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54.^

Juoöcr, Samstag, den 7. März 1903.

30. Jahrgang.

rate ich Ihnen!

Der Schein ist doch vo«

Finanzminister unterschrieben. .

Heben Sie

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Bon den Ereigniflen im Auslande sind die Nachrichten über die Streikbewegung in Holland ziemlich bedenklich geworden Die Arbeiterschaft geht geschlossen gegen die geplante» Gesetzentwürfe betr. Streikverbote vor; Berteidigungskomitees werden aller­orten gebildet. Auf Veranlassung des Handelsministers ist ein Auftuf zur Bildung einer Studentenwehr erlassen worden, die der Regierung im Falle einer allgemeinen Ausstandes zur Verfügung stehen soll.

Die Stellung der Sozialdemokratie in Däne» mark hat eine bedeutende Festigung dadurch erfahren, daß in Kopenhagen ein Sozialdemokrat zum Bürgermeister gewählt worden ist. Der Bürgeraus. chuß wählte mit 19 gegen 15 Stimmen den ehe-1 maligen Malermeister und Vorsitzenden des sozial­demokratischen Fachverbandes zum Finanzbürgermeister Kopenhagens.

An dem Vorgehen gegen Venezuela beteiligen sich immer mehr Mächte. Im englischen Oberhause ist die gemeinschaftliche Aktion Deutschlands und Eng­lands am Montag zur Sprache gekommen, und zwar in einer für Deutschland durchaus befriedigenden Weise. Die englische Regierung trat insbesondere den Gerüchten entgegen, daß Deutschland irgendwie beab­sichtige, in Venezuela eine Kohlenstation zu erwerben. Die Königin von Holland hat sich ferner bereit erklärt, die holländischen Forderungen einem Schieds­gericht zu unterbrette».

i jüngt, die dem geistigen Tode Einhalt gebietet. Er sehnt fich nach einer Nahrung, die de» Trist

! befähigt, nach Licht und Wahrheit zu ringe», die de» Willen stäblt im Kampfe gegen die niederen Begierden des Leibe-, und das Herz erquickt in seinem unersättliche« Hunger nach Liebe. Der Mensch ahnt aber auch, daß dieses brennende Verlangen nur durch die Bereinigung mit Sott a stillt werden kann. Vor der Ankunft des Er« löserS suchte er Sott deshalb,ob er ihn etwa fühlen oder finde» möchte." Da erschien der Holland und verlieh der Welt im Tcheimniffe seines Fleisches und Blutes eine «nverfiegbare Q relle göttlichen Lebens.

Aus den diesjährigen Fastenhirten­briesen der deutschen Bischöfe.

IV.

Blute erworben und für alle Zeiten als Vein HauS, als Seine Heilsanstalt gegründet und aus- gerüstet hat, um die Mensche» zu leiten und zu führen und alle zu rette«, welche gute» Willens find. Bleibet immerdar in der Liebe SotteS. Wer sagt, er bleibe i« Ihm muß auch wandel» wie Er. Haltet gewissenhaft die Gebote SotteS und der Kirche. Daran erkennen wir, daß wir Ihn erkannt haben, »ex» wir Seine Gebote halten. DaS ist der Erweis der Liebe SotteS, daß wir Seine Gebote halten, und seine Gebote find nicht schwer.

selbst »och für solche Mttbrüder mit Vertraue» bete«, welche verirrt oder große Sünder find: wenn ste nur nicht durch Abgötterei, durch Ab» fall vom Glauben oder von der Kirche oder sonst durch große Bosheit oder Verstocktheit zu jene» gehören, welch- nach dem Ausdruck» deS hl. Johanne« Sünden zum Tode begönne» haben. Selbst solchen irrenden Brüdern, welche nicht ganz verkehrt oder verstockt find, kann und wird das Gebet der Gläubigen neues Leben erlange». Um so mehr lasset eS euch angelegen sein, für euch selbst und olle Anliegen euerer Familie, für Ux8, eueren Bischof, und unsere Priester und Geistliche», für den Durchlauchtigste» Landes­herr« und das gesamte königliche HauS, für de» heil. Vater, de» ehrwürdigen G»eiS auf Petri Stuhl, und für die ganze Kirche Gottes zu beten."

