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Die Wacht des Geldes.

Kriminal-Roman von Arthur Eugen Simson.

40 ------ (Nachdruck verboten.)

Gleich darauf führte der Beamte das Dienst­mädchen ins Zimmer. Scheu und schüchtern trat es vor den Tisch, an dem der Richter saß; mit ängstlichem Blick erwartete cs die erste Frajje.

»Haben Sie keine Furcht," sagte der R.chler, nachdem er die Personalfrogm gestellt hüt«; »ich verlange nichts weiter von Ihnen, al« die wahr- hettkg'ireue Beantwortung der Fragen, die ich an Sie richten werde. Wie lange dienen Sie schon in dem Hause?"

»Seit sechs Monaten," erwiderte ssi.

»Wre war da« Verhältnis der Ehelcute zu einander und zu Herrn ©tunet?'

Die Magd hatte ihn offenbar nicht verstanden; sie sah ihn an, al« ob sie ihn fragen wolle, welche Antwort er erwarte.

»War Friede und Eintrackt, oder auch oft Zank tm H use?" fragt« der Richter.

»Hmte so, morgen so!" erwiderte das Mädchen achsüzuckend. »Gezankt haben sie sich oft mit einander."

Was war die Veranlaffurg zu dem Zrnk?" Der Herr wollte nie Geld heraurrückeu." Hatte er die Kaffe?"

Natürlich Die Frau hat oft den Schlüffe! haben wollm, aber er gab ihn ihr nicht."

Gab Herr Gruner ihm oder ihr recht?"

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FulduerMZeitung

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mit Ilnterhattungs-BeilageMßrirte Smmtags-Mung!' - p-t-rsraAc fir. i (»ermoair). «aTraw.Tsaser ^^^s-sic'-eöieeaesseim« ux m

Juk-a, Donnerstag, den 22. Januar 1903. 30. Jahrgang.

O Der Etats-Debatte dritter Tag.

eTwar zu erwarten, daß die Erregung der DikNstagS.Sitzung am Mittwoch noch nachkltngen würde: doch begann äußerlich die Sitzung in ruhiger Weise. Der Abg. Richter, welcher zuerst sprach, beschränkte stch^darauf, zu betone», daß der gestrige Vorgang kein Präzedenzfall sein dürfe und weiterhin alle« öffentliche» Kundgebun« gen des Kaisers gegenüber das Recht der Krstik zu wahren. Dabei machte er die Bemerkung, daß eS wohl noch keine Zett gegeben habe, in der e- so schwierig sei, Minister zu sein, wie heutzutage; und Graf Bülow bestätigte dies durch Kopf­nicken zur großen Heiterkeit des HauseS. Im übrigen bildete die Rede Richters eine strenge Kritik an dem Etat, den er nicht sparsam genug fand, und namentlich auch an der Zuschuß-Anleihe.

Auch der folgende Redner, Abg. v. Kar» dorff, zeigte sich, obwohl auf der Rechte« des Hauses fitzend, mit der Swinemünder Depesche und ihrerVeröffentlichung nicht einverstanden und ersuchte den Reichskanzler, dafür Sorge zu tragen, daß solche Dinge nicht mehr Vorkommen. Em- sprach erhob er auch gegen die gestern vom Kanz­ler verlesene Kaiserl. Randbemerkung über die sozialpolitisch rückständige Bourgeoisie; bei uns habe die Bourgeoiste in Landwirtschaft und In­dustrie die soziale« Lasten bereitwillig auf fich ge- nomme«. Den Schluß seiner Rede bildete eine ziemlich schwache Polemik gegen Len Bund der Landwirte und die Sozialdemokratie.

Nachdem der Abg. Schrader die «ft ge­hörten Wünsche der freifinnigen Vereinigung, wie z. B. nach direkten Rsichtsteuern, Änderung de« Börsepgesetze« usw. vorgetrage» und ebenfalls dem Reichstag das Recht ^gesprochen, fich mit den Kundgebungen de« Kaiser« zu beschäftigen, kam ein etwa« lebhafterer Ton in die Verhandlung, als der Antisemit Liebermann v. Sonnen­berg zum Worte kam, um gegenüber Ratboxff dieKüraffierstiefel" de« Bunde« der Landwirte zur Geltung zu bringe» usb den» dir allzu große Liebenswürdigkeit dr« Kanzlei« gegenüber England und den Richtempfang der Buren durch den Kaiser zu bemängeln.

