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Maer W Zeitung

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flllM Samstag, den 21. März 1903.

J\'e 86.

3n. Jahrgang.

Wochen-Rundschau.

(Nachdruck verboten.)

□ Fulda, 21. März 1903.

Ein schmerzlicher Verlust hat die Katholiken Deutschlands in der verflossenen Woche betroffen; einer ihrer edelsten Priester, Weihbischof Wilhelm Cramer von Münster, ist am Sonntag, den 15. d. Mts., im Herrn entschlafen. Er hatte zwar ein sehr hohes Alter erreicht, aber sein Hinscheiden kam doch ziemlich unerwartet. Zwei Tage vor seinem Tode hat er einen Schlaganfall erlitten, von dem er sich nicht wieder erholen konnte. Weihbischof Cramer war einer der Charaktcrköpfe des unseligen Kultur­kampfes, einer jener stablharten Naturen, die auch im hohen Alter noch allen Widerwärtigkeiten ge=- wachsen find und doch nicht vergessen, daß christliche Siebe und Milde die Pflicht des apostolischen Mannes find. Mit 23 Jahren war er 1838 zum Priester geweiht. Er war also schon im reifften Mannesalter, «ls der Kulturkampf einsetzte. Damals war er schon ein Jahrzehnt hindurch Regens des Münsterschen Priesterseminars gewesen und hatte sich einen muster­haften Klerus herangebildet, als das Seminar auf­gehoben wurde. Wenn trotzdem in Abwesenheit des IBtfdjofS Brinkmann, der in der Verbannung weilte, die preußische Kirchenpolitik in bei; Diözese Münster versagte, so Hot der nun Verewigte einen wohlver­diente« Anteil an diesem Erfolge gehabt.

In den Pailamenten nahm die Etatsbe- letnng noch den breitesten Raum ein: Im Reichs­tage der Militäretat und der Marmeetat, im Preußffchen Abgeordnetenhause der Kultus et a t. Der übliche Feldzug der Sozialdemokratie gegen die Militärverwaltung ist kaum in einer Seffion so gründlich gescheitert, wie diesmal. Der frühere Budiker Genosse Zubeil brachte bei der Besprechung der Verhältnisse in Len Spandauer Militärwcrkstätten die Sozialdemokraten in die peinliche Lage, daß ein Regierui gsvertreter, Generalmajor von Einem, die Deschwe, den glänzend widerlegen könnt«. Jin klebrigen gab es in dieser Beratung wenig aufregende Momente und der Kriegsminister kann mit dem V uSgang der­selben recht zuirieden sein. Auch Lcr Marine­etat wurde verhältnismäßig glatt erledigt, wenn auch die Marineverwaltung diesmal noch nicht ihre Hoff­nungen auf den Neubau eines Reichsmarineamtes in der vornehmen Bellevuestraße erfüllt gesehen hat. skiangenehmer waren schon dievomAbg.Mü l l er-Fulda vor gebrachten Einwürfe gegen die systematische lieber« teuerung des Reiches Lurch einzelne Firmen. Es darf Wohl der Hoffnung Ausdruck gegeben werden, daß man in Zukunft den bekannten Lieferanten von Reichswegen mehr auf die Finger fih n wird.

Ein A lärm schuß auf dem konfessionellen Kriegsschauplätze war die Nachricht, daß aufs neue der Versuch gemacht werde, die Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes im Bundesrate zu hintcr- ketben. Es ist das krampfhafte Streben der kon- feffionellen Hetzer, die „Jesuitenfrage", die nicht ein­mal für die Mehrheit des Reichstages mehr «ne Frage ist, in die Wahlkampagne hinüber- zuspicken Daß Graf Bülow sich als Werkzeug fvlcher Bestrebungen hergeben wird, ist nicht zu er­warten, nachdem er fich selbst und die verbündeten Regierungen so präzise darauf festgelegt hat.

