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lägüch, 31. LuSr-ahme der Sonn- nnb Icier- tagt. Picrieljvhrl. (t jngsprri« ohneBring^rlohn rind Bestellgeld in Sulba und au3» Lär»lMBVPf.

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Pcrar.tT»rtli<>: Sur die SedLttisn I«s. Sri«, fii» Jnlerstt 3. Parjelltf li Suita.

mit Anlerßattungs -JeikageZllustrirte Sonntags-Zeiü'ugi'

9nS end n-ekrr d»e Sxldl'-e TMS.-iSrnlerft fletcrertüSc S». i CacruiJint).

30. Jahrgang

M 35.

Iuköa, Freitag, den 13. Februar 1903.

Dreifache« Wehe ihm!" rief der Jüngling ungestüm,9 laßt diesen Zeitpunkt nicht allzufern sein. Ich will ihn zerschmettern, den Elmden, und seine ruchlose Seele au« seinem Körper reißen V,

Befriedigt nickte bet R tter. Die Stunde der Vollendung fein« Rache war gekommen. Die Saat war reif zur E nt«. Hah, wenn seine Rache über die Verhaßten kam, wenn der eigen« viel» aeliebte, langersehnt« Sobn da« Werkzeug dieser Rache war welch ein Triumph!

Der Mond war über der Felsenburg auf­gegangen und warf seinen bleichen Schei» üb« da« öüe Gelaß des WartturmeS, woselbst Jatbt vor dem Auslug» auf Nachtwache stand. Da kamen leicht «lende Schritte die Treppe bei Turmes herauf. Dir Tür ward geöffnet nutz Omar ttat über dir Schwelle.

»Wie verwegen und unvorsichtig Du bist!* flüsterte Jarbt erschrocken, «weißt Du beim nicht, daß ich hier auf Wache bin?

Gewiß weiß ich das. Eben darum kam ich ja. Ich will Dir die einsamen Stunden Gesell» schäft leisten, Du armer Jarbi," und er trat näher zu ihm anS Fenster.

DaS geht nicht, Bruder," wehrte er beinahe heftig.Wenn Dich jemand hier oben sähe"

Wer soll mich denn sehen, wenn alle schlafen? Sei nicht unbillig, mein Freund, und laß mich hier bleiben. Komm, setze Dich zu mir auf bie Holzbank. ich will Dir ein Märlein erzählen, daß Dir die Lugen übergehen.- Der schüttelte stch heftig verneinend:

ES kostet meinen Stopf, wen« ich mein wach­sames Luge ablenke und Gefahr in Verzug ist."

e Städtische Boden-Politik.

Durch den Antrag des bekannten Sozialpolfti- ierS und Z »trumS«Abgeordneten Dr. Jäger i* ReichStSge ist die öffentliche Aufmerksamkeit aufs neue auf die große Brdeatung der Woh- «ungSfrage gelenkt worden. Dr. Jäger hat auch ei» sehr gründliches Buch üb« diese schwer­wiegende Frage geschrieben, dar wir der ernsten Betrachtung aller Politiker und namentlich auch aller derjenige, empfehlen möchten, welche an der Gemeinde.Verwaltung ihrer Vaterstadt irgend­wie beteiligt find oder Ginfluß auf dieselbe haben. Der Staatssekretär Gras PosadowSky hat in bet Reichstags-Sitzung vom 11. Februar b. I. nachdrücklich aus den Zusammenhang hingewiesen, der zwischen der Wohnungsfrage und der städti­schen Boden-Politik besteht, und übereinstimmend mtt dem Abg, Dr. Jäger betont, daß bet beste Weg, um billt-e Wohnungen für dir unbemittelte BevölkerungS-Klaffe zu schaffen, in dem Ausbau deS Erdbaurechtes liegt. Der Staatssekretär fuhr dann fort:Die Kommune» werden gut tu», sich i» der Nähe der Städte Sru»d * und Bode» zu sichern, so lange die Preise noch zu erschwingen sind, um dort auf dem Wege der Genoffenschaftsbildung für die ärmeren Bevölkerungs-Klassen Wohnungen zu errichten. Auf andere Weise ist es geradezu un­möglich, den Arbeit«« »och billige Wohnungen in der Nähe ihr« Arbeitsstätten zu schaffen.