Der Herr Bischof Andreas vo« Krmland behandelt im Fafie»hirte»brief die Lehre vom Ablaß.ES ist dis Fastenzeit jährlich die be» sondere Zett reuiger Einkehr in stch selbst, der bußfertige» Umkehr zu Sott. Darum habe ich i« den drei vorigen Jahre« euch i» meinem bezüglichen Hirtenfchreibe« eine» Uebrrblick über das ganze Werk der Buße zu gebe« versucht, euch da daS Notwendige über die Buße als Tugend, über die Buße als Sakrament und über die Buße al« Genugtuung vorgesührt. Heute möchte ich eure Aufmerksamkeit auf den besonderen Beistand richten, mit welchem die hl. Kirche unS auf uvs«rem Bußwege unterstützt, u«S diesen auf außerordentliche Werse erleichtert, auf den Ablaß."

Der Hirtenbrief des Bischof- JgnatiuS von | Msgenrvurg nimmt seinen Aisgang vom ersten Briefe deS heiligen Apostels und Eoanzeliste« Johannes. Mit heiligem Ernste kämpft er gegen de» Unglaube» und die Verführung, welche damals schon den Jüngern und Anhängern Jesu zusetzten und mit Verderben drohten. Es ist, so sagt der Hirtenbrief, als hätte der Apostel vor« nehmlich unsere Zeit im Auge gehabt: so sehr sind die Lehren und Mahnungen seines Send­schreibens passend für alle Gläubige gegenüber den Kämpfe» und Sefahre» der gegenwärtigen Tage. Eindringlich ermahnt der Hirtenbrief die Släubigr«: Stehet fest im Glaube« an JefuS! Bleibet treu Seiner Kirche, welche Er mit Seinem

Mochen-Rrmdscharr.

Nachdruck verboten.

X Fulda, 7. März 1908.

, Der Bischof erinnert sodann daran, daß im > heiligen Bußsakramente ix Wahrheit die Sünden im Namen Sot es vergeben werden, und lädt ' alle ein, in der österliche» Zeit zu kommen, um durch den Empfang der hl. Sakramente die Versöhnung mit Sott und neue Kraft zum ewigen L ben zu erhalten. Nach Erfüllung der Oster- pflicht müsse die ewpfaugene Gnade bewahrt und vermehrt werden. Da gelte eS, immer zu wachen und bereit zu sein, da der Kampf erst mit dem Tode aufhöre. AlS die dreifache Quelle alles Verderbens wer. 2« bezeichnet die Begierlichkeit deS Fleische-, die Begierlichkeit der Auge» und die Hoffart deS Lebens. Deshalb fordere die j Kirche zur eifrigen Ausübung all jener guten Werke auf, welche jener dreifache« Begierlichkeit entzege«gesetztseien.DieBegierlichkett desFleischeS sollen wir durch Faste« über»i«deo. Jene zeigt sich nämlich nicht bloß i« unreinen Sünden und Laster«, sonder» noch mehr und fast noch verderblicher in der jetzt weit u»d breit herrschende» Genußsucht. Regiert diese Sucht «ach, Genuß und Ber»

; gnügunge» nicht wie eine Königin auf Erde», welcher vo» Jung und Alt, vo« Reich und Arm gehuldigt und alles geopfert wird? Wo find denn »och jene Christen, welche in Wahrheit Christo angehören und ihr Fleisch gekreuzigt haben samt seine» Begierlichkeiten? Wandeln nicht auch viele Katholiken als Feinde bei Kreuzes Christi? Daher ruft die Kirche laut zum Faste« auf." Entgegengesetzt der Begierlichkett der Augen oder der Habsucht, ist, so heißt e- »eiter, die Milde zurn Almosengebe», die Barmherzig, kett.Zatzllo, find die Gelegenhette», welche e «laden, ja aufforder», wohltätig zu sein. Gebe ein Jeder, «0 «nb wie er will und kann. Ver­gesset dabei Losere Seminarie» nicht, Unsere Diaspora im Norde» deS Bistum», nicht be« hl. Vater nnb seine Bedrängnisse, ttebet Werke der Barmherzigkeit nach Zett und »»stände«, «w» die Arme» betrifft, so gebet 8mte. Jede Gabe, a" «iebe zu Sott gereicht, wird himmlische« Lohn erhalten." schließlich mahnt der Obnhirte