Der Reichekanzler gab zunächst Herrn ». Lardorff zu, daß die bürgerlichen Klaffen die Lasten der soziale» Gesetzgebung mittragen, ab« er meinte, e« liege in der menschlichen Statur, daß e« dazu eine« Antrieb« bedürfe. Eine starke Jndividnalität de« Monarchen so antwortete er weiter dem Abg. Richter erleichtere dem Minister die Geschäfte nicht, deshalb habe er zn Richter« Worten genickt; aber eine starke Indi­vidualität der Monarchen habe doch auch ihre Vorteile. Das erkenne man im Auslande an, und auch bei uns sollte man nicht ungerecht sein gegen den großen Zug im Wesen de« Monarchen. Was man auch sagen möge: ein Philister sei der Kaiser nicht. (Große Heiterkeit) Der Kanzler wandte sich dann gegen den Abg. v. Liebermann, der unter den Achioern, von denen er gestern ge­sprochen, obenavstehe. (Stürmische Heiterkeit.) Dewet habe die Bedingungen de« Empfang« ur­sprünglich angenommen, hinterher erst hätten die Generäle ihren Sinn geändert.Wir werfen un« niemand an den Kopf, aber man braucht die Ge­schäfte (gegenüber England), nicht gleich mit

schlechte» Manieren zu führen." Chauvinismus fei nicht Pattiotismus. Wir wollen nirgend» dar Aschenbrödel, aber auch nicht den Großsprecher spielen, sondern d«ruhige und feste Mann fei», der ohne Provokation und ohne Maulhelden­tum sich und die Seinigen schütze. Da« Hau« zollte diese» gute« Grundsätzen lebhaften Beifall. Ob aber diese Grundsätze auch immer wirklich be­folgt worden find? Mau denke a» dieHumen- Rede" und a» dirgepanzerte Faust"!

Am Do«ner«tag wird, wie man hört, Herr Bebel noch einmal versuchen, bie anläßlich des Falle« Krupp gehattene» Kaiserrede» gegen die Sozialdemokratie zu beantworten. Uebrigen« «ollen die Sozialdemokraten, die gestern an der Spitze de« ,Sor«ärt«' eine Erklärung gegen de» Präsidenten de» Reichsiaa« veröffentlicht haben, die Angelegenhett in 31 Volksversamm­lungen erörtern, die am Donnerstag Abend in Berlin stattfinden solle«.

r Deuts c

Berlin, 21. Januar 1908.

-j- Der Kaiser hatte am Dienstag und Mittwoch Bespcechunge» mit dem R e i ch s ka »z l e r. Angesichts der Debatten im Reichstage kann man fich denken, worüber.

X ,»Kroße« Anklang" soll, wie die Münchener .Allgemeine Ztg.' versichert, dis Er­widerung deS Reichskanzlers aus die Aus­führungen Dr. Schädlers zur Gwinemünder Depesche auch am bayerischen Hofe gefunden habenwegen ihrer rückhaltlosen Offenheit und wahrheitsgetreue* Darlegung der ganzen Ange- legenhrit." Wer lacht da? Bst welchem Hof­lakaien hat denn die .Allgemeine Ztg.' ihre Informationen eingeholt? Oder foBie sie de» Hof mit dem Ministerhotel deS Grafen Crails­heim verwechsel»? Der muckst freilich nicht, wenn von Berlin etwas fich vernehmen läßt!

X Ii-grlSe" Ueeffe t» K«gla«d «»d Amerika hetzt unermüdlich gegen Deutsch­land- Fast Tag für Tag plage» fich die deutschen Offiziösen in Berlin und Köln, um die unauf­hörlichen Lügen jener Hetzpresse über angebliche dunkle Pläne Deutschlands zu widerlege». Deutsch- la»d wolle die französischen Rechte auf den PanamakaMl erwerben, wolle ein; Marinestation in Amerika fich aneignen, wolle venezolanisches Gebiet angreifen usw. das find einige der letzte» Lügen, denen die ,KSl». Ztg.' energisch entgegentritt. Der Reichskanzler meinte am Dienstag im Reichstag, die unfreundliche Haltung der deutschen Presse gegen England s i an diesen Hetzereien schuld, daS ist grundfalsch. Diegel­ben" Blätter haben längst vor dem BMnkrirg, der die deutsche Presse veranlaßte, die gerechte Sache der Bure» gegen England zu verteidigen, schon immer fortgesetzt und gelogen, daß sich die Balken bogen. Die Feindschaft dieser eng­lischen Blätter hat ganz andere Ursachen; fie ist vor allem durch den Neid daher wohl auch ihregelbe Farbe? wegen des aufstrebende»

Immer bet Madame."

