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FuldaerMZeitung
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Juk-a, Samstag, den 3. Januar 1903.
30. Jahrgang.
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Reklame». n»b Auzeigeutheil.
so »itbe bi« große Masse diesem „Wohltäter" dar durch äußerliche Vorzüge, fesselndes Wese«, gewiß zujubeln; aber die eiusttzüge» Leute würden lebhafte Nerve» und glitzerudr» Seist bestach und
Hochfeine, stilvolle
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Andererseits spricht aber die Tatsache, daß der rassische Staatsmann in Wien die österreichisch« rafft che Verständigung auf's neue zu beki ästigen wünscht, nicht für kriegerische, sondern für friedliche Abfichten Rußlands; denn in Oesterreich denkt gewiß kein Mensch an Balkanabenteuer.
den Vorwand liefert, das „monarchische Familienleben" überhaupt zu verdächtigen. Gew ß find die Mitglieder fürstlicher Familien so gut fehtbare Menschen wie wir olle, aber es ist unwahr, daß sitt- liche Verirrungen heute unter ihnen öfter vorkämen, als in früheren Zeiten. Aber freilich haben sie heute auch noch wehr Pflicht, mit gutem Beispiel voran- zulkuchten. Rvng und Geburt gellen heute nicht mehr viel, aber sittliche Unantastbarkeit sichert sich auch hente noch allgemeine Achtung — trotz der Uuwertung oller sittlichen Begriffe, wie sie frei nach Nietzsche in der Presse der Lex Heinze-Brüder im Schwang« ist. —
Von der Steife tzes ^Grafen Lamsdorff nach Sofia, Belgrad und Wien weiß man nicht so recht, ob der russische Minister Krieg oder Frieden in seiner Toga birgt. Die öfteren Hinweise auf die Möglichkeit /Ester Verwickelungen im nächsten Friih- ' fahr, die Zarenspende an die mazedonischen Flüchtlinge, die Besprechungen des Grasen Lamsdorff mit den Führern der mazedonische» Befreiungskomitees und der verschiedenen Parteien in den Balkanstaaten, dazu die scharfe Sprache der russischen Presse gegen- über der Türkei lassen fast auf kriegsnähe schließ«!.
männche. *t käme und km »böte, er »»He aller ein gehör ig«« Jahreseinkommen auszahlen, wenc sie ein Ja>hr lang auf die Ätiieit verzichten wollten.
Weiche -setzt.
Ein Dutzend Monate, über 4 Dichmd Wochen, dreißig Dutzend Tage, sechzig Groß Stunde» liegen «or unk. Sine Masse Zeit! Darin läßt sich viel leisten aber doch viel vergess « und ver- schwitzen. Und der Mensch vergißt so leicht — nicht seine Nichte, aber wohl seine Pfl.chten.
Zu Neujahr haben wir uns «Äzuwal gefreut, doß wir noch «'eben. Mit Recht, denn das Leben ist doch schön, nnb da« Beste daran ist die Möglichkeit, noch z» sühnen und zu bester», wak bisher nicht ganz geraten, noch zu schaffen und zu wirken für die Angehörigen «r.d das gern eine Wohl. Nun wohl, wenn so die feucht- fröhliche Daseinsfreude so« Sylvester geweint war, dann wüsten gleich vom ZahreSaufang die Muskeln gespannt und die Hände geregt werden. Wer nicht strebt, der lebt eigentlich nicht; er vegMert bloß.
dann heißt ef bei der Ausführung beharren. Dazu gehört, baß man von Tag z» Taz immer von neuem sich selbst die Sporen in die
sagen: Heb' dich hinweg, Satan, den» du bist der abgefeimtestt' Teufel, der-je gegen unser Vaterland lo«gelaffen ift- Wenn da« ganz? Volk i’ laug müßig z stnge, so würde er bei in< . werden, als e « in Ninive jmb Ai Sodoms und Gomorrha je ^gewesen ist. _ u# ■
Soll 1908 ein GlüMjahr fein, sc mach' ete ArLeitsjahr daraus!