Der hochw. Herr Bischof Michael Felix von Grier hat bas allerheiligfie Altars, fakrament als bis unversiegbare Quelle gött. lichen Leberr zum Gegenstand seines Hirten» schreibens genommen. Ec schreibt u. a.:Nur i* gut wissen wir eins traurige Erfahrung hat es unS nur zu oft gelehrt, daß wir ohne mächtige Gnadenhilfe auf dem Wege der Tugend sicht ausharren können. Eine höchst wichtige, aber mühevolle Aufgabe ist allen Christen gestellt. Sie solle« denalten Mensche« ablegen, welcher verderbt ist in Folge der Lüste des Truges, und de» neuen Mensche» anziehen, der nach Sott geschaffen ist in Serechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit." Sie solle« stch nicht bilden nach dieser Welt, sondern fich umgestalte« durch Er­neuerung ihres Sinnes, sollen prüfen, was der gute, wohlgefällige, vollkommene Wille SotteS ist, und so »ach dem tiefsinnigen Ausdruck deS Apostel«drn Herrn Jrsum Christum anzieheu". Da« ist, geliebte Diözesane«, die wahre, innere Reform, an der wir unaufhörlich arbeiten müssen, das ist die geistige Umgestaltung, die täglich unser I Sinnen und Trachten, die angestrengte Tätig!-it unserer Willenskraft in Anspruch nehmen soll. Die Weltkinder sprechen viel vo« Fortschritt, von Erweiterung unseres Wissens, vo» gesteigertem Wohlstand in alle» Schichten der Gesellschaft. Auch Christen lasse» fich vo» diese» schönen Reden betöre« und von der wachsende« Sier «ach Geld, Besitz und Senvß fortreißen. Alle scheine» zu vergessen, daß jeder wahre, dauernde Fortschritt mit der innere« Umwandlung beginne« muß, mit der Veredlung u»serer Seele:Suchet zuerst daS Reich SotteS und seine Serechtigkeit, spricht der Herr, so wird euch dieses alles zugegeben werde«.DaS Reich SotteS aber, lehrt uns der Hostel, ist nicht Speise und Trank, sondern Serechtigkett und Friede und Freude im heiligen Srtfi?. Diese höheren Güter wird der echte Jünger Christi vor allem erstrebe«, in ihnen wird er dauerndes, wahre- Slück suche«. Um die Umwandlung des innere« Menschen, len stete» Fortschritt der Gerechtigkeit, die tanete Verewigung mit Sott »ei zu ermöglichen, hat der Herr i» ittaet unendliche» Siebe da- aller» heiligste Altarsakrament eingesetzt.Ich bi« bat lebendige »rot, sprach er, bet ich vom Himmel ! herab« stiegen bi», «en» jemand ess» wird i diesem »rote, so wird er leben in Ewigkett; < den» da» Brot, da- ich geben werde, ist mei« ! Heisch Mr la» Sobe» der SMt.» Mit dieser 1