Damit sind natürlich di« Aufgaben der Städte ans diesem Gebiete nicht erschöpft. Für heute sei nur noch darauf hisgewieser, wie auch die kom­munale Steuerpolitik die übrigen Bestrebungen »ach einer besseren Regelung de« Wohnungswesen« unterstützen kann und muß. Diese Frage ist zurzeit in Berlin brennend. Der Magistrat schlägt für da« neue Steuerjahr die Erhebung von 1C8 Prozent Zuschlag zur Staatseinkommensteuer und von 162 Prozent Zuschlag an Gewerbe, und @e» bäudesteuer, statt bisher 100 und 150 Prozent, vor. Da« bedeutet aber nach Lage der preu­ßischen Gesetzgebung zugleich die Unterstellung dec Berliner Finanzen unter da« Prüfungsrecht der staatlichen Verwaltung. Dagegen sträubt man stch in Berlin noch mehr al« gegen di« Steuer- «Höhung an sich. Um diese zu vermeiden, werden »u» große Abstriche besonders en den Forderungen der Hock- und Tirsbauverwaltung verlangt. Einiges läßt sich wohl auch »och streichen, obwohl der Magistrat »«sichert, daß « selbst schon etliche Millionen gestrichen habe und nun nichts mehr von seinen Forderungen preiSgebe« könne. Jedenfalls stehen die ge- zewünschten Abstriche aber im Widerspruch zu den a»fan«S dieser Winters a» be» Magistrat gestellten Forderungen, sür Arbeit«gelegen- h«it zu sorgen im Jntereffe der zahlreichen Ar- beitSlosen. Außerdem werden, je mehr jetzt ge­strichen wird, später die notwendigen Koste» für Neubaute», Reparaturen usw. um so größer. Lus die Dauer wird man alp an der Not­wendigkeit, die Einnahmen der Stadt zu ver­mehre», doch nicht vorbeikommen.

Da drängt sich nun geradezu eine Reform bet Gtuud» und Gebäudesteuer in dem Sinne auf, daß dieselbe nicht mehr nach dem RutzungSwert, sondern nach dem gemeinen Wert

An Raab auf btt Köchsburz.

Originaler,ählung au« der Beschichte der ehemalige» Jülicher Lande v»n Lleca Ruth.

9 ------ (Nachdruck verboten.)

Schließe die Augen," gebot ihm der Sitter, und greife i» die goldgefüllte Truhe hinein. Was Deine Hände faffe», gehört Dir schon jetzt; daS ist ein Reichtum schon, wie ihn andere »er- oebenS «streben.- Und mit stillem Triumpfe beobachtete er be« Jüngling« sichtbare Erregung und feine Freude über den geschenkten Schatz. Doch plötzlich wurde derselbe ernst und warf das Geld in die Truhe zurück.Nein, nein, daS ist Raub, gestohlene« Gut! Daß ich daS vergessen Sonnte!-

Des Ritters Gesicht war in diesem Augenblick grauenvoll, aber die Hand, die nach dem Schwerte griff, zog sich wieder zurück und seine Stimme Lang ruhig, als er sagte:

Setze Dich auf diese Truhe nieder und merke auf, was ich Dir von ihrem Inhalte jetzt «zähle. Da« Märlein ist ergötzlich. Du kennst di« Burg im Lale unten, wo himmelhoch die Doppeltürme rage«. Bon dorth« brachte» rohr drei Silberbarre» als Beute heim; fie waren in de« Burgh«r« widerrechllichen Besitz und stammten auS einem Raube, bet an bet Münzprägung bet Stadt Düren verübt wurde. DaS Gold dieser Truhe stammt auS be* kaiserlichen Schatzrammern. ES ist da« Produkt des Arbettsfleißr« bet Unter, tanen, die dem Kaiser den Zehnten ihrer Ein­künfte zu geben hatten. Dem Stiebitz wellet

