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30. Jahrgang.

Jutta, Mittwoch, dm 14. Januar 1903

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»« mb» Verlag »-, Saliotr »cttninterrt Detmeege Rr. S

»«entwortli«»: S«» Mt N«»akti«x J»f. S-xm. fgr Inserate I.p-rzesle» in S-lda.

auch in bex Zetten ungünstiger Abschlüsse mit der be- trtebSficherex Ausgestaltung der Stsenbahxaxlagen und btt regelmäßigen Ergänzung btS Fuhrparks nicht zurückzubleiben. Die BewMgung der hierzu erforberlichen Mittel wird bie StaatSregieru», zugleich in den Stand egen, die Arbeitsgelegenheit im Lande zu vermehren. Zum Ausbau btl Staxtseisex- bahnsystemS durch Erwerb xrrhrerer Privateisex­bahnen, zur Erweiterung beS StaatSbahnnetzeS unb zur Förderung der Kletudahnunternehmungen find größere Mittel vorgesehen.

DerBerbeflerung der WohnxxgSvrrhältxisse der ix den staatlichen Betriebex beschüftigteu Arbeiter und der gering besoldeten Beamten ist mit Ihrer Zustimmun g wiederholt besondere Fürsorge ge­widmet worben. Da daS Bedürfnis xnorränbrrt fort- besteht, wirb von Ihnen in einem neuen Gesetzentwurf ein weiterer Kredit zu gleichem Zwecke erbeten «erden. Fm Interesse der Förderung der allgemeinen BolkSgesuxbheit wird Jhxen alSbald ein »esetz- entwur, zxgehen, um daS Reichsgesetz bett, bi» Be­kämpfung gemeiugefühtlichet Krankheiten innerhalb deS preußischen Staates zur Ausführung zu bringen. Der im votigen Jahre nicht zur Berabschie- bun, gelangte Gesetzentwurf über die Befihi- gung für den höheren BerwaltungSdirnst wirb Ihnen in etwa? verLnderter Gestalt wieber vor- gelegt werben. Ihre Zus immung wird ferner zu einem Gesetz über bie Bildung kirchlicher HilfSfonbS für katholische Pfarrgemeinden erbeten werben.

Meine Herren! Auch in bet bevorstehenden Tagung find Eie zu wichtigen Arbeiten berufen. Mögen dieselbe» dem »aterlande zum Segen gereichen! Auf Befehl 6t. Majestät bei Kaisers und Königs erkläre ich den Land­tag der Monarchie für eröffnet!

Dir Thronrede würbe schweigend angehört. Nach einem Hoch auf den König, au,gebracht vom Präsidenten Fürst zu Wied, ging die Versamm- lung auseinander.

» Die Eröffnung des preußische« Landtags

Dogtofl sich am Dienstag ganz dem Herkommen gemäß mittags nach 12 Uhr im Weißen Saale deS Königlichen Schloffes, und zwar in einfachen Formen, da der König und der Hof fehlten. Der Feierlichkeit war ein Gottesdienst für die katholischen Mitglieder in der St. HedwigSktrche, für die evangelischen Mitglieder in der Dom- Jnterimrkirche oorhergegangen. Der Weiße Vaal in seinem neuen prunkvollem Gewände erweckte daS lebhafte Interesse der 200 bis 250 erschienenen Mitglieder beider Häuser dek Landtags.

Nachdem die Minister dem Dienstalter nach ausmarschiert waren, verlas der Ministerpi äfident Graf Bülow die solgende Thronrede:

Erlauchte, ebte und geehrte Herren von beiden Häusern beS LaubtagS! Seine Majestät bet Kaiser und König haben mich mit bet Eröffnung beS Lanb- tagS der Monarchie zu beauftragen geruht. Diebevor- stehenbe Tagung ist bie letzte einer arbeitsreiche» LegiS- latmperiobe. Die Ihne» zu unterbreitenben Vorlagen beschränke» sichbeShalb auf notwendige unb un­aufschiebbare Maßnahme«.

