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30. Jahrgang.
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78 680 632,52 71 108 729,04 63 973 547,77 57 154 397,53 50 125 782,22 44 281 735,71 38 163 770,35 32 340 177,99 26 426 377,00 20 315 319.55 14 464 303,15
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1898, 1897, 1896, 1895, 1894, 1893, 1892, 1891, 1890, 1889, 1888,
gegen gegen gegen gegen gegen gegen gegen gegen gegen gegen gegen gegen
Elisabeth strich mit dem Taschentuch« über ihre Stirn und atmete schwer; fie mußte sich aus die Lehne ihres «rffels stützen, ihre Kräfte drohten, ste zu verlassen.
„Ich hätte nimmer geglaubt, daß Sie mir je so feindselig entgegentreten könnten," sagte fie, nach Fassung ringend; „deS Unrechts, da- ich einst an Ihnen begangen habe, bi» ich mir noch immer tingebtnl, aber ich konnte nicht ahne», daß Sie dafür eine vernichtende Rache nehmen würden."
„Dafür?" erwiderte er mit geringfchätzendem Lächeln. „O nein, ich habe mich bald über diesen^Verlust getröstet, wurde mir doch durch ihn selbst bewiesen, daß ich nichts verloren hatte. Und an meine Rache habe ich niemals gedacht, ich hab« nut mein« Ehre wahren wollen, und da ist im Lauf« der Untersuchung ein- auS dem andern entstanden."
„Und doch ist alles nur Vermutung, und die Beweise, mit denen Sie mir drohe», «erden Sie nicht staden," sagte Elisabeth, die fttzt ihre Fassung wieder gefunden zu habe» schien. „Mit welchen Erklärungen Sie auch Ihr Verfahre» gegen mich entschuldigen mögen, der Borwarf gehässiger Rachsucht wird dennoch auf Ihnen ruhen bleiben! Könne» wir unS den» nicht einigen? Sie behaupten, mein Satte hab« Fräulein Hagea betrogen, gut, ich will Ihne» auS seinem Nachlaß die verlorene Summe ersetze» und mich dazu durch einen Schuldschein oder eine» anderen rechtskräftigen Akt verpflichte«; dann aber versagen Sie mit nicht länger den Beistand einer Freundes, deffen ich so sehr bedarf."
daS Ziel der russisch-österreichischen Politik, und wir dächten, das Deutsche Reich hätte alle Der- anlaffung, diese Politik durch seine« Einfluß auf den Sultan moralisch zu unterstützen.
Auch die Entwickelung der Ereignisse in Ost« asien, wo einerseits die Nebenbuhlerschaft Japan« und England«, andrerseit« di« Pläne Nordamerika« die rusfische Politik bedrohen, läßt «k den Rusten wünschenswert erscheinen, Deutschland auch hier auf ihrer Seite zu sehen. Wir brauchen auf bi« Politik bei diesen Bestrebungen nicht weiter ein» machen, da fie an« Anlaß de« gemeinschaftlichen Auftretens Rußland«, Frankreich« und Deutsch» and« gegen da« fiegreiche Japan reichlich in der deutschen Presse behandelt worden ist. ES kommen aber noch sehr wesentliche wirtschaftliche Gesichtspunkte hinzu. E« genügt, nur einen der» elben zu erwähnen, nämlich die Leitung eine« .roßen Teil« des europäischen Handel« über die ibtrische Bahn. Jetzt ist diese freilich noch nicht imstande, der englischen Schiffahrt ernstliche Konkurrenz zu machen. Aber die Russen haben den festen Willen, diese Bahn so zu vervoll- lommnen und auezngestalten, daß fie besonders für bessere europäische Waren ebenso wie für wichtige Teile de« chinefischen Export« ein bevorzugte« Transportmittel werde. Nun müssen fie natürlich — und ste sprechen die« auch offen au« — für die Rentabilität ihrer Bahn in erster Linie auf den deutschen Handel und die deutsche Industrie rechnen, da die rusfische Industrie noch zu schwach entwickelt ist. Au« demselben Grunde denkt in Rußland auch kein vernünftiger Mensch im Ernste an eine« Zollkrieg mit Deutschland, auch wenn die landwirtschaftliche Autfuhr des Landes und die, wie man hofft, sehr bald stark vermehrte Pettoleum» Ausfuhr nach Deutschland nicht ein« so dringend« Warnung vor einem Zollkriege mit Deutschland wäre, wie ste e« tatsächlich ist. Bei den gegen- wärtigen Freundlichkeiten der rusfische« Presse spielt daher auch die Hoffnung, mit Deutschland zu einem annehmbaren Handelsverträge zu gelangen, ganz bedeutend mit. So viel steht fest, daß der neue deutsche Zolltarif nicht als ein Hindernis für einen solche« Vertrag angesehen wird.