Kem politisches Ereignis wäre im Stande, die Teilnahme der Katholiken der ganzen Welt derart in Anspruch zu nehmen, wie öS daS silberne Jubi- iättm der Krönung unsere- hl. Vaters Papst Leo'- XIII. getan hat. Endlich ist zur Tassache geworden, was wir seit Jahresfrist von Tag zu Tag nur von der Gnade der Vor­sehung zu hoffen wagten: Leo XIII. hat wie sein Vorgänger PmS IX. die Jahre des Apostelfürsten Petrus erreicht und unermeßlicher Jubel hat in diesen T°S-n d.e Herzen der Gläubigen in der ganzen katholischen Welt erfüllt. In dem hohen Alter de» hl. Vaters erblickten die liebenden Söhne mit Recht schon vor Jahresfrist die Gefahr, daß der hehre Priest-rgrei- diese- Fest nicht mehr erleben werde. Um so heißer find die Dankgebete der Katholiken ans dem ganzen Erdenrunde für diese der Kirche und der ganzen Menschheit erwiesenen Gnade, die selbst ber erbitternden Feinden der Kirche als eine außer­gewöhnliche und bemerkenswerte Tatsache anerkannt w»rd. Daß ein Plan der Vorsehung offen zn Tage liegt, wenn nach 1900 Jahren in der ganzen unab­sehbaren Reihe der Päpste Pius IX. und Leo XIII. bie Einzigen waren, welche über ein Vierteljahr­hundert regierten, leuchtet auch minder gläubigen Gemütern ein. Die S u ß e r e F e i e r des Jublläums gestaltete sich naturgemäß überaus glanzvoll. Welch' em Unterschied zwischen heute und vor 25 Jahren, wo die Gegner der Kirche in ihrem Haffe kaum Kenntniß nahmen vom Vorhandensein deS Papsttums: Und heute meldet auch in den kirchenfeindlichsten Blättern der Telegraph den Triumph des Papsttum» »nd der hl. Kirche. Wahrlich ein tröstliches Schau­spiel für alle ängstlichen Gemüter und eine herrliche Bestätigung der Verheißung: Et portae inferi non praevalebunt Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen I

Die Anerkennung der Machtstellung des Papst­tum» ist freilich eine äußerst unfreiwillige bei den Kulturkämpfern in unserem engeren Baterlande. Wenn e» nach ihnen ginge, würden bald die Flammen des Kulturkampfes im neuesten Stile wieder himmelhoch emporlodern. Das hat un- die Interpellation über den Trierer Fall im preußischen Abge- orduetenhause gezeigt, die, wie es fich fast von selbst ver­steht, von den Sozialdemokraten aurgegangen ist. Allerdings haben sich die Hoffnungen der Herren mcht erfüllt. Man könnte eigentlich sagen, daß der Borstoß der Nationalliberalen au-gegangen ist, wie ta» Hornberger Schießen. Auf keiner Seite de» Hauses schien man Lust zu verspüren, den lahm- gewordenen Kulturkampf-gaul wieder neu aufzu- zäumen und zu besteigen. Selbst der Begründer der Interpellation, der nationalliberale Hackenberg, ver­hielt sich wenigstens der Regierung gegenüber ziemlich gemäßigt. Dos macht: Die Wahlen stehen vor der Türe und die Nationalliberalen können doch wohl in diesem Augenblicke nicht um einer solchen Bagatelle willen eine scharfe OppofitionSstellung gegen eine Regierung einnehmen, deren Hilfe fie bei den Wahlen in keinem Falle entbehren können. Uebrigens, wenn man die Sache klipp und klar ausdrücken will: Nie- «and hat eigentlich dem Bischof von Trier da» Recht absprechen können, so vorzugehen, wie er getan hat. Nur über die Zweckmäßigkeit konnte «a« angefichts der bevorstehenden Entscheidung über da» Jesuitengesetz verschiedener Anficht sein. Nicht gegen die staatliche, sondern gegen die kon. fessionSlose Schule richtete fich der bekannte Er. laß. Da» hindert nun sittlich die kultnrkämpferische Presse nicht, ihre alberne Korumhetze mit frischen Kräften fortzusetzen. Sie werden wohl nicht viel erreichen und die ganze aufgebauschte Sache wird einfach im Sande verlaufen. Beachtenswert ist, daß auch in dieser Frage wieder die Freifinnigen ihre getrennten Wege gehen. DieBereiniguugS- blätter", wie ,Tageblatt' und ,Bossische Zeitung' blasen wacker ins Kulturkampfshorn, während die »olkSpartettiche ,Freifinnige Zeitung' nicht ansteht, die Interpellanten als Scharfmacher und die Kultur- kämpferei al» schweren Fehler zu bezeichnen. Eugen Richter hat Recht: Gerade diese Schneidigkeit muß dem katholischen Volke immer wieder zeigen, daß e» ohne seine Kernttuppe, des Zentrum, politisch ver- Horen wäre.

