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Huldaer

verantwortlicher §chriftleiter:Zos.Saum

z. Greller in Znlda. Wochenbeilage: „Illustrierte Sonntagszeitung"

Erscheint täglich, mit Ausnahme der §onn- »nd Zeiertagt. viertel- jShrl. vezugrpreis ohne vringerlohn und VeftellgeldinZuldaund auswärts 1 Mk. 50 Pfg.

Zeitung

Momkbeuage: „Zuldaer Geschichtrblütter".

Anzeigen: Vie ein­spaltige Petitzeile oder deren Saum 15 Psg. Reklamen die Petitzeile 25 psg.; bei Wieder­holungen wird entspr. Rabatt gewährt.

Druck und Verlag der Zuldaer Aetiendruckerei in Hulda (Harmonie) Fernsprecher Nr. y.

82.

flllda, Samstag, den 11. April 1903.

30. Jahrgang.

Zweites Blatt i

Unpolitische Seitläuse.

(Nachdruck verboten.)

(^ Berlin, 10. April 1903.

Meine diesjährigen Ostergedanken habe ich nach dem Abc zusammengestellt, daß es wie ein kleines Osterlexikon aussieht. Eine Sammlung von buntgemischten Ostereiern!

• Oster-Ausflug. Ein Spaziergang in die ausgrünende Frühlingsnatur gehört dazu. Die Schöpfung feiert auch Auferstehung zu Ehren des Auferstandenen. ' Das Evangelium erzählt uns so rührend von dem Gang nach Emaus. Gehen wir auch nach Emaus. Aber schöner, als ein Plappergang zu Mehreren ist eine stille Wanderung, ganz allein oder in einer herzens­verwandten Begleitung, so daß Raum bleibt für den Herrn, wenn er unsichtbar sich den sinnend wandelnden Jüngern anschließen will. Auf dem Gange nach Emaus kann man schöne Oster- predigten und herrliches Auferstehungs- und Frühlingsgeläute im Herzen hören. — „Herr, bleib' bei uns, denn es will Abend werden!"

Lstern-Brot. Die Israeliten aßen zum Feste ihr ungesäuertes Brot. Uns ermahnt Paulus in der herrlichen Osterepistel, den alten Sauerteig auszufegen und dem neuen Sauerteig Raum zu schaffen. Den Christen ward als Osterspeise ein Brot von unendlicher Erhabenheit beschieden.

Oster - C o m m u n i o n. Wer vermag des hebren Tages zu vergessen, an dem er zum ersten- maie an den Tisch des Herrn treten durfte! Wehmut schafft das Gedenken. Wie schön war es, und es ist leider nicht immer so schön ge­blieben. Aber der Weg ist frei für den Iguten Willen, der heilige Tisch ist gedeckt, der Ruf der Kirche ladet.

Oster-Dichtung. Deren gibt es viele. Aber die schönsten Ostergedichte sind die alten Kirchen­lieder, die im vollen Triumphton von der ver­sammelten Gemeinde emportönen. Singe mit, und wenn du allein bist, so dichte dir selbst ein Osterlied. Es geht auch ohne kunstvolle Sätze und Reime. Im Herzen kann das schönste Oster- gedicht erblühen, wenn auch dein Mund nichts weiter hervorbringt, als den gestammelten Vers des überzeugten Thomas: Mein Herr und mein Gott.

Oster-Gier. Ein poetisches Sinnbild und zugleich eine prosaische Nahrung. Eine schöne und gute Speise, wenn sie nur mit Maß und Bedacht genossen wird. Es klingt nicht festlich, sondern sehr nüchtern, wenn man an dieses Sprichwort die Mahnung knüpft: Gut gekaut ist halb verdaut. Aber die Erfahrung lehrt, daß gerade Eier viel zu wenig im Munde verarbeitet werden und deshalb oft den Magen belasten, obfchon sie an sich eine leichte Speise bilden. — Auch die Festnahrung der Seele muß in ernster Geistesarbeit gleichsam gekaut werden.

Oster-Keuer. Eine schöne alte Sitte. Wo sie noch besteht, sollte man sie pflegen und durch Teilnahme der älteren und würdigeren Personen etwaigem Unfug vorbeugen. Einen Flammen- gruß zum Himmel, eine Flammenbotschaft des Heils in die Welt hinaus. Der Auferstandene hat Feuer in die Welt gebracht und will, daß es brenne. Wichtiger noch, als Flammenzeichen im Freien, ist das Osterfeuer auf dem häuslichen 'Herde, der Ostergeist in der Familie.