„Wenn Sie die amtlichen Geburtsregister einsehe» wolle» —"
„So werde ich allerdings erfahre», daß diese Zwillingsbrüder existiert habe»; aber dann bleib immer noch die Vermutung unbenommen, daß einer dieser Brüder drüben zu Grunde gegangen ist oder noch in Amerika weilt."
Die junge Frau hatte sich von ihrem Sitze erhoben; fi« schien den durchdringenden Blick dieser unerbittlichen Anklägers nicht ertragen zu können.
„Daß diese Vermutung mich tief beleidigen muß, beachten Sie nicht," sagte fi« mit zitternder Stimme, während sie an daS Fenster trat; „Sie bürden mir ei» Verbrechen nach dem andern auf und de»ken gar nicht darüber nach, ob diese Verbreche« überhaupt in der Möglichkeit lieg«»."
„Ich werd« die Beweise in de« nächsten Tage« erhalten," erwiderte Varuay ruhig.
Sie wandte sich hastig um; Angst und Ent» setzen sprachen aus ihrem todeSbleichen Antlitz.
„Beweise?" fragte fie. „Wo suche« Sie dieselben?"
„In dem Grabe Ihres ersten Satten."
„Unerhört! Dieses Grab darf ohne meine Erlaubnis nicht geöffnet werden; ich protestiere gegen die Entweihung desselben."
„Die Kriminalbehörde wird fich wenig um diesen Protest kümmern; hier handell es sich um die Entdeckung eines Verbrechens!"
Der Advokat hatte daS mit scharfer Betonu« gesagt, und der Eindruck, de« feine Wort machte», mußte ihm beweise», wie sehr sein Der- dacht begründet war.
915 366,24 Mk. im Jahre 1886.
+ Der Attttd der Lemdrvirte general, versammelt" fich am 9. Februar, wie aUzährlich, im ZirkuS Busch bei Berlin. Unter den sechs Punkten der Tagesordnung interefstert zunächst nur folgender: „Der Zolltarif und die künftigen Handelsverträge." Die Referenten hierüber sollen erst später bekanntgegeben werde»; im übrige» referiert das VorstandS.Trio von Wangenheim, Dr. Röficke und Dr. Hahn.
4- Die „Kett-ss-n" schämen sich «och immer. Ueber den sozialdemokratische» Helden, der bei BebelS Protest gegen die Kaiserrede »iesen durch den Zwischenruf „Gemeinheit!" zu verstärke» dachte, schweigen bei den „Genoffen noch immer alle Flöte». Der Abg. Wurm, den man im Verdacht hatte, erklärt, er sei eS nicht gewesen. Wer eS aber gewesen ist, darüber schweigt Herr Wurm ebenso wie der Feigling, der den ungezogenen Ruf auSgestoße«. *
* Dem Aesnil-npater Scherer ist von Sr- Majestät dem Kaiser in Anerkennung seiner Ber- dienste um die katholischen Mannschaften der kaiserliche« Marine und der Besatzung in Schanghai die Chinodenkmünze verliehe» und an zBord V. M. S. Hansa vcm zweite» Admiral de« ostast.tischen Geschwaders, Graf Baudisfin, überreicht worden. Am Tag« vorher empfing die gleiche Auszeichnung der kaiserliche Generalkonsul in Schanghai, Dr. Knappe. Die .Köln. VolkSztg.' bemerkt dazu treffend: Ls freundlich daS hier entworfene Bild ist, können wir doch nicht über da» Gefühl hinaus: SS würde P. Scherer noch mehr freue», wen» ihm die gesetzliche Möglichkeit gewährt würde, die Chinadenkmünze, die er an Bord eine« deutsche» Kriegsschiffes erhalte« hat, auch wirklich „auf deutschem Grund und Boden" und nicht bloS „in der Ferne" zu trage«.
Erscheint täglich, m. Ausnahme der Sonn-und Feier- tage. Vierteljahr!.
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Die Macht des Geldes.
Kriminal-Roman von Arthur Eugen Simson.
44 ------ (Nachdruck verboten.)