«Hobe» wird, wozu wenigste»- i» Preuße» die Gemeinden berechtigt find. Durch eine solche Reform würde' die Bodenspekulation weit bkff« al« biSh« zu den städtischen Laste« heran- gezogen. Ma» denke stch ei» Grundstück a» den Grenzen der Stadt. Der Besitz« läßt e« ruhig liege», well er weiß, daß die »atürliche Ent- Wickelung der Stadt, die Verbesserung der Straßen, des Verkehr« u. s. ro. den Wert seines Grund- stücke« so bedeutend steigern wird, daß « keine Hand zu rühren braucht, um einen riesig?» Ge­wi»» zu «zielen. Er läßt e« liegen, drum braucht er nach derNatzungSwert-.Berechnung entwed« gar keine Steuer» ober nur soviel- al« sich von dem Kartoffel- ober Kohlertrag be« Grundstückes berechnen läßt, zu bezahlen, wen» auch der gemeine W«t des Grundstück« sich von Jahr zu Jahr ver- mehrt. Einige Städte, die nu» die Besteuerung «sch dem gemeinen (Verkauft-)Wert eingeführt haben, erzielte» dadurch so große Gewinne, daß fie ihre andere» Steuer» oerabsetze» ko»nten. So konnte z. B. Spandau bei Berlin seine Ein­kommensteuer von 229 auf 185 Prozent herabsetzen, und außerdem hatte» auch die Besitzer »on Häusern mit kleinen Woh­nungen, also gerade die Wohnhäuser der är­mere» Klaffen, ei»e Entlastung in 'der Grund- und Gebäudesteuer. Die Hauptsache aber ist, daß die Besteuerung »ach dem gemeinen Wert ein Antrieb für die Bodenspekulanten ist, ihre jetzt viel stärker besteuerte» unbebauten Grundstücke zu bebauen ober an Bauunter­nehmungen zu verkaufen. Dadurch verbilligt sich da« Bauland an den Außengrenzen bet Städte ganz erheblich, die Auswahl an Wohnungen wird größer usw. lautet Wirkungen, die in erster Reche der armen Bevölkerung zu gute komme».

Möchten die städtische» Vttwaltungen doch überall die Vorteile dieser BestruerungSart be­herzigen. Wo ab« vielleicht die Gesetzgebung diese- ober jene« Bundesstaates heute die Nach­ahmung des Beispiels von Spandau, Breslau, Düsseldorf usw. »och nicht gestattet, da wird eS Zeit fein, daß von be» Landlosen an« auf eine entsprechende Aenderung der Gesetzgebung hin- gearbeittt wird.

Berlin, 12. Februar 1903.

+ PieKichernnx de» Mahlg-HeinmU--, die bet Reichskanzler jüngst versprochen, hat nun auch die Billigung des BunbeSratS gefunden. Dieser hat daS neue ReichStagS-Wahlreglement angenommen.

+ Lo» vo« AemdSnnd ist außer dem konservativen Reichstags - Abgeordneten Graf Roon auch bet konservativeLandtagS-Abgeordnete Graf Dohna gegangen. Unter ihren Partei­genossen scheint aber wenig Neigung zu bestehe», es ihnen nachzutun.