Aber Arbeit ist doch eine Last, seufzt da mancher im Schweiße seine- Angesichts. And doch wird die Last zur Lust, wenn man mit »-befriedigtem Herze» den Erfolg der Arbeit genießt. Und dabei ist noch zu bedenken, daß die regelmäßige Arbeit uns vor schwerem Unglück an Seele und Leib bewahrt.
-ES wird jetzt so viel geredet von Skandalen in den hohen Kreise«. Schreckliche Verirru«- $en komme« da vor. L-ute, die auf dem Gipfel der menschlichen Herrlichkeit stehen, lasten sich vom Wirbelwind ihrer Leidenschaften in die tiefste Schande hinabschleuder«. Sie haben alles im
chne gründliche Prüfung ihre- Eharakterk. ihrer Gesundheit und ihrer sonstige« Befähigung mit
»irrt haben. Bei der gegenseitigen Eifersucht der Engländer, Franzosen und Spanier find da« keine angenehmen Aussichten.
, Wirtschaft mit den 4 Riebet« etgerchäudig besorge, idame bleibt mir keine Zeit zum GMenfangeu, r«b ich glaube, es ist mir gsnz gesund gewesen, bi iß ich von KiudeSÄeinen an von morgens biS sl eudS habe arbeite« müssen? Die tolle Sache vs » Dresden mag ja auch noch ihre besonderen Ursachen haben, die in krankhafte» Zuständen lieg en. Aber im ganzen hatte die einfache Frau das richtige getroffen: ein Mensch, der alle Tage sei«« tüchtige Portio» Arbeit zu kosten hat, kann viel leichter ordentlich - und brav bleibe« als ei» „arße itSloser". Das gilt sowohl für die reichen und o» wuehme» ^Arbeitslose«^, als für die kleinen Leute, denen die Arbeitsstelle fehlt.
Ws m ein Zauberer mit einem Dukaten-
Die Röntge müssen arbeite«, manchmal schwerer, al« die meiste« Untertanen es gewöhnt find. Die Prinzen könne« e« bequem haben, aber wo die rechte Zucht herrscht, da zieht «an fie recht stramm zum Heere«- und Mariuedieust heran, u«d bas ist ihnen für Leib und Seele sehr gesund. 6s ist auch gut, wen« die hohe« Herrschaften recht strißig auf die Jagd gehen; dieser erfrischende Sport bewahrt sie vor bedenklichen Genüssen und Leidenschaften. Im Mittelalter hatten auch die Prinzessinnen genug zu tun, be die ganze Weiblichkeit ohne jede Ausnahme in der ausgedehnten Hauswirtschaft voll und ganz mit- arbeitete. Die Hauswirtschaft hat sich bekanntlich gsnz »errötberf, sowohl in den hohen «(« in den mittleren und sogar in den untere« Kresse«. Sehr viele«, was man ftüher selbst machte, wird rrtzt fertig gekauft, und den Nest überläßt man nur zu sehr fremden Händen. Sogar in bürgerlichen Kreise«, wo man »fein* und „modern" sein will, lege» -sich die Frau und die Töchter be« Hauses am das Befehlen und hatten sich zu Höherem berufe«, als in Küche, Keller und Kinderzimmer selbst Hand anzulegen. Unter diesen Verhältnissen ist es schwierig geworden, Prinzessinnen oder sonstige bevorzugte Fräulein richtig zu erziehen durch die Arbeit und für die Arbeit. Rur f« leicht bleibt t£ bei Tändelei. Kerngesunde Ärturen können sich freilich mit Gottes Hilfe auch unter diesen glänzenden Mängeln und Versuchungen zu tüchtigen Hausfrauen und Müttern ausbilden; ater wo die Nerve» nicht ganz gesund und die religiös sittliche Grundlage nicht ganz fest ist, da wird Müßiggang der Laster Anfang.