„DaS geht zu weit!" rief Elisabeth zornig auffahrend.
„Laffen Sie mich ausrede». Gelang «8 Ihnen auch damals, mich zu täusche», so bin ich heute doch zu gut unterrichtet, al» daß es Ihnen noch einmal gelingen könnte. Nachdem St« mich gezwungen haben, meine Ehre und die Ehre meiner Braut zu schützen, habe ich energisch« Schritt« getan, um de» Beweis zu finden, daß Ehre und Wahrheitsliebe Ihne« fremd geworden find. Ich kann Ihne« jetzt durch einige Zeugen beweisen, daß Sie in alle Betrügereien Ihres verstorbenen ManneS eingeweiht waren; Sie empfingen sogar di« betrogenen Gläubiger, um fie mit Ihren Versprechungen zu trösten, von denen Sie im voraus wußten, daß fie niemals eingelöst werden sollten."
„Wer hat Ihne« daS gesagt?"
„Ihr früheres Dienstmädchen, eine Person, die darüber sichere Auskunft geben kann."
„Eme Person, die ich wegen Untreue und Verkeumdungssuchl entlaste« mußte."
„SJHt dieser Anklage, die mir auS der Las gegriffen zu sei» scheint, werden Sie die Aussagen der Zeugin nicht entkräften," erwiderte der Advokat achselzuckend. „In dem Nachlaß Ihre» ManneS befinden fich Wertpapiere —"
„Die mein Eigentum sind!"
Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk.
Mk.
9 681447,07 .
5 932 930,08 Mk. im Jahre 1887, und
* D<mtschl-nd und Rußland.
Der deutsche Kronprinz ist von seiner Reise nach Rußland zurückgekehrt, und die rusfischen Zeitungen widmen seinem Besuche am Zaren^ofe freundliche Abschiedsbetrachtungen, die in ihrer Stimmung ganz den Begrüßungsworten ent- sprechen, dir sie dem Kronprinzen bri seiner An- kunft auf russischem Boden hatten angedeihen laffen. Nun ist es ja selbstverständlich, daß die rusfische Preffe bei solchem Anlaste keine unfreund- lichen Betrachtungen über die Person des Kronprinzen oder seines VaterS oder auch über die deutsch-russtfchrn Beziehungen anstelle« kann und dqrf. Trotzdem darf man annehme», daß es den größeren Zeitungen des Zarenreiches mit diesen Freundlichkeiten ernst war. Je mehr das russisch- französisch« Bündnis an seinem ursprünglichen Glanze einbüßt, um so mehr macht fich in Rußland naturgemäß das Bedürfnis geltend, mildem mächtigen deutschen Nachbar auf gutem Fuße zu stehe», Man braucht den rusfischen LiebenSwür» digkeiten durchaus kein« übertrieben« Wärm« bei» zumeffen, um fie doch für echt halte» zu könn-n; denn es gibt einige sehr realpolitische Gründ«, welche «S sowohl im allgemeinen wie auch ganz besonders in dem gegenwärtige« Zeit- punkte den Ruffe« wünschenswert machen, die guten Beziehungen mit Deutschland etwas stärker als früher zu betonen und zu pflege».