Dana lebten auch wohl die beiden Schwäger nicht in Frieden?'

Ncht immer, namerttlich in der letzt?» Zeit nicht. Einmal habe tch^zehört, daß er es von seinem Schwager forderte, ober er mußte ihm mit alten Geschichten drohe», ehr er es bekam."

WaS waren dar für Geschichte?"

Ich hadS nickt erfahren können, aber schlimme Sachen mßffen ei gewesen sein, denn der Herr sprach k.in Wort mehr. Ein paar Tage später sagte er zu seiner Frau, der Mensch müffe auS dem Hause; et fei so unverschämt frech ge­worden, weil, er zu viel wiffe."

Und was erwiderte Madame darauf?"

Sie riet immer zum Frieden."

Sie stand also auf der Seite ihre« Bruders, wen» Herr Gruner sich mit seinem Schwager entzwei«, ?"

Doch nicht immer," sagte da- Mädchen, oft zankte sie fich selbst auch mit dem Bruder, aber daS hatte wenig auf fich."

Erinnern Sie fich deS Herrn und der Dame, die vorgestern hier zu Besuch waren?"

Gewiß. Madame sagte mir, fie würden bi« Abend bleibe», ab« fie gingen schon am Nachmittag, und kaum waren fie fort, so brach hier das Gewitter los. Der Herr sollte falsch gespielt haben, aber er wollte daS gewonnene Geld nicht mehr herauSgeben, und mit sagte er spät«, wenn er jetzt abreise, bann komme er niemals wieder."

Und »an» sagte et Ihnen daS?" fragte der Richter rasch.

Am Abend, als er seins Reisetasche packte. Er schellte und forderte ein Glas Mass«; als ich eS brachte, fragte et mich, ob ich einen Bries schreiben könne. Natürlich kann ich da», und da sagte er mit, wenn ich recht scharf aufpsssm und ihm alles, was hier Vorfälle, schreiben wolle, dann solle es mein Schaden nicht fei». Er wolle in der Ncchi abreife», und er traue seinem Schwager nicht; er fürchte, daß Herr Gruner Madame betrüge* werde."

Gaben Sie ihm das Versprechen?"

DaS Mädchen nickte bejahend.

Und Sie empfingen Geld von ihm?"

Er gab mir ein Goldstück; später aber sollte ich noch mehr erhalten."

Sahen Sie, daß er Geld einpackte?"

Ein ganzer Hausen von Bankaoten und Grldrolleu lag auf dem Tisch."

Packte er dsS Geld i» die Reisetasche?"

Nein, dafür hatte er eine besondere kleine Tasche, die er umding."

Und als er daS Haus verließ, trug er die Tasche?"

Versteht sich; sein G.ld ließ er gewiß nicht zurück."

Der Richter machte eine Pause; diese Be­hauptung der Zeugin widersprach den Aussagen Gruners und der W.ltwe; beide wollten die Tasche nicht gesehen haben und von dem Gilde nicht« wissen.

Sie wisse» daS ganz genau?" fragte er. Haben Sie mit eigenen Auge» gesehen, daß er eine mit Geld gefüllte Tasche trug?"

Daß ihm die Tasche über dir Schulter hing,

wirtschaftlichen Wettbewerbs Deutschlands auf dem Weltmärkte verursacht, dann durch den Zorn Über die Kräftigung der deutschen Seemacht und die ersolgllichen Versuche Deutschlands, auch jen­seits der Meere eine der Bedeutung seines Handels entsprechende Stellung zu erlange», verursacht. Gewiß find auch unsere Alldeutsche» bte Achivet", die der Kanzler zunächst im Auge hatte vielfach schuld an dem Mißtraue» des AaS- landeS, aber die Hauptursache der englischen Feindschaft find jene, welche wir vorhin kurz be- zeichnet. Darum hegen wir auch nicht die geringste Hoffnung, daß die Liebenswürdigkeiten deS Kaisers gegen England dort auf die Dauer eine bessere Stimmung gegen Deutschland bewirken werde».

