Einzelbild herunterladen
 

(jterärisdjes

W

Hellawee« »»•> A»zeige»tet!.

3. Die meiste» Auswanderungen erfolgen aber, ohne daß durch vorgängige Entlastung die Reichs» angehörigkeit verloren wäre. Dann bleibt der Ausgewanderte zunächst auch im Auslande Deut, scher mit alle» Rechten und Pflichten eines solchen u«d wird der R-ichsangehörigkeit (durch Der« !ährung)erst verlustig, wenu er 10 Jahre un» Miterbrochen sich im Auslände aufhält. Dieser Verlust erstreckt sich bann auch auf die Frau und d,e seiner gesetzlichen Vertretung unterstehenden minderiährige» Kinder (mit der obigen Ausnahme sür Töchter), sofern sie beim Ablauf der Frist sich bet ihm bifisden. Sine auch noch so kurze Rückkehr in das Reich oder besten Schutzgebiete innerhalb ber 10 Jahre unterbricht die Der» jährung. Die 10 Jahre beginnen mit dem Austritt aus dem Reich, für B-fitzer von Reife- papieren oder HeimatL scheinen jedoch erst mit deren Ablauf. Lediglich die Tatsache der un» unterbrochenen 10jährigen Aufenthalts im AnSlande bewirkt den Verlust der RrichSangr- Hörigkeit; gleichgültig ist dabei, ob der sich im AnSlande Aufhaltende handlungsfähig ist oder n:cht, ob er sich dort niederläßt oder nicht, ob er sich freiwillig oder unter phystschemZwange dort befindet. Der Eintritt der Verjährung wird durch Sin- tragnng verhindert. Ist aber die RetchSaugrhörig» «tt durch Verjährung einmal verloren, so ist der uunmrhr in die alte Heimat Zurückkrhreude als Richt-Deutscher zu betrachten. Ihm fehle» die Rechte, aber auch die Pflichte» emeS Deutsche», jedoch mit einer wichtigen Ausnahme kisfichtlich der Militärpflicht. 8 11 deS R-ichSmilitärgesetzrS bestimmt nämlich: Wer die ReichSangehörtgkeit! verloren, eine fremde Staatsangehörizkeir abrr nicht erworben oder auch wieder»erkoren Hst, ist, wenn er seine» andauernde» Auf­enthalt im Reich nimmt, gestellungspflichtig und »nß nschdienen jrdoch nicht über das 31. Lebens- !?hr hinaus. Das gleiche gilt von de» Söhnen einer solchen Zurückgek-Hrte», wenn fie nicht eine außerdeutfche Staatsangehörigkeit besitzen.

2. Durch VrrwaltungSakt — EetlaffungS. urkunde des ReaierungS.Präfidenten (ft Berlin der Polizei »P äfidenten) — hört auf reichS- augehörig zu fei», wer die Eetlaffurrg beantragt. Sie darf nur verweigert werde» a) jungen Mannern zwischen 17 inb 25 Jahren, solange «iw Zeugnis der Ersatzkommtstio» ihres AuS- hebungSbezirkS fehlt, daß ihre Wehrpflicht nicht entgegen steht, b) Beamte» (auck denen der Kommune»), aktive» Militärs und Offiziere» der Reserve, Land- und Seewehr bis zur Dieufi- «ntlaffung, c) Ersahreservisten, Reserve, und Laudwehrmänner» «ährend der Uebung.