Diese Gründe liegen teils auf wirtschaft- lichemund teils auf politischem Gebiete. Dem Besuche deS Kronprinzen in St. Petersburg ist kürzlich ein solcher deS russischen Ministers Grafe» LamSdvrff i» Wien vorauSgegangen. Wie man weiß, hatte di« Beratung der leitenden Staatsmänner Rußlands und Oesterreich-UngarnS de» Zweck, ein gemeinschaftliches Aktions-Programm für di«Behandlung der mazedonischen Frage festzuflellen und einersettS der Türkei, anderseits aber den slavischen Balkanstaate» da» russisch- österreichisch« Einv«r»«hmen nachdrücklich t« Erinnerung zu bringe«. Mancherlei Anzeichen laffen darauf schlreßen, daß man sowohl von Wie» wie von St. Petersburg auS sich bemüht, auch di« Zustimmung Deutschlands zu jenem mazedonische« Aktions-Programm Rußlands und Oesterreich- UngarnS zu gewinnen. I« diesem Falle wüßten wir nicht, warum Deutschland diesen Wünsche» Widerstand entgegensetzen sollte. Gewiß hat Deutschland keine Veranlassung, fich in bk Wirren auf dem Balkan aktiv einzumischen. Aber daS wird auch schwerlich von unS verlangt. Man hat nur den begreifliche» Wunsch, daß Deutschland sei» bekanntes Wohlwollen gegenüber dem Sulla» nicht so wett treibe» möge, daß es den beiden anderen Kaisermächten bei ihrem Vorgehen auf der Bal- kanhalbinsel hemmend in den Arm falle. Wir wollen nun gar nichts dagegen sagen, daß die deutsche Politik, weil die Türkei ein wichtiges Absatzgebiet für die deutsche Industrie ist und ihre Erhaltung daS politische und wirtschaftliche Gleichgewicht im Oste» aufrecht erhält, nach Möglichkeit zu stütze« sucht. Anderseits aber kann die Erhaltung der Türkei durch nichts bester gestchert «erden, als dadurch, daß fie veranlaßt wird, ernstlich Ordnung in ihre Verwaltung zu schaffe» und auch ihre christliche Bevölkerung vor Bergewattigungen zu bewahren. DieS aber ist zunächst
Zirkl eine Rede zu hatte», mit der er fich mit der Reichstagsrede deS Grafen Bülow über das Swinemünder Kaisertelsgramm be- chäftige» wird." Selbstoerlländlich beruht di-se Nachricht lediglich auf Vermutung; Prinz Ludwig hat schon öfter bei Kaisergeburtstagsfesten bemerkenswerte Rede» gehalten — daraus fußt der Berichterstatter des jüdisch-freisinnige» »Berl. Tagebl/, der sicher nicht z» den Vertrauten des Prinzen Ludwig von Bayern gehört. Vielleicht oll die Meldung nur dasjenige verhindern, was sie ankündigt!
* AeS-r Aarsrrsgevnrtstsgsfeiertt hat der Kaiser kürzlich selbst, wie mehrere« Blättern gemeldet wird, eine bemerkenswerte Aeußerung zrta«. Als daS Gespräch auf die verschiedenen kaiserS-Geburtstagsfeiern kam, meinte >er Monarch: c .
„Gewiß freut es mich, wenn meia Volt mir dadurch Liebe und Beredrung bezeigt, daß eS zu meinem «e- burtstage Extrafeste veranstaltet und die Fenster mit brennende« Lichtern bestellt. Ich meine aber, die wirt- chaftltche Not und der Mangkl an Arbeitsverdienst ist n groß, daß man der Armen gedenke» möchte. Ich würde mich freuen, wen» ei» Teil der zu Erica-Ausgaben bestimmten Gelder im Interesse der Arme» verwendet würde, sei e» in direkter Zuwendung oder zur Beschaffung von ArbeitSgelegen- beit. Namentlich die Gemeindeverwaltungen sollten daS Wohl der ärmeren OrtSinsafse» aus Anlaß meines Geburtstages pflege». Seit einige» Jahre» wird diesem meinem Wunsche etwa» entsprochen, ich wünschte aber, die Beachtung deS Wunsches wäre ausgedehnter. Mir wäre wohler und freudiger zu Mute, wenn ich wüßte, daß die Arme» au meinem Geburtstage nicht darben, als wenn daS schöne Geld schließlich in nichts zerflösse."
Dem Vernehmen nach soll den Gemeindebehörde« dieser SeburtStagSwnnsch des Kaisers bekannt gegeben werden. Ts wär« mit Frruden zu begrüßen, wenn der Wunsch deS Kaisers überall befolgt würde.
*ßi* »eue» Ilttgvkatt des Dslst-verei»» (Toz.-polit. Flugblatt Nr. 24), betitelt: „Wie sich die Sozialdemokratie beim neue» Zollgesetz blamiert hat", liegt zum Versand bereit und ist für die Orte, an welchen der BolkSverein für das kath. Deutschland eingeführt ist, gratis und franko in jeder Anzahlvo»d« Zentralstelle deS VolkSvereinS in M.-Sladbach zu beziehen. DaS Flugblatt beleuchtet daS arbeiterfeindliche Gebühren der Sozialdemo- krati; t« der Tarifkommiffion, e» behandelt die verräterische Haltung biefet Partei gegenüber der Fraz« der Jndustriezöll«, die Gefährdung der auch für unser« Arbeiterschaft so wichtigen Handelsverträge, die Geschenke, welche nach den-Anträgen der Sozialdemokraten künftighin den befitzenden Klaffe» gemacht werden sollten und geißelt schließ- lich die ObstrukttonSpolitik der Sozialdemokraten im Plenum deS Reichstages. — (Wir empfehle« für alle Orte, wo die Arbeiter sozialdemokratischen Angriffen ausgesetzt sind, de« Vertrauensmännern des VolkSvereinS den Bezug und die Verteilung dieses neuen Flugblattes aufs wärmste. Die Red.) Die Zentralstelle kündigt außer Nr. 24 noch zwei neue Flugblätter, Nr. 25 und 26, zu den Zollfragen an. Dieselben werden aber erst Ende Februar zur Ausgabe gelangen.