X Ratio«aMö-»ate Heuchelei war ei, alS man vor Entrüstung überschäumte über die Münchener Wahlabmachung zwischen dem Zen­trum und den Sozialdemokraten. Wie oft sind schon Nationalliberale und Sozialdemokraten zu­sammengegangen! Auch sitzt wieder waren diese Parteien nebst de» Demokraten brüderlich vereint, um in der badische» Stadt Offenburg das Zrnrrum aus dem Sattel zu heben. Früher gingen sie getrennt vor, und die Demokraten ginge» sogar meistens mit dem Zentrum. Dieses, auf sich allein angewiesen gegen drei verbündete Gegner, konnte natürlich nicht siege», aber eS unterlag ehrenvoll: es blieb nur um etwa ICC Stimmen hinter den drei vereinigten Gegen- Parteien zurück! Den LöNenanteil tragen die Sozialdemokraten davon mit Unterstützung derselben Nationaüiberalen, die heuchlerisch die Augen verdrehe», wenn ein anderer die Sozial­demokraten nur einmal nicht ganz unfreundlich anschaut. Uad doch verlangen sie, daß im Lande Baden der Großherzog fich lediglich nach ihren Wünsche» zu richten habe!

+ M-ge« K-r-idrgmrs derHst- «rankere-Arrei«»" wurde am Dienstag Pro­fessor Delbrück, H-raMgeber der .Preußischen Jahrbücher', zu 800 Mark Geldstrafe verurteilt. Er hatte behauptet, durch den Hakattsmus werde ein Spionage- und Denunziersystem großgezoge«. DaS sei.nicht deriköar", Minte daS Gericht I!!

+ Girre Novelle z»m Kr»»ke»st«ffe«- ßesetz würde kürzlich schon augeküadigt. Jetzt wird tm ,Berl. T-rgebl.' darüber weiter mitgeteilt, daß die Nsvellr die Krankenunterstützung aus 26 Wochen ausdehnen will, sodaß fie gleich an die erste Jnvalttenunterstützung Anschluß er­halten würde. (Sie Unterstützungrdauer nach einer Entbindung soll auf 6 Wochen erhöht werden.) Ferner soll da« Verbot der Gewährung von Krankenunterstützungru bei Geschlechttkrankhetten in Wegfall kommen.

-f-Aerch»tasLSanhida1»r-«. Die kon ser- vattve Partei Berlins wird bei den kommen­den Rrichstagswahlen in allen 6 Wahlkreisen eigene Kandidaten aufstellen. Bei den letzten Wahlen bestand einnationales" Kartell, dem Antisemiten und Christlich-Soziale anje« hörten. Dieses Kartell soll aber nicht erneuet werden. Bei Ausstellung der Kandidaten roll man jedoch die Wünsche der be* Konservativen befreundete» Parteikreise berücksichtigen. Die Meldung einer Aufstellung dcS Prof. v. Merck« stern im 2. Wahlkreise bestätigt sich nicht, der Parteirat der Konservative» hat Überhaupt noch