Für Bevormundete beanttagt der Vormund di- Entlaffung unter Beifügung der Genehmigung des VormundschaftsgerichtS; für Kinder unter elterlicher Gewalt stellt der gesetzliche Vertreter (je nachdem Vater oder Mutter) den Antrag und zwar dann ohne Genehmigung des Vor- mundfchaftkgerichtS, wen» er zugleich für sich selbst die Entlaffung beantragt. Die Entlaffung d-S FamilienhaupteS — sei es Man» oder j Frau — erstreckt sich v.n selbst auf die minder« i jährige» Kinder, deren gesetzliche Vertretung! ihm kraft elterlicher Gewalt zufleht, doch nicht auf minderjährig« Töchter, di- verheiratet find ooer waren. Di- Entlaffung deS Mannes «streckt sich von selbst auch auf die Frau. Sie Scstreckang des Austritts auf Frau und Kind tritt überdies nur dann ein, fofer» diese Auge- hörige» sich bei Lem Famtlienhaupt zur Zeit seines Austritts befiade». Während aber die Entlaffung für die AuSgebürgerte» u»d dir gedachte» Angehörige» unwirksam wird, falls er nicht binnen 6 Monaten nach Empfang der EntlaffungSurkunbe den Wohnsitz ins Ausland verlegt hat, bleibt fie für die Angehörige» in Kraft, auch wenn diese fich sei»er rechtzeitige» Auswanderung nicht angefchloffe« habe». Zumal um zu verh »der», daß die minderjährigen Söhne deS sür sich die Entlaffung beantragenden Ge­walthabers der Wehrpflicht sich entziehe», kann «je Verwaltungsbehörde in bie Estlaffungsurkunde Ausnahme» betreffs der Familienmitglieder auf- nehme».

Die Pantherjäger jagen gewöhnlich paar­weise und einer von ihnen ist mit zwei aus harte» Holz; gefertigten Speeren bewaffnet, die scharf zugesp-tzt, zuw-ilen auch mit eisernen Spitzen v«rsehen find. Einer dieser Sperre ist ungefähr zwei Meter lang, der andere ungefähr einen halb«» Meter kürzer, doch werden beide dicht zusammen, gehalten, damit der kürzer« de» längeren ersitz«, im Fall dieser abgebroch-n wird. Der andere Jäger führt entweder Bogen und Pfeil oder irgend eme Feuerwaffe; da eber Schießgewehre über- Haupt feiten find, so bedient man sich auf dieser Jagd meistenteils nur der Bozen und der Pfeile. Wenn der Pa»th«r fich auf eine» Baum g-flßchi-t, oder in die Enge getrieben, Halt gemacht hat, nähert fich der Rann mit den Speere» und läßt fich auf ein Knie nieder, indem er di« bridr» Speere fest anlegt und ihr, Spitze» gerade auf die Brust de« zum Sprunge bereite» Tiere« richtet. Der Ran» mit de» Bogen oder der

i Etwas befand«- gilt für die Deutsche», die nach de» Verei»tgte» Staate» von Nord-Sm«ika gewandert find. Sind sie hi« fünf Jahre ununterbrochen geblieben und im Verlauf dies« «eit naturalisiert, also amerikanische Bürg« ge­worden, so haben fie die ReichSaugehörigkeit verloren, obwohl die 10jährige Frist »och »icht abg lcufe» ist. Kehrt ein solcher nach Deutsch, land zurück, so darf « nur bestraft «verde» wegen der Verbreche», die er vor der Auswanderung, nicht aber wegen derer, die er durch die Aus. Wanderung begangen hat, i»Sbefo»d«e nicht wege» Fahnenflucht oder sonstiger Verletzung der Militär, pflicht. Läßt er fich aber wieder dauernd in Deutschland nieb« — was stets dann angenommen werden soll, wen» « wieder 2 Jahre in Deutsch.

I land fich aufhält — bann ist er von neuem aBen Staatspflichten eines Deutsche» unterworfe», ins­besondere auch der Militärpflicht, soweit er nach Alt« und Gesundheit dazu »och herangrzogr» werde» kann. — Die Begünstigung dieser Ans- nahmeoorschrift bestcht bei Auswanderung »ach irgend einem andere» Lande als de» Bereinigte» Staate» nicht, und auch hier nicht für Elsaß. Lothringen.