+ Aei der Aeichota-ostichwnHl iw Kchleowig hat, wie zu erwarten, der freisinnige

nahmen wir kostbare Arm- und Ohrgehänge nebst vier edlen Vollblutpferden. Du glaubst, daß « dadurch geschädigt sei; täusche Dich nicht. Er Überfiel den Reise wage» der Herzogin von Strudel- wick, raubte ihre Juwele» und nahm die Pferde mit stch. Die Warenballen und Säcke raubte» wir dem Duckmäuser und fromme» Augenver- drehet FelSeck, der den unter seinem Schutz von Brabant herziehenden KausmannSzug in de» Hinterhalt lockte, die Führer erschlug und die gesamte wertvolle Ladung auf feiner Burg ver­barg. Willst Du noch roeitnes hören?

O schweiget!" tief bet Jüngling von dem Gehörten entsetzt,ich vernahm bereits zuviel beS Grauenvollen. Besteht be»n bie gesamte Mensch­heit auS einer Horbe von Räubern, Mördern und Heuchlern?-

Um beS Ritter« Lippen fpieUe eia höhnische« Lächeln.

Ich glaube, daß Du mit deiner Kindereinfalt noch manche» EselStitt durch fnne Sauen machen mußt, um zur Erkenntnis bet Wahrheit zu komme». Schau,LalleS grinst Dich an mit den geschminkten Seficht«»ru»b bietet Dir Talmi statt SoldeSroert. Jeder will bet Wahrhaftigkeit ureigenes Selbst fein und doch sprudelt von ihren Lippen nur Lüge und Verrat. Du sendest die giftigen Pfelle nach ihnen, aber fie prallten ab an dem Panzer ihr« Glattzüngigkeit, ihrer Niedertracht. Sie umschmeicheln Dich mit süßlichem Lächeln und speie» hinterrücks da« Gift ihres Hasses gegen Dich, an ihrem Hetzen ruhest Du onttauenb, und in ihrem Busen lauert bie Schlange, deren Gift Dich töten wird. Mit bet ting^eschmückten Linken

Beronbet Spethmann mit 7383 Stimmen über ben Sozialdemokraten Hoffmann, der 5277 Stimmen «hielt, gesiegt. Gegen de» erste» Wahlgang habe» bie Freisinnige» 2259, die Sozialdemokraten 797 Stimmen gewonnen. Von ben 2900 Nationalliberaleu und 3300 Land- bflxbletn hat also bet größte Teil sich bet Ab­stimmung enthalten; bie anderen haben sich ge­spalten, doch dürfte bet Zuwachs für Speth- mann hauptsächlich auS de» Reihen der National- liberale«, der für bie Sozialdemokraten fast ganz von be« Landbündler» herrühren. Der »Bor- wärt8' fabelt zwar vonReserven- der Sozial­demokratie, bas ist aber wie jeher weiß törichter Geflunker. Die Sozialdemokraten ver­stehen eS, chre Leute immer schon beim erste« Wahlgange fast vollzählig an bie Urne heranzu- hole».