Eine reiche oder hochgestellte Dame kann sich Beschäftigung genug und in der lohnendsten Form verschaffen, wenn fie nur de» Trieb und das nötige Geschick dazu hat; aber wen» die Anlage dazu nicht rechtzeitig geweckt und ausgebildet iS, so stellen sich nachher leere Stunden, Mißmut, Langeweile und Phantastereien, verhängnisvolle Griffe nach Zeitvertreib und „Eichausleben" ein.
Für die Erziehung der Prinzen und Prinzessinnen find wir nicht verantwortlich, wohl aber für die Erziehung unserer eigenen Kinder. Und ba sollten wir uuS bei bieser Gelegenheit ben Heils- unb Glückswert der Arbeit klar machen. Am bren- uendsten ist die Frage bei ben Mädch.n, unb zwar gerade in ben sogen, besseren Stünden, wo sie nicht von vornherein zur Tagesarbeit um baS tägliche Vrot gezwungen find. Mit bet sogen, höheren Töchterschulbilbung schleicht sich ba leicht bie Verachtung ber „gewöhnlichen" Arbeit ein; daS Töchterchen fühlt sich zu „Höherem" berufen gemäß ben RebenSarten ber Frauenrechtlerinnen, und bie etilen Eltern begünstigen vielfach bitfen Trieb. So wachsen bann Dämchen heran, bie zu bem hehren Beruf bet Hausfrau unb Mutier weder Neigung noch Fähigkeiten mitbringen unb ihr Leben lang nicht zu einer rechten Befti digung unb Glückseligkeit gelangen können. DaS Weib wirb nur glücklich, wenn es onbere glücklich machen kann. Das Weib muß sich für ihre Angehörige« ober alS Klosterfrau für Christus und dessen lei- denbe Brüder unb Schwe ern „ausleben". Wer
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mußten boch klare Augen bewahren unb ba Wesen, beten fie bie Zukunst ihres Stammes anvertrauen wollen, erst gründlich prüfen. Und wenn sie sage«, eS sei gegen den Willen der Ser« liebten nichts zu machen gewesen, so hätten fie doch rechtzetiig Vorbeugen sollen, u. A. auch dadurch, daß fie bem Jungen von früh an klar gemacht, welche Eigenschaften bei ber Wahl einer Lebensgefährtin ben Ausschlag geben müssen. Warum hat er nicht gelernt die Arbeit höher zu schätzen als ben Glanz, bie einfache Tüchtigkeit höher als ben bleibenden Flitter, den Charakter höher als die „geistreiche" Eleganz!
Wenn bie Sprößlinge aus ber Kinderstube heraus Md und im Salon ihren Platz haben, fo ist bie Erziehung längst nicht zu Enbe. Große Kinder, große Sorgen und große Aufgaben der Eltern! , x
Die ReujahrSp.ebigt Über bie Arbeit klingt u«S i« bet Mahnung bet fortgesetzten Selbst- erziehung unb zur fortgesetzten Arbeit an ber Erziehung ber Nachkommenschaft. Je mehr oben unb unten bie Pfeiler bet Ordnung wanken, desto eifriger «olle» wir u«S bemühen, bie eigene Familie zu festigen.
Woche«-R«ndschau.
«■ Nachdruck verboten.
X Fulda, 3. Jan. 1903.
Weihnachtsfriede! Wohl find wir noch weit davon entfernt, daß dieses schöne Wort im vollste« Sinne Wahrheit werde. Aber unter den heutige« Verhältnissen find wir zufrieden, wenn nur auf einige Tage der Lärm des Tagesstreites' verstummt oder doch gedämpfter an unser Ohr Hingt. So lassen wir denn auch heute davon ab, die Betrachtungen über die an den Zolltarif ankuüpfen- den parteipolitischen Anseinandersetzungen fortzuspinnen. Nur nm der Chronistenpflicht zu genügen, sei kurz verzeichnet, daß in der Presse der Zwist zwsschen dem Bunde ber Landwirt- und den Konservativen fort» dauert, wenn auch ohne rechte Entschiedenheit auf Seiten der letzteren. Encrgsscher und konsequenter zeigte sich der Führer der Reichspartei, Abgeordneter von Rar borff, der seinen Austritt aus dem Bunde erhärte. Das Zentrum, dem der Bund in Köln den Krieg erklärte, kann darin nur eine Ehre und eine unfreiwillige Anerkennung der Tatsache «Micken, daß kS in der Tariffrage die goldene Mittelstraße
Unpolitische Zeitkäufe.
