je weniger da die Regierung sagte, .jtnt MMeber war es ihnen am Ende, da sie dann in der Wahlagi­tation um so lauter ihre Anklagen gegen die Re­gierung erheben und um so unbesorgter für ein möglichst schroffes Austreten gegen alle anderen Staaten plaidiren können. Mit der extremsten Haltung in der Zollfrage glaubt man ja die länd­lichen Wähler am leichtesten gewinnen zu können. Die Erörterungen, die sich heute an die Inter­pellation knüpften, konnten nicht wohl etwas neues bieten. Die Stellung der Parteien zu den Han­delsverträgen ist fo oft klargelegt worden, 'daß sie allgemein bekannt ist; es konnte sich also nur am Wiederholungen handeln. Trotzdem kann man die Besprechung nicht ganz für wertlos und zwecklos erklären. Es war wohl angebracht, daß )er Regierung unmittelbar vor Ablauf der Ses- ion nochmals eindringlich ans Herz gelegt wurde, sie Interessen der Landwirtschaft bei den Handelsvertrags-Verhandlungen zu wahren. Die Resolutionen zum Zolltarif, ’ die das Gleich tun oüten, sind ja leider nicht mehr zur Abstimmung gelangt. Ilm so erwünschter war die Gelegen­leit, sie nochmals öffentlich vertreten zu können, wie es namentlich der Abg. Herold tat. Es ann das wegen des Eindruckes auf das Aus­land auch der Regierung nicht unangenehm sein, denn es unterstützt ihre Forderungen bei den Ver­handlungen, wenn über die Stellung der Reichs­tags-Mehrheit kein Zweifel ist.

** war wieder einmal berichtet worden, es solle ein Etillftand in der Sozialreform eintreten. Vor allem sei bie Regierung ent­schlossen, von einer Herabsetzung der täglichen Arbeitszeit für gewerbliche Arbeite­rinnen von 11 auf 10 Stunden Abstand zu nehmen. Darauf wird offiziös versichert, daß dtese Nachricht der Begründung entbehre. Die Be­richte der Gewerbeaufsichtsbeamten, denen aufge­geben fei, sich über die Frage zu äußern, lägen noch nicht vollzählig vor, schon aus diesem Grunde habe man an den berufenen Stellen noch keine Stellung zu der Sache nehmen können. Von den Berichten liegen in der Tat erst zwei for' bntzejüsche und der badische. Der i neu, uie |iuj uuj uie jcaproionie uno ’Jtatat ve- Berüa ick.- Ntch^ auf bie Frage speziell ziehen, werden, wie bisher, vvn dem damit beaus-

5 baJefT bnng! einen fragten Kaiserl. General - Konsulat in Kapstadt

4 - eingehenden -Londerbencht, der zu solgenden vertreten werden.

Sentaaea h’6 Einführung des Zehn- *, Ilm die Krankenkassevorlage steht es L m rür eine große Anzahl von nicht so schlimm, wie es nach ben Vorgängen Sinn Aenerwng bedeuten (ba sie ihn in ber heutigen Reichstagssitzung scheinen könnte.

Äeits^ett bürtte'^iiiSbE^'n pichen Im Gegenteil, es ist mit Sicherheit daraus zu Arbeitszeit dürfte _ im Interesse der Arbeite- rechnen, baß sie morgen glücklich in b-n Hafen Sn oT ntöt^ eVSne§ -JTx a6er zu unter- einlaufen wirb. Nachdem heute bie Abstimmung Ä würde n dE verbunden Über ben § 42 an der Beschlußunfähigkeit des

Landes soweit^es llck mÄ Hauses gescheitert war, bemühte sich insbesondere

arbeiterinnen banbe ?1 ’S Pch°^ung von ber Abg. Trimborn um eine Verständigung mit it berX4rf?t b n lUt^ ^3^aneilln^l,trie^ ben Sozialdemokraten. Es ist dann auch unrerlieaen8 fei”em Zweifel lich ein Kompromiß zu Stande gekommen, roo=

»rSSt' auk ^ebn täglichen mit diese sich zufrieden erklärten. Die Bestimmung,

Q aU; rr ’s.@^,cnbte’l °bne Produktlons- daß ein Vorstandsmitglied wegen grober Pflicht- Md L-hn°u-I°L durchführbar ift-, „Soll,- °,,I,tzung- s-iu-s Aml-s -ulhab-u w-rdm lut lotinM«n ät6eätSmM™flftflnbiei” ,o11 bard> 6™ K-ff°uaug-l-g-nh-f,-u-

zur I9ftundigen Arbeitszeit ubergegangen werden, ersetzt, ergänzt und klarqestellt werden. Der '0'uurbenbie Webereien eine gewisse lieber- ganze von'der Kommission eingefügte Zusatz über gangszel^sowie^elne Erleichterung hinsichtlich der j die Dienstordnung der Kasse soll fallend Um

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Druck unb Verlag ber Zulbaer Actienbruckerei

MonaLrbeilage: „Sulbaer Gefchichttblätter". Zcnisprecher Nr. 9^

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z. parzeller in Zulba. wochendcilage: „Zlluftnette SonntagLzeitung