Hunde wurden in das Dickicht »urückgetriebrn und zur Ruhe verwiesen, und die Jäger erstiegen hierauf so schvrll wie möglich die Höhe. Auf dem Gipfel angrlangt, fahr» fie in ei»« Ent- ftrnung von ungefähr dreißig Schritte» einen großen männlichen Panth r, ei« Weibchen und ein starke- Kachorro, di- fich auf dem Sande herumwälzten und von ihrem blutigen Schmause reinigten.

DaS Weibchen und dar Junge flüchteten fich augenbticklich nach dem jenfeirtgeu Dickicht, jeder der beiden mit Flinten bewaffneten Jäger feuerte auf daS Weibchen, aber eS verschwand in dem Gebüsche. Der männliche Panther benahm sich anders; er bot de» Verfolg«» die Stirn und ging ihnen wütend brummend, ober ruhig und «»t'chloffe» entgrge», bis ihm, als er ungefähr noch zehn Schritte von ihnen entferut war, die Ladung deS dritten Laufes i» de» Hals gefeuert wurde; aber d?r Schuß traf den HalS etwas zu nahe an der Brust, als daß er hatte eine äugen- bsickliche Wirkung habe» können, und der Panther, noch keineswegs entmutigt, duckte fich plötzlich nieder und machte mit einem doppelten Gebrüll, daS fich nicht recht beschreiben läßt, aber viel Aehnlichkeit mit zwei kurze» Donnerschlägen Hot, eine» furchtbaren Sprung. Er sprang, wie unter zehn seine« Gleiche» neun zu springe» pflegen, mit wett geöffneten Vorderbeinen, al» hätte er etwas umfasse» wollen und fast in demselben Augenblicke drang di« Lanze d-S TigerjägerS wenigstens vier Fuß ttef in feire» Körper. Di- Spitze hatte sich gerade in di- Mitte bei Brust

i| Steile zu lade»; aber seine Kraft war gebrochen i und langsam und mit Mühe fich fortschleppeud, i suchte et de» Schutz eines t» der Mitte beS । Gipfels befindlichen Busches zu gewinne», wo er fich sehr langsam und bedächtig niederlegte, den» jede Bewegnng wußte ihm sihr großen Gchmerz verursache». Rachde« -r sich jedoch vollständig unt« de« Busche verborgen hatte, stieß « vo» Zeit zu Zeit ein ligeniümlicheS Geschrei a»S, welches mit seinem gewöhnliche» Gebrüll keine Aehnltchkeit hatte, so»der» wie der alte Indian« sagt«, ein Hilferuf war, durch welche» er sei» Wetbche» hrrbeiruseu wollte; ab« -S kam »icht. DaS Blut floß aus Maul und Nüstern deS Panther-, sein Geschrei wurde schwächer und schwäch«; er v«suchte es, fich zu «hebe», aber e- gelang ihm nicht, seine Kraft war dahin, wenn auch daS Leben »och einige Augenblicke andauerte, und endlich legte er seine» Kopf zwischen die Vorderpfote», stieß noch einige halberstickte Seufz« ans und hatte geendet. Sein erstarrender Körp« hätte i» dieser Lage ein schöne- Modell für eine» Bildhauer abgebe» können.

Nachdem man dem gefallenen Panther eiten zweite» Speer drrch den Leib gestoßen hatte, wnrde» die kleinen Hunde herbeigerufen und auf die Fährt« der Pantherin und des junge» ge­wiesen; al- «an jedoch a» den Eingang des Dickicht- kam, sah man sie tot in dem Gebüsche liegen, fie war von einem der beiden Schöffe, oie man auf fie abgefeuert hatte, tätlich getroffen worden. Das Kachorro wurde bi- zum Anbruch der Rächt gesucht, aber wed« Hunde noch Jäger konnte» seine Spur entdecke». Wahrscheinlich hatte e- fich in eine» hohen Baum geflüchtet.