Oster-Glocken. In den Trauertagen haben sie geschwiegen; jetzt tönen sie um so heller und (roher. Die Glocken, sagt man, sind von Rom zurückgekehrt. Dieses Jahr.bringen sie einen be­sonderen Segen vom Jubelpapste mit.

Oster -Hase. Dieses Gebilde, das in die Lehrbücher der Tierkunde gar nicht paßt, ge­winnt immer mehr Verbreitung und Bedeutung. In den Städten eifert die Oster-Ausstellung dem Weihnachtsgeschäft nach. Der Osterhase bringt den Großen Prunkgeschenke in Eiform, den Kindern bunte und süße Eier für den Mund und noch vielfach Spielzeug dazu. Die älteren Jahrgänge möchten neidisch werden auf die modernen Kinder; wir find längst nicht so oft und längst nicht so üppig beschenkt worden. Aber vielleicht haben wir an unferm bischen Nikolausbescherung mehr Freude gehabt, als die heutige Jugend an ihrem bunten Ueberfluß. Maß zu halten ist gut Nicht entziehen, aber auch nicht verwöhnen. ^Lor allem nicht zu viel in den jüngeren Jahren. Das Kind verlangt stetige Steigerung; Rückschritt macht Mißmut.

Oster-Jubel. Jawohl, jubele laut und herzensfroh, wenn du auch mit auferstanden bist! Sonst ist der Festjubel nicht recht und echt.

Auch der Frühkingsjubel nicht; denn was Hilst der Lenz in der Natur, wenn es im Herzen noch Winter ist?

Oster-Kuß. In Rußland ist noch der körper­liche Osterkuß Sitte. Mit dem Gruße: Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! tauschen die Christen den Friedenskuß, auch wenn sie sich sonst nicht näher stehen. Die Verbrüde­rung in der Osterfreude ist schön, wenn auch das körperliche Symbol nicht überall am Platze ist. Wer Alleluja singen will und sich erinnert, daß sein Bruder etwas wider ihn habe, der versöhne sich erst; denn das höchste ist die Liebe. „Friede sei mit euch", war der Gruß des Auferstandenen.

Oster-Lamm. Die Sitte, zu Ostern Lamm­fleisch auf den Tisch zu bringen, ist eine sinnige Erinnerung an die Passahfeier im alten Bunde. Wie hoch erhaben über dem israelitischen Vorbild steht aber das christliche Geheimnis, dem heute besonders in freudiger Ehrfurcht sich' alle beugen müssen.

Oster-Morgen. Auf in der Frühe, gleich den Frauen im Evangelium, um dem Aufgang der Ostersonne, der natürlichen und der geistigen, beizuwohnen! In der Auferstehungsfeier am dämmernden Morgen klingt der Jubelruf des Sieges über Tod und Grab am hellsten und am tiefsten in die Seele.

Oster-Nacht. Die Volkssage legt der Oster­nacht wie der Christnacht allerhand Geheimnisse bxi. Das wahre Geheimnis ist der Uebergang von der dunkeln Nacht des Heidentums zum hellen Tag des Christentums. Und wenn wir am Abend vor . Ostern uns zur Ruhe legen, so denken roir; daß einst die Gottesnacht uns auf­nehmen wird, damit wir dem Ostermorgen der allgemeinen Auferstehung entgegenschlummern. „Das Mägdlein ist nicht tot, es schläft nur!"

Oster-Orakel gehören auch zum alten Volks­aberglauben, besonders an das „Osterwasser" geknüpft. Die richtige Osterorakel lautet: Im Kreuze Heil!

Oster- Palm e. Die Palmen vom Einzugs­sonntag waren das bevorstehende Leiden umflort. Zu Ostern aber erhebt sich hoch und strahlend die Siegespalme, um niemals wieder zu welken, oder zu sinken. Was am ersten Ostertag er­rungen, begründet für alle Zeiten und für alle redlich Strebenden den Triumph über Tod und Teufel.

Oster-O u e l l e. Dem Qsterwaffer, das in­mitten der heiligen Nacht aus fließenden Ge- wäsfern stillschweigend geschöpft worden, schreibt man wunderbare Wirkungen zu. Die Kirche aber singt zur Osterzeit bei der Austeilung des Weihwassers: „Ein Wasser sah ich entspringen im Tempel zur rechten Seite, und alle, zu denen der Quell kam, sind selig geworden und sagen Alleluja!" Am Vorabend des Festes ist das Taufwasser geweiht worden. Zu Ostern ist der Gedenktag der Taufe. Als der Stein vom Grab gewälzt war, sprudelte die Quelle des Heiles hervor, die nicht versiegen wird.

