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FuldaerMZeitung
mit den Beilagen
29. Jahrgang.
M 299.
[] Em Weihnachtsspiel
Kriminal-Roman von Arth ar Eugen Simsom.
(Nachdruck »erboten.)
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getrieben wort» m («cn.
» -29. De,. 1902. Zur
Balkanreise d<4 Grafen L«m«dsrff ist bezüglich beo ? luftnthalts des leitenden russischen Staatsmann« in Sofia dieselbe Zurückhaltung in politischer Bejahung zu koustatire«, «k er bereit« am serbischen Haft der Fall war. Offiziös werden nur ganz l »rze Berichte über die einzelnen Daten der R iis« Veröffentlicht. Di« bulgarischen „Patrioten", di« am liebsten mit russischer Hilft den Krieg ne ich Macedonten hineiutragen möchten, werben von beim Austreten des Grafen Lamrdorff zweifellos soth weniger erbaut fein, als f. Z. von den Reden bt (berühmten Jgnatiew bei der Schipka-
In aller Gedächtniß sind noch die unoergeß« lichen Tage der „Passion- in der Fastenzeit 1901. Soviel Erhebung und Begeisterung und Fmer, , wie da ein Jeder nach Hause trug, entschwindet Meiner nicht so leicht. Die Tausende, die damatt in . e _ 1 I a»i.&.w h»n »rnreifenbett Tönen
WöMtiia»: Sil«< XAatli#r3«1. »II* „ — tifcSifcttte 3. Pitjeller in Lilda.
grundlos verleumdete Unschuld hinzustellen, so ist da« vollkommen lächerlich nach dem eigenen Geständnisse der Prinzessin und Giron« über ihr verbrecherische« Berhältniß.
4- K-iu- N-ich-etnk-mM-«ß-«-e° Der Rudolstädter Staatsminister hatte sich 'kürzlich auf eine soziald. Interpellation dahin ausge- sprschen, es sei nicht ganz ausgeschlossen, daß man stch zur Einführung einer ReichSew- kommmsteuer verstehen werde. Dem widerspricht die bayerisch-offiziöse ,Augsb. Abendzta/, sie er. klärt, daß der ablehnende Standpunkt der Berbündeteu Regierungen stch nicht geändert habe. Sie hätte hinzufügen können, daß eine direkte Reichsstevrr auch im Reichstage auf starken Widerstand stoßen würde.
Minister konfereitz statt, an der die Minister- Präsidenten v. Körber und v. Szell sowie der österreichische und der ungarische Finanzminister ^theilnahmen. DK Berathung wurde am Montag Bormittag fortgesetzt. AK „Wolff« Bureau“ meldet, sand am Montag Vormittag zwischen den beiden Mivisteryräfidmten v. Körber und v. Szell die entscheidende «chlußkonferenz über die Ausgleichsfragen statt.
sagte Gruner, indem er stehen blieb und seine Uhr zu Rathe zog. ^Jch werde Sie nun wohl verliffsen mit ff en; aber heule Nachmittag stehe ich gern zu Ihrer Verfügung, um Ihnen die Sehenswürdigkeiten Luzerns zu -eigen, Ich speise im Hotel Rigi —"
„Da wohne ich ja*!" unterbrach der Agent ihn erstaunt. „Speisen Sie nicht zu Hstffe?"
„Rein, ich sagte Ihnen schon, mein Schwager sei ein Grobian; mit solchen Leuten fitze ich nkht gern an demselben Lisch."
„Sie stehe« auf keinem guten Huß mit ihm?" „Ja und «rin, j-öer geht sei»«, eigenen Weg;
i dabei findet man sich am besten."
Der korpulente Herr wurde immer verwirrter; er mußt« nicht, sollte er Dauben oder zweifeln. — .
Erinnerte er sich der Mitchetümge«, die Gustav Varnay chm gemacht hatte, fr erwachte das Mißtrauen wieder mit «»geschwächter Kraft, und doch lag in dem Auftreten Grunerö eine so zuversichtliche Sicherheit, daß man die Auf- richtigkeit seiner Worte kaum bezweifel» konnte. An der Tafel setzte sich Gruner neben ihn, und es währte nicht lange, so war der Agent mit ihm in eine lebhafte Unterhaltung vertieft-Seren Thema ganz andere Dinge berührte, als diejenigen, welche dem korpulenten Herrn in diesem Augenblick nahe lagen.