------ (Nachdruck wstbetinu) G Berlin, 1. Januar 1963.
Also 1903! Auch gut. Ob «an hinten an bie Jahreszahl eine 2 ober eine 3 maltz macht für Hanb unb Feber nichts auS. Siele haben im verfioffenen Jahr bie 2 schon so leichtsinnig hiugrschnötkett, baß fie eben gut alS S gelesen werben konnte. Auch bie gesprochenen Ziffern 2 unb 3 werben leicht verwechselt, nur beim richtigen Berliner nicht, weil er für 2 zwre sagt, aber bie 3 immer richtig drei auss-ncht, also ben Sleichklang des ei vermeidet. (Wegen ber größeren Deutlichkeit wirb auch bei ben Ziehtugen ber preußischen Staatslotterie baS Berlinische zur Amtssprache gemacht, also z. B. zweetMseud« breihunbrrteenunbfunfzig gewesen.)
UebrigenS werben wir oft finden, baß bas neue Jahr bem alten veqweiselt ähnlich sicht. ES wirb nicht alles anders, trotz Sq'oestct- punsch, Neujchrsrede« und Meigirßen. Söll eS anders werden, so -müssen wir selbst erst anders sein, und tret Wunsch läßt sich schwer umkrempel«. SchLar Neujahrsootjätze? O, bie kennen wir. Im allgemeine« Haben fie so viel
1 lleberfluß, rvaS zur irdischen Glückseligkeit gehört, l mb stürzen sich selbst in das jämmerlichste Unglück. Neulich hörte ich bie entsetzliche Verirrung bi ft sächsischen Prinzessin von einer derben Frau ari- dem Volke besprechen: „Die hat nicht ge- ;; „wenn ich meine
bie Zahlungsvsrsprechung»« von Venezuela. Rar Taten beweisen! Erst wenn bu wirklich begonnen hast, ben Vorsatz aaszu-
Kriegerische Gelüste sind auch den europäischen k nug zu tun .gehabt," sagte fie Mächten fremd, die den Präfidenten Castro von s Wirtschaft mit ben 4 Kindern <
sich für sich selbst ausleben will, kommt nie zu einem befriedigenbe« Ausleben. Unb für anbete kann sich bie Fran nur bann richtig auSteben, wenn fie jede nützliche Arbeit, auch bie gewöhnlichste mit Kochlöffel, Wischtuch unb Stopfnadel, mit Freube unb Geschick aus führt, wo immer ihr Beruf es mit fich bringt. — Die Moral vo« ber Sache wäre also in trockenen Worten: Erziehet bie Töchter so tüchtig als möglich in ber gan-en Hauswirtschaft, vor allem in der Kmdetpfiege, auch wenn fie eS bem Scheine nach „nicht nötig haben".