Flinte stehl unmittelbar hinter ihm »ud schießt auf de» Panther, sobald dieser den letzte» Sprung tut. Zuweilen genügt der Schuß, da« Tier zu Bode» zu strecken, besonder« «en» es in d« Mitte de- Kopfes oder am Halse getroffen wird; ist dies nicht der Fall, so stößt d« Panth« ein furcht- bares Gebrülls aus und «acht einen wüthenden Sprung gegen seine Feinde. Hiermtt beginnt der gefährlichere Teil des Kampfe«. Springt der Panther, wie eS gewöhnlich geschieht, mit wett auszebrelteten Vorderbeinen, bann ist die Gefahr nicht sehr bedeutend, weil « fich dann an den großen und zuweilen auch zugleich an den kürz«-» Speer spießt, sodaß der Jäger ohne Furcht in I ! seiner Nähe bleibe» kann; springt er aber, was zuweilen vorkommt, mit angeschloffenen und ge­freuten Beinen, so zerbricht oder beseitigt er dm ch -inen einzig«» Schlag seit er Pfote di­stärkste Lanze »nd in einem solchen Falle ist der Jäger allerdings einer bedeutende» Gefahr aus- gesitzt. Das einzige Mttt-k bleibt nun der Kampf mit dem Messer oder irgend einer ander» Waffe. Ein kurzer Bericht von einer dieser Jagden, di« fich von den ostludische» Tig-^jagd-n wesentlich unterscheiden, gibt vielleicht «in bessere« Bild, al« jede allgemeine Bemerkung.

Man hatte ein Joch zahmer Ochsen mit einem aus Tierhaut gedrehte» Stricke a» den Hörnern zusammen gebunden und ihnen Rau« genug zum Weiden gegeben. Früh am rächsten Morgen kam ei» Jrdian-r herein um zu melde», daß die Ochse» »erschwunde» seien, daß an der Stelle, wo er die Spur gefunden, viel Blut liege und daß die Fähre so breit sei, wie der nahe Fluß, i

Mein alter Freund, der Tigr-ro war zufällig i in der Nähe. Sr wurde herbeigerufen und bald begann er mit feinen Speeren bewaffnet

Panther-Jagd im spanischen Amerika.

von T. »en Bodmau.

(Nachdruck »erboten.)

E Anzeigen

(«4 i» üor.Kltdarr Setting'er. sicherer Wirksamtzeit.

0 Verlust der Reichsangehörigkeit.

Bon RechtSauwalt SB. Ma »tey.

(Nachdruck verboten.)

Jedes Jahr bringt eine Verlustliste solcher, die — vordem Deutsche — tS im Rechtsfinne Acht mehr find: infolge familienrechtlich« Der- haltniffe ob« burch Vrrwaltungsakt ob« kraft

1. Da find zunächst zwei familienrechlliche Afre, welche die deutsche Nationalität beendigen: Eheschließung »nd Legitimation. Heiratet eine Deutsche einen Ausländer, so ist sie nicht mehr Deutsche, vorausgesetzt, daß der SH-schließungSakt der» StaatSgefetz am Ort der Vornahme ent-1 spricht und jeoer der Ve»lobten die Srforderniffe feines Heimatsrechte« für eine gültige Ehe befitzt. Ob die vordem Deutsche fortan die Nationalität ihres Satte» teilt, ist eine be­sondere au- deffe» H-imatSrecht und bisweilen mit nein zu beantwortende Frage. Etwaige Sti-fkinber, die sie dem Manne znbringt, bleibe» deutsch.

Keine- der wilden Tiere in Amerika springt rascher und keine wilde Bestie greift so kühn und verwegen die Meeschen an, wie der Panther, wenn er gedrängt wird. Und er ist nicht minder er f t 8e«rL.ai,^tte I "ulv veHu"« er mit Jemen «Sperren oewasfa«

nnh? !?”***! und von zwei andttn Männern begleitet, von

I S «bACbh wodurch so- welchem der eine eine Doppelflinte, der andere

bew Fußstapfen deS Menschen »ach. Wenn er plötzlich einem Mensche» begegnet, so wird er sich gewöhnlich, wenn die Begegnung nicht eine sehr nahe ist, in de» Wald zurückziehen; sobald er aber sieht, daß ihm der Rückzug abgeschnitte» wird, oder daß er von einem Hunde verfolgt wiro, dann macht er durch mehrere furchtbare Sprünge eine» entschloffenen, wütenden Angriff.