Oster-Reiter. In Dörfern an der fächsi- schen Grenze hat sich die Sitte des Osterrittes erhalten: mit Musik und Böllerschüssen drei­mal um die Kirche herum, dann durch das Dorf und dann abermals mit Oftergesang um die Kirche. Eine Osterprozeffion zu Pferde, in der man die Bereitwilligkeit ausgedrückt finden kann, dem Auferstandenen zu folgen, der nach Galiläa vorausgegangen.

Oster-S upp e— die Frühlingssuppe mit jungen grünen Kräutern wird vielfach schon am Grün­donnerstag vorweggenommen. Die Frühlingsfeier beeinträchtigt nid)T das religiöse Fest, sondern beide ergänzen sich. Frühling der Natur und Frühling der Seelen. Mit dem ersten Ostertage brach ein Lenz in der Weltgeschichte an, ein so gewaltiger Umschwung auch in der äußeren Ent­wickelung auf Erden, wie er feit der Katastrophe vom Paradiese nicht erhört war. Der Winter aus Erden, die vorchristliche Nacht, hat 4000 Jahre gedauert. Am Schluffe des zweiten christ­lichen Jahrhunderts können wir also noch nicht vom Hochsommer oder Herbste reden, sondern stehen noch im Frühjahre des Christentums, im Sturm und Kampfe des Lenzes.

Oster-Termin. Das bewegliche Fest, das die Norm für alle anderen beweglichen Feste gibt. Der große Spielraum von 5 Wochen steht im Gegensätze zu der modernen Neigung für strenge Abwechselung und steife Gleichmäßigkeit. Die Festlegung des Oster-Termins auf einen bestimm­ten Sonntag zu Anfang April ist auch schon an­geregt worden. Aber der alte Brauch der Christen­heit und die geschickte Rechnungsweise des Kon­zils von Nicäa werden sich vermutlich noch lange behaupten. Es braucht nicht alles nach der starren Schablone festgelegt zu werden.

Oster-Umzug. Damit soll hier nicht die Oster-Prozession gemeint sein, sondern der Woh­nungswechsel zum Oster- oder April-Termin. Zu

den bedenklichen Erscheinungen der Neuzeit ge­hört die Heimlosigkeit, der Mangel an einer be­ständigen Familienwohnung, das zivilisirte Noma­dentum, wovon namentlich die Städte geplagt sind. Wer überhaupt den häuslichen Herd auf die Are bringen muß, zieht immer noch bester zu Ostern um, als zu Michaelis. Denn der Früb- ling gibt Unternehmungslust, und im Sommer kann man sich das neue Heim besser einrichten, als zu Beginn der Winterszeit.

Oster-B ersetz un g. In den Kelch der Fest­freude fällt für manche Familie ein bitterer Tropfen, wenn zu Ostern der Klasfenwechsel in den Schulen stattfindet und die Würfel über „Versetzt werden" oder „Sitzenbleiben" fallen. Vielfach haben aber die Eltern die unangenehme Ueberraschung selbst verschuldet, in dem sie die Tätigkeit der Sprößlinge nicht genügend beobachteten und nicht rechtzeitig der Faulheit steuerten. Oder gar, indem sie die Kinder von der Lernarbeit abhielten. Das Haus muß mit der Schule zusammenwirken; das wird leider zu oft übersehen.

Oster-Weihe. Erbaulich ist die Sitte der Speisenweihe zu Ostern, die den Uebergang vom Fasten zum frohen und frommen Genuß herstellt. Die Ernährung ist auch eine edle und ernste Sache. Leben und Leistungsfähigkeit hängt davon ab. Am Familientisch soll das ganze Jahr hin- durch Würde und Weihe herrschen, gute Sitte und Gemütlichkeit mit dem Aufblick zum Geber alles Guten, so daß man sich nicht zu schämen brauchte, wenn der Herr sich als Gast mit zu Tische setzte, wie bei den Jfingern von Emmaus.