Schon bei Ihrer letzte« Berufung ist auf bie wenig befriedigende Gestaltung der Finanzlage des Staates hingewiefen worden. Die Rechnung des JahreS 1901 hat mit einem Fehlbeträge von rund 871/. Millionen Mark abgeschlossen. Auch für daS laufende EtatSjahr wird »ach den bisherigen Ergebnissen rin wesentlich günstigerer Abschluß nicht erwartet «erben können. Zwar ist in de., letzten Monaten im Verkehr aus den StaatSeisenbahnen eine geringe Steigerung eingetreten, doch wird bet Reinetttag hinter dem Bor- anschlag erheblich zurückbleiben. Der Entwurf bei StaatShauShaltSetatS für 1903 wird Ihnen alSbalb vorgelegt «erden. Trotz der vorsichtigen und sparsamen Bemeffung bet Ausgaben in allen Zweige» bet Staatsverwaltung hat eS sich nicht vermeiden lassen, gut Herstellung deS Gleichgewichts de» StaatSkredit in beträchtlicher Höhe ix Axspruch zu nehmen. Diese unerwünschte Erscheinung hat ihren Grund darin, daß infolge der Schwierigkeiten, mit denen feit Jahre« die Landwirtschaft und in letzter Zeit auch Handel unb Industrie zu kämpfen habe«, bei einem Teile der Be­triebsverwaltungen auch für daS Jahr 1903 mit eine« weitere« Rückgänge bet Ueberfchüffe gerechnet wetbex «ruß

Die zeitwellige Finanzlage hat jedoch nicht dahin führen können, Ausgaben zurückzustellen, bie im poli­tischen unb wirtschaftlicher, Interesse dringend geboten sind. Hierunter fallen die erheblichen Mittel, welche bie StaatSregieru«, in Fortführung ihrer auf de» Schutz des Deutschtums in de« Oftmarke« unb aus deren wirtschaftliche Stärkung gerichteten Politik von Ihne« erbittet. Auch soll den in diese« Lander­teilen wirkenden mittleren und unteren Be­amte«, sowie den Lehret» an de» öffentliche« BolkSschulen die in AuSstcht gestellte Zulage ge- «ährt werde«. Po« wirtschaftlichen, wie vom Stand- punkt einer fürsorgexdex Finanzpolitik erschien »8 ferner nicht ratsam, den große« Betriebsverwaltungen bie Mittel zu versage«, die ,« einer ordnungsmäßigen Ergänzung ihrer Einrichtung« erforderlich find. Ra- mentlich erachtet es die StaatSregierung für ihre Pflicht,

Erscheint täglich- «. Ausnahme der

*"SFä und Bestellgeld IN ««Iba und aus» ^SlMSOPf.

Inserate: Die ein­spaltige Peri' zeile oder deren Rauml8Pfg.,Re- klamen die Petit- zeile 25 Pfg.; bei Wiederholungen wird entsprechend. Rabatt gewährt.

Die Wacht des Geldes.

Kriminal-Roman von Arthur Buge« Simsen.

98 ------ (Nachdruck verboten.)

Nachdem Sie diese Dame insultiert haben, find Sie Richt bei echtigt, danach zu fragen.

Diese Antwort kann mir jeder Lump gebe«! rief Gruner in maßloser Wut.Scheren Sie fich ihrer Wege, wir find hier auf neutrale« Boden*

Es wäre Torheit, hier noch ein Wort zu verlieren", wandte fich der Fremde zu Theodore, die ihn mit sichtbarer Ueberraschmig betrachtete; der Herr bezeichnet fich durch seine Worte selbs; al» unverschämter Flegel*

Dafür werden Sie mir Genugtuung geben I* fuhr Gruner auf.