Der Panther richtet nut« Rindern und Pferden, welche im Walde umherstreife», unbe­rechenbare» Schaden an, vorzüglich aber unter den jungen Tieren; alte Stiere und selbst Kühe gewinne« ihm jedoch zuweilen de« Sieg ab.

Mu Stier, bet einem meinet Bekannten ge- l börte, hatte so viel Kühe durchbohrt, daß man ! ihn endlich mit drm Laffo einfing und seine Hörner abstumpfte, damit er fernerhin kein Un- hr ii anstift-n tonnte. Einige Wochen später wurde aus der Savauna eine Kuh von einem Panther getötet, und der zertretene Boden, sowie der entsetzlich zerrissene Kopf und Hals desselben Stieres bewiefe» deutlich, daß er für jene Knh den Knmpf gewagt hatte. Man fing ihn ein, versah seine Wunden mit den nötigen Pflaster» und gab seinen Hörner» eine sehr scharfe Spitze';

! hierauf entließ mau ihn wieder in die Saoanna, wo noch immer die tote Kuh lag, ron welcher man während de- Tages die wilden Hunde und Geier verscheucht hatte. „Wohlan", sprach mein Bekannter und zog eine altmodisch e Uhr heran-, die ungefähr 15 Schillinge fwrrt wat — „ich wette diefe kostbare Uhr gegen tausend Dollar-" — offenbar schätzte er seine Uhr auf tausend Dollars — „daß eS heute Nacht eine» Kampf gibt". Natürlich ging ich auf die Wette vicht ein, aber der Panther kehrte allerdings, wie man «wartet hatte, bei Anbntch der Nacht zu feinem Schmause zurück und es mußte ein wütinder Kampf zwischen ihm und dem Stiere stattgesunden haben, den« man sand am nächsten Morgen neben der toten Kuh einen sehr große» toten Tiger, der vielfach durchbohrt war. Sin großer Tell dieser Wunde« mutte ihm nach seiner Tötung beigebracht worden sei«, den« di« Wut deS Stieres hatte fich bei Tagesanbruch noch keineswegs vermindert. Der Sieg« kehrte von I Zk t zu Zeit immer wieder zu dem gefallene« Feinde zurück und durchbohrte und durchstieß ihn in verzweifelter Wut auf« neue mit seine» Hörner«. Ab« auch der Stier war mit neuen Wunden bedeckt; man durfte eS jedoch nicht wagen, fich ihm zu nähern, und erst als er «ach dem Flusse ging, nm fich zu «frischen, was ihm sehr nölig war, konnte man ihm den Laffo über, werfen und feine Wunden schließe«, was größten- teils durch Zunähe« geschehen mußte. Der Stier behielt j-doch eine so -roße Vorliebe für den Gebrauch seiner Hörner, daß fie ihm leider bald wieder abgestumpft w-rdrn mußte».

Aerd-ro Lt»«»ersatio»s-L«xtLo». Dritte Auflage.

Reich illustriert du ch Textabbildungen, Tafel» vnd Karte». 160 Hefte zu 50 Pf oder acht Bände geb. in Halbfranz zu 12 Mk. 50 Psg. Monatlich erscheine« zwei bis drei Hefte. Frei« bürg, Herdrrsch? Brrla-shanvlung.

Soeben ist erschienen:

Heft 26: Creidiff bis CaruS. Mil 15 Textbildern.