Die Beratungen im Reichstage haben übrigens aus Mangel an Material eine Unterbrechung «kitten, obwohl der Etat zum Abschluß drängt. Der Präsident Graf Ballestrem hatte deshalb allen Grund, Vie Kommissionen zur Beschleunigung ihrer Beratungen •ufjafotbern; ber ganze Kolonialetat ist z. B. noch zurück, unb ber Reichstag soll nur bis zum 28. d. Mts. zusammenbleiben!

Die fortgesetzte Kultusbebatte im Abgeord- netenhause hat wie alljährlich ergeben, baß man gerobe die paritätischen Ansprüche der Katho- fifcit möglichst als unbegrünbet behandeln möchte. Daß die Regierung mit dem Schuldotations- gesetz hinter dem Berge hält, weil sie fich fürchtet, abermals den Kampf für ein christliches Bolks- schulgesetz aufzunehmen, wofür immer noch eine Mehr­heit zu haben wäre, ist uns leider nichts neues mehr. Besonders kraß liegen die Verhältnisse in Han­nover, wo außer 42 evangelischen, 4 paritätischen und einer gemischten nur 4 katholische höhere Lehranstalten bestehen. Da kann man doch kaum mehr von konfessionellen Nörgeleien sprechen!

Ju der auswärtigen Politik waren die Rück­kehr Chamberlains auSSüdaftika und bas neue Ci “oo -i Nikolaus H.'ibie wichtigsten Ereignisse «r Woche. Chamberlain hat die Reise anscheinenb mcht ganz gut überstanden; er kam mit einem Gicht- aufall auf Madeira an. Bei der robusten Natur biefe« Gewaltpolitikers darf man sich nicht wundern, daß er schon am 16. März wie ein fiegreicher Feld­herr seinen Einzug im englischen Unterhause halten

Die Regierungspartei begrüßte ihn mit jrtcfabem Beifall Es soll eine Amnestie für die "och '«Haft befindlichen Aufständischen erlassen werden. Die Gährungskrscheinungen im Zarenreiche haben dort wieder eins jener politischen Manifeste gezeitigt, von denen zwar sehr viel geredet wird, die aber um so weniger praktische Wirkung ausüben. Es iR k«e Art Toleranzedikt — ein sonderbares Wort in Rußland, wo man ohne die Knute und

Sibirien heute noch nicht auskommt. Solange Ruß­land absolut regiert wird — weniger vom Zaren, als vom „heiligen Synod", wird von Toleranz auch in Zukunft wenig zu merken sein. Es sollen lokale Parlomente geschaffen werden, um die Beschwerden zu prüfen, Hilfsbaraken und bergt Alles schön unb gut! Aber vorläufig wird im Zarenreiche eben nach ber bisherigen Meihobe weiter regiert werben!

parteipolitisches aus England.

Die englischen Liberalen wittern Morgenluft. Ihre Gegner, die Konservativen und die mit diesen seit Gladstone's Homerula-Plan verbün­deten unionistischen Liberalen, scheinen nicht mehr so fest zusammenzuhalten wie damals, als der alte Lord Salisbury die Zügel der Regierung noch nicht an seinen Neffen Balfour abgegeben hatte. Die lange Abwesenheit Joe Chamber­lains, des Führers der Unionisten, von Old- England hat anscheinend die Beziehungen seiner Gruppe zu den Konservativen einigermaßen ge­lockert. In dieser Beziehung wird die Rück­kehr Chamberlains aus Afrika vielleicht wieder eine Besserung bewirken — vorausgesetzt, daß der schlaue Fuchs überhaupt die Absicht hat, noch lange mit den Konservativen zusammenzu­wirken. Bemerkenswert ist es jedenfalls, wie freundlich seit einiger Zeit Chamberlain von der Opposition behandelt wird. Der liberale Oppo­sitionsführer Harcourt hat Herrn Chamberlain für sein angeblich versöhnliches Auftreten in Süd­afrika das höchste Lob gespendet, und die liberalen Zeitungen tun desgleichen.