Daß bie männliche Jugenb erst recht z« Arbeit unb burch bie Arbeit erzogen werben soll, ist selbstoerflänblich. Der moderne „Kampf um’i Dasein" bringt es übrigens ja auch mit sich, baß bie Söhne reicher unb großer Leute von jung auf tüchtig angefpaunt werben, um bie entsprechende Leistungsfähigkeit zu erlangen. Eine gefährliche Klippe in bem Leben ber moderne« jungen Leute ist die Braut wähl. Die Lebensgefährtin soll möglichst reich, auS besser Familie, geistreich unb feingebildet sein. Ob fie gesund unb frisch an Leib uub Seele, ob fie wirklich ausgerüstet ist für ihren Beruf alS Hausfrau unb Mutter, das
• ft* »HStz »e* KerNchi»»«« im Atterlm«. "CkwShuttch »tarnt »an an, doß der streitlustige Held ■fcti «vrkhEen Dramas auf einen ganz neuen Gedanken «ekommra Het, alt er feine bei der Belagerung Lands- ; hnlS Detl<n*ie Hand 15C6 durch feine eifeine selbst cniefertiite. ersetzen Netz, daß er also zu unseru Leb«tten Ich uuMveiselhast ein Patent dafür hätte auSwirie» können, »ber auch hier trifft der Spruch Ben AkibaS in: ES ist alles schon bagewefen. Denn ein alter -römischer Sck,riftst«ller berichtet Folgendes: „Die Frage, -wer vr« »Ten Menschen der tapferste gewesen, «ächte schwer fu bvantworten sein; gewiß aber kann man nicht leicht ein eia andern dem L. Sergius vorziehen. Bet feine» -weiten FeÄznge verlor er die rechte Hand; tu .zwei KrldzLgen erhielt er 23 Wunden und konnte »eS- ; "wegen feine Hand, feinen Fuß mehr recht gebrauchen, rund machte doch, mit Unterstützung eine# Sklaven, noch wiele Feldzüge mit. Zweimal ward er von Hanntbal gefangen, zweimal entwischte er ans den Fesseln; zwanzig -Monate lang wurde er unaufhörlich in Festen Sewacht. Mit der linken Hand allein kämpfte
<r merwal, n*6 zwei Pferde wurden unter
-ihm getötet. Er ließ sich ei:we rechte Hand von Eisen ■ -wachen und half, mit. dieser fechtend, Cremona entsetzen, Slaceetia verteidigen. zwSlfn «! feindliche Lager in allim edstürmen. Da die Sitiiege mit Hanntbal im j Anfänge deS zweiten Jahrhunderts vor Christi Geburt endeten, fs hat also «ötz von Berlichiugen schon vor. > 17 Jahrhunderten einen Vorgänger besessen. Uebiiginf Wurden nach der Möta. Bztg." im August 1834 beim Bau der langen Brücke in All. Rrqspin tief im Bette deS MheiuS die Ueberreste eines wahrscheinlich hn Kampfe non der »rücke gestürzt« RitterS gefunden, die in einem -Sporen, einem Schwerts, mehreren Hufeisen feines Pferdes m»d einer eifernen Hand bestanden. Nach ber Germ und Arbeit bei Schwertes und Sporen stammten ! lieft Altertümer auS dem Anfänge deS fünfzehnte« Jahrhunderts her, und eS »ar die Auffindung dieser Gegenstände, besonders der Hand, um so wichtiger, da die letztere, der Bervchingscheu Hand in ihrem Mechanismus außerordentlich ähnlich, fast ein ganzes Jahrhundert älter als di.se ist. Also selbst für Deutschland wat dieser Ersatz ber Hand feine Neuheit mehr.
* Hin Ayxchnrteik wurde nach einer Meldung «nf Kolumbia im Staate Süd-Karolina dort an eine» Ncgerweibe vollstreckt. In Abbe Ville Couney wurde rin Neger und dessen Frau, die angeklagt waren, eine« angesehener, Farmer ermordet zu haben, von einer Volksmenge aus dem Gefängnis geholt und bann auf eine Brücke geführt. Hier wurden ihnen Stricke nm den gtlS gelegt, und dann wurden fie beide Über daS rückengeländer gehängt, worauf sich aus zahlreichen Gewehren ein Kugelregen über fie ergoß, biS die Körper zu einer unförmlichen Masse durchlöchert waten.