Gruner wußte interessant zu erzählen; -sr verstand es auch, durch scheinbar absichtslos hingeworfene Fragen zu erforschen, wie lange der Agent in Luzern zu bleiben gedachte und | welche Reiseroute er stch vorgezeichnet heLte
* 3tcifeae*fl*i| für Znhnäzts. W wird berichtet, daß Preußen beim Bundesrath beantragt habe, den Forderungen der deutschen Zahnärzte u*b Dozenten der Zahnhülkunde zu-' zustimmsn, die das RcifezLUgniß eine«; Gymnasiums al« Vorbedingung für das, Gtrdium der Zahnhe^'k»»de verlangen und das , Studium verlängern wolle«. Bisher ge- Mftjte das Zeugniß für die Prima eines Gym- »»Iums zum Studium des Zchnheilkunde; das Strdium mäh'te sechs Semester, im siedenten du fte das Staatsexamen beginnen.
in einer süddeutschen Zeitung stand. Meine Gesellschaft hat das Hauptgeschäft im Norden."
„Verzeihen Sie, darauf konnte ich damals teilte Rücksicht nehmen. Mein Schwager hatte Schulden hinterlasse«, ich wollte meiner Schwester das Geld -sichern, und ich würde ihr sofort sämmtliche Gläubiger auf denHals gehetzt haben, wenn die Anerkennung in einer heimischen Zeitung erfolgt wäre. Im übrigen war es ja Ihre Sache, dafür zu sorge«, daß diese Anerkennung auch in nordische Zeitungen überging: Ihne« konnte das nicht schwer fallen."
,Hch weiß nicht, was ich davon halten soll," sagte der Sgent kopfschüttelnd: „Glaub-n schenke ich Ohne« erst dann, wenn Bis mir die Anerkennung gedruckt vorlegen. I« welcher' Zeitung soll sie denn gestanden haben?"
„Ich kanns augenblicklich nicht mit Sicherheit sagen — wcrs in Llm oder in Stuttgart, auch der Raute der Zeitung ist mir entfallen. Aber ich werde mich wohl darauf entsinnen, wenn ich zu Hause meine Notizen durchsetze; Sie solle« die betreffende Rümmer nachträglich erhalten."
.Letzt kann sie mir nicht mehr nütze«."
„Ich aber will Ihnen beweise«, daß ich mein Versprechen erfüllt habe. Ibb war den anderen Punkt bettifft, so gebe ich Ihne« de« Rath, Ihr Mißtraue« meinem Schwager oder meiner Schwester nicht zu zeigen — di« Amerikaner fiad grob, und mein Schwager soll drüben einen Hanke«, der beleidigend gegen ihn wurde, ohne weiteres niedergeschoffrn haben."
„Wk sind nicht in Amerika!"
„Die Schweiz ist auch eine freie Republik!"
Berhältniß zu den Blokade führenden Mächten hat sich noch nicht wesentlich geändert.______________
ungarischen Ausgleichsverhandlungen sind abermals ausgenommen worden. In Wien fand am Sonntag Nachmittag eine zweieinhalbstündige
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werden es mit Freuden vernommen haben, daß der stadtpfarrliche Kirchenchor demnächst eine ähnliche Gabe bieten wird. Und wieder ist es ein Werk unsres K imponiflen, des Herrn Domdechanten HSlnrich Fidelis Müller: sein „Weihnachts-Oratorium". ES hat wohl unter allen feine« Festspielen die weiteste Verbreitung und den größte« Beifall gefunden. Seit dem Erscheinen (1879) ist eS an mehr als 2000 Orten aufgeführt worden. Nicht nur in Deutschland, in der ganzen,- weiten Welt hat eS em« dankbare Gemeinde gewonnen, so in Rußland, Italien, Amerika, Natal, Batavia, China, I Palästina usw. Zur Einführung geben wir einen Auszug aus einer eingehende« Besprechung die der „Deutsche HauSschatz“ (1890, Nr. 10) aus der Feder eines Fachmannes brachte:
„Wenn wir unS die Frage stellen, welchen Werth uns die Musik des Müller'schen Weih- 1 uachtS'Oratorimns an und für stch betrachtet.
„Mag wohl sein," erwiderte der Agent, „aber dieses Mißkauen stützt sich auf Gründe."
„Dir sofort in nichts zusammenfallen, wenn Sie dieselben nur untersuchen wollen. Mir scheint, man Hot Sie gegen uns aufgehetzt; Sie waren ja überzeugt; Bie selbst befürworteten die sofortige LuszaUmrs der Versicherungssumme!“
„Lud Sie werden es auch wiffen, auS »e'chem Grunde ich es chat,“ sagt« der korpulente Herr, während er seinem Begleiter eine« zürnende« Blick zuwarf. „Sie haben freilich ihr Versprechen nicht gehalten —*
„Wie können Sr« das behaupte« ?"