Nun mag zugegeben werden, daß Chamber­lain die Ultras unter den Burenfeinden etwas enttäuscht hat. Die Erfahrungen, die er in Süd­afrika zu machen Gelegenheit hatte, sind eben an ihm nicht spurlos vorübergegangen. Trotzdem müßte die Wärme, mit der ihn die liberale Presse lobt, und die sich sogar dem englischen Bericht­erstatter des sozialdemokratischen ,Vorwärts' mit­geteilt hat, auffallen, wenn man nicht getrost an­nehmen dürfte, daß mit solchen Liebenswürdig­keiten bestimmte parteipolitische Zwecke verfolgt werden. Um es kurz zu sagen: Pie Liberalen hoffen auf eine Wiedervereinigung mit den Unio­nisten und suchen diese daher in demselben Maße, in welchem der Gegensatz zu den Konservativen erweitert wird, durch Schmeicheleien wieder für die alte liberale Fahne zu gewinnen. Erleichtert wird ihnen dieses Bemühen durch den Plan Balfours, durch das Landankaufsgesetz und Gewährung einer Selbstverwaltung für Irland die irischen Nationalisten zu versöhnen und zu einer Hilfstruppe für die konservative Regierung zu machen. Allerdings werden dann auch die Liberalen, wenn sie die irenfeindlichen Unionisten zu sich herüberziehen wollen, ihre Homerule-freundliche Vergangenheit verleugnen und die irische Versühnungspolitik des Mini­steriums Balfour bekämpfen müssen. Das gäbe dann ein vollständiges parteipolitisches Chassez- croisez, über das sich der selige Gladstone im Grabe umdrehen müßte. Aber Rosebery Hal diese neue „liberale" Politik ja schon vor Jahr und Tag verkündigt, damals freilich ohne viel Anklang bei seiner Partei zu finden.

Weiter setzen die Liberalen ihre Hoffnungen auf ein Häuflein von Konservativen, dessen Mittelpunkt Winston Churchill ist, und das schon bei mehreren Abstimmungen mit der Opposition gegangen ist. In der Tat ist die Regierungsmehrheit dadurch so geschwächt worden, daß der Zeitpunkt vielleicht nicht mehr fern ist, wo die Regierung ohne die Iren keine Majorität mehr ssesitzt. " -

Endlich ist von den Liberalen die Wahlnieder­lage, die sich die Regierung kürzlich im industriellen Woolwich holte, wo der sozialistische Be­werber Will Crooks mit überraschend großer Mehrheit gewählt wurde, mit hellem Jubel be­grüßt worden. Dieser Jubel scheint uns aber denn doch sehr wenig Urteilskraft zu beweisen. Zwar sind bisher die von den Gewerkschaften aufgestellten Kandidaten als Abgeordnete gewohn­heitsmäßig der liberalen Opposition beigetreten, aber die Wahl des Abgeordneten Crooks bean­sprucht doch eine weit höhere Bedeutung dadurch, daß Crooks auf ein ausgesprochen sozialdemo­kratisches Programm gewählt ist und offenbar den Kern zu einer „neuen Partei, der sozial­demokratischen, die bisher in England nicht auf­kommen sollte, bilden soll. So faßt wenigstens die sozialdemokratische Presse der anderen Länder das Ergebnis dieser Ersatzwahl auf. Wenn sie hiermit Recht behält, dann haben die Liberalen wahrlich keinen Anlaß zu jubeln. Denn sie wer­den durch eine aufstrebende sozialdemokratische Partei mindestens ebenso stark bedroht sein wie die Konservativen.

Alles in allem läßt sich nicht verkennen, daß eine starke Gähruna in das Parteileben Eng­lands geraten ist. „Es will ein neues werden",

wenn nicht alle Anzeichen trügen. Dann wird auch England bald nicht mehr blos über die her­kömmlichen zwei großen Parteilager verfügen, sondern sein Parteiwesen wird sich ähnlich mannigfach gestalten, wie in den Ländern des europäischen Festlandes.

Römischer Wochenbrief.

[**] Rom, 17. März 1903.