* Wohlmeinend. Huberbäuerin: „Ach, de- a Kreuz mit meinem Mann, gestern war er wieder so betrauten, daß er mir hat mei große tönerne Brat- pfann' am Kopf zerschlagen. Was soll ich nur machen?' — Müllerin: „Weißt Huberbäuerin, schaff' Dir halt eiserne» Kochgeschirr an!"
gilt vielfach als Nebensache. DaS wirb gar nicht beachtet. Hub boch ist eS die Hauptsache, von ber baS Glück ober baS Unglück der Mannes, >er Nachkommenschaft, ber ganze« Familie ab- hängt. Welch' unsägliches Elrnb ist schon an- gerichtet morde« burch ein glänzenbeS Fräulein,
Venezuela durch die Blockade der Küste zur Ber- nunft zu bringen suche«. Da» haßen fie durch die Anrufung des Haager Schiedsgerichtes bewiesen, nachdem Präsident Roosevelt die Annahme deS Schiedsamtes anscheinend um seine Popularität in Amerika nicht zv gefährden, abgelehut hatte. Und doch wird dadurch die Entscheidung ueuerdmgS verzögert. UebrigenS ist das Schiedsgericht erst dann als gesichert zu betrachten, wenn Castro seine bedingungslose Bereitwilligkeit, sich dem Spruche desselben zu fügen, erklärt haben wird. Bisher hat er regelmäßig, sobald ein entscheidender Schritt von ihm verlangt wurde, noch allerhand Vorbehalte und Wenn ««d Aber gehabt. Darauf können sich Deutschland, England und Frankreich natürlich nicht eieioffen.
Recht wenig friedlich klingen die Nachrichten, die tn de« letzten Tage« au» Marokko kommen, ^ie Truppen des Sultans haben eine vernichtend« Niederlage erlitten, und der Prätendent Bu Hamara (b. t. „Vater ber Eselin", nach seinem Lieb- lmgstiere) oder Omen Zarkuui, wie er mit seine« eigeetllchenNam«, heißt, ist iheen bis vor die Thore der Hauptstadt Fez gefolgt. 68 ist leicht möglich, daß Fez vom Sutton nicht gehalten werde« kann.
dann? Wird er die -vroptffchen Mächte zu Hllfe rasen? Diese würden fich einem solche. An- suchen kaum entz,ehe» können, da die Rebellen de, »nef" gegen die Christen pro«,.
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ließ: Sie verließ den Gatten und ihre fünf Kinder, um einem Grünschnabel von Sprachlehrer, einem Belgier Namens Giron, nachzulaufen. Die näheren UmpSnde mache» das Aergernis noch schwerer. ES ist nahezu unfaßbar, wie ein« Frau in einer Stellung, die durch ihre gegebene« Schranken schon vor solchen Verirrungen Schutz bieten sollte, sich derart erniedrigen konnte. Daß die lex Heinze-Brüder in der reform- jüdisch - liberalen «nd sozialdemokratischen Preffe sich für die Prirzrffin begeistern, macht ihre Soche^ mir »och schlimmer. Diese cynische und skandallüsterne Presse ist natürlich ongenedm berührt durch die'Erfahrung'.daß auch Pnnzessinnen zuweilen moralisch nicht höher stehm, als sie selbst; dir sozialdemokratischen Preßjimger haben außerdem noch besondere Ursache, für einen Skand-al dankbar zu sein, der ihnen
ei« Jzhr Pauke« unb Trompeten i« eine tüchtige unb eble im ärger Familie ausgenommen wutbe! Der verliebte Jidtg- ..... __ i lmg kann sich vielleicht auf seine Detbleubuug M ^entf*ä(btgen; jetex Nr Eltern unb Angehörige»
getreulich eingebalten hat.
Tramige Weihnachten wurden i» diesem Jahre dem sächsischen Königshause bescheerL. Die KrvnprivZessin Luise Marie Antoinette versetzte das allverehrte königliche Haos von Sachfen, ihre Familie in Salzburg und den Preisen Kaiser Franz Joseph in die tiesste Trauer, indem fie sich eine unter allen L..,,, a i— e'u. n„s
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