„Wollen Sie es leugne«? Sie versprachen unsere Coulanz öffentlich in der Zeitung emzu- ertenne« —"
„Das ist auch geschehens-
„In welcher Z'itung?"
„In einer sehr verbreiteten süddeutsche« Zeitung, ich habe mirs Geld genüg koste« kaffen," erwiderte Gruner i« jenem ruhige«, zuversichtlichen Tone, den man nur dann an schlägt, wenn man seiner Sache sicher ist. „Ich habe die Expedition dieser Zrttung beauftragt, Ihnen die betreffende Kammer unter Kreuzband zu Lberfenoen —"
„Ich habe nichts erhalten!"
„Bas ist meine Schuld nicht."
„Und war «Ltzte es u«8, wenn dk Reklame
erreichen. Die religiösen Saite« deS Herzens, viex» man so sagen darf, «erden gespannt, und daher machen auch die AnffÜhMnge« in der Begleitung von lebende« Bildern einen tiefen Eindruck auf das Herz der Zuhörer. Beide gehöre« zusammen. Die Musik und zwar der Chor oder das Rezitativ bereitet daS vor, waS dem Auge des Zuhörers sich bald darstellen soll und während dann die letzte« Akkorde verklingen wollen, tritt das Bild in Erscheinung, um dasjenige tief i«'S Herz zu senke«, waS daS Ohr kurz vorher vernommen hat. DaS Vorspiel aus ä-moll bereitet unS vor auf de« Chorgesang, dessen Melodie eS in seiner letzten Hälfte ganz zum Ausdruck bringt. Darauf folgt dann als Nr. 2 der Choral: „O Heiland, reiß den Himmel auf.“ Der vierstimmige Satz für gemischte« Chor ist ganz einfach gehalte» und gerade wegen seines einfachen SatzeS höre« wir in jedem Akkorde das Seufzen der Gerechten «ach dem Erlöser durchklingen. An diese« Choral schließt sich sehr paffend das Rezitativ mit Chor. Der Prophet Jsaias gibt Ranbe von seinem innigen Verlangen nach dem Erlöser, und daS Volk, repräsentirt durch den Chor, stimmt in feinen Ruf ein, indem es seinerseits seiner Sehnsucht nach dem Emanuel lauten Ausdruck gibt, damit er das atme Israel frei mache, daS im Schatten des Todes fitzt. DaS Rezitativ ist wiederum einfach gehalten, wie es für die stille Herzenssehnfucht paßt, welcher auch
• Kn* Kurr«ßr.»s Hocherrfchnkdetes Land- MrrttzschakMcher Mrlitz«xge« Hat bekanntlich Landwirthfchaftsminister v. Podbielski unter dem 30. Mai eine 'Reihe von Vorschkägr« gemacht. Zur Begutachtung dieser, von den Agrarier« eis „Brosame«“ gÄennzsichneten Vorschläge ist von den preußischen LandwirthschsstSkamNern eine Kommission eingesttzt worden. Dieft hat jetzt nach den ,B. N. N' ftkger.de Beschlüsse gefaßt:
1. Der ®te«t das emi*e*£l?e Jeterrffe ax «es Entschuld«:«. Deshalb tzrt der Steel auch die Bet. pfltchmng, die Durchführrn« btt Tntsq«ttu«,r»erkeS w die Mese zu letten und di« erforderlichen Mittel bereit tu stellen. Die LandttirthschaftSkammern find bereit, dak EnlschuldungSwerk je sSrdem und durch Rath und Th«t ,u unterstütze«. 2. «U subfidiärr 6ara«tten {•tarnen tu Betracht: ») die korperative Zaudwirthschast (LandwirthschastSkammvr i, b) andere ,re,t»zielle «,r- prrationrn. 3. Es «ird die Srwartun« LuSgesprochen, »aß die Sffentlich-rechiAchen XredttinMute die Dnrch- sLhrun« des Gntschuldun«sioetkeS unent«eltlich übernehme«. 4. DaS GrtschuldungSwerk Man eine bestimmte zeitliche Srevze nicht y binden. 5. Für eine Festlegung einer Lntschuldun,Seren,? ist kein Weg ,u find«. ES ffoll aber hierin, ebenso mir in »er «esammten Organisati»« bet Durchführung deS EntschnkdungSwetres jede Pronin, thunlichste Be»egnn«Sfreih«t stns«. -«E. Ueber bu Höhe der ,k überuehmenden Nächst-?potheken haben drc Ent- fchuldungSstÄlen ,u bestimmen, event. unter Zuzlehun, - der LandwirthschastSkaWmrr. 7. Gine Beschränkung der »erfüzuu- über die augesammelt-u «morttfationS. bestände »der ein e-t-aigrS «mortisationSguthabe» erscheint alS Lorbediugung der Entschuldung — ebenfalls für die Dauer dek Entschul»nnar»ersahrenS, welches mit der Bildung der Nachhypotheken fein E»de erreich^ ■8. Die Inanspruchnahme von MeliorationSkredtt soll ) nicht behindert werden. 9 Da» Prinzip der Hypotheken- tilgungsnrrsicheruug kann für die Entschuldung mit tx Betracht gezogen werden.