Da» Abgeordnetenhaus hatte außer dieser großen Affäre noch zwei wichtige Juterpellattonen z» verhandeln, welche fich auf den Rbein-Weser- Elbe-Kanal bezogen. DerVerkehr»ministerBudde tagte de« Konservativen zu, daß er bereit- sür 1904 9Rttte( zu erhalten hoffe, die Wasserbauten an de»

Oder, Spree und Havel einzuleiten. Für dee A*«führung des Dortmnnd-Rheinkanal» gab der Minister zwar die Notwendigkeit zu, gab ab« ketaen irgendwie greifbaren Termin an; diese G«te de» Kanals ist also noch versumpft. Im *«* s-tzte da» «bgeordnetenhau. di/St.t.b^ rattmge» fort. Ste man annimmt, wird die Land, tagtseGio» über Oster» hinaus verlängert werden, M* f* * al« auch d« Reich-tag ***D*«* «4 «knmal zus.mmentrtten wir». Wen, tat Parlamente bis Ende April oder in den Mai hinein tagen, so wird der «pielram* ftr le* gnjn««|rf »«r-tlich.schr tm, wer»«. *, ohne die Mttwtaßmt, der AbgoordnotM

es trotzdem ab I" Der Künstler aber will nicht hören. Nach seiner Rückkehr au- dem fernen Lande kann er von der Sesandtschatt zunächst keinen Pfennig bekommen. Trotzdem geht er mtt Fleiß an'S Werk und hat ba'd de* ersten Entwurf fettig. Jetzt kann die Gesandtschaft nicht wehr ander-; fie muß ihm wenigstens die 40,000 Franks aus zahlen. Der Künstler wird aufgo» fordert, fich daS Geld zu holen. Man führt ihn i* ei» Zimmer de- Gesandtschaftsgebäudes, wo auf einem großen Tische drei riefige Säcke aufgestellt find.War soll da- sein?" fragte er.Ihre 40000 Franks" Er öffnet einen der Säcke und prallt enssetzt zurück: er blinken ihm lauter Fünfsiankrstücke entgegen! Er verlangt statt des Silbergeldes einen Check.Unmög-

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lich!" Nun springt er entschlossen in eine Droschke, fährt zu einerBank und bringt sich einen Kassenbeamten mit, der ihm das Geld fortschaffen soll. Als vorsichtiger Mann zählt dieser aber erst daSGeld nach. Es waren In der Tat 40000 Frank» in den Säcken, aber 25000 Franks waren entwertetes oder falsches Geld!"

* Schlagender Beweis. Tochter des Hauses: DaS war nicht hübsch von Ihnen, Herr Referendar: Die Torte, die ich selbst gebacken, haben Sie gestern beim Souper nicht angerührt!" Referendar (ent­rüstet):Nicht angerührt? . . . Leibschmerzen hab' ich gehabt diesen Morgen!"

I * Kaserueuhofblüten. Unteroffizier:Einjähriger Meier, schneiden Sie nicht so eine Medusenvisage ; e» gelingt Ihnen doch nicht, mich zu versteinern."

* Immer im Amt. Richter (der sieht, wie de» | bisher stumme Anbeter seine Tochter umarmt):End- | lich ein umfassendes Geständnis!"