Heft 26 bestreitet einen großen Teil deS Buch, staben- E., der als solcher eine Sigr-atur außerdeutscher Stoffe bildet. Eine «roße Reihe kiichergeschtchtltch be­deutsamer Persönlichkeiten wandelt bei Lektüre dieses Hefte« vor unserem geistigen Luge uotüb.r, vor allem der erste deutsche Jesuit, Petrus Canifius, der Wieder- Hersteller deS katholische» Glaubens in unserem deutschen Vaterlaude. Dieselbe sturmbewegte Zeit vertritt Kar­dinal Lajrtan, der Mahner Luthers und Bater der Armen, die spanische« Dominikaner Melchior LanuS und BarthoromäuS Carranza, später Erzbischof von Toledo. Eozialvolitisch bemerkenswert ist ein anderer Dominikaner, der Italiener Thomas Campanella; un­ruhiger Kopf, 27 Jahre im Kerker alS Verschwörer gegen Spaniens Herrschaft in Unteritalien, dann mehrere Jahre in Haft zu Rom und endlich von Urban VIII. bt Freiheit gesetzt, hing er in Pari? feinen politisch-philo­sophischen Ideen «ach, die er i» seinem „Lonuenüaat" zu einem Bilde deS kommunistischen ZukunftSstaatS zu- fammenfaßte. AuS der Zeit der Reformen deS 16. Jahrhunderts leuchtet heröor die Gestalt des Kardinal- Domenico Lapranicr, mit vollstem Recht .einer der edelsten, gelehrteste» und wohltätigsten Prälaten seiner i Zeit' genannt. Dan« fei de- Jesuiten Lampion, de- MärlprerS unter Elisabeth, gedacht, der f-r sei« mit unsäglicher Aufopferung verbundene- geheime- seelsorg. lichr- Wirke« unter de« englischen Katholiken rin Opfer dieser Königin und ihrer Henkersknechte wurde. Bon Urheker» oder Anhänger» der Neuerung behandelt Heft 26 Lalvtn, den finstern Diktator Genfs, -und den brandenburgischen Kriminalisten Carpzov, drm man die Verurteilung tausender unglücklicher Hexe» zuschreibt. De» literarischen Ruhm der Pyrenäenhalbinsel ver­künden die Namen Laldero» und EamornS, devjenieen der Aprninnenhalbiufel der Name Cesare Eantu, deffe» historische Darstellung gerecht gewürdigt wird. LlS seltene« Linguisten finde« wir den Jesuiten Ealmette, der eine christliche Sittenlehre in SanSkrit verfaßte. Stichwörter wie Captiei, LahenSlyiSmuS, Lariam regen die Erinnerung an innerpolitische, «ationalpolitische und kirch,»politische Kämpfe an.

I folgung ber Fährte wurde durch kleine vorar- zehende Hunde «leichtert.

Die Fährte war drei oder vier Meter breit und zeigte, eine» {teilen Abhang hinanfführend, die Sparen eines heftigen Kampfes und auf dem Gipfel deS Hügel-, über welchem viele Geier sich drehten, fand man die beiden Ochsen, von welchem der eine tot, zerfleischt und zum Teil schon aufgezehrt, der andere aber noch unverletzt war, und daS lebendige Tier war es wahrschein­lich gewesen, welches die Geier bis jetzt ver­hindert hatte, seinen toten Gefährten vollends zu verzehre«. Von der Stelle, wo der Ochse geiöttt worden war, bis zu dem Gipfel des Hügels mußte wenigstens eine Entfernung von einer Viertelstunde fein und dennoch war nur die Spur eines einzige» Panthers zu entdecken — große schwerfällige Fußstapfen. Anf dem Gipfel deS Berges zeigten fich noch zwei andere Spuren, di- jedenfalls vo« dem Weibchen und dem Jungen oder „Kachorro", wie man eS nennt, h-rrührten. Welche erstaunliche Kraft mußte daS Männchen an gewendet haben, um de« Ochsen, welchen -S getötet, und mit diesem zugleich deffe» lebendigen Gefährten, welcher fich, wie die Spur zeigte, dem wilde» Führer widersetzt hatte, eine» so steilen Abhang hinanzuziehen.