Für den Vatikan war die erste Hälfte der letzten Woche sehr reich an großen Ereignissen. Alle die vielen auswärtigen Kardinale und Kirchen­fürsten hatten mehr oder weniger wichtige Be­sprechungen mit dem hl. Vater, seinem Staats­sekretär Kardinal Rampolla, sowie mit den be­treffenden Chefs der obersten Zweige der Kirchen­regierung, die verschiedenen religiösen Institute und Korporationen veranstalteten kirchliche Feiern und allerlei Freudenfestlichkeiten, teils aus An­laß der glücklichen Vollendung des Pontifikats­jubiläums, teils zu Ehren der hierher gekommenen Bischöfe und fremden Prälaten.

Der hl. Vater ist nunmehr von seinem letzten Unwohlsein vollständig wieder hergestellt und hat seine Tätigkeit in vollstem Umfange aufgenommen. Unter den von ihm Empfangenen befanden sich: die Bischöfe von Augsburg, Paderborn, Passau, Triest und Raab, die Kardinäle Gruscha, Fürst­erzbischof von Wien und Kopp, Fürstbischof von Breslau, der Wiener Domherr Graf zur Lippe mit einer Deputation des österreichischen katho­lischen Schulvereins, sowie eine aus 63 Herren bestehende Abordnung englischer Katholiken unter der Führung des bekannten Herzogs von Norfolk. Bei dieser Gelegenheit werden einige Ansprachen gewechselt, welche darauf schließen lassen, daß nunmehr auch die letzten Schatten, welche wäh­

rend des Jubiläumsjahres sich auf das gute Verhältnis zwischen dem Herzog von Norfolk und dem Kardinal Rampolla (wegen der be­kannten Burenpolemik) entwickelt hatten, ver­schwunden sind.

Weiter empfing der Papst eine Pilgerschaft aus Nizza, sowie zahlreiche in- und ausländische Bischöfe, Pilger und Privatperfonen. Nunmehr sind die meisten der fremden Gäste wieder abge­reist und die Kurie hat ihr gewöhnliches Aus­sehen wieder angenommen.

.Am 13. April wird hier der VI. inter­nationale Landwirtschafts-Kongreß er­öffnet werden, und zwar mit besonderer Feier­lichkeit im Saale der Horatier und Kuriatier auf dem Kapitol. Auch aus dem Deutschen Reiche, aus Oesterreich und der Schweiz haben sich viele Teilnehmer zu diesem Kongresse angemeldet. Auf dem Programm stehen eine ganze Reihe von Aus­flügen, allerlei Festlichkeiten und Besichtigungen, darunter auch ein Empfang durch die städtischen Behörden aus dem Kapitol. Der Kongreß.tagt bis zum 18.April inRom, vom 19. bis 22.April in Neapel und geht dann nach Palermo, sowie nach Florenz, Verona, Ferrara und Mailand, wo er sich auflöst.

Der neue deutsche Botschafter bei dem König von Italien, Graf v. Monts, veranstal­tet am 25. d. M. abends 10 Uhr seinen ersten offiziellen Empfang, bei welcher Gelegenheit dem­selben die italienische Gesellschaft durch einen Zeremonienmeister des Quirinals vorgestellt wer­den wird.

vermischtes.

* Ei« Geburtsfehler. „Aber, Frauchen, bas Brathuhn ist ja ganz versalzen!" — „Ja, wirklich! Weißt Du, bas ist gewiß aus einem Solei ausgebrütet."

Das Rohr-Räcklauf-Grfchütz.

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an­der Die am ver­

stärke, unterhalb desselben liegende Spiralfeder zusammengepreßt, die sich, sobald die Pulvergase auf das Rohr zu wirken aufhören, wieder aus­dehnt und das Rohr ganz nach vorn schiebt. Dies alles vollzieht sich in wenigen Sekunden. Dabei steht die Lafette so ruhig, daß die das Rohr bedienenden Kanoniere, auf ihren Sitzen an der Lafette verbleiben und sofort wieder laden und abfeuern können.