+ Regelst»g de» Mattarveiterfchtttze» zwecks wirksamerer Unfall- und Krankheitsverhütung wünscht eine von den Abgg. Dr. Hirsch- Berlin u. Ge«. (freis. 83p.) im preußischen Ab- georbuetenhause eingebrachte Resolution.
+ Irr Sesktzrnlwnrf S«lr. D-rvUdttttO MMSSqere«IerwalfUNs»diettstist bekanntlich einerRommiffio« von 21 Mitgliedern überwiesen worden, die sich am Mittwoch konstituieren wird. W.e es heißt, ist Frhr. von Richt- ■ Hofen (kons.) als Vorsitzender, Dr. Porsch (Zenttum) als dessen Stelloertteter und Dr. Lotz (raktionSlos) als Berichterstatter auSerfthen.
* Alröer die Zrernfsgenossrnschaftett und die Rechnungsergebnisse derselben für 1901 md dem Reichstage jetzt die herkömmlichen Be- richt« zugegange». Danach find 190198 555 869Mk. Entschädigungsbeiträge gezahlt worden gegen 86 649 946,18 Mk. im Jahre 1900, gegen --------- ™' • ------ 1899, gege»
Berlin, 26. Januar 1903.
+ Die italienische Kaiserreise. Da« Kaiseeschiff „Hohenzollern" trifft im April vor Genua ei«, wo der Kaiser sich einschifft. Die Kaiseryacht umschifft Italien bis Venedig und kehrt in der zweiten Hälfte des Mai hei«. Der Kreuzer „Nymphe" und da« Depeschenboot „Sleipner" begleiten die „Hohenzollern".
4- Die SwittemSttde» Depesche. DaS »Berliner Tageblatt' schreibt: Wie man unS au« München mitteilt, beabsichtigt der bey mische Thronfolger Prinz Ludwig, der durch feine stellenweise etwa» partikularistisch gefärbten Reden mehrfach Aufsehen erregt hat, in den nächsten Tagen bei einer Festlichkeit in geschloffenem
„Das Verzeichnis der Obligationen, um die meine Brant betrogen wurde, ist bereits in den Händen deS hiesigen Richters; wir werden bald erfahren, ob auch fie fich unter den konfiszierten Papieren befinden."
„Und wäre es der Fall, so muß Ihre Brant den Beweis liefern, daß fie in der Tat betrogen worden ist, fie soll beweisen, daß der falsche Schmuck, de» fie vorlegt, ihr wirklich von meinem Manne übergeben und als Pfand ar vertraut worden ist; ich behaupte, daß sie einen echten Brillantschmuck empfangen hat."
„Sie leugne» also jetzt nicht mehr, von den Geschäfte» Ihres Mannes Kenntnis gehabt zu haben?"
„Ich fordere Beweise!"
„Vielleicht wird Ihnen noch anderes bewiesen !"
„WaS?" fragte ste mit trotzigem Hohn.
„Daß Gruner nicht Ihren zweiten, sondern den ersten Satte» ermordet hat."
Sie schlug vor seinem flammenden Blick die Augen nieder; auS jedem Zuge ihres erbleichende« Gesichtes sprach das Schuldbewußt- sei», daneben aber auch die Entschloffenheit, jedes Geständnis ttotzig zu verweigern.
„Was soll da« wieder heißen?" sagte ste. „Sie scheinen fich darin zu gefallen, mir Rätse anfzuaeben."
„Und Sie scheine» mir noch einmal Ihre ganze Verstellungskunst beweisen zu wollen. Meine Worte können Ihnen nicht unklar sein, fie müffen Ihne» beweisen, daß ich an daS Märchen von den Zwillingsbrüdern nicht glaube."
verantirorili^Siir ^[^aura' Hilf IXft! p-krsgaSc H». 2 (Dariaonie). _
IuXöa, Dienstag, den 27. Januar 1903.
Deutsches Reich