Gottesbienstordnung in Fnlds»

Sv «»tag, 8. März. $«*. '/>6, 6 und 7 Uh, hl. Messen,/i7 Uhr hl. Messe und Kommunion der chriflen- lehrpfl. Jungfrauen in der Marienkapelle, 8 Uh, Pfarr­amt und Verlesung deS bifchöfl. Hirtenschreibens, */»10 Uhr «athedralamt, 11 Uhr «hrtftenlehre, 12 Uhr hekl. Messe, 1'/, Uhr «ndackt nnb «hnstenlehre, 4 Uhr Fasten­predigt und Andacht, 7 Uyr Herz Mariä-Brnderschaft in der Marienkapelle. - sttndtptarr»er>yL 5»/, Uhr bett. Messe, 6 Uhr heilige Messe und Kommunion der Mit­glieder de» Müttervereinr, 7 Uhr heil. Messe, 8 Uhr hl. Messe und Predigt, S'/. Uhr Primizfeier, 11 und 1 Uhr Ehriftenleh e, 2 Uhr Predigt und Andacht für den Mütterverein, 3 Uhr Bruderschaft von der Todesangst de» Herrn. Pfarrkirche xum hl. «eiste. 8 Uhr Hochamt mit Predigt, 4 Uhr Andacht mit «egen. gtoxnen- »irchr. 2 Uhr Her, - Jesu. Bruderschaft-. Berfammlun.» inuttHtae. Hl. Messen um 6, '/>« und */i7 Uhr, 8 Uhr Roseukrax,messe mit JosephSan dacht, 9 Hochamt, 2 Uhr kurze Kreuzwegandacht mtt sakram. Segen.

aLÄr -J? daher geboten, daß die 1 Verheißung kommt bet Herr dem tiefste» Wunsche Tätigkeit Ätei^* D« ÄÄ be§ arm<n* gefallenen Mensche» entgegen. DaS

sich mit ^ern't t a t^ S Speise ,u besitze«,

Sisenbahnetat und dem Reichrinvaliden» j seine täglich finkende Kraft erneuert u«b ver- sondr. D!e Erklärungen des Eisenbahnministers ' Budde im Reichstage über daS Koalitionsrecht der Eisenbahner werden wohl nicht überall gutgeheißen werden. Man will daS Koalition-recht nicht antasten, aber allen Bestrebungen, welche zum Streik führen könnten, energisch entgegentreten.j

Der große Äeamtenschub in der preußischen Verwaltung hat noch ein Nachspiel gehabt. Dem Posener Ober Präsidenten soll auch der Posener Re» gierungsprästdent folgen. Wa« der Nachfolger de» letzigen Posener Regierung»präfidenten Krahmer werden soll, ist noch nicht bekannt.

Die Wogen der bayerischen Ministerkrise beginnen fich allgemach zu glätten. An den Grafen ErailSheim hat Prinzregent Luitpold nachträglich noch ein Handschreiben gerichtet, in welchem die Ver­dienste der scheidenden Minister- in schmeichelhaften Worten anerkannt werden.

Ein Bildhauer, derKönige von außerhalb" modelliert, kann «irrt vorsichtig genug sein! Da» erhellt au- der folgenden köstlichen Geschichte, die der ,Gauloi-' zum Besten gibt: ... In einem kleinen, fernliegenden Königreiche (Serbien?) stirbt der König. Vein Sohn und Nachfolger wünscht, daß die Tugenden de- Verstorbenen in Bronze und Marmor verherrlicht und verewigt werden. Man schreibt an einen der be­kanntesten französischen Bildhauer und fordert ihn auf, da- Denkmal herzustellen. Seiner Mühe Lohn sollen 250,000 Franks sein, und da der Künstler in die Hauptstadt jene« Lande- reisen muß, sollen ihm von der Gesandtschaft, die da» Königreich in Paris hat, von den 250,000 Frank- sofort 46,000 als Reise- vergütnng und Kostenvorschuß auSgezahtt werden. Einen Tag vor seiner Abreise nimmt ihn ein Minister, der es gut mit ihm meint, bei Seite und sagt:Heben Sie da- Geld ab, bevor Sie abreisen."Aber . . .*Keinaber" heben Sie da» Geld ab.