Genugtuung? wiederholte der Fremde ver­ächtlich, während er fein Portefeuille au» der Tasche holte.Sollten Sie wirklich den Mut be­sitzen, mich zu fordern? Hier ist meine Karte; ich wohne imSchweizerhof in Luzern und werde morgen dort zu sprechen sein.

Gr wandte ihm de« Röcken und bot der jungen Dame den Arm.

Friedrich Hagen, Premier-Leutnant", las Gruner so laut, daß Theodore jede« Wort ver­stehe« konnte. »Wir werden un« Wiedersehen, Herr Leutnant; den Ruhm, der Ritter dieser Dame zu fein, gönne ich Ihnen gern.

Dem Bruder Paula« stieg da« Blut heiß in die Stirn; e« war ihm nicht möglich, diese grobe Beleidigung mit Schweiß« zu übergehen.

halten könnte. Ich kam heute Morgen vom Riß und fuhr mit dem Dampfer zuerst nach glürlen, um den Bierwaldstetter See kennen zu lernen und von dort «ach Brunnen, wo ich Sie in Ihrem Hotel sofort aufsuchte."

Paula hat Sie zu mir geschickt?^

Ja und nein. Ich wußte, daß Sie und Ihr Herr Later in Brunnen waren und würde schon aus alter Freundschaft Ihnen meine Aufwartung gemacht haben; nun aber habe ich doppelten Grund dazu.

Sie blickte fragend zu ihm aus; er strich sich mit der Hand über den blonden Bollbart, als ob er seine Verlegenheit verbergen wollte.

Welchen Zweck hatte Ihre Reise?" forschte sie.

Ich werde Ihnen das sogleich sagen, e.w angenehmer Zweck ist eS nicht.

Sie befanden fich in dem Garten de« Hotels und schritten nun rasch auf den Tisch zu, au dem Hallstadt saß.

Mit wenigen Worten berichtete Theodore daS Dorgrfallene; der alte Herr konnte nicht verheh­len, daß der Haß GrunerS ihm ernste Besorgnisse einflöße, er drängte zum Aufbruch; unten in Brunnen ließ fich das alles ruhiger und uuge- störter besprechen.

Der Abend brach schon an, al» die kleine Ge­sellschaft in der Hotelwohnm g HallstädtS anlangte; unterwegs war Friedrich über die früheren Er- eiguiffr genauer unterrichtet worden.

Er faß dem Mädchen gegenüber- voll ängst- licher Erwartung ruhten ihre fieberhaft glühenden Augen auf ihm.

WaS werden Sie nun tun? fragte fie. Werden Sie ihn wkvich empfangen, wenn er

sponbe», für antisemitische, lanbbüxblerische ««b all devtsche(!) Blätter heraus,tbt, bet» engere« Vorstand beS Bunde» ein B-rirauenSvotum.

11. Januar. In Salz webe! gibt ei«, koxser. »ative Bersammluxg be» konservativen Abgevrbueten. bie für be» Antrag Karborff gestimmt habe«, ihr volle! «»trauen kxnb. Herr v. »röcher erklärt in biefee Lerfammlux», er werbe fich unter alle nttmstäxb en, nötigenfalls selbst als ReichstagSkaxbibat aufstellm gehe« bex Bund der Landwirt«.

12. Januar. In Breslau hinwieder «teilt btr chlestsche Provinzialversamnllux, des Bunde» der Land- wirthe be« Buxdesvorftsnd ein Vertrauensvotum. Herr von Waxgexheim erklärt, ffir Na!io«alliberale unb Reichsparteller könne ber Bund bei Stichwahlen nut bann eintreten, wenn fie fich verpflichte«, nicht in ihr« Parier eixzMrete», also wllb zu bleiben. Da» Z e«träne oleibe lebensfähig xur, wenn tS fich staatSerhaltenb unb agrarfreuxdlich erweise. Die Zentrumsleitung «» bie Zextrumsprefse handle vielfach ander». (Unwahr h Der Bund müffe staatSerbaltenb und konservativ bleiben, aber er sei keine Wahlmaschine für eine pmi- iische Partei, es sei zu scheibe« »wische« der konservative« Sache unb einzelne« Personen. (»Wer nicht pariert, ber fliegt!' D. Red.l Der Herzog von Ratibor tritt auS oe« Bnnbe an», well dies« fegen bie ReichSpartei Stellung genommen.