X MoH«n«Lsfürfsrgr M staatliche

Der Denkschrift aber die Ausführung bet Gesetze, bett, die Bewilligung von Staats­mittel« zur Verbesserung brr WohnungSVerhält­nisse von Arbeiter«, bie in staatlichen Betrieben beschäst gt find, und oon gering besoldeten Staats- beamte», aus den Jahre» 1895, 1898, 1899, 1900 und 1902 entnehme« wir: Bis zum 1. Oktober 1902 find im ganzen verwendet ob« zur Verwendung ftstgelegt worben: Im Bereiche der Eisenbahnverroaltung aus den Mitteln des ersten Gesetze« 3 993167 Mark, beS zweiten Gesetze« 4560596 Mark, des dritten Gesetzes 4 584700 Mark, be« vierte» Gesetze« 4374100 Mark, beS fünften Gesetzes 7 446 250 Marl; im Bereiche der Bauoetwaltung au« be« Mitteln bt« ersten Gesetze« 56 269 Mark, des zweiten Gesetze« 110000 Mark, bet t Uten Ge­setze« 243700 Mark, des vierte« Gesetze«, be« sanfte» Ersetze-; im Bereiche der Berg- Verwaltung aus den Mittel» des erste» Ge­setze« 950000 Mark, des )weiten Gesetzes 327962 Mark, be« dritte« Gesetzes 171600 Ml., be« vierte» Gesetzes 642891 Mark, deS fünften Gesetze« 2021000 Mark; im Bereiche bet Ver­waltung be« Inner« aus ben Mittel» des fünfte« Gesetzes 1635000 Mark zu Darlehen, insgesamt aus allen Gesetzen für alle vier Ver- waltungszweige 31077 235 Mark. Au« be« Mitteln des zweiten Gesetzes find 814 Klein- Wohnungen, auS be« Mitteln deS fünften Ge­fetzt« 1179 Kleinwohnungen betgestellt worben, bie ersteren erhebe» stch an 50 Orten, Die letztere» an 46 Orte». Der neue Gesetzentrourf dieser Alt, der soeben dem preußischen Abgeorb- netenhause zugegangen ist, macht für de» gleichen Zweck eine« wetteten Bettag von zwölf Millionen Mark flüssig durch Veräußerung eine« ent­sprechenden Betrages von Schuldvrrsareibungen. In der Begründung wird u. a. ausgeführt: DaS Bedürfnis nach Fortsetzung be« mit dem Gesetze vom 13. August 1895 begonnene» segens­reiche« Werkt- besteht noch i« erheblichem Um­fange. Der Zweck des Gesetze» und die bei bei feiner Verfolgung beobachteten Grundsätze haben die Billigung der Lindtags gefunden, und eS erscheint demnach erwünscht, auf dem ringe» schlageneit Wege sortzuschteiren. Der Betrag von zwölf Millionen Mark entspricht der vor- jährige« Bewilligung und wird nacy Maßgabe 6er vorliegenden Anmeldungen zur Befriedigung

winken fie Dir brüderlich und heben die blutige Rechte zum Todesstoß. Larve« Larven überall! Uebertünchte Gräber Moder I !** Wuchtig stieß der Ritter fein Schwert in ben Boden. Der Jüngling wagte kein Wort, er (taub vor diesem schrecklichen Lehrmeister wie versteinert.

Wie aber steht bet Wehrlose diesem Schlangen- geMt gegenüber?- fuhr dieser fort,bet zähne- gespickte Rachen öffnet sich ein gierige» Schnappen und der Tor, bet die Wahrheit und bie Seele im G-schöpfe sucht, zu Grunde gerichtet. Auge um Auge, Zahn um Zahn, da« ist da» Recht, da« einzige, da« nach Gerechtigkeit waltet. In Deiner Faust liegt da« Recht. Lerne sie zur Gewalttat gebrauchen. Und nun, mein Knabe, magst Du Dich bet Umstände erinnern, die Dich in meinen Schatz gegeben.*

Ihr sagtet, daß Ihr mich, bet ich arglos schlief, au» bet befehdeten Burg gerettet, und auf euere Burg gebracht habt."

Und ich fügte hinzu, baß Deine kltetn in der geljbe fiele«.*

Wehe!" tief bet Jüngling, und hob bie ge- ballten Fäuste,wenn jene« Elenden, der mich Heimat- und elternlos gemacht, mein Arm er­reichet !"

Ja de» Ritters Augen blitzte es auf. Von feinen Lippe« kamen bie dtohenoen Worte:

Die Zeit wirb nicht mehr ferne fein, ba ich Dich zum Kampfe führe und Dich einem Manne gegen überstelle, von dem ich Dir sage: Stehe in ihm ben Mörber und Räuber, der Deine« Later« Burg zerstörte, her Dich Heimat- und elternlos ge­macht

der Bedürfnisse dr« »ächstrn Jahre« erforderlich fein.

