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mit Itnterhattungs -AnlageAlluflrirte Sonntags-Zeitung"

Srnl and »erla, der Sultot» Acttendra«»»«! petersgage Nr. 3 Ndarmoaie).

Juköa, Mittwoch, den 25. Februar 1903.

AI 45.

30. Jahrgmg.

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4200 Mk.

igen.

Ei« Opfer der Gewohnheit. Gattin eines

Beereuobst. Schlingpflanzen.

f Baumschulen

Ernst Fronde

Fulde. Obethoehe > hmme Iler-1. AlleeiliiB Leben« bäume k Bosen ete. A

die Mandate nicht im richtigen Verhältniffe auf die verschiedenen Berufszweige verteilt find, daß z. B. daS juristische Element ganz unoerhältuis- mäßig überwiegt. Da« lieat aber nicht an dem Wahlrecht; wenn es den Wähler» gefällt, kann jeder Abgeordneter werden. Tollten wirklich Troß« industrielle und Großkaufleute gegen ihren Wunsch und ihr Bemühen bet den Wahlen zurückges-tzt werde«, so könnte eS nur daran liegen, daß ihre Anschauungen und Bestrebungen der Mehrheit der Wähler nicht gefallen. Wir folgern daraus dann aber noch kein'Swegs, daß die Wähler im Un­recht und die Verschmähte« im Rechte seien und sich also beklagen bürsten.

Wenn die .Deutsche Arbeitgeber Zeitung' allen Ernstes von einer Notlage spricht, in der das Unternehmertum fich angefichtS deS Wahl­recht« befinde, und wenn sie meint, bis dieser Notlage abzeholfen sei, körnten di- Vertreter oos Handel und Industrie nicht? tun, als der Ehren­pflicht deS Wählers zu genügen und im übrigen zuzusehen, wie ihre begünstigteren Gegner in den Reichstag einzögen, so kann uns das nach dem Gesagten nur komisch anmuten. Mau glaubt doch nicht etwa, mit solchen Uebertretbungen Stimmung für die Abänderung deS ^einseitig die Mafien begünstigenden Wahlrechts" machen zu können. Dieses Wahlrecht mag seine Mängel haben, es mag die Wahl ungeeigneter Abgeord­neter begünstige», eS hat aber auch den Vorzug, daß es uns ganz erheblich vor einseitiger und rücksichtsloser Interessenvertretung schützt. Wie würden diejenigen, denen daSdemokratische Wahlrecht" ein Dorn im Auge ist, ihre parla­mentarische Macht wohl auSbeuten, wenn ste nicht nur darauf zu achten hätten, was die Wähler dazu sagen würde»? Das Reichstagswahlrecht wirkt im Sinne der ausgleichende« Gerechtigkeit und der Mäßigung.

Nordwesten geworden ist, daS ist Gould für den Tüdwesten. Einer der wenigengeborene» Millionäre" ist W. R. Vanderbilt, j'tzt der Herr über zehntausend Meilen Bahnstrecke. Im Zusammenhang mit diesem steht Senator Depew, früher ei« Landadvokat, jetzt der Direktor von 80 Rorporationen. davon 50 Tisenbahngesell» schäfte«. Die beiden Sisenkö»ige Carnegie und Frick waren einst in Streit geraten, und wen» fich je ein dritter gefreut hat, so war eS Advokat Dill, der Mann, der sie versöhnte und dafür 5 Millionen Krone« bekam, D-r Name Rocke-

feiler ist gleichbedeutend mit Oel, und waS er für daS Oel ist, daS find die Havemeyer für Zucker. Tie habe« Liefe beide» BedürfniSartAel zu einem PreiSmintmum herabgedrückt und fich daneben ein über alle Träume des Geizes reichendes Vermögen erworben. Alle Welt weiß, daß Charles A. Schwab, das Haupt deS Stahl­trusts, das höchste je einem Beamten bezahlte Gehalt bezieht; die genaue Höhe wird allerdings durch den Erfolg des Trusts bestimmt, doch ist {L immer in der angenehmen Nachbarschaft von 5 Millionen Rronen. An der Spitze der reichsten Bank (mit 1250 Millionen Rronen Depositen), der National City Bank, steht Herr Stillman. Die Morgan-Ba«! bringt die künftige« Führer der Finanzwelt zur Reife: Jack Morgan ver­waltet die Londoner Geschäfte, während PerktnS, noch vor wenig Jahren ein Versicherungs-Agent, Morgan- rechte Hand geworden ist.

vrrstust. Einlagen, die iu de» ersten drei Tagen des Monats gemacht sind, werden vom ersten desselben Monats verzinst.