* Mo» d-m Zrechlsstttdium g<w«ntf werben dir zu Ostern von den Gymnasien ao- gehenden Abiturienten. In allen deutsch« Justizverwaltung«, insbesondere auch in der preußischen, werde eS libhaft beklagt, daß fich fortgesetzt eine zu dem vorhandenen Bedarf ganz außer Verhältnis st-heide Zahl von Gymnafial- abtturienten dem juristische« Studium zuw«de. Die AuSfichten auf fichere und feste Anstellung im Staatsdienste feien auf Jahre hinaus um fe schlechter, als infolge der andauernd« wirt- fchaftlichku Krise auch im Handel und i« der Industrie die Nachfrage nach juristisch« Kräft« erheblich nachgelassen habe, uib eine Aenderuug hierin sobald nicht zu erwarten fei. In dar Rechtsanwaltschaft sieht er natürlich nicht bester auS. Hier kann schon längst förmlich von einem Proletariat gesprochen werb«. Verhältnismäßig die beste» AuSstcht« soll eben daS höhere Lehrfach biet«, das jedenfalls nicht so über­setzt sei, wie daS juristische. Aber freilich: h«te gibt «S nicht wenige, denen das Sehrfach nicht sofein erscheint, wie die Jurisprudenz.

* Kur ASsteSuu« von polizeiliche» Miß­griffen Hal der Minister oeS Inner» eine Verfügung an alle preußischen Polizeibehör- den erlaßen, in der eS heißt: «Die eingehenden Untersuchungen über Fälle polizeilichen Eiaschrei- ten», welche in der letzt« Zeit die Oeffentlichkeit lebhaft erregt haben und auch in der Sitzung M Reichstags vom 22. November 1902 zur Sprach? gekommen sind, hab« ergeben, daß doch bebauer- licher Weife seitens verschiedener und nicht nur der untersten Polizeiorgane eine Reihe von Miß­griffen vorgekomme» ist, die fich nicht aut­sch ul di gen laste». Ich habe den Eindruck ge- wannen, daß sicht überall eine genügende Be­lehrung und Beaufsichtigung der unter« Polizei­organe durch die Vorgesetzte» stattstndet und daß diesem Umstande eine A; zahl der in der letzten Zeit vorgekomm«« Mißgriffs zuzuschreib« ist. Ausgabe ber Vorgesetzten ist eS, nicht »urdarcf Bedacht zu nehmen, daß be» untergebene» Poliz beamt« die von ihnen zu handhabende» gesetz­liche» Bestimmuugen bekannt find, saß ihnen d < praktische Anwendung ke.re Schwierigkeiten b - morgen zu J^re» kommt? Und welches Result t wird dieser Besuch hab«?

Deshalb brunrohiae Dich nicht, sagte d r Vater, all Friedrich mit der Antwort zöger!- ; mit einem solch« Schurke« macht ei» Ehrenmai n kurze» Prozeß. Gruner gehört nicht zu de» Leut - -, die Senngtuung für eine B leidigu»g forte n dürfen.

Ist das auch Ihre Mein»««? wandle Theodore fich wieder zu Fr.edrich, der, in Nac > denke» versunken, au den Spitz« feines Bart:S drehte.

Gewiß, nickte er,aber eine bestimmte Antwort kann ich Ihnen auf Ihre Frage nicht geben. In solchen Fäll« ist ost der Augenblick entscheidend; Sie dürfen indes die feste Sebcr- zeuguuq hege», daß nur die Gebote der Ehre mein Handel» bestimmen werden.