4- Arveitoloh« und L-Fss»mittekpreife. In de« Zollkämpftu ist be« Sozialdemo­kraten immer wieder entgegengehaÜen worden, daß eS nicht fo sehr auf möglichste Billigkeit d« Lebensrnittel, als vielmehr auf ausreichende Ar­beitsgelegenheit und gute Arbeitslöhne anLmmt DaS wollten fie damals natürlich nicht gelten lassen. Jetzt vertritt ihr Zrnttalotgan der,Vor­wärts' in einem Leitartikel (in Nr. 36) ganz die- selbe« Anfichten, wie vor Weihnachten dieZoll- wucheret", um bei bet geschmackvolle« Ausdruck«- weise dieses Blattes zu bleiben. Es ergießt in dem Artikel nämlich die ganze Schale seine« Zornes überzwei Krupp-Heilige", den Superintendenten Älingemax» in Esse« und den naitonaSiberalen Abgeordneten Dr. Paasche, weil fie es geroaat habe«, zahlenmäßig nadßuroeifen, daß die Wohlfahrts eint tchtunge« der Firma Krupp dazu beigetragen haben, die Aus­gaben der Krnpp'schen Arbeitet für Wohnung und LebensmUtel verhältnismäßig niedrig zu erhalten trotz der riefize« Eatwickelung bet Stadt Essen. Der.Vorwärts' kann bie« nicht leugnen, behauptet aber, bie Firma Krupp habe bamtt nur ihren eigenen Vorteil gewahrt, fie habealle Ursache, ben Lebenrrnittelprei« niedrig zu Salten, sonst würben die Arbeiter zu Lohn­forderungen gezwungen". Also höher« Preise höhere Löhne, dieser Gedanke zieht stch durch einen großen Teil de« Krtilel« hin und wird ganz entsprechend auch auf die Miets­preise angewandt. E« würde hier zu wett führen, zu untersuchen, wie weit der Gedanke richtig ist. Jedenfalls ist soviel richtig, daß in flotten Zeiten, wenn unsere Industrie zu tun hat, auch die Löhne steigen und etwaige Steigerungen b* Lrben«mitttlpreise mehr al» au»gleiche«. Gerade darauf aber, bie heimische Arbeit zu schützen ruck kaufkräftig zu erhalten, ist bie ganze Schutzzoll­politik gerichtet.

* Weinmr, 12. Febr. 1903. Die Ser* m ählung dr« EroßhetzogS Wilhelm Ernst mm Sachsen-Weimar mit bet Prinzessin Karolina von Reuß ä. L. findet, wie nunmehr enbgiltig beschlossen, t» der letzten Woche des Aprils d. I«. statt und zwar am fürflltdbe» Hofe zu Bücke- but«. Es ist sichere Aussicht vorhanden, daß der Kaiser persönlich an den Vermählung«- feirrlichk uen teilnimmt.

. Illi 'M AM

K ns dem Keichsta-e.

1g 267 »itznug vom 12. Februar 1903, 1 Uhr.

Die B ratung de» Etats de» ReichSamteS de« Inner», B soldungStttel Elaat»sekielLr, und der da»» vorliegenden seh- Resolutionen wird fortgesetzt. Da» HauS ist febr schwach besetzt.

SlbA. Heimborn (Zentrum) wendet stch energisch flfgen die ,,»taldemokrattschen «»griffe. llnberechttUt fei der soztaldemotkatifche Borwmf, als sei die Resol» tion Groeber nur et»ßebracht zu Wahlzwecken. Echo« 1891 und dann fast alljährlich habe daS Zentrum «n- triie gestellt auf Rechtsfähigkeit der Berufsveret«. Weiter empfiehlt Redner als Mttautragstrller die Re­solution Hryl een HerreSheim. Namentlich feie» sie Et»wände nickt al» berechtigt auzuerke»»en, welche Sen da» Verbot der Mttaab« von Arbeit ax fugend- e Fabrikarbeiter ins HauS erhöbe» worden seien. Durchaus »»gezeigt sei der in der Resolution Elötzrl gewünschte Ivstündige MaximalarbettStag für alle er-