Ausleihung von Darlehen gegen hypothekarische Sicherheit.

Zinsfuß 4°|o ohne Herzugzinsen.

Ueber amerikanische Milliardäre plaudert die Wiener .Zeit' in einem Briefe auS New-Iork wie folgt: Wall Street; hier i« der kurzen schmale» Schluchtzwischenhimmelragenden Häufergruppr» herrschen die Männer, die einzig aus Liebe zum materiellen Gewinn arbeiten, die Männer, die transkontinentale Bahne» bauen, die erdernährende Ernten fortschoffrn, Berge durchbohre«, Wälder fällen, Städte gründe«. Wall Street ist daS Barometer do« Amerikas

durch Minenspekulationen 750,000.

ist gegen ihn, er verliert alles. Trotzdem be-

Detttsche* Keich«

, Berlin, den 24. Februar 1903.

X Konservative nud Kund der Land­wirte. Wie wir s. Z. berichteten, ist der konservative ReichstagSabgrordnete PrätoriuS aus der konservativen Fraktion ausgetreten, weil diese ihm nicht entschiede« genug gegen den Bund der Landwirte Front machte. Trotz­dem hat nicht nur der konservative Verein de» Kreises Randow in Pommern, fondern auch der Bund der Landwirte im Wahlkreise Randow- Greifenhagen die Wtederaufstelluug deS Abgeordnete« Prätortus einstimmig beschloffen! Da haben unbedingt die Herren v. Wangen heim, Hahn und Rüsicke nicht richtig aufgepaßt!

* Der Bedarf an Bewerbern für die mitt­lere Zfostöeamten-Aanfön-n wird, wie der ,Berl. Lokalanz.' erfährt, immer noch nicht gedeckt. Unzweifelhaft ist dies zum Teil mit darauf zurück- zuführen, daß die Aussichten, welche sich den Bewerbern der mittleren Laufbahn nach Neu­regelung der Beamtenverhältnisse eröffnen, nicht genügend bekannt find. Das wesentliche der Neu­regelung besteht darin, daß die in Betracht kom­mende Beamte« auch in höhere und beffer be­zahlte Stellungen etnrücken können, z. B. als Obersekretäre, Postmeister, Bureau« und Raffen- beamte. Bedingung für die Annahme von Zioil- anwärtern ist mindestens daS Reifezeugnis für die erste Riaffe einer sech«flufigen öffentlichen höheren Lehranstalt. Auch daS Abgangszeugnis der städtischen Mittelschulen für Rnaben gilt als ausreichender Nachweis, ebenso ausnahmsweise das Berechtigungszeugnis der Prüfungskommission

und in rin paar Jahren hat Reene ein Vermögen - von 25 000 000 Rronen, geht nach New Jork

entfernt. Hierbei wäre fast da« Kind de« Farmaussehers eine« der dortigen Ansiedler dm Ränder zum Opfer

Leih- und Pfandhaus Fulda.

Einlage» auf Sparkassenbücher und Schuldverschrridungeu werde» mit

Manche alte

Wäscherin

wäre viel älter geworden, wenn sie nicht die Wäsche hätte so viel reiben müssen, sondern

Dr. Thompsons Seifenpulver

mit dem SCHWAN

gehabt hätte. Das macht Ijede Wäsche mühelos blendend weiss.

Han verlange es überall !J

KerMifchte«»

* Ueber die Schandtaten eines Leoparden auf der deutsche» Ansiedlung cm Wittelsbach in liehe lesen wir in der soeben eingktroffenen Nummer der .Deutsch-Ostafrik. Ztg.' vom 24. Januar folgend,»: Nachdem das Raubtier in der Nähe der kath. Mission Tosamaganga den dortigen Eingeborenen verschievene Ziegen geraubt hatte, fing es fich bald darauf mit der rechten Vorderpfote in einem Fangeisen, daS die Mission hatte anstelle« lassen, befreite sich jedoch gleich wieder, indem es fich die Pfote einfach abbiß. Einige Tage später trieb derselbe Leopard sein Unwesen in der Nähe der Anfiedlerwohnplätze am WittelSbach etwa 3 Stunden von der obenerwähnten Mission