kettle» Kandidaten ncminirt. Die frei - innige BolkSpartei wird ttn erste» Ber- inet Wahlkreise an Stelle deS Stadtverordnete». Vorsteher» Dr. Langerhan« den Stadtrctt Kaempf, Präsidenten der Asltesten der Kauf- mannfchaft auf stellen. Von anderer Seite ver­lautet jedoch, daß der greife Dr. LangerhanS e n Mandat wieder annehmen möchte. Die freifinnige Volkspartei stellt ferner im Wahl- kreise Jerichow de» Lehrer Merten aus Berlin, im Wahlkre.se Zauch-Belzig-GSterbos- Luckenwalde de» StadtverordnetenPrrls a»8 Berlin auf. Die Nationalliberalen werden heftige Kämpfe mit dem Bunde der Landwirte auSzufechten haben. Dieser stellt in der Pfalz überall Kandidaten aar, darunter tti Kaiserslautern - Kirchheimbolanden die bis­herigen «bgg. Dr.Röficke und Lichtenberger, welch letzterer sitzt der nationaBiberalen Fraktion ange­hört, aber verpflichtet werde» soll, dieser uichst mehr beizutreten! Dieselbe Verpflichtung soll bet Guttbesihrr Martin in Standenbühl aus sich nehmen, der im Wahlkreise Homburg-Kusel aus­gestellt wird. Es bleibt abzuwarten, ob die Nationalliberale» ttotzoern die Herren Lichten­berger und Matti« wählen. Auch im Wahl­kreise Karlsruhe-Bruchsal will der Bund der Lmdwttte selbständig votgehen; et hofft den gräflich DouM'schen Domänendirektor Hoff­mann zur Annahme der Kandidatur bewege» zu können. Die Antisemiten haben im zweite» hamburgischen Wahlkreise den Quaiarbei- ter Earbel, Vorsitzender bet gewerkschaft­lichen Vereinigung der Qaaiarbeit-r, und im Wahlkreise Altona den Abg. Raab als Kandidaten ausgestellt. Für die den Antisemiten nahestehen­den Christlich-Soziale» sollte im Wahlkreise Eschroegr-Witzenhausen-Echmalkalden ihr Partesi sekreiät Dr. G. Burckhardt kandidiere», er ist aber zurückeetrettn, nachdem die Konservative», aus deren Stimmen man gerechnet hatte, an» anscheinend an dem bisherigen frrikonservative» Abg. v. Christen festhalten wollen.

+ Bte NudserLommissto» des ASK-- 0$b*efe*8»»fe* hat am Mittwoch ihre Be- ratungen begonnen. Die Beratung beginnt mit dem Etat derDomSnenverroaltung. Die Einnahme beträgt hier 26.696.270 Mk. (mehr gegen das Vorjahr 746.500 Mk), die dauernde» Ausgaben belaufen fich auf 7,133.140 Mk. (mehr gegen das Vorjahr 333,270 Mk ). Die ein- maligen und außerordentliche» Ausgabe» auf 4 990,000 Mk. (mehr geae» da« Vorjahr 2,694 600 Mk ), es bleibt »Ahin ein Ueberschuß von 14 573,130 Mk. (gegen daS Vorjahr 2 280,770 Mk. weniger). In de» einmaligen Ausgaben werden u. a. gefordert zu verzinsliche» Beihilfen zur Ausführung von M e li o t a t io nen, insbesondere SDtainlrungen auf Domonialgrund- besttz, zur Vermehrung und Verbesserung von Arbeiterwohnuugen, zur Erwerbung von Domänen, zur Herstellung elektrischer An- lagen auf Domänen für landwirtschaftliche Br- triebszwrckr zusammen 1,550,000 Mk., zum An­kauf derKönig Wilhelms felserquellen" in EmS 2.070.000 Mk., zu fiskalische» Weinbergs- anlagen in der Saat-, Wpsel« und R a h e g e g e n d 319,000 M?., zu LmdgewimmngS- arbeiten an bet ostftiestschrn Küste und im Re«

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hebe ich gesehen, und daß sie voll Geld «ar, läßt fich denken."

Et hatte wohl etwas viel getrunken?"

Er trank ven oanzen Abend; Herr Gruner ließ eine Flasche Wein nach der andern komme«."

Trank Herr Gruner ebenso viel?"

Nrin; er war nachher noch ganz nüchtern." Und Herr Griesheim hatte einen Rausch?" Ich kannS nicht anders sage»; er ging sehr unfichet, und man sah eS ihm au, daß er fich darüber ärgerte."

Können Sie ganz genau angeben, wann et daS HauS verließ?" , ,

Auf die Minute nicht, sS war »ach 11 Uhr; Herr Gruner meinte, sie würde» kaum »sch früh genug kommen."

Nahm Herr Gruner einen Stock mit?"

Er trug die Reisetasche."

Und einen Stock?"

Ich habe keinen gesehen."

Wie lange dauerte es, bis Gruner zurückkam?"

DaS weiß ich wirklich nicht. Als die beide» fort waren, befahl Madame mer, zu Bett zu gehe». Herr Gruner hatte eine» Hausschlüssel; auf tim brauchte man nie zu warten, er konnte jederzeit aus- und eingehrn."

Iber Madame wartete auf ihn?"

Das kann fein."

Wo liegt Ihr Schlaf,immer?"

Oben unter dem Dache."

Können Sie dort nicht höre», wa! im Hause votgeht?"

Nein. Ich wat auch zn müdr an dem Abend uad schlief bald ein."