Ich war eine Törin, daß ich diese« Mann durch eine Stalle täuschen wollte, die mir selbst gefährlich werde» mußte.

Sagte ich es Dir «icht voraus? errettet ie Hallstäet achselzuckend.

Und war eS Torheit, so lag chr doch ei» " guter Zweck zu Grunde, sagte Friedrich; ,i» {einem Falle aber ist zu entschuldig«, daß Srurer die Dame insultierte.

Ich »erde ihn verhaften laff«, fuhr der alte H-rr aus, i« dessen Innerem der Zor« wieder jäh aufloderte.Mckstcht« habe ich nun Mae mehr zu Kornett!

Unb welche Anklage woll« Sie geg« ibn erheben? fragte der Premierleutnont.A>S Ihr« Mitteilungen entnehme ich, daß Sie all« dingS eine Waffe gegen SrieSheim befitz«, ab-r

besonders wertvoll, daß bei den, Verhandlungen am 5. Mai v. I. eine Ergänzung dieser Für. sorge durch Schaffung von Zufluchtsstätten für unheilbare Krönte und durch Unterstützung ber Familienmitglieder der in Hellstätten aufgenmn- menen Kranken nachdrücklich gefordert morde» ist. Ebenso großes Interesse beansprucht der zweite Verha»dlu»gSgeg«sta»dErbbaurecht und Ar- bellerwohnungen. Wenn die Verhandlungen auch »tcht zu einer Einigung über die umstrittene Frage geführt haben, ob und inwieweit von der Verwertung d S Erbbaurechts ei» wesentlicher Erfolg für die Wohnungssürfsrge zu erwarten sei, so Haden sie doch zu einer Klärung der Ansichten beigetragen und damit der Anwendung des Erb- baurechts dort, wo eS mit Nutzen ber Wohnung!- sürsorge dienstbar gemacht werde« kann, die Wege ebnen helfen.

* Seit de« Kestehe» der «-«-« komme«steuer hat fich in Preußen die Zahl der Censtten, wie deren Einkommen und Steuer um etwas mehr als die Hälfte vermehrt. Die Gesamtzahl der Cenfite» stieg von 1892 bis 1902 so« 2437 886 auf 3 762047, um 54,3 Prozent, ihr steuerpflichtiges Reineinkommen von 5931 aus »016 Millionen Mark, um 51,5 Pro- zent, ihre Einkommensteuer von 124,8 auf 188 8 Millionen Mark, um 51,2 Prozent. Im gleichen Zeiträume flieg die Zahl der physischen Ein- kommensteuer-Eenfitenvon24S5 858 auf 3 759 377, ihr einkommensteuerpflichtiges Einkommen von 5704 3 Millionen auf 8559.8 Millionen Mark, ihre Steuer von 114,7 auf 170.2 Milliomn Mark. Die Zahl der nicht physische» Per- sone» erhöhte fich von 20,8 aus 2670, ihr steuerpflichtiger Einkommen von 257 auf 476.1 Millionen, ihre Steuer von 10 auf 18,6 Mill. Gegenüber 1901 sind bei den physischen Per- sonen DurchschnittSeinkommm unv «ftwer überall, insbesondere auch bei be» Cenfiten mit Etn- komme» von mehr als 3000 Mark, bei welchen fie seit 1896 biS zum Vorjahre im Steigen be» griffen waren, zurückgegange«. ES ergibt fich also, daß die ungünstig« wirtfchafttich« Ber- hältnisse der letzten Zeit einen reesenllichen «in- flaß auf die Höhe derbesseren Einkommen ausgeüdl habe». Während hiernach die Zahl der steuerpflichtig« ErwerbSgesellschafte» gegen 1901 »och nm 9 gleich 0,34 Prozent ge- stiegen ist, hat fich ihr gesamtes Einkommen um 1992790 Mark, also 0,42 Prozent, und ihre Steuersumme um 117225 Mark, d. i. 0,62 Prozent, also nicht gerade bedeutend, verringert. Dementsprechend find auch Durchschnittseinkommen und -steuer, die bei den nicht physischen Censtten in der vorangegangenen Periode bei wirtschaft­lichen Aufschwunges stark in die Höhe gegangen waren, gesunk«.