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und verdoppelt es. Eine mißlungene Hausse-: spekulativ» macht ihx bankerott, und er hat jetzti ebenso Diele Schulden, eS war eine bittere

er wußte ^ermM seinen Äeg auf»ä t« ju dn mit q([ feinen Jungen, sowie zwölf Schweine kämpfe«, sah die Panik von 1893 voraus u>ö ber Leopard geschlagen oder gewürgt, um seinen gewann sei» Vermög« zurück. Vor zwei Jahre« » Blutdurst zu stillen. Bis dahin hatten die deutschen leitete er daS große Hauffemauöoer ein, das Ansiedler in Uhehe nur wenig unter großem Raub- feinen Gipfel noch nicht erreicht hat. Ein ver- zeug zu leiden, obwohl fich da und dort solches blicken «achläsfigtes Bahnpapier rach dem anderen trieb ließ. Auf der kath. Mission Tosamaganga jedor wurden er in die Höhe, und am Northern Pacific-Panit- innerhalb kurzer Zeit in einer Falle eine starke Löwin, tage machte er allein ein «ach Millionen zählen« sowie zehn auSgewachime L-oparden geMgen.

3w£ SWÄ' s-ÄSfi «- Ä Ä

Am Wege verschüttete er einmal ein paar Römer . Moderne Ehe. H-rc:Ihr Mann tut mir und alS er einige Monate später vorüberkam, (mtnet leid er geht in so ä-mllcher Garderobe und fand et ausnehmend reichen Weizen. DaS er» traut fich kaum ein Gla» Bier zu trinken!" Frau weckte In ihm den Wunsch, daS Land zu er- Doktor:Ja er muß erst meine Schulden aus der schließen, und nicht viele Jahre später legte er Studentenzeit bezahlen1

G Das demokratische Wahlrecht.

Nun soll das Reichstagswahlrecht auch noch schuld sein, daß die Großunternehmer nicht zahl­reicher im Reichstage vertrete» find. Der preu- ßische HandelSmintfler Möller hat bekanntllich jüngst in Breme« die Raufmannschaft aufgefordert, für bessere Vertretung ihrer Jntereffen im Par­lamente zu sorgen. Ja, antwortet jetzt die »Deutsche Arbeitgeber-Zeitung' unter lebhafter Zustimmung der »Post', das wäre ja ganz schön, allein daS Wahlrecht ist für die Arbeitgeber so ungünstig, daß nur wenige von ihnen ix den Reichstag gelangen können, und diese wenige« gelangen nicht hinein als Arbeitgeber, sonder« als Angehörige irgend einer politischen Partei. DaS Wahlgesetz, sagt die »Deutsche Arbeitgeber- Zeitung',schließt die industriellen Arbeitgeber von der Teilnahme an de« parlamentarischen Arbeite« geradezu auS". In alle« industrielle« Wahlkreisen sei die Zahl der Arbetterflimmen de« Stimmen der Arbeitgeber unendlich über- legen. Wie sollten die Unternehmer es anfangen, in de« Reichstag zu kommen? ES könne höchstens durch Stimmenkauf, also Wahlkorruptio» im eigentlichen Sinne des Wortes, geschehen.

Danach sollte man glaube», eS säßen lauter Arbeiter im Reichstage. Denn diese verfügen unzweifelhaft in allen Wahlkreise«, nicht blos in den industrielle«, wrttaus über die meiste« Stimme«. Tatsächlich gibt eS aber sehr wenig Abgeordnete, die Arbeiter sind und auch die Zahl der Aorr- ordneten, die fast ausschließlich von Arbeitern gewählt sind, umfaßt nur etwa ein Siebentel des Reichstages. Die große Mehrzahl der Ab­geordneten gehört einem Stande oder Berufe an, dem die Arbeiter a« Wahlstimmen unendlich überlegen sind. Sind sie denn nun et na sämt­lich durch Stimmenkauf in de« Reichstag ge­langt? Wie Mitglieder aller andere« Berufs- stände ein Mandat erlangen können, genau so können eS auch die Großindustriellen U"d Groß- kaufleute. Allerdings find jene meist nur als Angehörige einer Partei dazu gelangt und nicht etwa als Richter, Arzt, Gutsbefitzer usw. Aber nichts hindert fie, die Interesse« ihres besondere» Standes wahrzuukhme«. Es fehlt auch nicht an Unternehmern und auch diese wiffen ihr Jntereffe wirksam zu vertreten, wenngleich fie nicht alS Unternehmer gewählt morden find. Die Unter­nehmer- und Arbeitgeber-Jnterrffen find auch bis jetzt im Reichstage keineswegs zu kurz ge- kommen. Zahlreiche Abgeordnete vertreten fie, ohne selbst Unternehmer und Arbeitgeber zu sein.