Die untere Abbildung zeigt das Geschütz von vorn, fertig znm Aufprotzen. Da nun das Ge­schütz beim Feuern ruhig stehen bleibt, so hat man die Anbringung von Schutzschildern für die das Geschütz bedienenden Kanoniere versucht. Man sieht dieselben in unseren beiden Zeichnungen, sie bilden einen Bestandteil der Achs sitze und lassen sich, aus in Scharnieren beweglichen Teilen zusammengesetzt, zu einer (f. oben) senkrecht stehenden Schutzschildfläche aufrichten.

Ueber die Frage, ob die Feldgeschütze mit solchen Schilden, die gegen Shrapnelkugeln und Jnfanteriefeuer auf 400 Meter, nicht aber gegen Granaten Schutz gewähren, zu versehen find, herrscht noch große Meinungsverschiedenheit, zu­mal sie das Geschütz ziemlich belasten. Die Frage derKriegsbrauchbarkeit der Rohr-Rücklauf-Geschütze an sich ist jedoch bereits in bejahendem Sinne entschieden. Alle Fahr- und Schießversuche in

komprimiert bezw. in einen deren Raum gedrängt bis Rohrrückstoß aufgehoben ist. Lafette, durch den Sporn

C ütx in, SdvitiLe fiotiuie&ttqvilb.

Schwanzende fest im Boden ankert, steht völlig still. Beim Rücklauf des Rohres wird eine

Schweden, Dänemark, Rußland und Norwegen mit Kruppschen, Erhardtschen und Schneider- Kanetschen Geschützen haben die Kriegsbrauchbar­keit der Rohrücklaufgeschütze unzweifelhaft dar- getan. Besonders .beweiskräftig ‘ dürfte ein Dauerversuch sein, ( der mit einem Kruppschen Geschütz gemacht worden ist, das später .in der Krupphalle in Düsseldorf ausgestellt war. Mit kriegsmäßig belastetem Geschütz (44 Patronen in der Protze) sind 200 Kilometer — chavon ein Drittel der Zeit im Trabe — auf Kopfpflaster zurückgelegt worden. Dann wurden ‘ 955 Schuß daraus abgegeben, wobei das Geschütz bei 100 Schuß auf harter Chaussee stand, bei 116 auf Stein­pflaster, bei 200 auf nach hinten geneigtem Ge­schützstande und 40 mit absichtlich zerbrochener Vorholfeder. Auch andere Beschädigungen wurden absichtlich an drm Geschütz vorgenommen. Während des ganzen Versuches wurde das Ge­schütz nicht gereinigt. Bei allen diesen An­strengungen hat sich nicht der geringste Anstand ergeben.

Frankreich hat bereits ein Rohrrücklauf-Geschütz von 7,5 cm Kaliber, allerdings mit dem Ballast der Schutzschilde; daß Deutschland folgen wird, steht außer Zweifel, es fragt sich nur, wann. Dänemark, Schweden, Norwegen und die Schweiz sind ebenfalls bereits vorangegangen.

jüup.j't.o jlofUU-

Die allgemeine Einführung der Rohr-Rücklauf-Geschütze ist zweifellos nur noch eine Frage der Zeit und der finanziellen Leistungsfähigkeit eines jeden. Staates.

Angesichts dieser Tatsache wird unseren Lesern beistehende Illustration des mehrfach er=K probten Krupp'schen Rohr-Rück- laus-Geschützes nebst kurzer Be­schreibung willkommen sein.

Im oberen Teile unserer Zeichnung erblickt man ein Krupp­sches Rohr-Rücklauf-Geschütz ab­geprotzt und in Feuerstellung. Unterhalb des Rohres befindet sich ein Rohrträger, in dessen oberer Bahn das Geschützrohr beim Schuß zurückgleitet. Hier­bei wird in einen im Rohr- träger liegenden, mit Glyzerin gefüllten Bremszylinder, dessen Kolben fast mit dem Geschützrohr verbunden sind und mit diesem zurückgleiten, die Bremsflüssigkeit