warr« er wieder zu Hause sein wollte und mit welchen bekannten Personen er bisher zusammengetroffen war.
Nur ei«S, und zwar gerade das, was er zu wisse« wünschte, erfuhr er nicht; der Agent ver- schwieg ihm seine Begegnungen mit dem Rechtsanwalt Barnay.
Sie saßen schon beim Deffert, aT8 Gruner endlich wieder die Rede auf das frühere Thema brachte.
„Ich bleib dabei, man hat mich oder meine Schwester bei Ihnen verleumdet,“ sagte er in scherzendem Tone; „ich wüßte sonst nicht, wie dieses Mißtrauen so plötzlich entstanden sein sollte.“
„Na, ich bin immer ärgerlich auf Sie gewesen, weil Sie Ihr Versprechen nicht erfüllt und mich an der Nase geführt haben,“ erwiderte Schüller, „und diese Aehnlichkrit — da soll der Kuckuck nicht mißtrauisch werden!“
„Und da wollten Sie stch wohl Überzeuge«, alS ich Sie heute Nachmittag vor meiner Wohnung antraf?“
„Finden Sie das nicht begreiflich? Sehen muß ich Ihren Schwager noch einmal!“
„Ich wiederhole Ihne« —“
„Sagen Sie mit, was Sie wollen, mich hat diese Aehnlichkeit zu sehr frappirt!“
„Nun denn, wenn Sie darauf bestehen, fo werde ich Ihnen Gelegenheit geben, ihn zu sehen.“
„Wenn Sie mich einladen wollten —“
„Dar darf ich nicht! Sie würde« Ihr Mißtrauen nicht verbergen könne«, und meine Schwester kann keine Beleidigung ertragen. Ich
Berlin. 29. Drz-mber 1902.
+ Oberpräfideut Masse soll, wie mehrere Blätter berichte«, die Abficht haben, blnne« kurzem i« de« Ruhestand zu treten. An die Spitze der Verwaltung der Rheinprooinz würde dann vvraus- fichtlich der jetzige Vorsitzende der rheinischen Land- wirthschastS - Kammer, Frhr. v. Schorlemer- Liefer, treten, bekanntlich ein Sohn des verewigten Centrumsführers und westfälischen Bauernkönigs. Wir geben diese Meldungen natürlich nur mit allem Vorbehalt wieder. — Das wichtige Regierungs-Präsidium von Düsseldorf ist auch kürzlich durch den Tod des Regierungs-Präfi- denten v. Holleusser frei geworden, der früher der konservativen Fraktion deS ReichstagrS ange- hört hat.
+ Air GrrichiAMg einer »«thskifch theologische« Iaünltät t* StvsßSars war von der .Rationalztg.' mit einigen Wenn und Aber -schließlich doch in günstigem «inne, als ein Fortschritt beurtheilt werben. Dieses Nrtheil stammte, wie das «ationaMerale Blatt jetzt bemerkt, aus der Feder eines „entschieden a«ti» klerikal en Nniversitätsprofessors“-Seine Darlegungen find inzwischen i« Artikel« Mehrerer Blätter, ine «och kulturkämpferifcher find als die «Rationalztg.^, als „offiziös“ bezeichnet wsr- de«, und hiergegen verwahrt sich die .National- geitung* nun sehr entschieden. Dabei macht fL die interessante Bemerkung, daß jene Artikel, die das Abkomme« über die Straßburger Fakultät als einen Sieg Roms Wer den Staat hinstellen, anscheinend aus der Feder eines um 20 Jahre Hinter der Entwickelung der Dinge zurückgebliebene», ehemals katholischen Geistlichen stamm«. Warum nicht deutlicher?