Es ist ja richtig, daß in manche« industriellen und großstädtischen Wahlkreisen ein Raudidat aus dem Rteife des Handels oder der Industrie nicht durchzudringen vermag, weil er die Arbeitrrstim- men gegen fich hat. Aber daS gilt von den Ran- didaten auS anderen Stände« und Berufen gleich­falls; fie müsse« fich dann eben rach einem an- der» Wahlkreise umsihm. Dadurch werden fie nicht verhindert, genau in derselben Weise im Reichstage zu wirken, als wären fie in einem industriellen oder großstädtischen Wahlkreiie ge­wählt worden. Die Dinge liege« dan« glücklicher­weise doch noch nicht so, daß jemand nur durch Stimmenkauf die Mehrheit der Wähler für fich gewinne« könnte; roe«« er nicht aus dem Berufs- kreise dieser Wähler stammt. ES mag sein, daß

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und darf im Falle der Annahme zum Postgehilfe« nicht das 20., int Falle der Annahme zum Tele- graphengehilfen nicht das 18. Lebensjahr über- schritte« haben. Die Vorbereitungszeit, während welcher der Bewerber fich aus eigene» Mitteln zu unterhatte« hat, dauert vier Jahre, die junge« Leute können aber schon während dieser Zeit bei geeigneter Gelegenheit gegen Vergütung oder Tagegeld beschäftigt werde«. Dieser Fall tritt bei dem zur Zett herrschende« Beamtenmangel sehr bald ein. Nach Ablauf der Vorbereitungs­zeit ist die Post- oder Telegraphen-Asfistent«»- Prüfung abzulegen; es erfolgt dann die Be­schäftigung gegen Tagegeld (bis 5Mk ) und, so­weit Stellen verfügbar find, die etatsmäßige An­stellung als Post- oder Telegraphen-Asfistent oder auch Postoerwalter. Das Bestehen der Sekretär- Prüfung eröffnet den Beamte« die Aussicht auf Anstellung als Post- oder Telegraphenftkretär, als Obersekretär, Postmeister, Buchhalter, Ras- fierer usw. DaS Gehalt dieser Beamten beträgt «eben gesetzmäßigem WohnungSgeld 2100 biß

Wohlstand. Hier münde« Ströme von Gold zu Zeiten der Hauffe, und Bächlein davon verlaufe« sich zurück in die untersten Schichten. Monte Carlo ist ein bloßes Rinderspiel, verglichen mit den Spekulationen in Wall Street, wo Tag sür Tag Millionen gewagt werden. Am tollsten Tage oerfloffene« Jahres betrug der Umsatz 1500 Millionen Rronen. Seltsame Laufbahnen, mär­chenhafte Erfolge! Ree«e, ei« junger Bursche, wandert von England «ach Ralifornien, wird Bergmann, Rinderhirt, Farmer, Berichterstatter, Zeitungsbefitzer. Von Virginia bringt er 50 000 --------- ...

Sa, grarclrt..,»«»*>>"« ÄffÄ«

w - I Einige Tage darauf bemerkte einer der Gebrüder

--- " - - _. ., t Weilhammer zu seinem Schrecken morgens das Untier

werkstelligt er es, zur Mi'-.enbörse zurückzukehre«, I jn seinem Schweinestall. Herr Weilhammer schloß

_i cv-c **"* * ' zunächst die Stalltür und holte Waffen und Leute.

Da dem Leopard durch die Stalltür nicht beizukommen war, so deckte man das Dach etwas ab und tötete ihn durch mehrere Schüsse von der Dachöffnung aus. Ein schrecklicher Anblick soll eS gewesen sein, als man den Räuber mit all seinen getöteten Opfern auS dem

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