Oster- Zauber. Nicht. die abergläubischen Zauberspiele sollen gemeint fein, sondern der Zauber auf Geist und Gemüt, den dieses höchste der Feste bei allen -gutgearteten Naturen ausüben muß. Wer ihn recht empfinden will, dem möchte ich raten, am Morgen sich den Taufstein in der Kirche, am Nachmittag die Kreuzen auf dem Friedhof zu betrachten. Dazwischen liegt das ganze ird sche Leben, das im Strahle der Oster­sonne sich anders ausnimmt, als in der grauen Alltäglichkeit. Werde und Vergehen ist die irdische Parole; aber Wiedergeburt, Auferstehung und Ewigkeit lehrt der Glaube. Ostern ist das Fest der frischen, stohen zuversichtlichen Hoffnung.

Aus dem Jahresberichte der Handels­kammer.

v.

Jrn Weinhandel wird das Quantum des diesjährigen Wachstums in Deutschland auf ein 1 /3 Herbst geschätzt, wobei jedoch große Ver­schiedenhüten in den einzelnen Produktionsorten vorhanden sind. Der Zuckergehalt des Mostes ist nicht ganz so gering gewesen, als man in anbetracht der ungünstigen Witterung erwartet hatte, dagegen ist der Säuregehalt leider sehr hoch. Man wird im allgemeinen kaum eine bessere Qualität erwarten dürfen als 1901. Infolge des neuen deutschen Weingesetzes wurden nicht so große Quantitäten wie früher mit Zucker- waffer zur Vergärung gebracht, was -wohl im Jntereffe des reellen Handels und der Pro­duktion zu begrüßen ist. Der Umsatz bewegte sich in den seitherigen Grenzen.

Für die Produktion von A ep f e l w e i n konnte, nachdem die Rohprodukte (Aepfel) im vorigen Jahr zu dem außerordentlich hohen Preis von 12 bis 14 Mark per Doppelzentner eingekauft werden mußten, von einem guten Geschäftsjahr feine Rede" mehr sein, da die Preise für Aepsel- roein in gleichem Verhältnis nicht in die Höhe zu bringen sind. Der Absatz war, obwohl die Temperaturverhältnisse dem Aepfelweinkonsum nicht günstig waren, befriedigend.

Fruchtsaft, besonders Himbeersaft, wurde dieses Jahr wenig oder gar nicht fabriziert, da durch die nasfe Witterung zeitweise die Beeren­lese ganz eingestellt wurde und die Himbeeren in hiesiger Umgegend im Wachstum sehr zurück- blieben.

Die Preise waren infolge der großen Zu­fuhren anderer Plätze sehr gedrückt.

Gottesdienstordnung in Hulda.

Sonntag, 12. April. (Ostersonntag.) Tom. 5, 6 und 7 Uhr hl. Messen, 8 Uhr Pfarramt und Predigt,F2IO Uhr Bischöfliches Hochamt und päpstl. Segen mit voll­kommenem Ablaß, 12 Uhr hl. Messe, 1Uhr Andacht, 4 Uhr Bischöfliche Vesper. Von Ostersonntag, den 12. April an ist die erste hl. Messe im Dom um 5 Uhr.. — Stadtpfarrkirche. 5 Uhr hl. Messe und Predigt, 6 und 7 Uhr hl. Messen, 8 Uhr Amt und Predigt, 9*/i Uhr Hochamt mit Diakonium und Chorgesang, 2 Uhr Fest­predigt und Andacht. — Pfarrkirche zum hl. Geiste. 8 Uhr Hochamt mit Predigt, 4 Uhr Andacht mit Segen. — Frauenberg. Hl. Messen um 5, */i7 und 8 Uhr, 9 Uhr Militärgottesdienst, 2 Uhr Festpredigt und Andacht.

Montag, 13. April. (Ostermontag.) Dom. 5, 6 und 7 Uhr hl. Messen, 8 Uhr Pfarramt und Predigt,

* 210 Uhr Kathedralamt, 12 Uhr hl. Messe, l1/» Uhr Andacht, 4 Uhr Abendandacht. — Stadtpfarrkirche. 5 Uhr hl Messe und Predigt, 6 Uhr Kommunion der Mitglieder des Müttervereins, 8 Uhr hl. Messe und Predigt, 9‘/2 Uhr Amt und Predigt, 2 Uhr Predigt und Andacht für den Mütterverein, 3Uhr Andacht.— Pfarrkirche zum hl. Geiste. 8 Uhr Hochamt mit Predigt 4 Uhr Andacht mit Segen. — Sodalitiit. '/2IO Ubr. — Frauenberg. Hl. Messen um 5, */si7 und 8 Uhr, 9 Uhr feierliches Amt, 2 Uhr Predigt und Andacht mit Umgang für die Antoniusbruderschaft.

Ein Mahnwott an die Erlikommunikanlrn uttä deren Eltern.