Die kleine» Hunde wurden dann auf Fährte gewiesen, die fie flink und munter verfolgten; fie war zwar auf dem Salate-Grase ziemlich deut­lich sichtbar, würde sich aber ohne Hunde nicht so leicht habe» oerfolge« lassen. Nach einem halbstündigen Marsche erreichte man endlich den Fuß einer sandigen Höhe, wo die frische Spur nicht mehr zweifeln ließ, daß die vierfüßige« Räuber ganz in der Nähe »an». Die kleinen

, Wen« wir u»S einbilden, da- stärkere nnb geMiettere Geschlecht zu fei», so müssen wir da- auch dadurch zeige», daß wir die Frauen gut behandeln, daß wir ihnen ihre schwere Aufgab, leicht zu mache» suchen und ihnen zur Erhaltung Zr" körperliche» und geistige» Spannkraft und Me nach Kräften behilflich find. Sorge» wir «ir nicht selbst als „rohe Kerls" oder »alle Weiber" befunden werde».

Golteodieustordunrrg in Fnidn.

Sonntag, 25 Ja«. Do». */»6, 6 und 7 Uhr hl. Messen, 8 Uhr Pfarramt und Predigt, '/.IO Uhr KathÄ>ra!aMt, 11 Uhr Lhristev lehre, 12 Uhr hl. Reffe, l>/< Uhr Andacht und Christenlehre, 4 Uhr Predigt und MicharlS-B^uderschafl, 7 Uhr «»dacht in der Marienkapelle. (Mütterveiein der Dompfarret. Während der 6 Uhr - Messe Kommunion, 2*1» Uhr Predigt «nd Andacht.) — Klndtpsarrmqr b>/, Uhr hl. Messe und Predigt, 6 Uhr hl. Messe, 7 Uhr hl. Messe n»d Som- «unio» der christenlrhrpflichttgen Jungfrauen,. 8 Uhr hl. Messe mit Predigt, 9-;. Uhr Amt und Predigt, 11 und l*/i Uhr Christenlehre, 8 Uhr Michaels-Bruder­schaft. — Micharlpdirchr. 2 Uhr Predigt und Bruder­schaft von den fieben Schmerze« Marias. — Pfarr- dtrche pu» hl. Geiste, 8 Uhr Hochamt mit Predigt, 4 ULr «»dacht mit «egen. - -odaütät */.10 Uhr. Jungstaurn Kodajirät. (Fest der hl. AgneS.) 6li« und 2*/» Uhr i» der Marie» kapelle. - Dienstmädchen Kon- grrgrttiou 8'/, Uhr Andacht. — Hraurubrrg. Hl. Messe« nm 6, */»6 und 7 Uhr, 8 Uhr BruderschastSmeffe, 9 Uhr Hochamt, 2 Uhr feiet! Vesper mit sakramentalem Segen.

gebohrt und be» Panther vollkommen aufgespießt, abk mit einem einzigen Schlage seiner mächtigen Borberpfote zerbrach er die Lanze dicht an fehmn Körper so leicht, alS wäre fie ein Strohhalm ge­wesen; da man ihn aber in seinem Sprunge aufgehalten hatte und die Jäger an die Seite gesprungen waren, so konnte« fie ih» jetzt mit ziemlicher Sicherheit beobachte», da er'nicht im Stande war, fich umzuwende» »nb ihnen zu so gen. Er war keine zehn Ellen von ben Jäger» entfernt, welche die Gelegenheit benutzten, auf8

Der Seiden-Zoll

ist so niedrig, daß wir unsere Seidenstoffe zu billigsten LngroS-Preisen Porto- und zollfrei an Privat« weter- und robenweise versende». Hochmoderne Muster i« schwarz, weiß, farbig. Wundervolle Foulaidr von 96 Pf. an. Proben franko. Briefporto 20 Pf.

Seidene toff-Fabrik-Unlon

Adolf Grieder & Cie, Zürich (StÄieil).

Kgl. Hoflieferanten.