* Gs-r« eine Am»atzc»««s U? Dativ- an das Centrum und die Konservative« verwahrt stch dk Nat.-Lib.-Korr. Sie müff- einer solchen Beftrgniß immer erneut mit Nachdruck entgegen treten und „vertrauen, die nationalliberale Fraktion «erde selbst 4x dem kurzen noch vor uns liegende« Abschnitt btt zu Ende gehenden Legislatur die Beweise von dem aufrichtigen Emst der Bergung der Eisenacher Befchlüffe nicht schuldig bleibe«.*
4- Im» der sSchfischen Li»on PvimzeMm werden noch immer eine Menge mehr oder minder „pikanter* Einzelheiten gemeldet, bk sich ober vielfach widersprechen. Auch ihr Begleiter Eiron läßt sich fleißig iuierviewe« und zeigt dabei, daß er ein ganz verächtliches Subjekt uns noch obendrein höchst eingenommen von seiner wertheu Person ist. Ob, wie ein Nürnberger Blatt des Nähere« darlegt, Herr Giron der eigentliche Urheber des Skandals ist, und die Kronprinzeffiu ihm nur gezwungen gefolgt fti. kann ruhig dahingestellt bleiben. Entschuldigt wird ihre Handlung« weffs dadurch auf keinen Fall. Wenn einzelne Sensattonsölälter sich bett Spaß machen, die Prinzessin gleichsam als ein „gehetztes Edelwild*, als „vogelfrei* und als verfolgte und
letzten Zusammenstoß mit de« Aufständischen er- litten, 2060 Todte «nd Verwundete betragen. Ein Korrespondent der /Timest der zu Pferde bie erste Nachricht von der Niederlage des Sultans nach Tanger brachte, trlegravhirt seinem Blatt: DK Stadt. Fez ist wegen ihrer Lage, des völlige« Mang.ett att Vorräthe« und deS baufällige« Zustandes ihrer Mauern für । länger als einige Tage, nicht zu halte«. Die Einwohnerschaft der S adt wird nur so lange loyal bleibe«, als der kSultan fte schützen, fie ernähren kamt. Eine ! Bdagerung von wenige« Tagen bedeutet Hunae ksrwth. DK Straße von Fez ist für jetzt off « und sicher, aber das Prestige deZ PrÄtenkEen wird eine mächtige Förderung erfahre«. DK jetzt «och loyalen Stämme werde« stö- feiner Sache zuwenden. Wenn der Sulla« ei iftemmt oder dk Stadt Fez
S * .«d)«.Dra.«.um8 an un. p, —Q
SrmAn* » Tka'sächlich ist d i e bietet, so .kann man nur ganz kurz sage«, daß Jp,a e r ? ?aac ’ ° da in Atz nut e8 dem Komponisten vollständig gelungen ist fein verhältuißmäßig ?oeU Truppen zurückgelaffer Ziel: durch d2S, was er i« s^ ^ufir himtR. worden find. DK- moeokkantsche« Behörden ver. gelegt hat, die Zuhörer zu erbauen, tyren tsetst sichern* zwar nsch ^Aß-nce Haoai', die Se- »um neugeborene« Heiland der Welt in der rüchte von einer grshmt Niederlage der Truppen Krippe hinzulenken, .hre Hcrjrn ch ch des Sultan« feie u SbsrtrKbe«, fie m«ff-n aber ju «warmen «tt ßer»en3
felbft zugeben, ' »aß ein Theil der Truppen des- > erreichen. Die relisiösen Saite« beS Herzens, selbe« sich dem s Mhser der Aufständifchm, Bntta- mare, anzeschlo ff en habe, durch welchen die dem Sulla« treue« Truppe« bis nach Fetz zurück-
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»eilt!» Ps-.; M gBieberUbmeew wirdenlsprechrn^ Rabatt grwichrtt
feier.
• 29. Drz. 1902. Sechs An-
hanzer von Matos reisten gestern Morgen in der Richtung nach Cumarebo ab. Dies wird als Anzeichen dafür anzeftheu, daß der Auf- staAd gegen Castro «och immer im Gange ist. — chier ist Nie Nachricht eingetroffen, daß gestern eintebbafteS kSefecht zwifchr-t 1200 Aufständische» Q Mir«, 29. Dez. 1902. DK österreichisch- .' unter Rier« und RegierungStcuppen bei Cauyarab --- - - 1 in der Nähe von Coro stattfand. Näheres ist noch nicht bekannt. Die Aufständischen verfügte« über Artillerie und hielte« ihre Stellung. — Dak
lllustrirte Sonntags-Zeitung“, Juldaer 0esd)id)tsblätter" undCotttriHisR.
Iuk-a, Dienstag, den 30. Dezember 1902.