Die erste he l'ge Kommunion, Sie ist der Stern, der lange schon Den Kindern hat ins Her; gelacht. Schon wochenlang sie froh gemacht!

Dem Herrn des Himmels sich zu nah'n Im Lebensbrot Ibn zu empfahn, Das ist ein Glück, dem nichts sonst gleich, Macht Kindesherz zum Himmelreich!

Und mit den Kindern hochentzückt Schlägt auch der Eltern Herz beglückt. Wie einst es jenen Müttern war. Als Jesus sprach so mild und klar:

„O laßt die Kindlein doch mir nahn, Wehrt ihnen nicht! es wär' getan Nicht wohl fürwahr! — wer ihnen gleich. Nur der gewinnt das Himmelreich!" .

So ruft noch heut und immerdar

Sein göttlich Herz vom Hochaltar

Und schlägt voll Lieb' so reich und rein

Für all die lieben Kinder sein!

Bald ist der sel'ge Tag nun da. Wo Gott - im Sakrament uns nah' — Ins Herz der srl'gen Kleinen zieht, Ihr Engel froh zur Seite kniet.

O nehmt, ihr lieben Eltern, dann Euch mild doch jener Armen an. Die in des fremden Glaubens Land Zerstreut so weit, — wie hart ihr Stand!

Ach, Kirche find und Schule fern. Wohin sie würden — wie so gern! — Die Kinder schicken; — überall Nur fremd er Kirchen Glockenschall!

Was fängt man mit den Kindern an, Wenn keines doch erreichen kann Den Priester, der als guter Hirt Zum Weide ort sie führen wird?

Wie bringt man sie zum Gnadenthron, Zum Glück der ersten Kommunion?

Wer hilft da mit? — Ist keiner da. Der solcher Not ins Äug' schon sah ?

Ach! Liebe braucht's und Geld tut not. Damit das wahre Himmelsbrot Auch jenen Kindern werd' zu teil. Die fern noch stehn so hohem Heil!

Ihr Eltern drum, wenn hell euch lacht

Des Glaubens Licht, wenn ihr gebracht

Ein glücklich Kind zu Gottes Sohn

Am Tag der ersten Kommunion:

Denkt jener armen Eltern dann,

Und nehmt euch jener Kleinen an, Die, Gott im Sakrament so fern. Sich sehnen nach dem Heil des Herrn!

O helft zusammen — klein und groß — Und lindert der Verlass'nen Los, Die in dem weiten dem scheu Land Bedürfen eurer Liebeshand!

Tragt gern auch euer Scherflein bei, Ihr Kinder, ob es klein auch sei, — Auch sammelt alles, was ihr find't. So wird geholfen manchem Kind.

Drum frisch nur dran mit frommem Mut, Vereinter Kraft: das höchste Gut Ist wert, daß man Ihm alles weiht, Und groß der Lohn in Ewigkeitl

O, wenn's erst eurer Lieb' gelingt, Daß man die Kleinen alle bringt Zur ersten heil'gen Kommunion, Dann wär' die Welt ein Eden schon!

Dann dräng' der Gnadensonne Schein In Tausende von Herzen ein. Dann müßte Lieb' und Fried' erstehn, O, gebt und helft, — so wird's gescheh' n.

Cordula Peregrina.

(C. Wöhler.)

Um den katholischen Kindern der Diaspora eine gute Vorbereitung auf die erste hl. Kom­munion zu ermöglichen, bringt man sie für einige Zeit in die Kommunikantenhäuser.

Diese zu unterstützen hat sich der

Bonifatius -Sammel- Verein

zum Ziele gesetzt.

Helfet diesem, indem ihr sammelt: Geld, Metall- abfälle, Stanniol, Münzen, alte Schmucksachen, Zigarren­abschnitte, Zigarrenbänder, gut erhaltene Briefmarken, Korke, Reste und Abfälle von Lichtern, Papier, Zeit­schriften, Bücher.

Liefert dieses bei den Sammelstellen in Stadt und Dorf (Geistliche, Lehrer und Lehrerinnen rc.) ab, die es der Diözesan-H aupt stelle des Bonifatius Sammel-VereinS in Fulda (Sldr.: Fuldaer Aktiendruckerei) zuführen.

fl 1’ 11 hl Appenzeller Stickerei!

Gestielte Bloiisen »-»”'■ <gä und schon verzollt ins Haus geliefert.

Preisliste mit Abbildungen umgehend. Seiden-Fabrik enHneberg, Zürich.