4- Wom siouser-Ltivlaubüündlerisch« Arie-osche»»Platz alle große» »»d kleinen Ereignisse zu verzeichne», wird nachgerade ei» Ding der Unmöglichkeit. Begnüg« wir uns also mit folgender chronistische» Auszählung im Tele- grarnmstil:

10. Januar. Ix R,stock erteilt eine BunbeSver- fammlung, in der sich die konservative« Abgeordneten Rettich und von Treuenfels gegenseitig bekämpfen, letzterer unterstützt von eine» Abgesandte« MEngere» Bor- siaxdes", Fritz Blrp, der in Berlin eine Zeitxngskorre-

Berlin', 13. Januar 1903

Der -teichoüauzler üSer zwei sozial- poktttsche Irage«. Der Reichskanzler Gras Bülow hat an die Zentralstelle für Arbeiterwohl- fahrtSeinrichtung«, die ihm ih e Schriften Unterbringung bedürftiger Kranken in Heilstätten, Heimstätten und Genesungs­heime« Erbbaurecht und Arbeiter- Wohnungen geschickt hat, folg«deSSchreib« gerichtet:Der Zentralstelle spreche ich für die Uebersendung bet Bor berichte und Verhandlungen der neunte» Konferenz «eine» verbindlichste» Da»k auS. Ich habe mit Interesse daraus er­sehe», daß die Konferenz die Frage der Fürsorge für unbemittelte Kranke und ein besonderes Ge­biet der Arbetterwohuunglftsge zum Gegenstand eingehender Erörterung gemacht hat. Die Rot- weudigkeit, in umfassender Weise für die Unter­bringung unbemittelter Kranker ie Heilstätte» zu sorgen, wird in »eiten Kreisen «ehr und mehr erkannt und anerkannt und ich betrachte el als

Nun noch ein Wort, und ich züchtige Eie, wie ein Bube e« verdient hat! sagte er, ihm einen flammenden Blick znschleudornd.Liegt Ihn« auch an tz« Selbstachtung nichts, so sollte» Sie doch Rücksicht auf die Dame nehm«!

Welche Ueberraschung! nahm Theodore dal Wort, all sie jetzt dem »«gange des Parkes zu« schritten.Ich erkannte Sie gleich, aber ich meinte, es müsse eine Täuschung sein, hatte ich doch keine Abnung davon, daß auch Sie fich i» ber Schweiz befind«.

Und da ich wußte, daß ich Eie hier oben finde» würde, so war das Zusammentreffe» nicht so zufällig, wie es den Anschein hat, erwiderte Friedrich lächelnd.

Sie wußte» das? Wer hat es Ihne» ge­sagt?"

Ich erfuhr es imWaldstätter Hof in Brun»«; Sie hatten dort hinterlassen, daß Sie zum Axrnstein hinaufgefahren waren. Hier oben im Garten fand ich Ihren Herr» Vater; er teilte mir Ihre Pläne so kurz wie möglich mit und ich beschloß daraufhin. Eie im Park aufjusuchen; eine dunkle Ahnung sagte mir, daß Sie de» Schutz und Beistand eine» Freundes bedüifen könnten.

Ich wäre auch allein mir ihm fertig gewor­den,- spottete Theodore,aber nichtsdestoweniger danke ich Ihnen von ganzem Herzen. Wann traf« Sie in Brunn« ein?

Sie war« kaum abgefahren. Ich habe nur eine» kurzen Urlaub und muß darum meine Steife rasch mach«, um so viel wie möglich zu sehen, und die« um so mehr, als der eigentliche Zw-ck meiner Steife mich einige Tage in Luzern zurück-

FuidaerMIrttung

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